UHER SG561: Kanal 1 verzerrt bei Aufnahme
#1
Hallo zusammen,

ich habe gerade eine defekte UHER SG 561 Royal, bei der Kanal 1 bei der Aufnahme verzerrt (nur noch sehr leises und verzerrtes Signal)


.pdf   UHER-SG561-Aufnahme-Kanal1-verzerrt.pdf (Größe: 184.62 KB / Downloads: 49)

Das Audio Signal ist bis R192 (Kanal 1) und R193 (Kanal 2) sinusförmig mit gleicher Spannung.

Ich habe dann die Kabelverbindung an Nr. 1 und Nr. 2 getauscht, der Fehler bleibt und wandert nicht mit. Auch C112 und C113 habe ich getauscht, der Fehler bleibt und wandert nicht mit.

Den Tonkopfträger hatte ich vor den Messungen schon gegen einen anderen neuen getauscht, das gleiche Fehlerbild.

Habt ihr noch Ideen woran es liegen könnte?

Viele Grüße

Andreas
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#2
Hallo Andreas,

kommt denn am Tonkopfträger das Signal an, bzw. wie ist der Unterschied zwischen den Punkten 79 und 80?
R210 und C123 könnte man noch prüfen.

Grüße
Kai
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#3
Da ich in meinem Variocord auch ein Kratzen hatte, was an einem der vielpoligen Schiebeschalter lag, der schlechte Kontakt gegeben hatte: Es könnte auch am (Dreh?)schalter X/X1 oder gar am Stecker(?) 79/80 liegen.
Prüfung: Drehschalter X/X1 testweise überbrücken, von R194 rechter Anschluß nach R211 linker Anschluß und R195 rechter Anschluß nach R212 linker Anschluß.
Grüße,
Dennis
---
Tonbandgeräte: AKAI GX-260D, Revox A77 Mk IV, UHER Variocord 263
Plattenspieler: Dual CS606 
Kofferradio: Grundig C9000
Kopfhörer: für Audio: Sennheiser HD 414, im Office zum Arbeiten: Plantronics Voyager Focus UC
Sonstige: Denon PMA-925R, Panasonic SA-PMX84, Douk EQ5-PRO, Dynavox CS-PA1, Onkyo TX-11
Waren auch mal da: AKAI GX-215D, Philips N4504, Toshiba PT862
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#4
Kommt am Aufnahmekopf bzw. an den linken Trimmern auf dem Kopfträger denn Vormagnetisierungs HF auf beiden Kanälen an?
Das kann man ja recht einfach mit dem Oszi prüfen.
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#5
Moin
ich bin auch für den Schiebeschalter Entzerrung, genau das Problem hatte ich auch.

Gruß
siggi
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#6
Hallo zusammen,

ich habe inzwischen
- den Kanalschalter jeweils bis zu Pin 79 und Pin 80 überbrückt, keine Änderung.
- Pin 79 und 80 vertauscht, keine Änderung
- R194 und R195 vertauscht, keine Änderung
- Signal an PIN 79 und 80 gemessen, kein Unterschied
- am Kopfträger die HF Spannungen an R202 und R203 mit Oszi gemessen, kein Unterschied
- Aufnahme Schiebeschalter Entzerrung angesehen, alles in Position, Entzerrungsumschaltung funktioniert auch bei Kanal 2

Weitere Ideen?

Viele Grüße

Andreas
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#7
Wie sehen denn die Oszillogramme, gemessen direkt an der Kontaktleiste des Kopfträgers (79 und 80 gegen Masse 84, notfalls hier provisorische Verlängerungslitzen im KT anlöten, man kommt sonst nicht ´ran) aus? Hat die Kontaktleiste evtl.ein Problem?

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
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#8
Tausch mal c 109 c 110 Andreas
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#9
C109 und C110 getauscht und auch durch neue ersetzt, kein Unterschied
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#10
dann bleiben ja nur noch c116 R211 und der Trimmer R202.
wie sieht es denn nach R211 212 aus, sind da die Signale auch gleich?
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#11
(12.04.2025, 09:57)sonydoc schrieb: dann bleiben ja nur noch c116 R211 und der Trimmer R202.
wie sieht es denn nach R211 212 aus, sind da die Signale auch gleich?

Das ist alles im Tonkopfträger.

Mit einen anderen ist das gleiche Problem, daher schliesse ich es aus.

VG Andreas
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#12
Hier noch die Oszi Bilder von Pin 79 und Pin 80:


.pdf   UHER-SG561-Aufnahme-Kanal1-verzerrt_Oszi_Pin_79_80.pdf (Größe: 261.61 KB / Downloads: 35)

Ist nur die HF mit 100 KHz mit meinem uralt Oszi zu sehen. Bei Kanäle sehr ähnlich.
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#13
Da bin ich platt. Ich würde jetzt die beiden KT hernehmen und die auf einer zweiten einwandfreien SG gegenprüfen. Laufen die dort beide einwandfrei?

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
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#14
die HF sieht ja ordentlich aus, aber was ist mit dem 400Hz Signal nach R211 212  aus? da muß doch das 400Hz Signal zu messen sein
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#15
Beide Kopfträger auf einer anderen Royal getestet, funktionieren wunderbar.

Weitere Ideen?
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#16
Wenn man das aufgenommene Band auf einem anderen Gerät abspielt - ist dann Kanal 1 tatsächlich verzerrt aufgenommen? Bestimmt schon probiert, wollte nur gefragt haben, das nicht der Fehler ganz woanders liegt.
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#17
Ja, auch schon probiert
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#18
Das HF Signal sieht ja unverdächtig aus. Ist das 400Hz Signal , direkt am Aufnahmekopf gemessen, auch so schön?

Wenn ja, und der Aufnahmekopf ausscheidet, ist es vielleicht eher ein mechanischen Problem (aber nicht am Kopfträger!) ?
Auf jeden Fall sehr rätselhaft.

Dennis
---
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#19
Meint ihr nicht, dass 60Vss am Aufnahmekopf etwas viel ist?

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
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#20
Hallo Andreas,
schau dir mal die HF- Spannung bzw den Löschstrom vom Löschgenerator jeweils am Punkt 81 und 82 gegen Masse an.
Wenn die Spannung am Punkt 81 gegen Masse oder der Spannungsabfall an einem kleinen Serienwiderstand in der Kopfleitung fehlt oder zu gering ist, versucht der Aufnahmekopf mit der Vormagnetisierung das Band zu löschen und kann die NF nicht aufs Band prägen.

Gruß Jan
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#21
(13.04.2025, 12:51)Ferrograph schrieb: Hallo Andreas,
schau dir mal die HF- Spannung bzw den Löschstrom vom Löschgenerator jeweils am Punkt 81 und 82 gegen Masse an.
Wenn die Spannung  am Punkt 81 gegen Masse oder der Spannungsabfall an einem kleinen Serienwiderstand in der Kopfleitung fehlt  oder zu gering ist,  versucht der Aufnahmekopf mit der Vormagnetisierung das Band zu löschen und kann die NF nicht aufs Band prägen.

Gruß Jan

Hallo Jan,

direkt an den Pin's 81 und 82 gegen Masse gemessen sehe ich keinen Unterschied der HF Spannung.

Viele Grüße

Andreas
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#22
Wenn jetzt wirklich keine weiteren Ideen kommen werde ich das Gerät heute wieder zusammenbauen und für interessierte Fehlersucher günstig abgeben.

Viele Grüße

Andreas
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#23
Warum fehlen auf einmal wichtige Beiträge?
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#24
Ich würde bei entsprechender Geduld noch folgendes versuchen:

1. R210 am schalterseitigen Ende auslöten, um Nebenschluss über diesen Pfad sicher auszuschließen (es gibt dazu im rechten Kanal kein Gegenstück, da der Defekt links liegt, ist der Pfad n.m.M. irgendwie verdächtig).

2. Kanalwähler vollständig totlegen, d.h. komplett aus dem Signalweg zu den AK-Systemen herausnehmen: Auftrennen der Verstärkerausgänge an den Verbindungen zu den Schleifern U und V. Abtrennung der Punkte 79 und 80 direkt am Schalter. Sodann externe Verbindung legen zwischen dem vom AV links kommenden Anschluss (ehemals nach U) stattdessen direkt nach 79 und Anschluss AV rechts (ehemals an V) direkt nach 80. Der Schalter wird komplett durch einen bypass ersetzt, er soll weder eingangs- noch ausgangsseitig im Kopfstrompfad bleiben (Verdacht auf irgendeinen Nebenschluss im Schalter, durch direktes Brücken nicht aufhebbar. Den Schalter ggf. optisch genau untersuchen auf verbogene oder sich berührende Anschlusszungen untereinander und gegen Masse).

Mehr fällt mir momentan auch nicht ein, außer man legt noch den Oszillator tot und oszillographiert den dann dank fehlender HF-Spannung deutlich besser sichtbaren NF-Modulationsanteil an allen besprochenen Anschlüssen bis direkt an System I und II des Aufnahmekopfes unter Beobachtung der NF-Signalformen L/R.
 

Martin
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#25
(14.04.2025, 08:29)ManiBo schrieb: Warum fehlen auf einmal wichtige Beiträge?

Was fehlt denn? Was ist wichtig?
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#26
Ich kann auch keine fehlenden Beiträge in diesem Thread erkennen.
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#27
(14.04.2025, 09:02)mincom schrieb: Ich würde bei entsprechender Geduld noch folgendes versuchen:

1. R210 am schalterseitigen Ende auslöten, um Nebenschluss über diesen Pfad sicher auszuschließen (es gibt dazu im rechten Kanal kein Gegenstück, da der Defekt links liegt, ist der Pfad n.m.M. irgendwie verdächtig).

2. Kanalwähler vollständig totlegen, d.h. komplett aus dem Signalweg zu den AK-Systemen herausnehmen: Auftrennen der Verstärkerausgänge an den Verbindungen zu den Schleifern U und V. Abtrennung der Punkte 79 und 80 direkt am Schalter. Sodann externe Verbindung legen zwischen dem vom AV links kommenden Anschluss (ehemals nach U) stattdessen direkt nach 79 und Anschluss AV rechts (ehemals an V) direkt nach 80. Der Schalter wird komplett durch einen bypass ersetzt, er soll weder eingangs- noch ausgangsseitig im Kopfstrompfad bleiben (Verdacht auf irgendeinen Nebenschluss im Schalter, durch direktes Brücken nicht aufhebbar. Den Schalter ggf. optisch genau untersuchen auf verbogene oder sich berührende Anschlusszungen untereinander und gegen Masse).

Mehr fällt mir momentan auch nicht ein, außer man legt noch den Oszillator tot und oszillographiert den dann dank fehlender HF-Spannung besser sichtbaren NF-Modulationsanteil an allen besprochenen Anschlüssen bis direkt an System I und II des Aufnahmekopfes.
 

Martin
Hallo Martin,

2.) habe ich schon gemacht. keine Änderung. Interessant: Wenn ich Pin 80 (Kanal2) mit direkt Verkabelung an U oder V anschliesse, dann funktionieren beide. Wenn ich Pin 79 (Kanal 1) mit direkt Verkabelung an U oder V anschliesse, ist der Fehler immer da. (U und V sind auf der Hauptleiterplatte sehr gut zugänglich mit 2 Leitungen zum Kanalwahlschalter. Diese beiden Leitungen dort abtrennen und separate Leitungen zu Pin 79 und 80 legen hatte ich schon vor einigen Tagen gemacht).

1.) kann ich noch machen.

Viele Grüße

Andreas
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#28
Drückt sich die Kopfträger-Anschlussleiste (Stiftleiste) beim Aufsetzen des KT irgendwie nach unten weg? Sie ist ja recht lang und wird mechanisch in der Mitte nicht gut abgestützt.

Martin
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#29
(14.04.2025, 09:07)UHER-Fan schrieb:
(14.04.2025, 08:29)ManiBo schrieb: Warum fehlen auf einmal wichtige Beiträge?

Was fehlt denn? Was ist wichtig?

Baruse hatte das Schaltbild gepostet.
Ich hatte daraufhin meinen Kommentar geschrieben.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#30
(14.04.2025, 09:46)ManiBo schrieb:
(14.04.2025, 09:07)UHER-Fan schrieb:
(14.04.2025, 08:29)ManiBo schrieb: Warum fehlen auf einmal wichtige Beiträge?

Was fehlt denn? Was ist wichtig?

Baruse hatte das Schaltbild gepostet.
Ich hatte daraufhin meinen Kommentar geschrieben.

Hallo Mani, ich kann mich nicht daran erinnern
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#31
(14.04.2025, 09:21)mincom schrieb: Drückt sich die Kopfträger-Anschlussleiste (Stiftleiste) beim Aufsetzen des KT irgendwie nach unten weg? Sie ist ja recht lang und wird mechanisch in der Mitte nicht gut abgestützt.

Martin

nein
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#32
(14.04.2025, 09:02)mincom schrieb: Ich würde bei entsprechender Geduld noch folgendes versuchen:

1. R210 am schalterseitigen Ende auslöten, um Nebenschluss über diesen Pfad sicher auszuschließen (es gibt dazu im rechten Kanal kein Gegenstück, da der Defekt links liegt, ist der Pfad n.m.M. irgendwie verdächtig).

Martin

Habe ich auch gemacht, keine Änderung
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#33
Hallo zusammen,

jetzt habe ich lange genug versucht den Fehler mit eurer Hilfe zu finden, leider erfolglos.

Ich werde das Gerät jetzt im Forum anbieten, vielleicht hat jemand anderes noch die Muße dazu oder benutzt das Gerät für Wiedergabezwecke.

Viele Grüße

Andreas
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#34
Ich hab da leider zwei Threads verwechselt, sorry.
Bei euren ganzen kaputten Geräten verliert man leicht den Überblick.  Wink

Gruß Mani 

PS. 22V am Aufnahmekopf sind aber trotzdem zuviel
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#35
Wenn die Spannung gegen Masse gemessen zu groß ist, immer prüfen ob die Masse AM BAUTEIL auch vorhanden ist. 
Messe mal Pkt.84 nach Masse und prüfe die Verbindung zu den Aufnahmeköpfen.

Gruß Mani
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