26.11.2024, 19:07
Moin,
das die Marken verschwinden werden, glaube ich ebenfalls nicht. Man sieht das ja an Harman International, die heute zu Samsung gehören, und schon ewig keine eigene Produktion gehabt haben. Ebenso Philips und vierle andere mehr. Auch die Marke "Grundig" findt man noch.
Die Hersteller haben sich den Markt durch den dauernden Preiskampf kaputt gemacht; das geht aber schon ewig so. Der Versuch, den Käufer durch immer neue Techniken und Standards zum Neu-Kauf zu treiben, kann nicht dauerhaft funktionieren. Die Folge ist wieder Preiskampf und auch in diesem Sektor der vollkommen blödsinnige online-Handel, der nicht nur die Produkt-Bindung ruiniert, sondern auch die Infrastruktur. Letztlich schafft sich die Branche selber ab.
Das in manchen Foren ewig Gestrige mit Tonbandgeräten spielen, ist kein Zufall. Der Mensch bleibt analog, kann nicht digitalisiert werden (hoffentlich) und hat seine Bedürfnisse. Und das sind vor allem soziale, und keine Marketing-funktionalen. Und online-Handel führt bestenfalls zu noch mehr Sucht-Verhalten und nicht zur Befriedigung von Bedüfnissen.
Identität definiert sich über das, was wir tun, was wir gemeinsam tun. Zuhause Filmchen kucken, tun die meisten Menschen ebenso allein, wie online shoppen. Und die Flut an immer neuen Filmchen und immer neuen Effekten und immer neuen "Technologien" hemmt die Möglichkeit der Identifizierung und der intensive Beschäftigung. Die Dinge werden beliebig. Das Interesse wendet sich anderen Bereichen zu.
Früher hat es mal einen Trend gegeben, mit recht aufwendigen Anlagen Musik zu hören. Heute hört man mit dem Smartphone, freiwillig in eher bescheidener Qualität. Um "Klang-Qualität" geht es nicht. Und ebenso wenig geht es um immer mehr Kanäle in der Kinosound-Wiedergabe. Und damit ist klar, dass der Verbraucher irgendwann aus dem reine Hype aussteigt und die Realität zur Kenntnis nimmt: zum Beispiel den Ärger mit der Frau um die Frage, wo die weiteren Boxen hin sollen. Und dann wendet er sich etwas anderem zu.
Vor ein paar Wochen war ich in Europas ehemals größtem Elektronik-Laden, nach Fertigstellung des Umbaus. Die nicht mit Ware bestückten Gänge sicnd breiter geworden. Der Keller ist nun an einen Sportbedarfs-Händlerr vermietet. Die Schallplatten-Abteilung ist langsam größer als CD und DVD, aber alles drei zusammen kleiner, als CD vor zwei Jahren. Und HiFi- und Kino-Sound ist heute "Galleria", was meint, wird durch Promoter der Hersteller betrieben. Mit anderen Worten, auch hier weniger Angebot, als noch Anfang des Jahres. Ich würde das als Anfang vom Ende bezeichnen. Naja: als Mitte der Degeneration.
Um HiFi habe ich erstmal keine Angst: der Markt hat sich auf einen elitären Zirkel reduziert, den ich erstmal für lebensfähig halte.
Hier wird es spannend sein zu beobachten, ob es gelingt, die Musik, vorbei an den zerstörerischen Streaming-Diensten, an den Verbraucher zu bekommen. Noch leistet das die "Schallplatte". Denn, an Streaming verdienen die Künstler zu wenig, und die Zahl der Bühnen hat abgenommen.
Bei Film- und Kinosound ist das schwieriger, weil die Produktionskosten zu hoch sind. Da wird sich der Verbraucher von großen Vermarktungs-Portalen abhängig machen müssen, damit er Filme und Technik - aus einer Hand - bekommt. Denn seine Regelungs-Funktionen im Markt nimmt der Verbraucher ja nicht wahr.
Übrigens lohnt ein Blick in die bunte asiatische Welt. Da sind weiterhin Marken unterwegs, von denen die meisten von uns noch nie gehört haben.
In Asien kann man mit Multimedia weiterhin mehr Geld verdienen. Deswegen orientieren sich die USA ja schon seit längerem immer mehr auf den pazifischen Raum. Wir Europäer machen uns immer unwichtiger, weil wir verlernt haben, unsere Interessen zu definieren und durchzusetzen. Wir laufen lieber hinter irgend jemandem her. Und reden über Life-Work-Balance Sicher eine schöne Theorie, doch verdienen Marantz&Co mit der kein Geld.
Man darf gespannt sein.
Tschüß, Matthias
das die Marken verschwinden werden, glaube ich ebenfalls nicht. Man sieht das ja an Harman International, die heute zu Samsung gehören, und schon ewig keine eigene Produktion gehabt haben. Ebenso Philips und vierle andere mehr. Auch die Marke "Grundig" findt man noch.
Die Hersteller haben sich den Markt durch den dauernden Preiskampf kaputt gemacht; das geht aber schon ewig so. Der Versuch, den Käufer durch immer neue Techniken und Standards zum Neu-Kauf zu treiben, kann nicht dauerhaft funktionieren. Die Folge ist wieder Preiskampf und auch in diesem Sektor der vollkommen blödsinnige online-Handel, der nicht nur die Produkt-Bindung ruiniert, sondern auch die Infrastruktur. Letztlich schafft sich die Branche selber ab.
Das in manchen Foren ewig Gestrige mit Tonbandgeräten spielen, ist kein Zufall. Der Mensch bleibt analog, kann nicht digitalisiert werden (hoffentlich) und hat seine Bedürfnisse. Und das sind vor allem soziale, und keine Marketing-funktionalen. Und online-Handel führt bestenfalls zu noch mehr Sucht-Verhalten und nicht zur Befriedigung von Bedüfnissen.
Identität definiert sich über das, was wir tun, was wir gemeinsam tun. Zuhause Filmchen kucken, tun die meisten Menschen ebenso allein, wie online shoppen. Und die Flut an immer neuen Filmchen und immer neuen Effekten und immer neuen "Technologien" hemmt die Möglichkeit der Identifizierung und der intensive Beschäftigung. Die Dinge werden beliebig. Das Interesse wendet sich anderen Bereichen zu.
Früher hat es mal einen Trend gegeben, mit recht aufwendigen Anlagen Musik zu hören. Heute hört man mit dem Smartphone, freiwillig in eher bescheidener Qualität. Um "Klang-Qualität" geht es nicht. Und ebenso wenig geht es um immer mehr Kanäle in der Kinosound-Wiedergabe. Und damit ist klar, dass der Verbraucher irgendwann aus dem reine Hype aussteigt und die Realität zur Kenntnis nimmt: zum Beispiel den Ärger mit der Frau um die Frage, wo die weiteren Boxen hin sollen. Und dann wendet er sich etwas anderem zu.
Vor ein paar Wochen war ich in Europas ehemals größtem Elektronik-Laden, nach Fertigstellung des Umbaus. Die nicht mit Ware bestückten Gänge sicnd breiter geworden. Der Keller ist nun an einen Sportbedarfs-Händlerr vermietet. Die Schallplatten-Abteilung ist langsam größer als CD und DVD, aber alles drei zusammen kleiner, als CD vor zwei Jahren. Und HiFi- und Kino-Sound ist heute "Galleria", was meint, wird durch Promoter der Hersteller betrieben. Mit anderen Worten, auch hier weniger Angebot, als noch Anfang des Jahres. Ich würde das als Anfang vom Ende bezeichnen. Naja: als Mitte der Degeneration.
Um HiFi habe ich erstmal keine Angst: der Markt hat sich auf einen elitären Zirkel reduziert, den ich erstmal für lebensfähig halte.
Hier wird es spannend sein zu beobachten, ob es gelingt, die Musik, vorbei an den zerstörerischen Streaming-Diensten, an den Verbraucher zu bekommen. Noch leistet das die "Schallplatte". Denn, an Streaming verdienen die Künstler zu wenig, und die Zahl der Bühnen hat abgenommen.
Bei Film- und Kinosound ist das schwieriger, weil die Produktionskosten zu hoch sind. Da wird sich der Verbraucher von großen Vermarktungs-Portalen abhängig machen müssen, damit er Filme und Technik - aus einer Hand - bekommt. Denn seine Regelungs-Funktionen im Markt nimmt der Verbraucher ja nicht wahr.
Übrigens lohnt ein Blick in die bunte asiatische Welt. Da sind weiterhin Marken unterwegs, von denen die meisten von uns noch nie gehört haben.
In Asien kann man mit Multimedia weiterhin mehr Geld verdienen. Deswegen orientieren sich die USA ja schon seit längerem immer mehr auf den pazifischen Raum. Wir Europäer machen uns immer unwichtiger, weil wir verlernt haben, unsere Interessen zu definieren und durchzusetzen. Wir laufen lieber hinter irgend jemandem her. Und reden über Life-Work-Balance Sicher eine schöne Theorie, doch verdienen Marantz&Co mit der kein Geld.
Man darf gespannt sein.
Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
