Bei meiner letzten Tauschaktion von an die 100 Transistoren auf einem Frequenzmeßgerät hatte ich meine uralte Weller-Entlötstation vier Tage lang im Dauereinsatz. Der Einwand, dass die ringförmigen Saugspitzen nicht genug Hitze in die Lötstelle bringen, kann ich bestätigen. Um das zu verhindern muß die heiße Saugspitze vor jedem Entlötversuch immer mit frischem Lötzinn geimpft (geflutet) werden.
Als frühe Selbstbaulösung verwendete ich einen Ersa-Entlötkolben. Als Sauge diente ein ausgedienter Kühlschrankkompressor und später eine alte Schleimabsauge aus der Medizintechnik. In 2016 kam dann die gebrauchte Weller (Ganzmetallgehäuse) für unter 280,- ins Haus.
Es gibt keine "bestgeeignete" Entlötstation oder -methode. In manchen Fällen geht die alte Soldapult besser; in wieder anderen Fällen ist Entlötlitze die Wahl. Als besonders kritisch (vor allem bei minderwertigen Platinen) haben sich auf der Lötseite umgebogene Bauteiledrähte erwiesen. Etliche Hersteller haben so das Herausfallen der Bauteile im Lötbad zu verhindern versucht. Um die Platine zu retten, in solchen Fällen -wo immer möglich- die Bauteiledrähte oben auf der Bestückungsseite kappen und die umgebogenen Drähte von der Lötseite her ziehen. Löcher dann mit Zahnstocher oder Edelstahldraht anschließend vorsichtig unter der Hitze eines normalen Lötkolbens von restlichen Zinnresten freischieben. Und zwar immer von Lötseite zur Bestückungsseite, damit Lötauge sich nicht löst... . Nur bei den wenigen hochwertigen Platinen mit "bombenfester" Durchkontaktierungsöse ist die Durchstechrichtung egal. Bei SMD hat man dieses Problem gottlob nicht. Hier kommen fallweise Entlötmesser oder -Folien zum Einsatz, falls keine Heißluftentlöte verfügbar ist.
In keinem Fall ein und die selbe Ringentlötspitze im Wechsel für bleifreie und dann wieder bleihalige Lote verwenden; die unterschiedlichen Legierungen vertragen sich nicht!!!
Soweit meine praktischen Erfahrungen...
Martin
Als frühe Selbstbaulösung verwendete ich einen Ersa-Entlötkolben. Als Sauge diente ein ausgedienter Kühlschrankkompressor und später eine alte Schleimabsauge aus der Medizintechnik. In 2016 kam dann die gebrauchte Weller (Ganzmetallgehäuse) für unter 280,- ins Haus.
Es gibt keine "bestgeeignete" Entlötstation oder -methode. In manchen Fällen geht die alte Soldapult besser; in wieder anderen Fällen ist Entlötlitze die Wahl. Als besonders kritisch (vor allem bei minderwertigen Platinen) haben sich auf der Lötseite umgebogene Bauteiledrähte erwiesen. Etliche Hersteller haben so das Herausfallen der Bauteile im Lötbad zu verhindern versucht. Um die Platine zu retten, in solchen Fällen -wo immer möglich- die Bauteiledrähte oben auf der Bestückungsseite kappen und die umgebogenen Drähte von der Lötseite her ziehen. Löcher dann mit Zahnstocher oder Edelstahldraht anschließend vorsichtig unter der Hitze eines normalen Lötkolbens von restlichen Zinnresten freischieben. Und zwar immer von Lötseite zur Bestückungsseite, damit Lötauge sich nicht löst... . Nur bei den wenigen hochwertigen Platinen mit "bombenfester" Durchkontaktierungsöse ist die Durchstechrichtung egal. Bei SMD hat man dieses Problem gottlob nicht. Hier kommen fallweise Entlötmesser oder -Folien zum Einsatz, falls keine Heißluftentlöte verfügbar ist.
In keinem Fall ein und die selbe Ringentlötspitze im Wechsel für bleifreie und dann wieder bleihalige Lote verwenden; die unterschiedlichen Legierungen vertragen sich nicht!!!
Soweit meine praktischen Erfahrungen...
Martin
"Früher war mehr Lametta!"

