Revox A77 Play geht nicht
#1
Hallo Jungs, 

auf meiner Werkbank steht eine ziemlich anstrengende A77: Inzwischen habe ich alle Dioden auf der Tape Drive Platine (Elkos und Funkentstörkondis sind neu) durch 1N4148 ersetzt. Die A77 lässt nun sich einschalten und der Arm der Andruckrolle bleibt brav unten (was er vorher nicht tat). Der Capstan läuft, die Maschine spult vor und zurück, sie bremst prima. Aber wenn ich "Play" drücke kommt nix. Funkstille, der Arm der Andruckrolle bleibt unten. Ich habe das Relais A durch ein Reserveteil ersetzt, keine Änderung. Was ist da bloß los?

Problem 2: Auf der Speedcontrol (IC-Version) lässt sich die Geschwindigkeit nicht exakt einstellen. Wenn ich 19 cm auf 1600 Hertz justiere, ist 9,5 mit 820 Hertz viel zu schnell. Besser als 1586 (19) und 814 (9,5) kriege ich es nicht hin. Alle Elkos und das Trimmpoti sind neu. Woran kann das liegen?

Gruß
Wolfgang
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#2
Hi, Wolfgang,
das hört sich ja nicht so gut an.
Das einzige, was ich Dir anbieten könnte, wäre, daß Du mir die Tape-Drive Platine zuschickst und ich sie mal auf einer meiner A77 teste und auf evtl. Fehler untersuche.
Mit der speed-control kenne ich mich leider nicht aus, da wäre wohl ein anderer Forist der bessere Ansprechpartner.

LG
Mike
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#3
Wird der Zugmagnet mit Spannung versorgt?
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#4
Hallo Mike, 

danke fürs Angebot, aber noch will ich den Fehler "selbst" (= mit Hilfe des Forums) finden.


Hallo Micha, 

am Hubmagneten des Andruckarms messe ich 27,35 Volt gegen Masse. Saft ist also da.

Gruß

Wolfgang
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#5
Messe nicht nach Masse, sondern an der Spule.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
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#6
Hallo, 

also die Messung an den beiden Kabeln des Hubmagneten ergibt 0 Volt.
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#7
....somit fehlt der Spule die Masse......Kabel evtl. vom Lötkontakt ab ?

Kenne die A77 aber nicht näher. Die Masse der Zug Magnete aber läuft über die Relaiskontakte D.h. diese sind zu inspizieren.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#8
Relais Sockel mal inspiziert, nachgelötet wie ich es schon vorgeschlagen hatte?
Viele Grüße
Jörg
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#9
Hallo Jörg,

 inspiziert ja, aber nicht nachgelötet. Vor dem Tausch der Dioden hat der Hubmagnet sofort nach dem Einschalten der A77 angezogen. Werde die Platine nochmal ausbauen und die Relais nachlöten. Mehr Sorgen macht mir das Geschwindigkeitsproblem auf der Speedcontrol. Hast du da nicht mal eine von mir mit defektem Diskriminator nach einem "Rezept" vom Kaimex erfolgreich revidiert? 

Gruß

Wolfgang
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#10
Zum Andruckmagnet: Schaue mal nach, ob D123 richtig herum eingebaut ist, ebenso C111.
Für das Umschalten auf Low Speed ist suf der Speed Control-Platine C207 (4,7 nF) zuständig, das ist aber kein Elko. also ist der vermutlich noch original, oder? Schau bei dem mal die Lötstellen an. Eventuell käme noch Q203 als Fehlerquelle in Frage.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#11
Hallo Jungs, 

das Problem Nr. 1 ist gelöst. Die Ursache: ich. Hatte D117 falsch herum eingelötet.  Hubmagnet für Andruckrolle zieht an, Play funktioniert.

Bleibt noch Problem Nr. 2 auf der Speedcontrol (IC-Version): Da wurde schon der defekte Leistungstransistor auf dem Kühlblech getauscht. Laut havox kommen noch C207 (4,7 nF) und/oder Q203 als Ursache der Geschwindigkeitsabweichung in Frage. Womit kann ich beide ersetzen?

Gruß

Wolfgang
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#12
Das mit C207 und Q203 ist jetzt nur eine Vermutung von mir, nach Konsultation von Schaltplan und Schaltungsbeschreibung, vielleicht gibt es noch andere Meinungen dazu.
Dass C207 defekt ist, halte ich für eher unwahrscheinlich, eher dass eine Lötstelle schadhaft geworden ist. Für den BC108B (Q203) kannst du einen BC547B nehmen.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#13
Ach ja, noch was:  die 21V sind vorhanden und o.k.?
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#14
Hallo Hans-Volker, 

ja, die 21 Volt sind da, die 27 auch, die A77 spult, spielt ab und nimmt auch auf. Das einzige Manko ist die Geschwindigkeit. Bei 19 etwas zu langsam (1586 Hertz) , bei 9,5 ( 814 Hertz) etwas zu schnell.

Gruß

Wolfgang
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#15
Poste doch bitte mal das Schaltbild der Regelung. 

Gruß Mani
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#16
Aber gerne doch  Smile 


   
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#17
C203 hat noch ausreichend Kapazität?
Gruß Mani
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#18
Hallo Mani,

den C203 prüfe ich noch - aber erst nach Ostern. Das ist das Teil hinter dem Q 203, oder?

Gruß
Wolfgang
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#19
Ich würde mal die Oszillogramme aus dem SM abarbeiten.


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#20
Viel Erfolg bei der Instandsetzung!

Solltest du wieder erwarten noch Ersatzteile benötigen, kann ich dir diese beiden Platinen für jeweils 20 € anbieten.
Beim letzten Test haben Sie noch einwandfrei funktioniert, sollten aber revidiert werden. Insbesondere die RIFAs.


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#21
Die Speed-Control Platine ist allerdings noch eine Version ohne ICs
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#22
Genau, die alte Version mit Diskriminator.
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#23
Hallo Micha, 

danke für das Angebot. Ich möchte aber als Ersatz eine IC-Version der Speedcontrol einbauen.  Nach Ostern hat ein elektronikkundiger Freund von mir Zeit, um sich um meine Problem-Platine zu kümmern.

Hallo Jan, 

dann arbeiten wir auch die die Oszillogramme aus dem SM ab.

Gruß und Frohe Ostern

Wolfgang
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#24
Hallo Wolfgang,

mit welchem Frequenzmesser misst du die Frequenz?

Hast du evtl. einen zweiten Frequenzmesser zum Vergleich zur Verfügung?

Oder kann dein Freund einen mit bringen?

Nur um mehr Sicherheit zu erhalten, dass dein Messgerät einwandfrei funktioniert.

Gruss

Willy
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#25
Hallo Willy, hallo Jungs,

mein Multimeter mit Frequenzmessung (EnovaLAB MS0140) ist in Ordnung. Ich konnte inzwischen doch nicht die Finger von der A77 lassen und habe einen neuen NE 555 "2413" (Reichelt) eingesetzt und auch den TBA 931 (Spende von hannoholgi) ausgetauscht. Nun zeigt das Multimeter bei 19 cm 1601 Hertz und bei  bei "9,5" 1639 Hertz an. Für mich sieht das - laienhaft ausgedrückt - so aus, dass der NE 555 keinen Umschaltimpuls für 9,5 cm  bekommt. Ursache unbekannt. Wer hat eine funktionierende Speedcontrol-Platine (IC-Version) übrig? Bitte anbieten! Meine stelle ich gern für weitergehende Forschungen kostenlos zur Verfügung.

Gruß

Wolfgang
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#26
Hast du denn bei 9,5 an dem Anschluss des roten Kabels (AE1) an der Speed-Platine die 21V? Die schalten über Q203 die Geschwindigkeit um.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#27
(15.04.2025, 11:25)Tonkopf65 schrieb: Hallo Willy, hallo Jungs,

mein Multimeter mit Frequenzmessung (EnovaLAB MS0140) ist in Ordnung. Ich konnte inzwischen doch nicht die Finger von der A77 lassen und habe einen neuen NE 555 "2413" (Reichelt) eingesetzt und auch den TBA 931 (Spende von hannoholgi) ausgetauscht. Nun zeigt das Multimeter bei 19 cm 1601 Hertz und bei  bei "9,5" 1639 Hertz an. Für mich sieht das - laienhaft ausgedrückt - so aus, dass der NE 555 keinen Umschaltimpuls für 9,5 cm  bekommt. Ursache unbekannt. Wer hat eine funktionierende Speedcontrol-Platine (IC-Version) übrig? Bitte anbieten! Meine stelle ich gern für weitergehende Forschungen kostenlos zur Verfügung.

Gruß

Wolfgang

Was heißt "2413" beim NE555?
Welchen genau hast du gekauft?
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#28
Hallo Hans-Volker, 

ich habe  auf der Speedcontrol-Platine an dem roten Kabel (neben braun und blau) gegen Masse 20,99 Volt gemessen. Vor dem Tausch der beiden ICs war Tempo 9,5 noch existent - mit 824 Hertz aber zu schnell. Ich fordere ein Tempolimit für Revox!  Big Grin

Gruß
Wolfgang
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#29
Wenn das Kabel nicht dran wäre, dann dürfte Wolfgang ja gar keinen Unterschied zwischen den beiden Geschwindigkeiten mehr messen.
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#30
Wie sieht das denn aus Wolfgang, stehen die 1601 Hz und die 1639 Hz oder "zappelt" die Anzeige und Du hast "mit dem Auge gemittelte Werte" angegeben ?

Falls letzteres, dann würde das von Jan Geschriebene gelten und Du hast de facto keinen Unterschied.
Gruß, Kuni
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#31
Hallo Kuni, 

bei beiden Werten war kein großer Unterschied. Bei 19 "schwankte" die Anzeige zwischen 1599 und 1601, bei "9,5" waren es 1638 und 1639.

Gruß
Wolfgang
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#32
(15.04.2025, 11:42)janbunke schrieb:
(15.04.2025, 11:25)Tonkopf65 schrieb: Hallo Willy, hallo Jungs,

mein Multimeter mit Frequenzmessung (EnovaLAB MS0140) ist in Ordnung. Ich konnte inzwischen doch nicht die Finger von der A77 lassen und habe einen neuen NE 555 "2413" (Reichelt) eingesetzt und auch den TBA 931 (Spende von hannoholgi) ausgetauscht. Nun zeigt das Multimeter bei 19 cm 1601 Hertz und bei  bei "9,5" 1639 Hertz an. Für mich sieht das - laienhaft ausgedrückt - so aus, dass der NE 555 keinen Umschaltimpuls für 9,5 cm  bekommt. Ursache unbekannt. Wer hat eine funktionierende Speedcontrol-Platine (IC-Version) übrig? Bitte anbieten! Meine stelle ich gern für weitergehende Forschungen kostenlos zur Verfügung.

Gruß

Wolfgang

Was heißt "2413" beim NE555?
Welchen genau hast du gekauft?

2413 Herstellungsdatum?
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#33
Was "2413" auf dem NE 555 bedeutet weiß ich nicht. Habe die bei Reichelt gekauft.
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#34
Hallo Jungs,

ich habe heute nach einem guten Tipp von Kuni für alle Anschlüsse an der IC-Speedcontrol 40 Zentimeter lange Verlängerungskabel mit Flachsteckern produziert, damit ich die Platine außerhalb der A77 aufstellen kann. Auch die beiden angelöteten Kabel (blau und schwarz) wurden entsprechend verlängert, damit die Speedcontrol gut versorgt "draußen" werkeln kann. Dann lassen sich die Messpunkte leicht erreichen und als defekt erkannte Bauteile direkt wechseln. Der große Fehlercheck mit fachkundigem Freund, Oszilloskop und Co wird aber erst nach Ostern starten. 

Gruß

Wolfgang
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#35
Eine Anmerkung noch Wolfgang: 
Es kann uU sein, daß die Regelung auf Grund der verlängerten Kabel Störungen einfängt, aber das sollte für die grundsätzliche Fehlersuche erst mal egal sein.
Gruß, Kuni
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#36
Hallo,

Wolfgang hatte mir seine - nur mit Tempo-Limit-Schildern laufende - Speedcontrol-Platine zugesandt, mit der Bitte die "Schilder" aus der Platine zu entfernen, damit sie wieder in die A77 passt ...

Im ersten Ansatz wurden die drei Tantale C215, C218 und C219 wertgleich durch Folie WIMA MKS2 ersetzt. Die restlichen Elko hatte Wolfgang schon getauscht. Und damit es keine Kontaktprobleme bei den IC-Sockeln gibt, diese eben auch fix ersetzt durch die guten mit der "Gold-Kante" ....

Damit ist die Basis für die "Schilder-Weg-Aktion" geschaffen ....

Zunächst einmal beide IC (TBA931 und NE555) nicht gesteckt und die Platine aus dem Labornetzteil mit Spannung/Strom versorgt und die Spannungen an den Transistoren gemessen.

Spannung 21 Volt und Stromaufnahme bei ca. 15 mA - sollte so passen .........

Als in Ordnung befunden wurden Q203, Q204, Q205 da die Spannungen hier stimmig und nachvollziehbar sind.

Lediglich für Q201 und Q202 ergaben sich "komische" Spannungswerte:

Q201:
Kollektor  18,27 Volt
Basis       0,03 Volt
Emitter    0 Volt

Q202
Kollektor  0,03 Volt
Basis       0,7 Volt
Emitter    0 Volt

Also kurzum die beiden Transistorn getauscht und - Spannungswerte wie gemessen. Keine Änderung !!

Nach meinem Dafürhalten sollten aber beide Transistoren identische Gleichspannungswerte für Basis, Kollektor aufzeigen und somit am Kollektor Q202 grob 18 Volt anliegen.
Die Widerstände R205/R210 sind ok, Leiterbahnen auch nicht unterbrochen, kalte Lötstellen auch Fehlanzeige.

Na ja, kann ja sein das sich das mit gestecktem TBA931 ändert .....

Also mal spaßeshalber den TBA931 gesteckt (NE555 NICHT gesteckt !!) und 1600 Hz bei 140 mV aus dem Signalgenerator an den Tachoanschluß und das Oszilloskop angemacht .....

Der Vergleich mit Angaben aus dem SM ergab dann folgendes:

Darstellung A    passt
Darstellung B    passt
Darstellung C    passt
Darstellung D   PASST NICHT - Ist identisch zu Darstellung C !! D.h. keine Phasenverschiebung um 180 Grad !!

Die Spannungswerte zu den Angaben im SM werden aber erreicht bzw. stimmen, d.h. 140 mV Eingang erzeugen 20 Volt SpitzeSpitze. Der TBA931 ist also ok !

Zur Sicherheit den Scopen auf DUAL-Mode gestellt und definitiv keine Phasenverschiebung von 180 Grad !!

Hierbei ist die Betriebspannung 21 Volt und die Stromaufnahme stabil !!

Hmmm, wie sieht das aus wenn der NE555 gesteckt ist ?? Also rein mit dem guten Teil und nochmal messen .....

Darstellung A    passt
Darstellung B    passt
Darstellung C    passt
Darstellung D   PASST NICHT - Ist identisch zu Darstellung C !! D.h. keine Phasenverschiebung um 180 Grad !!

Hierbei ist die Betriebspannung 21 Volt und die Stromaufnahme NICHT stabil !! Sie schwankt und zieht pulsierend Strom ..... 

(Zum Glück hat das Netzteil eine einstellbare Strombegrenzung !! .....)

Es sieht irgendwie so aus, als wenn sich da was aufschwingt oder ähnlich ! Und deswegen die Regelung nur mit "Tempo-Limit-Schild" zu betreiben ist ....

Die Ursache liegt irgendwo meiner Meinung nach im Bereich Q201 / Q202 begraben und da wird sich jetzt mal mit auseinandergesetzt. Ist ja relativ überschaubar ....

Und ich habe da so die Vermutung, wenn die Phasenverschiebung von 180 Grad da ist, stimmen auch die Spannungswerte Q201/Q202 .....

bis hierhin erstmal .....

beste Grüße

Christian
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#37
(07.05.2025, 19:45)wamamebo schrieb: H
Lediglich für Q201 und Q202 ergaben sich "komische" Spannungswerte:

Q201:
Kollektor  18,27 Volt
Basis       0,03 Volt
Emitter    0 Volt

Q202
Kollektor  0,03 Volt
Basis       0,7 Volt
Emitter    0 Volt

Also kurzum die beiden Transistorn getauscht und - Spannungswerte wie gemessen. Keine Änderung !!

Dir ist schon klar, dass Q201 und Q202 eine Bistabile Kippstufe (Flip-Flop) bilden. Wenn ein Transistor gesperrt ist, ist der Andere automatisch leitend. 
Wird die Schaltung vom Eingangssignal getriggert, springen die Zustände an den Ausgängen immer hin und her, die Frequenz wird halbiert. Der eine Ausgang ist gegenüber dem anderen invertiert (nicht phasenverschoben).

Gruß Ulrich
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#38
Nur Dual Mode oder auch Chopper?
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#39
Hallo,

ich danke für den "Wink mit dem Zaunpfahl" - ich habe es echt nicht gesehen ......

Aber das invertierte Signal sehe ich nicht - trotz Brille, ist auch monentan nicht relevant. Weil die Darstellung der Oszillogramme gem. SM im weiteren Verlauf zu Darstellung "E"  PASST !!.
Die Frequenz an PIN 2 NE555 passt auch, 800 Hz bei 1600 Hz Eingang . Eben fix nachgemessen.

Und hätte mir anhand der Darstellungen im SM auch auffallen müssen .... Asche über mein Haupt !

Also NE555 rein und weiter messen und schauen ..........

Zumindest ist der Schaltungsanteil bis PIN 2 NE555 schon mal in Ordnung !

beste Grüße

Christian
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#40
@Aber das invertierte Signal sehe ich nicht - trotz Brille, ist auch monentan nicht relevant. 

Falls du doch was lernen möchtest, 

Im Dualmode läuft der Strahl bis zum Ende und dann wird auf den anderen Kanal umgeschaltet.
Du kannst also keinen Phasenbezug sehen.

Im Choppermode wird mit einer hohen Frequenz zwischen den Kanälen umgeschaltet während der Strahl läuft.
Hier kannst du die Phase sehen.

Wollte dich nicht belehren, aber ein paar Grundlagen zu kennen schadet auch nicht. 

Gruß Mani 
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#41
Hallo Mani,
damit du auch noch mal was lernst Smile, Dual Mode bedeutet nur zweikanalige Darstellung bei alten Röhrenoszis, die kann "alternierend" (hintereinander) oder "chopped" (zerhackt) erfolgen.
Für die Messung einer Phasenlage oder Invertierung aber unbedeutend. Hier ist es wichtig, bei der Zweikanaldarstellung, egal ob "Alt" oder "Chopped", auf einen der beiden Kanäle zu triggern und den anderen Kanal (Zeit-) abhängig davon darzustellen.

*Ob man "Alt" oder "Chopped" wählt, hängt von der Zeitablenkung und damit von der Frequenz des anzuzeigenden Signals ab. Bei langsamen Signalen wählt man "Chopped", bei schnellen "Alt".
Bei modernen (digitalen) Oszis gibt es Alt oder Chopped nicht mehr.

Gruß Ulrich
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#42
DANKE !!

Die Bedienungsanleitung für den alten Hameg liegt ca. 75 cm weg .... öfter mal RTFM machen ....

Ich habe die Taste jetzt am Scopen gefunden ..... Sehe es jetzt !!

Aber ich glaube ich habe jetzt den "Schuldigen" .... Evtl. die zweite Hälfte vom TBA931 (?). Bis Darstellung "F" der Oszillogramme passt es (MIT NE555 !!) , ab Darstellung "G" stimmt nix mehr, weder Darstellung noch Spannung ....

Morgen mal schauen ...

Für heute genug !

beste Grüße

Christian
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#43
Die Schaltung um den 555 bildet ja so eine Art PWM, die zweite Hälfte des OPs einen Integrator. Wenn man nun nur über einen Generator ein Signal einspeist und damit der Regelkreis nicht geschlossen ist, wird es mit der Interpretation des Messergebnisses am Ausgang der zweiten Hälfte des OPs etwas schwieriger. 

Gruß Ulrich
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#44
Soderle,

hat ein bischen gedauert, aber dann noch mal in Ruhe dabei .....

Des "Rätsels-Lösung" war doch das SM. Der Capstanmotor der A77 ist ein Asynchronmotor und diese Capstanregelung arbeitet mit konstanten 800 Hz ... Also im Prinzip ein "frequenzgesteuerter Spannungskonstanter", wenn diese Begrifflichkeit es trifft ....

Im Einzelnen:

Bei 19 cm/s wird ein Tachosignal von 1600 Hz erzeugt, dieses dann durch das Flip-Flop durch 2 geteilt und die sich daraus ergebenden 800 Hz triggern den NE555. Damit das funktioniert, wird nur jeder zweite Impuls des Tachosignals genutzt. Also liegt dann am Capstanmotor eine höhere Spannung an, die konstant gehalten wird.

Bei 9,5 cm/s wird ein Tachosignal von 800 Hz erzeugt, welches nicht durch zwei geteilt wird. Somit triggern wieder 800 Hz den NE555, allerdings jetzt mit niedrigerer Spannung am Capstanmotor, die dann konstant gehalten wird.

Somit liegen an Messpunkt F immer 800 Hz an und an Messpunkt G ein auf Gleichspannung schwimmender Sinus.

Da mit dem von Wolfgang bestückten (neuem) NE555 an Messpunkt F und G kein Signal zu messen war, lag der Verdacht nahe das der TBA931 sich verabschiedet hatte ....
Allerdings lieferte die Eingangstufe der Verarbeitung des Tachosignals (1/2 TBA931 und Flip-Flop) die geforderten Signale gem. SM. Auch die Teilung durch zwei funktioniert ....

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Eckhard (aka Egon) für das leihweise Überlassen eines "Ersatz-Platinchens" für den TBA931. Auch mit dem "Ersatz-Platinchen" ergab sich das identische Bild, kein Signal an Messpunkt F und G .... Also der TBA931 vermutlich in Ordnung .....

Da das komplette Silizium (Transistoren, Dioden) sowie die passive Beschaltung des Flip-Flops und Integrieres mittlerweile 1:1 durch neue Bauteile gleichen Wertes getauscht wurden, verblieb als Ursache für die fehlenden Signale nur noch der neue NE555 .....

Was nun ?? Testreihe NE555 ....

NE555       Unbekannter Hersteller           liefert kein Signal an F und G
NE555       Texas Instruments                  liefert Signal an F und G
LM555       Texas Instruments                 liefert kein Signal an F und G

Mit dem NE555 von TI läuft das Teil, alle anderen Hersteller verweigern den Dienst .......... Na prima .......... Grummel ........

Die Platine geht jetzt zurück an Wolfgang zum "Final Test" da hier keine A77 mehr vorhanden ist ........ Ebenso gehen die "Ersatz-Platinchen" zurück zu Eckhard . Nochmals vielen vielen Dank an Eckhard für diese Hilfe !!

Nach meinem Dafürhalten sollte die Regelung jetzt "tun wie sie soll". Mehr lässt mein "Messtisch" nicht zu ... Bei beiden Tachosignalen 1600 / 800 Hz liefert sie 800 Hz, Flip-Flop tut, Flip-Flop lässt sich schalten, Ausgangssignal entspricht SM - also "Final Test" in einer A77 .....

Habe fertig !

beste Grüße

Christian
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#45
Danke Christian für das Feedback. 
Es wird sein wie du schreibst, aber daß sich die 555er in so 'ner 0815 Schaltung so unterschiedlich verhalten ist für mich schwer zu verstehen. 
Gibt es da noch Erkenntnisse wieso?
Gruß, Kuni
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http://kuni.bplaced.net/
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#46
Hallo Kuni,

ich wollte das Verhalten der NE555 auch nicht für "wahr" haben, zumal das ja eigentlich ein Feld-,Wald- und Wiesenbaustein ist. Also vollkommen unkritisch (ich nutze den NE555 u.a. in einem PWM-Regler auf einem Lochrasteraufbau vollkommen schmerzbefreit) .....

Selbst das "implantieren" einer Zenerdiode 12 Volt am Knoten R219/C212 um den NE555 mit "stabilen" 12 Volt zu versorgen brachte nichts. Entweder es läuft mit dem Exemplar oder es läuft nicht. Soweit mein Eindruck ... und Messung.

Ursachen für diesen Effekt sind in meinen Augen vielfältig, angefangen von Platinenlayout bis hin zu "es MUSS ein NE555 V" sein. Das weiß nur der "Gott des Lötkolbens" ....

Interessanterweise wird die identische Regelung in der B77 verwendet und da ist mir jetzt dieses oben beschriebene Verhalten des NE555 nicht bekannt. Aber wer weiß ....

Evtl. tritt dieser Effekt nur genau bei dieser Platinenversion auf, die hier in der A77 von Wolfgang verbaut ist, who knews ....

Und da jetzt "reverse engineering" machen, nee also da ist dann mal Schluß .... Obwohl es einen eigentlich reizen würde .... Es hat alles seine Grenzen !

Wolfgang kriegt die Platine jetzt mit dem Stand zurück und dann muss er mal prüfen ob sie in der zugehörigen A77 läuft. Ich denke mal sie wird laufen .....

Evtl. muss er den Ausgangstransistor RCA411 resp. 2N3584 noch tauschen. Der ist als einziges drin geblieben. Ersatz in Form von BUX80 (Ptot 100 Watt) bzw. BUX84 (Ptot 40 Watt) habe ich ihm beigelegt.

Warten wir mal das Ergebnis von Wolfgang ab ...

beste Grüße

Christian
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#47
Das unterschiedliche Verhalten der 555er von verschiedenen Herstellern ist ein altes Problem, in manchen Schaltungen funktionieren Exemplare bestimmter Hersteller nicht so, wie gewünscht, obwohl sie in Ordnung sind. Unterschiede betreffen oftmals das Verhalten des internen Flipflops in Abhängigkeit von der Belegung der Komparatoreingänge. Es gab da irgendwo mal eine ziemlich verworren anmutende Tabelle, der das Verhalten herstellerabhängig aufgelistet war. Ich weiss leider nicht mehr, wo das stand, meine Erinnerungen werden da allmählich lückenhaft, da ich damit schon seit längerem nichts mehr zu tun hatte. Grund für das verschiedenartige Verhalten sind wohl Unterschiede im internen Design der Chips bei verschiedenen Herstellern.

Guß Holger
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#48
Die Tabelle hatte ich hier mal gepostet.

Gruß Mani
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#49
Mani meinte wohl diese Tabelle: 555-Eigenheiten...
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#50
Thumbs Up 
Hallo Christian, hallo Jungs, 

ich bin gerade von einer zehntägigen Radtour durch das heiße Bayern zurückgekommen und finde hier die von Christian vollständig überarbeitete Speed-Control-Platine vor! Danke Christian, dass du dich so intensiv und erfolgreich hineingekniet hast! Deine technischen Erläuterungen sind für mich schön zu lesen, aber kaum zu verstehen. Für mich war das eine total verhexte Voodoo-Platine, die nun vom vom "bösen Geist"  befreit worden ist. Natürlich wird das Teil demnächst zum finalen Test in meine A77 eingebaut hier darüber berichtet. War das nun der berühmt-berüchtigte "Lazarus-Fehler", der meine Platine befallen hat?

Gruß

Wolfgang
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