Thomas' Beobachtungen bzgl. Nichtlinearitäten von Soundkarten unter Linux, hatten mich ja bewogen mal meine neueste Errungenschaft, ein Axagon ADA-17 USB 2.0 Sound Interface, durchzumessen.
Ergebnis: Fatal https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid400070
Vielleicht naiv von mir, aber ich hatte vor Jahren, als ich anfing mich mit Audiomessungen am PC zu beschäftigen, meine damalige "Turtle Beach Santa Cruz" PCI Soundkarte mal gemessen.
Die hatte einen aalglatten Frequenzgang,, von so circa 50Hz-20kHz … reichte mir.
Danach hatte ich die onboard Soundkarte einer Lenovo ThinkStation verwendet … auch aalglatt.
Somit hatte ich das gar nicht mehr auf dem Schirm, daß moderne Soundkarten so dermaßen nichtlinear sein könnten … Fehlanzeige.
Nun kommt aber noch ein weiterer Effekt hinzu, den ich gestern beim Vermessen des o.g. USB Sound Interfaces beobachtet habe:
Ich schaffe es unter Win11 nicht, die Aufnahmelautstärke einzustellen.
Gut … daß Windows und seine Einstellmöglichkeiten immer mal wieder Grund für Fehlmessungen sind, ist mir bewußt, es kann tückisch sein.
Kurzum, ich brauche Ersatz, zumal meine jetzige PC Hardware nebst vorhandener Peripherie nur noch mono Mikrofon-Eingänge besitzt.
Da Audio-Messungen kein allzu häufig vorkommender Use-Case sind, möchte ich nicht arg viel mehr als 20€ (kann ja auch gebraucht sein) ausgeben.
Zunächst dachte ich wieder an ein Behringer UCA Interface, aber da lassen sich Ein- und Ausgangspegel nicht einstellen.
Ich suche also was, idealerweise mit
- Cinch Anschlüßen
- ohne weitere Treiber nutzbar
- Ein- und Ausgangspegel an der Box einstellbar
Momentan bin ich beim Behringer Xenyx 302 gelandet, das ist gebraucht häufig zu finden.
Zitat:Ich schaffe es unter Win11 nicht, die Aufnahmelautstärke einzustellen.
Woran auch immer ich in Win drehe, am Aufnahmepegel ändert sich nix.
In früheren Win Versionen konnte man zB immer an der Mikrofon Empfindlichkeit drehen, scheint aber alles tot zu sein. Also bleibt mir nur eine Einstellung am Audio-Interface selbst.
Hi Kuni,
so ein USB-Audiointerface-Mischpult hätte ich dir auch empfohlen. Ich benutze eines von Yamaha (https://de.yamaha.com/de/products/music_.../ag03.html), das zwar etwas teurer ist, aber ich mache auch Musik damit und das ist sozusagen mein Erste-Hilfe-Kasten für zuhause.
26.06.2025, 10:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2025, 10:32 von Kuni.)
Ich brauch das Teil halt wirklich nur hin und wieder, wie gesagt halt für Audio-Messungen. Da ist so'n Yamaha eigentlich oversized, was egal wäre, wenn es dann günstig zu bekommen wäre. Dem ist aber nicht so
(26.06.2025, 10:28)Kuni schrieb: ...was egal wäre, wenn es dann günstig zu bekommen wäre. Dem ist aber nicht so
Zudem hat das AG03 keine Cinch Eingänge.
Warum auch immer: es ist teuer geworden (ich habe noch 109 € dafür gezahlt) und warum gebraucht so viel dafür aufgerufen wird? Keine Ahnung. Es ist gut und brauchbar, aber es gibt wie immer ganz viel Luft nach oben.
26.06.2025, 13:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2025, 15:47 von janbunke.)
(26.06.2025, 10:07)Kuni schrieb: Einfach deswegen
Zitat:Ich schaffe es unter Win11 nicht, die Aufnahmelautstärke einzustellen.
Woran auch immer ich in Win drehe, am Aufnahmepegel ändert sich nix.
In früheren Win Versionen konnte man zB immer an der Mikrofon Empfindlichkeit drehen, scheint aber alles tot zu sein. Also bleibt mir nur eine Einstellung am Audio-Interface selbst.
Systemsteuerung / auf "Sound" / Reiter "Aufnahme" / "Eingang" auswählen / auf "Eigenschaften" / Reiter "Pegel"
Dann den Schieberegler verwenden. Geht bei mir unter Win 11 einwandfrei
Ich hatte bisher kein Tascam Interface, welches an Windows 10 nicht lief. Dank des Treiber-Supports des Herstellers alles easy.
Bei anderen aber genauso, völlig problemlos.
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.
Tascam wäre sicher eine technisch höherwertigere Lösung und das US-122MK2 würde mir eigentlich reichen. MIDI brauch ich zwar nicht und das Klinken/Cinch Problem müßte ich dann halt auch mit Adapter lösen ... allein das Treiber Thema läßt mich doch erheblich zögern.
Das US-122MK2 scheint von circa 2010 zu sein und Tascam listet keine Win11 Treiber mehr (https://www.tascam.eu/de/downloads/US-122MKII).
Gut, das wird uU auch mit Win10 Treibern laufen, aber es gibt da unterschiedliche Bericht ... bei Linux wird's dann ganz weird.
US-1x2HR, US-2x2HR sind beide ja aktuelle Modelle, da ist klar daß die mit aktuellem Support laufen.
Ich habe leider in der Vergangenheit regelmäßig meine Sound Lösungen in die Tonne treten dürfen, weil sie irgendwann nicht mehr ans Leben zu bekommen waren.
Heute haben wir Win11, morgen Win12 und ich liebäugle stark mit Linux. Da hab ich ehrlich gesagt mit dem treiberfreien Behringer ein besseres Gefühl.
27.06.2025, 09:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2025, 09:36 von R@lly.)
läuft auch ohne Probs auf Win 11- Übrigens, Treiber sind bei renommierten Herstellern wirklich kein Problem,
es sei denn, die Hardware ist aus der Regierungszeit von Helmut Schmidt.
Sollte Irgendwer dieses TASCAM Interface haben wollen,- bitte PN sonst landet es auf dem Dachboden.
.
. " Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Sie zu einem Atheisten, aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "
(Werner Heisenberg)
Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo
janbunke schrieb:Systemsteuerung / auf "Sound" / Reiter "Aufnahme" / "Eingang" auswählen / auf "Eigenschaften" / Reiter "Pegel"
Dann den Schieberegler verwenden. Geht bei mir unter Win 11 einwandfrei
Gerade nochmal ausprobiert: Da tut sich was, aber viel zu wenig.
Hab dann mal die direkte loop-back Verbindung aufgemacht und bin über die Line-In/Out eines Tonbandgeräts, ohne nennenswerten Effekt.
Die LS läßt sich PC seitig nur in kleinstem Rahmen einstellen und der 10dB Buckel bleibt ebenfalls.
Thema beendet mit diesem Gerät.
R@lly schrieb:läuft auch ohne Probs auf Win 11
...
Sollte Irgendwer dieses TASCAM Interface haben wollen,- bitte PN sonst landet es auf dem Dachboden.
Hast mich weich geknetet, ich nehm das Tascam und probier's aus.
Schickst mir bitte Deine PayPal Adresse per PN ?
05.07.2025, 14:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.07.2025, 14:13 von Kuni.)
Hi zusammen,
ich habe nun sowohl das Behringer Xenyx 302USB, als auch das Tascam US-122 MKII Audio Interface ausprobiert.
Beide liefern einen aalglatten Frequenzgang und sind somit für Audio-Messungen gut geeignet.
Das Behringer geht bis 16Bit/48KHz, das Tascam bis 24Bit/96kHz also schon deutlich besser.
Bzgl. Kompatibilität:
Das Behringer wird sowohl unter Win11 als auch unter Linux Mint ohne jegliche Treiber erkannt. Alle Programme hatten damit keine Probleme.
Das Tascam läuft unter Win11 mit dem 2.05 Treiber von der Homepage. Audacity und Audio Tester tun damit, AudMES (Audio Measurement System) kann damit zwar Töne ausgeben und Eingansgsignale im Oszi anzeigen, bei einer Frequenzgangmessung stürzt es allerdings ab.
Unter Linux wird es ad-hoc als Ausgabegerät erkannt, aber nicht als Eingabegerät. Lt. Internet, gibt es Möglichkeiten, die hab ich aber mangels Linux Kenntnissen bleiben lassen.
Wenn es sich für Dich noch nicht erledigt hat - ich kann Dir ein RME Interface empfehlen, hat Ein und Ausgänge in Cinch und XLR und über jeden Zweifel erhaben.
Na ja, vorerst tut das Behringer mal was es soll.
Besseres ist ja aber der Feind des Guten.
Ich denke nur, daß ein RME wohl nicht für die eingangs festgesetzten circa 20€ zu haben sein wird.
Wie das dann unter Linux aussieht, wäre auch noch so ein Punkt.
Kannst mir aber gerne mal Modell und Preis schicken, wenn wir hier nicht Welten auseinander liegen.
Was ich beim Behringer Xenyx nicht bedacht hatte ist, daß das ja nicht im eigentlichen Sinne eine Soundkarte ist.
Konkret lässt sich das Teil nicht so verwenden, daß auf dem PC erzeugte Töne durch das Xenyx zum (zB) Tonbandgerät gehen und von dort wieder über das Xenyx zurück zum PC.
Das hängt damit zusammen, daß nur wahlweise der PC Sound oder der Ton vom Input am Xenyx auf den Output vom Xenyx geschaltet werden können.
Damit ist das Behringer eben eher zur Aufnahme von Musikern geeignet, als als Audio Interface für Meßzwecke.
Das Problem an meinen PCs ist ja, daß die Mic Eingänge für Headsets sind und damit mono, ich also keine Messungen in stereo machen kann.
Behelfen kann ich mir nun, indem ich vom Laptop Kopfhörer Ausgang direkt in den Line-In des Tonbandgeräts gehe und von dessen Line-Out über das Behringer digitalisiere. Geht natürlich, hat mMn auch keine Nachteile außer daß die limitierte Samplerate der on-board Soundkarte halt nur 22kHz zulässt, was mir aber reicht.
Das Behringer sollte jeweils über die Win-Soundeinstellungen via USB aufnehmen / wiedergeben können. Ebenso kann der Sound analog via Behringer ein- und ausgegeben werden.
06.07.2025, 19:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.07.2025, 19:53 von proso.)
(06.07.2025, 13:25)Paulchen Panther schrieb: Wenn es sich für Dich noch nicht erledigt hat - ich kann Dir ein RME Interface empfehlen, hat Ein und Ausgänge in Cinch und XLR und über jeden Zweifel erhaben.
RME mit Cinch? Welches ist denn das?
Ich kenne viele davon, aber die haben alle XLR, Klinke und optische Anschlüsse.
Mein Fireface UCX hat zwei Cinch-Buchsen, das ist aber digital SPDIF in und out.
Die sind allerdings wirklich über jeden Zweifel erhaben, mit die besten die es gibt.
Aber nicht für 20 Euro, auch nicht gebraucht.
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.
(06.07.2025, 15:35)Hannes schrieb: Das Behringer sollte jeweils über die Win-Soundeinstellungen via USB aufnehmen / wiedergeben können. Ebenso kann der Sound analog via Behringer ein- und ausgegeben werden.
Das ist schon richtig, aber man kann mMn nicht den Output an den Cinch Buchsen des Behringer entkoppeln von dem was im PC ankommt.
Es gibt da den roten Schalter, mit dem man entweder das USB Signal oder das Signal vom LineIn am Behringer auf Output schalten kann.
D.h. man schleift entweder das vom PC ausgegebene Signal wieder zurück in den PC oder eben das Signal was am Behringer an den LineIn anliegt.
Somit baut man sich eine Schleife ein Mal im Kreis.