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Hallo,
ich benötige mal eure Hilfe, bzw eure Meinung. Ich habe 5 Tesla B115/ 116 hier. Alle 5 haben an der Schwungmasse Zinkfraß.
Ich habe in der Firma CNC Bearbeitungszentren. Die Fertigung ist nicht das Problem. Mein Problem ist das Material. Ich wollte VA oder Messing nutzen. Brauche 110mm Rundmaterial. Das ist aber sehr teuer. Nun meine Frage. Spricht etwas dagegen, die Schwungmasse aus Stahl zu fertigen, wegen dem magnetischen Material?
Grüße André
Dual TG28/29, ASC6002/ 5004, Technics RS1500, Tesla CM160, Braun TG1000
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09.06.2025, 19:29
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.06.2025, 21:03 von mincom.)
Vollstahl geht, muss ggf. entmagnetisiert werden nach der Bearbeitung. Hatte ich beim Umbau einer M10 mal erfolgreich erprobt (Reststück Wellenstahl, vermutl. irgend ein CroNiMo, neigte ohne Oberflächenbehandlung über 20 Jahre nicht zum Rosten). Vorteil: wegen des homogenen Gefüges ist Auswuchten nicht nötig, sofern allseits bearbeitet. Alternative wäre Schleuderguss-GG. Messing wäre die Königsklasse (hatten manche TFK M5), dort sogar mit hartverchromten Laufflächen für die Friktionsräder - es war eine Augenweide!
Soll VA-Stahl verwendet werden, kommt nur V4A in Frage, da unmagnetisch. Ist aber beschissen zu zerspanen...
Martin
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10.06.2025, 15:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.06.2025, 15:55 von capstan.)
Stahl wäre eine Möglichkeit, es gab auch Industrietonbandgeräte mit Stahlschwungmasse.
Die Wichte von Alulegierungen ist zwar wesentlich geringer als von Zinkguss, aber dennoch eine gute Alternative, da man die Hohlräume wie beim Original, durch Vollmaterial ersetzen könnte.
Außerdem könnte man am Außendurchmesser und an der Höhe etwas zugeben, um mehr rotierende Masse zu schaffen. Hier ist bei der Konstruktion viel Spielraum vorhanden.
Außerdem lässt sich Alu in Legierung hervorragend bearbeiten.
Messing oder Bronze wäre, wenn in den notwendigen Abmessungen vorhanden, das perfekte Medium, da gut spanbar und mit einer Wichte von etwa 8,5, schwerer als Zinkguss oder Stahl .
Bernd
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Man kann die Schwungscheibe auch zweiteilig gestalten. Eine Scheibe aus Gusseisen mit einer Stufenbohrung in der Mitte und eine Riemenscheibe aus Alu, die in diese Stufenbohrung passt, eingeklebt und ggf. mit ein paar Schrauben gesichert wird. Zur Not findet man Gusseisen als Abfall bei Straßenmeistereien (gerissene oder gebrochene Kanaldeckel).
Grüßle,
Franz
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Danke für die Antworten.
Ich glaube auch Stahl sollte gut funktionieren. Die Grundplatte bei diesen Geräten ist ja auch aus Stahl. Und erst dahinter läuft die Schwungmasse.
Grüße André
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