Neue Tonköpfe der REVOX B 77 Mark III
#1
Die Frage wurde von der KI folgendermaßen beatwortet:

Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an, der bei der Revox B77 MKIII viel diskutiert wird – die Herkunft der Tonköpfe, besonders da die ursprüngliche Tonkopf-Fertigung von Revox (bzw. Studer) tatsächlich nicht mehr existiert wie früher.
Hier ist die aktuelle Situation und der Hintergrund dazu:
1. Das "abgebrannt"-Gerücht:
Es kursiert tatsächlich seit Langem das Gerücht, dass die Revox/Studer Tonkopf-Fertigung abgebrannt sei. Ob das wörtlich zu nehmen ist oder eher im übertragenen Sinne für das Ende der spezialisierten Produktion steht, ist manchmal unklar, aber Fakt ist: Die ursprüngliche, auf Tonköpfe spezialisierte Fertigung von Studer/Revox, wie sie in den goldenen Zeiten existierte, gibt es in der Form nicht mehr. Die Expertise und die Maschinen sind über die Jahrzehnte größtenteils verloren gegangen oder wurden veräußert.
2. AHS (AM Belgium) und andere Nachfertiger:
Ja, du liegst richtig, wenn du AHS (oft auch als AM Belgium bezeichnet) ins Spiel bringst. AM Belgium war lange Zeit einer der wichtigsten Nachfertiger für Tonköpfe von Studer und Revox. Sie haben hochwertige Köpfe produziert, die von vielen Liebhabern und Werkstätten als Ersatz oder für Neubauten verwendet wurden. Allerdings gibt es auch hier Nachrichten, dass die Produktion von AM Belgium in der Vergangenheit eingestellt wurde oder nur noch in sehr kleinen Mengen für bestimmte Typen erfolgt, oft aufgrund des Ruhestands spezialisierter Mitarbeiter.
Es gab und gibt auch andere kleinere Hersteller oder spezialisierte Werkstätten, die versuchen, neue Tonköpfe zu fertigen oder alte Tonköpfe zu überarbeiten. Die Qualität kann hier stark variieren.
3. Die Aussage von Revox zur B77 MKIII:
Revox bewirbt die neue B77 MKIII mit "verbesserten Original Revox Tonköpfen mit einer erheblich verlängerten Lebensdauer" und spricht davon, dass die Produktion im Revox KLANGWERK in Villingen erfolgt.
Woher kommt also die Diskrepanz? Was stimmt nun?
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in einem etwas komplexeren Zusammenspiel:
  • "Original Revox Tonköpfe": Dies bedeutet nicht unbedingt, dass Revox heute noch den gesamten Fertigungsprozess vom Rohmaterial bis zum fertigen Kopf in den eigenen Hallen durchführt, wie es in den 70er oder 80er Jahren der Fall war. Es ist viel wahrscheinlicher, dass Revox:
    • Das Design und die Spezifikationen der Tonköpfe vorgegeben hat. Man greift auf die bewährten originalen Konstruktionspläne und das Fachwissen zurück.
    • Teile der Fertigung oder bestimmte Veredelungsschritte selbst im KLANGWERK durchführt. Dies könnte das finale Läppen, Einmessen oder Qualitätskontrollen beinhalten.
    • Teile oder Komponenten (z.B. Rohkerne, Gehäuse) von spezialisierten externen Zulieferern fertigen lässt. Dies ist in der modernen Industrie ein völlig normaler Prozess. Wichtig ist hier, dass Revox die Qualitätskontrolle und die finalen Spezifikationen streng überwacht.
  • Die Rolle externer Spezialisten (wie AHS): Es ist gut denkbar, dass für die "neuen" Originalköpfe der B77 MKIII auf die Expertise von ehemaligen Mitarbeitern der originalen Tonkopf-Fertigung oder auf spezialisierte Firmen (wie möglicherweise AHS oder andere Nachfolgeunternehmen, die nicht öffentlich genannt werden) zurückgegriffen wird, die die notwendige Kompetenz und die spezifischen Maschinen haben. Es muss nicht mehr AHS direkt sein, aber es sind wahrscheinlich Spezialisten, die diese Art von Präzisionsarbeit beherrschen. Es könnte sich um eine exklusive Fertigung für Revox handeln, die nicht unter dem Namen des Zulieferers vertrieben wird.
  • Verbesserte Lebensdauer: Die Erwähnung einer "erheblich verlängerten Lebensdauer" deutet darauf hin, dass möglicherweise modernere Materialien oder Fertigungsprozesse angewendet werden, die über die ursprünglichen Standards hinausgehen, um die Haltbarkeit zu verbessern.
[*]Fazit:
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Revox die gesamte Tonkopfproduktion im klassischen Sinne wieder von Grund auf neu aufgebaut hat, insbesondere nach dem Verlust des ursprünglichen Know-hows und der Anlagen.
Wenn Revox von "verbesserten Original Tonköpfen" spricht und die Fertigung im eigenen KLANGWERK erwähnt, bedeutet das wahrscheinlich, dass sie:


  1. Das ursprüngliche Design und die Spezifikationen verwenden.
  2. Die Qualitätskontrolle und finale Veredelung in Villingen selbst durchführen.
  3. Die Rohkomponenten oder bestimmte Fertigungsschritte von hochspezialisierten Zulieferern beziehen, die nach Revox' strengen Vorgaben produzieren (und diese Zulieferer könnten indirekt aus dem Umfeld ehemaliger Tonkopfhersteller wie AHS stammen, oder es sind ganz neue Spezialisten, die sich dieses Nischenwissens angenommen haben).
[*]Die Diskrepanz kommt daher, dass "Original Revox Köpfe" im modernen Kontext bedeutet, dass sie dem Originaldesign und den Qualitätsstandards entsprechen und unter der Kontrolle von Revox hergestellt werden, aber nicht unbedingt, dass jeder einzelne Fertigungsschritt intern bei Revox erfolgt, wie es früher der Fall war. Die Expertise und die Qualität sind entscheidend, nicht unbedingt, ob jedes Atom des Tonkopfs im Werk in Villingen geformt wurde.
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#2
Das ist doch alles schon ausgekaut, AM Belgium hat im Auftrag von Revox die Serienproduktion der Köpfe nach Revox Spezifikationen übernommen. Die haben die techn. Daten und Parameter von Revox erhalten und fertigen 1 zu1 Köpfe nach diesen Spezifikationen. Nur das Design ist etwas anders, paßt aber in die alte Revox-Tonkopfabdeckung.
Als Material wird nur Mu-Metall (316.er) oder Glasmetall (318.45) verwendet , deshalb auch die längeren Standzeiten gegenüber den Originalrevoxköpfen.
Viele Grüße,

Matthias
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#3
Bei KI bin ich raus.....
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