Revox A77 Revision, Widerstände ohne Ohm Angabe
#1
Hallo, alle zusammen.
Ich versuche mich hier gerade in das Forum einzuarbeiten, habe aber durchaus große Schwierigkeiten zurechtzukommen.
Ich habe mir eine alte Revox A77 MKIII zugelegt und möchte diese wieder restaurieren. Mittels einem Revisionskit habe ich alle Kondensatoren und Potis getauscht.
Leider sind auf der Platine "Tape Drive Control" 1.077.300 auch die Widerstände R121, R122 und R123 abgeraucht. Im Service Manual (10th Edition) sind sie nur mit einem Widerstand 4,7 ausgewiesen.

1. Frage  Huh

Meine 1. Frage ist nun: sind es 4,7 Ohm oder 4,7K.

2. Frage Huh

Auf der Switch Board Platine (1.077.435) ist mir das Poti P305 auseinandergefallen, bevor ich messen konnte auf wie viel Ohm es eingestellt war. Es war zwar auf den Maximalwert eingestellt, dass habe ich auch mit dem neuen Poti gemacht, dennoch würde ich gerne wissen wofür das Poti ist. 

3. Frage Huh

Ich habe versucht im Downloadbereich etwas herunterzuladen. Leider funktioniert das nicht. Was mache ich falsch??

Kann mir jemand helfen?

VG  Jo
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#2
Jo,

es sind 4,7 Ohm. Das geht schon aus der "Logik" der Zusammenschaltung mit den in Serie liegenden Kondensatoren hervor. Wenn diese Widerstände durchgebrannt sind, wird es wohl einen naheliegenden Grund dafür geben, und ein einfacher Ersatz wird dann möglicherweise wieder schnell ein Opfer der Flammen sein.

Gruß

Dieter
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#3
Zu Frage 2) Hat etwas mit Crosstalk-Justage zu tun. Ist im Abschnitt 6.6.5 genauer beschrieben.

Zu Frage 3) Was passiert denn beim Download bzw. wie gehst Du vor? Ich denke, man muss eingeloggt sein für den Download.

Gruß

Dieter
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#4
Die Widerstände sind vermutlich Opfer abgebrannter RIFA Entstörkondensatoren (C113, 114, 115) geworden. Wenn diese drei (0,47 uF, 275V, X2) erneuert sind, sollten auch die drei Widerstände sicher sein.

Zum Download-Bereich braucht man eine zusätzliche Anmeldung um sich dort einloggen zu können.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#5
(16.12.2024, 18:56)Uhermania schrieb: Jo,

es sind 4,7 Ohm. Das geht schon aus der "Logik" der Zusammenschaltung mit den in Serie liegenden Kondensatoren hervor. Wenn diese Widerstände durchgebrannt sind, wird es wohl einen naheliegenden Grund dafür geben, und ein einfacher Ersatz wird dann möglicherweise wieder schnell ein Opfer der Flammen sein.

Gruß

Dieter

Hallo Dieter.
Danke für deine Unterstützung. Ich werde dann mal die 4,7 Ohm einsetzen. Bin gespannt, ob die gute alte Maschine dann wieder zum Leben erweckt.
VG  Jo
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#6
(16.12.2024, 19:16)havox schrieb: Die Widerstände sind vermutlich Opfer abgebrannter RIFA Entstörkondensatoren (C113, 114, 115) geworden. Wenn diese drei (0,47 uF, 275V, X2) erneuert sind, sollten auch die drei Widerstände sicher sein.

Zum Download-Bereich braucht man eine zusätzliche Anmeldung um sich dort einloggen zu können.
Hallo Havox.
Die Kondensatoren habe ich bereits getauscht. Von daher haben die Widerstände eine Überlebenschance.
Mit dem Forum probiere ich es dann mal über eine Anmeldung.
VG  Jo
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#7
(16.12.2024, 19:06)Uhermania schrieb: Zu Frage 2) Hat etwas mit Crosstalk-Justage zu tun. Ist im Abschnitt 6.6.5 genauer beschrieben.

Zu Frage 3) Was passiert denn beim Download bzw. wie gehst Du vor? Ich denke, man muss eingeloggt sein für den Download.

Gruß

Dieter

Auch dafür ein dickes Dankeschön.
Mit dem Download probiere ich es dann auch noch einmal.

VG  Jo
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#8
Wenn der Übersprechtrimmer (wie meist) am Anschlag war, kannst du den neuen einfach wieder genauso einstellen. Die Wirkung ist marginal und quasi unhörbar.
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#9
(16.12.2024, 20:55)J.Stern schrieb: Mit dem Download probiere ich es dann auch noch einmal.
Jo, darüber stolpern wahrscheinlich viele. Man benötigt für den Download eine extra Registrierung. Ich glaube aber, man kann dieselbe Registrierungsdaten benutzen.

Gruß

Dieter
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#10
Danke Hannoholgi.
Ich habe jetzt alle Teile ausgetauscht, dass Gerät eingeschaltet und die Haussicherung fliegt raus... super! Das vor Weihnachten, wo ich kaum Zeit finde den Kurzschluss zu suchen... grrr
...ganz ruhig bleiben!
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#11
Liegt es vielleicht am Netztrennschalter im Gerät? Ein gern gemachter Fehler ist das Überbrücken, das dann den Kurzschluss verursacht.
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#12
War auch mein Gedanke.
Habe ich auch schon mal geschafft...

Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

http://www.sender-zitrone.de/
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#13
Ja, zwischen die beiden Löcher darf kein Kurzschlussstecker, sonst knallt's! Das ist ein Trenner, der beide Netzadern unterbricht, folglich dürfen sie auch nicht verbunden werden. Am besten man verwendet zwei "blinde" Bananenstecker oder etwas Ähnliches. Aber vorher Netzstecker abziehen!

   

Gruß

Dieter
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#14
Jip, den Fehler hatte ich tatsächlich gemacht. Jetzt stecken Bananenstecker drin und die Haussicherung bleibt drin. Dennoch tut sich nichts. Die Spannung geht bis zur 230v Feinsicherung. Dort kann ich sie noch messen. Morgen werde ich, wenn ich die Zeit finde, weitersehen.
Was mir noch aufgefallen ist, die Stecker an der Platine 1.077.370, Left Reel Motor, waren farblich nicht so gesteckt, wie es in dem Service Manual angegeben ist. Ich habe Fotos gemacht. Evtl. schaffe ich es die morgen zu posten.
… es bleibt weiter spannend… Danke Euch allen Smile
VG Jo
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#15
Jo, ist die Sicherung denn noch in Ordnung? Ich würde auch mal schauen, ob der Spannungswähler korrekt steht.

Wo hast Du das Gerät her? Gibt es Angaben des Verkäufers, in welchem Zustand die Maschine war?

Gruß

Dieter
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#16
Die Anschlüsse der Motoren sind häufig anders gesteckt, als im Service Manual angegeben.  Man sollte sie immer wieder so stecken, wie man sie vorgefunden hat. Es wurde so bei der Produktion der Fremdspannungsabstand optimiert.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#17
Ok, ich bin ja neu in diesem Forum und ich kann mit dem Schalter „Multi-Ztitat“ nichts anfangen. Kann mich jemand aufklären?

Dieter, ich habe das Gerät hier in Oldenburg gekauft, wo ich auch wohne. Der Verkäufer hat mir das Gerät mittels Kopfhörer vorgeführt. Der Sound war dumpf, Vorlauf, Rücklauf gingen und alles schien mechanisch OK für eine Revision… auch wenn ich mich im Nachhinein wundere, dass das gute Stück überhaupt einen Pieps von sich gegeben hat. Alle Rifa-Kondensatoren waren geplatzt und eben die 3 abgebrannten 
Widerstände… . Die Feinsicherung ist heile und der Spannungsschalter ist richtig eingestellt. Ich werde aber weiter messen und die Fragen und Ergebnisse hier posten.

Hans-Volker, Danke für den Hinweis! Das ist wohl auch der Grund für die im Schaltplan geklammerte, farblich unterschiedliche Anschlussbelegung.

In der Anlage befinden sich 2 Bilder. 1 x Schaltplan der Platine, 1x die gesteckten Anschlüsse (rechte Anschlusszeile)


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#18
(18.12.2024, 17:52)J.Stern schrieb: Dieter, ich habe das Gerät hier in Oldenburg gekauft, wo ich auch wohne. Der Verkäufer hat mir das Gerät mittels Kopfhörer vorgeführt. Der Sound war dumpf, Vorlauf, Rücklauf gingen und alles schien mechanisch OK für eine Revision… auch wenn ich mich im Nachhinein wundere, dass das gute Stück überhaupt einen Pieps von sich gegeben hat. Alle Rifa-Kondensatoren waren geplatzt und eben die 3 abgebrannten 
Hallo Jo,
das Multizitat habe ich noch nie benutzt, aber ich denke, man kann damit halt unterschiedliche Postings zitieren.

Was mich noch interessieren würde: Hast Du das Gerät mal vor Deinem Eingriff bei Dir laufen lassen, oder war das erst danach?

Dass das Gerät beim Verkäufer gelaufen ist, deucht mir sehr seltsam. Ich meine, bei geplatzten Kondensatoren und durchgebrannten Widerständen kann ich mir kaum vorstellen, dass das Gerät gelaufen sein soll. Bist Du sicher, dass das dasselbe Gerät war wie jenes, das Du jetzt vor Dir hast?

Macht das Gerät überhaupt keinen Mucks? Man könnte mal ohmsch die Primärseite messen. Wenn das Durchgang hat, würde ich im Betrieb die beiden Kleinspannungen gemäß angehängtem Ausschnitt messen.

   

Gruß

Dieter
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#19
Zum Bild 2 in Beitrag 17: Bei der letzten von mir überarbeiteten A77 waren die Kabel genauso gesteckt wie auf dem Bild. Das funktioniert also so.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#20
(18.12.2024, 18:48)Uhermania schrieb: Ich meine, bei geplatzten Kondensatoren und durchgebrannten Widerständen kann ich mir kaum vorstellen, dass das Gerät gelaufen sein soll.

Warum nicht? Das sind schließlich nur die Entstörkondensatoren. Die A77 läuft auch ohne. Gibt dann halt öfter Störgeräusche beim Schalten der Laufwerksfunktionen und die Kontakte der Relais finden das dauerhaft wohl auch nicht so toll. Aber bei einem kurzen Test fällt das nicht unbedingt auf.

Gruß
Robert
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#21
Ja, das stimmt natürlich, es sind "nur" Snubber-Glieder. Wenn sonst nichts ist, laufen die Motoren trotzdem.

Wie sollte er sonst noch vorgehen zur erfolgreichen Fehlersuche?

Gruß

Dieter
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#22
Ich hänge nochmal ein Schema und ein Bild zur Messung der 21V und der 27V an, da im Bild von Dieter die 21V nicht mit drauf sind:
   

Die 21V werden zwischen gelb und grün gemessen:

   

Wenn die fehlen, ist entweder 

1) eine Feinsicherung auf der Netzteilplatine durch, oder (häufigster Fall)
2) das Poti auf der Netzteilplatine hat den Schleifer verloren oder er ist locker, oder
3) einer oder beide der axialen 250uF  Elkos auf der Schalterplatine ist / sind hinüber. Das kann dann auch zum Ansprechen der Feinsicherung führen.

Die 27V kann man über dem großen silbernen Elko auf der Netzteilplatine messen. Rotes Kabel = plus, schwarzes Kabel = minus.

Und immer erst die Messleitungen anklemmen und dann erst die A77 einschalten!
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#23
Gute Tipps.
Ich hatte auch mal C101 (der große Elko mit 1000 µF) mit Kurzschluss und als Folge F102 durchgebrannt. Capstan läuft dann nicht und Lichtschranken-Lämpchen ist dunkel.

Gruß

Dieter
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#24
(19.12.2024, 13:18)Uhermania schrieb: Gute Tipps.
Ich hatte auch mal C101 (der große Elko mit 1000 µF) mit Kurzschluss und als Folge F102 durchgebrannt. Capstan läuft dann nicht und Lichtschranken-Lämpchen ist dunkel.

Gruß

Dieter
Hatte ich schon zweimal. Dieser Fehler scheint nicht ganz selten zu sein!
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#25
Guten Abend, in die Runde. Bin jetzt einwenig weiter. Erstmal Danke euch allen für die Lösungsvorschläge. Das Gerät ist das gleiche. Ich habe es direkt nach der Begutachtung in das Auto gepackt. Also ein vertauschen mit einem andern Gerät war nicht möglich. Nachdem ich den Drehschaler zum einstellen der Netzspannung einige male gedreht habe erwachte das gute Stück zum Leben. Die 3 kleinen Lämpchen leuchteten mich mit einem warmen Licht an und der Motor dreht sich. Dennoch habe ich die Messungen der Kleinspannungen durchgeführt und musste feststellen, dass mein Messgerät auch einen Fehler hat. Es zeigt immer zu viel an. Zum Test habe ich einfach die Netzspannung gemessen. Der Anzeige nach habe ich eine Netzspannung von 260V~. Das kann nicht sein. Also werde ich mir erst einmal ein neues Multimeter kaufen. Des Weiteren habe ich ein Probeband eingelegt, auf Play gedrückt und musste feststellen, dass der recht Motor nicht läuft. Die linke Spule drehe sich… also geht die Suche weiter. …die Feinsicherungen sind alle heile , das Lichtschrankenlämpchen ist dunkel, C101 ist erneuert.

VG Jo
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#26
(20.12.2024, 00:22)J.Stern schrieb: (...) Des Weiteren habe ich ein Probeband eingelegt, auf Play gedrückt und musste feststellen, dass der recht Motor nicht läuft. (...)

Nur zur Sicherheit:

Die A77 hat einen Schalter links unter der Klappe: 'Reel Motors off' ...
Der sollte nicht gedrückt sein, sonst hast du den von dir beschriebenen Effekt...


Grüße,

Silvio
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#27
@.....dass mein Messgerät auch einen Fehler hat. Es zeigt immer zu viel an.

Das ist oft auf einen leere Batterie des Messgerätes zurückzuführen.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#28
@Silvio: Danke für den Hinweis! Tatsächlich lag es daran. Ich kenne den A77 nicht und muss mich auch in die Bedienungsanleitung erst einmal reinlesen. Diese Funktion habe ich bisher noch nicht kennengelernt. Das Testband läuft jetzt sauber durch. Leider habe ich aber kein Signal am Kopfhörerausgang. Nichteinmalung ein Rauschen. Die VU-Meter zeigen auch nichts an.

@justus: Witzig, das ist ja antiproportional Smile. Je mehr desto weniger… Ich Tausch mal die Batterie.

So, die Weihnachtstage holen mich ein und ich werde das A77-Projekt erst im Januar fortsetzen können. Ich bin schon ganz gespannt wie ich dann vorankomme. Hintergrund meiner Mühe sind, neben meinem Interesse an Musik- oder Audioaufnehmen, alte Bänder aus meiner Kindheit, die mein Vater mir überlassen hatte, zu digitalisieren. Er hatte damals ein Grundig Gerät mit dem ich irgendwann auch mal die eine oder andere Aufnahme machen durfte. Leider sind die Bänder in einem sehr schlechtem Zustand, die Oberfläche fängt an abzublättern. Von daher möchte ich dieses Gerät so stabile zum laufen bekommen, dass ich die alten Bänder mit möglichst einem Durchlauf noch digitalisieren kann.

Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Nochmals! Danke für eure tolle Unterstützung.
Hoffentlich bis zum nächsten Jahr…
Jo
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#29
Bei Wiedergabe ab Band zeigen die VU-Meter der A77 nie etwas an (ausser bei der Dolby-Version).

Hast du die Drehscheibe „IEC-INPUT-NAB“ auf NAB eingestellt? 
Hast du die Drehscheibe ganz links auf „STEREO“ eingestellt und den Regler auf einen Wert größer 0 eingestellt, z.B. auf „5“?

Kommt aus den Cinch-Anschlüssen für output ein Signal zum Verstärker?
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#30
Guten Morgen Smile
@Hans-Volker
Ich habe den Fehler gefunden. Ich hatte einen falschen Klinkenstecker-Adapter (klein auf groß). Es war ein Mono-Adapter. Nun läuft das Gerät und ich höre Musik. Über die Cinch-Ausgänge ist über meinen Verstärker nun auch die Musik zu hören. Super, schöne Dynamik! Übrigens zeigen meine beiden VU-Meter einen Ausschlag an. Ich habe das MKIII.

@Justus: Ich habe eine neue Batterie eingesetzt und siehe da, dass Multimeter zeigt brauchbare Werte an
Ein Meilenstein ist dank eurer aller Hilfe getan. Im Januar geht es dann weiter mit Probeaufnahmen… 

Jo  Smile
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#31
(22.12.2024, 05:22)J.Stern schrieb: Guten Morgen Smile
 Übrigens zeigen meine beiden VU-Meter einen Ausschlag an. Ich habe das MKIII.
Jo  Smile

Es ist egal, welche A77 du hast, die VU-Meter zeigen bei Wiedergabe nur bei der Dolby-Version was an! Man kann nur, wenn man unbedingt eine sinnlose Zeiger-Zappelei haben will, die Eingangswahlschalter auf Multiplay schalten (I->II und II->I) und dazu die Pegelsteller etwas aufdrehen. Das ist aber technisch sinnlos, weil man damit den Pegel auf dem Band nicht wirklich sieht, sondern nur eine Anzeige hat, die davon abhängig ist, wie weit man die Potis aufgedreht hat.

Oder hast du etwa eine Mk III Dolby?
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#32
Hallo hannoholgi.
Ich habe bis zum Januar keine Möglichkeit das zu überprüfen, … muss ich auch nicht, weil ich wahrscheinlich ohne Kenntnis des Gerätes den Eingangsschalter, wie du schon schreibst, auf Multiplaye gestellt habe.
Laut Seriennummer ist es ein MKIII…. und hat kein Dolby!
VG. Jo
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#33
Guten Morgen und ein frohes neues Jahr.
Nun geht es bei mir langsam weiter. Ich habe mir die Tonköpfe und die Bandführungsrollen näher betrachtet. Die feststehende, rechte Umlenkrolle scheint ziemlich gelitten zu haben. Auch die Tonköpfe sind, so wie ich es sehe, ziemlich abgenutzt.
Frage:

1. Wenn ich die rechte Umlenkrolle einfach verdrehe, reicht das oder gibt es eine vorgeschriebene Position der Bandauflage? Und wenn ein drehen der festen Rolle möglich ist... gibt es ein geeignetes Werkzeug für die "Schraubmutter"? von oben sind nur zwei Schlitze zu sehen, in die evtl. so etwas wie einen Rohrschlüssel angesetzt werden kann. Hat jemand einen Rat?

2. Was haltet ihr von dem Zustand? Müssen die ausgetauscht werden?

VG  Jo


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#34
Moin Jo,
ohne das ich auf Erfahrungen mit der A77 zurückgreifen kann, versuche fürs lösen der Schlitzmutter, falls vorhanden, einen alter Schraubenzieher, den du mittels Dremel oder Flex bzw. Flachfeile so formst, dass nur die zweite Stege, die in den Schlitz passen, stehen bleiben. Eine weitere Lösemöglichkeit , sehe ich mittels Flachzage, diese Mutter zu lösen und die Rolle zu drehen.
Die Köpfe habe idT. ihre beste zeit hinter sich, was aber nicht heißt, dass damit noch hörbare aufnahmen gemacht werden können.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#35
Hallo Jo,
zu Deiner Frage, wie werden die Umlenkorgane ( i. d. R. ist das rechte feststehend, links, zumindest bei der MK IV drehbeweglich) gelöst:
Hier hatte einer mal geäussert, dass macht man am besten mit einem Stechbeitel und ich bestätige das funktioniert gut. Damit Du aber in die Schlitze hineinkommst, musst Du die noch zentrisch steckenden, federnden Haltestifte der Tonkopfabdeckung herausziehen. Das diese nicht an der TK-Abdeckung geblieben sind entspricht nicht der Regel!

V.G
Jo
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#36
Ich würde sagen, die Köpfe halten noch etliche Stunden. Erst wenn der Kopfspiegel sich den 6mm nähert, geht es dem Ende zu. Solange sich die A77 einmessen läßt, sind die Köpfe noch gut genug.
Ja, den rechten Umlenkbolzen kann man einfach ein Stück verdrehen. Aber erst einmal ausbauen und putzen.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#37
So, erst einmal danke an euch. Die Rolle hab ich raus. Nun stelle ich fest, dass diese Verschmutzung auf der Rolle ein Kunststoffstreifen ist. Ist das ein Restschnipsel der irgendwann kleben geblieben ist, oder ist er gewollt, um für eine bessere Gleitfähigkeit des Bandes zu sorgen. Könnte ich mir durchaus vorstellen. Ist dem so?


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#38
Der rechte Umlenkbolzen wurde von den Entwicklern bewußt als feststehend konzipiert, ein bessere Gleitfähigkeit würde dem entgegen stehen - der Kunststoffstreifen gehört jedenfalls nicht dort hin. Ob der rechte Umlenkbolzen durch ein Kugellager ersetzt werden sollte, daran scheiden sich die Geister.
Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox A700, B77, A77; Uher Report Monitor; www.engelstrasse.de
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#39
Danke Eckhard. Dann mach ich die Rolle sauber und baue sie wieder ein. Mal schauen was der nächste Schritt ist.
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#40
So, dass gute Gerät läuft und klingt recht gut. Mein nächster Gedanke ist die Andruckrolle zu erneuern. Ist das empfehlenswert oder egal? Ich weiß nicht wie sich das Material über die vielen Jahre eventuell verhärtet hat oder andere Eigenschaften entwickelt hat, die dem Band eventuell schaden könnten?

Eine andere Baustelle wird das Zählwerk sein. Es ist zeitweise, beim spulen, wirklich sehr laut...
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#41
...etwas Vaseline oder nen Tropfen Öl könnte das Zählwerk beruhigen.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#42
Meistens ist die Original-Andruckrolle einer A77 immer noch gut. Wenn die Oberfläche keine Unebenheiten hat und der Gleichlauf in Ordnung ist, würde ich die nicht tauschen.
Viele Grüße,
Hans-Volker
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#43
So, Zählwerk gereinigt (ganz leicht Vaseline) und Andruckrolle bleibt drin.
Beim Spulen habe ich Probleme. Beim Zurückspulen läuft der rechte Motor zu lange weiter nach, bremst nicht vernünftig, und es gibt Salat. 
Das ganze dann ohne Band: Beim Rücklauf läuft der rechte Motor (M2) nicht entgegengesetzt um einen guten Wickel zu erzeugen. Erst wenn ich die Bremse von M2 ganz entlaste dreht er sich ein wenig (vgl. Video). Beim Vorlauf dreht sich der linke Motor (M1) mit wenig Drehmoment entgegengesetzt. Ich habe irgendwo im Forum bereits einmal einen Beitrag dazu gefunden... aber wo?  ... muss noch einmal suchen, aber ich meine es war jemand, der mich hier auch schon unterstützt hatte. Schlussendlich habe ich dann die Spannungen der Motoren gemessen und unten aufgelistet. Kann jemand die Ergebnisse beurteilen?

M1  Platine 1.077.370 , gemessen zwischen F2 und F4

Ruhespannung  6 V / 6,6 V
Wiedergabe    38,5 V / 52,7 V
VL 19,2 V
RL 101 V

M2  Platine 1.077.540 , gemessen zwischen D13 und D15

Ruhespannung  4,2 V / 4,7 V
Wiedergabe    44,5 V / 58,7 V
VL 106, 7V
RL 20,7 V

Hier habe ich ein Video über das Verhalten der beiden Motoren bereit gestellt.

https://www.dropbox.com/scl/fo/8zgfrwgrm...iypm6&dl=0

Jo
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#44
Moin, Nun bin ich weiter gekommen. Ich habe alle Relais ausgebaut und die Kontakte gereinigt. Die hatten durch die abgerauchten Widerstände wohl doch einiges abbekommen. Der Bandzug ist nun gut und auch beim Spulen entstehen keine Schlaufen mehr.


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#45
Ok, dass nächste Problem lässt nicht lange auf sich warten.
Beim Spulen erhalte ich lange Tonbandstreifen und Schnipsel. Zuerst dachte ich, es liegt nur an der Revox-Kunststoff-Spule. Die ist zum Band hin ziemlich scharf gebaut. Wenn das Band nicht sauber, mittig abspult, beschneidet die Spule das Band. Mit einer anderen Spule ist es ähnlich. Auch bei der normalen Wiedergabe entstehen kleine Schnipsel (aber keine 2 Zentimeterlange) unter dem Tonband.

Hat da jemand eine Idee? Huh     Huh
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#46
Gut möglich, dass die verwendeten Bänder einfach hin sind und die A77 gar nichts dafür kann.

Ansonsten mal den Bandpfad prüfen auf starke Verschmutzung. Beliebter Fehler ist auch, dass über und unter dem Kugellager in der linken Bandführung zu dünne Unterlegscheiben eingesetzt wurden. Da Du die A77 ja von den Frontabdeckungen befreit hast, einfach mal während der Wiedergabe den Bandpfad mit einer hellen Taschenlampe beleuchten. Meist sieht man dann recht gut, ob das Band irgendwo gestaucht wird.

Gruß
Robert
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#47
Danke für den Hinweis Robert. Ich habe mal nachgeschaut. Beide Scheiben sind vorhanden. Mit einer Kleinen Spule taucht das Problem nicht auf.
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