Beiträge: 1169
Themen: 186
Registriert seit: Jan 2019
Im Faden https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=31280 wurden Schaltpläne und Anleitungen für telcom c4 geladen. Ich wollte eine Diskussion anregen, ob jemand vielleicht anhand der Dokumente eine Produktion von telcom Karten / externe Geräten planen und durchführen möchte. Ich habe leider von Elektronik keine Ahnung, aber an so ein Gerät hätte ich Interesse. Für Revox werden neue Karten produziert.
Gruß
Nelson
Beiträge: 519
Themen: 8
Registriert seit: Jan 2008
Der Nachbau per se würde sich womöglich bewerkstelligen lassen, die Sache wird aber vermutlich am Abgleich scheitern. (Sorry fürs Schwarzsehen.)
Grüße, TSD
Beiträge: 534
Themen: 6
Registriert seit: May 2017
Du hattest diese Frage doch schon in dem originalen Thread gestellt. Anders als Tondose sehe ich keine großen Probleme im Abgleich der Systeme. Gibt es doch dazu die Experten hier im Forum, die auch die notwendigen Testsignale kennen. Aber es würde kaum Sinn machen, diese irrwitzig aufwendigen Schaltungen nachzubauen, nur um ein bisschen weniger Rauschen zu haben. Im Studio war die Rauschreduzierung notwendig, weil dort mehrfach überspielt wurde, bei einem Heimtonbandgerät reicht der Rauschabstand in der Regel aus. Und wenn es unbedingt noch ein paar dB mehr sein müssen, kann man einfach einen Kassettenrekorder mit Dolby B oder C zerflücken und daraus einen netten Kompander bauen.
Beiträge: 551
Themen: 17
Registriert seit: Oct 2024
17.11.2024, 21:21
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.11.2024, 21:31 von RalfR.)
Kaufen würde ich mir das auch sofort. Wenn ich mir allerdings den Schaltplan so ansehe, müsste ja erst einmal alles geroutet werden, ein ziemlicher Aufwand. Prinzipiell hat AKRETA wohl recht....ein paar dB....aber die Wirkungsweise ist ja eine andere.
OT: Das Angebot hier finde ich günstig.
Beiträge: 551
Themen: 17
Registriert seit: Oct 2024
(17.11.2024, 21:21)AKRETA schrieb: Und wenn es unbedingt noch ein paar dB mehr sein müssen, kann man einfach einen Kassettenrekorder mit Dolby B oder C zerflücken und daraus einen netten Kompander bauen.
Da nehme ich eher einen CN-750.
Beiträge: 1169
Themen: 186
Registriert seit: Jan 2019
Ich habe leider von Elektronik keine Ahnung und kann so etwas gar nicht bauen, egal aus welchen Teilen. Ich dachte nur, dass sich vielleicht einer oder mehrere finden würden, die so ein Nachbau als Projekt angehen möchten. Wir haben gute Bastler hier im Forum. Die Platinen kann man ja mit einigen Bauteilen drauf (Widerstände?, Kondensatoren?) fertig herstellen lassen, wenn ich das richtig verstanden habe. Vermutlich müssen danach irgendwelche Teile noch dazu gelötet werden. Ein passendes, hübsches Gehäuse findet man bestimmt irgendwo in China... Wenn man es übertreiben will, könnte man eine LED-Kette anbringen und als zusätzlicher Peak-Meter benutzen.
Gruß
Nelson
Beiträge: 519
Themen: 8
Registriert seit: Jan 2008
17.11.2024, 22:19
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.11.2024, 22:21 von Tondose.)
Nein, wirklich: Eine LED-Kette ließe sich – wenn es denn sein muß – auch mit weniger Aufwand herstellen. Wenn es wirklich Telcom sein soll, dann empfehle ich den Kauf eines Gebrauchtgerätes aus den einschlägigen Quellen (von denen, Achtung: keines etwas derartiges mit sich bringt).
Zum Telcom an sich: Nein, es wurde in Vor-Telcom-Zeiten auch kopiert und überspielt und was nicht alles, und keinem (!) ist das bißchen mehr Rauschen aufgefallen, bzw. wurde als störend empfunden. Es half natürlich beim Kopieren (Stichwort Mehrspurabmischung), aber es war eher ein „wie können wir die Magnetofontechnik noch perfektionieren“. Telcom ist das Ende einer Fahnenstange, welches leider (?) durch den Einzug der digitalen Signalverarbeitung obsolet wurde. Der CD und deren digitalen Zwischenprodukten ebenbürtig, war es als analoger Dinosaurier zum Aussterben verurteilt.
Grüße, TSD
Beiträge: 534
Themen: 6
Registriert seit: May 2017
Ich hatte mal mein Akai GX 215 mit einem Hobbycom, also der Sparversion eines CN 750 ausgestattet. Das hat zwar das Rauschen erheblich reduziert, aber es hat leider trotz sorgfältiger Justierung immer etwas gepumpt. Wenn man es besser machen möchte, nimmt man den Highcom II Compander von Nakamichi. Den kann man auch nachbauen. Dafür braucht man aber 4 Highcom Kassettenrekorder, da man 8 Module benötigt. Eigentlich reicht aber auch Dolby B.
Beiträge: 519
Themen: 8
Registriert seit: Jan 2008
Na ja, deshalb war die ursprüngliche Frage ja ausdrücklich nach Telcom c4.
Beiträge: 534
Themen: 6
Registriert seit: May 2017
Das habe ich wohl verstanden. Aber RalfR brachte das CN750 ins Spiel.
Beiträge: 551
Themen: 17
Registriert seit: Oct 2024
(18.11.2024, 09:53)AKRETA schrieb: Das habe ich wohl verstanden. Aber RalfR brachte das CN750 ins Spiel.
Sorry, das war ja nur eine Antwort auf die Bemerkung zu Dolby B/C.
Generell zu telcom c4: Ich wäre sehr dafür, aber vermutlich eine doch sehr aufwendige Arbeit.
Beiträge: 862
Themen: 56
Registriert seit: Jan 2020
Ich habe mir jetzt dazu die Pläne der C4E-Karte angeschaut. Eigentlich ist alles in klassischer OpAmp-Technik mit auch heute noch gebräuchlichen Bauteilen aufgebaut, der Wert liegt hier in der Entwicklung.
Einziger Haken ist die "T_const-Schiene", mit der die Halbleiter der diskret aufgebauten VCAs temperiert werden, und da weniger die Mechanik, sondern die Schaltung, die in den Plänen nur als Rechteck dargestellt ist.
Ein mit einem beliebigen Layoutprogramm Vertrauter kann diese Karten sicher mit vertretbarem Aufwand nachrouten, und wahrscheinlich kann man das auch teilbestücken lassen (hat hier nicht mal ein Kollege einen WV so gebaut?).
Als Bauform ist die Eurokarte mit dem Stecker nach 41612 eigentlich ideal, weil die jeder in einen Normrahmen stecken und mit Schaltern, Anzeigen und Steckverbindern nach Wahl verdrahten kann.
Die Frage ist aber, wieviele Exemplare dann auch wirklich abgenommen werden. Als Abnehmer in Frage kommen eher bastelfreudige Besitzer hochwertiger Maschinen, wenn nicht gleich die üblichen Studiopanzerfahrer, denen das Schicksal kein Telcom unter ihre Maschine geschnallt hat (wie mir z. B.).
Und bei der Herstellung und vor allem Bestückung zählt halt die Stückzahl, wenn der Spaß bezahlbar bleiben soll.
Beiträge: 551
Themen: 17
Registriert seit: Oct 2024
(18.11.2024, 12:39)Übertrager schrieb: Einziger Haken ist die "T_const-Schiene", mit der die Halbleiter der diskret aufgebauten VCAs temperiert werden, und da weniger die Mechanik, sondern die Schaltung, die in den Plänen nur als Rechteck dargestellt ist.
Dazu könnte sicher @Wermuth etwas sagen
Beiträge: 862
Themen: 56
Registriert seit: Jan 2020
Daß der VCA nicht dargestellt ist, war eigentlich bei fast allen Herstellern von Kompressoren, Limitern, El. Pegelstellern etc. üblich. Da steckt, wenn er gut sein soll, einiges an Hirnschmalz drin.
Manchmal wars aber auch nur ein abgeschliffener LM13700...
Beiträge: 519
Themen: 8
Registriert seit: Jan 2008
Nachbauen und nachbauen und verkaufen sind aber zwei Paar Schuhe. Die Schaltung ist mit Sicherheit geschützt.
Beiträge: 862
Themen: 56
Registriert seit: Jan 2020
18.11.2024, 14:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.11.2024, 15:02 von Übertrager.)
Richtig, das muß man prüfen. Allerdings sollte
-die Karte nicht als betriebsfertiges Gerät verkauft werden
-keine Gewinnerzielungsabsicht dahinterstehen
-bei einer Entwicklung von '85-'86 die entsprechenden Patente entweder schon ausgelaufen sein oder demnächst auslaufen.
EDIT: Evtl. Markenrechte an "Telcom" etc., falls noch existent, muß man natürlich auch berücksichtigen, aber das läßt sich leichter vermeiden.
Ich muß mich übrigens korrigieren, in dem pdf mit den Pausen ist auch die Schaltung der VCAs drin.
(OT: Das Ding erinnert mich an eine Schaltung meines ersten Chefs, ein Logarithmierverstärker für einen Pulshöhendiskriminator. Diese Stufe mußte auch geheizt und peinlich genau auf konstanter Temperatur gehalten werden, sonst kam hinten großer Unsinn raus. Wir witzelten immer, daß er in diesem Styroporklotz noch eine Röhre eingebaut hätte.)
|