Labornetzgerät, einfaches, Anschaffung
#1
Hallo an die, welche sich mit so etwas auskennen,

für "kleine Sachen" hatte ich mir vor ca 2-3 Jahren ein billiges NT aus fernost gekauft: 
WANPTEK DC Power Supply.

Zunächst erfüllte dies auch alle meine Anforderungen zufriedenstellend.
Irgendwie aber habe ich es geschafft das Gerätchen durch einen Kurzschluss zu zerstören.
Offenbar reichet die chines. Vorkehrung gegen einfache Fehlbedienung nicht. Da kommt man doch ins Grübeln, wie das mit der übrigen elektr. Gerätesicherhei so bestellkt ist.
Eigentlich schade, denn mir reichten die Grundeigenschaften des handlichen Dingens völlig aus.
auf den Bildern ist schön erkennbar das die Genauigkeit recht gut war.
Nun suche ich nach einem neuen DC NT und bin über die Preise doch etwas erschrocken.
Könnt Ihr mir zu etwas bezahlbaren raten, gerne auch gebraucht?

           
Zitieren
#2
Kann das Peaktech 6225A (0..30V, 0..5A) empfehlen.
VG Jürgen
Zitieren
#3
Warum reparierst du es nicht?
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
Zitieren
#4
Hab grad gegoogelt. Vergiss das bitte mit dem reparieren, ist ein Schaltnetzteil.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
Zitieren
#5
Danke,
ja das ist wohl in dieser Hinsicht ein Fehlkauf gewesen. Da muss ich von Glück sprechen, keinen Stromschlag bekommen zu haben.
Danke an Jürgen, habe eben das Peaktech geordert.

V.G.
Jo
Zitieren
#6
(16.02.2025, 19:01)ManiBo schrieb: Hab grad gegoogelt. Vergiss das bitte mit dem reparieren, ist ein Schaltnetzteil.

Das Peaktech ist wohl auch eines, basierend auf zeitgemäße Schaltnetzteiltechnik!
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

Zitieren
#7
Ein paar Bemerkungen:

Ob die Anzeige eines Labornetzgeräts mit einem historischen RVM übereinstimmt, ist nicht unbedingt ein Qualitätskriterium für ersteres.

Netzgeräte sollte man an die Anforderungen angepaßt einsetzen; viel (Volt oder Ampere) hilft nicht immer viel - man bezahlt eine Menge Bauteile, die man nicht braucht. Und im Fehlerfall hat man mehr Rauch.

Das Peaktech (das ich auch empfehlen würde, wenns was Neues sein soll) hat nur 30V, das Chinateil hat(te) 60V. Peaktech hat da eine ganze Reihe verschiedener Spannungs/Stromkombinationen.

Ob SNT oder linear geregelt, ist eine vieldiskutierte Frage. Man kann SNT so bauen, daß sie sehr zuverlässig funktionieren und auch im NF- und HF-Bereich ohne Probleme verwendbar sind. Nur wirds dann halt teuer.
Für "unsere" Technik, die ja kein halbes Kilowatt verbrät, sind linear geregelte praktikabler und im Fehlerfall auch leichter zu reparieren.

Und schließlich: Ein gutes Netzteil, egal welcher Bauart, hält ewig.

Michael
PS: Bevor das Ding zum WSH geht, würde ich mich dran versuchen. Allein aus Neugier, wo zwischen trivial und unrettbar der Fehler liegt.
Zitieren
#8
Hallo Michael,
Morgen wäre das Teil tatsächlich diesen Weg gegangen, nachdem es schon viele Wochen nutzlos im Keller stand.
Also wenn du ein Forschungsgegenstand haben möchtest, nur die Gehäuseschrauben müsste ich suchen - und finden...
Also wenn Du weist wann es losgehen soll, bitte pN wohin mit drm Ding.

V.G.
Jo
Zitieren
#9
Servus Jo,

"Forschungsgegenstand" triffts genau, ich möchte mal sehen, wie man in China ein regelbares 300W(!)-NT für weit unter 100EUR VK in Europa designt.
Auf die Schrauben kann ich deswegen gut verzichten Wink

Kriegst noch eine PN.

Michael
Zitieren
#10
Ich würde ältere Geräte bevorzugen wegen leichterer Reparierbarkeit. Keinesfalls irgendwelche Schaltnetzteile nehmen, es sei denn man braucht irrwitzige Ströme auf kleinem Raum. Bei unserem Hobby eher selten. Fabrikate: Elektroautomatik oder Statron. Manche Conrad-Geräte waren auch akzeptabel. Die im Taubenblauen Gehäuse aus indischer Fertigung waren bei der Restwelligkeit teils nicht so gut. Hier eine Auswahl (Stand 02/25) aus der Bucht als Vorschlag:

eBay-Artikelnr.:326444025293
226575133865
186030148163
205286151388 (nach meinen Erfahrungen sehr saubere Ausgangsspannung, ging für Mikrofon-VV)
255808338927

Das sind alles nur unverbindliche Vorschläge. Viele der sehr guten Statron-Geräte tauchten auch im Vertrieb von Conrad auf. Niemand vermutete da "verpöhnte DDR-Technik". Diese Geräte waren sehr gut und ordentlich verarbeitet, im Übrigen wie so Vieles aus der DDR. Die professionellen RFT-Digital-Laborvoltmeter und Frequenzzähler spielten auf HP-Niveau.
Ich fand das in den 90ern bei einem "Schrottkauf" bei Singer in Aachen heraus. Der existiert heute leider auch nicht mehr...

Martin
"Früher war mehr Lametta!"
Zitieren
#11
Servus,

nach einer Ehrenrunde für DHL ist das Gerätchen heute angekommen und ich habs natürlich sofort aufgemacht. Drinnen bin ich gleich einem auch im Wortsinn alten Bekannten begegnet, nämlich dem TL494. Der treibt seit den späten 70ern fast jedes PC-Netzteil, daher sind Schaltungen in ausreichender Menge im Netz verfügbar.

Zunächst hab ich natürlich die Gerätesicherung geprüft, die eines häßlichen Todes gestorben sein muß. Mit einer neuen stieg aber am RTT der Strom sofort steil an, sodaß ein ziemlich satter Kurzschluß vorliegen mußte. Wenig überraschend sorgten dafür die beiden Leistungs-MOSFETs (in den PC-NT hat man da BJT verwendet). Ohne die zwei startete aber das Hilfsnetzteil, das auch die USB-Anschluß speist, und die Lichtspiele an der Front waren auch zu sehen.

Passende FETs hatte ich nicht (2SK3569. immerhin 600V/10A), aber welche mit geringerem Strom (IRFBC40). Die Ansteuerschaltung schien nichts abgekriegt zu haben, also rein damit und Saft. Mit einer Vorschaltbirne fing das Ding dann auch an zu starten, brach aber sofort wieder ab. Auch der Lüfter lief kurz los, d. h., das Hauptnetzteil war kurzzeitig in Betrieb. Smile

Der Gleichrichter, der ja bei dem Stromstoß, der die FETs gegrillt hat, durchaus einen Treffer abgekriegt haben hätte können, war ok. Also auf die Sekundärseite, und da logischerweise die Doppeldiode direkt am Übertrager. Die hatte dann auch prompt einseitig Durchzug. Auch da hatte ich nichts passendes (MURF1660, 600V, 2x8A), aber eine BYV34-200 erschien mir robust genug für einen Test mit max. halber Netzspannung.

Das wars dann auch, das Ding läuft bei weniger als 100V schon los und liefert auch einstellbar viel Spannung und Strom. Länger hab ich das dann nicht laufen lassen, sondern Feierabend gemacht und eine Bestellung.

Meine kühne Theorie ist übrigens, daß das Ding den Kurzschluß (gegen den es doppelt geschützt sein soll, sagt das Handbuch...) deswegen nicht überlebt hat, weil die MOSFETs irgendwelche minderwertigen Fälschungen waren (s.Bild). Beim linken hat man sich noch die Mühe gemacht, das Toshiba-Logo mit zu fälschen, beim rechten hat man sich das gleich gespart.
Also war der Fehler doch eher auf der "trivial"-Seite und nicht in einem geplatzten Chip, zu dem es nur ein chinesisches DaBla gibt.  Big Grin

Danke nochmal an Jo für die Spende an Jugend forscht,
Michael

   

PS: Gefahr für den Bediener habe ich im Inneren nicht gesehen, das ist recht ordentlich gebaut. Allerdings könnte die Trennung netzspannungsführender Leitungen vom Rest besser sein, auch die Isolierung ist eher symbolisch. Gefährlich für Geräte ist dagegen der nicht vorhandene Schutz gegen Überspannung am Ausgang.
Zitieren
#12
Was hält man denn von so etwas?

Labornetzgerät, 1,5 - 15 V, 0 - 2 A, stabilisiert
Zitieren
#13
(22.02.2025, 22:39)timo schrieb: Was hält man denn von so etwas?

Labornetzgerät, 1,5 - 15 V, 0 - 2 A, stabilisiert

Hallo Timo,

der Preis ist ja günstig,

aber ich finde die Spannung etwas wenig, 24V werden ja oft mal gebraucht, und was ich besonders vermisse, ist eine einstellbare Strombegrenzung.

Ich habe jetzt (zusätzlich zu einem alten linearen 30V/1,2A) so was:
Joy-IT Programmierbares Labornetzteil 50V/5A JT-DPS5005, allerdings das mit 10 A und ohne Möglichkeit für USB und BT. Es hat auch eine abgesetzte Leistungsplatine.
Der Grund für diese Entscheidung liegt etwas länger zurück.

Ich hatte mir ein lineares Netzgerät mit 0-30V und 0-10A auf Basis einer Schaltung in einer Fachzeitschrift vor ca. 40 Jahren selbst gebaut.
Bei einem ununterbrochenen wochenlangen Einsatz an der Leistungsgrenze ist es letztendlich irgendwann abgeraucht.
Jetzt hatte ich ein Gehäuse, einen Trafo und einen Gleichrichter, aber keine Elektronik.
Daher dann diese Entscheidung.
Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass der Trafo auch einen Windungsschluß abbekommen hat.
Der wurde dann durch einen Ringkerntrafo von Sedlbauer ersetzt. (Bei denen habe ich auch schon mal welche nach meinen Vorgaben wickeln lassen).

Was ich da als Vorteile empfinde, die Last wird separat geschaltet; ich kann auch bei angeschlossener Last erst Spannung und Strom einstellen, und dann erst die Last einschalten,
vor dem Einschalten sieht man die eingestellten Werte.
Außerdem hat das Teil einen Speicher für 10 Einstellungen.

Als Nachteil empfinde ich das ziemlich kleine Display.

Grüße,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
Zitieren
#14
Meine Empfehlung wäre ein linear geregeltes Netzteil mit einem Strom- und einem Spannungsknopf. Bereiche 30V und 1...2A.

Mehr braucht man selten, man hat direkten Zugriff auf die Werte und wenn es kaputtgeht, ist es (relativ) leicht reparabel.

Gerne gebraucht vom Markenhersteller: Statron, Gossen (Konstanter), R&S bzw. Schiller, Elektro-Automatik (EA), Zentro, TTi, Farnell, Philips, bei ausgebrochenem Reichtum auch HP.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste