Tanashin - die konnten auch anders
#1
Hallo in die Runde!
Ja, der alte McWangine lebt noch, und sitzt auch noch immer, wenn Zeit ist, am Basteltisch.
Vor vielen Monaten hatte ich als Beifang einen Monoradiorecorder im Paket mit drin, und ich dachte eigentlich daran, ihn wieder zu beleben. Leider musste ich nach dem Aufschrauben feststellen, dass das Teil mal einen ordentlichen Schlag abgekriegt haben muss. Diverse Gewindezapfen waren gebrochen. Schade eigentlich, der Tonkopf hatte offenbar sehr wenige Betriebsstunden. Aber dann fiel mir ein Aufkleber auf dem Laufwerk auf: von Tanashin! Wer hätte so ein Stück "heavy metal" von denen erwartet?
Siehe Bilder...

Gruß,
Jochen


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#2
Ja, ein typisches Gerät aus den 70ern. Die Laufwerke waren damals noch richtig solide, mit etwas Zuwendung (neue Riemen, Reinigung, ein Tröpfchen Öl in jedes Sinterlager) laufen die in der Regel auch heute, nach rund einem halben Jahrhundert, noch einwandfrei. Die ganz alten Exemplare (späte 60er bis frühe 70er) hatten für die Befestigungsschrauben im Gehäuse auch noch in den Kunststoff eingespritzte Messing-Gewindebuchsen.
Leider hat in deinem Gerät schon eine Unsitte Einzug gehalten, die die Qualität der Aufnahmen "künstlich verschlechterte": der Gleichstromlöschkopf (ein Biasoszillatoer ist aber vorhanden). Da wurde eindeutig am falschen Ende gespart. Das mit den Bruchschäden ist natürlich ärgerlich, aber das war die Kehrseite der schweren Laufwerkskonstruktion, einen Sturz vom Tisch überlebte so ein Gerät meist nicht unbeschadet.

Gruß Holger
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