Bandtauglichkeitsliste für Compact Cassetten?
#1
Tach zusammen,

für “normale” Tonbänder gibt es ja die allseits bekannte Tauglichkeitsliste.
Gibt es so eine hilfreiche Liste auch für Compact Cassetten?

Hintergrund: Ich habe in der Sippe alle Cassetten an mich genommen.
Nicht alle möchte ich behalten. Daher wäre es mir wichtig zu wissen, welche ich besser verschenke und welche das Aufheben lohnen.
Ok, die Fuji Metall nutze ich auf meinem Nak. CR2-E und dem NAD Tapedeck. Aber was ist mit BASF Gnom-Dioxid, agfa Ferro Chrome…etc…
Vielleicht ergeben mehrere Tipps ja ein Ranking.

Und am Ende verschenke ich dann ein paar Type 1, oder so.
Denn oft ist es ja so, dass jemand auch das gebrauchen kann, was einem selbst nichts mehr wert ist. Jemandem eine Freude machen ist doch auch gut für das Karma.

Mit musikalischem Gruß
Hubert
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#2
In meinem "High-Com" Faden wurde über die BASF CSII ausführlich berichtet und ich kann es auch nur bestätigen: Die Dinger werden schlapper und liefern nicht mehr so viel Output, wie z.B. die Maxell XLII.

Typ 1 scheint sich da besser zu halten.
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#3
Hallo Hubert,

da es bei Cassetten eine ungleich größere Vielfalt als bei Spulenbändern gibt, wäre eine solche Liste ein umfassendes Langzeitprojekt. Zudem kommt es bei vielen Modellen auch noch auf das genaue Baujahr an, denn manchmal verbergen sich unter ein und derselben Typenbezeichnung grundverschiedene Bänder.

Am einfachsten wird es sein, wenn Du ein paar Bilder einstellt, auf denen die vorhandenen Typen zu sehen sind, und wir schreiben Dir dazu unsere Erfahrungen.

Zu den von Dir genannten Sorten:

- Fuji Metal: Behalten und benutzen, laufen alle, egal wie alt.
- BASF Chromdioxid: Kommt darauf an, wie sehr die Pegel schon gelitten haben. Gut erhaltene Exemplare lassen sich noch gut neu bespielen, aber besser ohne Rauschunterdrückungssysteme.
- Ferrochrom, egal welcher Hersteller: Eher was fürs Museum :-) Scotch und Sony altern weniger als Agfa und BASF, aber zum Bespielen brauchst Du ein Deck mit dezidierter Typ-III-Aufnahmeentzerrung.
- Typ I: Das ist ein *sehr* weites Feld. Würde ich nicht alle leichtfertig abschreiben. Einige davon sind heute die bessere Wahl im Vergleich zu schlecht gealterten Typ II.

Viele Grüße,
Martin
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#4
Dankeschön für die Antworten bis jetzt.

Ich nehme den Vorschlag von Martin auf, ein paar Bilder und dazu eine kleine Liste einzustellen. Zwischen Weihnachten und Neujahr erscheint mir eine passende Zeit dafür.

Klar, man kann nicht pauschal sagen: Alles das ist Schrott und alles dies ist gut. Mir reicht ja schon eine Tendenz um anzufangen. Wer noch Tipps hat, liebend gerne äußern.


Besten Dank
Hubert
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#5
Die besten Kassetten sind meiner Meinung nach die TDK MA XG, Metallkassette mit Metallrahmen und die Maxell XL-II-S.
Die TDK werden nur zur Zeit zu utopischen Preisen angeboten.
In der Ruhe, der Musik und meinen Bandmaschinen liegt die Kraft!!! 
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#6
(12.12.2024, 17:22)hubert schrieb: ... und dazu eine kleine Liste einzustellen....

Hallo Hubert,

dann vielleicht doch gleich auf der Basis der Bändertauglichkeitsliste, wenn's nicht zu viele Umstände macht. Wenn keiner anfängt, wird's auch keine Liste geben.

Ich bin gerade am Durchforsten meiner Sammlung, und meine BASF LH super SM 90 quietschen alle. Ich versuche, noch zu retten, was an Aufnahmen zu retten ist.

Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
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#7
Die Sache mit der Tauglichkeit ist ja bei MC ungleich einfacher als bei Tonband. Eigentlich kann man sich da fast schon an den Marken festmachen. Bei BASF Chrom dann halt noch die Unterscheidung "alt" oder "neuer", das war's dann mMn schon. 
Spezieller vielleicht für die Fans von allerlei exotischen Kassetten, diejenigen, die in größeren Mengen aufnehmen werden eh auf die Platzhirsche TDK, Maxell und Sony zurückgreifen, weil man da eh nix falsch machen kann. So die riesen Preisunterschiede gibt's da auch nicht, Verfügbarkeit ist gegeben...so what.

Die diversen Meinungen über BASF Typ II werden wir eh nicht überwinden. Da bin ich gespannt was dazu dann dereinst in so 'ner Liste stehen will  Big Grin

Wie gesagt, bei Tonband ist die Sache difiziler, da macht die Liste Sinn.
Gruß, Kuni
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#8
(14.12.2024, 10:20)Kuni schrieb: werden eh auf die Platzhirsche TDK, Maxell und Sony zurückgreifen, weil man da eh nix falsch machen kann.

Na, ist das so einfach? Bei Sony gab es doch, wenn ich mich nicht täusche, ein paar "fremdproduzierte" Typen (hergestellt von Aurex?), denen man sogar tonkopfschädigendes Verhalten nachsagt. Und gab es bei TDK nicht bei einigen Bändern Probleme wegen zu starker Kalandriererung?
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#9
Ja, finde ich schon...aber ich hätte bei Platzhirsch noch die "Platzhirschtypen" dazu schreiben sollen, TDK SA ,SA-X, Maxell XLII,XLII-S, Sony UX-S,UCX-S.
Da gibt's vielleicht noch ein paar mehr, aber die genannten sind wohl die Masse und machen mehrheitlich keine Probleme. Wie gesagt, bezogen jetzt mal nur auf Typ2.

Insgesamt sind ja (egal ob wir von Band oder MC sprechen) bei manchen Typen alle einig. Ich frage mich aber, wieso es bei einigen anderen Typen mehrheitlich eine Meinung gibt, teilweise aber das genaue Gegenteil berichtet wird. Ich denke das liegt an der persönlichen Schmerzgrenze und speziell bei MC auch am Gerätepark und dessen Zustand. 

Bsp. Zu diesen BASF LH Bändern. Da gibt es welche, für die gehört TK Putzen zum Hobby, anderen ist das kleinste bißchen Staub schon ein Dorn im Auge. Dementsprechend die Meinung zum Band

Bsp. Kalandrierung und Railroads bei MC. Railroads hab ich auch schon gesehen vor allem bei TDK SA. Stört mich aber nicht, weil ich in 90% keinen nachteiligen Effekt ableiten kann. Kalandrierung: Ich hab erst durchs Forum gelernt was das ist. Hatte damit noch nie nicht irgendwelche Probleme die ich hätte darauf zurück führen können.
Gruß, Kuni
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#10
Naja, es ist schon so wie Timo schrieb, man muß da genauer hinschauen. Manche Jahrgänge XL II-S aus Mitte der 80er Jahre sind heute für Neuaufnahmen unbrauchbar, weil sie Aussetzer bilden. Mit Sony Typ II aus Mexiko wäre ich sehr vorsichtig, und auch die späten TDK SA mit schmierendem und leierndem Band von Saehan braucht kein Mensch. Um die Sache für uns nicht allzu einfach zu machen, gibt es äußerlich völlig identische SA mit echtem TDK-Band, die klaglos laufen. Dann waren da noch die TDK Typ IV mit ausflockendem Bindemittel, daran hat man mit Neuaufnahmen auch keine Freude.

Die verschiedenen Meinungen über LH-Cassetten von BASF kommen wohl daher, daß allenie der Grundtyp LH (also ohne super, extra, maxima) mindestens 15 Jahre lang produziert wurde, in mehreren um den Erdball verteilten Werken, und im Laufe der Zeit auch hin und wieder geändert wurde. Manchmal bekam man auch höherwertige Bandtypen als einfache LH verpackt. Die mit richtig üblem Abrieb gab es eigentlich nur in der zweiten Hälfte der 70er Jahre, und auch da sind nicht alle Chargen betroffen. Aber genügend, um vielen die Freude daran zu vermiesen. Anders herum aber auch wenig genug, daß nicht jeder schon welche von den schlechten Exemplaren erwischt hat.

Viele Grüße,
Martin
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#11
Das ist ja alles gut und schön, aber was soll die Liste letztendlich wirklich bringen???

Mal im Ernst: will ich z.B. eine alte Sony neu bespielen, dann lege ich die ein, messe die entsprechend ein und wenn das klappt: prima! wenn nicht, weg damit. Kostet kaum Zeit. Bis ich anhand welcher Infos auf der CC anhand einer Liste ersehen kann, ob genau diese bei irgendwem Schwierigkeiten gemacht hat...brauche ich vermutlich viele viele Minuten...jedenfalls viel mehr Zeit, als mit einem Versuch.

Somit ist das -zumindest für einen User wie mich- überhaupt kein Thema, was mich irgendwie weiterbringt. Und wie Kuni schon schrieb, bei gepflegten CC seiner Auslese hatte auch ich noch nie Probleme.

Wer gebraucht kauft, muß auch eh die CC prüfen, da könnte eine Liste nur einen Anhaltspunkt bieten. Wer noch gebraucht liegen hat, sollte sich eh sputen, wenn er was davon "retten" will. Je länger man wartet um so eher kann doch was passieren.

Ich will aber niemandes Eifer einbremsen. Vielleicht profitiert ja der Eine oder Andere davon. Und wer unbedingt Exoten noch neu bespielen will, der handelt aus meiner Sicht eh fahrlässig, wenn die Jahrzehnte nicht die Standfestigkeit gezeigt haben. Exoten sind was zum Sammeln, nicht zum Benutzen...was aber meine ganz persönliche Meinung ist.
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#12
Meine Rede ....  Big Grin

@Martin: 
Ja, da hast du schon recht, daß es Ausnahmen geben kann. Die entsprechenden Jahrgänge lassen sich ja aber recht schnell zusammenstellen, bzw gibt's dss hier im Forum ja schon tausendfach beschrieben. 
BTW, vielleicht liegt darin der Benefit einer solchen Liste, daß man's besser wieder findet  Wink

Mit LH nahm ich übrigens Bezug auf die Diskussion bzgl Tonbändern. Diese Typ I LH Kassetten hab ich schon in den 80'ern gemieden, genauso wie Agfa ganz generell als MC. Eigentlich mehr deswegen weil da immer das Band im Gehäuse geklemmt hat, bzw sie geqietscht haben. Würde ich heute direkt ungesehen in die Tonne kloppen, genauso wie LH Tonband.

Wie gesagt, man kann da eher vom sammlerischen Gesichtspunkt ran gehen, dann mögen die Details relevant sein. Als "User" kauf ich entsprechend ein, dann hab ich keine Probleme.
Gruß, Kuni
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#13
(14.12.2024, 16:27)alrac schrieb: Das ist ja alles gut und schön, aber was soll die Liste letztendlich wirklich bringen???

Ich fände sie nützlich, wenn ich mal irgendwann ein scheinbar günstiges Gebraucht-Angebot mit weniger bekannten Typen sehen würde. (Vorausgesetzt, ich bräuchte Kassetten, tatsächlich hab' ich mehr als genug.)
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#14
Ich fänd es insofern sehr nützlich, wenn man nach der Charge beurteilen könnte, ob das Material nun "echt" oder eben woanders produziert worden ist, wie oben zur TDK erwähnt. Mir war das neu.

Vorausgesetzt, man kann das an der Cassette überhaupt noch feststellen, oder eben nur, wenn sie noch original verpackt ist. Aber auch das wäre ja schon gut.
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#15
In der Regel bleiben die Bänder ja in ihren Cassettengehäusen, was gegenüber gebrauchten Spulenbändern schonmal einen riesigen Chaos-Faktor herausnimmt. Auch die Vorspannbänder tauscht fast niemand mal einfach so.

Hat man Typenbezeichnung, Gehäuseform und Design einer Cassette, läßt sich schon ziemlich gut eingrenzen, wer der tatsächliche Hersteller ist, und ob das Band bisher normalerweise langzeitstabil ist. Da gibt es nur ein paar wenige Ausnahmen, wie eben besagte TDK, die am Ende mit fremdem Bandmaterial bestückt wurden.

Viele Grüße,
Martin
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#16
(14.12.2024, 19:18)Kirunavaara schrieb: ... Da gibt es nur ein paar wenige Ausnahmen, wie eben besagte TDK, die am Ende mit fremdem Bandmaterial bestückt wurden...

genau!
Und daher sollten sich die hier ja erfahreneren Sammler/Kenner fragen, ob und für welche seltenen Fälle die Arbeit zu solch einer Liste Sinn macht oder nicht.
Wenn Euch das Spaß macht, ist das ja ein feiner Zeitvertreib...aber ansonsten... Huh
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#17
Echte Chromdioxid-Kassetten sollte man meiden, da die Magnetisierung hier durch den relativ niedrigen Curie-Punkt der Entmagnetisierung bei 118 °C auch bei Raumtemperatur etwas nachgelassen hat - bei der TDK SA mit Original TDK-Band dagegen liefern auch die ältesten Generationen noch immer respektable Ergebnisse, sei es bei der Stabilität von Aufnahmen in ihrer Entstehungszeit oder bei Neuaufnahmen damit.

(BASF war da mit der Werbung recht penetrant, indem ja die Chromdioxid-Bänder gar nicht so viel Pegel vertrugen wie z. B. die TDK SA-X, die in der Dynamik noch besser war; die Reference Maxima TP II glänzt mit ihrem Chromsubstitut-Band dagegen bis heute unübertroffen)
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#18
Wobei inzwischen auch bei Chromdioxidband die Meinungen etwas auseinandergehen. Ich machte ja während vielen Jahren auch einen grossen Boden darum - aus ebendiesen Gründen. Inzwischen habe ich aber auch wieder Chromdioxidbänder hier, die richtig gut performen. Die Philips MC*II etwa ist meine persönliche Entdeckung des Jahres, und auch mit den PDM-Chromdioxidkassetten im ICM-Gehäuse habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Man muss beim Auspegeln halt zurückhaltender sein.

Aber klar, für Einsteiger (bzw. bei Verwendung von einfacheren Aufnahmedeck ohne viel Einstellmöglichkeiten) ist eine End-80er TDK SA oder Sony UX-S fürs Erste sicher die bessere Wahl.

LG
Manuel
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#19
Bei BASF muss man halt aufpassen, welche Echtchrom sind und welche eigentlich Chromsubstitut.
Die alten Chrom Bänder von BASF würde ich auch meiden, aber eher weil da auch die Gehäuse Grütze sind. 

Chrom Extra II, Chrom Super II und Chrom Maxima II (vielleicht auch noch weitere, hab ich aber nicht) kann man mEn bedenkenlos neu bespielen. 

Siehe auch hier
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=16703
Gruß, Kuni
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#20
Also gerade die Gehäuse sind doch seit Einsatz der asymmetrischen Konstruktion, also bis spätestens 1981 bei allen Modellen angekommen, wirklich sehr gut. Die älteren aus den 70ern waren eher so lala.

Mit Deinen anderen Aussagen widersprichst Du Dir gerade selbst :-) Gerade die Chrome Extra/Super/Maxima II waren doch bis mindestens 1993 durch die Bank Echtchrom-Bänder. Wobei ich mir da wieder mit Dir einig bin: Ja, die kann man durchaus gut neu bespielen, wenn sie noch in gutem Zustand sind.

Viele Grüße,
Martin
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#21
Dann hab ich den verlinkten Beitrag nicht richtig verstanden, da hattest Du geschrieben (bzw hab ich so verstanden) daß keine 100%igen Chrom Bänder sind.

Gerade ich hatte ja immer gesagt, Chrom kann man schon nehmen und beziehe mich dabei hauptsächlich auf die og 3 Typen. Nun dachte ich mir, recherchierst du mal ob das wirklich Echtchrom ist und bin bei og Link hängen geblieben  Rolleyes
Gruß, Kuni
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#22
Schon richtig, ab 1993 wurde da zuerst bei der Cr Extra Kobalt beigemischt, bei Cr Super und Maxima haben wir für die Übergangszeit 1993-96 noch keine definitive Antwort, und ab 1996 waren CS II und CM II komplett FeCo.

Viele Grüße,
Martin
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#23
Aber läuft das dann als Chrom Substitut ?
Gruß, Kuni
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#24
Kommt darauf an, ob Du die Entwicklungs- oder die Marketingabteilung fragst :-)

Alles magnetische Material, was bei Typ-II-Bändern nicht aus Chromdioxid besteht, ist chemisch/physikalisch entweder (meistens) kobaltdotiertes Eisenoxid, oder (selten) nicht oxidiertes Reineisen. Abgekürzt gerne bezeichnet als FeCo Typ II und Metal Typ II. Die Marketing-Strategen der Hersteller von Chromdioxidbändern faßten diese Materialien unter dem Begriff Chromsubstitut zusammen.

Dann gab es noch diverse Hybrid-Typen, welche zwei der drei Materialien in verschiedenen Verhältnissen miteinander vermischten oder in unterschiedlichen Schichten auftrugen. Das Chrome-Plus-Band von BASF, welches in der Cr Extra II von 1993 bis ca. 95 verwendet wurde, ist so eine Mischung aus 85 % Chromdioxid und 15 % FeCo. Diesen eigenen Typ haben sie dann natürlich nicht als Chromsubsitut bezeichnet.

Viele Grüße,
Martin
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#25
Für mein Dafürhalten würde eher eine "Untauglichkeitsliste" Sinn machen. Also auf jene Bänder beschränkt, die auf keinen Fall mehr zu gebrauchen sind, egal ob NOS oder gebraucht. Bei allen anderen gilt – probieren geht über studieren. So weiß der Uneingeweihte aber interessierte wenigstens, um welche Angebote er einen weiten Bogen machen muss.
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#26
(16.12.2024, 09:26)Kirunavaara schrieb: Schon richtig, ab 1993 wurde da zuerst bei der Cr Extra Kobalt beigemischt, bei Cr Super und Maxima haben wir für die Übergangszeit 1993-96 noch keine definitive Antwort, und ab 1996 waren CS II und CM II komplett FeCo.

Viele Grüße,
Martin

Ok, dann kann man ja aber auch ganz grob sagen, daß ab circa 93-96 die BASF Typ II eher nicht mehr diese beschriebenen Probleme mit den nachlassenden Pegeln beim Neubespielen haben.
Kann da leider nun nicht mehr viel zu sagen, weil ich alles außer CS und CM abgegeben habe.
Gruß, Kuni
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#27
Es ist ganz einfach: Wenn das Band nach Wachs riecht, ist es bei der CS und der CM Echtchrom, falls nicht Substitut.

Wobei gerade die CS und CM meiner Erfahrung nach auch in der Echtchromausführung noch sehr gut bespielbar ist.

LG
Manuel
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#28
(16.12.2024, 21:31)Marsilio schrieb: Wobei gerade die CS und CM meiner Erfahrung nach auch in der Echtchromausführung noch sehr gut bespielbar ist.

Ich habe gerade erst heute Abend eine NOS CSII (Echtchrom) bespielt. Aussteuerbar bis +3dB. Für den MOL hatte ich LOW gewählt. Trotz Einmesscomputer ca. -1dB zwischen Vor-, und Hinterband. Klanglich ein wenig 'zurückhaltend' in den Mitten, aber wie gewohnt sehr warm und musikalisch. Kein einziger Drop-Out. BASF Qualität eben Smile
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#29
(17.12.2024, 01:48)Magic29 schrieb: Ich habe gerade erst heute Abend eine NOS CSII (Echtchrom) bespielt. Aussteuerbar bis +3dB... Kein einziger Drop-Out. BASF Qualität eben Smile

Entspricht meinem Erfahrungswert. Vielleicht nur Glück, aber es sind zwei Fünferchargen von unterschiedlichen Verkäufern. Nicht aus den 70ern, davon habe ich auch noch ein paar, ich kann sie allerdings auch nur anhand der Label und Gehäuse identifizieren bzw. vergleichen.
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#30
Wir hatten das Thema schon einmal... hier:  https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=26994


Zitat:Aussteuerbar bis +3dB...

Ohne Angabe eines Bezugs für 0db ist das wenig aussagekräftig.


Zitat:Für mein Dafürhalten würde eher eine "Untauglichkeitsliste" Sinn machen. Also auf jene Bänder beschränkt, die auf keinen Fall mehr zu gebrauchen sind, egal ob NOS oder gebraucht.
Sehe ich auch so.
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#31
(17.12.2024, 19:01)2245 schrieb: Wir hatten das Thema schon einmal... hier:  https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=26994


Zitat:Aussteuerbar bis +3dB...

Ohne Angabe eines Bezugs für 0db ist das wenig aussagekräftig.

Bezugspunkt ist 200nWb/m = 0dB
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#32
ANSI oder DIN?

+3db ANSI (Dolby Level) = 218nWb/m DIN

Das wären gute +2db DIN (re 250 nWB/m) das ist schon recht sportlich für eine CSII mit Chromband.
Ein Großteil der Super und Maxima der letzten Produktionsjahre (bis 1996) kommen schon bei Dolby Level auf etwa 3% THD.

Kommt vielleicht auch auf die Anzeige an, es gibt ja Frequenzabhängige Anzeigen, die zeigen bei Hochtongehalt deutkich mehr an, als wirklich anliegt.
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#33
(17.12.2024, 19:29)2245 schrieb: ANSI oder DIN?

+3db ANSI (Dolby Level) = 218nWb/m DIN

Das wären gute +2db DIN (re 250 nWB/m) das ist schon recht sportlich für eine CSII mit Chromband.
Ein Großteil der Super und Maxima der letzten Produktionsjahre (bis 1996) kommen schon bei Dolby Level auf etwa 3% THD.

Kommt vielleicht auch auf die Anzeige an, es gibt ja Frequenzabhängige Anzeigen, die zeigen bei Hochtongehalt deutkich mehr an, als wirklich anliegt.

+3dB ANSI

Das Thema hatten wir schon mal. Es kommt natürlich auch auf die Zusammensetzung des Musiksignals an. +3dB wenn Melissa Etheridge mal kurz auf ihre Gitarre klopft sind nicht +3dB wenn Iron Maiden "Number of the Beast" zum besten gibt.
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#34
Auch wenn es nur so einer kurzer "Giitarenklopfpeak" ist, der hat dann mit etwa 6% THD gut 100% mehr Verzerrung als die ungefähre Lästigkeitsgrenze von 3%.
Im gehörkritischen Präsenzbereich sind die Zahlen für CrO2 ja sogar nochmal deutlich schlechter.
Dazu kommt bei den CrO2 Bändern ja noch etwa minus 50% Dynamik und plus 50% Kompression.

Ich will damit nicht sagen, dass es sich schon katastrphal anhört, aber man hört es normalerweise.
Ich bin da immer wieder verwundert welche "Riesenunterschiede" in anderen Bereichen "gehört" werden, wo es messtechnisch um kleinste Bruchteile solcher Größemordnungen geht.
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#35
(17.12.2024, 23:07)2245 schrieb: Auch wenn es nur so einer kurzer "Giitarenklopfpeak" ist, der hat dann mit etwa 6% THD gut 100% mehr Verzerrung als die ungefähre Lästigkeitsgrenze von 3%.
Im gehörkritischen Präsenzbereich sind die Zahlen für CrO2 ja sogar nochmal deutlich schlechter.
Dazu kommt bei den CrO2 Bändern ja noch etwa minus 50% Dynamik und plus 50% Kompression.

Ich will damit nicht sagen, dass es sich schon katastrphal anhört, aber man hört es normalerweise.
Ich bin da immer wieder verwundert welche "Riesenunterschiede" in anderen Bereichen "gehört" werden, wo es messtechnisch um kleinste Bruchteile solcher Größemordnungen geht.

Ich kann dir versichern, dass ich ein sehr kritisches Gehör habe (oft zu meinem eigenen Leidwesen). Verzerrungen entzaubern für mich den Musikgenuss ganz schnell. Ebenso wie scharfe 'S-Laute' oder ein verschobenes Zentrum.

Ich höre daher immer auf Hinterband während der Aufnahme mit (per Kopfhörer). Wenn da etwas unangenehm wird, stoppe ich die Aufnahme und wiederhole sie. Gerne auch mehrmals, bis ich den richtigen Pegel gefunden habe… und dass für jeden Song einzeln, wenn es sein muss. Ja… da bin ich pedantisch Big Grin

Ich kann dir ferner versichern, dass mit meinem Z-7000 Pegel möglich sind, die mit keinem andern meiner Decks (verzerrungsfrei) möglich sind. Und wir reden hier ja nicht von Welten, sondern von maximal +/- 1 – 2dB über die wir uns hier 'streiten'.

Ich möchte die Messwerte die deiner Aussage zugrunde liegen keinesfalls anzweifeln. Aber auch dass werden eher Mittelwerte sein mit Streuung nach oben wie nach unten… und eher nicht das beste je erzielte Resultat mit dem einen oder anderen Bandtyp. Wenn man das alles zusammennimmt, werden wir wahrscheinlich beide Recht haben.
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#36
Zitat:Und wir reden hier ja nicht von Welten, sondern von maximal +/- 1 – 2dB
Bei derAussteuerung? Da reden wir eher von 4db.  Mehr als -2db DIN bei Peaks würde ich den CrO2 Zweischichtbändern eher nicht mehr zumuten.

Der MOL zwischen 1-2 kHz liegt durchschnittlich bei genau diesem Level (Dolby -1db)
Das sind gute 7db weniger als was Top Type II Bänder wie 1990 SA-X, UX-S oder 1992 XLII-Sbieten, die steuert man ja gewöhnlich eher mit maximal +4db DIN für max Peaks aus und nicht mit +8 oder +9db.


Zitat:Ich möchte die Messwerte die deiner Aussage zugrunde liegen keinesfalls anzweifeln. Aber auch dass werden eher Mittelwerte sein mit Streuung nach oben wie nach unten… und eher nicht das beste je erzielte Resultat mit dem einen oder anderen Bandtyp.
Ja, es gibt teilweise auch mal eine CR-M/S die mal 1 bis maximal 2db bessere Werte liefert, das ist aber leider nur selten der Fall.

Ich habe in den letzten 10 jahren hunderte gemessen, und die Beiden die das auch getan haben (ANT UK und WernerO BEL) kommen auf die gleichen Zahlen.
Da beisst die Maus keinen Faden ab...

Messungen von ANT: http://www.ant-audio.co.uk/Tape_Recordin...index.html
Messungen von WernerO: https://audiochrome.blogspot.com/2020/12...ments.html
Meine Messungen findet man teilweise hier: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=18360
Und hier: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=16424&page=2

Bei den Chrome Extra, also der Einschicht Variante von BASF sieht das etwas anders, da sind die Modelle aus den frühen und mitt- 80ern oft eine reine Katastrophe, wärend die Modelle aus den Serien 1989-1991 oft sogar noch die Super Maxima übertreffen, obwohl sie im Neuzustand etwas darunter lagen.

Diese hier:
   
   

Die haben oft noch einen Mol400 von +1db. manchmal sogar +2db DIN, die Nachfolger sind dann meist wieder etwas schlechter gealtert.
Bei denen muss man dann aber zwischen CrO2 und Chrome Plus unterscheiden, diese lassen sich dann auch wieder etwas höher austeuern.
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#37
Das sind die verschiedenen BASF TypII Varianten, welche mir NOS zur Verfügung stehen. Ganz rechts die CSII von gestern (war tatsächlich die letzte dieses Typs. Aber ich werde nachkaufen).

Ich bin gespannt was mich erwartet. Gerne kannst du mir Austeureungs-Tips zu den einzelnen Modellen geben, damit ich einen Anhaltspunkt habe Smile

   
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#38
Von der ganz rechten habe ich auch fünf Stück NOS, die sind alle einwandfrei, ohne Drop-Outs und einwandfrei in der Wiedergabequalität.
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#39
+3 dB was denn? Es kommt doch immer aufs Deck an. Die Peak Werte können abweichen. Nur die 0 VU sind immer gleich und der Dolby Pegel sollte auch an der selben Stelle sein. Es gibt Geräte die haben obskure Skalen mit +12 dB, die auf anderen Decks +3 oder so entsprechen.

Außerdem kommt es immer auf die Musik an. Ich habe mal Sachen von den Les Humphreys Singers auf eine BASF Chromdioxid der ersten Generation aufgenommen. Die konnte ich damit auf +1 dB ohne hörbare Verzerrungen aussteuern und das ist jetzt sicher schon 12 Jahre her oder so. Die hat nachträglich keinen Pegelverlust, klingt immer noch super. Aber wenn ich da moderne Musik drauf aufnehme, kann ich froh sein, wenn ich höher als -6 dB komme.

Bei den 80er/90er CR SII/CS II ist aber auch ab -1 oder 0 dB Peak Schluss. Gut klingen tun sie dennoch nach wie vor, aber ihre ursprüngliche Dynamik erreichen die Alle nicht mehr, außerdem ist das Talkthrough viel höher, als bei FeCo, wo es meist nicht zu hören ist. Das macht sich direkt nach der Aufnahme schon bemerkbar, wenn man über Kopfhörer hört. Ich verwende die trotzdem sehr gern. Die CS II und CM II haben irgendwann ab 1996 kein Chromdioxid Band mehr. Wenn sie also so hoch aussteuerbar sind liegt es nahe, dass es eine der späteren Chargen ist.

Die ganz rechts ist aber auch kein Chromdioxid mehr.
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#40
Zitat:Die ganz rechts ist aber auch kein Chromdioxid mehr.


Nein, das sind alles CrO2 Bänder, nur die CSII oben Mitte kann beides sein, in der Serie wurde etwa im Mai 1996 auf Ferro Cobalt umgestellt.


Zitat:+3 dB was denn?
Das war bereits geklärt!  ...und welchen Bezug haben deine Pegelangaben?
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#41
Nach meiner Meinung fehlt da ein Punkt, im Gegensatz zu "richtigen" Tonbändern hängt die korrekte Funktion einer Kassette ja nicht nur vom Bandmaterial, sondern auch vom Gehäuse bzw. deren Innereien ab.
Ich habe gerade eine vor rund 30 Jahren bespielte Sony UX aus meinem Bestand gezogen und musste feststellen, dass eine Bandklammer am Spulenkern zerbröselt ist und das Band sich entsprechend vom Spulenkern abgelöst hat.
Zum Glück hat das Tapedeck rechtzeitig abgeschaltet, bevor das führungslose Tape sich um die Andruckrolle wickeln konnte.
Ich habe den Eindruck, dass dies erst dann passiert, wenn nach dem Einlegen des Tapes in den Rekorder Last auf dem Wickel entsteht, zumindest ist mir vorher nichts aufgefallen.
Das ist mir jetzt bereits das zweite Mal mit Sony Tapes passiert und ich meine, dass dieser schon mal Thema war.
Klemmende, verzogene Gehäuse und ähnliches dürften ebenfalls unabhängig vom Bandmaterial ein Ausschlusskriterium sein.
Entsprechend sollte diese Liste um solche Schwachpunkte ergänzt werden.

Gruß
Rolf
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#42
Im Prinzip ja, bei einer Cassette müssen sowohl Band als auch Gehäuse funktionieren, damit man die Aufnahmen genießen kann. Wenn man nun in einer Liste beide Aspekte gleichzeitig erfassen möchte, tut sich eine derart große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten auf, daß es fast hoffnungslos ist, den Überblick zu behalten, gerade wenn alles nur mit Text beschrieben wird. Alleine unter der Typenbezeichnung Ferro Extra I gab es, grob geschätzt, 5 verschiedene Bänder in 15 verschiedenen Gehäusen von wiederum etwa 7-8 Herstellern.

Ok, das war ein Extrembeispiel, die japanischen Hersteller haben nicht ganz so wild gemixt wie die europäischen. Aber auch Sony hatte innerhalb einer Serie verschiedene Wickelkerne, die je nach Produktionsstandort von verschiedenen Zulieferern kamen.

Ich denke, es reicht, wenn wir typische Problemkandidaten-Gehäuse auflisten:

- Agfa: Klemmen gerne mal; Problem sind einerseits die Gleitfolien, andererseits krumme Wickelkerne.
- ICM, ältere Exemplare: Hier gibt es manchmal Wickelkerne, die zerbröseln, die abgebrochenen Teile blockieren manchmal den Bandlauf
- Magna: Klemmen manchmal wegen krummer Wickelkerne
- Memorex Original-Gehäuse, verschweißt: Andruckschwämmchen lösen sich auf
- Permaton: wie Magna, zusätzlich lösen sich auffallend oft die Andruckfilze von der Feder
- Philips: wie Agfa
- Scotch/3M: wie Memorex
- Sony: Brechende Halteklammern in den zweifarbigen Wickelkernen (ca. 1988-92)
- TDK: wie Sony, allerdings nur bei alten Exemplaren aus den 70er Jahren

Das finde ich eigentlich recht überschaubar, und die Probleme lassen sich meist mit relativ geringem Aufwand beheben, notfalls durch Umtopfen des Bandes in ein neues Gehäuse.

Zusätzlich gibt es natürlich noch jede Menge Rumpelcassetten mit untauglichen Gehäusen, die sind dann meiner Meinung nach eher was für die Sammlung :-) Wenn man von sowas eine Aufnahme retten möchte, ist es ohnehin ratsam, das Band vorher in ein besseres Gehäuse zu stecken. Das gilt leider auch für viele vorbespielte Cassetten aus der Zeit bis Anfang/Mitte der 80er Jahre.

Viele Grüe,
Martin
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#43
Ich möchte Martins Kommentar in #42 dahingehend ergänzen, dass die Angabe des benutzten Recorders nicht unerheblich ist.
Beispiel: Ich hatte ca. 3 Jahren eine Maxell UDXL II aus 1981 auf einem Tandberg TCD 340 umgespult, der hat das Band aus der Wickelhalterung (-Klammer) rausgezogen.

M.E. sollte man den Fokus nur aufs Band setzen und nicht auf die Mechanik des Gehäuses.

Viele Grüße
Volkmar
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#44
Darüber hinaus wurden die Gehäuseeigenschaften ja in vielen zeitgenössischen Tests berücksichtigt, siehe z.B. dort:
https://audiochrome.blogspot.com/2020/02...views.html

Natürlich sind dort die Gehäuse-Altersmüdigkeiten, welche Martin oben dankenswerterweise erwähnte, nicht aufgeführt. Aber jene sind objektiv auch schwierig einzuordnen, denn sogar bei NOS-Exemplaren gibt es unsachgemäße Behandlung...

Macht es denn Sinn, hier ein Pflichtenheft für eine Aufgabe zu erstellen, dessen sich, hüstel, mutmaßlich kaum jemand annehmen möchte? Angel

Schöne Grüße
Frank
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#45
(07.01.2025, 21:37)kesselsweier schrieb: ... Macht es denn Sinn, hier ein Pflichtenheft für eine Aufgabe zu erstellen, dessen sich, hüstel, mutmaßlich kaum jemand annehmen möchte? ...

Man könnte ja auch ein Gemeinschaftswerk draus machen, nach dem Motto:

"Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt"

Ich hänge mal eine Tabelle an, kann jeder befüllen oder/und editieren, und wieder anhängen.


.xlsx   Cassettenuntauglichkeitsliste.xlsx (Größe: 11.11 KB / Downloads: 30)

Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
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#46
Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal die Liste angefangen, so wie ich mir das gedacht hätte, die vorherige war ja leer; und die Resonanz war überwältigend bis überschaubar.

Ich meine, mit den Links wäre der Aufwand ja nicht all zu groß, und die Sucherei im Forum würde sich erheblich vereinfachen;
es müssen ja auch nicht nur untaugliche da drin enthalten sein, sondern auch gute Erfahrungen.

Ich bin zuversichtlich, dass das tatsächlich noch ein lebendes Projekt werden kann.

.xlsx   Cassettenuntauglichkeitsliste.xlsx (Größe: 12.62 KB / Downloads: 21)

wie bereits geschrieben, es kann ja jeder aktiv mitwirken.

Grüße,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
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#47
   

Das sind Bilder von verschiedenen Herstellern. Kann Man anhand des optischen Eindruck irgendwie die Qualität erkennen?
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#48
Manchmal geistern ja so Sprüche durch die Gerüchteküche wie "je dunkler das Band, desto besser". Sowas ist größtenteils Unfug, auch wenn man bei Typ-I-Bändern tendentiell davon ausgehen kann, daß die ganz hellen Sorten kein Kobalt enthalten, die dunkleren potentiell schon.

Dann kann man auch nach sichtbaren Beschädigungen suchen. Die dritte Cassette von links zeigt z.B. schon eine leichte Längsrille, auch Railroad genannt, die aber in dieser schwachen Ausprägung noch nicht problematisch sein dürfte.

Darf ich mal raten, um welche Cassettenmodelle es sich handelt? Von links nach rechts:

1. TDK Typ IV, MA oder MA-X
2. BASF Typ I LH-D, also LH-E I oder Ferro Extra I
3. Maxell, wahrscheinlich XL II-S, kann aber auch eine der hochwertigen Typ I sein
4. TDK Typ II, SF, SA oder SA-X
5. BASF TP II Reference Maxima
6. und 7. BASF, irgendwas mit echtem Chromdioxid, aufgrund der Gehäusefarbe wahrscheinlich Chrome Extra II, eine 1991er und eine 1989er

Gute Qualität haben die alle. Die besten dürften Nr. 1, 3 und 5 sein.

Viele Grüße,
Martin
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#49
Ich wollte mal fragen, wie es aktuell mit verschiedenen Bandtypen mit der Haltbarkeit oder Problemen aussieht.

Wenn ich eine Kassette aufnehme, möchte ich diese in einigen Jahren noch anhören können.

Was ich bisher so rausgefiltert hatte:

- bei BASF scheinen bei diversen Ferrobändern Probleme durch Abrieb und ähnliches zu entstehen, sodass man alle paar Minuten den Tonkopf säubern muss, bzw. das sogar vielleicht an dumpfer werdenden Ton hört.
Was also hier machen? Solche Bänder meiden?

- BASF Echtchrom kommt nicht mehr auf Pegel, ok, aber wenn man sie sonst noch sauber mit wenig Pegel ohne Dolby aufnehmen kann, ist das noch zu empfehlen oder ist in den nächsten Jahren mit ähnlichen Problemen wie bei den Ferrobändern zu rechnen?

- Maxell XL II S, die schwarzen schweren mit mittlerweile oft milchigem Sichtfenster. Eher Tonne oder noch ein paar Jahre gut?

- Sony HF (oder andere Sony Typ I) aus den 90ern sollten unproblematisch sein oder?

- EMTEC Ferro Bänder? gleiches Problem wie bei denen von BASF? Abrieb?




Weiterhin habe ich festgestellt, das drei Sesamstraßenkassetten vom Label "Europa" irgendwie merkwürdige Erscheinungen machen, Teilweise stimmt der Azimut umso weniger umso weiter die Seite fortgeschritten ist, die Kassetten scheinen auch verhältnismäßig schwergängig zu sein. Ist das die Problematik, die so einige Kaufkassetten betrifft und mit festgewordenem Gleitmittel liegt? So richtig verstehe ich auch nicht, wie das funktioniert. Sollte man den Inhalt der Bänder vielleicht in einem anderen Gehäuse versuchen auf neue Bänder zu überspielen, vielleicht auch mit digitaler Zwischenstufe?
Gruß
Lorenz
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#50
(30.04.2025, 09:52)SonyKassette schrieb: Weiterhin habe ich festgestellt, das drei Sesamstraßenkassetten vom Label "Europa" irgendwie merkwürdige Erscheinungen machen, Teilweise stimmt der Azimut umso weniger umso weiter die Seite fortgeschritten ist, die Kassetten scheinen auch verhältnismäßig schwergängig zu sein. Ist das die Problematik, die so einige Kaufkassetten betrifft und mit festgewordenem Gleitmittel liegt? So richtig verstehe ich auch nicht, wie das funktioniert. Sollte man den Inhalt der Bänder vielleicht in einem anderen Gehäuse versuchen auf neue Bänder zu überspielen, vielleicht auch mit digitaler Zwischenstufe?

Naja, diese Kinder-Hörspielcassetten waren nie von besonderer Qualität. 
Meistens wurden die ja in irgendwelche tragbaren Kinder-Cassettenplayer reingesteckt, wo sie nicht besonders geschont wurden und den Kindern war die Qualität sowieso herzlich egal. 
Hauptsache Benjamin Blümchen hat schön "Törrö-Törrö" gemacht und Bibi Blocksberg "Hex-Hex".
Irgendwann waren meine Kinder dann groß und die Cassetten flogen alle auf den Müll.
OK, das beantwortet deine Frage nicht wirklich, aber willst du tatsächlich für eine Sesamstraßencassette so einen Aufwand betreiben?
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