25.11.2024, 20:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.11.2024, 20:44 von t20.)
Hallöchen,
im parallelen Thread geht es ja um die 4-Spuren Köpfe für Teac und co. Der eine Kopf wird viele Geräte abdecken können. Bei 2-Spur-Köpfen sehe ich die Lage nicht so eindeutig. Was wären hier "sinnvolle" Köpfe, die man nachbauen lassen könnte? Revox wird schon gemacht. Technics? Tandberg? ASC? Gibt es auch hier kompatible Köpfe für verschiedene Geräte?
25.11.2024, 20:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.11.2024, 17:49 von eintapedeck.)
Hi Nelson,
zu den Heimmaschinen kann ich nicht soviel sagen.
Bei Studiomaschinen würde es mich mal interessieren, ob es Leute für die M15 Tonköpfe gäbe. Diese sind mittlerweile auch schweine Teuer und einige nutzen die M15(A) ja doch noch.
Da wäre eine Frage nach dem Bedarf.
Viele Grüße
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.
Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen
Es gab für die BRAUN TG 1000 2-Spur-Schmetterlingsköpfe mit verkleinerter Trennspur. Ein solcher Kopfsatz läuft bei mir in einer Uher RdL mit sehr guten Resultaten. Aufgrund der geringen Baugröße sicherlich auch für Report- und viele andere Geräte interessant.
Ich würde hier auch für die Mitsumi Köpfe plädieren.
Diese sind in vielen Maschinen verbaut, Technics, TEAC, Pioneer, Uher, …
Durch die kleine Bauform und die recht brauchbaren elektrischen Werte, lassen sich diese Köpfe auch in anderen Geräten einsetzen.
(25.11.2024, 20:47)eintapedeck schrieb: Hi Nelson,
zu den Heimmaschinen kann ich nicht soviel sagen.
Bei Studiomaschinen würde es mich mal interessieren, ob es Leute für die M15 Tonköpfe gäbe. Diese sind mittlerweile auch schweine Teuer und einige nutzen die M15(A) ja doch noch.
Da wäre eine Frage nach dem Bedarf.
Viele Grüße
Ich befürchte, dass Telefunken M15 Köpfe sehr teuer sein werden. Die Verbreitung dieser Maschinen ist ja nicht zu groß. Allein die Kosten der Untersuchung der Köpfe, Planung und Prototyping liegt bei mehrere Tausend Euro. Eine richtige Produktionscharge muss aus hunderten von Köpfen bestehen, damit diese "industriell und preiswert" als "handwerklich und teuer" hergestellt werden können. Wir können trotzdem eruieren, wieviele bereit wären, 400 oder 500 Euro pro Kopf für die M15 zu bezahlen. Das war die ungefähre Richtung, die mir im Gespräch genannt wurde (glaube ich so bei 40 oder 50 Stück). Da ich eine große Menge mit niedrigen Preisen für die Teac-Köpfe als "Massenware" anstrebe, habe ich nicht Genaueres fragt.
(25.11.2024, 21:29)Steffen87 schrieb: Ich würde hier auch für die Mitsumi Köpfe plädieren.
Diese sind in vielen Maschinen verbaut, Technics, TEAC, Pioneer, Uher, …
Durch die kleine Bauform und die recht brauchbaren elektrischen Werte, lassen sich diese Köpfe auch in anderen Geräten einsetzen.
Ja, daran hatte ich gedacht. Ich könnte die Köpfe eines Uher 6000 Report Universal dafür nehmen. Soviel ich weiß sind da 2-Spur Mitsumi Köpfe eingebaut. Der Vorteil wäre, dass die Kopfform u.ä. dieselben wie beim 4-Spur-Kopf sind. Da braucht AMB nicht extra Tools dafür anzufertigen. Es wäre gut, wenn wir Kompatibilitäten der Mitsumi-Köpfe zu z.B. ASC oder Tandberg herausfinden können.
25.11.2024, 23:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.11.2024, 23:05 von timo.)
(25.11.2024, 21:29)Steffen87 schrieb: Diese sind in vielen Maschinen verbaut, Technics, TEAC, Pioneer, Uher, …
Gibt es eigentlich irgendwelche Belege dafür, dass in TEAC-Maschinen Mitsumi-Köpfe verbaut wurden? (Und wenn ja: In allen, oder nur in bestimmten Modellen?)
Ich habe das schon ein paar gelesen, aber meiner Ansicht nach hatte TEAC zumindest bei den mir bekannten Modellen Köpfe aus eigener Produktion.
(25.11.2024, 21:29)Steffen87 schrieb: Diese sind in vielen Maschinen verbaut, Technics, TEAC, Pioneer, Uher, …
Gibt es eigentlich irgendwelche Belege dafür, dass in TEAC-Maschinen Mitsumi-Köpfe verbaut wurden? (Und wenn ja: In allen, oder nur in bestimmten Modellen?)
Ich habe das schon ein paar gelesen, aber meiner Ansicht nach hatte TEAC zumindest bei den mir bekannten Modellen Köpfe aus eigener Produktion.
Edit: Aber Dokorder darfst Du noch an die obige Liste anhängen.
Endgültige Belege zu finden wird es schwierig sein, denn auf den Köpfen sind keine Prägungen o.ä. zu finden und TEAC wird wahrscheinlich nichts dazu sagen. Aber in Japan wurden TEAC-Köpfe als Ersatz für Technics-Köpfe benutzt, sogar von einem namhaften Reparaturanbieter, wie ich oben verlinkt habe. Die fehlenden Prägungen müssen ja auch nichts bedeuten, denn Mitsumi hätte auf Wunsch Teacs neutrale Gehäuse verwenden können. In einem amerikanischen Forum hat jemand geschrieben, dass nur Sony und Akai die eigenen Ferrite-Köpfe selbst gefertigt haben.
Die Capstan Motoren sind auch so eine Geschichte. Die kamen von NIDEC mit TEAC-Aufklebern drauf. Ein japanischer Verkäufer hat in seinem Lager alte TEAC Motoren gefunden und verkauft. Diese waren in einer Kiste mit NIDEC-Aufklebern drin (siehe Foto). Darauf hat er in den Auktionen hingewiesen. Die gleichen Motoren wurde ja von Pioneer benutzt.
Die Japaner sind Meister darin, Produktionen zu zentralisieren, das macht sie wirtschaftlich so erfolgreich.
So kommen zahlreiche Autokarosserien zum Beispiel von Hitachi Industries, auch wenn später Subaru oder Ähnliches auf dem Auto steht.
Bei den Köpfen ist mir die Ähnlichkeit einfach zu groß, belegen kann ich es nicht zweifelsfrei.
Wenn ich diesen Teac Kopf mit dem aktuell angebotenen Mitsumi Köpfen aus den Uher Trägern vergleiche, sehe ich bis auf den Teac Aufkleber keinen wirklichen Unterschied.
(25.11.2024, 20:47)eintapedeck schrieb: Bei Studiomaschinen würde es mich mal interessieren, ob es Leute für die M15 Tonköpfe gäbe.
Hallo Jonas,
da Studer zuletzt die (Ersatz-)Tonkopfproduktion für Telefunken übernahm, dürfte es kein Problem sein, daß AMB die entsprechenden Unterlagen besitzt und solche Köpfe nachfertigt bzw. sogar vorrätig hat.
Allerdings wird da unter 800EUR inkl. MWST nichts zu machen sein...pro Kopf!