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Das Platten auch naß abgespielt werden weiß ich. Ich habe bisher immer trocken abgespielt. Nun häufen sich in meiner Sammlung Scheiben, die schon mal naß gelaufen sind und fürchterlich knistern, wenn man sie trocken abspielt. Heute wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen und habe die Scheibe auf dem Plattenteller mit einem Glas-Kunststoffreiniger eingesprüht. Das wird hoffentlich eine Mischung aus Alkohol und Spüli gewesen sein. Der Erfolg war verblüffend: Die gut erhaltene Scheibe klang auf einmal so, wie sie klingen muss: Völlig ohne Störgeräusche. Nachteil: Da ich nicht mit einem Lenco-Clean abspielte sondern einfach das Mittel aufprühte, trocknete es sehr schnell, vor allem deswegen, weil durch die Zentrifugalkraft alles nach aussen driftete. Da half nichts anderes, als während der Aufnahme - ich bespielte gerade eine MD - immer wieder zu fluten und besorgt zu beobachten, wie der Tonabnehmer durch den Schaum pflügte.
Das einsprühen der Platte und abreiben mit einem Micro-Fasertuch vor dem trockenen Abspielen brachte zwar Linderung, aber keine Heilung der Knackser. Der durchschlagende Erfolg stellte sich nur ein, wenn die Nadel in der Pfütze lief.
Was soll man tun, wenn man für das Nass-Abspielen nicht eingerichtet ist, und wenn man Platten bekommt, die Naß abgespielt wurden?
Wie praxistauglich sind die Naßabspieleinrichtungen?
Wie sind sie noch verfügbar?
Was für Gerätschaften gibt es?
Nach diesem Erlebnis tendiere ich dazu, künftig naß abzuspielen.
Was meint ihr?
- Michael -
Michael(F)
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Also für mich gilt : beides!
Sehr gute Platten laufen selbstverstänlich trocken!
Naß abgespielte Platten und etwas abgenutzte spiele ich naß ab!
Einen Lenco Clean Nachbau und auch die Flüssigkeit gibt es bei Conrad.
Vielleicht sollte man doch noch mal in eine gute Waschmaschine investieren.
Band ab - Band läuft,
Rainer
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Wir nähern uns einer weiteren Glaubensfrage! Allerdings denke ich, dass ich den Michael überzeugen kann!
Ich habe mir diese billige Knosti-Waschmaschine gekauft (übrigens scheint die bei Conrad tatsächlich am billigsten zu sein!!!) und dazu hunderter neuer gefütterter Papiertüten. Jede Scheibe, die rein kommt, wird gewaschen und gut is'
Bert Kaempferts Jazz-Scheibe kam in einem schlechten Zustand her, was ich draus gemacht habe, hast du ja gehört und das sollte alle Zweifel hinwegfegen!!!
Bei www.protected.de bekommt man alles + Ersatzteile. Für eine Grundausstattung empfehle ich:
- Schallplattenreinigungsgerät (inkl. Disco Antistat Mixtur, Bürsten, Gerät, Trockenständer, Labelschutz)
- Ersatzbürsten
- Trockenständer (für weitere 20 Platten)
- jede Menge gefütterte LP-Innenhüllen
- Disco Antistat Mixtur
Die Ersatzbürsten sollte man nach ca. 400 Platten einsetzen
Um gleich 40 statt nur 20 Platten reinigen zu können, wäre ein zweiter Trockenständer ratsam. Er ist auch sinnvoll, weil er das überflüssige Nass sammelt und man dieses auch einen Tag später noch zurück in die Flasche kippen kann. Zu jeder Flasche Disco Antistat Mixtur gibt es neue Filtereinlagen, mit denen man das gebrauchte Nass mit ein wenig Reinigungswirkung wieder zurück in die Flasche befördern kann.
Als Geizhals mache ich das so: ich sammle zunächst rund 100 Platten und stelle die guten vor die schlechten. Die guten bekommen sauberes Nass, wobei ich ca. 50 Platten in einem Rutsch mache, aber das ich auch anstrengend!!! Die lasse ich einen Tag lang trocknen. Dann werden sie neu vertütet. Trotz Filter ist der Reiniger in der Flasche etwas dunkler geworden, what the hell... so können dann die weniger interessanten Scheiben auch in den Genuss einer Reinigung kommen.
Die Technik setze ich schon seit längerem ein und bin nach wie vor begeistert!!!
Ps.: was macht beim Schallplattenwaschen so richtig Spass??? Vor dem Waschen mit blossen Händen den groben Dreck wegzuwischen und die Schallplatten mit seinen Patschehänden am Fleisch anzufassen, das ist fast wie legale Vergewaltigung oder so
Auch ich fahre sowohl nass als auch trocken und habe auch die Plattenwaschmaschine, die Andreas angepriesen hat. Mit der richtigen Flüssigkeiten ist die Plattenwaschmaschine wirklich spitze. Jede gebrauchte LP, die ich bekomme, wird erst gewaschen, bevor sie in die Sammlung kommt.
Nass: keinen Illusionen hingeben!!! Es gibt nur EINEN wirklich brauchbaren Nassläufer... und zwar das originale Lenco-System...egal welche Baureihe!! Die Nachbauten z.B. von Wittner usw., die man auch bei Conrad bekommt, liegen praktisch auf der Grenze zur Unbrauchbarkeit!!! (Erfahrung!!!)
Nebenbei: die endgültige Abspielqualität ist nass ohne Frage am besten. Auch wenn der Aufwand natürlich recht hoch ist, gibt es nichts vergleichbares. Saubere und neue LPs lasse ich aber wegen dem höheren Aufwand im Alltag trocken laufen .... z.B. mit einem Plattenbesen usw.
Das originale Lencoclean wird nicht mehr hergestellt und sehr hoch gehandelt. Habe für mich zum Glück jetzt soviel Läufer, Bürsten usw. originalverpackt, dass ich mein Leben ausgesorgt habe.
Trocken: hier gibt es unzählige Produkte und Systeme. Klanglich ist alles schlechter als nass, wenn auch oft alltagspraktischer. Habe da wirklich fast alles.... selbst die Klebrolle aus England, die gar nicht mal so schlecht ist. Antistatik-Tücher, fragliche Plattenbürsten usw. sind leider keine wirkliche Lösung. Wenn man einen Plattenbesen verwendet, sollte dieser auf jeden Fall geerdet sein! Effektivität samt Ableitung der statischen Aufladungen wären sonst deutlich schlechter.
Das ganze ist übrigens keine Glaubensfrage, sondern eindeutig physikalisch begründet!
Bzgl. Flüssigkeiten gibt es allerdings „Glaubensfragen“. Selbst beim Lencoclean und bei der obigen Waschmaschine würde ich dringend umsteigen auf Isoprophylalkohol und bi-dest. Wasser. Nur das bleibt rückstandsfrei!! Das Mischverhältnis sollte so sein, dass die Oberflächenspannung gerade eben so herabgesetzt ist, dass es für die entsprechende Zwecke verlaufen bzw. aufgetragen werden kann. Beim Lencoclean reichen ca. 20% Alkohol und bei der Waschmaschine reicht es, wenn man reinen Alkohol bis zu einer Füllhöhe von ca. 1 cm in die „Waschschüssel“ gibt und den Rest mit dest. Wasser auffüllt. Einen Schutz vor statischen Aufladungen gibt es dann im Gegensatz zur Originalflüssigkeit nicht! Aber letztere hat sonst einfach zu gravierende Nachteile: sie bildet eindeutig Rückstände und diese wirken chemisch auf das Vinyl!!!! Die Oberfläche raut mit den Jahren auf und die LP wird unbrauchbar bzw. rauscht extrem!!!! Zum Glück nicht meine eigenen Erfahrungen!
Habe die Tipps und Hinweise übrigens nicht alle erfunden. Die meisten stammen von einem, der chemisch und physikalisch die LPs „ganz gut“ kennt: er hat bei Thorens seine Lehre gemacht und ging dann als Techniker zur DGG. Von meiner Seite kann ich obige Prozeduren aber unterschreiben, da ich sie schon lange einsetzte und das Ergebnis bisher am besten war... es gibt natürlich zeitsparendere Verfahren....
Raimund
P.S. nicht auf Fehler achten..... aber eigentlich sollte ich jetzt etwas anderes machen / schreiben...
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Das die Platten gewaschen werden müssen, ist mir mitlerweile klar. Das ich dazu zu faul und vor allem zu ungeduldig bin, ist leider so. Ich will ja eine neue Errungenschaft GLEICH abspielen, und nicht warten, bis ich wieder 20 oder 30 LPs beinander habe.
Trotzdem werde ich in die Waschvorrichtung investieren. Es liegt zuviel interessantes Material verknistert herum.
=> Andreas:
Werden dadurch auch Nass abgespielte Platten zuverlässig wieder trocken abspielbar?
Den Lenoc-Clean Nachbau werde ich mir dessenungeachtet ebenfalls besorgen. Mich überzeugt einfach der Gedanke, daß die Nadel geschmiert wird und weniger Reibung statt findet.
Stimmt dann die Anti-Skating-Einstellung noch? Die wird ja unter ganz anderen Bedingungen justiert (keine Rille, trocken).
=> Rainer:
Du schreibst, daß Du die "guten" Platten trocken abspielst. Hat das damit zu tun, daß diese Platten kein nasses Abspielen benötigen oder fürchtest Du, die Platten könnten Schaden nehmen beim nassen abspielen?
Daß sie danach immer nass abgespielt werden müssen oder zumindest gewaschen vor einem Trockenlauf ist klar. Gibt es weitere Gründe gegen das nasse abspielen?
Wie sieht es bei Nadel und System aus? Leiden die evtl. unter der Flüssigkeit?
- Michael -
Michael(F)
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.
Bei meinem Thorens ist eine extra Skala für Nassabspielung an der Anti- Skating Einstellung, auch für konische und elliptische Abtaststifte. Scheint also nötig zu sein.
Angeblich soll das Nassabspielen die Berührungsfläche Platte / Abtaststift kühlen, durch Auslenkung und Reibung soll es warm werden, was wieder angeblich die Rille verformen soll. Keine Ahnung ob letzte Behauptung den Tatsachen entspricht.
Frank ( darklab )
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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Ja, nass abgespielte Platten werden wie neu. Es gibt jedoch Platten, die mit Mittelchen bearbeitet worden, die deutlich sichtbare Spuren (Schlieren etc.) hinterlassen haben. Die gehen nicht weg, es handelt sich offenbar um Beschädigungen der Oberfläche.
Viele der so gereinigten Platten dudeln hier schon zum 50. mal herum. Zwar lässt die Wirkung im Laufe der Zeit nach, Nachteile für die Platte kann ich jedoch nicht feststellen. Auch die Nadel meines Lieblingsdrehers klingt so wunderbar wie vor Jahr und Tag.
Allerdings muss ich Raimund recht geben: das Disco-Antistat hinterlässt irgendwas auf der Platte, was sich an der Nadel absetzt und zu häufigerem reinigen führt. Aber der knisterfreie Klang entschädigt. Die Lösung mit Isoprophylalkohol und dest. Wasser konnte mich bisher nicht überzeugen: sauber ja, aber knisterfrei???
Das Nassfahren ist vermutlich die beste Alternative, aber für mich absolut zu aufwendig.
Wir haben also 3 Möglichkeiten:
-Lenco-Nassläufer: optimal, aber umständlich/aufwendig
-Disco-Antistat: guter Sound, kaum Knistern, jedoch Rückstände
-Isoprop: nicht ganz so guter Sound, keine Rückstände
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Wie der Geräteherstellter die Anti-Skating-Skala festlegt ist mir ebenso ein Rätsel wie die Korrektheit der Einstellung.
Eingestellt wird mit einer rillenlosen Platte. Da liegt die Nadel mit der Spitze auf. Abgespielt wird in der Rille, da liegt die Nadel an gegenüberliegenden Punkten an den Flanken auf. Bei diesen realen Abspielverhältnissen verhindert die Rille eine Auslenkung, mit der gemessen und justiert werden könnte.
In einer Thorens-Anleitung habe ich mal gelesen, man müsse sich nach der Skala richten, nicht nach der Meßplatte! Diese würde zu falschen Ergebnissen führen. Den Einfluss der Flüssigkeit kann man doch herstellerseitig nur geschätzt haben?
Aber das Thema ist Voodoo-tauglich. Kleinste Klangnuancen werden mit Spezial-Fluids hörbar, die von Plattenspieler zu Plattenspieler und Platte zu Platte anders sind. Da hat man nach der Wahl der richtigen Scheibe noch die Qual der Wahl beim Fluid.
- Michael -
Michael(F)
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=> Michael Franz: Versuch´s mal mit Getriebeöl SAE 90, wird garantiert nicht von der Zentrifugalkraft nach aussen gedrückt, besonders geeignet für "schwere Musik"
Aber nur von Castrol, mit Shell- Öl sind Frauenstimmen generell etwas näselnd.....
Ich denke mir, dass es mit der Reibung zu tun hat, die ja durch Flüssigkeit geringer wird. Dem entsprechend werden die Hersteller einen Korrekturfaktor berechnet haben. Die Unterschiede auf den Skalen sind jedenfalls sehr gering.
Und wie Du schon sagtest; Voodoo- verdächtig, dass Ganze.
Frank ( darklab )
Frank
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Hallo Michael,
meine wirklich guten Platten sind so gut, dass sie erstmal kein nass abspielen benötigen. Abgesehen davon habe ich auch nicht immer Lust den Nassläufer einzusetzen. Es ist erstens ein zusätzlicher Aufwand, mein Fine Arts TT 903 ist mir zu schade einen Nassläufer aufzukleben.
Ob ich einen original Lencoclean habe ?
Er sieht genauso aus, kam aber nicht in der Wittner Verpackung, er ist von Conrad und die Flüssigkeit, die es im Set dazugab ist original Lencoclean in der schwarzen Flasche. Allerdings ist die Anleitung nur eine Kopie gewesen. Es steht Lencoclean drauf.
Für alle, bei denen der Wittner nicht der Spur folgt, da habe ich schon öfter darüber gelesen. Es gibt die Bürstchen einzeln, tauscht diese mal aus. Vermutlich hat es da ein Problem gegeben. Mit den neuen Bürstchen solle es gehen.
Lange Erfahrungen mit Lencoclean habe ich nicht. Ich bin auch erst vor 4 oder 5 Jahren damit angefangen. Ich habe meine alten Platten auf CD überspielt und sie dazu zum ersten mal nass abgespielt. Das war schon ein Erlebnis. Da läuft meine jahrelang gedudelte Platte wieder besser, wie die gleiche Scheibe von meinem Onkel kaum gespielt, aber trocken gefahren.
Band ab - Band läuft schon wieder eine CD-R auf Band sichernd, da sind schon wieder ein par Titel nicht mehr zu retten.
Rainer
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Dual empfiehlt, beim Naßfahren das Antiskating um 10% zu reduzieren.
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=> Andreas
Habe iim Conrad-Katalog geguckt, aber weder Waschmaschine noch Lenco-clean-Klone gefunden. Wo muss ich denn da gucken?
Michael
Michael(F)
Sieh mal bei www.protected.de rein! Sind nette Leute und haben Ahnung (logisch, die sitzen hier ganz in der Nähe...)
Wolfgang
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Danke, Wolfgang...daß es sowas noch gibt!
Michael
Michael(F)
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Zitat:Michael Franz postete
Habe iim Conrad-Katalog geguckt, aber weder Waschmaschine noch Lenco-clean-Klone gefunden. Wo muss ich denn da gucken?
Michael
I white it not  Aber ich weiss sicher, dass ich mich geärgert habe, denn das Kästchen war billiger als meine, obwohl Conrad gemeinhin als Apotheke gilt. Ich war auch erstaunt, was da plötzlich alles angeboten wurde, aber ich werde das wohl auch nicht wiederfinden. Wie gesagt: bei protected hast du alles in einer Hand: den gleichen Krams, ein bißerl teurer. Mehr dazu in Posting 002
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--> Michael
Ohne Gewähr: Ich glaube, die Teile sind einem der vielen Sonderkataloge von Conrad zu finden, nämlich dort, wo auch die vielen Plattenspieler sind.
Gruß
Heinz
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Hallo Michael, gehe mal im Internet auf www.conrad.de und gib unter Suche Naßläufer ein:
Das Ergebnis:
Nassreinigungs-Set für Plattenspieler
Artikel-Nr.: 312088 - U0
Preis nur 29,95 EUR
Gib mal disco-antistat ein:
Unterkategorie "DJ Equipment" (1 Treffer)
DISCO-ANTISTAT-SET
Artikel-Nr.: 345296 - U0
nur 35,95 EUR Details
Leider ist der Internet Auftritt von Conrad wirklich eine große Katastrophe, bis man da was findet!
Viele Grüße,
Rainer
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Zitat:wz1950 postete
Sieh mal bei www.protected.de rein! Sind nette Leute und haben Ahnung (logisch, die sitzen hier ganz in der Nähe...)
Wolfgang
Die sitzen bei mir hier im Ort. Ich war echt überrascht, als ich nach einer Internetrecherche die Seite gefunden habe und ins Impressum gesehen habe. Habe ich dann einen Besuch abgestattet. Meine Tochter wünscht sich Kassettenregale für ihre Dreifragezeichen-Kassettensammlung und hatte auch noch ein paar Wünsche. Einen Stollen gab's auch als Zugabe. Die Plattenwaschanlage werde ich mir demnächst auch besorgen. Da ich mir die Versandkosten spare, ist der Mehrpreis egal.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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Sollten wir jemals etwas an protected zu meckern haben, also daß z.B. weder Stollen noch Bergwerk der Sendung beiliegt, melden wir uns und du gehst hin und vermöbelst die ordentlich, okay?
Man, hast du ein Glück!!! Ich möchte auch mal eine für mich interessante Firma vor Ort haben!
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Bei mir ist das der Fall. Ich muss jeden Tag drin arbeiten....
Michael(F)
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Zitat:highlander postete
Sollten wir jemals etwas an protected zu meckern haben, also daß z.B. weder Stollen noch Bergwerk der Sendung beiliegt, melden wir uns und du gehst hin und vermöbelst die ordentlich, okay?
...
Den Christ-Stollen hat mir ein nettes Mädel gegeben, die vermöbel ich garantiert nicht. Die meist weiblichen Angestellten sitzen da an ihren PCs und hacken die Bestellungen ein. Im Hintergrund donnert Musik im Techno-Stil. Ob man das den ganzen Tag aushält? Wenn Du also was falsch geliefert bekommen hast, habe nachsehen.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
Zitat:mfranz postete
Die sitzen bei mir hier im Ort.
Hallo Michael,
Du wohnst in Tornesch und wir haben uns noch nicht kennengelernt? Das sollten wir im kommenden Jahr ändern, oder? So oft hat man ja schließlich nicht die Möglichkeit, andere Tonband-Freaks persönlich kennenzulernen. Ich wohne in einem Kuhdorf direkt bei Glückstadt.
Gruß und frohe Weihnachten
Wolfgang
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Man kann bei Protected sogar ins Büro sehen:
http://protected1.dyndns.org:8090/remote6/
Schein jetzt noch einer zu arbeiten.
Gruß,
Michael/SH
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Ich hatte mir auch diese Knosti-Waschmaschine zugelegt. Heute habe ich meine ersten 17 Platten gewaschen. Die ersten Stichproben ergaben, dass das Kistern weniger geworden ist. Allerdings habe ich beobachtet, dass sich die Nadel bei einigen Platten mit einer klebrigen Masse zusetzt, die ich nur mit einem in Isopropanol getränkten Pinsel wieder abbekam. Bei einer Platte hat sich beim Trocknen eine Schliere gebildet, die beim Abspielen rauscht. Da meine Platten nicht schmutzig, nur staubig sind, kann ich mir nicht erklären woher das kommt. Ich habe die Platten so fünf bis 10 mal durch den Reiniger gedreht. Ist das vielleicht zu wenig? Was habt ihr denn für Erfahrungen mir dem Gerät gemacht?
Da fällt mir ein, ich habe früher mal so ein Antistatiktuch von Polydor benutzt. Die waren mit irgendwas getränkt, sie klebten etwas. Können das die Rückständer sein? Das wäre ja fatal, weil die den Reiniger verunreinigen. Der Filter kann ja nur Gröberes zurückhalten. Was könnte sich den sonst auf der Platte ablagern? Haben die Hersteller vielleicht ein Trennmittel aufgetragen, damit die Platten beim Pressen sich leichter von der Matritze trennen lassen? Sind übrigens alles Nichtraucherplatten.
Gruß,
Michael/SH
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Hallo Michael (mfranz),
selber noch nicht im Besitz einer Plattenwaschmaschine, so darf ich doch über meine Erfahrungen mit einigen derer berichten. Da einige meiner Forenkollegen aus dem AAA-Forum mir ihre zur Verfügung gestellt haben.
Nach dem Hagu mir einige Platten verkaufte, die er mit der Knosti gewaschen hatte in meinem Beisein, war ich natürlich auf das Waschergebnis gespannt. Klar das Prasselfeuer bei der Wiedergabe hatte sich stark reduziert, war aber immer noch vernehmbar. Wobei ich sagen möchte besser eine Knosti, als gar keine Plattenwaschmaschine.
Eine Nachwäsche mit dem Waschbär, hier wird die Reinigungsflüssigkeit flächenmäßig abgesaugt, brachte nochmals eine Verbesserung. Was mich aber störte an ihm, war sein hohes Umgebungsgeräuch, welches einen Staubsauger nicht nachsteht. Mir also auf Dauer zu laut.
Und so stellte mir Tom seine SB-1, einen Punktabsauger, zur Verfügung. Deutlicher Vorteil ist hier, man kann auch während der Musikwiedergabe mal eben so zwischendurch eine Platte reinigen ohne das der Lärm einem auf den senkel geht. Im Gegenteil ich habe die Erfahrung machen dürfen sie, Punktabsauger, sind sehr leise bei der Arbeit. Auch was die Arbeitsleistung in Form vom Schutzentfernung sind sie mit wenigen Ausnahmen, die Effektivsten.
Mit Fett und solchen Mitteln verschmutzten Platten reinige ich persönlich mit Fensterreiniger und einen Mirofasertuch vor und mit der Plattenwaschmaschine nach. So habe ich bisher fast alles, bis auf einmal da waren es Farbspritzer, entfernt bekommen.
Gruß
Jürgen
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Ich habe mit der Knosti bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Die Schlieren kenne ich, sie kommen offenbar dann richtig zum Vorschein, wenn es sie vorher schon gab. Vermutlich wurden die Platten mal mit irgendeinem ätzenden Zeugs gereinigt.
Staubige Platten wische ich vor dem Waschgang mit einem Tuch ab, sonst sammelt sich der Mist im 'Waschwasser' und gelangt wenn man Pech hat wieder auf die Platte.
Die Trocknungszeit im beheizten Raum sollte 24 Stunden betragen! Die alten Hüllen müssen unbedingt durch neue ersetzt werden.
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Also ich gebe es zu : wenn ich den Begriff „Knosti“ nur höre, dann schüttelt’s mich.
Die Schallplatte ist das wichtigste Glied in der Wiedergabekette überhaupt, und dann wird dieses Kleinod durch Abwischen von grobem Staub befreit, durch x-fach gebrauchte Flüssigkeit gezogen (sorry, aber schon nach der ersten Platte ist die Brühe nun mal gebraucht) und dann auch noch ewig auf einen Abtropfständer gestellt, sodass erstens die Flüssiigkeit teilweise wieder antrocknen kann und sich während der Trockenphase wieder Staub auf die noch feuchte Platte ablagert.
Das kann’s doch nicht sein !
Die Reinigungsleistung von diesem Knosti-Teil in allen Ehren, aber die Tatsache, dass mit gebrauchter Flüssigkeit gereinigt wird und die Platte lufttrocknen muss, disqualifiziert das Ding völlig für ernsthafte Plattenliebhaber.
Mir ist durchaus bewusst, dass sich nicht jeder eine Schallplattenwaschmaschine kaufen kann oder will, deshalb habe ich eine Methode „entwickelt“, die sich seit längerer Zeit schon recht großer Beliebtheit erfreut – den „Cheap Thrill“.
Der Vorteil ist, dass die Reinigungsflüssigkeit (man braucht nicht viel und man kann sie durch Selbstansatz auch kostengünstig halten) immer frisch ist und sie unmittelbar nach der Reinigung komplett von der Plattenoberfläche entfernt wird.
Und dabei ist die Reinigungsleistung der der Knosti m. E. sogar überlegen.
Ach ja : und wenn die Platte erst mal richtig gereinigt ist, dann muss man sie auch nicht mehr nass abspielen. Dieses Verfahren ist schon laaange out, und das ist auch gut so !
[Das gilt nebenbei auch für diese Mode, Schallplatten mit ultraleichten Tonabnehmern, superscharfen Schliffen und Auflagekräften unter einem Gramm abzutasten.]
Hier der Link : http://www.vinyl-lebt.de/html/body_die_w...l#waschen3
Merke : die Platte ist der Quell der Musik für uns Plattenhörer, und sie hat NUR DAS BESTE verdient.
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Wir sind hier beim Thema "Plattenwaschen" angelangt. Das Thema ist wichtig genug für einen eigenen thread. Den habe ich eröffnet "Waschsalon ...".
Die Beitrage ab Nr. 23 habe ich dort rüberkopiert. Sie laufen zwar unter meinem Avatar - sorry, hab das nicht anders hingekriegt - aber die Namen der Poster stehen drüber.
Hier gehts dann mit "Nass oder Trocken" weiter, so noch was kommt.
Michael(F)
Zitat:Frank postete
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Bei meinem Thorens ist eine extra Skala für Nassabspielung an der Anti- Skating Einstellung, auch für konische und elliptische Abtaststifte. Scheint also nötig zu sein.
Angeblich soll das Nassabspielen die Berührungsfläche Platte / Abtaststift kühlen, durch Auslenkung und Reibung soll es warm werden, was wieder angeblich die Rille verformen soll. Keine Ahnung ob letzte Behauptung den Tatsachen entspricht.
Frank ( darklab )
Hallo Frank,
nachdem Michael F den Thread zwischen "Lencoclean und Waschseiten" aufgesplittet hat habe ich mir Ihn nochmals durchgelesen und Deinen Beitrag gefunden.
Dazu ist folgendes zu sagen:
Die Stereoplay hat einmal diese Behauptung in der Hoch-Zeit vom Lencocleansystem mittels einer Wärmebildkamera getestet und so auch bestätigen können. Doch ob es ohne "Schmierung" zur Verformung des Vinyl kommt, konnte nicht festgestellt werden.
Selbst AKG empfahl für sein Spitzensystem der 80er, das AKG P 8 ES v.d.Hul II Supernova, die Nassabspielung um so die Abtastfähigkeit zu erhöhen. Da ich dieses System damals so wie heute besitze und damals auch Lencoclean besaß konnte ich eine Erhöhung der Abtastfähigkeit von 60 my auf 80 my feststellen.
Wobei ich immer Lencoclean so einstellte, dass die Platte, bzw. das Bürstchen von Lencoclean, nur leicht feucht wurde um so den Staub an dem Bürstchen leichter zu binden.
Somit wurden meine Platten auch mit der Zeit nicht so zugeschlemmt, bzw. waren auch ohne Wäsche äußerlich nicht direkt als solche zu erkennen.
Ein guter Analogfreund hat einmal gesagt, dass er jede mit Lencoclean behandelte und noch nicht gewaschene Platt erkennen könne. Nach einem Besuch dann bei mir musste er seine Äußerung diesbezüglich korigieren.
Gruß
Jürgen
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