(26.07.2025, 15:02)Manfred_K. schrieb: ...RTM produziert selber das Magnetband in Frankreich. Diese Kassetten sind zweifelsohne, das Beste was man heute an Neuware erwerben kann.
jein...aber das hatten wir hier ja schon häufiger...
Es gibt noch genug NOS-Typ-I auf dem Markt, welches günstiger und teils sogar besser ist. Ich habe schon manchen hier im Forum mit den ollen BASF Sound beglückt, die deutlich günstiger als die RTM sind, aber nicht nur bessere Gehäuse sondern auch Band haben. Letzteres aber relativ. Maxell UR gibt es auch noch genug NOS. Oder HF oder oder...
Neu hergestellte...ja, da bin ich dann bei Dir..und klar unterstützen wir gerne den Hersteller...
28.07.2025, 13:32 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.07.2025, 13:34 von analogi67.)
Von den BASF Sound hatte ich welche. Die waren sehr gut.
In der Langzeitkonstanz die einfachen Agfa Ferro und Superferro 60+6 und 90+6.
Katastrophal die Agfa FeCr Typ 3, klebten und schmierten.
Ein gutes Fe war oder ist nicht zu verachten, zu Anfang hatte ich Agfa, später BASF. Irgendwann waren dem Läden weniger Agfa.Bei Tonbändern hatte ich meistens nur Agfa, die mit den schwarzen Zweiloch-Spulen, Doppel- und Tripelplay.
Bei Cr war es zum Schluss Maxell XLII, BASF Chrome/Superchrome /Maxima, Agfa HD/HDX und Denon HD8.
Von all dem alten Zeugs ist praktisch nichts mehr da. Bis auf eine kleine Sammlung NOS und weniger bespielter Kassetten.
Finge ich neu wieder an, dann RTM. Wie bei den 26,5cm-Spulem, nur LPR35, SM900 und Maxell XLI 50-120.
Wahrscheinlich ist das JVC Doppeltapedeck nicht gut genug.
Die Zeit günstiger Tapedecks ist vorbei.
Von da aus wird ein Revival nichts mehr.
Vermutlich gehen die NOS Chrome in eBay 5-10€ / Stück. Die Restbestände kehre ich so aus.
Die JVC Doppeldecks waren super! Gut eingemessen machen die topp Aufnahmen.
BASF Ferro Cassetten sind leider erst ab 1991 stabil, die älteren fangen jetzt alle an zu kleben und zu quietschen, schade, denn eigentlich sind selbst die super LH Bänder aus den 70ern topp.
Ok, dann probiere ich das doch noch einmal aus.
Es hat nur 6-7 LED Kettenanzeige.
Ein RTM C60 und ein C90 liegt im Thomann-Korb schon drin. Vielleicht nehme ich noch Thomann C70, fast wieder eine Agfa 60+6, für LPs mit leichter Überlänge.
Wenn das Deck nicht gewartet ist, kann es schon sein, dass es nicht mehr so performt wie es mal war. Die einfache Pegelanzeige sagt ja nichts über die Elektronik im aufnahmezweig.
(29.07.2025, 07:56)DOSORDIE schrieb: Die JVC Doppeldecks waren super! Gut eingemessen machen die topp Aufnahmen...
"die JVC" ist aber schon sehr gewagt...
JVC hat wirklich ganz hervorragende Single-Decks bis in die absolute Spitze gebaut, aber ein solch gutes Doppel-Deck ist zumindest mir nicht bekannt. Grundsätzlich kann man ja nach wie vor sagen, dass es wirklich nur sehr sehr wenige wirklich gute Doppel-Decks gab. Für Aufnahen eh, beim Abspielen ist das sicher was anderes, solange der Azimuth stimmte...
(29.07.2025, 07:56)DOSORDIE schrieb: BASF Ferro Cassetten sind leider erst ab 1991 stabil, die älteren fangen jetzt alle an zu kleben und zu quietschen, ...
Deswegen tendiere ich ja zu der RTM Neuware.
Die BASF Sound sind klasse Bänder, keine Frage, aber mittlerweile auch schon fast 30 Jahre alt. Ob die, die nächsten 10...20 oder 30 Jahre stabil bleiben, drüber unterhalten wir uns frühestens im Jahr 2035.
Die RTM sollten zumindest für 30-40 Jahre stabil bleiben und sind klanglich auf dem Niveau der Sound.
Viele Grüße
Manfred
"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
Ich meine gelesen zu haben, dass BASF die Formel 1991 umgestellt hat und die Bänder aus der Fertigung danach nicht mehr betroffen sein sollten, aber bevor ich da wieder irgendwas durcheinander werfe sollten sich lieber die BASF Experten melden!
31.07.2025, 06:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.07.2025, 06:19 von analogi67.)
Von heute ab gerechnet sind die erhofften Jahre ziemlich ambitioniert.
Bis dahin sind die allermeisten Decks erledigt, gebrochene Zahnräder, verschlissene Reibräder, ölige oder ausgehärtete Riemen einerseits und ausgefallene ICs anderseits.
Vielleicht gibt es noch eine kleine Handvoll Werkstätten oder nachgefertigte Teile weniger Typen.
Von da aus ist es egal.
Im Moment habe ich ein Yamaha KX380 entdeckt, wir sind uns fast einig. Nicht das Topdeck, Einmotorenantrieb.
Jüngere oder höherwertige Decks müssen es nicht mehr sein. Denn die RTM Kassetten sind da. ATR habe ich keine bei Thomann mitgenommen
Es fehlen neue gute Decks für das Hobby. Was aktuell an Doppeltapedecks unterster Qualität angeboten wird reizt nicht zum Kauf. Selbst die vermutlich noch besten Teac W1200 oder der Tascamableger entsprechen nicht Einsteigerdecks der 80ziger der Markenhersteller. Gleichlauf und Frequenzgang sind bei den Teac/Tascam lange nicht so gut,wie es möglich war. Warum müssen es Doppeldecks sein? Ein Teac als Single liegt vielleicht bei 350-400€, das W1200 ist ab ca 420€ zu bekommen.
Sehe keinen Hersteller der das Risiko eingehen wird etwas Besseres zu liefern. Chromkassetten sind wahrscheinlich nicht mehr zu bekommen. ATR hat Cobaldotierte Typ 2 in den USA. Cobaltdotierung,das kenne ich nicht mehr. War das nicht bei Typ 3 FeCr mit beigemischt?
Von all den hier noch genannten Kassetten bleibt meine Wahl auf RTM, danach Müller, danach ATR.
Mehr als die drei neu gekauften Kassetten wird's jedoch nicht mehr. Ob das KX380 wirklich kommt, hängt vom Preis ab 35€ sind gefragt. Das Risiko bei dem Preis gege ich ein. Ein KX480 wäre mir lieber, da muss ich mit mehr rechnen.
Praktisch alle japanischen Typ II Cassetten ab Ende der 70er sind Cobalt dotierte ferroxid Bänder, die den Spezifikationen von Chromdioxid entsprechen. Die Lizenzen von BASF und Dupont waren so teuer, dass die Japaner und Amerikaner ihre eigenen Bänder entwickelt haben. Sony hatte für Chrom exklusivlizenzen für Japan und hat sie an andere Hersteller teuer verkauft. So kam dann sehr bald die TDK SA und die Maxell UDXL II und wie die alle hießen und ein paar Jahre später haben sie damit BASF den Rang abgelaufen. Bessere Typ I Bänder haben auch Cobaltgehalt. Idr ist höherwertigeres Band dunkler, als einfaches, aber nicht immer.
Die ATR Typ II ist ein leider kläglicher Versuch sowas noch mal neu herzustellen. Während die Ferro Bänder glaube ich RTM Niveau haben, sind die Typ II Ferrocobalt Bänder aber schlichtweg unbrauchbar.
Echtes Chromdioxid verliert im laufe seiner Lebenszeit seine magnetischen Eigenschaften. Ferrocobalt tut das nicht. Ich habe aber immer mehr das Problem dass sich die Cobalt Bänder nicht mehr richtig löschen lassen und Teile der alten Aufnahme praktisch kleben bleiben.
Interessant, das hatte ich gar mehr im Kopf.
Dass mit den Lösch- und Klebeproblemen.hatte ich gelesen.
Bedeutet dann wohl dass meine NOS BASF Maxima und Chrom Super II im Übergangsdessen auf EMTEC eher ungern sind, der Rest an CDing von TDK und Sony UX-S dann schon noch.
Alle BASF/Emtec CS II und CM II ab 1996 waren FeCo-Bänder, die TP II sowieso von Anfang an, die sind alle noch gut (späte Emtec-Exemplare in China-Gehäusen) bis spitzenmäßig.
TDK CDing, eigentlich alle TDK Typ II: Ab etwa 2008 war Saehan-Band drin, das nicht mehr ganz so gut ist wie die echten TDK-Bänder, und auch manchmal ein seltsames Schmierproblem entwickelt. Da leiert dann die Aufnahme, ohne daß man einen offensichtlichen mechanischen Grund findet. Die Bandoberfläche verändert sich und wird von einigen Geräten dann nicht mehr korrekt transportiert, weil die Reibung nicht mehr stimmt. Hatte ich selbst noch nicht mit diesen Bändern, aber es gibt leider mehrere voneinander unabhängige Berichte über diese Fälle.
Sony UX-S: Vorsicht bei der letzten Serie. Wenn Made in Mexico draufsteht, dann mach Dich kundig, wie man die guten Bänder von denjenigen unterscheidet, welche Tonköpfe schädigen können. Einschlägiger Thread "Sony CD-it destroyed my heads" oder ähnlich auf tapeheads.net
Ältere UX-S sind richtig gute Bänder.
Die aktuellen ATR Typ II enthalten Band von NAC, und das ist in der Tat unbrauchbar, zumindest für Aufnahmen in Echtzeit, wie eigentlich alle NAC-Bänder. Typ I stellt ATR selbst her. Die funktionieren zwar ganz ok, aber das RTM-Band ist klar besser. Auch würde ich schon aus dem Grund nicht auf ATR-Bänder setzen, weil deren Rezepturen und Know-how eine Evolution aus dem Ampex/Quantegy-Fundus sind, und von denen war eigentlich kein seit den mittleren 70ern auf den Markt gekommener Bandtyp wirklich langzeitstabil.
Ich habe übrigens eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Die alten FeCo Bänder, die ich zuletzt bespielt habe, sind größtenteils ruhig, als hätten sich ihre alten Restaufnahmen im Laufe der Zeit doch noch gelöscht. Außer dem Rauschen höre ich jetzt nur noch die aktuelle Aufnahme.
01.08.2025, 15:05 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.08.2025, 15:11 von analogi67.)
Vielen Dank.
Bei den UXS steht Made in France drauf.
Da Thomann wie immer schnell ist, die RTM sind ausgepackt. Sehen in Ordnung aus.
Habe das Yamaha KX380 geholt. Etwas größer wäre besser gewesen, ab der Serie dann KX480, 490, 493. Vielleicht findet sich so eines.
Zusammengefasst von den heutigen Kassetten bleibt meine Rangfolge
1. RTM / Thomann C70 (RTM)
2 Müller / EQ Professionell.
Das ist doch schon was.
Von den NOS/ Neu
BASF Chrome Extra ( 1 Stück )
BASF Ferro I ( 1 Stück )
BASF Maxima ( Made in Germany ) eventuell
Sony UX-S ( Made in France )
TDK CDing (Luxemburger Adresse auf dem eingeschweißten 3er-Set)
RTM neu.
15.08.2025, 06:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2025, 06:57 von analogi67.)
Kurze Info: die von Thomann gelieferten RTM C60 in dem gebraucht erworbenen Yamaha KX380 brachten erstaunlich gute Aufnahmen ohne Dolby. Das hatte ich nicht erwartet.
Überraschend wenig Rauschen, klanglich gut. Aufnahme klingen sehr ähnlich dem Original, CD oder Radio.
Mechanisch ordentlich.
Das KX380 mein einziges Tapedeck. Reicht für das restliche Kassettenleben. Gekauft für den Altbestand.
Neue Aufnahme wird es kaum geben. Die RTM sund meine letzten Neuen.
(15.08.2025, 06:49)analogi67 schrieb: Kurze Info: die von Thomann gelieferten RTM C60 in dem gebraucht erworbenen Yamaha KX380 brachten erstaunlich gute Aufnahmen ohne Dolby. Das hatte ich nicht erwartet.
Überraschend wenig Rauschen, klanglich gut. Aufnahme klingen sehr ähnlich dem Original, CD oder Radio.
Mechanisch ordentlich.
Mein Reden die ganze Zeit. Diese neuen RTM Bänder sind hervorragend.
Sauber eingemessen und mit Dolby C erreicht man auf einem guten Deck a la KX-1100 HX, Revox B 215 aber auch in der 100 € Klasse wie dem KX-880HX Ergebnisse, die von CD kaum zu unterscheiden sind.
Die Zauberformel heißt wirklich: Einmessung in Level und Bias... ... und natürlich ein sauber revidiertes Deck.
Viele Grüße
Manfred
"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
Wenn das noch die gleichen sind wie die ersten Capture vor ein paar Jahren, dann sind sie auch brauchbar, aber bieten hörbar weniger Dynamik als die RTM-Bänder. Die Gehäuse kommen vom gleichen Hersteller (Musicbox), das Band kommt bei Capture von Greencorp.
Was mir an diesen Captures gefällt ist die Optik. Ja, das ist ein einfaches, günstiges Produkt, dennoch hat sich ein Grafiker etwas überlegt bei der Produktegestaltung. Das mag ich.
18.08.2025, 05:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.08.2025, 05:37 von analogi67.)
Irgendwie schon. Erinnert mich von der Aufmachung an etwa 1975-1980.
Die ATR Typ I und II sind ähnlich designed. Bei Typ II findet sich im US-Shop welche im schicken Spulendesign für rd 22$. https://images.squarespace-cdn.com/conte...rmat=1000w .
Davon würde ich glatt ein paar kaufen. Fracht und Zoll macht das leider unattraktiv.
Für ein stark geschrumpftes Medium eine überraschend große Auswahl.
Bei den großen Senkeln fallen jetzt vier Marken ein:ATR, darklab,RTM und neu Splicit.
Da sah es um die Jahrtausendwende düster aus. EMTEC war vorübergehend verschwunden, Quantegy ging wenig später insolvent. Der Silberstreif war und ist RMGI, heute RTM. Da kann man nur sagen Merci et vive la France!
Die ATR Spulencassette hat ziemlich schlechtes Band von NAC. Lohnt also nicht, sich die zu kaufen. Es sei denn, man möchte nur eine für die Sammlung. Oder man opfert eine TDK SuperCDing oder ähnliche Allerwelts-Typ-II und pflanzt deren Band ein, dann kann man sie sogar benutzen. Die Optik ist ja schon interessant, weil ganz anders als die alten Spulencassetten aus den 80ern.
Ja, das hatte ich mir gemerkt, eher ungeeignet. Bei zwei - drei wären es bei ca 22$ mit Porto und Zoll gut und gerne 80-90€. Falls aus den USA nach Deutschland kleine Liefermengen möglich sind. Optisch sind die eine Show. Nur deswegen.
Thomann hatte die normale Cobalt -Series um ca 15€ . Inzwischen gestrichen. Vielleicht zuviele Reklamationen. Oder zu teuerer Importpreis. ATR Magnetband ist aktuell sehr teuer, die beiden Sorten auf 10,5" Metallspule liegen deutlich über vergleichbaren RTM.
Eigentlich bin ich mit dem restlichen Typ I Kassettenangebot sehr zufrieden.
Mit den sehr guten Erfahrungen der RTM-Kassette fertige ich auf dem Yamaha KX380 auf den bestellten RTM eigene Mixtapes an. Nur für Nostalgie, nichts mehr ernsthaft.
Ein besonderes Mixtape Mitte der 80ziger, das auf einer Fuji Kassette aufgenommen wurde, ist mit Hilfe des KX380 digitalisiert. Dafür hat der Kauf des Yamaha gelohnt. Der Rest an Altbestand ist eigentlich nicht mehr der Mühe wert. Einige waren mit Dolby C aufgenommen. Im Unterforum Digitales fand ich Dolby- und dbx-Softwaredecoder. Da bin ich mir noch nicht klar,wie ich die Softwaredecoder einsetze. Wahrscheinlich erst in mp3 wandeln und dann durch die Decoder durch. Der Aufwand ist beträchtlich. Da reicht das Dolby C des KX380 genauso.
"Note: National Audio’s Cobalt Type II tape, manufactured in Springfield, MO, has replaced chrome in our packaged 799 Studio Master cassettes as chrome tape can no longer be made due to environmental reasons."
Mit ca. 43$ für 10 Stück C60-Kasetten heutzutage preiswert. Es klingt zwar so, als ob Typ II verfügbar bliebe, der Satz sagt jedoch nur aus, dass Cobalt Chrom ersetzt hat. Wie lange das Cobaltdotierte Band verfügbar bleibt sagt das nicht.
Wäre ein Angebot in der EU, müsste man es den hier im Faden genannten Typ I Kassetten hinzufügen.
Das Typ-II-Band mit Kobalt wird verfügbar sein, solange jemand dieses minderwertige Material kauft. NAC stellt das aktuell selbst her. Die Sprüche mit den Umweltauflagen bei der Produktion sind Märchen, die werden neben Chromdioxid auch hartnäckig für kobaltdotierte Eisenoxidbänder und für Reineisenbänder wiederholt, während Video- und Datenbänder nach wie vor genau diese Materialien nutzen. Es geht rein um die wirtschaftliche Machbarkeit für die heute vergleichsweise sehr geringe Nachfrage.
Chromdioxid-Band wird seit dem Ausstieg von dessen letzten Herstellern - Emtec, SKM und Aurex - nicht mehr hergestellt, und auch die Anlage zur Herstellung des Grundpigments wurde vor etwa 20 Jahren abgebaut. NAC hat bis vor ein paar Jahren noch Restbestände von Emtec gehabt und in ihre "Studio Master 799" Cassetten eingespult. Als die Pancakes alle aufgebraucht waren, haben sie mangels verfügbarem Nachschub die Produktion von Typ II selbst in die Hand genommen. Eigentlich ein tolles Projekt, nur leider müssen sie ziemlich bei null anfangen, und die Gieß- und Kalandermaschinen bei NAC sind aus den frühen 70er Jahren. Hauptproblem aller NAC-Bänder, also auch Typ I, ist deren unregelmäßige Oberfläche, die ein Bespielen mit Normalgeschwindigkeit ohne Drop-outs fast unmöglich macht. In Schnellkopieranlagen funktioniert es besser.
Wenn es vernünftige, günstige neue Player gäbe, gäbe es vermutlich noch mehr davon, denn junge Fans kaufen durchaus wieder physisch (und sei es als Merchandise/Sammlerstück) und Vinyl ist für viele inzwischen zu teuer geworden. CDs erholen sich aus dem Grund auch wieder, klar, auf niedrigem Niveau, denn den allermeisten reicht das Streaming. Aber es gibt halt auch genügend Fans, die ein Objekt besitzen wollen, daher bedient die Industrie inzwischen diesem Sammlermarkt mit unterschiedlichen Vinylfarben, alternativen Covers, Deluxeausgaben und auch Kassetten. Ich beobachte das schon seit Jahren mit Interesse, habe ja selbst eine musikbegeisterte Tochter.
Unser alter Kram ist jedenfalls durchaus nicht uncool.
30.08.2025, 09:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.08.2025, 09:51 von analogi67.)
Sehr interessant . Trotzdem nichts für mich. Die Handvoll RTM mit dem Resten Typ 2 reicht. Digitalisierung abgeschlossen. Yamaha KX380 erledigte den einen Teiljob.
Ich habe tatsächlich auch in den letzten Jahren ein paar vorbespielte neue Kassetten gekauft, einfach aus Nostalgie - und weil ich sie im Auto noch abspielen kann. Da hatte ich in einem Plattenladen in Hannover tatsächlich eine Kassettenwand entdeckt, mit Neu- und Gebrauchtware. Dabei das erste Album der Wipers von 1979, das hatte ich bislang nur auf Festplatte. Offenbar ein Rerelease auf dem kleinen Label des Sängers. Natürlich habe ich die gekauft und da das Album durchgängig klasse ist (und auch viel besser klingt als der 20 Jahre alte Vinyl-Rip auf meiner Festplatte), hatte ich damit im Auto schon häufig eine gute Zeit. Auch wenn eine kleine Band, die mir gefällt, auf Bandcamp Kassetten anbietet, erliege ich durchaus der Versuchung. Zuhause höre ich allerdings fast nie Kassetten, ich nehme nur welche auf und die wandern dann ins Auto.
Mich würde echt mal interessieren, wie so ein aktueller Release auf Cassette klingt. Kann man die mit den alten vorbespielten MCs aus den 1980ern und 1990ern vergleichen? (Klar - Dolby NR wird man kaum noch antreffen, aber abgesehen davon...)
Viele Grüße
Alex
We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
Ich habe gerade auf Amazon.de einfach mal nach "Kassette" gesucht und da findet man tatsächlich auch ganz interessante Sachen wie Abba "Gold" oder Iron Maiden "The Number Of The Beast".
Scheinen neue Cassetten-Releases zu sein. Da beide über 20 Euro kosten, hätte ich auch bei der Qualität ein paar Ansprüche.
Viele Grüße
Alex
We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
30.08.2025, 14:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.08.2025, 14:15 von Darwin.)
(30.08.2025, 13:08)al3x135 schrieb: Mich würde echt mal interessieren, wie so ein aktueller Release auf Cassette klingt. Kann man die mit den alten vorbespielten MCs aus den 1980ern und 1990ern vergleichen? (Klar - Dolby NR wird man kaum noch antreffen, aber abgesehen davon...)
Erstaunlich gut! Ich habe die letzte Abba und die Abba Gold (als neues Release) sowie die Awesome Mixes 1 & 2 vom Film Guardians of the Universe auf MC gekauft. Alle ohne NR und alle hörbar. Nicht dumpf, nicht leiernd. Wirklich okay! Vermutlich würde eine Tape-Kopie von mir auf Typ I nicht wesentlich anders klingen.
Ich habe vor Jahren mal eine Kassette von Dude und Phaeb gekauft. Klang ok, aber auch nicht mehr. In dem Fall würde ich es selber besser hinbekommen. Aber vielleicht variiert das auch sehr.
Dieser Artikel ist mal wieder typisch ... Schmierfinken, die keine Ahnung von Tapes haben:
..."und auch bei der Soundqualität stand das Tape bislang eher für Eiern und Rauschen als für herausragenden Hörgenuss."
Noch nie ein gescheites Tapedeck gehört?
..."Die Musikkassette neigte stets zum Leiern, zum Knacksen und zum Rauschen."
Ah, ha, also knacksen hatte ich noch nie..., Leiern nur, wenn die Mechanik defekt ist, rauschen tut die Platte mehr...
"Und auch wenn der Sound der Kassette heute gerne in Nostalgie-Schwärmereien als besonders einzigartig verklärt wird, so hinkte er dem der Vinyl oder CD stets hinterher. Der Kassette mangelt es an Dynamik- und Frequenzumfang, Musik wird weniger detailreich wiedergegeben – und wer sie zu oft abspielte, der hörte irgendwann nur noch dumpfen Musikmatsch."
Für die CD mag das gelten, aber die Kassette ist diesbezüglich dem Vinyl überlegen. So oft kann ich ein Tape gar nicht abspielen, dass anschließend nur noch dumpfer Musikmatsch rauskommt... wie wäre es mal mit Köpfe reinigen...? Es gab da mal ein Test, wo ein Tape fast ohne Qualitätsverlust 1000 mal abgespielt wurde.
Viele Grüße
Manfred
"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
Mir ist das alles ein wenig zu pauschal. - Diese "Journalisten" die oft genug über MCs schreiben,
kennen dieses Medium oft nicht aus aus eigener Anschauung aus der "Hochzeit" der MC.
So kommt ja auch kaum eine dieser "Experten Dukus " zum Thema ohne diesen unsäglichen Bleistift aus.....
Ich selbst nutze MCs seid es die Dinger gibt und habe noch nie einen solchen benutzt.
Viele dieser selbsternannten "Experten" Typ jung, dynamisch und erfolglos wissen gar nicht was für
einen Blödsinn da zu Papier bringen.
Man sollte hier nicht pauschalisieren, was die Vergleiche zwischen den Medien angeht.- So habe ich z.B. heute noch
MCs die mit mir in den Anfang 90ern im Auto durch Europa gereist sind, bei 70 Grad in der Karre lagen... aber
selbst heute noch brauchbar klingen, meist sogar irgendwelche BASF Chromebänder die ja ach so
viel Dynamik verlieren.... zum Teil aber neuere Kauf MCs klingen wie mit Kondensatormic im Keller aufgenommen..
Ich besitze nun nicht unbedingt die schlechtesten Tape Decks von Braun, ASC und ReVox, aber in direkten Vergleich
mit entspr. glleichwertiger Hardware ist meist hier die LP überlegen.- Meist eben, aber auch nicht immer.
Wobei ich den Eindruck habe, das selbst aufgenommene MCs besser klingen als ihre Kauf Pendants.
Das alles ist aber auch nur meine subjektive Meinung.
.
. " Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Sie zu einem Atheisten, aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "
(Werner Heisenberg)
Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo
Der schlechte Eindruck kommt u.a. auch von Videos wie diesen:
Ein sauberer Kopf, gewartete Mechanik und ggf. Elektronik, eine brauchbare Cassette (und nicht diese TDK B - sind die nicht sogar gefälscht?) und der Sony TC-D5 hätte fabelhaft klingen können...
Viele Grüße
Alex
We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
Das stimmt, auch die Kanaltrennung ist besser...nee, Spass bei Seite.
Vinyl und Tape zu vergleichen, macht eigentlich keinen Sinn. Sie ergänzen sich perfekt.
Vinyl ist immer vorbespielt, Tape meistens selber aufgenommen. So waren in den Hifi-Türmen und Kompaktanlagen beide Formate integriert.
Alle meine Vinyl-Alben sind heutzutage quasi im Neuzustand, da ich grundsätzlich jede gekaufte Platte sofort auf Tape gebannt habe. Ich habe nie die MC erworben, immer nur die Platte.
In der 11. Klasse durften wir in Deutsch freiwillige Referate über ein selbst bestimmtes Thema halten, um unsere Noten aufzubessern:
Mein Thema damals:
"Macht der Besitz eines Kassettenrecorders den Kauf eines Plattenspielers überflüssig?"
Ich ging damals mit einer "sehr gut" nach Hause, nachdem ich bei der Interpretation von: "Nathan der Weise" eine "ausreichend" kassiert hatte.
Viele Grüße
Manfred
"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
(30.08.2025, 13:08)al3x135 schrieb: Kann man die mit den alten vorbespielten MCs aus den 1980ern und 1990ern vergleichen?
Doch, durchaus. Ich war bislang mit jeder neuen MC zufrieden.
Und damals gab es ja manche (Major-) Labels, die bei Kassetten kompletten Mist verbrochen haben, ich kann mich noch an teuer gekaufte MCs erinnern, die nach relativ kurzer Zeit nicht mehr zu gebrauchen waren. Andere hingegen laufen nach über 35 Jahren immer noch einwandfrei. Ich denke, unter den damaligen Zuliefern und/oder Kopierwerken gab es ein paar, die nichts taugten.
30.08.2025, 20:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.08.2025, 20:14 von Kirunavaara.)
Die Stiftung Warentest hatte mal einen schönen Vergleichstest, in dem die Wiedergabequalität von ein paar Schallplatten und Cassetten verglichen wurde. Dazu wurden mehrere Werke ausgewählt und in beiden Formaten beschafft, probegehört und gemessen. Das war so um 1980. Die Schallplatten schnitten durch die Bank besser ab, wobei eine oder zwei Cassettenausgaben den LP-Versionen doch sehr nahe kamen, und der Rest der MCs eher unbrauchbar klang.
Nun gaben sich die Tester nicht einfach so mit dem Resultat zufrieden, denn sie wußten, daß die Cassette eigentlich mehr konnte. Also machten sie noch ein paar Eigenaufnahmen, wahrscheinlich mit damals guten Decks auf normal-gute Cassetten (also nicht irgendwas Abgefahrenes wie Typ III oder IV, sondern entweder klassische BASF Chromdioxid oder Maxell UD-XL II, die 1977 den Cassettentest gewonnen hatten - ich weiß es nicht mehr). Beim Nachmessen zeigte sich dann, daß die Eigenaufnahmen sehr nah an die LPs herankamen, von denen sie ja zwangsläufig kopiert wurden. Masterbänder standen leider nicht für die Versuche zur Verfügung.
Spätestens seit Ende der 80er Jahre in den Kopierwerken digitale Zuspiel-Laufwerke verwendet wurden, und die Cassetten auch brauchbare Gehäuse bekamen, war die Qualität der vorbespielten MCs wirklich gut, in meinen Ohren meist näher an der CD als an der LP. Nur war es zu der Zeit bereits so, daß sich im Freundeskreis jeder CDs kaufte. Was einem selbst fehlte, wurde gegenseitig ausgeliehen und auf Cassette aufgenommen, und wenn es nach ein paarmal Anhören immernoch gefiel, dann auch als CD nachgekauft, sobald wieder Taschengeld vorhanden war. Die Kauf-MCs spielte also keine große Rolle.
Die 2-3 Handvoll Kauf-MCs mit Neuerscheinungen seit ca. 10 Jahren, die ich mir aus Spaß an der Freude teilweise zusätzlich zu den CDs gegönnt habe, klingen fast alle gut. Eine hatte Störgeräusche drin, die klangen, als sei die Kopie in Echtzeit von einer schlecht lesbaren CD-R gezogen worden - durchaus möglich, war eine Kleinauflage. Ein paar Stück hinterließen bei den ersten 1-2 Durchläufen viel Abrieb auf den Tonköpfen - da war dann wohl Bandmaterial von Modo-King drin, wie in den EQ-Leercassetten von Müller. Und daß die Neuausgaben ohne Dolby erscheinen, empfinde ich eher als Segen denn als Fluch. Bei Pop/Rock stört das Rauschen eh nicht groß. Die Pumpeffekte und der dumpfe Klang bim Abspielen von vielen alten vorbespielten MCs, deren Pegel oder Azimut nicht hundertprozentig stimmt, sind viel nerviger. Nein, es liegt nicht am Gerät, denn Dolby-Aufnahmen mit korrektem Pegel werden auch anständig wiedergegeben. Ohne Dolby ist einfach viel weniger anfällig für die zahlreichen typischen Fehlerquellen des Systems Compact-Cassette.
Stimmt, das war positiv und fasst auch die Gründe zusammen, weshalb sich wieder Leute dafür interessieren (neben den paar Unentwegten, die nie damit aufgehört haben).
"Walkman" ist in Österreich inzwischen eine generische Bezeichnung - Sony hätte die Marke nicht ausreichend geschützt, lautete das Urteil des Gerichts.
Ich habe ja hier einige solcher TDK B Kassetten. Wenn man mit gelegentlichen Dropouts leben kann ist das Band recht ok. Finde ich für Blues Musik gut geeignet.
"Dafür wird eine originale Kassettenbandproduktionsstrasse von National Audio in der Revox Manufaktur in Villingen installiert und dort für die Produktion von hochwertigen Audiokassetten genutzt."
Dabei wird es sich eher nicht um die Bandherstellung selbst handeln, eher um eine Kopierstraße.
Schade, daß sich Revox ausgerechnet den Produzenten mit der aktuell schlechtesten Bandqualität heruasgesucht hat. Revox hatte ja auch in den 70er und 80er Jahren bereits ein Faible für amerikanische Tonbänder. Trotzdem bin ich schon auf die neuen Leercassetten gespannt.
Ob dann auch bald ein B215 Mk III zum Preis eines Kleinwagens kommt?
genau so habe auch ich das interpretiert. Wollen wir mal sehen, was da wirklich kommt. Meine Vermutung wäre auch, dass lediglich fertige CC aus den USA hier auf Revox umgelabelt werden oder sogar ankommen. Im Zweifel werden hier wirklich nur noch Kopiervorgänge durchgeführt, ähnlich der Bänder.
Auch früher waren die umgelabelten Revox-CC schon teuer...wer mit Anspruch an hochwertige Neu-Aufnahmen denen die Ami-Bänder abnehmen soll, ist mir schleierhaft. Aber es gibt scheinbar einen Markt für "Poser", denen wird das nicht zu teuer sein...denen kann das gar nicht teuer genug sein!
Nun gut, Revox wäre vielleicht besser bei RTM ( Fe Typ I ) und ggf erst bei den "Cowboys" ( Co Typ Ii).
Mir ist es egal. Das neue RTM war gut, für ein altes Yamaha KX380.
Alles digitalisiert. Wer NOS-Typ Ii oder das Tapedeck möchte, ich gebe alles her.