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25.06.2025, 21:21
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.06.2025, 21:23 von mincom.)
Mir stellt sich eine Sonderaufgabe: In einer 2-Spur-RdL soll ein anderer Impulskopf nachgerüstet werden, der in die Trennspur (Mittelrasen) schreibt, anstatt die zweite Signalspur zu belegen. Der originale Impulskopf ist dafür nicht zu gebrauchen. Gesucht wird ein relativ kleiner Kopf mit mittig angeordneten Polschuhen. Welchen Kopf könnte man hier versuchen?
Martin
"Früher war mehr Lametta!"
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Hallo Martin, meiner Erfahrung nach sind solche Köpfe mit mittigem Tonspalt nicht handelsüblich und es gibt sie wohl nur als Spezialanfertigung. Theoretisch wäre ein Viertelspurkopf so einzubauen, dass er zwischen die 2 mm breiten Halbspuren schreiben kann, wenn es mechanisch möglich ist. Viele Grüße Harry.
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26.06.2025, 03:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2025, 03:20 von franzm.)
Oder einen Kopf von einem 8-Spur Gerät: https://i.ebayimg.com/images/g/86AAAOSwL...-l1600.jpg
Dessen Spurbreite ist geringer.
Grüßle,
Franz
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Wie sieht sieht es mit TK für Filmprojektoren aus?
V.G.
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Abgesehen vom Problem der Montage haben wir bei Halbspur nur 1,7 mm frei. Bei 1mm Spurbreite des Impulskopfes haben wir nur 0,35mm Zwischenräume. Bei Viertelspur sind immerhin noch 0,75mm vorhanden. Da stellt sich eben die Frage des Übersprechens.
Die Magnetspur bei einem 8mm Filmprojektor ist übrigens nur 0,45 mm breit, da hätten wir mehr Platz zwischen den Spuren. Das wäre sicher eine gute Idee, einen solchen Kopf zu besorgen.
Eine Frage nebenbei: Möchtest du die alte Technik der Tonbildschau mit vom Band gesteuerten Bildwechselimpulsen wieder beleben?
Ich hatte mir früher ein Steuergerät selbst gebaut, eine Anleitung gabs dazu in der Zeitschrift "Hobby". Habe aber eine Stereospur dazu benutzt, der Ton eben nur in Mono. Mein Vorhaben, ein Steuergerät für zwei Projektoren in Überblendtechnik habe ich leider nicht mehr umgesetzt.
Viele Grüße Harry
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Eine Korrektur muss ich noch anfügen. Bei Amateurgeräten ist die Halbspur nur etwa 2 - 2,2mm breit.
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26.06.2025, 16:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2025, 17:06 von mincom.)
(26.06.2025, 12:23)Tonbandharry schrieb: Eine Frage nebenbei: Möchtest du die alte Technik der Tonbildschau mit vom Band gesteuerten Bildwechselimpulsen wieder beleben?
Ich hatte mir früher ein Steuergerät selbst gebaut, eine Anleitung gabs dazu in der Zeitschrift "Hobby". Habe aber eine Stereospur dazu benutzt, der Ton eben nur in Mono. Mein Vorhaben, ein Steuergerät für zwei Projektoren in Überblendtechnik habe ich leider nicht mehr umgesetzt.
Viele Grüße Harry
In der Tat verfolgt das Vorhaben einen doppelten Zweck:
1. Dia und Filmsynchro in Stereo
2. Datenlogger für den Pendeluhrenabgleich: Spur 1 Referenzoszillator; Spur 2 Signale vom Prüfling; Spur 3 (Impulsspur: Markengeber Meßintervall)
Bei 2. erfolgt Aufzeichnung auf 2,4 und Wiedergabe auf 19 für die verkürzte Auswertung der Gangfehler in Verbindung mit einem Oszilloskop als Ersatz der Zeitwaage.
Martin
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[quote pid="400191" dateline="1750952880"]
mincom2. Datenlogger für den Pendeluhrenabgleich: Spur 1 Referenzoszillator; Spur 2 Signale vom Prüfling; Spur 3 (Impulsspur: Markengeber Meßintervall)
Martin
[/quote]
Ich bin sehr erstaunt über diese Anwendung. Ich verstehe, du brauchst 3 Spuren. Wie wäre es, wenn du einen Viertelspurkopfträger besorgst?
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Lösungsansatz durch folgendes Angebot in der Bucht, soeben gekauft:
https://www.ebay.at/itm/326200092745?_sk...R_Kagdb1ZQ
Ich denke, damit wird´s gehen; die Taumelplatte im RdL-KT muß ich natürlich ändern (Fräsarbeit).
Insgesamt lohnt es sich bei dem Anbieter Joern Schattschneider hineinzuschauen. Manches interessante Zeug...
Martin
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27.06.2025, 07:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2025, 07:32 von franzm.)
Was dieser Kopf dem Band wohl antun wird?
Grüßle,
Franz
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(27.06.2025, 07:32)franzm schrieb: Was dieser Kopf dem Band wohl antun wird? Ja, das frage ich mich auch. Mir käme so eine Fräse nicht auf die Maschine!
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(26.06.2025, 21:13)mincom schrieb: Lösungsansatz durch folgendes Angebot in der Bucht, soeben gekauft:
https://www.ebay.at/itm/326200092745?
Ich denke, damit wird´s gehen; die Taumelplatte im RdL-KT muß ich natürlich ändern (Fräsarbeit).
Insgesamt lohnt es sich bei dem Anbieter Joern Schattschneider hineinzuschauen. Manches interessante Zeug...
Martin Ich denke, das ist genau der passende Kopf, der noch zwischen die Halbspuren passt. Ich wäre nicht drauf gekommen, einen 8mm Schmalfilm Tonkopf zu verwenden. Mit viel Geschick lässt er sich auch einbauen. Tolles Projekt, alle Achtung!
Es würde mich interessieren, wie erfolgreich die Arbeit für dein Vorhaben ist.
Viele Grüße Harry
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(27.06.2025, 07:57)Tonbandharry schrieb: Es würde mich interessieren, wie erfolgreich die Arbeit für dein Vorhaben ist.
Viele Grüße Harry
Bin auch gespannt; die Köpfe werden wohl nächste Woche eintreffen. Kann dann die Taumelplatte ändern und einen Versuch machen. Ich werde weiter berichten!
Martin
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27.06.2025, 09:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2025, 09:34 von hannoholgi.)
Ich weiß nicht, ob ihr euch bewusst seid, dass ein Kopf für Filmprojektoren keinen ebenen Kopfspiegel hat, sondern die Polschuhe des Kopfsystems ragen 1-2 mm heraus. Das ist so, damit der Bildbereich des Filmstreifens keine Berührung mit dem Kopf hat. Das gäbe nämlich Laufstreifen (im Idealfall berührt der Bildbereich beim gesamten Projektordurchlauf nie irgendwelche Teile, sondern nur der Rand des Filmbands).
Wenn man da ein Tonband von 35 μ oder weniger mit dem nötigen Bandzug drüber laufen lässt, kann man es hinterher entsorgen.
P. S.: Ein 8 mm-Film ist ca. 150 μm dick.
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Ich würde auch dringend davon abraten und für die Speziallösung auf einen Viertelspur Kopfträger wechseln.
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(27.06.2025, 09:32)hannoholgi schrieb: Ich weiß nicht, ob ihr euch bewusst seid, dass ein Kopf für Filmprojektoren keinen ebenen Kopfspiegel hat, sondern die Polschuhe des Kopfsystems ragen 1-2 mm heraus. Das ist so, damit der Bildbereich des Filmstreifens keine Berührung mit dem Kopf hat. Das gäbe nämlich Laufstreifen (im Idealfall berührt der Bildbereich beim gesamten Projektordurchlauf nie irgendwelche Teile, sondern nur der Rand des Filmbands).
Wenn man da ein Tonband von 35 μ oder weniger mit dem nötigen Bandzug drüber laufen lässt, kann man es hinterher entsorgen.
P. S.: Ein 8 mm-Film ist ca. 150 μm dick. Wenn das Problem des Abriebs so gravierend ist, wie du beschreibst, wäre in kurzer Zeit der ohnehin schmale Magnetstreifen auf dem Film abgefräst. Meines Wissens nach ragt der Polschuh nicht um Millimeter sondern um einige μm hinaus und ist natürlich auch poliert. Sicherlich ist der Abrieb höher, aber es kommt auch auf die Beschaffenheit und Qualität der Magnetschicht an. Selbstverständlich ist eine exakte Justage des Kopfes notwendig, was vielleicht einige Schwierigkeiten beinhalten kann.
Für die Impulse und Messmarken braucht es sicher keine so hohe Wiedergabequalität, so dass der innige Kontakt zum Band nicht ganz so wichtig ist und man den Andruck so einstellt, dass das Band grade so "vorbeiflutscht".
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Is gut. Ich wollte es nur erwähnt haben. Nicht dass hinterher keiner was gewusst hat....
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Danke, Holgi, das war schon ein wichtiger Hinweis von dir. Muss man eben abwägen, wenn Nachteile erwartet werden könnten.
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Habe mir vorhin mal die Situation anhand meines uralten EUMIG MARK 712 Tonfilmprojektos angesehen.
Holgi liegt bzgl. der geometrischen Verhältnisse solch eines Magnettonkopfs richtig, denn der Überstand des Polschuhs ist leider doch deutlich größer als einige μm, ob dies nur per Justage in den Griff zu bekommen ist kann m.E. nur durch praktische Versuche ermittelt werden. Schön wäre die den Höhenunterschied egalisierende Einbettung des Polschuhs oder die Anfertigung einer Art Kappe mit Schlitz, wo der Polschuh sozusagen fluchtet. Schwierig aber möglich.
Ein wenig (Spass)-Spinnerei muss sein.
V.G.
Jo
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Wie weit der Polschuh aus dem Rest herausguckt, kann man auf den Bildern des Angebotes doch deutlich sehen, hier zum Beispiel:
Gruß
Wenni
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27.06.2025, 18:05
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.06.2025, 18:18 von mincom.)
Hallo an alle Engagierten und Dank für die informativen Beiträge!
Die "Bandfräse"-Problematik war mir beim Kauf dieser Köpfe durchaus gegenwärtig und wird mit einer Schlitzmaske aus Neusilber gelöst. Die Hauptarbeit liegt in der Anfertigung der neuen Taumelplatte. Da die Montageebene des Impulskopfes relativ zum Löschkopf beim Uher-Kopfträger nicht veränderlich ist, muß das genau vermessen und justiert werden (ein weiterer Einsatzfall für mein altes Zeiss-Jena Werkzeugmikroskop). Im Hinblick auf die Umschlingungswinkel an dieser Stelle des Bandlaufes der RdL-Kopfträger hier noch der Hinweis, dass dieser im Bereich Lösch- und Impulskopf glücklicher Weise extrem flach ist.
Tja, so kommt man langsam aber sicher in die Niederungen der Tonkopfherstellung....
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Habe gerade eben einen weit verbreiteten CC Reversekopf vermessen (7205). Er ist 8 mm hoch und die inneren Kanten der rechten Spuren sind ca. 3,5 mm vom Rand des Gehäuses entfernt. Somit wäre auch so ein Kopf (eine der rechten Spuren) brauchbar (will sagen, das Band würde auf der ganzen Breite aufliegen). Von der Spurbreite ist er ähnlich einem 8-Spur-Viertelzoll Kopf. Oder dem auserkohrenen Tonfilmkopf. Ist aber kleiner und u.U. mechanisch leichter anzupassen.
Trotzdem, gutes Gelingen.
Grüßle,
Franz
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