Sony Endstufe TA-F830 ES: Reparaturhilfe gesucht
#1
Hallo zusammen,
 
ich habe in den letzten Monaten versucht einen Sony TA-F830 Hifi Boliden für einen Freund zu reparieren. Jetzt komme ich irgendwie nicht weiter und suche jemanden, der das Gerät vielleicht doch noch wieder hinbekommt.
 
Ein Kanal der Leistungs-Endstufe ist repariert, dort waren alle Endstufentransistoren samt Keramik Vorwiderständen defekt. Mit der Vorgeschalteten Klasse A Verstärkung geht die DC Schutzschaltung an, ich messe dort auch die 59V Versorgungsspannung. Wenn ich diese Klasse A Stufe davon trenne, schaltet die DC Schutzschaltung nicht mehr ab und lässt die Relais der Endstufe wieder Ein und Ausschalten.
 
Ich habe inzwischen so viele Stunden versucht weiterzukommen, jetzt mag ich nicht mehr. Wer könnte mir den Rest wieder reparieren? Ich habe in Erinnerung, dass hier im Forum einige das könnten.

Hier ein Schaltplanauszug der Treiber Vorstufe:


.pdf   Sony_830_ES_Auszug_Vorstufe.pdf (Größe: 110.3 KB / Downloads: 32)
 
Viele Grüße
 
Andreas
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#2
Nur das ich das richtig verstehe, du hast die Endstufe repariert (ein Kanal, welchen R oder L)
Wenn du vorne auf direct schaltest ( Speaker B Pre Out) schaltet die Endstufe frei, schaltest Du auf source geht die Protection an, ist das so richtig?
Hats du beidseitig den Ruhestrom  der Endstufen eingestellt?
Hast du beidseitig Offset eingestellt, jeweils nach SM?

Hast du einmal probiert  bei schalten auf Direct in eine andere Vorstufe an zu schliessen und getestet ob ob dann die Endstufen frei schalten?(dabei Speaker auf A stellen und an den LS Klemmen A den Gleichspannungsanteil messen)
Hast du getestet bei Speakerstellung B source eine ander Endstufe an die Pre Out Buchsen an zu schliessen, schaltet diese dann frei?

Bitte alle Fragen so gut wie möglich beantworten, so Ferndiagnosen sind immer ein bisschen Glaskugeln.
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#3
Hallo,
 
ich versuche es weiter zu beschreiben:
 
Die defekten Bauteile sind am rechten Kanal ausgewechselt worden, der größte Teil in der Leistungsendstufe. Darunter Leistungshalbleiter und Keramik Lastwiderstände.
 
Die Schutzschaltung des IC 601 (µPCI 1237 HA) detektiert einen zu hohen DC Anteil. Daher werden die Relais nicht freigeschaltet. Auf der Lautsprecherausgangsleitung messe ich auch – 57 V.
 
Wenn ich die Treibervorstufe über den Verbindungsstecker löse messe ich nur noch 0 V und die Relais ziehen an. Ist der Fehler nun in der Treibervorstufe? Irgendwoher kommen ja die -57 V her.
 
Ich gehe hier erst mal von einem grundsätzlichen Schaltungsproblem aus und nicht von einer dejustierten BIAS bzw. OFFSET Spannung.


.pdf   Sony_830_ES_Auszug_Defekte_Bauteile.pdf (Größe: 264.26 KB / Downloads: 32)
 
Viele Grüße
 
Andreas
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#4
OK Andreas,
wenn Du die Treiberstufe trennst sind das dann beide Kanäle die der Stecker trennt oder nur der defekte? ist im SM nicht eindeutig dargestellt.
Auf jeden Fall lass den Stecker der Treiberstufe drann und mess bitte alle angegebenen Spannungen in der Treiberstufe und schreib das auf soll / ist. Vorher bitte alle Sicherungswiderstäde messen ob die noch die angegebenen Werte haben.
Ich denke auch das der Fehler in der Treiberstufe zu suchen ist und das schaffst du auch noch. Manchmal braucht man halt nur Hinweise was gemessen werden muß.
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#5
Hallo,

ich habe die Spannungen gemessen und hier eingetragen:


.pdf   Sony_830_ES_Auszug_Vorstufe_Spannungsmessung.pdf (Größe: 257.32 KB / Downloads: 29)

Viele Grüße

Andreas
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#6
OK Andreas,
du hast in beiden Kanälen Probleme mit der Treiberstufe, Q 401 ist links und Q451 ist rechts, bei Sony sind immer 50 unterschied bei der Bauteilbezeichnung.
Da die Relais freischalten wenn du die Treiberstufen von den Endstufen trennst gehe ich davon aus, das beide Endstufen von den Treibern getrennt werden und soweit OK sind.

Hast du einen halwegs vernünftigen Transistortester? Atlas DCA Pro wäre schon OK.
Bei beiden Kanälen die Transistoren Q 401 / 451; 402/452; 403/453; 407/457 auslöten und mit dem Tester checken.
Die Dioden 417/467 ein bein auslöten und Testen, ist ein ca 2v Zehnerdiode.
Defecte Bauteile erneuern, bei Unsicherheit lieber neue nehmen.
Hast du einen Regeltrenntrafo, mit dem du die Netzspannung langsam hochregeln kannst?
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#7
Naaamd Andreas,
war bei deinen Messungen die Endstufe mit dran? Ohne funktioniert die Vorstufe nicht.
LG Frank
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#8
Ich würde D467 und R460 untersuchen, halte aber D467 für den Übeltäter anhand der gemessenen Spannungen.

VG Ingo.
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#9
Hallo zusammen,

ich habe gerade die beiden Z-Dioden 417/467 ausgelötet, getestet und auch neue eingelötet. Leider keine Änderung. Der 1 M Ohm Widerstand R410 und R460 ist auch OK.

Bei den gesamten Messungen der Spannungen war die Endstufe mit verbunden. Dann werde ich mich wohl an die Messungen der einzelnen Transistoren Q 401 / 451; 402/452; 403/453; 407/457 machen müsssen.

Oder hat jemand eine andere Idee?

Viele Grüße

Andreas
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#10
Moin,

damit die Vorstufe überhaupt ihre Arbeitspunkte einstellen kann, muss der Strom aus Kollektor Q406 zum Kollektor von Q409 fließen können. Das geschieht offenbar über Q410, Q411 der Endstufe. Über Q410 sollen dabei etwa 2*1,7V=3,4V abfallen. Dort fließt aber gar nichts durch, deshalb bleiben dort 2*58=106V stehen. Das kann nicht sein, falls dort alles i. O. ist. In Verdacht stehen neben den beiden Ts noch die beiden Dioden vor Q411 und der BIAS-Einstellregler.

Messe mal alles an den beiden Ts.

LG Frank
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#11
Sind diese Ts überhaupt so spannungsfest? Wenn man zum Schutz dort irgendeine Z-Diode parallel schaltet, kann man jeden simplen T dort einsetzen.
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#12
Zusätzlich R426/476 ????

Gruß Ulrich
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#13
Stimmt, gehört noch dazu.
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#14
Hallo zusammen,

ich habe Dank eurer Hilfe weiter nachgemessen und zuerst nach den beiden R426 und R476 nachgesehen. Der R476 war hochohmig. Dann fiel mir sofort der Riss im Q462 auf. Dort sollte eigentlich ein 2SC3514 eingebaut sein, es war aber ein 2SC4159.

Den R476 habe ich ersetzt, aber ich habe keinen 2SC3514 in meinem Bestand. Hat jemand so was oder eine Idee, welche Alternative einzusetzen ist?


   

   

Viele Grüße

Andreas
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#15
...die alle sind als Ersatz wählbar:
https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_bc414.html
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#16
Ich habe einen 2SC2335 gefunden. Kann ich den als Alternativtyp zum 2SC3514 verwenden?
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#17
...einfach mal in die Such Maske meines links eingeben und schon siehst du es ......
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#18
Der kann viel mehr Strom, was ja nicht schadet. Kannst du die Stromverstärkung messen? Das Original hat >100. Wenn er das bringt, sollte es gehen.
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#19
...ist wohl vollkommen überdimensioniert, weil als Endstufe gedacht.....also weitersuchen
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#20
Eine Suche beim blauen R bringt nur den MJE 15030. Der kann auch unnötige 8A, hat dann aber nur ein hFE>40. Ähnliches befürchte ich bei deinem 2SC2335.
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#21
Noch mal beim blauen R unter "HF"-BJTs geschaut. Da ist die Auswahl etwas größer:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/kateg...40%23~%230
Musst du mal in die Datenblätter schauen, ob es Aussagen zum hFE gibt. Allgemein darf man hoffen, dass Ts mit kleinerem IC das größere hFE haben.
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#22
Würde der BU806 auch funktionieren?
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#23
Ich hatte weiter oben schon geschrieben das bitte alle Sicherungs Rs gemessen werden sollen, das wurde wohl übersehen.
Ich will hier nicht unken aber wenn man Hinweise gibt sollten die auch geprüft werden.

Zum Ersatz von Transistoren verwende bitte das hier Andreas, da bekommt man die richtigen Ersatztypen angezeigt.
https://english.electronica-pt.com/compo...ef=2SC3514+

Ein Teil ein zu bauen was nicht den vorgaben entspricht wird dir entweder wieder um die Ohren fliegen oder andere Probleme machen die man dann nicht mehr auf dem Schirm hat, weil man den defekten ja erneuert hat.
So eine Schaltung funktioniert im Rahmen von leichten Tolleranzen, wenn man da was ändert geht es meistens schief.

der BU 806 ist nicht geeignet dafür, auch wenn er wesentlich höhere Spannungen ab kann.
Wenn Du keinen passenden Ersatz im Regal hast besorge dir einen.
Nichts ist schlimmer als wenn falsch eingebaute Teile Fehler verursachen und mann dann als evtl. Nachreparateur alles nochmal nachprüfen muß.
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#24
Das ist wohl ein Darlington. Hier nicht passend.
In Rust We Trust!
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#25
Ich staune nur und bin auch gleich wieder weg, weil ich das nicht weiter mit ansehen möchte. Warum wird die Platine unter einem verbrutzelten Widerstand nicht gereinigt, bevor da ein neuer eingebaut wird ?   Huh So kann das nichts werden.
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#26
der 2sc 4159 war schon OK und den bekommst Du hier
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_...TO220.html

wenn du öfters Verstärker reparierst kauf mehrere und leg sie dir ins Regal, kann nicht verkehrt sein.

wäre das n Elko gäbe ich dir Recht aber ein R der Brandspuren auf der Platine hinterlässt, kann man kaum ganz weg bekommen.
Da es ein Sicherungs R ist der durch einen normalen Metallfilm ersetzt wurde ist es ratsam diesen mit 3-5mm Absatnd zur Platine ein zu bauen, da die doch etwas mehr Hitze beim Abrauchen produzieren als diese Sicherungs Rs
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#27
Hallo,

vielen Dank für den Link, dann werde ich 2 Stück bestellen.

Ich repariere Verstärker gar nicht gerne, deshalb habe ich diesen hier schon seit Noverber liegen, schiebe diesen von rechts nach links. Andererseits möchte diesen möglichst auch wieder als "repariert" abgeben.

Den Metallfilm Widerstand werde ich dann noch höher setzen, danke für den Hinweis. Der Besitzer bzw. jemand anderes hat schon vor mir da mal Hand angelegt.

Viele Grüße

Andreas
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#28
Hallo Andreas,

ich repariere sehr gerne Verstärker und Endstufen und habe auch alle möglichen Transistoren dafür auf Lager. Bestellen muß ich eher selten welche.
Ich beteilige mich aber ungerne an Glaskugel-Ferndiagnosen, gerade bei solchen speziellen Problemen.
Daher habe ich hier zu dem Thema auch bislang noch nichts geschrieben.
Wenn alle Stricke reißen, dann muß das Ding zu mir.
Lieber wäre mir allerdings ein jungfräulich abgerauchter Verstärker, als einer, an dem schon diverse Leute erfolglos herumgebastelt haben.
Da weiß man nie, mit welchen zusätzlichen Problemen man konfrontiert wird. (falsche Bauteile, schlechte Lötstellen, Lötbrücken, Halbleiter verpolt, usw.)
Das soll sich jetzt nicht gegen deine Künste richten. Ich habe da aber schon die dollsten Klamotten erlebt.
z.B. NPN statt PNP (und umgekehrt) als Endstufentransistor verbaut, usw.

Gruß, Jan
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#29
Hallo Jan,

das ist sehr freundlich mir dieses anzubieten. Falls ich mit dem bestellten Transistor immer noch nicht weiter komme melde ich mich gerne. Ist ja nicht so weit von mir ins Münsterland.

Viele Grüße

Andreas
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#30
Andreas,
nicht gerne heisst aber nicht das du es nicht machen kannst, es fehlt halt ein bisschen an Infos.


Jan: schade das du dein Wissen hier nicht weiter geben willst, Glaskugel hin oder her.
Es geht darum das ander die etwas selbst anpacken zu unterstützen und soweit es auf Entfernung geht Hilfestellung zu geben.
Dafür sind solche Foren da, sich gegenseitig zu helfen und anderen Wissen über das man selbst verfügt weiter zu geben, damit der, der es versucht etwas lernt und am Ende das Gerät wieder funktioniert.
Die Art wie Andreas hier gezeigt hat das er mit Messgerät und Schaltplan umgehen kann zeigt doch das er willens ist das auch zu schaffen, und das nachdem er schon viel Zeit investiert hat, er immernoch guten Mutes ist es mit Hilfe zu schaffen.
Ginge es nur darum die Kiste wieder zum laufen zu bringen hätte ich ihm schon längst ne PN geschickt und das gemacht, ich denke aber das er etwas lernen will und das auch an nimmt was man ihm hier zeigt und schreibt.
Wenn er dann trotz bester Hilfestellung nicht klappt und er aufgeben möchte, ist es deinerseits lobenswert wenn du das dann für ihn machen würdest.
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#31
(22.03.2025, 17:31)UHER-Fan schrieb: Hallo Jan,

das ist sehr freundlich mir dieses anzubieten. Falls ich mit dem bestellten Transistor immer noch nicht weiter komme melde ich mich gerne. Ist ja nicht so weit von mir ins Münsterland.

Viele Grüße

Andreas

Hast Du denn alle Transistoren die ich aufgelistet hatte auch gemessen Andreas? wie gesagt es müßen in beiden Kanälen die Transistoren gemessen werden (und die Sicherungs Rs auch.
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#32
(22.03.2025, 17:48)sonydoc schrieb: Andreas,
nicht gerne heisst aber nicht das du es nicht machen kannst, es fehlt halt ein bisschen an Infos.


Jan: schade das du dein Wissen hier nicht weiter geben willst, Glaskugel hin oder her.
Es geht darum das ander die etwas selbst anpacken zu unterstützen und soweit es auf Entfernung geht Hilfestellung zu geben.
Dafür sind solche Foren da, sich gegenseitig zu helfen und anderen Wissen über das man selbst verfügt weiter zu geben, damit der, der es versucht etwas lernt und am Ende das Gerät wieder funktioniert.
Die Art wie Andreas hier gezeigt hat das er mit Messgerät und Schaltplan umgehen kann zeigt doch das er willens ist das auch zu schaffen, und das nachdem er schon viel Zeit investiert hat, er immernoch guten Mutes ist es mit Hilfe zu schaffen.
Ginge es nur darum die Kiste wieder zum laufen zu bringen hätte ich ihm schon längst ne PN geschickt und das gemacht, ich denke aber das er etwas lernen will und das auch an nimmt was man ihm hier zeigt und schreibt.
Wenn er dann trotz bester Hilfestellung nicht klappt und er aufgeben möchte, ist es deinerseits lobenswert wenn du das dann für ihn machen würdest.

Das hat mit Wissen nichts zu tun. Ich weiß auch nicht vom Sofa aus, wo das Problem liegt. Da gibt es viel zu viele Möglichkeiten. Bei mir kommt so ein Gerät auf den Tisch und ich messe solange nach, bis ich den oder die Fehler gefunden habe. Manchmal dauert sowas nur wenige Minuten, manchmal aber auch Stunden. Daher kann ich hier auch keine klugen Ratschläge erteilen.

Einen Ratschlag hätte ich dann aber doch noch.
Bevor ich an defekten Endstufen mit 2 x 70V Versorgunsspannung oder ggf. noch mehr, herummesse oder Teile austausche, klemme ich in die Versorgungszuleitungen immer zwei 22 Ohm Widerstände mit mindestens 5 Watt Belastbarkeit. Wenn man dann noch einen Fehler in der Schaltung hat, dann rauchen wenigstens nicht die teuren Endstufentrasistoren ab, sondern die Widerstände geben unmißverständliche Rauchzeichen ab.
Manchmal muß man dafür zwar Leiterbahnen auftrennen aber die sind ja schnell wieder zugelötet mit einem Stück Draht.
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#33
(22.03.2025, 17:55)janbunke schrieb:
(22.03.2025, 17:48)sonydoc schrieb: Andreas,
nicht gerne heisst aber nicht das du es nicht machen kannst, es fehlt halt ein bisschen an Infos.


Jan: schade das du dein Wissen hier nicht weiter geben willst, Glaskugel hin oder her.
Es geht darum das ander die etwas selbst anpacken zu unterstützen und soweit es auf Entfernung geht Hilfestellung zu geben.
Dafür sind solche Foren da, sich gegenseitig zu helfen und anderen Wissen über das man selbst verfügt weiter zu geben, damit der, der es versucht etwas lernt und am Ende das Gerät wieder funktioniert.
Die Art wie Andreas hier gezeigt hat das er mit Messgerät und Schaltplan umgehen kann zeigt doch das er willens ist das auch zu schaffen, und das nachdem er schon viel Zeit investiert hat, er immernoch guten Mutes ist es mit Hilfe zu schaffen.
Ginge es nur darum die Kiste wieder zum laufen zu bringen hätte ich ihm schon längst ne PN geschickt und das gemacht, ich denke aber das er etwas lernen will und das auch an nimmt was man ihm hier zeigt und schreibt.
Wenn er dann trotz bester Hilfestellung nicht klappt und er aufgeben möchte, ist es deinerseits lobenswert wenn du das dann für ihn machen würdest.

Das hat mit Wissen nichts zu tun. Ich weiß auch nicht vom Sofa aus, wo das Problem liegt. Da gibt es viel zu viele Möglichkeiten. Bei mir kommt so ein Gerät auf den Tisch und ich messe solange nach, bis ich den oder die Fehler gefunden habe. Manchmal dauert sowas nur wenige Minuten, manchmal aber auch Stunden. Daher kann ich hier auch keine klugen Ratschläge erteilen.

Ist bei mir nicht anders Jan, und trotzdem schaff ich es doch auch durch gezielte Infos Andreas da hin zu führen wo man ein Problem vermutet und dann Stück für Stück weiter geht.
Das dauert halt viel länger als wenn man das selbst macht aber nur so kann jemand der willens ist Wissen weiter zu geben einem anderen der es lernen will Wissen zu vermitteln. Es gibt nicht mehr viele von uns und wenn wir das nicht weiter geben ist irgenwann der Ofen aus und keiner kann sowas mehr fixen. Das hat mit klugen Ratschlägen nichts zu tun es ist nur die Weitergabe von Wissen....
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#34
Ich danke Euch beiden für die Hilfe Smile

Inzwischen habe ich auch noch die Transistoren / FET's ausgelötet, gemessen und wieder eingelötet:

Q401/Q451 (2xFET in einem Gehäuse, war schwierig zu messen): beide OK
Q402/Q452: beide OK
Q403/Q453: beide OK
Q407/Q457: (FET's) beide OK

Also alle OK.

Viele Grüße

Andreas
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#35
Da der Q462 defekt ist und er ja im Endstufenbereicht sitzt, solltest du da auch noch einmal alles kontrollieren Andreas.
Wichtig sind hier die Widerstände R476 477 478 und selbige im anderen Kanal.
Sollten die i.O. sein mußt du unbedinngt die Transistoren der Endstufe alle noch einmal kontrollieren da du ja mit dem defekten Q462 und ohne die Zuleitung zur Class A Treiberstufe das Gerät eingeschaltet hattest.
Nicht das dadurch wieder in den Endstufen was abgeraucht ist, also besser die Zeit bis zur Lieferung der Transistoren nutzen und alles noch mal checken.
Wenn du keinen Regeltrenntrafo hast mach dir eine Schutzleitung aus einer 60-100W Lampe die du vor das Gerät in die Netzleitung stecken kannst.
Die Lampe wird in Reihe eines der beiden Leiter der Netzleitung geschaltet, das bekommst du mit einer Fassung, einem alten Netzkabel und einer Steckdose schnell zusammen gesetzt.
Wenn du dann den Verstärker soweit fertig gemacht hast schalte die Lampe vor den Verstärker.
Sollte der noch ein Problem haben wird die Lampe hell leuchten, dann gleich wieder ausschalten und Fehler suchen, wenn OK dann nur kurz hell und dann ist sie nur schwach am glimmen oder aus.
Damit kannst du aber verhindern das der Verstärker gleich wieder abraucht
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#36
Hallo sonydoc,

werde ich mir nochmal ansehen bevor ich den Transistor einbaue. Einen Regeltrenntrafo habe ich.

Viele Grüße

Andreas
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#37
(23.03.2025, 20:00)UHER-Fan schrieb: Hallo sonydoc,

werde ich mir nochmal ansehen bevor ich den Transistor einbaue. Einen Regeltrenntrafo habe ich.

Viele Grüße

Andreas

das ist natürlich optimal, aber denk drann das Du die Sicherungs Rs die du ersetzt mit Abstand zur Platine einbaust, auch die, die du schon erneuert hattest.
wird schon werden Andreas
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#38
Hallo Andreas,
gibts schon Fortschritte mit dem Sony?
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#39
Hallo Sonydoc,

leider nicht. Ich habe gestern den defekten Transistor ausgetauscht, leider funktioniert das Gerät immer noch nicht. Ich habe es erst mal wieder zur Seite gestellt und an einer Braun TG1000 Reparaturerfolge erzielt.

Viele Grüße

Andreas
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#40
Hallo zusammen,

mir hatte freundlicherweise Sonydoc Hilfe zugesagt, so dass ich ihm das Gerät zuschicken konnte. Er hat es dann nochmal gründlich zerlegt, gereinigt und dabei dann auch den eigentlichen Fehler gefunden:

   
   
   
   

Bei den vom Besitzer schon mal gewechselten grossen blauen Becherelkos hat einer der umgebogenen Pins einen Kurzschluss zwischen + und - verursacht. Damit wurde dann auch die Kettenreaktion ausgelöst, die zur Zerstörung der gesamten rechten Endstufe geführt hat.

Jetzt ist das Gerät wieder wohlbehalten bei mir angekommen und ich kann es dem Besitzer nach Hause bringen.

Sonydoc hier ein ganz herzlichen Dank für die Unterstützung bei der Reparatur.

Was habe ich daraus gelernt:
1. Keine Verstärker zur Reparartur annehmen und das den Verstärkerexperten überlassen
2. Lieber Tonbandgeräte reparieren

Viele Grüße

Andreas
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#41
Super, daß der Fehler nun beseitigt ist, allerdings kann sowas ja theoretisch auch bei einem Bandgerät passieren, allerdings nicht mit diesen massiven Folgeschäden.

Leistungsendstufen sind immer mit Vorsicht zu genießen, da die Betriebsspannung und die fließenden Ströme nicht von Pappe sind.
Ich habe im Partykeller eine Phonic PA Endstufe mit 2 x 750 Watt Sinusleistung in Betrieb.

Die wird mit 2 x 90 V = 180 V betrieben. Da ist äußerste Vorsicht beim Basteln angesagt.
(war aber zum Glück noch nicht erforderlich)

Gruß, Jan
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