BRAUN TG 1000 Aufnahme-/Wiedergabe o. Funktion
#1
Vorweg, ein selbst gebauter Fehler verhindert z.Z. die Wiiedergabe- bzw. die Aufnahme-Funktion.
Eigentlich ging es nur um eine Höhenjustage des rechten Wickeltellers.

Um rann zu kommenDazu hatte ich die Relaisplatine nach außen geklappt.
Nach erfogter Einsstellung des Tellers, schaltete ich die Maschine Probewise-ohne zuvor die Platine in die Standardposition zurück zu klappen ein. Blöderwese schlägt die geöffnete, ausgeklappte Platine an den Stahlrahmen der Maschine, es kam wie es kommen musste zur partiellen überbrückung von Leiterbahnen. Kurzes Aufblitzen mit Fliegen der Si 2802. Deren Ersatz belebte die TG 1000 nur teilw. Schnelles Vor -u. Rückspulen geht. Betätigen der Starttaste Löst nur den Bremslüftmagnet aus, nicht die Wickelmotore.
Die Ursache ist auf der Relaisplatine., was sich durch den Austausch aus meiner zweiten TG 1000 bewies.
leider reichen meine Fähigkeiten nicht aus das oder die zerstörten Bauteile (ich fürchte das es ein oder mehr Tranistor(en) erwischte), herauszumessen. Eine Begründung zu dieser Annahme habe ich allerdings nicht wirklich. Ich freue mich über jeden Hinweis zur Abhilfe.
V.G.

Jo

ps
Ein SM  gibt es in der Downloadsektion dieses Forums, eine Verlinkung auf diesen Hileruf kappte leider nicht.
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#2
Überprüfe mal den T3101 auf der Relaisplatine das ist ein BC147b. Der geht gern über die Wupper bei Spannungsproblemen. Selbst bei der Benutzung von Metallspulen kommt der regelmäßig.
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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#3
Danke André,
muss mich ganz vorsichtig an die Fragestellung herantasten.
Zuerst habe ich mir mal die T. Bestückung meiner beiden Relaisleiterplatten notiert.
BRAUN hat bei der Teilebestückung die Linie nicht konsequent eingehalten, so gibt es den T3101=BC147b
auf der fraglichen Leiterpl. s  Abb. links überhaupt nicht, statt dessen ist hier BC 237 B verbaut.

       

Als nächstes sollte ich den/die Transistoren prüfen, kenne mich damit aber nicht wirklich aus.
Habe so ein kleines, lustiges Kästchen namens "MK-168 Transistor Tester". Muüssen zur Testung die Transsistoren iauf alle Fälle
ausgelötet werden?
Wenn das für mich geklärt ist, werde ich diesen Part erstmal starten, sicher ergeben sich dann weitere Fragen.

V.G.

Jo
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#4
BC147 und BC237 ist dasselbe, letzterer ist der Nachfolgetyp vom BC 147 (anderes Gehäuse aber gleiche Anschlussfolge). Dessen Nachfolgetyp ist der BC 547, der ist auch heute noch erhältlich.
Je nach umgebender Schaltung kann man die Funktionstüchtigkeit der Transistoren auch ohne Ausbau abschätzen, in dem man im spannungslosen Zustand die Übergänge (Diodenstrecken) prüft. Multimeter auf "Diodentest/Durchgangsprüfung". Bei NPN (entsprechend uA. BC147) Pluspol an Basis, Minus an Emitter ---> Durchgang mit ca. 0.6V bis 0.7V Spannungsabfall, dann Minus an Collector---> Durchgang mit etwa gleichem Spannungsabfall. Bei umgekehrter Polung--->Sperren beider Übergänge. Spannungsmessungen im eingeschalteten Zustand erlauben ebenfalls eine Einschätzung der Funktionstüchtigkeit (bei beispielsweise unplausibler Basis-Emitterspannung von 1V oder mehr ---> Basis- oder Emitteranschuss unterbrochen), für die Prüfung mit dem Komponententester muss man die Transistoren auslöten.
Allgemein ist noch darauf zu achten, ob es sich um herkömmliche oder Darlingtontransistoren (doppelte U be) handelt (im Zweifelsfalle die technischen Daten nachschlagen), hier geht es um herkömmliche (Einzel-)Transistoren.

Gruß Holger
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#5
Wenn alle Stränge reißen, wechsel halt eben mal schnell den Transistor, dieser steuert das Relais an. Mit ein weig Glück war es das schon. 
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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#6
Das von Holger vorgeschlagene Prüfverfahren - Multimeter - Diodentest/Durchgangsprüfung, zeigt den BC 273B leider als funktionsfähig: 685 mV/676 mV,  verstehe ich das richtig, der T. schaltet dann durch Umpolung ein/aus?
Also was den T3101 betrifft ist das Verhalten auf der fehlerhaften, wie der funktionstüchtigen Platine identisch.
Andre's Empfehlung den T. zu wechseln konnte ich so auf die Schnelle mangels geeignetem Halbleiter, leider nicht nachkommen.
Jetzt ist guter Rat teuer, habe sämtliche Leiterbahnen auf  Unterbruch durchgeprüft: oB. Gibt es noch Ideen bzw, Vorschläge?

Schönen Sonntag

Jo

ps
Werde auf die geübte Weise die übrigen Transistoren checken, Bericht folgt.
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#7
Dieses ganze blinde Tauschen von vermutlich defekten Teilen bringt doch nichts.
Schaltplan auf den Tisch und vernünftig messen und Signalverfolgung betreiben.
Sollten die Fähigkeiten oder die Geräte dazu fehlen, dann bitte jemanden ranlassen, der das kann.
So sehe ich das zumindest...

Gruß, Jan
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#8
Jan,
Du weist doch wie das ist, erstmal möchte man, weil ansonst auch alles selbst gmacht wird - bei mir zumindest - auch hier mal sehen, ob da was geht.
Natürlich würde ich in diesem Fall gerne einen mit Erfahrung und Können rannlassen., nur wie geht man das als zurückhaltender Zeitgenosse an?
Entsprechende Werkstätten Fehlanzeige. Hier gerne also wer macht mir das Teil i. O.?
Dann bitte nennt mir die Konditionen und es kann schon losgehen.
Danke

V.G.
Jo
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#9
Aus Sicht eines versierten Fachmannes, ist die Teiletauscherei sicher Unsinn. Doch nicht jeder ist auf dem Gebiet versiert. Bei den Geräten gibt es nur allzuoft Bauteile welche bekannt für ihre Anfälligkeit. Fast jeder hier wird bei einer A77 sofort erklären, dass die Knallfrösche getauscht werden müssen. Diese Empfehlungen, basierend auf Erfahrungen,können doch erst mal durchgearbeitet werden. Kostet in der Regel so gut wie nichts und führt oft zum Erfolg. Das Jan diese Vorgehensweise nicht gefällt, kann ich gut verstehen. Doch das Kundtun seiner Meinung hilft gerade nicht weiter! Und sich mit der Thematik zu befassen und erste Schritte zu unternehmen, führt zu Erfahrung und Wissen. In der Regel suchen viele eben hier Hilfe, weil sie gerade keine Elektroniker sind.
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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#10
Es gibt Elektroniker und Elektroniker. Der Eine ist nie über die Schaltschrankverdrahtung hinausgekommen und weiß bestenfalls an welchem Ende der Lötkolben heiß wird, der Andere weiß nichts außer Arduino. Echte Allrounder sind eher dünn gesät. Und dann gibt es noch die Radio- und Fernsehtechniker. Auch die gibt's in unterschiedlicher Ausprägung. Der Kosten- und der daraus resultierende Zeitdruck in diesem Metier hat das gedankenlose Austauschen von Bauteilen nach Schema Z begünstigt. Es ist halt kostengünstiger, eine Handvoll Bauteile auszutauschen als DIE fehlerhaften zu suchen. Dass dabei auch das Wissen verkümmern kann, ist leider auch wahr. Aber, wie so oft im Leben: Recht hat, wer Erfolg hat.
Grüßle,
Franz
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#11
Wer nimmt sich denn jetzt mal ein Schaltbild und macht eine geführte Fehlersuche mit dem TE?
Wir haben ja einige Neuzugänge die echt Ahnung haben.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#12
Meine TG 1000 läuft wieder!
Teiletausch gab es keinen, weil es keine defekten Bauteile gab, weder passive noch aktive, d.h. bis auf einen, aber das hebe ich mir bis zum Schluss auf.
Nach dem gut gemeinten Rat " Sollten die Fähigkeiten oder die Geräte dazu fehlen, dann bitte jemanden ranlassen, der das kann"  - und nach meinem Wink mit dem Zaunpfahl blieb es aus dieser Ecke dann ja recht still. Vielleicht war das ja auch ein "pädagogischer Trick"
Um das Flämmchen des Ehrgeizes zum lodern zu bringen.
Also habe ich sämtliche Halbleiter - alle Transistoren+Dioden, wie Brückengleichrichter, Kondensatoren+Wiederstände durchgemessen und alle fünf Relais einem strengen Blick unterzogen. Alles o.B.
So nun kommt des Rätsels Lösung:
Alles fing ja mit einem von mir verursachten Kurzschluss an, die dabei durchgeflogene Sichrrung als erstes brav
ersetzt, was aber nicht zum Erfolg führte und wie ich dachte auch nicht konnte, funkte es doch deutlich sichtbar auf der Leiterplatine - das musste es doch mind. einen der empfindlichen Elektronikbauteile zerhauen haben...
Das Ende meiner Messorgie endete wie schon gesagt entäuschend und gerade als ich das Multimeter ausknipsen wollte fiel mein argwöhnischer Blick auf die in schöner Linie aufgereiten Gerätesicherung die geradezu danach riefen mit den Prüfspitzen des Mul.Met.
gekitzelt zu werden.
Siehe da, die Si 2802 stellte sich tot und war es auch, obwohl der Faden gut sichtbar und zweifelsfrei in seinem runden Glassarg ruhte.
Dieser Betrüger also hielt mich und Euch die Ihr mir hilfreich zur Seite standen zu Narren.
Was habe ich daraus gelernt: Nicht Aufgeben, sich nicht irre machen zu lassen und ganz wichtig auch fabrikneue Sicherungen  vor Verwendung durchmessen?

V.G.
Jo
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#13
Sehr gut! Egal wie, Problem gelöst, Glückwunsch.
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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#14
Moin,
es hat sich eine weitere TG 1000 bei mir eingefunden. Irgendwie habe ich einen Narren an den netten Dingern gefressen.
Auch die neuste Erwerbung befindet sich in einem schönen und funktionalen Zustand, lediglich ist da die Brummklappe abhanden gekommen.

Betr. Kondensatoren möchte ich gerne erfahren, was es mit den auf der NF Platine verbauten (C 21..- 24..) "Wickelteilen" auf sich hat und
wie hier deren Langzeitstabilität einzuschätzen ist, also auch ob ein prophylaktisches Tauschen sinnvoll wäre. (Leider war die Suche im www unergiebig.)

   
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#15
Sind Folienkondensatoren, langzeitstabil, drin lassen.
VG Jürgen
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#16
Dann bleiben die wo sie sind, so kann ich mich erstmal auf die Elkos konzentrieren u. ggf. vil.auch noch den Tantalperlen widmen.
Austauschen oder drinnlassen und im Falle des Austauschs wieder Tantal oder Elko?

V.G.
Jo
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#17
Tantals sind entweder ok oder haben Kurzschluss.
Kurzschluss kann man durch Messen in der Schaltung herausfinden.
Wenn ok, lasse ich sie drin, wenn nicht, ersetze ich sie durch Tantals, weil ich denke, dass der Schaltungsentwickler viel mehr Ahnung hat(te) als ich und Gründe hatte, Tantals einzusetzen.
Dein erster Austausch sind die Elkos um die Aussteuerungsregler herum.
Danach prüfst Du, ob dies das beschriebene Problem löst.
Gehe weiter auf jeden Fall schrittweise vor (Eingangsverstärker, Aufnahmeverstärker, Anzeigeverstärker, Ausgangsverstärker usw.). Prüfe nach jedem Schritt immer wieder die Funktion.
VG Jürgen
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#18
Ich baue auch immer wieder Tantals ein, wo Tantals waren. Aber nur, weil ich die Dinger hier habe. Sind glaube ich 15myf. Habe aber auch einige Braun durch, wo statt der Tantal, normale Elkos jetzt verbaut sind. Es ist keinerlei Unterschied zu merken. Die Diskussion darüber ist oft endlos. Big Grin
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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#19
Den Tantals wird ein höheres Rauschen nachgesagt.
Elkos kleinerer Kapazität kann man auch durch entsprechend kleinformatige Folienkondensatoren ersetzen.
Grüßle,
Franz
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#20
Typischer Fall von "es gibt immer zwei Seiten im Leben".
Ich denke, wenn getauscht werden sollte, werde ich mangels eigener Erfahrung auf Jürgens logische Betrachtung und Andres, janusköpfiges Vorgehen hören. Franz fügt einen weiteren Aspekt hinzu, auch dies ist möglich. Man könnte glauben hier gelten die Regeln der Diplomatie.
Ich verfüge über drei TG1000 und somit über drei Freiheitsgrade, was will man mehr.

V.G.

Jo
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