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23.05.2025, 11:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 12:04 von DietmarP.)
Zur Info: seit 4 Monaten gibt es das rote Album 1962-1966 als "2023 Mix" (bei Deezer). Kann ich jetzt gut mit Kopfhörer hören, ohne Ping-Pong-Effekt, z.B. "Nowhere Man", obwohl einige Instrumente immer noch stark verortet sind.
Siehe auch diesen Bericht hier aus dem Forum.
Viele Grüße
Dietmar
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Was soll der Ping-Pong Effekt sein?
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23.05.2025, 13:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 13:34 von DietmarP.)
Hallo Jan.
Verursacht durch die Aufnahmetechnik, ist ein Kanal auf einer Seite, z.B. Stimmen links, Instrumente rechts.
Siehe AnalogForum.
Viele Grüße
Dietmar
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Hör die mal ein Beatles Album in stereo an
Stimmen auf dem einen, Instrumente auf dem anderen Kanal
Fürchterlich...
Viele Grüße
Jörg
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23.05.2025, 13:37
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 14:00 von DietmarP.)
Genauso, links und rechts getrennt, spielen quasi ping pong, geht bei mir mit Kopfhörer gar nicht.
Doch während sich Revolver als 2022 Mix jetzt nach Stereo anhört, sind bei dem roten Album immer noch Solo-Instrumente nur auf einer Seite zu hören.
editiert: Gaaanz früher, habe ich damit getestet, wie gut die Kanaltrennung ist, also wieviel "Stimme" oder "Instrument" auf die jeweils andere Seite "überspricht".
Viele Grüße
Dietmar
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Der Effekt war damals ja wohl so gewollt. Warum sollte ein Remix jetzt "besser" sein?
Ich habe kein Problem mit der ursprünglichen Version.
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23.05.2025, 14:50
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 15:07 von DietmarP.)
Ich stelle mir halt vor, mit geschlossenen Augen vor der Band zu stehen und da ist die alte Technik schon seltsam. Aber wir haben halt 60 Jahr genauso gehört und kannten es bis KI es möglich machte nicht anders.
Letztendlich hört jeder was und wie es ihm gefällt
PS: Nachtrag, Beitrag von Holgi
PPS: interessant ist auch, dass die US-Versionen z.B. von Rubber Soul immer zusätzlich die Mono-Versionen auf der CD hatten.
Viele Grüße
Dietmar
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23.05.2025, 14:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 17:30 von DropOut.)
Damals war Stereo halt noch ganz neu und so mancher Toning wusste nichts rechtes damit anzufangen. Am besten hört man das in Mono.
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(23.05.2025, 14:45)janbunke schrieb: Der Effekt war damals ja wohl so gewollt. Warum sollte ein Remix jetzt "besser" sein?
Ich habe kein Problem mit der ursprünglichen Version.
Die Band wollte das nicht, bestand explizit auf Mono Abmischungen.
Wer diesen pseudo Stereo Käse verbrochen hat und warum, ist mir nicht bekannt.
Viele Grüße
Jörg
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23.05.2025, 18:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2025, 18:49 von Analoghoerer.
Bearbeitungsgrund: Korrektur, Ergänzung
)
(23.05.2025, 14:56)DropOut schrieb: Damals war Stereo halt noch ganz neu und so mancher Toning wusste nichts rechtes damit anzufangen. ....
Ich fand diese Art von Stereo ja auch immer etwas seltsam. Wo das herkam, wurde mir mal so erklärt: Als Ende der 50er Jahre im Consumerbereich die Stereophonie aufkam, warb man dafür mit sogenannten "Demonstrationsplatten". Häufige Klangmotive waren neben großen Orchestern und Opernaufführungen auch oft Geräuschaufnahmen, zB. von vorbeifahrenden Autos oder häufig auch einem Ping-Pong Spiel. Um so größer der Unterschied zwischen linkem und rechtem Kanal war, um so prägnanter war halt auch der "Stereo"effekt nach damaligem Verständnis (und bei oft unzureichenden Abhörbedingungen).
Sowas hatten die Knöpfchendreher und -schieber bei der Stereoabmischung der frühen Beatles Alben wohl auch im Hinterkopf. Dazu kam, dass von den Ausführenden ja nur eine Monoproduktion beabsichtigt war und das Material entsprechend aufgenommen wurde (zT. nur 2 Spuren, eine im Wesentlichen für Singstimmen, die zweite für die Begleitung). Durch getrennte Bearbeitung von M- und S-Signal (ua. mit Phasenschiebern) hätte man sicher auch vernünftigen Stereoklang hinbekommen, das war damals aber wohl noch Neuland und den Leuten, die schnelle Ergebnisse sehen und verkaufen wollten, scheinbar zu kompliziert. Möglicherweise traf dieses Pingpongstereo damals ja auch den Geschmack des Publikums, so konnte man damit dem staunenden Besuch doch eindruckvoll seine neue Anlage vorführen (mit Kopfhörern hörten damals wohl nur die wenigsten). Außerdem war diese Art der Abmischung natürlich monokompatibel. Wie gesagt, das waren alles Spielereien, die eigentlich nicht im Sinne der Künstler waren, wenn man die alten Titel im Original so hören will, wie es eigentlich gedacht war, sollte man zur Mono Version greifen. Auf keinen Fall hat irgendwelcher KI Müll da drin was zu suchen, auch wenn das dann in Stereo vielleicht gefälliger klingt, das ist dann ja keinesfalls mehr ein Original (zu dem halt auch die kleinen technischen Unzulänglichkeiten der damaligen Zeit gehören).
Gruß Holger
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Vielen Dank für eure Gedanken und Hintergründe.
Damals war die Anzahl der Spuren begrenzt und man hat Gesang und ein/zwei Instrumente auf einer Spur aufgenommen. Mit entsprechender Rechenleistung kann die Spur in ihre Bestandteile zerlegt und für sich jeweils neu abgemischt werden.
Die Mono-Aufnahmen für Revolver unterscheiden sich sogar in der Spiellänge von der Stereo-Fassung, (siehe Wiki).
Jedenfalls bekommt man die Mono-Fassung nicht durch drücken der Mono-Taste
Interessant auch, dass die Rubber Soul CD 1987 gekauft nur die Stereo-Aufnahmen enthält, die US-Version gekauft 2006 enthält zusätzlich auch die Mono-Versionen.
Eigentlich wollte ich die Aufmerksamkeit auf den neuen Mix lenken.
Während Revolver 2022 quer durch die Presse/Nachrichten ging kam das rote Album ohne diesen Wirbel. Es wurde schon Ende 2023 veröffentlicht.
Ich finde es auch interessant, dass die Ursprünge von George Martin produziert wurden und Revolver 2022 von seinem Sohn Giles Martin.
Viele Grüße
Dietmar
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24.05.2025, 15:22
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.05.2025, 15:22 von janbunke.)
(23.05.2025, 11:49)DietmarP schrieb: Zur Info: seit 4 Monaten gibt es das rote Album 1962-1966 als "2023 Mix" (bei Deezer). Kann ich jetzt gut mit Kopfhörer hören, ohne Ping-Pong-Effekt, z.B. "Nowhere Man", obwohl einige Instrumente immer noch stark verortet sind.
Siehe auch diesen Bericht hier aus dem Forum.
Ich war neufgierig und habe gerade mal das rote Album als LP aufgelegt.
Du hast Recht. Bei Nowhere Man ist der Gesang komplett auf der rechten Seite.
Mit Kopfhörer schon etwas merkwürdig. Über Lautsprecher stört es nicht so sehr.
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Ich kenne es seit der Kindheit so und es gehört für mich einfach dazu. "KI-optimierte" Sounds sind sicher ein schönes Experimentierfeld für Tüftler - für mich ist bislang ein möglichst nah am Masterband ausgerichteter Sound immer das Maß aller Dinge gewesen.
Allerdings habe ich auch noch keine KI- Revolver oder Rubber Soul gehört.
Frankie
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24.05.2025, 18:54
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.05.2025, 18:55 von AnalogJörg.)
Deswegen habe ich alle Beatles Alben in 2 spur mono auf meiner Saba 600 aufgenommen.
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Hallo! Gerade gelesen. Nicht gerade günstig, aber mit Sicherheit eine Gelegenheit.
https://superdeluxeedition.com/news/the-...ble-again/
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Die hatten halt damals nur einen 4 Spur Rekorder und daher gings nicht anders.
Also eher der Technik geschuldet als wirklich gewollt.
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.06.2025, 15:17 von DietmarP.)
(24.05.2025, 15:22)janbunke schrieb: (23.05.2025, 11:49)DietmarP schrieb: Zur Info: seit 4 Monaten gibt es das rote Album 1962-1966 als "2023 Mix" (bei Deezer). Kann ich jetzt gut mit Kopfhörer hören, ohne Ping-Pong-Effekt, z.B. "Nowhere Man", obwohl einige Instrumente immer noch stark verortet sind.
Siehe auch diesen Bericht hier aus dem Forum.
Ich war neufgierig und habe gerade mal das rote Album als LP aufgelegt.
Du hast Recht. Bei Nowhere Man ist der Gesang komplett auf der rechten Seite.
Mit Kopfhörer schon etwas merkwürdig. Über Lautsprecher stört es nicht so sehr.
Hast Du die Möglichkeit die neue "Version", z.B. auf YouTube, zu hören? Schon gut gemacht, auch wenn viel mehr Bass gegenüber den alten Aufnahmen erstmal gewöhnungsbedürftig ist. Ich höre sie einfach als neue Lieder der Beatles und schalte den ständigen (automatischen) Vergleichszwang im Gehirn aus. Ich habe mich schnell an den neuen "Sound" gewöhnt.
Paul McCartney hat Revolver 2022 gefallen. (Siehe auf der verlinkten Seite am Ende).
Viele Grüße
Dietmar
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Na dann lege ich noch mal nach. In der sehr sehenswerten Dokumentation zu den Abbey Road Studios auf Disney+ "Abbey Road: If These Wall Could Sing" kommt auch Giles Martin (der Sohn von George Martin) ausführlich zu Wort, einschließlich vieler Aufnahmen der Studer J37. Er demonstriert dort die Mehrspuraufnahmen der Beatles auf dem original Mischpult. Da ja nur er die neuen Versionen verantworten darf und diese nur mit Segen der verbliebenen Beatles bzw. deren Hinterbliebenen verkauft werden, finde ich es sehr legitim, wenn mit dieser Sorgfalt auch neue Abmischungen bzw. echte Stereoaufnahmen produziert werden. Aber egal, die Plattenfirma hat erkannt das mit allen möglichen Versionen und Neuauflagen auf jeden Fall eine irre Menge Geld gemacht werden kann. Also wird produziert bis es keiner mehr kaufen will, oder so.
Liebe Grüße
Linus
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