Telcom C4 ANT E 124 Pegeleinstellung
#1
Hallo,

ich habe ein zweites ANT Telcom C 4  e124 erwerben können, noch dazu mit in der gewünschten Version mit Übertragern.

Allerdings hat das Gerät einen nur auf einem der Verkaufsfotos etwas versteckt erkennbaren Pferdefuß. Auf dem Gerät ist auf der Rückseite ein Aufkleber aufgebracht, wonach es sich um eine "Sonderversion -4dB" handelt.

Ich habe beim Kauf gedacht, ist doch kein Problem, da sind Widerstände drin, die man für den von mir gewünschten ARD Pegel von +6dBu einfach austauscht.
Jetzt wo ich zur Tat schreiten wollte, habe ich doch etwas kalte Füße bekommen, die auch mit meinen fehlenden mathematischen Fähigkeiten zusammenhängen.  Rolleyes

Anhand des auf Seite 4 des SM abgedruckten Diagramms würde ich die insgesamt 8 Widerstände an den Steckleisten der Einschubkarten durch jeweils einen 2,87 KOhm Widerstand (bzw jeweils 2 in Serie für diesen Wert) ersetzen. Die angegebene Formel ist mir unheimlich. Confused

Bevor ich da jetzt aber Mist baue, der noch dazu ohne genaue Messungen vermutlich nie jemand auffallen wird, wäre ich froh, wenn jemand meine Annahme von 2,87 Kohm bestätigen oder korrigieren könnte. Es gibt hier ja ausgewiesene Experten Big Grin 

Beste Grüße

Arno
#2
Servus Arno,

scheints calculat nicht nur der iudex nicht Wink
Wenn ich die 6dBu für L in die Formel einsetze, komme ich exakt auf die 2,87k. Da das der gleiche Wert wie in der Abgleichanleitung weiter unten ist, die mit +6dBu durchgeführt werden soll, würde ich mal davon ausgehen, daß das stimmt.

Wie groß die Probleme mit der Funktion des Telcom bei einem um immerhin 10dB flaschen Pegel werden, können sicher andere beantworten. Immerhin ist eine der Stärken von Telcom die Pegelunabhängigkeit.

Michael
#3
Hallo Michael,

danke für Deine Rechnungskünste. Ich möchte schon unabhängig von der Pegeltoleranz des C4 den richtigen Pegel einstellen. Bei mir läuft bis auf historische Geräte fast alles auf +6 dBu. Da soll auch des C4 mitmachen, zumal der Austausch von 8 Widerständen eine doch eher überschaubare Lotübung ist.

Beste Grüße

Arno
#4
Na klar, in einem anständigen Funkhaus hat alles +6dBu!

Was mir grade noch eingefallen ist: Wenn man mit -4dBu rechnet, kommt man auf einen Widerstand von 74,75k. Wenn da ein grob anderer Wert verbaut ist, könnten auch im Rest des Geräts noch Änderungen lauern.
#5
Hallo Arno,

ich kann mich nur den Meinungen anschließen:  Für +6dBu ergibt sich ein Widerstand von 2,87kOhm.

Liebe Grüße
Jürgen
#6
Hallo Jürgen,

der Lötkolben wird schon angeheizt. Vielen herzlichen Dank für Deinen "Segen".

Beste Grüße
Arno

P.S.: wenn man Frage und Lösung sieht, sieht das  objektiv gesehen trivial aus.
Wenn man dann aber "subjektiv" mit dem Lötkolben in der Hand und vor dem offenen Gerät steht... Confused
#7
Hallo,

Ich habe die "quick und dirty" tests aus dem Manual gemacht und es scheint alles zu passen.

Wen es interessiert: so sieht das Gerät von innen aus:

   

Hier sieht man sofort die Widerstände R3 und R4, die auszutauschen sind:

   

R1 und R2 sind im Untergeschoss unter R3 und R4 (die beiden oben) versteckt. Hier sieht man einen von beiden, der andere ist daneben hinter dem dicken Übertrager links versteckt:

   


Arno
#8
Bei der Gelegenheit habe ich auch eine mir nicht nachvollziehbare Sparaktion von ANT korrigiert.

Während ANT den e200 und e300Serien einen Schalter am Gerät zum Einschalten des Signal-/Pegel-/Identton spendiert hat, fehlt dieser bei der e100er Serie.
Dort kann man den Signalton (die Elektronik ist ja da) nur über die Kabelfernbedienung schalten, die ich weder habe, noch benötige. Dafür gibt es in den 200 und 300-er Serien kein Gerät mit 4 Steckkarten und damit keine Hinterbandkontrolle. Das ist für mich ein k.o. Kriterium, da ich keine 2 Geräte aufstellen kann/will.

In der e100 Serie haben die Typen E114 und E124 4 Steckkkarten, der Rest auch nur 2. Diese beiden unterscheiden sich dadurch, dass der E124 in allen Ein-und Ausgängen Übertrager hat, der 114 nicht. Auch bei den anderen Serien ist nur das e322 vollständig mit Übertragern versehen.

Die e114 und 124 haben wie gesagt nur einen Schalter zum elektronischen Ein-/Aussschalten:

   
#9
(03.12.2024, 18:31)R2R schrieb: Hier sieht man sofort die Widerstände R3 und R4, die auszutauschen sind:

Wieviel Ohm haben die originalen Widerstände?
#10
Ohne einleitenden Pegel- bzw Signalton ist trotz Aufklebern auf dem Kern oder speziellem Vorspannband ua eine Aufnahme mit einem Compandersystem für mich Murks.

Zwar geht es nicht mehr um den Austausch von Bändern unter Rundfunkanstalten usw, aber auch im "Heimstudio" habe zumindest ich nicht immer auf dem Schirm, ob ich eine Aufnahme mit Compander oder nicht und wenn ja welchem gemacht habe (ich habe noch Dolby SR). Der Begleitzettel ist auch oft gerade nicht da und das Band ist in der falschen Schachtel dann  klingt es auch so komisch......Das alles ist egal, wenn man am Anfang des Bandes den signal/Pegelton hört. Da weiß man gleich woran man ist

Erst hatte ich gedacht, ich verlege da ein Kabel von den hoffentlich richtigen Pins der Anschlussbuchse der Fernbedienung zu einem Schalter an die Frontplatte, aber es geht viel einfacher.

Im Gerät ist die Verkabelung schon da, es fehlt lediglich der Mikro Schalter selbst im Switchboard. Den habe ich aus meiner Bastelkiste nicht ganz identisch mit dem Originalschalter eingelötet und an passender Stelle ein Loch in die Frontplatte gebohrt. Jetzt habe ich den Identton bequem am Gerät.

   

Auf dem Bild fehlt noch die Abdeckmutter des Schalters. Die mögliche Anzeige LED habe ich mir erspart, weil die zwei bereits vorhandenen beim Einschalten des Pegeltons ohnehin wild blinken

Beste Grüße

Arno
#11
(03.12.2024, 19:24)RalfR schrieb:
(03.12.2024, 18:31)R2R schrieb: Hier sieht man sofort die Widerstände R3 und R4, die auszutauschen sind:

Wieviel Ohm haben die originalen Widerstände?

Das kommt ganz auf die Ausführung des individuellen Geräts an, bzw für welche Umgebung es gedacht war. Hier war es für -4 dbu schon sehr speziell

Beste Grüße

Arno
#12
Ich weiß nicht, ob es nach 10 Monaten noch gebraucht wird, aber zur "Pegeleinstellung" des Telcom e124 geht es doch recht durcheinander.

1) Die -4 dB sollen ausgeglichen werden, weil R2R den Studiopegel +6 dBu vermißt.
Bei ihm "läuft alles auf +6 dBu". Sein e124 hat einen Aufkleber "Sonderversion -4 dB".

User "Übertrager" sieht sogar "Probleme" bei einem um "10 dB falschen Pegel", ohne zu erklären, woher das kommen sollen.

Dann soll ohne bis dahin schlüssiges Verständnis schon mal ein Widerstand getauscht werden.

2) Dann entdeckt R2R eine "Sparaktion" von ANT, weil ihm der frontseitige Schalter für den ID-Ton fehlt. Denn ein Telcom ist für ihn "Murks", wenn Bänder keinen ID-Ton haben. Bei ihm liegen Bändern nämlich auch mal "in der falschen Schachtel".

3) Außerdem erkennt er den Unterschied zwischen Telcoms der 100/200/300er Serie: mit/ohne und gemischten Übertragern.

4) R2R weiß abschließend noch, daß es Telcoms mit verschiedenen Pegeln gab: je nach "Umgebung". Und -4 dBu seien "schon sehr speziell".

***

Man weiß kaum, wo man bei soviel "Murks" anfangen soll. Ich übernehme die Numerierung (oder Nummerierung gemäß Rechtschreibrevolution):

zu 1) Es gibt keine "Sonderversion -4 dB". Wer immer den Aufkleber geklebt hat, hatte keine Ahnung, und so geht es dann im Forum auch weiter. Das -4 dB ist die NORMALVERSION, wenn es überhaupt "Versionen" gab. ALLE Rundfunkanstalten und ALLE Klassikstudios, in denen ich ab 1986 gearbeitet habe, und ALLE Telcom-Bänder, die zum DMM-Schnitt zur Teldec kamen, waren mit einem solchen -4-dB-Telcom gemacht.

[Ja, ja, ich weiß, Ausnahme WDR, da wurden Bänder mit 4 dB mehr Pegel bespielt.]

- Vor Telcom wurden (Stereo-)Bänder mit 510 nWb/m magnetisiert. Das war ein recht hoher Pegel, aber es gab Bänder, die so hoch ausgesteuert werden konnten. Hohe Frequenzen und Oberwellen von höchsten Tönen kommen im Musikmaterial ohnehin nur mit weniger als Vollpegel vor und wurden somit nicht übersteuert. Es war ein Kompromiß aus "wenig Verzerrungen" und "wenig Rauschen".

Und für diese hohe Magnetisierung sollten an Maschinen-Ein-/Ausgang 1,55 V (= +6 dBU) erforderlich sein. Bandmaschinen waren so eingemessen, daß bei 1,55 V maximale Aussteuerung (Studiopegel) am Eingang das Band mit 510 nWb/m magnetisiert wurde. Das nennt man dann einheitenlos (denn dB allein sagt nichts und ist nur eine Verhältnisangabe) "0 dB" (am Spitzenspannungsmesser von RTW oder NTP) = +6 dBu als Pegelangabe.

- Mit Telcom entstand sofort die "Norm", alles 4 dB geringer auszusteuern. Nach der bekannten logarithmischen Formel wird aus 510 nWb/m dann die Magnetisierung 320 nWb/m. Scheinbar krumme Zahl, aber das 6,35 mm breite Band wurde genormt mit 2.000 pWb (Picoweber) magnetisiert. Auf jeden Millimeter entfallen dann 2000:6,35 = 315 oder rund 320.

Das Band war 1/4 Inch breit ("Zoll" hatten vermutlich schon die Nazis abgeschafft, weil es verwirrend viele Zoll gab), also 25,4 mm : 4 = 6,35 mm. Weil bei Musik nicht die volle Breite, sondern rund 6,3 mm bespielt werden, ist 2000:6,3 auch mal 317. Diese minimalen Abweichungen lassen dann auch mal statt 510 nWb/m 514 nWb/m für 4 dB mehr entstehen. Ist unerheblich.

Jetzt darf man nicht mehr sagen: "magnetisieren mit 320 nWb", wie das hier ganz "locker" mit gespielter Fachkenntnis oft geschieht. Jetzt sind es ja 320 nWb je Meter! Oder 320 Picoweber je Millimeter, was dasselbe ist wie 320 nWb/m, Nanoweber pro Meter.

4 dB weniger Magnetisierung, das war ein Segen, denn darauf konnte man gut verzichten. Mit Telcom gewinnt man ja bis zu 30 dB Dynamik ("Dynamikumfang" sagen Laien, aber "Dynamik" ist ja schon ein "Umfang"). Statt gut 60 dB Dynamik hatten Bänder nun 90 dB Dynamik zwischen Vollpegel und Rauschen.

Bei praktisch artefaktfreier Aufzeichnung! Besonders bei Klassik also ein Vorläufer von Digitaldynamik: 16 Bit sind
16 x 6 dB = 96 dB Dynamik, abzüglich Wandlerverlusten = 90 dB. In dieser Banddynamik bekam man schon sehr gut die Dynamik von Mahlers 2. Sinfonie unter. Die Dynamik im Saal lag bei 110 dB, aber im Haushalt hört man ja selten über 70 Phon ab, weil bei 50 Phon schon der Nachbar die Bässe mithört. Da mußte bekanntlich auch später für CDs meist leicht komprimiert werden. (Komprimiert hat hier nichts mit Telcom zu tun.)

Da Telcom linear komprimiert, und zwar 1 : 1,5, entsteht folgende Rechnung:

- Bei "0 dB" korrigiert das Telcom nichts. Unter Vollausteuerung wird es komplex: Man muß zweimal Faktor 1,5 rechnen. Einmal durch 1,5, dann mal 1,5, aber immer vom vordersten Eingang des Telcom aus. Also so:

- Durch die Eingabe eines Signals von -30 dB unter dem Nennpegel wird ein Kompressorausgang von -20 dB und ein Expanderausgang von -45 dB erreicht. Nur so wird aus ursprünglich -30 dB das eineinhalbfache -45 dB Ergebnis.
Und Bandrauschen -60 dB wird auf -40 dB gehoben und auf -90 dB gesenkt.

Und warum ist das Telcom nun auf -4 dB als Norm oder "schon sehr speziell" (R2R) benutzt worden? Jetzt wird das klar:

A) Alle Studio-Stereo-Bandmaschinen lieferten +6 dBu (1,55 V) bei Studio-Stereo-Magnetisierung 510 nWb/m (510 pw/mm).

B) Mit Telcom wollte man aber 4 dB weniger magnetisieren. Dann hätte solche Bänder im Sendeablauf leiser geklungen. Soll man deshalb einige Maschinen umpegeln? Damit sie bei 320 nWb/m den vollen Studiopegel +6 dBu ausgeben? Furchtbar.

C) Lösung: Man läßt die Bandmaschine, wie sie ist.
Das Telcom empfängt Studiopegel +6 dBu vom Pult.
Es senkt Richtung Maschine den Kompressor-Pegel um 4 dB und speist +2 dBu in die Maschine.
Die Maschine gibt diesen neuen Vollpegel (320 nWb/m) telcomisiert raus in den Expander.
Der expandiert diese Aufnahme, die er richtig für Vollpegel hält.
Und hebt das fertige Signal um 4 dB.
Ins Pult kommen +6 dBu ent-telcomisierte Wiedergabe.

Fazit: Studiopegel rein ins Telcom, intern -4 dB verarbeiten für gesenkten Bandfluß 320 nWb/m, aus dem Telcom raus mit +6 dBu. Und das alles, ohne die Maschine um-einzumessen.

Stellt man das Telcom auf "Aus", also Bypass, ist die Absenkung natürlich aufgehoben.

Vor den Telcom-Serien 100/200/300/400 gab es das Telcom ES, 2 HE hoch, immer mit zwei Einschüben und je 2 Kanälen, also immer Hinterband möglich. Das hatte einen winzigen internen Dip-Schalter, um das Telcom umzustellen. Damit hat (nur) der WDR diese 4 dB Verzerrungsgewinn rückgängig gemacht und Telcom-Bänder mit 510 nWb/m telcomisiert.

DAS, lieber R2R, war dann eine absolute Ausnahme, also eine "Sonderversion". Aber nicht eine Sonderversion -4 dB, sondern eine Sonderversion 0 dB. Die bundesweite Studionorm war: "außen +6 dBu, intern +2 dBu".

Oder "außen +6 dBu, intern -4 dB". Ein gutes Beispiel für die, die hier immer dB mit dBu verwechseln.

Zu 2) Gab es von ANT Sparversionen, also ohne Schalter für ID-Ton oder Telcom Ein/Aus? Bei der ARD sparen? Hast du dich mal mit Logik befaßt? Es muß einen Sinn haben, wenn bei Geräten für 7.000 DM (1984, also heute um die 7.000 €) ein Schalter für 50 Ct. wegfällt.

Jeder Schalter ist ein Fehler-Auslöser. Versehentlich den falschen drücken, versehentlich drankommen. Das Telcom wurde deshalb fast ausschließlich mit Fernbedienung bedient! Es stand sowieso irgendwo hinten. Und Fernbedienungsschalter am Pult hatten Abdeckungen gegen Fehlauslösung.

Sogar der potentielle Fehler von Wackelkontakt/Schalterausfall wurde minimiert: Das Telcom ging AUTOMATISCH von Aufnahme auf Wiedergabe durch FB-Impulse von der Bandmaschine.

Für R2R gehört ein Pegelton aufs Telcom-Band, sonst ist das "Murks". Weil er Bänder in falsche Schachteln legt, was kein "Murks" ist? Wie findet der dann überhaupt solche Aufnahmen im Archiv wieder, wenn er die Bänderreihen durchgeht?

ID-Ton kann man machen, aber wenn der versehentlich gesendet wird ... Bänder bekommen Aufkleber mit dem Kompanderdrehpunkt 320 oder 510 nWb/m. Das sah man bei "510", das Band kommt vom WDR. Der genormte Bänderaustausch mußte ja unbedingt verkompliziert werden.

Und viel wichtiger: Das VORSPANNBAND war bei Telcom genormt:
Rot-Weiß = 38 cm/s
Rot-Weiß-Schwarz = 38 cm/s Telcom

Nur das hat funktioniert, wenn kein ID-Ton drauf war, der nur eine neue Fehlerquelle gewesen wäre.

Zu 3) Es gab bei den Serien e100/200/300/400 tatsächlich alle Varianten: mit/ohne hinterband, mit/ohne Übertragern, mit/ohne Frontschaltern, ein bunter Mix.

Übertrager (also erdfreie Symmetrie) haben vielleicht Vorteile bei Streckenlängen über 100 oder 200 oder noch mehr Metern. Aber natürlich den Nachteil der Klangverfälschung, besonders Verzerrungen im Baß. Ein Übertrager ist praktisch ein historisches Effektgerät, das die gewünschte Neutralität zwischen Saal/Abhörraum gestört hat. Nicht ganz so ekelig wie früher Röhren-"Effekte" (so "schön warm" und ähnlicher Quatsch), aber immer unangenehm. Wie ein Jucken, an dem du nicht kratzen kannst. Ein Effekt, der immer voreingestellt war.

Lösung: Bei euren kurzen Strecken unter 20 Metern am besten unsymmetrisch (innerhalb der Bandmaschine sind auf Platinen viele Meter unsymmetrisch, und erst im Pult, und dann alle Studiogeräte zusammen ... Billig und sauberer Klang.

Innerhalb eines Studios oder bei eurem Homerecording sind Versionen mit elektonischer Symmetrie klangneutraler als Trafos. Und billiger.

Zu 4) Laut R2R gab es Telcoms "je nach Umgebung"? Schade, daß mir das bei der Arbeit in den letzten 41 Jahren nie aufgefallen ist. Ich war wohl immer in der falschen Umgebung, bis mich ein Bandmaschinenforum fachmännisch aufklärt.

Es gab EIN Telcom. Das hatte zur Maschine hin den Aufsprechpegel genormt um 4 dB gesenkt und wieder 4 dB höher ausgeben, um Übersteuerungsverzerrungen im Bandmateril zu reduzieren, weil es sowieso 30 dB mehr Rauschgewinn brachte. Das war mit seiner Absenkung nicht "sehr speziell" und keine "Sonderversion".

Der Vorläufer hatte für den WDR einen Umschalter -4 dB innen, die e-Serie hatte wechselbare Widerstände für den WDR.

An diesem Telcom der e-Serien fummelt man nicht mit einem Heim-Lötkolben rum, um es zu "verbessern", weil in einem immerhin Tonbandforum keiner widerspricht. Wie erkenne ich da die Kompetenz der Antworten, bevor ich loslöte?
#13
Um ehrlich zu sein: Als ich mein ANT e232 bekommen habe, habe ich es einfach angeschlossen und es tut, was es soll.
#14
Das Einheitszeichen der Einheit Weber ist Wb und nicht W, also nWb/m und nicht nW/m. Nur mal so wegen der Kompetenz Smile.

Gruß Ulrich
#15
Also technisch/fachlich ist an dem Beitrag #12 von dge nichts auszusetzen. Aber als frisch registrierter Benutzer ohne eine Vorstellung hier gleich einen 1. Beitrag reinzusetzen, wo man zwischen den Zeilen herauslesen kann, dass sich hier im Bandmaschinenforum wohl keiner mit der Telcom-Technik auskennt, finde ich gewagt. Sorry, mir gefällt der Unterton in dem Beitrag nicht.

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
#16
(19.09.2025, 14:40)bitbrain2101 schrieb: Also technisch/fachlich ist an dem Beitrag #12 von dge nichts auszusetzen. Aber als frisch registrierter Benutzer ohne eine Vorstellung hier gleich einen 1. Beitrag reinzusetzen, wo man zwischen den Zeilen herauslesen kann, dass sich hier im Bandmaschinenforum wohl keiner mit der Telcom-Technik auskennt, finde ich gewagt. Sorry, mir gefällt der Unterton in dem Beitrag nicht.

MfG, Tobias

Wenn nach 10 Monaten noch "Murks" im Thread steht, darf man salopp annehmen, daß sich keiner dazu auskennt im Forum. Unter uns im Funk reden wir halt so. Die Berufswelt ist kein Ponyhof.

Und man soll sich "vorstellen"? Vorerkrankungen? Scheidungen? Ich habe keine Zeit für irgendwelchen erfundenen Formalien. Das ist ein Forum, wo binnen weniger Minuten verschrobene Beiträge kommen:

Man erklärt jemandem seine Mißverständnisse und daß ihm nach zehn Monten noch niemand gesagt hat, daß er NICHT eine Sonderversion hat und alles Rumlöten unsinnig und falsch ist. Und ein anderer (der sich mir nicht "vorstellt") hält es für notwendig, unbedingt zu schreiben. daß er jetzt etwas "ehrlich sagt" (wer bezweifelt das?) und er ein Telcom e232 erfolgreich angeschlossen hat. Ja, und? Ist das was besonderes? Schon wieder ein Beitrag mehr. Wozu?

Normalerweise wird im beruflichen Umfeld immer strikt abgeraten, in Liebhaberforen etwas zu erklären. Das artet aus, da wird unsachlich irgendwas ergänzt oder bemäkelt. Darum dauert es doch 10 Monate, bis jemand in seiner Freizeit sehr ausführlich und mühsam die Knäuel aufdröselt und ein halbes Dutzend von absurden Beiträgen ad absurdum führt. Da ist wenig Zeit für "sich vorstellen" und beschönigende Phrasen.

Stellt mir fachliche Fragen, verlängert den Thread nicht mit fachfremden Füllbeiträgen. Das kostet doch alle Leser viel Zeit. Man bekommt so schon zu viele Mails.
#17
(19.09.2025, 15:51)dge schrieb: Normalerweise wird im beruflichen Umfeld immer strikt abgeraten, in Liebhaberforen etwas zu erklären. 
 
Warum hältst du dich nicht einfach an diesen Rat ? Das wäre für beide Seiten die beste Lösung

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
#18
(19.09.2025, 15:51)dge schrieb: ...
Normalerweise wird im beruflichen Umfeld immer strikt abgeraten, in Liebhaberforen etwas zu erklären. Das artet aus, da wird unsachlich irgendwas ergänzt oder bemäkelt. Darum dauert es doch 10 Monate, bis jemand in seiner Freizeit sehr ausführlich und mühsam die Knäuel aufdröselt und ein halbes Dutzend von absurden Beiträgen ad absurdum führt. Da ist wenig Zeit für "sich vorstellen" und beschönigende Phrasen.

Stellt mir fachliche Fragen, verlängert den Thread nicht mit fachfremden Füllbeiträgen. Das kostet doch alle Leser viel Zeit. Man bekommt so schon zu viele Mails.

Was genau hat Dich bewogen, sich im Forum anzumelden und nicht ausschließlich im "beruflichen Umfeld" zu bleiben ?

EDIT: Tobias war schneller...
Freundliche Grüße
Jens
#19
Rein fachlich bin ich dankbar für den Beitrag.
Vielen Dank für den Einblick in die komplizierte Studiotechnik.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
#20
Und zur Fachlichkeit möchte ich nur darauf hinweisen, daß im Studio/professionellen Umfeld mit 514 nWb/m gearbeitet wurde, nicht mit 510. Wink
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
#21
Wie hieß es früher bei uns, den Anfänger/Amateur erkennt man an der übertriebenen Anzahl der Kommastellen, mit steigender Erfahrung werden sie weniger.
Ob nun 510 nWb/m oder 514 nWb/m ist nur unwichtige Runderei.

Gruß Ulrich
#22
(19.09.2025, 21:23)uk64 schrieb: Wie hieß es früher bei uns, den Anfänger/Amateur erkennt man an der übertriebenen Anzahl der Kommastellen, mit steigender Erfahrung werden sie weniger.
Ob nun 510 nWb/m oder 514 nWb/m ist nur unwichtige Runderei.

Gruß Ulrich


Ich habe vor Jahrzehnten doch tatsächlich nachgerechnet, wie die 514 nWb/m akademisch berechnet wurden:

Ursprünglicher Bandfluss auf 6,25 mm Spurbreite: 1000 pWb
entspricht: 160 pWb/mm
x2 (spätere Erhöhung wegen höherer Aussteuerbarkeit): 320 pWb/mm
Korrekturfaktor für 3dB Inkohärenzverlust plus 0,75 mm Spurbreitenverminderung: 1,61
Resultat: 514,26 pWb/mm

Zu Sinn und Zweck der telcom-Kennung (aka Dödelheimer) auf 320 nWb/m habe ich auch was gefunden:

   
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
#23
(19.09.2025, 21:23)uk64 schrieb: Wie hieß es früher bei uns, den Anfänger/Amateur erkennt man an der übertriebenen Anzahl der Kommastellen, mit steigender Erfahrung werden sie weniger.
Ob nun 510 nWb/m oder 514 nWb/m ist nur unwichtige Runderei.

Gruß Ulrich

Na da bin ich aber froh, daß ich weder das eine noch das andere bin. Wink
Dieser Wert und die Funktionsweise von Telcom c4 waren sogar Bestandteil meiner Prüfung (lange ist es her)..... 

Sorry, aber wenn man schon so einen großen Text wie dge dort oben verfasst, sollte sowas schon stimmen. Wink Denn mit allem anderen ist er ja auch sehr genau.
Bei uns gab es dafür Punktabzug.
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
#24
(20.09.2025, 07:15)proso schrieb: Bei uns gab es dafür Punktabzug.

Bei uns gab es zusätzlich Punktabzug für Antworten in nicht neutralem Tonfall.
Gerade Profis könnten und sollten gegenüber weniger Erfahrenen etwas nachsichtiger sein.
(Ist nicht an dich gerichtet, lieber Sebastian.)
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
#25
Man braucht sich nicht wundern, wieso der eine oder andere hier nie wieder auftaucht, Qualifizierung hin oder her .... 

A propos: Dieses ewige Rumreiten auf Vorstellung könnte man auch mal bleiben lassen. War früher nicht so und wird auch sonst in keinem Forum (in denen ich bin) derart verfochten wie hier.
Da hat der Kollege "dge" mMn treffen drauf geantwortet.... aber ja, auch dazu gab es ja nun schon öfter einen Meinungsaustausch....
Gruß, Kuni
..............................

http://kuni.bplaced.net/
..............................
#26
(20.09.2025, 09:33)Kuni schrieb: A propos: Dieses ewige Rumreiten auf Vorstellung könnte man auch mal bleiben lassen. War früher nicht so und wird auch sonst in keinem Forum (in denen ich bin) derart verfochten wie

Ich sehe das so:

Natürlich braucht niemand seine Hosen runterzulassen und einen halben Roman über sich zu erzählen. Das sollte jedem selber überlassen werden, wie er das handhabt.
Schön finde ich allerdings ein kurzes Hallo und eine Angabe irgendeines Names, mit dem man das neue Mitglied ansprechen kann.
Wie sagt man doch so schön: "Der Ton macht die Musik"

Wenn ich jetzt antworten wollte auf den obigen Beitrag und "Hallo dge" schreiben müßte, dann fände ich das etwas befremdlich und ermuntert mich nicht unbedingt zu einer Konversation.
(vielleicht ist diese ja von dge auch gar nicht gewünscht)
Wenn gewisser Herr hier im Forum bereits länger bekannt wäre und bereits mehrere Beiträge verfaßt hätte, dann wäre bestimmt nicht soviel Wirbel um seinen, fachlich sicher fundierten Beitrag entstanden. 
Sehr hilfreich wäre es auch gewesen, er hätte auch mitgeteilt, woher er diese detaillierten Informationen hat. (Beruflicher Background, z.B. Studiotechniker bei ÖRR oder was auch immer)

Was ich gar nicht leiden kann, sind Neulinge, welche ohne Nennung eines Namens und jeglichen Gruß, Beiträge dieser Art verfassen.
"Hallo, ich habe mir eine AKAI GX trallala gekauft, sie nimmt nur auf einem Kanal auf, woran kann das liegen?"
Das beobachte ich in letzter Zeit leider immer öfter. Da vergeht mir jede Lust zu antworten.

Ich wünsche allen einen wunderschönen Spätsommertag!

Gruß, Jan
#27
Vielleicht ist es um den Einen oder Anderen auch nicht schade...

Zum Thema Vorstellen: für mich ist es eine Sache der Hôflichkeit und des allgemeinen Umgangs miteinander.
Andernfalls könnte man die entsprechende Rubrik auch streichen.

Als Extrakt aus dem Monolog des Users "dge" bleibt als Information lediglich, was funkhausseitig Norm war.
Was ein User privat mit seinen Gerâten anstellt, ist seine Sache.
Warum sollte man, entsprechendes Bandmaterial vorausgesetzt, auf 320 nWb/m beharren, nur weil es rundfunkseitig dunnemals mit dem Fähigkeiten des damals vorhandenem Bandmaterial und aus Gründen der Austauschbarkeit mal so festgelegt wurde?
Freundliche Grüße
Jens
#28
Das gehört doch wohl zum zwischenmenschlichen Anstand, daß ich mich vorstelle, wenn ich als Neuer eine fremde Gruppe ansprechen will. Früher sagte man "schlechte Kinderstube", wenn jemand keinen Anstand hatte.

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
#29
(19.09.2025, 14:24)uk64 schrieb: Das Einheitszeichen der Einheit Weber ist Wb und nicht W, also nWb/m und nicht nW/m. Nur mal so wegen der Kompetenz Smile.

Gruß Ulrich

Oh, ein produktiver Beitrag! Danke dir.

Du hast natürlich recht. Die Erklärung ist einfach, mit "Kompetenz" hat es aber nichts zu tun:

Ich diktiere alles am Mac, sonst könnte ich niemals solche extrem ausführlichen Korrekturen in möglichst einwandfreiem Deutsch in einem Forum verfassen. Das soll ja jahrelang vielen Lesern helfen und die inkompetente Bis-dato-Mutmaßerei des Threads relativieren. Es gibt so schon genug Fehlinformation im Netz: Einfach mal irgendwas reinsetzen, Hauptsache teilnehmen, egal, wem man damit schadet.

Die Diktierfunktion ist auf meinen Beruf konfiguriert, also hunderte Fachbegriffe werden richtig erkannt.

Und erstaunlicherweise kannte die Datenbank die Schreibweise von Picoweber und Nanoweber nicht und hat "geraten". Begriff wohl zu alt, kommt heute in Fachliteratur kaum noch vor, was weiß ich. Zum Korrekturlesen war keine Zeit, der Text war in einer Arbeitspause runterdiktiert.
#30
Das darf doch nicht wahr sein. Man geht einmal schlafen und hier habt die Zeit, bis Beitrag #29 zu kommen ...

In einem sicher mal sinnvoll erdachten technischem Tonbandforum und einem komplexen Zusammenhang zum Telcom schreibt jemand Beiträge zum "sich Vorstellen". Kollegen sagen mir beim Mittagstisch, so sei das da nunmal, da herrsche eine komplett ungesunde und absurde Diskussionskultur.

Der wichtige Beitrag werde mit möglichst viel Thread-Verlängerung zugemüllt. Dahinter stecke die Freude an der anonymen Störung durch Leute, denen in den Vor-Internet-Zeiten niemals ein "Forum" gegeben hätte. Die hatten früher nur den Stammtisch und sind nicht weiter aufgefallen.

Na schön, ich schreibe nie in Foren und habe viel gelernt. Ihr bleibt mal schön unter euch. Ich nehme nur noch zu fachlich interessanten Beiträgen Stellung und verkneife mir aus Zeitgründen diese deutsche Kleinkrämerei zu genehmigten "Umgangsformen" in einem Forum.


510 und 514 nWb/m:

Das ist doch nicht kritikwürdig und erst recht nicht inkompetente Verwechslung. Das kann man sogar ganz leicht googeln. Einer hat's recht ordentlich erklärt.
Aber, oh Wunder, ich hatte es selbst schon in meinem Text beschrieben. Ihr lest nur nicht sorgsam genug. Da kann man sich vorstellen, wie lang dieser Thread NOCH wird.

Jetzt muß ich euch auch noch schon existierenden Text ein zweites Mal unter die Nase reiben. Ich zitiere mich:

Nach der bekannten logarithmischen Formel wird aus 510 nWb/m dann die Magnetisierung 320 nWb/m. Scheinbar krumme Zahl, aber das 6,35 mm breite Band wurde genormt mit 2.000 pWb (Picoweber) magnetisiert. Auf jeden Millimeter entfallen dann 2000:6,35 = 315 oder rund 320.

Das Band war 1/4 Inch breit ("Zoll" hatten vermutlich schon die Nazis abgeschafft, weil es verwirrend viele Zoll gab), also 25,4 mm : 4 = 6,35 mm. Weil bei Musik nicht die volle Breite, sondern rund 6,3 mm bespielt werden, ist 2000:6,3 auch mal 317. Diese minimalen Abweichungen lassen dann auch mal statt 510 nWb/m 514 nWb/m für 4 dB mehr entstehen. Ist unerheblich.


Der Unterschied zwischen 514 und 510 ist 0,07 dB.
#31
dge, du scheinst wirklich in einer anderen Welt zu leben Sad Du begrüßt vermutlich auch niemenden, den du triffst.
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
#32
Man kann den in Rede stehenden Sachverhalt auch einem Lehr- (nicht Oberlehrer) Dokument der ehemaligen SRT entnehmen, inklusive der WDR-Fußnote (s. u.).

Was der Aufkleber an seinem Gerät zu bedeuten hat, weiß der Arno aber leider immer noch nicht. Immerhin gibt es vier Stellen im Gerät, an dem der Pegel mit einem Widerstand zwischen -4 und +15dBm eingestellt werden kann. Vielleicht wars ja ein Gerät vom WDR, das für Meß/Labor/Austauschzwecke abweichend eingestellt war?

Auf weitere Erleuchtung hoffend,
Michael


Angehängte Dateien
.pdf   SRT_Kompandertechnik_S33.pdf (Größe: 160.3 KB / Downloads: 18)
#33
(20.09.2025, 14:50)Übertrager schrieb: Man kann den in Rede stehenden Sachverhalt auch einem Lehr- (nicht Oberlehrer) Dokument der ehemaligen SRT entnehmen, inklusive der WDR-Fußnote (s. u.).

Kleine Ergänzung: Beim BASF PER 528 (bei Einführung des telcom-Verfahrens ca. 1975 noch nicht existent) beträgt der k3 (in Datenblättern auch THD genannt) bei 38 cm/s, 7 µm AK-Spaltbreite und 514 nWb/m Bandfluss knapp 0,4 % (Stand 1999), was ziemlich genau dem Wert entspricht, von dem die beiden hochgeladenen SRT-Dokumente ausgehen.

(Zu der Zeit gab es für Rundfunkzwecke Agfa PER 525 und BASF LGR 30 P, auf die die höheren k3 Werte zutreffen.)

Noch höher aussteuerbare Studiobänder wie das BASF SM 900 oder SM 911 liefern entsprechend geringere k3, hier kann telcom also seine Vorteile noch mehr ausspielen.
Grüße
Peter


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Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
#34
(20.09.2025, 14:41)bitbrain2101 schrieb: dge, du scheinst wirklich in einer anderen Welt zu leben

Vielleicht in dieser?
   

Ironiemodus wieder aus... Big Grin
#35
(20.09.2025, 15:17)Peter Ruhrberg schrieb: ...
(Zu der Zeit gab es für Rundfunkzwecke Agfa PER 525 und BASF LGR 30 P, auf die die höheren k3 Werte zutreffen.)

Noch höher aussteuerbare Studiobänder wie das BASF SM 900 oder SM 911 liefern entsprechend geringere k3, hier kann telcom also seine Vorteile noch mehr ausspielen.

Diese zeitliche Einordnung hatte ich vermutet. Danke, Peter, für die Bestätigung.   Smile

Weiß jemand, warum der WDR vom "-4dB-Telcom-Standard" abgewichen ist? Spätere Einführung von Telcom, als z.B PER528 schon verfûgbar war - oder ...?
Freundliche Grüße
Jens
#36
(20.09.2025, 15:50)optacord414 schrieb: Weiß jemand, warum der WDR vom "-4dB-Telcom-Standard" abgewichen ist? Spätere Einführung von Telcom, als z.B PER528 schon verfûgbar war - oder ...?

Der im zweiten SRT-Dokument erwähnte HF-Betriebsleiterbeschluss ist auf Dezember 1980 datiert, das PER 528 kam erst 1981 auf den Markt.

Da ich damals extensiv für den WDR gearbeitet habe, wusste ich die Gründe mal, doch leider spielt mein Gedächtnis nicht mehr mit.
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
#37
Das Dokument ist von 1981, spricht aber im Vorwort davon, daß "seit einigen Jahren" bei den Anstalten Kompandersysteme eingesetzt würden.
Bandtypen werden nicht erwähnt.

Übrigens werden auch im ES4 die Pegel mit Widerständen eingestellt und nicht mit DIP-Schaltern. Im Abschlußtest ist sogar eine Aufgabe, in der die berechnet werden müssen.
In meinem Exemplar sind Trimmer an die Buchsenleisten gelötet.

Michael
#38
Peter (Ruhrberg),

hast Du Unterlagen zur BCN 50, 51 5x ff? Es gab mindestens eine Version dieser MAZen die das Telcom an Bord hatten und diese Karten hatten den Aufkleber Sonderversion 4 dB. Ich finde den Ordner von ANT nicht, kann sein das er noch ncht geborgen ist, da waren Beschreibungen auch zu Sonderausführungen drin. Hatte selbst 4 Karten im alten Wohnort mit diesem Aufkleber als Reserve rumliegen.
PS: Für die, die es evtl. vergessen haben sollten: BCN 5x waren MAZen von Bosch ex FESE
Grüße
Volkmar
#39
Hallo dge,
ich hatte Ende der 90er das Glück mit diversen Technikern des NDR (Rundfunk / Fernsehen) zusammentreffen zu können.
So einen abfälligen Tonfall durfte ich nie erfahren, da ging es mehr um die technische Entwicklung, St.Pauli, HSV usw.
Bist wahrscheinlich kein Techniker, eher was Höheres (beim NDR gab es damals in dem Gebäude auch ein Casino (aus britischer Tradition)), darf ich Dich als Kassenwart oder Ortsgruppenleiter vergleichen?
Volkmar
#40
(20.09.2025, 18:49)Wickinger schrieb: hast Du Unterlagen zur BCN 50, 51 5x ff?

Leider nein.

Ich war ab Ende der 1970er Jahre im WDR Hörfunk, Studio 1 und 2 (großer und kleiner Sendesaal), einige Jahre später im "Filmhaus", wo ich den Übergang von 16 mm auf EB erlebt habe.

Zehn Jahre später war ich zunächst in der Dokumentarabteilung (Außendrehs), später in der Hauptmischung der DW und hatte mit den BCN nie etwas zu tun.

Und ja, bis auf sehr wenige Ausnahmen ging es ausgesprochen kollegial zu. Über viele Geschichten könnte ich mich heute noch kringeln ...
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
#41
Ich würde es auch gerne verstehen. Was bedeuten "EB", "DW" und "BCN"?
#42
(20.09.2025, 20:21)RalfR schrieb: Ich würde es auch gerne verstehen. Was bedeuten "EB", "DW" und "BCN"?


Pardon, da sind mir wohl für einen Moment die Pferde durchgegangen.

EB = Elektronische Berichterstattung
DW = Deutsche Welle
BCN ... was die Abkürzung genau bedeutet, weiß ich nicht. Die BCN 50 waren stationäre MAZ mit 1" Bandbreite und Schrägspuraufzeichnung. 

Kein gutes Bild des Gerätes, aber es gibt wenigstens einen Eindruck:

   
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
#43
Wahrscheinlich entspricht:

EB -> "Elektronische Bildbearbeitung"

BCN -> "Broadcast Colour New"

DW -> "Deutsche Welle"
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

#44
Danke Euch, "DW" hätte ich mir denken können, kam mir aber in dem Kontext nicht in den Kopp  Wink.
#45
Schade, aber Danke Peter das Du nachgesehen hast.
Gruß
Volkmar
#46
Ach, hatte ich doch die richtige Erinnerung:
http://www.fernsehmuseum.info/3376.html

Seite B 4.2 - Optionen zur BCN 51
Dok-Nummer Gerätetyp / Benennung Bestellnr._____ Prospekt Preis DM
B-002.91,01 je Tonkanal ein System notwendig - Dolby A-CAT-NO. 22 Rauschunterdrückung System Dolby für Tonkanal 1 und 2 3 119 100 048 1.370,00
B-002.91.02 Telcom C 4 D Rauschunterdrückung System Telefunken für Tonkanal 1 und 2 3 119 100 079 2.110,00
B-002.91, C Telcom C 4 DM Rauschunterdrückung System Telefunken für Tonkanal 1 und 2 - Sonderausführung -4 dB 3 119 100 217 2.370,00
B-002.92 BC 466 Unipulse Decoder FASK-Sieb 0 162 680 300 1.900,00
B-002.93 BC 812 Long Play Umrüstsatz für den Betrieb mit halber Bandgeschwindigkeit 0 166 009 200 32.140,00

Was schrub unser Reichs Orgel Ortsgruppenleiter doch gleich:
"zu 1) Es gibt keine "Sonderversion -4 dB". Wer immer den Aufkleber geklebt hat, hatte keine Ahnung, und so geht es dann im Forum auch weiter. Das -4 dB ist die NORMALVERSION, wenn es überhaupt "Versionen" gab. ALLE Rundfunkanstalten und ALLE Klassikstudios, in denen ich ab 1986 gearbeitet habe, und ALLE Telcom-Bänder, die zum DMM-Schnitt zur Teldec kamen, waren mit einem solchen -4-dB-Telcom gemacht."

Möge sich das dge doch eine andere Spielwiese suchen.

Gruß
Volkmar
#47
Und wenn ich die Seite weiter runter gehe, dann finde ich das:

Seite B 1 - die stationäre Video-Bandmaschine BCN 41
Dok-Nummer Gerätetyp / Benennung Bestellnr._____ Prospekt Preis DM
B-001.01.01 BCN 41 A 11 0 168 210 000 B 011 112.790,00
BCN 41, mobile MAZ PAL/SECAM einschl. 1 Scanner, Laufwerk und Elektronik für Aufnahme in Studioqualität und Kontrollwiedergabe
B-001.01.02 BCN 41 A 21 BCN 41, mobile MAZ NTSC/PAL-M 0 168 230 000 B 011 112.790,00
B-001.91.01 Dolby A-CAT-NO. 22 3 119100 048 1.370,00
je Kanal ein System notwendig - Rauschunterdrückung System Dolby für Tonkanal 1 und 2
B-001.91.02 Telcom C 4 D 3 119 100 079 2.110,00
Rauschunterdrückung System Telefunken für Tonkanal 1 und 2
B-001.91.03 Telcom C 4 DM 3 119 100 217 2.370,00
Rauschunterdrückung System Telefunken für Tonkanal 1 und 2 - Sonderausführung -4 dB

Vielen Dank an Hahn-Video HH(RIP), ihr habt mir doch einiges rüber gebracht.

So, dge, und nun?
Jetzt müssten wir dein Dreck geschreibsel eigentlich entfernen.
Gibs zu, Du bist ein PG der Analative FD.

Volkmar
#48
So Arno (R2R),
was machen wir jetzt mit Dir und Deiner berechtigten Frage?
Wenn ich mich (schon wieder) richtig entsinne, waren mehr Unterschiede zwischen der Standard und der 4 dB Karte, als nur der Widerstandswechsel.
Leider kann ich Dir zur Zeit keine Antwort geben und ich kann Dir auch nicht sagen wann Ich habe etwa noch eine Doppelgarage vor mir (Oberkante / Querlippe), da kann das Eine oder Andere noch zu Tage kommen oder auch nicht.
Auf jeden Fall entspricht die -4 dB Version der Telcom Karten nicht der Standad Version.
Viele Grüße
Volkmar
#49
Hallo Volkmar,

wimre hat Jürgen Wermuth mal eine Karte erwähnt, die für Sony-MAZen entwickelt wurde (also dann vermutlich für die 1"-C BVH2000). Auch da kann es verschiedene Versionen gegeben haben.

Du hast Hahn-Video in Hamburg erwähnt. Bei dem Herrn Hahn habe ich früher öfter Zeug gekauft und lange mit ihm telefoniert. Der war so richtig gemütlich. Der ist jetzt also gestorben?
Und verstehe ich das richtig, daß sein Handbucharchiv jetzt bei Dir liegt?

Gern auch per PM.

Michael
#50
(20.09.2025, 17:00)Übertrager schrieb: Das Dokument ist von 1981, spricht aber im Vorwort davon, daß "seit einigen Jahren" bei den Anstalten Kompandersysteme eingesetzt würden.
Bandtypen werden nicht erwähnt.

Übrigens werden auch im ES4 die Pegel mit Widerständen eingestellt und nicht mit DIP-Schaltern. Im Abschlußtest ist sogar eine Aufgabe, in der die berechnet werden müssen.
In meinem Exemplar sind Trimmer an die Buchsenleisten gelötet.

Michael

Das ist falsch. ES4 hatten einen Dip-Schalter für die exotische Variante 0 dB.
Teilweise hatten sie auch außen/hinten einen externen Umschalter.
Die "Variante" -4 dB war von Anfang an die von allen Studios (frei und ARD) bevorzugte. Außer WDR.

Und im Zusammenhang der Entwicklung des Telcom auch immer angedachte.
Um von den hohen Bandsättigungen 510 nWb/m wegzukommen.
Da gingen selbst "hochausteuerbare" Bänder in die Verzerrung.
Kaum hörbar im Sendebetrieb, aber für den brauchte man wegen der schlechten UKW-Qualität kein Telcom.
Sondern für Koproduktionen mit Tonträgerherstellern und hochwertige Klassikproduktionen.


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