14.01.2025, 20:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.01.2025, 21:43 von bitbrain2101.)
Hallo Wolfgang,
schau mal an den Hochlastwiderständen für die Einstellung der Bandzüge, ob sich da vielleicht ein Kabel gelöst hat. Die M10 sollte eigentlich 2 "Wickelheinis" haben ?
Der Schalter am Bedienpanel "Gerät/Fern" steht auf Gerät ?
Hallo Wolfgang,
noch alle guten Wünsche für das Neue Jahr.
Ich bin dabei mich wieder hochzurappeln und habe diesen Schaltplan bei mir gefunden.
Die Bilder von mir im Anhang sind so gut, daß ich vermute, sie von Peter Ruhrberg bekommen zu haben.
Ist denn der Gummibelag auf der Schwungscheibe noch gut? Das wäre toll für das Museum.
@Tobias: Du hast natürlich recht. Aber mit einem Motor muss man doch anfangen.
@Peter: Vielen Dank für den Plan. Und an dem M10-SM haben wir natürlich auch Interesse.
Ginge das per e-mail. Oder ist der Schmöker zu groß dafür (dann wetransfer oder so)?
@Manfred: Auch Dir vielen Dank für die Pläne. eIn welchem Zustand der Gummibelag der
Schwungscheibe ist , weiß ich nicht (war seit 4 Wochen nicht mehr im Museum - krank-
heitsbedingt). Finde ich aber heraus.
15.01.2025, 19:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.01.2025, 19:41 von Jonas Fink.)
Hallo,
danke zunächst auch von mir für die Schaltunterlagen. Ich bin einer der "Schrauber" die Wolfgang erwähnt hat....
Wir haben uns heute wieder mit der M10 beschäftigen können und auch den linken Wickelmotor wieder zu drehen gebracht.
War 'ne ganz banale Sache: Der Fußschalter Kurzschluss fehlte. Wir haben einen Bildstecker mit den nötigen Kurzschluss von 3b nach 4a noch im Lager gefunden, und siehe da nach Jahren des Stillstand drehte auch dieser Motor.
Komisch nur, das diese Brücke bei der Maschine die wir zu vor gecheckt haben nicht benötigt wurde.
Dies ist eine 76/38 Mono und der Tonwellen Motor muss erst richtig warm werden, damit er einigermaßen korrekt läuft.
Daher haben wir die erstmal weggestellt und uns für unsere erste M10 Wiederbelebung eine andere gesucht.
Diese ist jetzt eine 19/38 Mono und sieht auch etwas besser aus.
Den ersten Fehler haben wir schon bei letzten Treffen gefunden. Der Tonwellenmotor rührte sich nicht und einer "seiner" Kondensatoren - C24 - hatte ca. 30Ohm statt der 0,5uF. Wir haben denn erstmal rausgekniffen.
Aber wie schon vermutet:
(15.01.2025, 01:39)Magnettonmanni schrieb: .....
Ist denn der Gummibelag auf der Schwungscheibe noch gut?
.....
denn leider macht die Tonwelle komische "Klackergeräusche". Wir konnten die Schwungscheibe mit Welle eindeutig als Quelle für das klackern identifizieren. Bei einer Sichtkontrolle des Gummibelags auf der Schwungmasse haben wir eine Stelle entdeckt, die merkwürdig aussieht.
Kann es sein das der Gummibelag einen "Standplatten" (wie bei Autoreifen, wenn dier Wagen zu lange auf der gleichen Stelle steht) hat, weil hier die Motorachse über Jahre immer auf die gleiche Stelle auf das Gummi gedrückt hat?
Hallo Jonas,
das ist denkbar.
Eine Standplatte wird konstruktiv vermieden durch den Magnetanzug bei Betrieb, der ohne Betriebsspannung abfällt.
Eine ungünstige Lagerung mit Druck auf den Motor und die Schwungscheibe kann ja vorgekommen sein.
Ein bekannter, häufiger Fehler ist bei dem Gummibelag die Ausbildung von feinen Rissen durch Schrumpfen.
Normalerweise beeinflußt der Fußschalter oder in der ARD-Truhe der Drucktastenschalter den rechten Wickelmotor für den Papierkorbbetrieb.
Falls ihr im Fundus eine M10A habt, solltet ihr darüber nachdenken, die wieder zum Laufen zu bringen. Deren Papst-Motor hat erheblich bessere Gleichlaufdaten.
Falls das Band ordentlich durchläuft, solltet ihr die Gummiandruckrollen nicht verstellen. Deren korrekte Taumelung ist ganz hohe Schule, und die Pendelkugellager können zu stundenlanger Beschäftigung führen.
Das Schwungradgummi hat oberflächlich betrachet keine Risse, lediglich diese eine "komische Stelle".
Unser Plan ist es, eine spielfähige M10 den Besuchern zu präsentieren. Da das aber so eine Sache mit der Vorführung von Musik ist, GEMA sein Dank, wird das aber wohl eher geräuschlos passieren - bis auf die mechanischen "Klänge".
Dennoch wollen wir, für unser internes Hörvergnügen, die Maschine inkl. des V87 Wiedergabeverstärkers komplett in Betrieb nehmen.
Obwohl wir eher keine Aufnahmen damit machen werden, ist das Ziel auch den V87 zu reanimieren.
Da wir einen passenden 2 Spurkopf dafür haben, wäre auch eine Aufrüstung auf Stereo denkbar.
Um das klackern weg zu bekommen, könnten wir ja vielleicht das Schwungrad inkl. Tonwelle komplett wechseln.
Hast Du Infos/Erfahrungen wie aufwendig so ein Tausch ist?
17.01.2025, 20:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.01.2025, 23:18 von Magnettonmanni.)
Hallo Jonas,
wenn eure Truhe für Stereo vorbereitet ist, dürfte der Umbau mit einem zweiten Wiedergabeverstärker und dem entsprechenden Kopfträger kein Problem werden. Aber Euer Fundus ist ja beachtlich, ihr habt sicher alles mehrfach.
Die Standplatte im Gummibelag der Schwungscheibe interessiert mich; könntest du bitte ein Foto davon hier zeigen?
Den Ausbau der Schwungscheibe (einfach im Vergleich zur M15) würde ich mit dem kompletten Lagerbock vornehmen.
Das ist bei mir schon 40 Jahre her, aber ich meine mich an vier Sechskantbolzen mit 10 mm Schlüsselweite zu erinnern.
Vorher würde ich die Tonwelle ausbauen, dann braucht man unten nicht so viel freien Platz.
Zugänglich werden die Schrauben, wenn das Abdeckblech unter den Gummiandruckrollen entfernt ist.
Das geht ganz vorsichtig raus, wenn man die Rollen ganz nach vorne zum Kopfträger schiebt.
Bloß nicht deshalb die Rollen abbauen!!!
18.01.2025, 11:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.01.2025, 11:38 von Jonas Fink.)
Hallo Manfred,
danke - schon wieder - für Deine Infos.
Unsere M10er haben leider keine Truhen. Wir haben die Laufwerke separat auf Paletten, die Verstärker teilweise in Flightcases, gelagert.
Wir haben aber eine M15A Konsole, die im Fussbereich auch ein Einbauraster hat, die wir für die M10 inkl. Verstärker einplanen.
Wir müssen also die Verkabelung zwischen Laufwerk und Verstärker ggf. anfertigen. Es ein denn, wir finden doch noch die passenden Kabel in unserem (chaotischem und zur Zeit im Umbau befindlichen) Lager.
Gibt es eine gute & günstige Quelle für die 16fach Tuchel/Amphenol Armaturen?
Wir bräuchten zumindest mal einmal eine Male- und eine Female Ausführung. Im Netz werden, wenn überhaupt, Mondpreise verlangt und wir haben nur die 30poligen.
Vielleicht ein Umbau auf diese Norm? Wobei das wäre dann nicht mehr Original.....
Also es bleibt spannend - aber eins nach dem anderen.....
Fotos - auch vom Gummi - mache ich dann mal beim nächsten Treffen.
Wir müssen dann auch schauen, ob wir eine bessere Schwungscheibe finden, denn so wie ich das rauslese scheint der Tausch ja auch keine Raketenwissenschaft zu sein.....
hier das Foto vom "Standplatten" der M10 Tonwelle.
Obwohl der Tonwellenmotor beim Ausschalten (bzw. wenn die Maschine stromlos ist) von der Welle wegbewegt wird, ist diese Stelle entstanden.
Wenn man den Motor beim Betrieb ganz leicht von der Achse weg bewegt wird das klackern leiser.
Vielleicht hilt ja eine Ver. bzw. Einstellung dieser Achse?
Wir wollen uns aber erstmal um den Wiedergabeverstärker kümmern und dieses Problem schieben wir erstmal nch hinten.
Problem hierbei: Wir sind immer noch auf der Suche nach den passenden Tuchel/Amphenol Armaturen um Laufwerk und Elektronik miteinander zu verbinden.
Ein Stecker haben wir gefunden, aber die Kupplung fehlt noch.
Hat jemand von Euch vielleicht so eine 16polige Tuchelbuchse über?
Hallo Jonas,
danke für das Bild der Druckstelle im Gummibelag.
Das ist ein Standschaden vermutlich von platzsparender, seitlicher Hochkantlagerung ohne Transportsicherung.
Dann kippt der Motor in Richtung Schwungscheibe und das Antriebsrad drückt mit dem Motorgewicht auf den Gummibelag.
Der breite Eindruck läßt auf eine zusätzlich einwirkende Kraft auf den Motor schließen, oder der Gummibelag war schon weich geworden.
Normalerweise ist er sehr hart, denn das Antriebsrad soll nicht auf dem Belag walken.
Ansonsten sieht der Belag noch sehr gut aus.
Ich würde versuchen, die beiden kleinen Wülste mit 2000er Schmirgelleinen zu beseitigen (gaaanz vorsichtig). Dann wird er Lauf schon sehr viel ruhiger.
Diese von Ampex inspirierte "verkehrte" Reibradkonstruktion hat ja sehr erhebliche Nachteile, aber den einen Vorteil, vergleichsweise leise zu laufen, wenn der Gummibelag hochpräzise hergestellt wird.
Da sind die deutschen Konstruktionsbüros ganz weit vorne: selbst Fehlkonstruktionen werden auf höchstes Niveau optimiert.
Ich sehe im Bild noch einen von zwei Achsstummeln zum Einschrauben in die Spulentellermitte für die sichere Verwendung von Dreizackspulen.
Auch die Transportsicherung in der Nähe der Motorbefestigung könnte noch vorhanden sein.(sieht aus, wie ein kleiner Stoßdämpfer).
Die Transportsicherung wird statt der Rückholfeder für den Motor eingesetzt und die Feder kommt dann auf den Platz der Transportsicherung. Bei späteren Geräten war eine Lasche am vorderen Standrahmenrohr, die bei Nichtgebrauch dort festgeschraubt bleiben konnte.
Der Konstrukteur hatte seinerzeit durchaus an solche Schäden gedacht.
Wenn es nicht so eilig sein sollte, könnte ich auf eine ARD-M10 Truhe zugreifen und die gegen eine T9 Truhe vom Museum tauschen.
Ihr könntet aber die M10 auch erst einmal in eure T9 Truhe stellen (ohne Frontklappe) und die Verkabelung der T9 Truhe nutzen, dann seid ihr ganz schnell aus dem Schneider, denn die Kabel und die Verstärker der T9u waren zur M10 kompatibel. Die Altvorderen waren ja sehr pfiffig!!!
Nur die Fernbedienung kann in der T9u-Truhe nicht angeschlossen werden, wozu auch!
Hallo Manfred - und alle anderen Leser natürlich auch,
wir haben heute das TELEFUNKEN M10 Projekt (erstmal) beendet.
Wir haben ein geeignetes Gestell gefunden und den ganzen Kram in den letzten Wochen zusammengeschraubt. Wie ich finde ist uns das ganz gut gelungen. Heute haben wir dann alles mal im Zusammenspiel getestet.
Die Wiedergabe funktioniert soweit, wenn auch etwas dumpf - die Aufnahme leider nicht. Das Klackern der Tonwelle ist noch vorhanden, ich habe aber das Gefühl das je mehr wir die M10 laufen lassen, je besser wird es. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein
Da wir uns aber in den nächsten Wochen auf die Vorbereitungen für den Saisonstart (ab dem 06.04. könnt Ihr uns Sonntags wieder besuchen) konzentrieren müssen, vertagen wir den Rest erstmal.
02.03.2025, 14:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.03.2025, 00:22 von Magnettonmanni.)
Hallo Jonas,
das sieht doch schon sehr gut aus!
Und was ihr so alles im Fundus habt, das ist schon toll.
An der dumpfen Wiedergabe könnte eure Neigung zum kreativen Einlegen des Bandes in den Bandlaufpfad bei Studiogeräten (z.B. M15A) beteiligt sein.
Beim deutschen Rundfunk hat man von Anfang an nur eine Schichtlage benutzt und die im westlichen Deutschland auch bis zum Schluß der Tonbandechnik nicht geändert: d.h. Schichtlage außen !!!
Hier gilt nicht der übliche Spruch: "Die Deutschen müssen immer alles anders machen."
ich wollte so einfach wäre das...
Obwohl wir gerne mal beim Einfädeln eines Bandes die ein oder andere Umlenkrolle falsch umrunden, was bei der Menge der unterschiedlichen Maschinentypen die uns zur Verfügung stehen schnell mal mal passieren kann, passiert uns das bei der Wahl des Bandes bezüglich der Schichtlage eher selten.
Das betreffende Band haben wir extra mit einer M15A Stereo (dt. Schichtlage, 19cm) für den Probebetrieb der M10 bespielt. Um der M10 auch das richtige Material anzubieten haben wir den Zuspieler auch auf Mono geschaltet.
Die M15A Playbackkontrolle nach der Aufnahme zeigte keine Auffälligkeiten.
Obwohl das ein unbekannter Bandtyp war den wir benutzt haben, klang das durchaus akzeptabel.
Leider nicht bei der betreffenden M10.
Und da wir den Bandlauf inkl. Köpfe auch vor unserem Test nochmals gesäubert haben, denke ich ist das Problem nicht ganz so einfach.
Da wir aber mehrere V87 Einschübe sowie mehrere passende Tonkopfbrücken haben, sollte die Fehlersuche aber dann nicht allzu schwerwerden.
Aber wie geschrieben, erstmal haben andere Dinge Priorität.