25.10.2005, 11:19
Zitat:mfranz posteteWarum auch? Bei einem Gerät mit von der Wiedergabe unabhängig kanalweise schaltbarer Aufnahme und zwei mischbaren Eingängen reicht ein Paar Cinch-Kabel, um diese Trickeffekte selber zu schalten.
-Bei Grundig-, Uher- und Revox-Bandgeräten z.B. gab es Trickmöglichkeiten, solange die elektronische Ausstattung es zuließ. Bei Japanern war das fast immer nicht vorgesehen.
Eine ganze Reihe von Akai-Geräten hat übrigens auch integrierte Trickschaltungen: GX-220, GX-221, GX-225, GX-260, GX-280, GX-285, GX-286, GX-400...
Und was entgegnest Du mir, wenn ich nicht die Japaner, sondern die Europäer als Meister im Weglassen bezeichne? Bei den Europäern ist der Anteil dreimotoriger Geräte wesentlich geringer als bei den Japanern, ebenso jener der Geräte mit getrennten Aufnahme- und Wiedergabeköpfen, Reverse-Maschinen, Maschinen mit integriertem Rauschunterdrückungssystem...
Die Europäter haben außerdem eine ganze Reihe von Stereo-Bandmaschinen mit nur einem Aussteuerungsinstrument für beide Kanäle gebaut (u.A. die gar nicht billige Variocord), ebenso 18er-Geräte mit völlig unzureichendem dreistelligen Zählwerk...
:-)
Zitat:-Philips versuchte kaum seine CD als Datenspeicher zu verhinden. Die Sony minidisc wäre damals ein super Datenspeicher geworden, aber Sony tat alles Mögliche, dass das nicht passiert.Nur war die CD ursprünglich ein reines Nur-Lesen-Medium und barg somit gar nicht die Gefahren, die Sony dazu veranlasst haben, die MD mit zahlreichen Einschränkungen zu versehen, die sie letztendlich uninteressant gemacht haben.
Weiterhin übersiehst Du, daß Philips mit der DCC exakt die gleiche Marktpolitik betrieben hat wie Sony mit der MD. Das ist nur weitestgehend in Vergessenheit geraten, weil das Medium schon konzeptionell nicht besonders gut war und schnell wieder verschwunden ist.
Zitat:Einige digitale Videokameras haben vieles an Board, was eigentlich für teurere Modelle gedacht ist. Bei einigen konnte man diese Eigenschaften freischalten.Auch das ist mitnichten typisch japanisch, sondern inzwischen überall auf der Welt üblich. Paradebespiel Software: Es gibt etliche Programme, bei denen preislich gestaffelte Lizenzkeys verschiedene Features freischalten.
Und überhaupt: Wäre jemandem damit gedient, wenn preiswerte Kameras keine rückgebaute Technik teurerer Modelle enthielten, sondern von Grund auf eigenständige Entwicklungen wären? Das einzige, was man m.E: damit erreicht, sind deutlich höhere Preise (sowohl für teure als auch für preiswerte Modelle) und schlechtere Qualität.
