Uher RDL - Pause funktioniert nicht
#1
Bei meiner kürzlich durchgereinigten Uher RDL läuft soweit alles, nur die Pause funktioniert nicht.
Wenn ich auf Pause schalte, läuft die Maschine mit Ton fast so schnell, wie im Schnellen Vorlauf.
Gibt es da einen Bremshebel, der evt. nicht funktioniert oder was könnte das sonst sein?
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#2
Ja, das ist eine mechanische Einstellung. 
Bei Stellung Pause muß sich der rechte Fühlhebel ein Stück nach links bewegen, damit der rechte Wickelteller nicht mehr so viel Zugkraft ausübt. 
Das muß wohl mal überprüft werden. Dafür muß die Alublende abgenommen werden.
Die Mechanik der RDL ist sehr empfindlich und es bedarf auch guter Kenntnisse darüber. 
Am besten mal das SM bemühen.
Möglich wäre allerdings auch, daß die linke Bemse gar nicht mehr funktioniert. Das ist ja ein häufiges Problem bei der RDL, daß die verschlissenen Bremsschuhe durchrutschen.
Dann kann man da ein Stück Fahrradschlauch drüberkleben. Wurde von mir und weiteren hier bereits erfolgreich durchgeführt.

Gruß, Jan
Zitieren
#3
Hallo Jan,
ich besitze seit 1970 eine mechanisch baugleiche Variocord 263. Nach einiger Zeit rutschte ab und zu der linke Bremsklotz durch und der rechte Wickelteller war immer noch stark genug, das Band durchzuziehen. Trotz vieler Versuche habe ich das Problem nie ganz zufriedenstellend lösen können.

Reibung ist ja eine sehr knifflige Angelegenheit und u.U. auch abhängig vom Raumklima. Andererseits ist der Bremsklotz so konstruiert, dass er sich bei erhöhtem Zug in die Scheibe hereinzieht und so die Bremswirkung eher stärker werden müsste.

Das hört sich jetzt nicht sehr ermunternd an, aber im SM sind die Funktion des Laufwerkes und die verschiedenen Einstellmöglichkeiten sehr gut erklärt.

Viel Erfolg und Grüße
Harry
Zitieren
#4
Super, werde das mal überprüfen! Vielen Dank!
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#5
Es gibt auch sehr schöne nachgefertigte Bremsklötze in der Bucht!
https://www.ebay.de/itm/145132566097?mkc...media=COPY

Die habe ich für meine RdL auch gekauft. Sind sehr griffig und passen maßgenau.
Zitieren
#6
(19.03.2025, 13:09)janbunke schrieb: Bei Stellung Pause muß sich der rechte Fühlhebel ein Stück nach links bewegen, damit der rechte Wickelteller nicht mehr so viel Zugkraft ausübt. 
Das muß wohl mal überprüft werden. Dafür muß die Alublende abgenommen werden.
Möglich wäre allerdings auch, daß die linke Bemse gar nicht mehr funktioniert. Das ist ja ein häufiges Problem bei der RDL, daß die verschlissenen Bremsschuhe durchrutschen.
Dann kann man da ein Stück Fahrradschlauch drüberkleben. Wurde von mir und weiteren hier bereits erfolgreich durchgeführt.

Gruß, Jan
Hallo Jan,
der rechte Fühlhebel bewegt sich etwa 5 mm nach rechts, nicht nach links????? 
- aber ich habe festegestellt, dass er nicht ganz in die Raste einrutscht. Ich habe die Spannung durch leichtes Verbiegen des Spanndrahts erhöht und jetzt funktioniert das wieder.
Sch...., hat funktioniert aber nur ohne Zug von der Abspielmechanik:
Werde jetzt den Rat von Holgi befolgen und neue Bremsklötze einbauen!
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#7
Das war jetzt aber nicht unbedingt die sinnvollste Lösung auch wenn es funktioniert. Vermutlich hat der rechte Fühlhebel eine zu weite Grundstellung nach rechts.
Dann greift die Nase für die Pausenstellung des Hebels nicht mehr richtig, bzw. drückt dann (statt zieht) in die falsche Richtung, so wie bei dir.
Diese Hebel-Grundstellung kann man justieren, indem man auf der Unterseite des Wickeltellers die durch eine 6-Kant Mutter gesicherte Madenschraube etwas verdreht.
Hier mal bei einem Schlachtobjekt fotografiert. Die Wickelteller mit den Bremsen fehlen hier bereits.

Gruß, Jan


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#8
Hallo Jan, bevor ich da mal was verdrehe? Der Fühl-Hebel schwingt, wenn ich auf Pause drehe, nach rechts, nicht nach links! Dann müsste ja die ganze Mechanik verstellt sein oder verstehe ich da was ganz falsch?
Erstes Bild: abspielen
Zweites Bild: Pause
Drittes Bild: abgeschaltet


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#9
Der Umlenkhebel sitzt bei dir viel zu weit rechts!!
Wie ich bereits sagte, die Grundeinstellung muß passen und die kannst du nur über besagte Schraube einstellen.
Wenn sich der Hebel zu weit rechts befindet, dann greift die "Nase" des Messingteils (rot markiert in meinem Bild) nicht mehr hinter den Umlenkhebel, sonder drückt ihn noch weiter weg, wenn man auf Pause stellt.
Etwas blöd mit Worten zu erklären.
Setz mal die Blende wieder lose auf und mach mal ein Foto von der Hebelstellung im Stop Modus ohne Band.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#10
M.M.n ist der rechte Fühlhebel falsch justiert: er steht im Ruhezustand auf dem Foto zu weit nach rechts. Deshalb kann die Nase des Messinghebels direkt unterhalb des Umlenkbolzens diesen in Stellung Pause nicht mehr nach links drücken (zum Auskuppeln des Aufwickelmomentes, was bei Pause zwingend notwendig ist bei diesen Laufwerken). Ggf. ist auch der Messingdraht zum Schieber verbogen und damit das ganze Zusammenwirken der Hebel gestört. Im entlasteten Zustand sollen die Fühlhebel etwa mittig in den Langlöchern der Abdeckung stehen. Im Inneren finden sich auf der Laufwerksplatte zwei Markierungen zur Grobjustage, welche mit den zentrischen Druckschrauben (mit Kontermuttern) unterhalb der Wickelteller-Kupplungsglocken erfolgt. Die ganze Justiererei bringt nur was bei einwandfreien Kupplungsbelägen - wenn die verschlissen und zu dünn geworden sind, wandern die Fühlhebel im Lauf der Zeit aus der richtigen Position heraus nach außen, bis am Ende der Messinghebel nicht mehr greifen kann in Stellung Pause. Das Band wird dann - begünstigt durch eine für gewöhnlich dann auch nicht mehr richtig greifende Abwickelbremse undefiniert durchgezogen.

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#11
Hallo Berthold, 

mach es bitte so, wie Jan es dir empfohlen hat. Du musst am unteren Bandteller die Sicherungsschraube lösten, dann das Messinggewinde mit einem Schlitzschraubenzieher drehen, damit der Fühlhebel nach links wandert, bis sich "Pause" noch ein Stück nach links verschiebt. Dann ist es okay. Sicherungsmutter wieder anziehen und aufpassen, dass sich nichts verändert. Der Abstand zwischen dem dicken Bolzen (innen) und Mitte Fühlhebel sollte  etwa 4,1 bis 4,2 cm betragen. Als neuer Bremsbelag eignet sich ein Stück Fahrradschlauch hervorragend. Mit Sekundenkleber aufbringen, fünf Minuten trocknen lassen und überstehende Ränder abschneiden.

Gruß
Wolfgang
Zitieren
#12
Hab jetzt neue Bremsgummis bestellt und bereits angebracht!
Leider hat es bei Pause nichts gebracht!? Aber funktioniert sonst super!
Bild 1   Stop
Bild 2.  Pause
Bild 3.  Abspielen 
Jetzt muß ich nur noch schauen, dass der schnelle Rücklauf und der schnelle Vorlauf noch besser funktionieren. Vor allem bei 2. fehlt es noch!
Hab mal die Madenschraube gelöst, bzw. sie war schon lose und versucht, da was zu drehen.
Das hat aber nichts bewegt! Aber, das hat wohl mit den Bremsgummis nichts zu tun. Da war ich wohl auf dem Holzweg!
Ich habe die Madenschraube etwas eingedreht, bis der rechte Fühlhebel sich etwas nach links bewegt hat und wieder gesichert und jetzt läuft es wieder,
wie es soll!
@ Jan.  Vielen Dank für deinen Tip


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#13
(24.03.2025, 16:48)Lufabe schrieb: Hab jetzt neue Bremsgummis bestellt und bereits angebracht!
Leider hat es bei Pause nichts gebracht!? Aber funktioniert sonst super!
Bild 1   Stop
Bild 2.  Pause
Bild 3.  Abspielen 
Jetzt muß ich nur noch schauen, dass der schnelle Rücklauf  und der schnelle Vorlauf noch besser funktionieren. Vor allem bei 2. fehlt es noch!
Hab mal die Madenschraube gelöst, bzw. sie war schon lose und versucht, da was zu drehen.
Das hat aber nichts bewegt! Aber, das hat wohl mit den Bremsgummis nichts zu tun. Da war ich wohl auf dem Holzweg!
Ich habe die Madenschraube etwas eingedreht, bis der rechte Fühlhebel sich etwas nach links bewegt hat und wieder gesichert und jetzt läuft es wieder,
wie es soll!
@ Jan.  Vielen Dank für deinen Tip

Prima!

Wenn die Schraube gelockert war, dann ist es ja auch kein Wunder, dass sich der Hebel verstellt.
Zitieren
#14
Ja, aber für mich war das alles neu und ich musste mich zuerst mal in die Mechanik etwas "hineindenken"!
Das Problem ist im Moment das Gewicht der Maschinen, weil ich Probleme in den Schultern und der 
Oberarmmuskulatur habe. Mein Verdacht geht mittlerweile zur Borreliose, weil ich im Herbst einen Zeckenbiss 
hatte. Mal schauen, was die Ärzte sagen!
Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich den sonstigen Antrieb hinbekomme.
Vor- und Rücklauf! Confused
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#15
Was mir auffällt, ist sowohl beim Rücklauf als auch beim Vorlauf!
Wenn ich den jeweils gegenüberliegenden Fühlhebel nach innen ziehe, kommt die Maschine voll auf Touren!
Ist das wohl auch eine Einstellungssache?
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#16
(24.03.2025, 18:00)Lufabe schrieb: Was mir auffällt, ist sowohl beim Rücklauf als auch beim Vorlauf!
Wenn ich den jeweils gegenüberliegenden Fühlhebel nach innen ziehe, kommt die Maschine voll auf Touren!
Ist das wohl auch eine Einstellungssache?

Klar, dann deaktivierst du ja auch die Bremsen und das Band wird labberig aufgewickelt.
Zitieren
#17
Hallo,

wenn das Gerät in diesem Fall deutlich die Spulgeschwindigkeit ändert, ist die Bremse falsch eingestellt. Und wenn es im umgekehrten Fall zu labberig aufwickelt, ist die Bremse ebenfalls falsch eingestellt. Im optimalen Fall spult das Gerät in beide Richtungen ordentlich schnell u n d erzeugt einen schön festen Wickel. Am besten ist natürlich, wenn das SM vorliegt und man genau danach vorgeht.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
Zitieren
#18
Sofern die Komparatoren ("Fühlhebel") nicht korrekt eingestellt sind, ist weder korrektes Umspulen, noch hinreichend feste Bandwickel und erst recht kein normgerechter Aufnahme- und Wiedergabebandzug zu erwarten. Also: Grundjustage nach Manual ist dann ein Muß. Voraussetzung: alle mechanischen Teile müssen i.O. bzw. in Spezifikation sein. Sonst ist mit dem Laufwerk nix zu machen. Die RdL-Laufwerke sind da in der Wartung und im Anspruch ans mechanische Geschick leider etwas anspruchsvoller als eine A77!

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#19
So ist es. Aus mechanischer Sicht kein Anfängerteil. 
Obwohl es meine erste Maschine war, die ich vor 45 Jahren zwischen meine Finger bekam. (Papas Gerät)
Da war ich auch noch ein Grünschnabel.
Zitieren
#20
wieder mal die RDL!
Nach langer Zeit mal wieder vorgeholt, und im Moment genieße ich Eric Clapton!
Ich brauche eure Hilfe für das alte Thema:
Problem ist, nach wie vor, der schnelle Vor- und Rücklauf!
Wo setze ich da an?
Wenn ich den jeweiligen Bandzugkomperator entkopple, dann spult die Maschine fast perfekt!
Also, wo muß ich ansetzen, dass das wieder funktioniert, hat da jemand Tipps?

Okay, sorry, hätte nur zuerst alles nochmals lesen sollen! Da sind ja schon einige Tipps da, die ich zuerst mal abarbeiten sollte!
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#21
Vorausgesetzt, dass die Bandzugkomparatoren sauber justiert und auf die Sollwerte nach Manual eingestellt sind, bleibt als Fehlerquelle nur der Antriebsriemen, die damit verbundenen Friktionsräder (Gummibeschichtung griffig, Anpresskraft der zugehörigen Federmechanik) oder im ungünstigen Fall auch mal ein Schmierband, das zu stark an den Umlenkbolzen der Komparatoren reibt.

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#22
Sämtliche am Spulen beteiligte Räder mal ordentlich mit Alkohol reinigen und ggf. mit feinem Schleifpapier anrauhen. Der 3-Kant Riemen sollte auch neu gemacht werden.
Zitieren
#23
Hab hier noch einen defekten Tonkopf von der Uher.
1 Kanl funktioniert nicht!, weiter nicht geprüft!
Siehe Bilder!


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#24
Hallo Berthold,
zu welchem Kurs geht der weg?

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#25
Keine Ahnung, ich dachte an 20.--€ + Versand, schreib mir einfach mal ne PN.
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#26
So, zurück zum Thema.
Ich hab jetzt mal die Fühlhebel versucht, nach Servicemanual einzustellen auf 40 mm.
Das funktioniert rechts perfekt, jedoch links komme ich nur auf 35 mm.
Komischerweise ist rechts ein Federdruck vorhanden, links jedoch kaum!
Hat aber beim schnellen Vor- und Rücklauf keine Änderung gebracht!
Bei der Kontrolle habe ich festgestellt, dass bei Betätigung vom Vor- und Rücklaufhebel
die Bremsklötze abgehoben sind.
Die Riemen und Laufflächen habe ich schon mal mit ISOPROP gereinigt.
Irgendwo stand was vom Einstellen mit Federwaage?
Was für eine Federwaage kann ich denn dazu nehmen?
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#27
(11.08.2025, 17:37)Lufabe schrieb: 1) Komischerweise ist rechts ein Federdruck vorhanden, links jedoch kaum!

2) Bei der Kontrolle habe ich festgestellt, dass bei Betätigung vom Vor- und Rücklaufhebel
die Bremsklötze abgehoben sind.

3) Irgendwo stand was vom Einstellen mit Federwaage?
Was für eine Federwaage kann ich denn dazu nehmen?

Hallo Berthold,

zu 1) Die Rückstellkraft für die Fühlhebel erzeugt eine Feder, siehe Foto.

Der Abstand der Fühlhebel von 40 mm soll lediglich gewährleisten, dass genügend Regelkraft-Reserve vorhanden ist. Die Friktion selbst kommt ursächlich von der Feder. (Wenn da falsche Federn drin sind oder welche, die ausgeleiert sind, kann sich ein falsches Drehmoment einstellen.)

Es hebt natürlich immer nur einer der Bremsklötze ab: Beim Vorlauf derjenige des rechten Tellers. Siehe Foto.


zu 3) Ich habe eine Federwaage, die bis 100 p geht. (So etwas bekommt man leicht in der Bucht.) Damit kann man die Messungen machen. Zum Beispiel Messung für den schnellen Vorlauf: Siehe Foto.

Die Waage einfach mit einem Stückchen Band verknoten. Natürlich wird es Toleranzen geben. Laut Serviceplan soll die Spule sich drehen ("gleichmäßig abziehen").
Für die anderen Kräfte gemäß Serviceanleitung verfahren.

Hoffentlich hilft das ein bisschen.

Dieter


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Zitieren
#28
Hallo dieter,
ja, das hilft mal soweit, vielen Dank!
Ich hab das mal soweit gemacht, aber natürlich nicht die Federn geprüft!
Was ich festgestellt habe:
Der Antriebsriemen ist etwas zu locker und dreht durch. Reinigen hat soweit nichts gebracht!
Hab mal einen Ersatzriemen eingebaut, allerdings nur mit 80 mm und 4-Kant.
Das hat etwas gebracht. Jetzt läuft es im Vor- und auch im Rücklauf, allerdings zum Ende wird es extrem langsam
und manchmal bleibt es auch stehen.
Der alte Riemen schein jedoch noch elastisch zu sein. Gibt es da die Möglichkeit, vielleicht etwas mehr Spannung
zu erzeugen? Dann müsste der doch funktionieren.
Die vom Uher-Service, meinten: Mehr als reinigen ist nicht nötig!?!?!?
Es scheint auch, wie wenn der Motor nicht genug Drehkraft bringt! Könnte da ein Kondensator schwächeln?
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#29
Wieso besorgst du dir keinen originalen 3-Kant Riemen? Den sollte es noch zu kaufen geben.
Zitieren
#30
Sollte es noch bei SDS Sprang geben. Alternativ hätte ich auch noch welche.
Gruß
Rainer


NIVEAU ist keine Hautcreme,
STIL nicht das Ende vom Besen
und HUMOR etwas gutartiges...
Zitieren
#31
Und der ist nicht mal teuer, kostet 3,57 € incl. MWSt.
Zitieren
#32
Es muß nicht unbedingt ein Dreikantriemen sein. Rundriemen aus Schlacht-TK17 (oder 27, so genau erinnere ich es momentan nicht) tun seit 2 Jahren perfekt in meinen RdL ihren Dienst.

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#33
Nix für Ungut Martin, aber manchmal muß ich doch mit dem Kopf schütteln.

Da gibt es das originale Erstatzteil für'n Appel und'n Ei und trotzdem greift man auf solche "Bastellösungen" mit gebrauchten Teilen zurück, die da nicht für vorgesehen sind.
Wenn es partout keinen Ersatz mehr gibt oder die Teile mit Gold aufgewogen werden, dann kann ich solche Vorgehensweisen ja sehr gut nachvollziehen, aber in diesem Fall eher nicht.
Ich würde Berthold dringend raten, sich den originalen Riemen zu besorgen und dann ggf. an dem Spulproblem weiter zu arbeiten.

@Berthold
Du schriebst:
"Es scheint auch, wie wenn der Motor nicht genug Drehkraft bringt"

Wie kommst du darauf?
Mach doch mal Folgendes. Schalte die RDL auf Spulen bei geöffnetem Gerät ohne aufgelegtes Band und halte den sich drehenden Wickelteller per Hand fest.
Dann siehst du doch ob der Motor stehenbleibt, was ich nicht glaube, oder irgendwo in dem mechanischen Übertragungsweg Schlupf entsteht.
Nach meiner Erfahrung ist es Schlupf, der nur durch intensive Reinigung und anschmirgeln aller Kraft übertragenden Teile zu beheben ist.
Vor allem die Laufflächen der weißen Plastikteller sollte man mal anrauhen.
Und bitte ersetze den Riemen gegen einen originalen und neuen von SDS.

Gruß, Jan
Zitieren
#34
@ Jan:

Ich sehe das entspannt:

Die Lösung funktioniert bei mir zur vollsten Zufriedenheit. Wenn man also solche Rundriemen am Lager hat, lohnt sich in jedem Fall ein Versuch. Klappt´s nicht, kann man sich ja immer noch auf die Jagd nach dem Originalteil begeben. Ich gebe jedenfalls nur ungern Geld für ein Teil aus, dass sich offenbar gut und zum Nulltarif mit Bordmitteln aus der Bastelkiste ersetzen läßt. Viele alten Grundig-Riemen sind teilweise noch erstaunlich gut.

Ich bin kein Originalitätsfanatiker und empfehle nur, was sich bei mir als funktionstüchtig erwiesen hat. Mag jeder selbst entscheiden, ob er dem Vorschlag folgen will.

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#35
Hallo Jan,
klar, das mit dem Ersatzriemen sehe ich auch so. die 3,57 € werde ich auf jeden Fall investieren.
Schon allein aus diesem Grund, weil ich keine Schlachtplatten habe, die solche riemne beinhalten.
Der 80 mm - Riemne, den ich noch aus Resten eines Telefunken -Radiohändler hatte, war einfach ein Versuch, ob es der Riemen sein könnte.
Das mit der Motorschwäche werde ich mal testen nach deinem Vorschlag, danke!
Im Übrigen frage ich mich, was sollte man denn elektronisch ( Frakos, Elkos etc.) dringend ersetzen?
Lohnt sich das bei solchen Maschinen oder sollte man warten, bis es irgendwo schwächelt?
Eine Generalsanierung ist doch etwas aufwendig!
Grüße aus dem schönen Schwabenland
Berthold

Alle sagten, das geht nicht!
Da kam einer, der wußte das nicht und hat´s einfach gemacht! Tongue
Zitieren
#36
Berthold,

bist Du weitergekommen?

Prophylaktisch würde ich nur dann Teile erneuern, wenn Du Dich in der Elektronik sicher fühlst und auch Fehler analytisch finden kannst. Es kommt leider oft vor, dass sich Leute Fehler einbauen, die vorher nicht da waren.

Viele Grüße
Dieter
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste