Ich habe meine Sony TC377 wegen unrundem Lauf zerlegt und frage mich nun an zwei Stellen (siehe Fotos) ob ich hier Feinmaschinen-Öl oder Schmierfett (Liqui Moly LM44 oder Silikonfett) verwenden soll.
Es handelt sich einmal um die Fläche der Schwungmasse direkt am Motor (denke ich konnte vor dem aufschrauben hier Öl erkennen)
Zweitens um die Flächen zwischen Filz und Kunststoff bei den schwarzen Spulen.
02.05.2025, 10:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2025, 11:01 von niels.)
Wenn du bereits so weit bis, dann zerlgee auch noch den Motor. Da sind dann nämlich die Filzscheiben, die Öl aufnehmen sollen inzwischen aufgelöst. Da sind zwar Bohrungen an denen "Oil" steht, aber die Filzstücke als Transport- und Lagermedium sind nicht mehr vorhanden.
Beim Zusammenbau, achte darauf, den Bandzug auf der rechten Seite richtig einzustellen. Ist der Zug bei Wiedergabe zu hoch, belastet das den Gleichlauf (und den Riemen zum rechten Teller), weil die Tonwelle den rechten Teller über den Riemen antreibt. Ist der Zug beim Rückspulen zu hoch, spult die Maschine möglicherweise nicht zum Ende, bzw. kommt das Spulen nur schwer in Gang. (Das Spiel hatte ich unlängst mit zwei TC-366, die eine weitgehend identische Mechanik besitzen. Da konnte Spulen etweder lahmen und das Zwischenrad für's Spulen rutschte auf dem Wickelteller, wenn die Federspannung für den Aufwickelzug hoch eingestellt war.)
Bei den notwendigen Tests beim Justieren und Wiederinbetriebnahme, meide vor allem Shamrock, Amepex, Sony. Ja, es gibt da auch Bänder, die funktionieren, aber wenn ich die Funktionsweise des Gerätes überprüfen möchte, kann ich dies nicht mit einem Mittel tun, das wahrscheinlich selbst defekt ist.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
@Stefan:
Du hattest zu diesem Thema doch schon einen Thread eröffnet und fängst nun schon wieder einen neuen an! Tut das Not?
In deinem ursprünglichen Faden zum Thema Schmierung hatte ich dir eine ziemlich ausführliche Antwort auf all deine Fragen geschrieben, auf die jedoch von deiner Seite keine Reaktion mehr erfolgte. Da überlegt man sich, ob man überhaupt noch die Zeit opfert, mehr als drei Sätze zu schreiben. Ich jedenfalls werde das wohl künftig lassen...
Wenn ich mir den Beitrag von Holgi in deinem anderen Thread durchlese, dann gibts da nichts hinzuzufügen. Wann du Öl und wann du Fett verwenden solltest, ist dort gut beschrieben.
Warum man das dann nochmal fragt, obwohl man schon eine mehr als ausreichende Antwort bekommen hat, kann ich nicht nachvollziehen.
(02.05.2025, 12:20)hannoholgi schrieb: @Stefan:
Du hattest zu diesem Thema doch schon einen Thread eröffnet und fängst nun schon wieder einen neuen an! Tut das Not?
In deinem ursprünglichen Faden zum Thema Schmierung hatte ich dir eine ziemlich ausführliche Antwort auf all deine Fragen geschrieben, auf die jedoch von deiner Seite keine Reaktion mehr erfolgte. Da überlegt man sich, ob man überhaupt noch die Zeit opfert, mehr als drei Sätze zu schreiben. Ich jedenfalls werde das wohl künftig lassen...
Hallo Hannoholgi,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Habe in mehreren Foren (Englisch und deutschsprachig) Beträge bzw. Threats verfasst und deshalb leider den Überblick bzgl den Doppelposts verloren. Das Doppelposting tut mir leid wollte keinen Spam verursachen!
Was ich noch ergänzen wollte um dies klar zu stellen:
Mit unrundem Lauf war gemeint, dass sobald ich Band eingelegt habe in der Maschine sich die Spule(n) anfingen sich zu drehen, dann aber immer langsamer wurden und dann wieder schneller. Vermutlich ist der Riemen manchmal durchgerutscht oder hatte der Pinch-Roller unebene Stellen. Dieses Problem versuche ich nun eben durch die Reinigung der Schmierung und dem Wechseln der Riemen zu beheben.
(02.05.2025, 10:18)David77 schrieb: Was heißt denn unrunder Lauf?
Bei Öl und Fett im Tonbandgerät bin ich immer skeptisch. Das ist kein Lanz Trecker!
Nachdem ich das gesamte Gerät mit isopropanol gereinigt habe und nun jegliches Öl oder Schmierfett entfernt wurde, wollte ich mich informieren an welche Stellen eben welche Art von Schmierung/Ölung benötigt wird.
Zuviel davon ist sicher nicht richtig aber eben überhaupt keine Schmierung auch nicht zielführend.
(02.05.2025, 10:59)niels schrieb: Wenn du bereits so weit bis, dann zerlgee auch noch den Motor. Da sind dann nämlich die Filzscheiben, die Öl aufnehmen sollen inzwischen aufgelöst. Da sind zwar Bohrungen an denen "Oil" steht, aber die Filzstücke als Transport- und Lagermedium sind nicht mehr vorhanden.
Beim Zusammenbau, achte darauf, den Bandzug auf der rechten Seite richtig einzustellen. Ist der Zug bei Wiedergabe zu hoch, belastet das den Gleichlauf (und den Riemen zum rechten Teller), weil die Tonwelle den rechten Teller über den Riemen antreibt. Ist der Zug beim Rückspulen zu hoch, spult die Maschine möglicherweise nicht zum Ende, bzw. kommt das Spulen nur schwer in Gang. (Das Spiel hatte ich unlängst mit zwei TC-366, die eine weitgehend identische Mechanik besitzen. Da konnte Spulen etweder lahmen und das Zwischenrad für's Spulen rutschte auf dem Wickelteller, wenn die Federspannung für den Aufwickelzug hoch eingestellt war.)
Bei den notwendigen Tests beim Justieren und Wiederinbetriebnahme, meide vor allem Shamrock, Amepex, Sony. Ja, es gibt da auch Bänder, die funktionieren, aber wenn ich die Funktionsweise des Gerätes überprüfen möchte, kann ich dies nicht mit einem Mittel tun, das wahrscheinlich selbst defekt ist.
niels
Lieber Niels,
Vielen Dank für deine ausführliche Anleitung zu dem Thema, aber ich glaube ich belasse es bei der Motorschmierung bei den 2 Tropfen Öl in das vorgesehene Loch dafür. Die komplette Zerlegung hört sich dann doch etwas sehr anspruchsvoll für mich an. Bin neu auf dem Gebiet und freue mich wann die Maschine nun endlich mal normal läuft nach dem Kauf!
anfangs wollte ich gute News verkünden: ich habe meine Sony wieder zusammengebaut alles geschmiert und geölt und sie hat für ca 2 Stunden super funktioniert, alles lief perfekt! Schlussendlich musste ich noch einmal den Stopmechanismus ausbauen um eine Filzscheibe beim Capstan / Flywheel anzukleben, welche bei der Montage abgefallen ist!
Als ich mit dem erneuten Zusammenbau fertig war funktioniert mechanisch alles wieder Tip Top, doch dann die große Krise!
Auf einmal dreht sich der Motor nicht mehr sobald ich die Maschine einschalte, die Beleuchtung funktioniert weiterhin und auch alle Sicherungen sind in Takt (hab ich sogar mit dem Multimeter gemessen). Kann dies der Motorkondensator sein ?
Optisch ist keine Veränderung beim Motorkondensator erkennbar, aus meiner Einschätzung. Bin mir auch nicht sicher wie ich den Kondensator mit dem Multimeter prüfen kann ob er defekt ist oder nicht? Abgesehen davon hoffe ich das dies das Problem ist, denn das wäre schnell gelöst mit einem neuen Kondensator.
Was sind eure Prognosen? Beziehungsweise wie soll ich eurer Meinung nach vorgehen bei der Fehlersuche?
Motorkondensatoren gehen eigentlich höchst selten kaputt, das sind ja selbstheilende MP-Kondensatoren (im meist vorhandenen Kapazitätsmessbereich des Multimeters kann man ihn prüfen). Wenn der Antrieb leichtgängig ist, vermute ich mal, dass beim Montieren ein Draht abgerissen ist, dahingehend würde ich alles nochmal kontrollieren (Durchgangsprüfung bzw. Spannungsmessung).
Hallo Leute Entwarnung bin so happy alles funktioniert bestens. Ich war nur blöd genug den Hebel welcher von tape nach oben gedrückt wird nicht händisch zu betätigen als ich das Tape ohne Band testen wollte hahaha.
Anyway alles funktioniert bestens und ich bedanke mich für all eure Tipps und entschuldige mich für all meine Doppelposts am Anfang.
Bin so begeistert mit dem Tonbandgerät ich kann’s gar nicht in Worte fassen Schönen Abend euch allen!