Neuer zum Nikolaus
#1
Hallo alle zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen und was zu meiner Audio Vita da lassen.
Ich heiße Julian, 43 Järchen jung, wohne in Köln und habe drei Kids zwischen 10 und 14 Jahren. Leider leben wir in einer Wohnung und die Dämmung zu den Nachbarn ist verbesserungsfähig. Daher sind Sessions mit meiner Hifi Anlage eher selten, denn ich höre zwischendurch gerne mal lauter. Es gibt bei mir keine spezielle Musikrichtung, es muss mir halt gefallen. So kann da schon mal ne Platten von Charly Antolini (selbst auch mal auf die Drums gehauen) laufen oder mal auch mal was in der Elektronischen Richtung via Stream. Momentan höre ich am Liebste LP´s.
Als Sohn eines ehemaligen Radio-Fernseh-Techniker habe ich schon als Kind das ein oder andere Hifi Gerät in der Werkstatt meines Vaters stehen sehen. Mir sind also die Röhren Tv, PLattenspieler und auch die - für mich damals - besonder beeindruckenden Tonbandmaschinen noch in Erinnerung. Warum mich der HiFi Virus dann aber infizierte habe ich meinem Nachbarn zu verdanken, der im Keller seinen Hobby- und Lärmraum für sich hatte. Er ist 16 Jahre älter und hat mir dann vorgespielt, wie sich eine Hifi Anlage anhören kann. Gut erinnere ich mich noch an Hugh Masekela, der mir in der Live-Version von Stimela das "Zughupen" in den Gehörgang semmelte. Das klang irgendwie besser als auf meinem Weihnachtsgeschenk in Form eines Sony Hochhauses mit Radio, CD Spieler, Verstärker, Doppel Tapedeck und inklusiv Lautsprecher für wahrsceinlich damals kaum 100 Mark.
Immerhin hatte ich was zum Hören.
Also hab ich 1500 DM, die ich von meier Oma für den Führerschein bekommen hatte gut investiert und zwar... in einen Denon PMA ???, einen Marantz CD 67SE, Sony DAT Rekorder DTC 690? und ein paar Selbstbau-LS aus dem Hause Intertechnik und irgendeinen Subwoofer (glaube Magnat-Würfel). Chinch Kabel MIT Terminator 2, Oelbach Fingerdick und LS Strippen.
Damit war ich dann schon ziemlich zufrieden, nur HipHop und Metall hat die Anlage da auch schon schnell an seine Grenzen gebracht bzw. die Lautsprecher. Ich konnte das dann relativ schnell aufrüsten und habe mir ein Hypex Subwoofer-Amp HS200 gekauft und ebenfalls bei Intertechnik den fetten Peerless XLS10 mit Passiv Radiator bestellt. mein Nachbar hat mir damals beim Gehäusebau geholfen und hatte ich endlich eine potenten Abrissbirne in meinem Kinderzimmer stehen. Ganz zum leid meiner Eltern, die damlas Selbständig zu Hause arbeiteten und gelegentlich Seminare gegeben haben :-D
Also Bass ohne Ende, aber mit der Genauigkeit hat es der Peerles nicht so. Den habe ich dann schwernen Herzens viele Jahre später verkauft und dann passierte bis zum heutigen Tag doch so Einiges.
Kurzer Abriss: Magnat Standboxen, NAD Verstärker, JBL TI 5000, Behringer Aktiv Monitore, Adam Audio A8X, Eton Duetta mit dem geil klingend ER4, Kugelwellenhörner mit BMS Treiber in Verbindung mit Eckhörnern und aktuell höre ich mit folgender Bestückung.
Lautsprecher sind ein Eigenbau nach Vorbild von Martion Bullfrog aktiv mit 2 Digitalverstärker, eingemessen mit Minidsp SHD, CD Spieler von Denon, Dual CS 701 mit Shure V15 III und noch recht neuer Jico HE Nadel, WHD Subwoofer aus den 80er mit Albs Sub 20 Weiche und irgendein Selbstbau Amp mit unbekannten Daten (Erbstück eines Bekannten) und natürlich ein Revox A77 MK4?? (2 Spur).
So siehts aus und daher habe ich mich auch hier bei euch angemeldet und es ist meine Foren-Entjungferung! Habe zwischendurch mal mitgelesen, manchmal auch was verstanden, wenn es sehr technisch wurde. Technische Erfahrung habe ich wenig. Löten geht, aber ich traue mir nicht zu einen elektronischen Fehler einzukreisen.
Und da liegt auch schon der Hase im Pfeffer. Ich bin fasziniert von der Revox. Habe das Gerät geschenkt bekommen und nach dem Einschalten spielte es auch ca. 15 Minuten, klangt erstaunlich gut (mal abgesehen von der Musik, die da auf den noch unerforschten Bändern zu hören ist) und ist dann in Rauch aufgegangen.
Ich habe es zur Reparatur zu einer mir bekannten Werkstatt gegeben und ihn letzte Woche abgeholt. Mir wurde gezeigt welche Bauteile getauscht wurden, er hat die Maschiene auch Probe gehört, aber keine Aufnahmen damit gemacht. Das habe ich jetzt mal getestet und ich bin enttäuscht. Es klingt dumpf, kaum Höhen und ohne die Anfangs erkennbare Feinzeichnung beim Abspielen.
Ich habe mir die Köpfe angeschaut und so gut es ging mit einem Q-Tip und Isopropanol gereinigt. Da kam schon ordentlich brauner Schnodder runter, aber jetzt spielt sie immer noch dumpf.
Ich frage mich, ob da nicht direkt eine amtliche Revision angemessen wäre und was so was kostet? Habt ihr damit Erfahrung gemacht und selbst mal so ne Maschine zur revision gegeben? Das muss ja ein Profi machen, der sich mir der Einmessung und dem ganzen technischen Kram gut auskennt. Zum Kundenservice bei den bekannten "Geiz ist Geil" -Eletronikhändlern brauche ich damit ja nicht rennen, und ich habe sogar Bedenken das gute Stück noch mal zu der Werkstatt zu geben.
Oder sollte ich das Teil in der Bucht verkaufen?
Ich freue mich über einen spannenden Austausch mit Euch und über eure Meinungen / Erfahrungen mit Revox und anderen Bandmaschinen.
Happy Nikolaus und ein Gruß aus Kölle!
Julian
"Während Nashorn-Hornscheiben zwar kraftvoller klangen, sind die Walscheiben wesentlich musikalischer."
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#2
Hallo Julian !!

Willkommen im Forum !! Da hast Du ja als Vorstellung fast einen Lebenslauf hingelegt. Sehr schön ! Viel Spaß im Forum und die A77 bekommen wir schon hin !!

Manni
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............  Rolleyes
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#3
Hi Manni,

ja, es wurde dann doch ausführlicher :-)

Hast du denn eine Idee, wen ich dafür mal ansprechen könnte?

Julian
"Während Nashorn-Hornscheiben zwar kraftvoller klangen, sind die Walscheiben wesentlich musikalischer."
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#4
Mach mal einen Faden in Hilfe für Tonbandgeräte auf, dann wird man darauf aufmerksam. . HIer gibt es viele Spezialisten für die Revox, hannoholgi z.b.
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............  Rolleyes
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#5
Vielen Dank und einen schönen Abend dir noch.
"Während Nashorn-Hornscheiben zwar kraftvoller klangen, sind die Walscheiben wesentlich musikalischer."
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#6
Willkommen. 
Rauchzeichen aus einer A77 (oder B77) sind "normal" und ich habe mich auch geärgert, nicht rechtzeitig die bekannten Übeltäter getauscht zu haben. Den Geruch bekommt man nicht wieder aus der Nase.
Hier der Bericht einer kompletten Überarbeitung von Holgi (@hannoholgi).

PS: das Forum ist wirklich eine gute Quelle, leider ist die eingebaute Suchfunktion verbesserungswürdig. Ich suche über Google, also z.B. "neuer zum nikolaus" site:tonbandforum.de liefert 4 Ergebnisse.
Viele Grüße
Dietmar
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