28.02.2025, 13:05 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.02.2025, 13:07 von NigelMansell.)
Hallo liebe Freunde des tönenden Bandes,
ich bin Neu hier und möchte mich herzlichst für die Aufnahme hier bedanken.
Ich habe ein TK320 auf dem Tisch, welches jahrelang als Türstopper zum Raucherbalkon
einer kleinen Uni-Bibliothek diente, bis ich übernehmen durfte. Das Teil ist in einem durchaus guten
Zustand. Also habe ich keine Hemmungen an dem Gerät ein paar Dinge auszuprobieren. Neben neuen
Röhren, neuen Riemen und dem Tausch einiger Widerstände und Kondensatoren, dem reinigen der Schaltmimik
tönt es stabil.
Ich würde gerne die Oszillatorschaltung ein wenig besser verstehen. Mir ist nicht ganz klar, welchen Typs die
Oszillatorschaltung ist und welche Bauteile die Frequenz determinieren. Bin mir sicher, dass ihr mir schnell helfen könnt.
28.02.2025, 14:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.02.2025, 14:07 von bitbrain2101.)
Hallo Nigel,
das ist ein Sperrschwinger-Oszillator. Im Schaltbild fehlt eine Verbindung zum G3 der EL95, vermutlich mit der Kathode verbunden, aber nicht gezeichnet. Das frequenzbestimmende Bauteil ist der Kondensator C3 zusammen mit dem Übertrager. Falls du mit dem Gedanken spielst, die Oszillatorfrequenz zu erhöhen, vergiss es. Der Löschkopf und der Aufnahmekopf werden durch die höheren Frequenzen ziemlich heiß, was die Köpfe nicht lange aushalten.
Ich würde da mal C3 und die Induktivität des Übertragers als frequenzbestimmend sehen. Welcher Typ das ist, kann ich auch nicht sagen. Es ist einfach eine Rückkopplung von der Anode über den Übertrager auf das Gitter 1 der EL95. Unterbricht man bei C4 hat man einfach einen Verstärker.
Herrje! Jetzt sehe ich, dass ich die Löschpannung gar nicht einstellen kann. Am Sprechkopf scheint alles okay, aber am Löschkopf messe ich nur 746mV, zwischen C4(470pF) und R6(22k) allerdings 80.4V, jeweils Wechselspannung.
Schade, ich dachte, ich könnte optimieren und muss erstmal reparieren, damn.
Naaamd!
In der Röhrentechnik bin ich weniger zu Hause. Aber dem Meißner-Oszillator ist es letztlich egal, wer die Verstärkung realisiert, die Wirkungsweise bleibt gleich.
Die Resonanzfrequenz des Sperrkreises aus C3 und Primärwicklung (rot - blau) des Übertragers bestimmt die Schwingfrequenz des Oszillators. Eine höhere LöschFREQUENZ verringert das Bandrauschen (geringfügig). Da reden wir aber von mindestens 50...100% mehr. Dazu passen aber dann der Übertrager und der Löschkopf nicht mehr und wahrscheinlich auch die Röhre nicht.
Eine Erhöhung der LöschSPANNUNG gibt die Schaltung auch nicht her, sie arbeitet in Vollaussteuerung. R4 stellt man auf sicheres Anschwingen ein. Weiteres 'Aufdrehen' führt nur zur Übersteuerung. Die gewünschten Ausgangsspannungen werden durch die Spannungsübersetzungen des Übertragers realisiert. Dass die Spannung für den LK (an weiß) geringer ist als am SK (grün), ist normal, da weiß eine Anzapfung ist. Wie groß das Verhältnis ist, lässt sich ohne Kenntnis der Übertragerdaten nicht sagen.
Ich gehe davon aus, dass in der Schaltung alles optimal auf den Löschkopf abgestimmt ist. Da lässt sich gar nichts "verbessern". Wenn zu wenig Spannung am LK ankommt, würde ich zuerst Kontaktprobleme an a/d 16/18/19 vermuten.
LG Frank
In Rust We Trust! T e s l a B 1 1 6 (A.D.), R E V O X B 7 7