Telcom C4 ANT E 124 Pegeleinstellung
#51
(21.09.2025, 01:40)Wickinger schrieb: So Arno (R2R),

Auf jeden Fall entspricht die -4 dB Version der Telcom Karten nicht der Standad Version.
Viele Grüße
Volkmar

Sagt wer?

Von den über 40 Telcoms ES4 (neben Monitorwartung und -Kalibrierung), die ich jährlich gewartet, repariert und kalibriert habe, bevor ich Tonmeister wurde, hatten 100 % die interne Behandlung mit -4 dB.

Und im Falle ES4 den Dipschalter für die Umschaltung, die keiner brauchte und der deshalb in der e-Serie wegfiel.
Im Auslieferungszustand waren alle e-Serien-Geräte -4 dB.
Das habe ich in der Werkstatt nicht mehr erlebt, da war ich Tonmeister.
#52
In der Bucht gibt es gerade wieder so ein Gerät mit diesem (oder einem ähnlichen) Aufkleber. (Sonderversion -4dB für BCN50/51 Aufnahme-Einheit).
Was sagt uns das jetzt?

Jürgen Wermuth hat sich ja leider schon länger nicht mehr hier gemeldet.

Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
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#53
(21.09.2025, 01:40)Wickinger schrieb: So Arno (R2R),

Auf jeden Fall entspricht die -4 dB Version der Telcom Karten nicht der Standad Version.
Viele Grüße
Volkmar

Ach so, noch eine Fehlinformation:

Die Karten er e-Serie gab es gar nicht "in -4 dB". Die Widerstandsumstellung weg vom Standard -4 dB geschah AUSSERHALB
der Karten im Basisgerät, beim ES4 außerhalb der in den Einschüben steckenden Karten: nämlich auch hinten im Gehäuse.

Genaugenommen ist es ja auch gar keine "Umstellung" -4 dB, über die ihr redet:

Die Maschinen liefen weiter auf +6 dBu, nur die Bändern bekamen wieder ihre lange angestammte Sättigung 320 nWb/m:
Denn die Ausnahme war ja die Sättigung +4 dB auf 510 nWb/m für hochausteuerbare Bänder/Stereoaufnahmen.

Also die "Norm" war und (durch Telcom) blieb das, was hier immer "-4 dB" heißt:
nämlich 320 nWb/m, 4 dB weniger als der Ausnahmefall +4 dB (510 nWb/m).

***

PS: Für das ES4 gab es am Schluß auch Einschübe, in denen dieselben Karten steckten wie in der 1-HE-e-Serie.
Der Einschub fürs ES4 hieß dann C4E F2 statt C4 F2 (diskret).
#54
(21.09.2025, 23:42)dge schrieb:
(20.09.2025, 17:00)Übertrager schrieb: Übrigens werden auch im ES4 die Pegel mit Widerständen eingestellt und nicht mit DIP-Schaltern.

Das ist falsch. ES4 hatten einen Dip-Schalter für die exotische Variante 0 dB.
Teilweise hatten sie auch außen/hinten einen externen Umschalter.

Hierfür würde ich gerne den Beweis sehen. Bei allen von mir untersuchten ES 4 und Einschubkarten waren einzulötende Widerstände vorgesehen, von DIP-Schaltern keine Spur. Dies ist auch konsistent mit den hier vorliegenden TFK-Schaltplänen, siehe Anhänge und den Link zu swisstransfer (gültig bis 21.10.2025).

Zu den Verzerrungen bei hochaussteuerbaren (ohne Anführungszeichen) Studiobändern habe ich mich bereits geäußert, und die mir bekannten zuständigen NF-Ingenieure beim WDR waren alles andere als technisch unbedarft. Auch meine bescheidene Wenigkeit hat über die vergangenen 45 Jahre immer wieder ausgiebige Tests mit hörfunkintern genormten und diversen anderen Bandflüssen für den Kennton durchgeführt.

https://www.swisstransfer.com/d/aa4a12d1...8101be19b5


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.pdf   telcom c4 Einschubträger ES 4.pdf (Größe: 744.71 KB / Downloads: 21)
.pdf   telcom c4 Karten.pdf (Größe: 1.66 MB / Downloads: 18)
.pdf   telcom c4F Hinweise.pdf (Größe: 3.43 MB / Downloads: 17)
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
#55
Vielleicht ist in diesem Zusammenhang für den einen oder anderen auch die ausführliche Untersuchung der Kombination nichtlinearer Verzerrungen - k2 und k3, die Begleiterscheinungen der Nadelton- und Magnettontechnik - von Blüthgen und Stephani (PolyGram) bei unterschiedlichen Aussteuerungen interessant, die mit dem damalig in der Tonträgerindustrie verbreiteten PEM 468 durchgeführt und bei der 62. AES Convention 1979 vorgestellt wurden.
Besonders aufschlussreich finde ich die subjektiven Bewertungen auf S. 10f.
Alle Tests wurden ohne Rauschminderungsverfahren durchgeführt.


Angehängte Dateien
.pdf   Blüthgen, Stephani - Increase of Non-Linear Distortion Products from Virgin Tape to Disc Playback (AES 1979).pdf (Größe: 670.38 KB / Downloads: 20)
Grüße
Peter


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Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
#56
(22.09.2025, 00:04)Karl 59 schrieb: In der Bucht gibt es gerade wieder so ein Gerät mit diesem (oder einem ähnlichen) Aufkleber. (Sonderversion -4dB für BCN50/51 Aufnahme-Einheit).
Was sagt uns das jetzt?

Jürgen Wermuth hat sich ja leider schon länger nicht mehr hier gemeldet.

Gruß,
Karl

Warum Videoleute einen Aufkleber brauchten, weiß ich nicht. Der Aufkleber bezieht sich aber auf BCN 50/51, also rotierende Videoköpfe. Der Hinweis auf -4 dB scheint eine Zusatzinfo zu sein. Der hat natürlich nichts mit "Sonderversion" zu tun, weil Telcom sowieso von Anfang an mit 320 nWb/m verwendet wurde, also 4 dB unter 510.

Sonderversion für Video, warum auch immer. Es schien wichtig zu sein, denn Telcom wurde hauptsächlich für reines Audio benutzt.

Allerdings wurde Telcom auch zur Dynamikerweiterung von Digitalaufnahmen und Nicht-Audio-Anwendungen eingesetzt.
#57
Was haben "rotierende Videoköpfe" mit Telcom zu tun ? Zum "Bild-Entrauschen" ?
Meine Güte...
Freundliche Grüße
Jens
#58
(22.09.2025, 03:06)Peter Ruhrberg schrieb:
(21.09.2025, 23:42)dge schrieb:
(20.09.2025, 17:00)Übertrager schrieb: Übrigens werden auch im ES4 die Pegel mit Widerständen eingestellt und nicht mit DIP-Schaltern.

Das ist falsch. ES4 hatten einen Dip-Schalter für die exotische Variante 0 dB.
Teilweise hatten sie auch außen/hinten einen externen Umschalter.

Hierfür würde ich gerne den Beweis sehen. Bei allen von mir untersuchten ES 4 und Einschubkarten waren einzulötende Widerstände vorgesehen, von DIP-Schaltern keine Spur. Dies ist auch konsistent mit den hier vorliegenden TFK-Schaltplänen, siehe Anhänge und den Link zu swisstransfer (gültig bis 21.10.2025).

Deine Schaltpläne und Blockschaltbilder waren schnell überholt. Die helfen dir heute als "Beweis" wenig.

Da kannst du lange "untersuchen", ob du Dip-Schalter findest.

Und da waren auch nie Widerstände "vorgesehen" (wer sagt das?). Wenn ich es nicht schon mal erklärt hätte: Die normgerechte Absenkung um 4 dB zur Kompatibilität mit 510er-Maschinen geschah NICHT auf den Karten, weder bei der e-Serie, noch früher beim ES4. Sondern wie gesagt im Grundgerät nah der Ein-/Ausgänge.

Siehe Bilder: Zunächst war ein Dip-Schalter drin. In späteren Versionen, insbesondere zu ANT-Zeiten des ES4 und erst recht bei der e-Serie ANT komplett, war die Umschaltung weggelassen. Weil -4 dB sowieso Norm war.

Viele haben sich dann zu Fuß externe Schalter eingebaut, um WDR-Bänder abspielen zu können, 2. Bild. Nach meinen Unterlagen überwiegend in den ANT-ES4 mit SN 21xx ff.

Die e-Serie hatte das nur mit geänderten Widerständen, sehr umständlich, aber wer wollte schon jemals von der sinnvollen Absenkung 4 dB abweichen? Wir waren doch nicht blöd. Da hätten wir keinen Thread mit 54 Beiträgen gebraucht, um uns von der Sinnfälligkeit zu überzeugen.
 
[/quote]


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#59
(19.09.2025, 14:24)uk64 schrieb: Das Einheitszeichen der Einheit Weber ist Wb und nicht W, also nWb/m und nicht nW/m. Nur mal so wegen der Kompetenz Smile.

Gruß Ulrich

Ganz witzig: Gerade habe ich ein Bild hochgeladen, auf dem ein Aufkleber von 1981 war, siehe Bild.

Bei mir war nW/m ein Diktierfehler, damals war sogar "514 nW" eine Kurzform in der Werkstatt. Da fehlte sogar noch /m.
Und sogar "514 nWb" ohne Meter gab es ..., weiteres Bild.

Hatte wohl mit fehlender "Kompetenz" weniger zu tun.

An den Schreibweisen 510 oder 514 hat sich niemand gestört. Wie schon beschrieben, rührte das her von der Umrechnung der Vollspurmagnetisierung 6,35 mm bzw. der Berücksichtigung der Nicht-ganz-Vollspur (mit Sicherheitsrand) 6,25-6,3 mm mit 2000 nWb (ohne Meter).

Zumal beides keine exakten -4 dB zu 320 nWb/m ergäbe: mal 4,04 dB, mal 4,1 dB. Da waren die 510 nWb/m wenigstens dichter dran und deshalb gebräuchlicher.


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#60
(22.09.2025, 11:13)optacord414 schrieb: Was haben "rotierende Videoköpfe" mit Telcom zu tun ? Zum "Bild-Entrauschen" ?
Meine Güte...

Gehört "meine Güte" zur Frage?

Minuten nach meinem Beitrag ein Beitrag ... Seid ihr alle arbeitslos? Macht es 40-mal am Tag Ping? Ich muß jetzt wirklich wieder ins Studio. Ich kann nur 1-mal am Tag alles im Batch beantworten.

Oft hilft das Internet, das ist hier aber Beitrag 57. Wie soll jemand, der später mal am Urthema interessiert ist, sich in seitenlangen Thread-Verlängerungen zurechtfinden:

BCN 50/51 gogglest du jetzt, das hat mit Video zu tun. Dann findet du noch: Auf Videoköpfen gibt es TON-Spuren, die mit Telcom mehr Dynamik hatten.

Der Aufkleber "Sonderversion" auf dem Telcom betrifft  NICHT den Zusammenhang mit -4 dB, sondern offenbar die Verwendung dieses Telcom mit den speziellen Anforderung an BCN 50/51-Maschinen.

Ich habe das in Jahrzehnten nie gesehen. Das hat mit unserem Thema "-4 dB = Standard" bei reinem prof. Audio zu tun.

Telcom wurde nicht nur für Video benutzt: Radio-Links, Satellitenleitungen und viele Lines-over-Cable.
#61
Aufgrund unrühmlichen Diskussionsstils geschlossen, zumindest vorübergehend.

Viele Grüße,
Martin


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