Wieder mal ein Onky TA-2570
#10
Moin Gemeinde,

danke erstmal für die Rückmeldungen !

Michi... Deine Info werde ich mir zu Herzen nehmen, und den Reel-Motor noch mal genauer anschauen.
Auch wenn die Spannungen jetzt OK sind und alles funktioniert.

Ja... und nun zum Abschluß der Reparatur.
Beim Zusammenbau des Laufwerks ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen und der hat mich dann bei den ersten Hörproben ziemlich auf Trab gehalten.
Es geht um die Abdeck-Blende ...
   

   

Die muß unten links und rechts in der Nut der Kassettenhalterung sitzen.
Das war aber bei mir leider nicht der Fall... Confused 
Auf der linken Seite saß die Blende nicht richtig in der Nut, mit dem Resultat, daß die Musik starke Tonhöhenschwankungen hatte.
Habe dann erst mal die Spiegelkassette genommen und festgestellt, daß das Band in 5-Sekundenabständen geknittert wird.
Meine Gedanken: "Oh Scheiße! Ich habe die Andruckrollen erneuert. Da muß ein Fehler vorliegen. Alles noch mal zerlegen... " Sick
Habe also erst einmal gut eine Stunde herumgesucht und geflucht, bis ich noch einmal mit der Taschenlampe und Vergrößerungsglas alles ganz genau inspiziert habe.
Dabei sah ich dann den Einbaufehler, der sich schnell und einfach korrigieren ließ.
Nun sitzt die Abdeckblende sauber und alles tut, wie es soll.
Klang nur irgendwie etwas langsam und leicht schwankend.

Also ging es ans Messen.
Ich nutze hier die Kassetten von rothhp (vielen vielen Dank für diese !!! thumbsup )

Natürlich noch mal vorher alles gereinigt und entmagnetisiert.

Zuerst habe ich die Bandgeschwindigkeit geprüft.
Die war etwas zu langsam, was leicht am Motor zu korrigieren war.
Schon besser...

Dann habe ich einmal die Frequenzgang-Testkassette durchlaufen lassen und hier wurden die Schwankungen in der Tonhöhe im Präsenzbereich (so zwischen 600-5000 Hz) deutlich hörbar.
OK... also doch noch einmal das Laufwerk raus und die Schwungmassen poliert (die waren ja pickelig).
Beim ersten Mal hatte ich sie nur leicht mit Stahlwolle poliert, das hat nicht genügt.
Nun kam zuerst 400er, dann 800er, dann 1000er und abschließend 1200er Schleifpapier zum Einsatz.
Alles mit Vorsicht und Bedacht.
Nun sind sie glatt wie ein Kinderpopo, aber die leichte Wölbung zur Riemenführung ist noch vorhanden.

Dabei fiel mir auf, daß das neue Sinterlageröl auf den Capstanwellen schon geschwärzt war (nach 1-2 Stunden Betrieb).
Ich dachte, ich hätte die Lager gesäubert... aber anscheinend nicht genug.
Also nochmals gründlich gereinigt, einen Tropfen Öl auf die Wellen und alles wieder zusammengebaut.

Und siehe da... Nun läuft das Band sauber.
Die Tonhöhenschwankungen sind verschwunden.
2. Baustelle abgehakt.

Nun noch einmal auf den Azimut geschaut.
Alle Schrauben am Tonkopf sind noch mit dem Original-Sicherungslack versehen (transparent grün).
Da werde ich nicht voreilig dran rumschrauben.
Aber die Lissajous-Figur auf dem Oszi war schon... nun ja... ich habe gelacht (vielleicht zu unrecht?)

Mein persönlicher Eindruck ist... Es ist halt eine Kassette!
Bei meiner Bandmaschine (4-Spur, Schnürsenkel) sieht daß schon viel besser aus.
Bis hin zu 12.500 Hz ein fast stabiler Strich und darüber hinaus nur minimal Oval.
Ich denke einmal, Besitzer einer Studer-800 werden darüber schmunzeln... wenn nicht sogar lachen...

Beim Kassettendeck halt ein tanzendes Oval, mit gelegentlicher Neigung zum Strich.
Gehe ich von der Lissajous-Darstellung auf normale 2-Kanal-Ansicht, sehe ich die entsprechenden Frequenzen auf beiden Kanälen minimalst verzerrt, aber wenn ich sie übereinander lege, immer etwas phasenverschoben.
Dabei habe ich auch festgestellt, daß für mein Gehör irgendwo bei 14 KHz Ende-Gelände ist... Na ja, mit 60 Jahren halt...
Nur noch auf dem Oszi sehen, daß da tatsächlich ein Ton ist, aber ihn nicht mehr hören... Cry

Frage an die Gemeinde: Ist meine Annahme bezüglich Azimut-Genauigkeit und Kassette korrekt? Geht nicht genauer?
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Ich will, wie gesagt, nicht voreilig an der Kopfeinstellung herumschrauben.

Klanglich passt es aber soweit gut für mich.
Kein Regler kratzt mehr, alles leichtgängig.
Hab das gute Stück jetzt erst einmal integriert.
   

Werde mir ein zweites TA-2570 besorgen... als Ersatzteillager.
Das Tapedeck gefällt mir.

Und wenn ich wirklich gaaaanz viiiiel Langeweile habe, werde ich mich an das Akai GX-9 machen... aber eigentlich habe ich keine Lust dazu Blush 

Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung!

Gruß,

Uwe
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AKAI GX-635D, Technics SL-1300G mit Grado Prestige Gold TA, Onkyo TA-2570, Accuphase E-206, Arcam CD72, Onkyo T-4850

Empfehlung: hifiengine.com (Service-Manuals, Bedienungsanleitungen)

Das Gute am Alter ist, daß man diesen ganzen Dolby-Schnick-Schnack nicht mehr braucht, weil man's eh nicht mehr hört. Big Grin
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Wieder mal ein Onky TA-2570 - von KeinAlias_Uwe - 13.01.2025, 19:15
RE: Wieder mal ein Onky TA-2570 - von ser - 13.01.2025, 19:54
RE: Wieder mal ein Onky TA-2570 - von Michi - 13.01.2025, 21:02
RE: Wieder mal ein Onky TA-2570 - von Baruse - 19.01.2025, 14:19
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RE: Wieder mal ein Onky TA-2570 - von paddy - 23.01.2025, 18:26

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