31.12.2024, 17:18
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.12.2024, 23:28 von AnalogMaster.)
Da ich mich bereits fleissig aus dem reichhaltigen Fundus dieses Forums bedint habe, wollte ich zumindest die "Hallo sagen" Pendenz im Alten Jahr abschliessen.
Ich habe Baujahr 1965, bin östlich von Zürich aufgewachsen und habe rund um den Maschinenbau und die Informatik meine Bestimmung als Ingenieur gefunden.
Es geht mir wie einigen der Mitglieder in diesem Forum: Man stösst die massigen Bandmaschinen und all das Zubehör ab, freut sich über den gewonnen Platz und vermisst nach ein paar Monaten das haptische und die tollen Details und Funktionen der Maschinen.
Zur "HiFi Droge" kam ich während der Berufslehre. Das war die Zeit, als die in immer kürzeren Abständen beworbenen HiFi Racks und die immer ausgeklügelteren HiFi Komponenten einen regelrechten Hype generiert haben. Die CD's waren damals der letzte Schrei. Da ich in meinem Umfeld Freunde hatte, welche bei der Suter Revox in Regensdorf gearbeitet haben, stand dann irgendwann eine brandneue Revox B77 bei mir. Abgestossen habe ich die Maschine nach ca. 20 Jahren, als ich bereits zwei Söhne im Teenie Alter hatte. Die schmierenden Bänder warten der Grund. Aber den Verlust der Maschine, mit den sich langsam drehenden Spulen. habe ich bald bereut.
Die darauf erworbene schicke AKAI GX77 "Ersatzdroge" hat mich gut über die Runden gebracht. Den Ärmel so richtig reingenommen hat es mir, als ich ein Youtube Video über die Studer A807 gesehen habe. Eine Profimaschine zu besitzen, wäre mir niemals in den Sinn gekommen.
Da ich zum Glück als Schweizer in einem Land wohne, in welchem es die gefühlt höchste Dichte an Studer Maschinen hat, wurde ich beim Revox Sammler Bruno Probst fündig. Er wollte seine A807 MKII (mit eingebautem Original Testgenerator!) verkaufen. Da die Maschine unter der fachkundigen Obhut von Simon Kummer komplett revidiert wurde, war es nach der Besichtigung in den Räumen von Jürg Schopper (Ja, DER Jürg Schopper) in Seuzach/Winterthur definitiv um mich geschehen.
Ich habe beim Kauf eine sehr präzise Einmessanleitung von Simon Kummer erhalten. Das Wochenende, an welchem ich mich das erste mal an das Einmessen einer PER 528 Charge gewagt habe, war eine "mindblowing" Erfahrung für mich. Dass die Maschinen gut tönen, ist das Eine, aber dass die Maschinen mit einem eingemessen Band SO gut tönen, das war ein neue Erfahrung für mich und hat mich bestätigt, dass diese Analog Dinos das Beste sind, was es gibt.
Wie es der Zufall wollte, habe ich bei der Recherche nach coolen, modernen Designs von Take-up Reels das coole TS27A Design von Ballfinger entdeckt. Da diese Spulen aber nicht mehr hergestellt werden, habe ich mich kurzerhand entschlossen dieses Design für den Eigenbedarf herzustellen. Das Resultat hat mich derart begeistert, dass ich von meinem jüngsten Sohn 6 verschiedene CAD Pläne mit neuen Designs mit 285mm Durchmesser zeichnen und dann bei lokalen Produzenten herzustellen liess. Die auf einer Bystronic Wasserstrahl Schneidemaschine geschnittenen Flansche sind sehr präzise und laufen perfekt. Da ich begeisterter Sammler von Phenakistoscope Schallpatten bin, ich auch einen Versuch einer sich bewegenden Spule gemacht. Das Resultat hat mich selbst verblüfft.
An eine Vermarktung habe ich mich noch nicht gewagt, der Markt ist super klein. Falls das Interesse vorhanden ist, werde ich Bildmaterial der neuen Take-up Reels hochladen. Als Kostprobe ein Bild eines der neuen Designs auf der A807.
20241210_195736907_iOS_s.jpg (Größe: 23.34 KB / Downloads: 180)
So, das war's fürs Erste.
Ich wünsche euch allen einen super Start in's Neue Jahr und weiterhin viel Freude mit unseren Analog Dinos :-).
Rolf
Ich habe Baujahr 1965, bin östlich von Zürich aufgewachsen und habe rund um den Maschinenbau und die Informatik meine Bestimmung als Ingenieur gefunden.
Es geht mir wie einigen der Mitglieder in diesem Forum: Man stösst die massigen Bandmaschinen und all das Zubehör ab, freut sich über den gewonnen Platz und vermisst nach ein paar Monaten das haptische und die tollen Details und Funktionen der Maschinen.
Zur "HiFi Droge" kam ich während der Berufslehre. Das war die Zeit, als die in immer kürzeren Abständen beworbenen HiFi Racks und die immer ausgeklügelteren HiFi Komponenten einen regelrechten Hype generiert haben. Die CD's waren damals der letzte Schrei. Da ich in meinem Umfeld Freunde hatte, welche bei der Suter Revox in Regensdorf gearbeitet haben, stand dann irgendwann eine brandneue Revox B77 bei mir. Abgestossen habe ich die Maschine nach ca. 20 Jahren, als ich bereits zwei Söhne im Teenie Alter hatte. Die schmierenden Bänder warten der Grund. Aber den Verlust der Maschine, mit den sich langsam drehenden Spulen. habe ich bald bereut.
Die darauf erworbene schicke AKAI GX77 "Ersatzdroge" hat mich gut über die Runden gebracht. Den Ärmel so richtig reingenommen hat es mir, als ich ein Youtube Video über die Studer A807 gesehen habe. Eine Profimaschine zu besitzen, wäre mir niemals in den Sinn gekommen.
Da ich zum Glück als Schweizer in einem Land wohne, in welchem es die gefühlt höchste Dichte an Studer Maschinen hat, wurde ich beim Revox Sammler Bruno Probst fündig. Er wollte seine A807 MKII (mit eingebautem Original Testgenerator!) verkaufen. Da die Maschine unter der fachkundigen Obhut von Simon Kummer komplett revidiert wurde, war es nach der Besichtigung in den Räumen von Jürg Schopper (Ja, DER Jürg Schopper) in Seuzach/Winterthur definitiv um mich geschehen.
Ich habe beim Kauf eine sehr präzise Einmessanleitung von Simon Kummer erhalten. Das Wochenende, an welchem ich mich das erste mal an das Einmessen einer PER 528 Charge gewagt habe, war eine "mindblowing" Erfahrung für mich. Dass die Maschinen gut tönen, ist das Eine, aber dass die Maschinen mit einem eingemessen Band SO gut tönen, das war ein neue Erfahrung für mich und hat mich bestätigt, dass diese Analog Dinos das Beste sind, was es gibt.
Wie es der Zufall wollte, habe ich bei der Recherche nach coolen, modernen Designs von Take-up Reels das coole TS27A Design von Ballfinger entdeckt. Da diese Spulen aber nicht mehr hergestellt werden, habe ich mich kurzerhand entschlossen dieses Design für den Eigenbedarf herzustellen. Das Resultat hat mich derart begeistert, dass ich von meinem jüngsten Sohn 6 verschiedene CAD Pläne mit neuen Designs mit 285mm Durchmesser zeichnen und dann bei lokalen Produzenten herzustellen liess. Die auf einer Bystronic Wasserstrahl Schneidemaschine geschnittenen Flansche sind sehr präzise und laufen perfekt. Da ich begeisterter Sammler von Phenakistoscope Schallpatten bin, ich auch einen Versuch einer sich bewegenden Spule gemacht. Das Resultat hat mich selbst verblüfft.
An eine Vermarktung habe ich mich noch nicht gewagt, der Markt ist super klein. Falls das Interesse vorhanden ist, werde ich Bildmaterial der neuen Take-up Reels hochladen. Als Kostprobe ein Bild eines der neuen Designs auf der A807.
20241210_195736907_iOS_s.jpg (Größe: 23.34 KB / Downloads: 180)
So, das war's fürs Erste.
Ich wünsche euch allen einen super Start in's Neue Jahr und weiterhin viel Freude mit unseren Analog Dinos :-).
Rolf
