Gestern hatte ich die 9141 neu eingemessen, hatte alles funktioniert und beim Messen des Frequenzgang war nach einigen Versuchen auf ein Mal ein Kanal um ca 10dB leiser.
Hab dann alles mögliche in der Meßverkabelung geprüft, Bandpfad geputzt und irgendwann hat es "klonk" gemacht und der Magnet für die Bremse ist abgefallen.
Seitdem nur wirre Funktion an den Tasten.
Also begonnen den Fehler zu suchen, was mich recht schnell in Richtung Q1 im Netzteil brachte, der an seinem Kollektor keine 27V mehr abgibt, sondern die vollen 42V vom Gleichrichter.
Die Maschine stand nun etliche Stunden bestromt so neben mir, während ich das SM studieren und auf ein Mal sind die Lichter in der Maschine aus.
Hauptsicherung T2A durch, erneuert, kleiner Blitz
Also alle Verbindungen vom Netzteil abgemacht, neue Sicherung rein und sukzessive die Kabel wieder angeschlossen.
Die Sicherung bleibt drin, bis man das Logic Board einsteckt. Ergo ist da ein Kurzschluß drauf.
Auf die Fehlersuche auf dem Board habe ich eigentlich rein gar keine Lust, oder hat da jemand Ideen zur Vorgehensweise ?
Ansonsten würde ich die Maschine nun wohl als Teilespender abgeben.
Kuni, das sind echte Biester.
Es sind teilweise ICs verbaut, die nicht mehr erhältlich sind.
Ich mühe mich grad mit einer 10XD ab,
deren Logik ist ziemlich identisch.
ich sehe im Schaltplan nur H102, H103, H104 und H109.
Es gibt ja da das Projekt mit dem Arduino und in dem Zshg hab ich mal grob gegoogelt und meine man hätte alle bekommen können.
Das Problem ist eher, wie findet man auf dem Board den Fehler ohne hunderte von Sicherungen zu schrotten.
Da müßte man ja alle 14 IC ausbauen und erst mal schauen ob der Kurzschluß dann weg ist.
Dann vielleicht Sockel einlöten und einen um den anderen wieder rein stecken und schauen wann's die Sicherung zieht.
Die Gefahr ist dann noch, daß es jedes mal durch den Kurzschluß den Q1 himmelt.
Ergo müßte man die 40V und 18V Versorgung des Boards per Netzteil einspeisen bis der Kurze weg ist.
Ursache vmtl. - so wie du schreibst - der mit einem Mal defekte Bremsmagnet, was in der Folge zum Abrauchen des Netzteils u.a. führte ....
Ich gehe mal davon aus, das du Netzteil wieder fit gemacht hast und die Spannungen 40 und 18 Volt da sind.
Und das die Zenerdiode/Diode-Kombi D18/D19 heile ist und tut. Über die kriegen die IC ihre Spannung. Sollte die Kombi i.O. sein, sollten den IC eigentlich nix passiert sein ....
Also Logik-Board raus und die Dioden D14/D15 (Ansteuerung Bremsmagnet) raus. Damit ist die Schnittstelle Brems-Magnet tot.
Dann mit + 18 Volt extern und Strombegrenzung auf den Zuleitungspin 18 Volt der Steckverbindung Logikboard/Netzteil gehen.
Liegt die Gesamtstromaufnahme irgendwo bei geschätzt ca. 100 mA dürfte das ok sein ....
Weil die Jungs vom Fjord haben die Netzteilschaltung für die 18 Volt ein bischen "tricky" gemacht:
Von den + 27 Volt kommend liegt parallel zur 9,1 Volt Zenerdiode ein 100 Ohm Widerstand, d.h hier muss erst ein Strom von ca. 90 mA fließen, damit die Zenerdiode wirksam wird.
Und das dürfte die Stromaufnahme Logikboard sein ....
Wenn die Schnittstelle Bremse der Übeltäter ist:
An den Dioden D14/D15 muss eine Spannung von grob 10 Volt anliegen, damit die schaltet. Das vertrackte an dieser Schnittstelle ist, das sie die 40 Volt von der Netzteilplatine braucht und der Spannungspfad 40 V über das Logikboard geführt wird wegen der dösigen Stop-Lampe ..... Nur diese Lampe braucht die 40 Volt ... Die Magnete samt Freilaufdioden werden auf der Netzteilplatine verdrahtet und lediglich die geschalteten Kollektorausgänge werden zum Netzteil hin über die Steckverbinder 5 und 6 geführt.
Aber:
An Pin 6/3 und 6/4 des Logikboardes liegen die geschalteten Kollektorausgänge der Schnittstelle. Hier jetzt mal eine externe Last dran (LED plus Vorwiderstand), die extern versorgt und dann mal am Knoten D14/D15 10 Volt gehalten .... (Dioden mal einseitig auslöten, nicht das da 10 Volt rückwärts auf den Ausgang IC geht)
Selbiges geht auch mit der Schnittstelle für den Pinch-Magneten ... Nur dann D10/D11 ......
Alternativ könnte ich dir eine µController-Lösung zukommen lassen, weil die Maschine deswegen schlachten ???
Jetzt nicht lachen!
Ich musste öfter Kurzschlüsse auf größeren TTL-Platinen suchen. Da habe ich mir ein 10A Labornetzteil genommen, 2V eingestellt und dann den Strom laaangsam hoch gedreht. Irgendwann sieht man, wo der Strom lang fließt, bevor der Leiterzug durchbrennt. Ich habe mit dieser Brutalo-Methode in 5 Minuten gefunden, wo andere schon Tage gesucht hatten.
In Rust We Trust! T e s l a B 1 1 6 (A.D.), R E V O X B 7 7
wamamebo schrieb:Ursache vmtl. - so wie du schreibst - der mit einem Mal defekte Bremsmagnet, was in der Folge zum Abrauchen des Netzteils u.a. führte ....
Ne ne, als defekt hab ich den noch nicht indentifiziert. Der tat nur nicht mehr, als die Maschine das Spinnen begonnen hat.
Muß ich checken, ob der iO ist.
wamamebo schrieb:Ich gehe mal davon aus, das du Netzteil wieder fit gemacht hast und die Spannungen 40 und 18 Volt da sind.
Ne, noch nicht. Hab keinen MJE2955 da, muß ich bestellen.
wamamebo schrieb:Und das die Zenerdiode/Diode-Kombi D18/D19 heile ist und tut. Über die kriegen die IC ihre Spannung. Sollte die Kombi i.O. sein, sollten den IC eigentlich nix passiert sein ....
Hab vorhin das Logic Board ausgebaut und dort mal angefangen. Die waren beide hin.
Versuchshalber hab ich die 1N5251 (22V) mal durch eine 18V ZD ersetzt und die BYX10 auch. Damit hat das Board erst mal keinen Strom mehr gezogen.
Was kann man denn da als Ersatz nehmen ?
wamamebo schrieb:Also Logik-Board raus und die Dioden D14/D15 (Ansteuerung Bremsmagnet) raus. Damit ist die Schnittstelle Brems-Magnet tot.
Dann mit + 18 Volt extern und Strombegrenzung auf den Zuleitungspin 18 Volt der Steckverbindung Logikboard/Netzteil gehen.
Liegt die Gesamtstromaufnahme irgendwo bei geschätzt ca. 100 mA dürfte das ok sein ....
.....
Probier ich alles mal durch.
wamamebo schrieb:Alternativ könnte ich dir eine µController-Lösung zukommen lassen, weil die Maschine deswegen schlachten ???
Als Notnagel, vielleicht ... weil das ist ja dann eine OP hoch 10
DropOut schrieb:Ich musste öfter Kurzschlüsse auf größeren TTL-Platinen suchen. Da habe ich mir ein 10A Labornetzteil genommen...
So bin ich gerade auch ran und auf D18/D19 als Übeltäter gekommen
So, extern mit 18V versorgt gehen 80mA in das (ansonsten abgeklemmte) Logic-Board ... das sieht dann mal gut aus.
Die Solenoids wollte ich mal klappern lassen, aber ich komme nur bis 40V. Mit wieviel V werden die denn geschalten ? Ich hätte gesagt mit 42V ?
Die angegebenen Spulenwiderstände der Solenoids kann ich auch messen, da würde ich mal nicht davon ausgehen, daß es da einen getroffen hat.
Zitat:Hab vorhin das Logic Board ausgebaut und dort mal angefangen. Die waren beide hin.
Versuchshalber hab ich die 1N5251 (22V) mal durch eine 18V ZD ersetzt und die BYX10 auch. Damit hat das Board erst mal keinen Strom mehr gezogen.
Was kann man denn da als Ersatz nehmen ?
Ersatz D18/D19:
1N5251 = ZD 22 Volt / 1,3 Watt (ist von der Funktion her eine "Überspannungssicherung" )
BYX10 = 1N4001 o.ä.
Beim MJE 2955 PIN-Folge beachten !!! Da gibt es den Unterschied alt / neu ......
Leerlaufspannungen Netzteil bei Versorgung mit grob 30 V AC :
ca. 45 Volt am Ladeelko
27 Volt an Pin P11 / 2
27 Volt an Pin P11 / 6 (erst unter Last >90 mA sind da 18 Volt !!!)
Zitat:
wamamebo schrieb: schrieb:Alternativ könnte ich dir eine µController-Lösung zukommen lassen, weil die Maschine deswegen schlachten ???
Als Notnagel, vielleicht ... weil das ist ja dann eine OP hoch 10
Ironie-Modus an:
So wild ist das auch nicht - ist doch nur Software .....
Ironie-Modus aus !
Da mir eine desolate TD20 derzeit den Tisch blockiert, ganz kurz dazu:
Platinen-Layout ist gezeichnet und zwar so, das die ganze Arduino-Mimik (Taster der 9100 und Schnittstellenmimik inkl. Anschlussklemmen) da drauf geht. Montage dann mit dem Halteblech und Verbindungen zum Arduino und zur Steckverbindung Netzteil 9100 ziehen. Fertig ! Den Arduino selbst schiebe ich an das (von hinten gesehen) linke Seitenblech.
Da momentan Lieferschwierigkeiten für fotopositives Basismaterial vorhanden sind, geht das erst Mitte Februar ....
Die Solenoid schalten mit 40 Volt. Kriegen ihren Saft direkt nach Ladeelko !
Wenn die Widerstände der Solenoid messbar sind und mit den Angaben laut SM übereinstimmen sind die ok
Logikboard mit 80 mA hört sich extrem gut an - doch Glück gehabt ???
Dann bleiben ja nur die Schnittstellen Pinch und Brake, da die Relais mit 18 Volt arbeiten ...
Sollten die BC288 gehimmelt sein, es geht mit BD177 oder BD439
27.01.2025, 18:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.01.2025, 18:32 von mincom.)
(27.01.2025, 16:55)DropOut schrieb: Jetzt nicht lachen!
Ich musste öfter Kurzschlüsse auf größeren TTL-Platinen suchen. Da habe ich mir ein 10A Labornetzteil genommen, 2V eingestellt und dann den Strom laaangsam hoch gedreht. Irgendwann sieht man, wo der Strom lang fließt, bevor der Leiterzug durchbrennt. Ich habe mit dieser Brutalo-Methode in 5 Minuten gefunden, wo andere schon Tage gesucht hatten.
Die Methode geht etwas schonender, wenn man zur Beobachtung der Ereignisse auf der Platine im Besitz einer Thermokamera ist. In meinem smartphone cat S61 ist sowas eingebaut. Immens praktisch, wenn man auf der "Stromsuche" ist und die Leiterbahnen schonen will (gibt´s leider nicht als App!)...
Hier mal der Schaltplan vom Netzteil, daß wir sehen von was wir reden:
Q1 war durch, ebenso D18/D19 auf dem Logic Board. Alle ersetzt. Der MJE2955T als Ersatz hat übrigens nicht nur eine andere Pinfolge, sondern auch den Kollektor am Gehäuse. Da muß man also zum Kühlkörper isolieren. Bin ich Gott sei Dank beim löten noch drauf gekommen.
Also NT Board eingebaut, Sicherun iO. Mutig alles zusammengesteckt, puff, Sicherung raus. Wieder die Z-Diode auf dem Logic Board, ersetzt, per ext. NT bestromt, sieht gut aus. Dann die 27V und 18V in das Main Board per ext. NT, sieht auch gut aus, kein Kurzschluß.
Also NT Board genauer gemessen. Da liegen keine 27V und keine 18V an. D2 ist iO, D3 durch, Q3 auch. Mal durch was einigermaßen passendes ersetzt, angeschlossen, puff. Si in Ordnung, aber irgendwo hat's geraucht.
Also das Problem liegt mMn auf dem NT Board. Ich tendiere da jetzt zu einer Neubestückung. Ich kann nicht alle Tage irgendwelchen Halbleiter bestellen, gibt ja keinen Laden mehr in Stuttgart. Ergo mal alle Transistoren und Halbleiter neu. Elkos mache ich auch gleich.
Wer Interesse an der Maschine hat, kann sich schon mal anstellen Über einen netten Kontakt im Forum bin ich an eine komplett überholte 9141 gekommen, die wohl zwar dreckig aber ansonsten in tip top Zustand sein soll. D.h. diese hier geht, entweder repariert oder defekt.
Also, nächste Runde Teile bestellen ... ich melde mich.
die Netzteile der Serien 9xxx und auch 10X sitzen aus meiner Sicht thermisch extrem ungünstig. Tandberg hat das Problem wohl auch erkannt und bei den letzten 10X sitzt zumindest der MJE2955 auf einem ausgelagerten Kühlkörper. Evtl. diesen Transitor mal "auslagern" durch gesonderten Kühlkörper 100 x 75 mm, der dann am Seitenteil verschraubt wird. Löcher sind im Chassis schon da ....
Damit wäre zumindest eine Wärmequelle weg von der Netzteilplatine ...
Und der Ansatz alles neu zumachen macht Sinn, weil die Bauteile alle gelitten haben ....
Für die Freilaufdioden der Solenoid gehen 1N4002 o.ä., die beiden Zenerdioden 27V und 9,1 V ersetzte ich durch ZD 27 1,3 Watt und die 9,1 V Zener MUSS 5 Watt haben. Montiert dann mit Abstand zur Platine, damit da sowas ähnliches wie Luftzug entsteht. Gilt auch für die "dicken" Widerstände, 2 Watt Typen nehmen und mit Abstand zur Platine montieren ...
Danke Christian, die Teile hab ich gestern schon bestellt. Bei der ZD hab ich glaub ich sogar mehr als 5W genommen, weil da geht ja ordentlich Strom drüber.
Was mich stutzig gemacht hat:
Wenn ich das NT Board solo betreibe, und die 9V belaste, dann müsste ich ja die 27V and die 9V messen können.
Nach der ersten Rep mit neuer 9V Z Diode hab ich aber nur die 9V gemessen, an den 27V Pins liegen immer 40V an.
Daher vermute ich daß da noch einige der T kaputt sind.
so banal wie das jetzt klingt: Einfach ALLES einmal in neu ! Also auch Gleichrichter, Widerstände, die Snubber-C's, etc.
Jeder Küchengrill hat mehr Luftzirkulation als diese Netzteilplatine ...........
Für Q3 BC147B geht BC547B
Q2 ist ein BC140-16 alternativ BC141-16
C4 = 2,2 µF kann durch WIMA MKS2 Folie 2,2 µF ersetzt werden
Die Schaltstufe für den Transfer-Solenoid ( 2 x BC107B, BD177) auch gleich einmal in neu - wer weiß was die abgekriegt haben. Zumal der BD177 neben dem MJE2955 sitzt ...
Aufpassen mit R6, laut SM 47 OHM, aber der weicht mit der realen Bestückung ab. Hab da auch schon 100 Ohm vorgefunden .... R6 ist der Vorwiderstand Power-Leuchte.
Das Netzteil liefert im Leerlauf am PIN der 18 Volt-Versorgung 27 Volt, Paralellwiderstand zur ZD 9,1 V mit 100 Ohm einseitig abgelötet, dann liegen am PIN 18 Volt !!
Gleichrichter und Widerstände messe ich, aber würde ich jetzt nicht ersetzen.
Alle Elkos kommen neu, auch die Dioden.
Als Ersatztypen habe ich ermittelt:
Q3 BC147 = 2N1711
Alle anderen gibt's ja noch.
Zitat:Das Netzteil liefert im Leerlauf am PIN der 18 Volt-Versorgung 27 Volt, Paralellwiderstand zur ZD 9,1 V mit 100 Ohm einseitig abgelötet, dann liegen am PIN 18 Volt !!
Ja, verstanden. Hatte auch geklappt.
Aber die 27V zB an P11/2 oder Q1c messe ich nicht. Da liegt immer 42V an, auch mit getauschter ZD2.
Ich versuche mal die Netzteil-Schaltung zu verstehen.
Bitte ggf. um Korrektur.
Wenn die "27V" (Kollektor von Q1) größer werden, steigt die Spannung am Schaltungspunkt an der Basis von Q3 ("0.65V") an.
Das führt dazu, dass Q3 'durchschaltet'.
Dadurch wird die Basis von Q2 gegen 0V gezogen, der Transistor sperrt.
Dies lässt Q1 sperren, die Spannung "27V" am Kollektor von Q1 sinkt.
Wenn die "27V" kleiner werden, sinkt die Spannung an der Basis von Q3 und der Transistor sperrt.
Dadurch wird die Basis von Q2 jetzt über R3 positiv, der Transistor Q2 schaltet durch.
Dies lässt Q1 öffnen, die Spannung "27V" steigt.
Eine Woche des Erfolgs, nach der letzten Woche der Desaster
Die Tandberg läuft wieder
Wie o.g. hab ich tabula rasa gemacht und etliches pauschal neu gemacht. Die ausgebauten Bauteile hab ich dann nachgeprüft und die folgenden als defekt identifiziert:
Netzteil Platine
Q1 MJE2955 (getauscht gegen MJE2955T Achtung: Anderes Pinout und Kollektor muß gegen Kühlkörper isoliert werden)
Q2 BC140-16 (getauscht gegen BC140-10)
Q3 BC147B (getauscht gegen 2N1711)
D2 1N5254 Z-Diode 27V (getauscht gegen ZF27, 0,5W)
Nicht defekt, aber trotzdem getauscht:
Q4/Q5 BC107B (durch BC107B)
Q6 BD177 (durch BD177)
1N5346 Z-Diode 9,1V 5W (durch 1N5346)
zudem die 4 Elkos, die alle einen erhöhten ESR hatten
Logic Board
D18 1N5251 Z-Diode 22V (getauscht gegen ZD22)
D19 BYX10 (getauscht gegen 1N4001)
Danach mutig alles zusammengbaut, Power-On .... taraaaaa, scheint wieder zu laufen.
Jetzt muß ich mal ein wenig tiefer testen, aber sieht gut aus.
Leider zu früh gefreut
Play geht nicht. Die Maschine geht unabhängig ob man Play oder Rec drückt, immer in Aufnahme.
Es leuchtet da auch beide Male die Rec Lampe....
Wenn ich das richtig interpretiere, dann zieht der Pinch-Solenoid an und hält. Dann sind Q1,2,3 ok und auch deren Ansteuerung durch die Logik.
Verbleibt somit eigentlich nur noch U32, weil der Vogel die Aufnahme/Wiedergabe steuert (sozusagen als gemeinsames Element). Was sagen denn die Spannungen an Pin 5/8 an diesem IC ? Wenn ich das richtig interpretiere sind bei Play an Pin 5 0 Volt und an Pin 8 >7 Volt (da hängen ja pnp-Schalter hinter), Record dann umgekehrt.
Käme jetzt mal auf einen Versuch an ..... Evtl. mal an die Basen Q7 / Q8 mit externer Spannung gehen, um überhaupt mal zu sehen, ob sie dann so tut wie sie soll.
09.02.2025, 17:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.02.2025, 19:52 von Kuni.)
Ich muß genauer sein:
Rec Select off:
Beim drücken der Play Taste, geht die Rec Lampe an und das Gerät geht in den Play Mode.
U32/5 = 18V
U32/8 = 0,7V
Rec Taste reagiert nicht.
Rec Select on:
Beim drücken der Play Taste, geht die Rec Lampe an und das Gerät geht in den Play Mode.
U32/5 = 18V
U32/8 = 0,7V
Bei Drücken der Rec Taste passiert das gleiche.
Ähm Moment mal. Du meinst doch sicher U32/6 und 8, also die Ausgänge ?
Da messe ich:
Play:
Pin 4 = L
Pin 5 = H
Pin 6 = H
Pin 10 = H
Pin 9 = H
Pin 8 = L
Rec:
Pin 4 = L
Pin 5 = H
Pin 6 = H
Pin 10 = H
Pin 9 = H
Pin 8 = L
Die Logik der beiden NAND ist also iO, das Problem kommt mMn von weiter vorne.
(10.02.2025, 00:24)ManiBo schrieb: Müsste sich ergeben
Tut mir ausgesprochen leid, wenn ich verwirrt haben sollte. Ich hab das oben versucht deutlicher zu schreiben.
(10.02.2025, 00:24)ManiBo schrieb: Messen ich alles heißt was?
Vergiß das, hab das umformuliert - war ne grottige Formulierung.
(10.02.2025, 00:24)ManiBo schrieb: Geht 4 auf H bei Play gedrückt?
Nein. Selbst wenn ich Play gedrückt halte geht der Pin nur auf 5V.
Aus dem Datenblatt der H100 Serie sollte high Pegel >8V sein
(10.02.2025, 00:24)ManiBo schrieb: Falls 4 und 5 =H dann 6=L
Wenn nicht dann Ic kaputt.
U32/4 geht auch gedrückt gehalten nicht über 8V, bleitb also log. "L" und U32/6 bleibt damit "H".
----------------------------------------------------------------
Hier mal Vergleichsmessungen zwischen der defekten 9141 und einer zweiten funktionierenden die ich hier habe:
Jepp, sehe ich auch so.
Hab gerade mal C10 (10uF Tantal) ausgebaut, keine Änderung.
Könnte es evtl auch sein, daß ein defekter Eingang U32/13 den U32/6 runter zieht ?
- die Record-Taste geht nur wenn einer der beiden Record-Select-Schalter auf ON steht (dann kriegt der Taster Masse)
- die beiden Transistoren Q7/Q8 schalten: Q7 - Playback-Lamp, Q8 - Record-Lamp, VU, OSC
- die benötigte Schaltspannung Q7/Q8 kommt jeweils von U32 Pin 6/Q7 und Pin 8/Q8
- gleichzeitig wird bei Play/Record die Hold-Line des Pinch-Soleneoid über 22 KOhm und U44 (Inverter) an die Eingänge U32 Pin 5 und Pin 9 gelegt
- bei Play muss an U23 Pin 8 High-Pegel anliegen
- bei Record muss an U32 Pin 11 High-Pegel anliegen
- das geht dann über die Inverter U32B/C , so dass bei High an Pin 8 U23 der Ausgang von U32 Pin 6 LOW wird und der Transistor schaltet
Nach meinem Dafürhalten muss der Hund bei U32/U23 begraben sein !
Deine Messergebnisse deuten ja auch in die Richtung - U23B Pin 8 Dower-LOW
Und Aufpassen:
Die detaillierte Logik-Beschreibung bezieht sich auf die 9000, dann passen die Bezeichener U623 / U632 auch. Für die 9100/9200 ist das analog U23/U32 - Hätte ein bischen geschickter erfolgen können .....
10.02.2025, 16:27 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.02.2025, 17:45 von Kuni.)
Jetzt hast Du mir einen Schreck eingejagt.
Hab soeben bestellt, aber Gott sei Dank sind das alles D1 - uffff.
Ich hab jetzt H102, H103 und H104 das ist die ganze Ecke um U32.
Werde ich bei der Gelegenheit sockeln.
Bei mir sind in beiden Geräten übrigens Hxxx B1 drin. Was sind das für welche ?
Gut, dann laß ich die Modifkation im Netzteil-Board erst mal....
Die Pendants aus russischer Fertigung heißen übrigens:
K 511 LA 1 (Ersatz SGS H102D1 IC - 4x 2 Input NAND)
K 511 LA 2 (Ersatz SGS H103D1 IC - 3x 3 Input NAND)
K 511 LA 4 (Ersatz SGS H104D1 IC - 2x 4 Input NAND)
Während ich als auf eine Bestellung an SGS H102, H103, H104 in der D1 Ausführung warte, dachte ich mir mache ich mal die Kandidaten U32 (H102) und U23 (H104) raus und prüfe die auf dem Breadboard.
Bei U32 kann ich keine Fehler in der Logik und auch nicht in den Spannungspegeln für H und L finden.
Beim U23 sieht das anders aus (Vcc = 16V):
Pin6 (OUT NAND1) geht nicht auf L (0V), sondern bleibt auf H = 16V
Pin8 (OUT NAND2) geht nicht auf L (0V), sondern bleibt auf einem Zwischenwert = 4,6V
Diese 4,6V an U23/8 messen ich ja auch am Eingang von U32/4.
Das Bild paßt zusammen
---------------------------
Eigentlich hatte ich gedacht, ich bekomme die IC da nur mit viel Braterei raus, mit Entlötlitze ging das aber offensichtlich zerstörungsfrei.
Jetzt frage ich mich, ob ich die beiden bei der Gelegenheit sockeln soll ?
12.02.2025, 13:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2025, 13:07 von Kuni.)
Hi zusammen, Hi Christian,
(10.02.2025, 16:12)wamamebo schrieb: H1xx D2 Vcc max. 18 Volt
H1xx D1 Vcc max. 22 Volt - die sind auch bestückt !
Das ist leider NICHT korrekt.
Auf der Suche nach einer Info, woher Du denn eigentlich diese Angaben her hast, bin ich nochmal durch die Unterlagen von SGS gegangen und habe das hier gefunden:
Ein Blick auf die beiden mir vorliegenden Logic Boards zeigt:
Es sind also überwiegend H200 B1 verbaut. Auf einem Board habe ich einen, auf dem zweiten drei Hxxx D1 gefunden.
Anscheinend hat Tandberg da verbaut was gerade da war.
Überwiegend also B1 Typen mit Vcc max = 16V und die werden auf meiner noch unmodifizierten 9141 mit 16,5V auch schon grenzwertig betrieben.
Kurzum: Ich halte das nun für dringend notwendig, die neu bestückte Netzteilplatine (mit den gemessenen 18,7V) zu modifizieren, daß man wieder unter die 16V max Vcc für die H2xx Bausteine kommt.
Wobei
Schaut man in den Netzteilprint
dann sieht man ja, daß die 18V da auch noch anderweitig verwendet werden (Relais Versorgung, Versorgung Main-Board).
Die relevante Stelle auf dem Logic Print ist hier:
D18 (1N5251) ist eine 22V Z-Diode, hat hier also lediglich die Funktion eines Überspannungsschutz.
Ich hätte jetzt 3 Ideen:
Ich modifiziere auf dem Netzteil-Print die Mimik um D3/R7/R21 um auf ~16V zu kommen
Ich erweitere den Netzteil-Print auf der 18V Leitung um einen Spannunsgregler, der die 18V auf zB 15V herabsetzt
Ich erweitere den Logic-Print an D18/D19 um einen Spannunsgregler, der die 18V auf zB 15V herabsetzt
Keine Ahnung wie, zumal ich D2 nicht ändern will (ich habe schlicht keine 5W Z-Dioden und will jetzt auch nicht nochmal bestellen müssen)
Da läuft dann vglw viel Leistung drüber, erst über D2 und dann nochmal über einen Längsregler
das Datenblatt kenne ich auch - steht aber im Widerspruch zu den anderen Datenblättern von SGS ATS ....
- siehe Anhang -
Bzgl. der Netzteil Klamotte:
Da schließe ich mich Manibo an, einfach nen 7815 auf das Board.
oder alternativ nen 7818 resp. 7815 auf das Netzteil-Board - es muss nur sichergestellt sein, das die Transfer-Solenoid-Schaltung (BD177) und die beiden Wind-Relais anziehen. Ggfs. die Vorwiderstände der Lampen ändern ....
Anbei mal Auszug der Verschalte Board A1 (Main) der 9100:
Nach meinem Dafürhalten werden die 18 Volt NICHT auf dem Board A1 (Main) benötigt, da Pin XA 6 nicht belegt ist. Wohl aber Pin 11 / 6 der Netzteilplatine der auf XA 6 geht ....
Somit verbleiben die 18 Volt NUR für Logik, Wind-Relais und Lampen.
Die Transfer-Solenoid-Schaltstufe kriegt über den R21 (100 Ohm) parallel zu D2 Basisspannung und schaltet durch.
Die einfachste Methode wäre dann, D2 raus und durch 7815 ersetzen. Den Spannungsteiler R21/R15 für Q5 einfach belassen.
Die D2 greift eh erst, wenn mehr als 90 Milliampere durch R21 fließen ...
12.02.2025, 15:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2025, 15:18 von Kuni.)
Jepp, danke ... gute Ideen.
Mir ist dann auch noch geschossen, daß ich vielleicht nicht Vcc auf dem Logik-Board herabsetzen sollte. Hab das jetzt zwar nicht im Detail im Kopf, aber könnte ja sein, daß dann die 18V vom Netzteil über Umwege an die Gatter kommen die dann größer als Vcc wäre. Schmeckt den Chips womöglich auch nicht.
Zu den H1xx D1 und D2 Varianten:
Gut, das mag ja alles stimmen, aber ich habe auf meinen beiden Logik Boards eben überwiegend H2xx B1 Chips drauf.
Damit sind wir dann wieder bei max 16V und ein 7818 ist mir dann auch noch zu viel.
Zur Anmerkung "Transfer-Solenoid-Schaltung (BD177)"
Der Vorschlag sieht ja vor, direkt von den 27V per Längsregler die "neue 18V" (die dann 15V wären) zu machen.
D.h. D3 bliebe drin und würde nach wie vor die Mimik dahinter versorgen.
Lediglich die 18V in Richtung Logik-Board und K1/K2 RW/W-Relais wären heruntergesetzt.
Laut gedacht - Gedanken zur Leistung
Ich kenne den Strom durch D3 nicht, aber bei einer 1N5346 Z-Diode mit 5W wären das max.
5W/18V = 280mA
Mit einem 7815, abgehend von den 27V - der den 18V Pfad komplett ersetzen würde - ergäbe sich dann am Längsregler:
U = 27 - 15 = 12V
Pverlust = 12V * 280mA = 3,3W (worst case)
Mit einem 7815, nachgeschaltet nach den 18V ergeben sich am Längsregler:
U = 18,7 - 15 = 3,7V
Pverlust = 3,7V * 280mA = 1W (worst case)
die Idee von Jürgen ist auch nicht schlecht - zumal du dann keinen größeren Eingriff auf dem Logikboard machen müsstest. Da einfach noch 3-4 mal 1N4001 zusätzlich hin ....
Der 7815 braucht ja auch eine um ca. 2-3 Volt höhere Eingangsspannung ..... Könnte (je nach Exemplar) a bisserl knapp werden ....
Die 18 Volt kommen einmal und ausschließich nur vom Netzteil und die Logik-IC werden über das Konstrukt ZD22 / BYX10 versorgt. Außerhalb dieses Konstruktes liegen nur die Wind-Relais, Remote-Control-Stecker und die Lampen an den 18 Volt.
Ich würde das jetzt mit 4 mal 1N4001 o.ä. und einer ZD 18 als Überspannungsschutz machen ..
12.02.2025, 21:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2025, 22:01 von Kuni.)
Die Idee von Jürgen ist Klasse
Einfach zu realisieren und hat nicht den Nachteil dieser hohen Verlustleistung.
Zitat:Nach meinem Dafürhalten werden die 18 Volt NICHT auf dem Board A1 (Main) benötigt, da Pin XA 6 nicht belegt ist. Wohl aber Pin 11 / 6 der Netzteilplatine der auf XA 6 geht ....
Somit verbleiben die 18 Volt NUR für Logik, Wind-Relais und Lampen.
Habe ich auch so nachvollzogen.
Zudem sehe ich keine Verbindungen der 18V an Pin5-4 des Logik-Boards, die an einen Gatter-Eingang gehen.
Heißt: Die Vcc läßt sich auf dem Logik-Board reduzieren und man braucht keinen Eingriff im Netzteil-Board
Im Prinzip macht D19 heute ja auch schon nichts anderes, als die 18V um ~0,7V zu verringern.
Ich habe jetzt im ersten Ansatz die D19 BYX10 durch 3x 1N4001 und D18 (1N5251 22V) durch eine mit 18V ersetzt:
Nicht schön, aber es war ein erster Versuch, der direkt gleich gepasst hat:
Damit bekomme ich jetzt als Vcc von vorher 18V auf 16,4V runter (als Vcc in Richtung ICs):
Die verbauten H2xx B1 sind mit typ 10,8-16V und max 18V spezifiziert. Das passt dann, zumal wenn man lt Original versucht hat die ICs mit einer 22V Diode zu schützen, was ja schon einiges drüber ist.
Anm.: Mit dem Mod müßte an auch die russichen Typen einsetzen können, man muß dann halt nochmal weiter runter auf 15V.
So, jetzt muß ich warten bis die Ersatz ICs kommen, dann kann ich weiter testen.
An der anderen 9141 werde ich aber auch nochmal messen und ggf die 22V Diode auch verkleinern.
Ich darf jetzt vielleicht tatsächlich und endgültig Vollzug melden:
Wie in Beitrag #37 vermutet, war wohl U23 (H104) durch.
habe den jetzt mal mit Ersatz aus Ebay ersetzt und sehe alle Laufwerksfunktionen wieder gegeben ... hoffentlich bleibt das
Danke an dieser Stelle an alle, vor allem Christian und Mani, Jochen für die weiterführenden Tips zwischendurch
Als stiller Mitleser und Tandberg Fan möchte ich mich auch bei allen Beteiligten bedanken!
Selten habe ich so viel dazu gelernt.
Glückwunsch zur erfolgreichen Reparatur!
(10.02.2025, 12:26)ManiBo schrieb: Würde sagen U623 defekt.
Ich hatte mal ein FF da hing der Ausgang intern immer über 22 Ohm auf plus. Der ging nicht auf low.
Bei dir wohl andersrum.
Gruß Mani
Hatte ich vorher schon geschrieben
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung