A77 Dolby - 21V Sicherung fliegt
#1
Hallo!

Ich komme irgendwie nicht weiter und mir gehen die 630mA Sicherungen aus....

Ich habe hier eine wunderschöne A77 MkIV Dolby im ausgezeichneten Zustand.
Innen wie außen schön auber, ausgezeichnete Köpfe, Capstan sehr leichgängig (läuft schön nach), anscheinend vorher unverbastelt
Das nützt aber überhaupt nix, wenn die 21V Sicherung (F102) immer fliegt. (27V Zweig ist davon unberührt)

Eigentlich war die Maschine schon fertig. Mußte nur Entstörkondensatoren und Motorkondensatoren wechseln.
Abschlußtest mit Wiedergabe lief einwandfrei. Aber sobald ich auf Aufnahme gehen wollte, ist die Sicherung durchgebrannt.

Was habe ich schon gemacht?
- 1000uF Elko Netzteilprint getauscht, Poti und Tantal getauscht
- Elkos auf Schalterprint getauscht
- Elkos auf Aufnahme-, Oszillator- und Relaiskarten getauscht

Mittlerweile fliegt die Sicherung schon kurz nach dem einschalten, wenn der Capstanmotor sich einregelt

- Tonmotorregelung Elkos und Tantal getauscht, Poti war zwar bessere Ausführung, ist aber auch getauscht
- Eingangsspannungselko für Dolby-Karten getauscht (aber die laufen doch eigentlich über den 27V-Zweig?)

Stand jetzt fliegt die Sicherung nach einregeln des Capstanmotors. Auch mit gezogenen Dolby-Karten

Meine letzten Ideen/Vermutungen: entweder ist auf dem Netzteil-Print noch was im argen (Brückengleichrichter?, Spannungsregler?, 2200uF Elko?), oder auf der Tonmotorregelung is noch was in Mors (moderne Regelung), oder hat der neue Motorkondensator einen Schlag?

Hüstel...Hilfe?...

Gruß
Oliver
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#2
Schau mal, ob der Stecker des roten Kabels am Power-Schalter genügend Abstand von der Befestigungsschraube des Schalters hat. Da ist wenig Platz und wenn der Stecker an die Rückseite der Schraube kommt, gibt es einen Kurzen.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#3
Ansonsten mal die beiden obersten Kabel (gelb und rot) von der Netzteilplatine abziehen, da gehen die 21V raus. Wenn dann die Sicherung hält, liegt der Fehler wahrscheinlich nicht auf der Netzteilplatine.

Gruß
Robert
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#4
Hallo!
@havox: der Powerschalter ist mit starker Plastikfolie perfekt vom Gehäuse isoliert. Die Kontakte haben keinen Gehäusekontakt.

@q-tip: sobald ich noch irgendwo ne 630mA Sicherung finde, probier ich das aus!

Danke und Gruß
Oliver
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#5
Ich würde lieber mit dem Ohmmeter nach dem Kurzschluss suchen. Das ist zielführender und kostengünstiger, als eine Sicherung nach der anderen zu killen.

Gruß Holger
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#6
(29.06.2025, 12:51)ozimmer schrieb: Hallo!
@havox: der Powerschalter ist mit starker Plastikfolie perfekt vom Gehäuse isoliert. Die Kontakte haben keinen Gehäusekontakt.

Danke und Gruß
Oliver

Es sind nicht alle Kontakte in der Hülle. Es geht um den auf dem Bild ganz rechts:

   

Und ich hatte mit dem schon mal ein Problem.  Das wird begünstigt, wenn man den Stecker mit der glatten Seite nach innen aufsteckt.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#7
(29.06.2025, 13:01)Analoghoerer schrieb: Ich würde lieber mit dem Ohmmeter nach dem Kurzschluss suchen. Das ist zielführender und kostengünstiger, als eine Sicherung nach der anderen zu killen.

Oder sowas:
   
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#8
Ja, das machen viele (Röhren-)Radiobastler auch heute noch so. In der Fernmeldetechnik haben wir früher auch oft solche Vorschaltlampen zur Strombegrenzung bei der Fehlersuche verwendet.

Gruß Holger
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#9
Hallo!

Ich habe also mit nem Ohmmeter den Widerstand von Kabel rot (21V) auf Masse gemessen. 1500R langsam steigend auf 1995R und dann haltend. Ganz so als würde allmählich ein Kondensator sich hemmend aufladen (laienweise gedacht). Also mal flugs doch den 2200uF Elko auf der Netzteil-Platine gemessen. Der zeigt Durchgang!
Also einen Ersatz-Elko eingelötet (danach zeigt das Ohmmeter gegen Masse 80R), noch ne Sicherung aus nem herumliegenden Netzteil ausgebaut und eingesetzt, Maschine wieder komplett bestückt und eingeschaltet.

Maschine läuft!

Allerdings gibts nach ca. 30sek. ein kleinen Knall und Rauchzeichen aus dem unteren Maschinenraum (mittig von den Steckplatinen), Maschine läuft aber weiter.
Elko falsch gepolt? Tantal geplatzt? Steckkarten kontrolliert aber da ist nix abgebrannt oder geplatzt? Oder vagabundierende Lötperle?

Heute aber nicht mehr.

Danke an alle für Eure Hilfe
Gruß
Oliver
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#10
Hast du denn die drei Elkos auf der Hauptplatine auch gewechselt? Wenn nicht, würde ich mir die hinsichtlich Explosionsschäden mal ansehen und dann zur Tat schreiten! 
Dazu brauchst du das Switchboard nicht mal auszubauen. Einfach lang genug abkneifen und die neuen Axialelkos an die Drahtstummel löten. 

Das bleibt aber unter uns... ;-)
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#11
(29.06.2025, 22:14)hannoholgi schrieb: Hast du denn die drei Elkos auf der Hauptplatine auch gewechselt? Wenn nicht, würde ich mir die hinsichtlich Explosionsschäden mal ansehen und dann zur Tat schreiten! 
Dazu brauchst du das Switchboard nicht mal auszubauen. Einfach lang genug abkneifen und die neuen Axialelkos an die Drahtstummel löten. 

Das bleibt aber unter uns... ;-)

Moin Holgi!

Das habe ich, aus pragmatischen Gründen, tatsächlich so gemacht. Da habe ich auch als erstes nachgeschaut. Aber die sehen noch alle in Ordnung aus. Vielleicht ist mit beim bruzzeln der eine Draht zu weit ins Loch gerutscht und hat hintendran nen Kurzen erzeugt.

D.h.: sicherheitshalber das Switch-Board ausbauen und nachschauen.

Manchmal wird Pragmatismus doch bestraft....

Gruß
Oliver
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