30.05.2025, 13:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.05.2025, 13:41 von Ferrograph.)
Ich habe eine Frage an die Elektronikkundigen im Forum.
Ich möchte einen ausgelöteten IGBT (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode), n-Channel mit einem analogen Vielfachmesser auf Defekt prüfen.
Dazu messe ich die C E Strecke auf Hochohmigkeit.
Mit dem -Pol des UNI10 an C und +Pol an E messe ich ca 120 bis 180kOhm über diese Strecke, auch nach mehreren Stunden. Umgedrehte Polarität zeigt unendlich. Die Meßspannung im UNI10 beträgt 3V....
Es ist laut Datenblatt keine Freilaufdiode im IGBT verbaut.
Kann ich davon ausgehen daß der Transistor defekt ist?
Ich habe hier kein Labornetzteil oder Komponententester zur Verfügung, kann also keinen Meßaufbau praktizieren....
Hallo, ohne weitere Messungen wird es meiner Meinung nach schwierig sein, eine endgültige Antwort zu geben.
Wie sieht der Gate-Emitter-Widerstand aus (sollte sehr hoch sein)?
Du kannst auch versuchen, das Gate mit dem Multimeter aufzuladen (schließ einfach das Ohmmeter zwischen Gate und Emitter an, "+" am Gate) und dann den C-E-Widerstand messen. Und dann umgekehrt - entladen ("-" am Gate) und messen erneut den C-E-Widerstand.
PS: um ehrlich zu sein, habe ich IGBTs auf diese Weise noch nie ausprobiert, aber bei den MOSFTS funktioniert die Methode sehr gut, theoretisch sollte sie auch hier funktionieren
(30.05.2025, 13:38)Ferrograph schrieb: Ich habe eine Frage an die Elektronikkundigen im Forum.
Ich möchte einen ausgelöteten IGBT (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode), n-Channel mit einem analogen Vielfachmesser auf Defekt prüfen.
Dazu messe ich die C E Strecke auf Hochohmigkeit.
Mit dem -Pol des UNI10 an C und +Pol an E messe ich ca 120 bis 180kOhm über diese Strecke, auch nach mehreren Stunden. Umgedrehte Polarität zeigt unendlich. Die Meßspannung im UNI10 beträgt 3V....
Es ist laut Datenblatt keine Freilaufdiode im IGBT verbaut.
Kann ich davon ausgehen daß der Transistor defekt ist?
Ich habe hier kein Labornetzteil oder Komponententester zur Verfügung, kann also keinen Meßaufbau praktizieren....
Gruß Jan
Bitte beachten:
Bei den meisten analogen Meßgeräten wird bei Widerstandsmeesungen der Minuspol zum Pluspol und umgekehrt.
Ich nehme an mit UNI10 ist das Meßgerät gemeint?
31.05.2025, 11:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.05.2025, 11:52 von janbunke.)
Was meinst du mit "gemeinsame" Buchse?
Du schreibst immer von irgendeinem Uni10 Meßgerät, worunter ich mir nichts vorstellen kann. Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte.
(31.05.2025, 11:28)janbunke schrieb: Was meinst du mit "gemeinsame" Buchse?
Du schreibst immer von irgendeinem Uni10 Meßgerät, worunter ich mir nichts vorstellen kann. Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte.
Wieso baust du nicht eine einfache Testschaltung auf und prüfst ob der IGBT durchsteuert, wenn man Spannung ans Gate anlegt.
Darf ich fragen wo das Teil verbaut ist?
Hallo Jan,
der IGBT ist in einem Metz Megablitz 45 MZ 3i verbaut.
Außer einem 60W Lötkolben und "irgendeinem" Vielfachmeßgerät UNI10 steht mir aktuell kein Meßequipment hier zur Verfügung.
Deswegen die Frage nach den ca 180kOhm Widerstand in falscher Betriebsrichtung der CE Strecke.
Ob 3 V Spannung aus der Widerstandsmeßschaltung des UNI10 zuverlässig zum Durchsteuern des IGBT ausreichen weiß ich nicht.
31.05.2025, 16:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.05.2025, 16:29 von janbunke.)
(31.05.2025, 14:48)Ferrograph schrieb:
(31.05.2025, 11:28)janbunke schrieb: Was meinst du mit "gemeinsame" Buchse?
Du schreibst immer von irgendeinem Uni10 Meßgerät, worunter ich mir nichts vorstellen kann. Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte.
Wieso baust du nicht eine einfache Testschaltung auf und prüfst ob der IGBT durchsteuert, wenn man Spannung ans Gate anlegt.
Darf ich fragen wo das Teil verbaut ist?
Hallo Jan,
der IGBT ist in einem Metz Megablitz 45 MZ 3i verbaut.
Außer einem 60W Lötkolben und "irgendeinem" Vielfachmeßgerät UNI10 steht mir aktuell kein Meßequipment hier zur Verfügung.
Deswegen die Frage nach den ca 180kOhm Widerstand in falscher Betriebsrichtung der CE Strecke.
Ob 3 V Spannung aus der Widerstandsmeßschaltung des UNI10 zuverlässig zum Durchsteuern des IGBT ausreichen weiß ich nicht.
Gruß Jan
Ich kann das ja mal hier an einem IGBT nachprüfen... Hab von der BMW Aktion noch 2 Stück über.
edit:
Ich habe soeben mal einen IRGB14C40L so durchgemessen wie du. Mein analoges Meßgerät benutzt auch 3 Volt Meßspannung.
Ich komme bei "falscher" Polung auf ca. 1MOhm und bei richter Polung auf unendlich. Also prinzpiell so ähnlich wie bei dir.
"Durchgesteuert" wird da ja nichts, dazu müßte man Spannung ans Gate anlegen.
(31.05.2025, 16:14)janbunke schrieb: Ich kann das ja mal hier an einem IGBT nachprüfen... Hab von der BMW Aktion noch 2 Stück über.
edit:
Ich habe soeben mal einen IRGB14C40L so durchgemessen wie du. Mein analoges Meßgerät benutzt auch 3 Volt Meßspannung.
Ich komme bei "falscher" Polung auf ca. 1MOhm und bei richter Polung auf unendlich. Also prinzpiell so ähnlich wie bei dir.
"Durchgesteuert" wird da ja nichts, dazu müßte man Spannung ans Gate anlegen.
Vielen Dank an dich für deine Mühe.
Ich habe auch versucht den IGBT mit den 3V zwischen Gate und Emitter zum Durchschalten zu bewegen.
Diese Spannung reicht offensichtlich nicht aus...
Ich gehe aber nunmehr davon aus daß der IGBT nicht defekt ist.
Leider finde ich zum o.g. Metz 45 MZ 3 i keinen Stromlaufplan, lediglich ein Servicemanual zum 45 MZ 1 ohne kompletten Stromlaufplan.
Wahrscheinlich werde ich das Blitzgerät entsorgen, es hatte mich gereizt den Fehler zu finden, der Generator für den Blitzelko schwingt nicht an und die eingelegten Batterien im Fach werden kochend heiß...
Ich denke da ist was faul im Leistungsteil, aber ohne Plan wenig Chancen...