14.07.2025, 09:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.07.2025, 10:20 von Kasi02.)
Hallo zusammen,
ich melde mich endlich mal wieder wegen meiner T2221. Sie funktioniert soweit wieder und klingt auch super,
allerdings fallen mir nachwievor ein paar Mängel auf die ich gerne beseitigen wollen würde.
Wenn ich die Maschine einmesse und z.B einen 1000 Hz Ton einspeise treten starke und unregelmäßige Pegelschwankungen auf meistens um mehrere dB, was das korrekte einmessen natürlich schwerer macht.
Außerdem ist besonders auf dem linken Kanal ein relativ lautes, ich würde es mal Rumpeln oder Schneegestöber nennen zu hören, was besonders bei leiseren Passsagen stört.
Ich lade mal ein paar Videos und Probeaufnahmen zur veranschaulichung hoch.
Falls jemand von euch weiß woran das alles liegen könnte wäre ich euch sehr dankbar, ich weiß nämlich so langsam nicht mehr wirklich weiter.
P.S: leider kann ich hier keine Videos oder MP 3 Aufnahmen hochladen um euch genau zu zeigen was ich meine.
(14.07.2025, 10:02)David77 schrieb: Hast du die Köpfe und alle Bandführungsteile mal entmagnetisiert? Rumpeln oder Schneegestöber könnte daher kommen.
Treten die Pegelschwankungen mit verschiedenen Bänder und nur auf einem oder beiden Kanälen auf?
Moin Danke für deine Antwort!
Ja alle Köpfe und Bandführungen habe ich entmagnetsiiert und gereinigt, das Rumpeln und Schneegestöber tritt weiterhin auf, auch mit anderen Kopfträgern und Bandsorten.
(14.07.2025, 10:20)Kasi02 schrieb: Oh super, dann lade ich die Dateien mal direkt dort hoch!
FG sieht tadellos aus.
Wenn die Pegelschwankungen schon bei 1 kHz so hoch sind, fällt mir außer verschmutzten Köpfen wenig ein.
Könntest du vielleicht eine Aufzeichnung von 12 Hz und 514 nWb/m (beides in etwa) liefern?
Mich würde das Hintergrundgeräusch interessieren.
Vielleicht noch zum Vergleich eine Aufzeichnung ohne VM bzw. mit Hinterklebeband über dem Aufnahmespalt (passender Papierschnipsel geht natürlich auch). Also nur der Löschkopf.
Ich nehme an, mit einem jungfräulichen Band ist Ruhe?
Grüße
Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
(14.07.2025, 10:20)Kasi02 schrieb: Oh super, dann lade ich die Dateien mal direkt dort hoch!
FG sieht tadellos aus.
Wenn die Pegelschwankungen schon bei 1 kHz so hoch sind, fällt mir außer verschmutzten Köpfen wenig ein.
Könntest du vielleicht eine Aufzeichnung von 12 Hz und 514 nWb/m (beides in etwa) liefern?
Mich würde das Hintergrundgeräusch interessieren.
Vielleicht noch zum Vergleich eine Aufzeichnung ohne VM bzw. mit Hinterklebeband über dem Aufnahmespalt (passender Papierschnipsel geht natürlich auch). Also nur der Löschkopf.
Ich nehme an, mit einem jungfräulichen Band ist Ruhe?
Werde ich gleich tun und mich dann wieder mit den Ergebnissen melden!
Apropos meintest du 12Hz oder 12 kHz?
Ich werde mal eins meiner komplett neuen Bänder auflegen und schauen wie es sich verhält mit der Aufnahme.
P.S: ich habe die Maschine bisher ausschließlich bei 38cm/s benutzt, als Bandmaterial kam bisher immer ORWO 106 oder SM 900 zum Einsatz.
Die Geräusche und Schwankungen traten erstmals auf nachdem ich die potis an den Audiokarten gereinigt habe.
(14.07.2025, 12:00)David77 schrieb: KWL und K61 würde ich eigtl. als unverdächtig einschätzen. Wobei K61 einen leichten Schmiermittelanteil hat. Evtl. nochmals mit WL auswaschen
Ah okay, habe ich zwar schon öfter getan aber dann werde ich nochmal etwas nachsprühen mit WL.
Ich bin heute leider nicht mehr dazu gekommen, den Löschkopf zu testen und frisches bandmaterial zu verwenden, ich werde mich morgen mit den Ergebnissen melden.
Danke schonmal an alle die hier mitlesen und helfen!
Moin Kasi,
hast du mal die Relais auf den Audioplatinen abgeklopft?
Die sind zwar gekapselt, aber das schützt sie nicht vor Kontaktproblemen.
Bei mir war auch eins hinüber...
Gruß, Kabelsalat.
Ich bin alleinstehend. Aber nicht nachts - da leg ich mich hin.
---
Aufnahmen bestätigen die Pegel
(16.07.2025, 11:39)Kabelsalat schrieb: Moin Kasi,
hast du mal die Relais auf den Audioplatinen abgeklopft?
Die sind zwar gekapselt, aber das schützt sie nicht vor Kontaktproblemen.
Bei mir war auch eins hinüber...
Gruß, Kabelsalat.
Moin! Bisher noch nicht aber danke für den Tipp das werde ich auf jeden Fall tun.
Ich werde heute Abend endlich Zeit haben den Test von Peter durchzuführen mit neuem Bandmaterial dann werde ich berichten, ich bin schon sehr gespannt!
Am besten mal die Relaiskontakte nach und nach reinigen um Kontaktprobleme auszuschließen.
Dazu ein Stück Papier in nicht zu aggresives Kontaktspray tränken und durch die Kontakte ziehen.
(16.07.2025, 14:11)Micha94 schrieb: Am besten mal die Relaiskontakte nach und nach reinigen um Kontaktprobleme auszuschließen.
Dazu ein Stück Papier in nicht zu aggresives Kontaktspray tränken und durch die Kontakte ziehen.
Wie genau öffne ich denn die Audiorelais? Ich meine mich zu erinnern, dass das nicht so einfach geht. Ich kann mich aber auch irren.
Diese Relais kannst du im Fehlerfall nur wechseln da sie gasdicht verlötet sind.
Bevor du dir die Arbeit machst, solltest du sicher sein, daß die Relais an den Geräuschen beteiligt sind...
Hallo zusammen,
ich konnte nun endlich die Maschine mit unbenutztem Maxell UD 35-90 Band testen (Ohne vorherige Einmessung allerdings) , das Rumpeln und Schnegestöber ist zu 95% verschwunden man hört es nur noch sehr selten und wenn dann sehr leise. Auch die Pegelschwankungen zumindest bei 1000 Hz sind auch so gut wie weg.
Der Test mit dem abgeklebten Aufnahmekopf führte zu folgendem Ergebnis:
Hier ist überhaupt nichts mehr von dem Rumpeln zu hören nur noch Grundrauschen. (der Test lief auch mit unbespieltem Maxell UD 35-90 Band)
17.07.2025, 10:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.07.2025, 10:25 von Ferrograph.)
Hallo zusammen,
das von Kasi gezeigte alte Fehlerbild deutet stark auf ein gemeinsames Problem, welches beide Kanäle betrifft, hin.
Insoweit ist der Einfluß des Bandmaterials plausibel.
Einzelne Relaisübergangswiderstände im Audiostromweg sind hier sehr unwahrscheinlich, da der Fehler synchron auf beiden Kanälen auftritt.
das von Kasi gezeigte alte Fehlerbild deutet stark auf ein gemeinsames Problem, welches beide Kanäle betrifft, hin.
Insoweit ist der Einfluß des Bandmaterials plausibel.
Einzelne Relaisübergangswiderstände im Audiostromweg sind hier sehr unwahrscheinlich, da der Fehler synchron auf beiden Kanälen auftritt.
Gruß Jan
Hierbei muss ich allerdings anmerken, dass der Frequenzgang im niedrigen Frequenzbereich auch bevor diese starken schwankungen aufgetreten sind so aussah, dafür war der Rest aber glatter. Hier ein Vergleich mit einem Frequenzgang bevor die Fehler auftraten und der FFrequenzgang nachdem die Schwankungen und Geräusche hinzukamen.
P.S: Mein Mischpult meine alte integrierte Soundkarte (mittlerweile habe ich eine dedizierte hochwertige Soundkarte) und das Sweep Programm können da natürlich auch einen Einfluss drauf haben.
Tja, besser geht's kaum.
Der VM-Strom übt regelmäßig nur sehr geringen Einfluss auf das Grundrauschen aus.
Hier am Beispiel des SM 900, die Kurven sind mit BN CCIR und BN IEC beschriftet.
Grüße
Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
17.07.2025, 10:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.07.2025, 10:51 von Kasi02.)
(17.07.2025, 10:36)Peter Ruhrberg schrieb: Tja, besser geht's kaum.
Der VM-Strom übt regelmäßig nur sehr geringen Einfluss auf das Grundrauschen aus.
Hier am Beispiel des SM 900, die Kurven sind mit BN CCIR und BN IEC beschriftet.
Hmm heißt das Quasi ich brauche neuwertiges Bandmaterial und an meiner Maschine ist an sich nix?
Die Probleme traten ja sowohl bei Orwo 106 als auch bei SM 900 auf natürlich waren diese vorher bereits bespielt..
Vielen Dank für euere Hilfe bisher
Edit:
Was mir noch einfällt, kann es sein, dass ich bei der Einmessung die Vormagnetsierung falsch eingestellt habe? Laut Datenblatt müssten es beim SM 900 ja +4dB overbias sein wenn ich mich richtig erinnere...
(17.07.2025, 10:43)Kasi02 schrieb: kann es sein, dass ich bei der Einmessung die Vormagnetsierung falsch eingestellt habe? Laut Datenblatt müssten es beim SM 900 ja +4dB overbias sein wenn ich mich richtig erinnere...
Sofern der AK 7 µm Spaltbreite hat, wie aus den Diagrammen zu erkennen ist. Für größere Spaltbreiten habe ich keine Anhaltspunkte, hier würde ich beim SM 900 auf einen Mittelwert zwischen k3 und DCN Minimum einstellen.
Grüße
Peter
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17.07.2025, 11:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.07.2025, 11:32 von Kasi02.)
(17.07.2025, 11:23)Peter Ruhrberg schrieb:
(17.07.2025, 10:43)Kasi02 schrieb: kann es sein, dass ich bei der Einmessung die Vormagnetsierung falsch eingestellt habe? Laut Datenblatt müssten es beim SM 900 ja +4dB overbias sein wenn ich mich richtig erinnere...
Sofern der AK 7 µm Spaltbreite hat, wie aus den Diagrammen zu erkennen ist. Für größere Spaltbreiten habe ich keine Anhaltspunkte, hier würde ich beim SM 900 auf einen Mittelwert zwischen k3 und DCN Minimum einstellen.
soweit ich weiß hat der Ak bei der T2221 12 μm Spaltbreite. Was genau meinst du mit k3 also wo finde ich den Wert im Datenblatt?
18.07.2025, 00:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.07.2025, 00:37 von Kasi02.)
Danke Peter!
Ich habe die T2221 jetzt auf Orwo 106 eingemessen, das Ergebnis kann isch glaube ich sehen lassen. Ich bin soweit recht zufireden auch wenn die besagten Geräusche weiterhin vorhanden sind.
Was das angeht:
Mir ist aufgefallen, dass zahlreiche Potis die an den nicht von vorne zugänglichen Stellen auf den Vm und AV Karten verstellt sind, auch die Potis für die Tiefen auf den AV Karten funktionieren nicht mehr wirklich. Möchte sich eventuiell jemand von den Ostmaschinen Liebhabern meine Karten mal anschauen und überprüfen ?
Mir fehlt dazu leider das notwendige Know-How und Equipment.
19.07.2025, 11:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.07.2025, 11:42 von Ferrograph.)
Hallo Kasi,
das sind meiner Meinung nach keine Störungen die von schlechter Kontaktgabe im Audioweg ( Potentiometer oder Relaiskontakte) stammen.
Dazu ist die Störung zu synchron in beiden Kanälen und zu periodisch auftretend.
Zu deinem Wunsch, die Einstellregler direkt auf der Generatorkarte wurden initial beim Hersteller, außerhalb des Gerätes, auf Frequenz, Symmetrie, Pegel und minimalen Klirrfaktor der Löschfrequenz und mit einem Ersatzwiderstand vorabgeglichen.
Nach Einbau des kompletten Einschubes in die T2221 werden diese Einstellungen mit den frontseitigen Potentiometern auf den jeweiligen in der Maschine verbauten Kopfträger final abgeglichen.
In beiden Fällen braucht man einen Oszillografen, Digitalzähler, Röhrenvoltmeter oder ein hochwertiges Multimeter.
Die Einstellvorschrift für das AV HF Modul hast du ja sicherlich, ohne das sollte man nicht an den Reglern drehen....
Wie und ob man welche Potentiometer reinigen und wieder in Funktion setzen kann, hatten wir bereits in deinem ersten Thread zur T2221 besprochen.
Sende mal ein Foto von dem Front-Poti welches deiner Meinung nach nicht funktioniert, anhand der Bauform erkennen wir ob es sich öffnen, ggfs. reinigen und justieren lässt.
19.07.2025, 13:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.07.2025, 13:32 von Analoghoerer.)
Wenn nicht aus dem Oszillator, könnte die Störung vielleicht über die Betriebsspannung kommen? Das würde auch erklären, wieso sie in beiden Kanälen gleichartig und synchron ist.