Sat Receiver braucht lange um Sender umzuschalten
#1
Nach nun 2 tägiger OP bin ich ein wenig ratlos...

Folgende Situation:

In meinem Haus gibt es eine sternförmige Verdrahtung der Sat Kabel von einem Multiswitch der unterm Dach sitzt.

Der Sat Receiver im WoZi ist kaputt, weswegen ich den vom Schlafzimmer dort einsetzen will.
Der TV im Schlafzimmer hat einen DVB-S Receiver eingebaut, der externe Receiver wird dort also nicht benötigt. 

Also den Receiver im WoZi angeschlossen und Sendersuchlauf neu gestartet. Findet aber dort einige Sender nicht, die der TV im Schlafzimmer findet. 

Also Receiver wieder im Schlafzimmer angeschlossen, Sendersuchlauf gestartet, alle Sender da, wie auf dem TV auch.
Danach noch Senderliste sortiert. Alle Sender tun am TV im Schlafzimmer einwandfrei. 

Nun den Receiver wieder ins WoZi getragen und dort angeschlossen. Tut auch, aber nach circa 5min brauchen einige Sender etliche Minuten bis das Bild kommt.

Anderer TV im WoZi ausprobiert, gleiches Problem.
Sat Receiver lange im Schlafzimmer laufen lassen, kein Problem dort.

So, wo liegt nun das Problem? 

Den TV im WoZi schließe ich aus, weil ein anderer TV dort das gleiche Problem zeigte. 

Ein Wärmeproblem des Sat Receiver schließe ich aus, weil der ja im Schlafzimmer tut.

Probleme an der Koaxleitung im WoZi oder der Leitung zum Multiswitch schließe ich aus, weil der entsorgte Sat Receiver bis zuletzt dort einwandfrei funktioniert hatte und ich ja zumindest sporadisch das Problem im WoZi nicht habe. 

Jemand Ideen ?
Gruß, Kuni
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#2
Ich würde mal die Antennensteckdose im WoZi probeweise auswechseln

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#3
Nach trial & error oder vermutest du Kontaktprobleme?
Dann dürften doch aber nicht immer die gleichen Sender betroffen sein  Huh

Gut, ich kann da mal eine vom anderen Zimmer einbauen und auch das Koaxialkabel mal tauschen. 
..
Gruß, Kuni
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#4
Kannst Du mal bitte ein paar Programme benennen, die nicht spielen oder nach einiger Zeit aussetzen im Wohnzimmer?
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#5
Pro7, RTL, Sat1, Kabel1, Kabel1 Doku, N24, n-tv, etc
Tendenziell eher die privaten, die öffentlich rechtlichen sind soweit ich das sehe nicht betroffen.
Gruß, Kuni
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#6
Ich sehe da ein Problem in der horizontalen/vertikalen Umschaltung. Evtl hat der defekte Receiver den Port am Multiswitch mitgenommen?
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#7
Na ja, der Receiver war nicht zu 100% tot,sondern hatte Tonaussetzer bei den HD Kanälen der öffentlich rechtlichen. Lt Foren ein Firmware Problem, aber da gibt es keine DL Quellen mehr und PCs mit RS232 hab ich auch keine mehr. Ist wohl ein bekanntes Problem des Topfield 7700. Gut, ich hatte keinen Bock mehr, daher Austausch. 

Zudem: Der betroffene andere Receiver tut ja im anderen Zimmer und die Leitung dort geht an den selben Multiswitch, halt anderer Koax Port.

Gut, den könnte ich auch mal umstecken.
Gruß, Kuni
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#8
Die Privaten, die nicht spielen, sind das SD oder HD?

Die Privaten in SD sind weitgehend im Highband und müssen bei klassischer Verkabelung über die 22 kHz-Ansteuerung geholt werden. Die Öffis in HD sind im Lowband, dazu braucht es keine 22 kHz.

Letztlich haben wir folgende 4 Gruppen:

Lowband horizontal (18 Volt, kein 22 kHz)
alle ARD-HD-Programme, ZDF HD, ZDF neo HD, WELT HD, Deluxe Music HD, Sport 1 HD, Disney Channel HD, RTL HD, Vox HD, ntv HD, RTL Zwei HD, RTLup HD, VOXup HD, MTV HD, TLC HD, Super RTL HD, Nitro HD, Sat1 Gold HD, Eurosport 1 HD, Sat1 HD, ProSieben HD, Kabel Eins HD, SIXX HD, Pro7 MAXX HD, Kabel Eins Doku HD,

Lowband vertikal (13 V, kein 22 kHz)
3Sat HD, KiKa HD, ZDF Info HD

Highband horizontal (18 V, 22-kHz-Signal)
ARD-SD (inzwischen außer WDR mit "alt_" vor den Namen, wird Anfang Januar 2025 abgeschaltet), ZDF SD, 3Sat SD, KiKa SD, ZDF info SD, ZDF neo SD, RTL SD, RTL 2 SD, Super RTL SD, Vox SD, Nitro SD, RTLup SD, ntv SD, TOGGO plus SD, Voxup SD, Eurosport 1 Deutschland SD, N24 DOKU SD, TLC SD, Disney SD, Sat1 SD, Pro7SD, Kabel Eins SD, WELT SD, Sat1 Gold SD, Pro7 Maxx SD, sixx SD, Kabel eins Doku SD, TELE 5 HD, DMAX HD

Highband vertikal (13 V, 22-kHz-Signal)
Tele 5 SD, DMAX SD, Sport 1 SD

Lässt sich daraus eine Systematik ableiten?
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#9
Ich denke die Privaten um die es geht sind FreeTV, also SD. Für HD muss man doch glaube ich bezahlen.

Wenn ich mir die Liste im Highband horizontal anschaue, dann sind dort die Sender, die Probleme machen. Allerdings sind dort auch viele die problemlos zu empfangen sind. ZB ZDF neo, Welt, Deluxe Music usw
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#10
Ja, Private in HD ist HD+, also mit Modul und Karte oder mit passendem Receiver und karte direkt da drin. Also sind es die Privaten in SD.

Kannst Du einen Unterschied erkennen zwischen Tele 5 SD, DMAX SD, Sport 1 SD (alle Highband vertikal) und den anderen SD-Privaten (RTL-Gruppe, Pro7Sat1)? Spielen die ersten 3?
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#11
(16.11.2024, 22:38)lg74 schrieb: Spielen die ersten 3?

Ja, ausnahmslos
Gruß, Kuni
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#12
Das sind die vertikalen: 13 Volt LNB-Speisung + 22 kHz. Die anderen Privaten in SD (RTL-Gruppe, Pro7Sat1) sind horizontal: 18 Volt LNB-Speisung + 22 kHz.

Nun würde ich ja gerne sagen, "du hast einen zu hohen Leitungswiderstand, damit zu hohen Spannungsabfall durch den LNB-Strom und damit wird das Schaltkriterium für horizontal (irgendwo ab 16 Volt) nicht erreicht oder nicht dauerhaft erreicht". Das würde sogar ggf. widerspruchslos sein zum Funktionieren im Nachbarraum, wenn das Wohnzimmerkabel länger und/oder von schlechterer Qualität (Staku-Kabel statt Vollkupferkabel) und/oder die Antennendose im Wohnzimmer schlecht aufs Kabel geklemmt wurde und/oder am Multischalter das Kabel zum Wohnzimmer schlecht angeschlossen / wackliger Stecker ist.

Aber: wenn die Öffis in HD spielen, sind das auch 18 Volt, da die mit Ausnahme von 3Sat HD, KiKa HD, ZDF Info HD alle horizontal sind. Aber die sind Lowband.

Vielleicht braucht das LNB, wenn es mit 22 kHz ins Highband gezwungen wird, kleinwenig mehr Strom als wenn es im Lowband arbeitet. Und das kleinwenig mehr Strom macht dann das entscheidende Bißchen mehr Spannungsabfall auf der Leitung und dann fällt das LNB aus der horizontalen Ebene, da die Umschaltschwelle unterschritten wird.

Hier muss man systematisch vorgehen. Als erstes würde ich beginnend vom Multischalter-Port alle Verbindungen auf sicheren Sitz prüfen: F-Stecker sicher auf Kabel (ideal: passende und korrekt montierte Kompressionsstecker)? Wenn olle Aufdrehstecker installiert sind, auf Korrossion und abgeschertes Schirmgeflecht prüfen. F-Stecker kräftig handfest oder gewaltfrei schraubenschlüsselfest (es gibt eigentlich sogar einen speziellen Drehmomentschlüssel dafür, aber den haben oft nichtmal die Profis) am Multischalter angeschlossen? Koaxkabel korrekt in der Dose im Wohnzimmer aufgeklemmt? Verbindungskabel Dose - Receiver fehlerfrei?
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#13
Danke, checke ich morgen. Am Switch müssten die neueren Kompressionsstecker sein. Der Switch wurde vor 2 Jahren erneuert und dabei kamen die mWn dran.
Das Kabel vom Switch ins WoZi ist deutlich länger, weil 1.St. Das Schlafzimmer ist im 2.St
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#14
Eventuell ziehen also LNB und Multischalter zu viel Strom, der Spannungsabfall wird zu groß und der Multischalter erkennt die Anforderung der horizontalen Ebene nicht mehr, weils unter 16 V fällt.

Aber warum spielen dann die Öffis in HD, die im Lowband 18 V liegen? Das bleibt noch offen. Und warum spielte es mit dem Topfield? Kann der höheren LNB-Strom liefern als der andere Receiver? Was steht denn am Topfield und am anderen Receiver als jeweils maximaler LNB-Strom neben der Buchse angeschrieben?
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#15
Da steht was neben der Buchse ?
Ok, schau ich morgen. Der Topfield liegt schon im Keller auf dem Elektroschrotthaufen.
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#16
Ich hoffe, dass da was steht. Alternativ in der Anleitung. Manche schrieben 300 mA, andere 400 mA. Ob es uns bei der Suche weiterhilft, vermag ich aber nicht zu sagen.

Möglicherweise müsste man sich, wenn weitere Fehlersuche scheitert, eine Art Adapter bauen: kurzes Stück Koax-Kabel, 2 F-Stecker ran, auf einen F-Stecker ein Adapter Buchse-Buchse und das Kabel vorsichtig an einer Stelle öffnen, Innenleiter freilegen, ohne das Schirmgeflecht zu schmälern (beiseite schieben) und dann das Stück Kabel zwischen Multischalter und Wohnzimmerleitung hängen. Dann ohne Kurzschluss zu verursachen (!!!) bei vertikal und horizontal die Gleichspannung vor dem Multischalter messen zwischen Innenleiter und Schirmgeflecht. Am besten erstmal beim Lowband, damit nicht die 22 kHz das Ergebnis verfälschen.

Oder halt so, das ist sicherer und eigentlich sogar einfacher: http://bilder.hifi-forum.de/max/322830/l...313308.jpg

Aber soweit sind wir noch nicht und wir brauchen das hoffentlich auch nicht.

Interessant wäre auch, welcherart Kabel da zum Wohnzimmer liegt. Hat das Marken- und Typenaufdruck, kann man da auf dem Dachboden was erkennen?
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#17
Hi zusammen,

jetzt mal ein paar nachgereichte Infos und Ergbenisse des heutigen Tages.

Multiswitch unter dem Dach mit Kompressionssteckern:
   

Sat Kabel wie sie im ganzen Haus verlegt sind, ohne Ausnahme, auch die Kabel zu den jeweiligen Sat-Receivern und TVs sind mit solchen Kabeln und F-Stecker gemacht:
   

Die Beschriftung am alten Topfield Receiver:
   

und am neuen Receiver der Marke "Strong":
   

So ... was hab ich nun alles probiert:
- Stecker am Switch waren tlw nicht fest, nachgezogen, keine Änderung
- Zwei andere Kabel vom Receiver zur Dose, keine Änderung

Während des Tages hab ich dann bemerkt, daß nicht mehr die Privaten Probleme machen, sondern zB ARD und SWR BW ... weitere hab ich gar nicht mehr gecheckt.

An der betroffenen Wand sitzen 2 Durchgangsdosen, die das Signal an eine weitere Wand (mit weiteren Dosen) weiterschleifen.
Bei einer der Dosen ist der Sat-Stecker mal ausgebrochen (siehe folgende Bilder).
Die war zunächst rechts, die Dose mit dem vorhandenen Sat-Stecker links und dort war der Receiver dran.
Hab dann also mal die beiden Dosen rechts/links getauscht, keine Änderung.

Nun hab ich also die Weiterleitung (rechtes Kabel) aus der rechten Dose abgezogen:
   
Nach Dauerlauf scheinen damit alle Programme vorhanden und flott umschaltbar.

Ergo hab ich die Weiterleitung (rechtes Kabel) wieder angeklemmt
   
und prompt ist SWR BW und sporadisch auch ARD wieder weg.

Rumprobiert, nun bin ich drauf gekommen, daß diese Zugentlastung schuld zu sein scheint. Dreh ich die fest, dann hab ich das Problem.
Laß ich die locker, dann scheint alles zu funktionieren.

Also scheint die Dose kaputt zu sein ? Nein, selbes Verhalten hab ich auch mit einer anderen Durchgangsdose, die ich aus einem anderen Raum ausgeliehen habe.
Das ganze ist reproduzierbar, d.h. einen ticken zu stramm angezogen und zack funktioniert die Umschaltung (aktuell auf ARD und SWR BW) nicht mehr.

Ich kann ohne die Weiterleitung leben, da ist nix angeschlossen und wird es auch nicht. Dennoch würde ich gerne wissen wollen an was das nun hakt.
Das Kabel könnte ich ein wenig kürzen, aber da ist nicht viel Spiel ... max 1cm.

Vorschläge ?
Gruß, Kuni
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#18
....könnte es sein, dass die Abschirmung zu dicht am Innenleiter steht und beim festziehen diesen berührt ?
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#19
Schließe ich aus, das hab ich mehrfach gecheckt und den Schirm nach hinten gezwirbelt.
Zudem hatte ich zwischendurch eine Fehlermeldung "Kurzschluß Kabel", weil sich da tatsächlich ein Drähtchen der Abschirmung zum Innenleiter durchgemogelt hat.
Gruß, Kuni
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#20
Ich hab das rechte Kabel, also die Weiterleitung zur nächsten Dose jetzt mal um 5mm gekürzt und den Schirm nochmal auf- und wieder neu zugedrillt.
Jetzt scheint das Problem weg zu sein ... weiß der Geier was da los war.

Auf jeden Fall vielen, vielen Dank für die Hilfen und Tips, brachte mich nun doch auf etliche neue Ideen was man ausprobieren kann.

Ich melde mich, wenn sich die nächsten Tage der Effekt wieder zeigt  Rolleyes
Gruß, Kuni
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#21
Das Kabel Preisner SK2000 plus ist top, eines der hochwertigen Vollkupferkabel. Wenn das ohne Gewalt verlegt wurde und wenn die Stecker die passenden sind und korrekt montiert, wäre das für mich das allerletzte, wo ich weitersuchen würde.

Auffällig ist für mich, dass keine Kabel - weder von der Antenne kommend noch zu den Räumen abgehend - in den Potentialausgleich einbezogen wurden. Der Multischalter selbst auch nicht. Der rechte untere Fuß hat eine Schraube zum Anschluss des Multischaltergehäuses an einen Potentialausgleich. Aber dieses Thema (Blitzschutz / Potentialausgleich) mache ich jetzt mal nicht auf, es ist dann schnell frustrierend und vermutlich nicht Ursache der Probleme. Dennoch sollte es des Brandschutzes und des Schutzes der Hauselektrik wegen auf die Liste.

Zuerst hatte ich mich gewundert, dass die Kaskadenausgänge unten keine Abschlusswiderstände drauf haben. Brauchen sie aber nicht - der Multischalter hat integrierte Abschlusswiderstände. Ist der kleine Schalter unten links auf Abschluss (Rechtsstellung) geschaltet? Wenn nein, bitte machen.

Die Receiver liefern mit 500 mA formal mehr als genug Strom (so sie das können, was draufsteht). Da dürfte es laut Spezifikation auch knausriger zugehen (300 mA).

Diese Einzelanschlüsse am Multischalter sind nicht für Weiterleitung durch mehrere Dosen bestimmt! Da kommt formal ein Receiver mit seiner 75-Ohm-Abschlusslast ran. Die Dose ist dann technisch nur "gutaussehender, sauberer Abschluss", hat allerhöchstens eine Auskoppelung für den terrestrischen Bereich (UKW / DAB / DVB-T) drin für die Steckanschlüsse. Das wird ja übers gleiche Kabel mit übertragen.

Durchschleifdosen, die wie eine Autobahnabfahrt nur einen Teil des Signals auskoppeln und das meiste weiterleiten zur nächsten Dose, sind in solchen Systemen nicht vorgesehen. Beim (versehentlichen) Anschluss mehrerer Receiver an einen solchen Strang kommt es zur Kollission mit den LNB-Ansteuerungen: ein Receiver will vertikal und gibt 13 V aufs Kabel, der andere will gerade horizontal und gibt 18 V aufs Kabel, ein Receiver will Highband und schaltet 22 kHz mit auf, der andere will Lowband und bekommt nun vom anderen Receiver Highband "zwangsausgewählt" wegen der 22 kHz. Günstigstenfalls blockiert sich das nur, ungünstigerenfalls gibt es zwischen 2 Receivern Stromfluss und Zerstörung der LNB-Speisung des Gerätes.

Sat-Durchschleifen macht man mit Spezialdosen, die Entkopplungsdioden drin haben, damit wenigstens ein Receiver keinem anderen dieses Stranges seinen Speisestrom in den Ausgang drücken kann. Das können hier durchaus solche Dosen sein - man sieht es nur, wenn man die Typenbezeichnung hernimmt. Da hier auf dem Tragring der Dosen nichts steht, kann man nur hoffen, dass auf dem Deckel der Dosenrückseite ein Aufkleber ist. Ohne die Kabel abzubrechen (das wäre die Hölle): was steht da drauf?

Hintereinandergeschaltete Dosen brauchen auch anderen Signalpegel vom Multischalter (vielleicht 10-15 dB mehr), da sie entsprechende Auskoppeldämpfung haben. Nun ist der Pegelbereich, in dem Receiver funktionieren, meist sehr hoch und der Televes-Schalter hat sogar Einsteller für den Ausgangspegel, aber wohl nur Dämpfung, nicht Verstärkung. Ich will das erstmal nicht in den Vordergrund stellen, obwohl man sich die Pegel schonmal mit einem Messgerät oder wenigstens mit dem Pegel-Schätzeisen der Receiver anschauen wollte.

Aber: Deine Fehlerbeschreibung deutet für mich immer mehr auf die Symptome, die auftreten, wenn eine solche Dosen-Reihenschaltung nicht elektrisch abgeschlossen (terminiert) ist. Da ein Großteil der Signalenergie nicht an der Dose selbst ausgegeben, sondern weitergeleitet wird (Auskoppelung nur ca. max. 10 % der Energie am F-Anschluss der Dose selbst, Durchleitung von ca. 50 - 60% der Energie zur nachfolgenden Dose), kommt am Ausgang der letzten Dose im Strang immer noch satt Signal an. Wenn dort kein Abschlusswiderstand drin ist, wird die Signalenergie reflektiert und läuft den Strang zurück. Dabei kommt es je nach Leitungslänge bis zur jeweiligen Dose bei unterschiedlichen Frequenzen (unterschiedlichen Kanälen) zur Auslöschung oder Überhöhung (Knoten oder Bäuche) - und das wegen der Laufzeit auch noch zwischen Signalen, die zeitlich nichts miteinander zu tun haben.

Sowas kann den Empfang auf bestimmten Kanälen killen oder instabil machen. An anderen Dosen des Stranges kann der gleiche Kanal weitgehend problemlos spielen. Wer solche Fehler suchen muss und nicht ahnt, dass hier Reflexionen am Reihenabschluss die Ursache sind, wird fast wahnsinnig.

Hier mal das Schadensbild bei offener Stammleitung einer Dosen-Reihenschaltung mit breitbandigem Rauschen (oben) bzw. Kanalsignalen (hier Terrestrik):

http://bilder.hifi-forum.de/max/359679/f...216135.jpg

Aufgabe wäre hier: entweder eine Sat-Einzeldose dorthin, wo Du den Receiver anklemmen willst, die Dosen dahinter wären dann abgeklemmt. Der einzelne Receiver schließt die Stammleitung ja selbst ab mit seinen 75 Ohm Eingangswiderstand. Oder echte diodenentkoppelte Sat-Durchgangsdose dorthin und auch an den folgenden Positionen. Die letzte Dose bekommt in ihren Durchschleifausgang einen DC-entkoppelten Abschlusswiderstand:

https://antennenland.net/TZU-3-01

Bei Dosen-Reihenschaltung muss man sich bei diesem Multischalter aber bewusst sein, dass man immer nur einen Receiver gleichzeitig an dieser Leitung betreiben kann. Und man muss die Pegel erstmal messen und die Dosen in ihrer Auskoppeldämpfung abgestuft auswählen.

Einfachste Lösung wäre aus meiner Sicht: nur die eine funktionierende Dose drin lassen und deren Ausgang (an den dann kein weiterführendes Kabel angeklemmt wird) mit so einem DC-entkoppelten Abschlusswiderstand versehen. Achtung, es gibt auch nicht DC-entkoppelte Abschlusswiderstände zum Einklemmen in die Dose, die sind hier nicht geeignet.

Ob es die Reflexionen auf dem Kabel sind, die Dir den Empfang zerschießen, sehen wir dann hinterher.
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#22
Erst mal herzlichen Dank speziell nochmal an Dich für den kompetenten Rat Heart

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Ist der kleine Schalter unten links auf Abschluss (Rechtsstellung) geschaltet?
Ja, ist er.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Diese Einzelanschlüsse am Multischalter sind nicht für Weiterleitung durch mehrere Dosen bestimmt!
Unser Haus wurde 2006 umfangreich renoviert, dabei kam auch die ganze Sat Technik rein. Damals noch mit einem anderen Switch.
Gedanke hinter den zwei Dosen im Wohnzimmer war, daß wir damals dachten, uU zwei Satelliten nutzen zu wollen um brasilianische Sender zu bekommen.
Das dann mit zwei Sat Receivern. Die Installation wurde damals vom hiesigen Elektriker gemacht, der eben auch TV und Netzwerktechnik macht.
Wie gesagt, 2022 ging der Switch kaputt. Ob ich damals beim Ersatz gefragt wurde bzgl. der zwei Receiver und der Kaskadierung, weiß ich nicht mehr. Aber auch egal, weil den Use-Case haben wir nicht mehr.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Beim (versehentlichen) Anschluss mehrerer Receiver an einen solchen Strang
Wie gesagt, das wird Stand heute nicht mehr passieren.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Sat-Durchschleifen macht man mit Spezialdosen, die Entkopplungsdioden drin haben, damit wenigstens ein Receiver keinem anderen dieses Stranges seinen Speisestrom in den Ausgang drücken kann.
Da bin ich eigentlich von ausgegangen, daß wir teilweise deswegen solche "Durchgangsdosen" (so sind die hinten beschriftet) haben.
Die sind auch nur im Wohnzimmer vorhanden, weil wir eben dort die 2 Receiver mal aufstellen wollten. In allen anderen Zimmern sind einfache Dosen drin.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Das können hier durchaus solche Dosen sein - man sieht es nur, wenn man die Typenbezeichnung hernimmt. Da hier auf dem Tragring der Dosen nichts steht, kann man nur hoffen, dass auf dem Deckel der Dosenrückseite ein Aufkleber ist. Ohne die Kabel abzubrechen (das wäre die Hölle): was steht da drauf?
Im Detail kann ich das nicht mehr sagen, ist schon wieder zu.
Ich weiß sicher, daß da "Durchgangsdose" drauf steht. Sind von Preisner.
Ich weiß auch, daß am Ende einer jeder dieser "Kaskaden" eine andere Dose verbaut ist, eben keine Duchgangsdose.
Daher ging ich dann auch davon aus, daß es eben keine Abschlußwiderstände braucht, weil ich davon ausgehe, daß die Terminierung eben in dieser "letzten Dose im Strang" passiert.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Televes-Schalter hat sogar Einsteller für den Ausgangspegel, aber wohl nur Dämpfung, nicht Verstärkung.
Denke ich auch. Dieser neue Switch hat kein Netzteil mehr, wird ja dann wohl über den/die Sat Receiver versorgt. Der alte Switch hatte noch eine eigene Versorgung (die Netzdose sitzt gleich neben dem Switch am Dachpfosten).

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Wenn dort kein Abschlusswiderstand drin ist, wird die Signalenergie reflektiert und läuft den Strang zurück. Dabei kommt es je nach Leitungslänge bis zur jeweiligen Dose bei unterschiedlichen Frequenzen (unterschiedlichen Kanälen) zur Auslöschung oder Überhöhung (Knoten oder Bäuche
Ja, das ist mir bekannt und bewußt.

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Aufgabe wäre hier: entweder eine Sat-Einzeldose dorthin, wo Du den Receiver anklemmen willst, die Dosen dahinter wären dann abgeklemmt. Der einzelne Receiver schließt die Stammleitung ja selbst ab mit seinen 75 Ohm Eingangswiderstand. Oder echte diodenentkoppelte Sat-Durchgangsdose dorthin und auch an den folgenden Positionen. Die letzte Dose bekommt in ihren Durchschleifausgang einen DC-entkoppelten Abschlusswiderstand:

https://antennenland.net/TZU-3-01
Wenn Du Dir die oben beschriebene Topologie nochmal in Erinnerung rufst, also daß jeder Strang mit Durchgangsdosen am Ende eine Einzeldose hat, dann ist mMn nichts weiter mehr notwendig, oder siehst Du das anders ?

oder doch

(17.11.2024, 16:06)lg74 schrieb: Einfachste Lösung wäre aus meiner Sicht: nur die eine funktionierende Dose drin lassen und deren Ausgang (an den dann kein weiterführendes Kabel angeklemmt wird) mit so einem DC-entkoppelten Abschlusswiderstand versehen.

diese Variante und damit den Strang danach lahmlegen ?
(ginge, wird eh nicht benutzt)
Gruß, Kuni
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#23
(17.11.2024, 17:18)Kuni schrieb: Gedanke hinter den zwei Dosen im Wohnzimmer war, daß wir damals dachten, uU zwei Satelliten nutzen zu wollen um brasilianische Sender zu bekommen.
Das dann mit zwei Sat Receivern.

Aber es geht nur eine Leitung nach oben zum Switch? Dann wären beide (hintereinander geschaltete) Receiver ohnehin nicht gleichzeitig nutzbar gewesen.

Möglich wäre das mit einer geeigneten Unicable-Installation, bei der zum einen mehrere Empfänger an einer Leitung angeschlossen werden können und andererseits auch zwei bzw. bei der neueren Einkabelnorm JESS auch mehr als zwei Satpositionen angesteuert werden können.

(17.11.2024, 17:18)Kuni schrieb: Da bin ich eigentlich von ausgegangen, daß wir teilweise deswegen solche "Durchgangsdosen" (so sind die hinten beschriftet) haben.
Die sind auch nur im Wohnzimmer vorhanden, weil wir eben dort die 2 Receiver mal aufstellen wollten. In allen anderen Zimmern sind einfache Dosen drin.

Mit einem klassischen Multischalter bleibt es dabei: keine Nutzung von 2 Geräten (oder auch nur von einem Gerät mit twintuner oder gar 4-fach-Tuner) an einer Leitung. Zumindest keine vollständige Nutzung, es müssen dann immer beide Geräte einen Transponder aus der gleichen Ebene abfordern wollen, damit es nicht kollidiert. Man könnte aber selbst die vorhandene Installation umrüsten für 2 Tuner an einer Leitung (für das Wohnzimmer). Am Multischalter ist noch ein zweiter Ausgang frei, dieser und der bislang für die Leitung genutzte Anschluss können einen 2-auf-1-Unicable-Schalter dahintergeschaltet bekommen, an dessen Ausgang dann das einzelne Kabel zum Wohnzimmer kommt. Dort kann man dann wneigstens mit 2 Tunern auf alle Transponder von Astra zugreifen - die dort angeschlossenen Geräte müssen aber dann Unicable sprechen. Da wäre dann aber wohl ein Netzteil zur Speisung des Systems notwendig:

https://www.durasat.de/Signalverteilung/...-oxid.html


(17.11.2024, 17:18)Kuni schrieb: Im Detail kann ich das nicht mehr sagen, ist schon wieder zu.
Ich weiß sicher, daß da "Durchgangsdose" drauf steht. Sind von Preisner.
Ich weiß auch, daß am Ende einer jeder dieser "Kaskaden" eine andere Dose verbaut ist, eben keine Duchgangsdose.
Daher ging ich dann auch davon aus, daß es eben keine Abschlußwiderstände braucht, weil ich davon ausgehe, daß die Terminierung eben in dieser "letzten Dose im Strang" passiert.

Wenn die letzte Dose eine "Enddose" ist, dann ist sie abgeshclossen. Wenn es eine "Einzeldose" ist oder eine Stichdose, ist die Wahrshceinlichkeit hoch, dass sie nicht abgeschlossen ist. Dann geht man in den Baumarkt und findet dort in der Sat-Ecke Dosen, die als "Stich-/Enddose" oder so ähnlich beschriftet sind. Ja was nun? Da lauert eine Gefahr.


Die letzte Dose im Strang muss eine echte Enddose sein oder eine Durchgangsdose, die man durch Einbau eines Widerstandes in den Kabelausgang zur Enddose gemacht hat.


(17.11.2024, 17:18)Kuni schrieb: Wenn Du Dir die oben beschriebene Topologie nochmal in Erinnerung rufst, also daß jeder Strang mit Durchgangsdosen am Ende eine Einzeldose hat, dann ist mMn nichts weiter mehr notwendig, oder siehst Du das anders ?

"Einzeldose" schreit nach "nicht abgeschlossen". Da die sprachliche Exakheit hier entscheidend ist, wäre dortiges Nachschauen schon mal interessant. Was ist da wirklich verbaut?


Aktuell sehe ich bei Televes/Preisner eine Durchgangsdose und eine Stichleitungsdose, aber keine Enddose:

https://www.televes.com/de/524603-stichl...v-sat.html

https://www.televes.com/de/524201-durchg...v-sat.html

Und eine Twin-Sat-Dose: 2 Kabel vom Multischalter rein, eines geht direkt auf eine Sat-Buchse, das andere bekommt noch die Terrestrik rausgefischt für die IEC-Buchse und der rest geht auf den zweiten Sat-Anschluss. Eine Enddose gibt es offenbar aktuell nicht. Bei der aktuellen Durchgangsdose ist offenbar eine Entkopplungsdiode eingebaut, denn im Datenblatt steht, dass es keinen Durchlass von Eingang auf Sat-Buchse gäbe. Die Aussage, ob ein DC-Durchlass vom Ausgang zur Buchse gibt, fehlt aber. Müsste man im Zweifelsfall an der abgeklemmten Dose messen.
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#24
Nachdem mich eine Nachricht von @lg74 neugierig gemacht hat, gebe ich nach Quereinstieg mal meinen Senf dazu.

Zwei Durchgangs-Steckdosen direkt nebeneinander deuten darauf hin, dass usprünglich entweder

zwei Overlay-Netze für BK- und eine statische Einkabellösung oder
ein Zweileiter-System installiert war, mit dem beide Ebenen vom Low- oder oder vom Highband übertragen werden konnten.
Von einem Schutzpotentialausgleich der Kabelschirme als Basisschutz gegen den elektrischen Schlag ist auf den Bildern nichts zu erkennen. 

Die Typen der Antennensteckdosen sind evtl. auf der Rückseite zu erkennen und es wäre auch interessant ob und welche Signale am defekten F-Anschluss der linken Antennensteckdose anstehen. Der Empfangsausfall bei Anschluss des Ausgangskabels kann davon verursacht sein, dass das Problem nicht in der Hardware sondern davor sitzt. Bei diesen Asien-Billigdosen kann man auch die Federklemmen für die Mittelleiter unbeabsichtigt schrotten, indem man das Kabel etwas zu schräg einführt. Bei offener Masseschelle kann man betroffene Kabel relativ leicht wieder herausziehen.

Wo an zu Ausgangssternleitungen mehrere Teilnehmerdosen für Entweder-Oder-Betrieb hängen, würde ich unnötige Durchgangsdosen gegen Stich-/Einzeldosen besserer Qualität austauschen und nicht mit kapazitiv getrennten Abschlusswiderständen terminieren.

Offenen Stammleitungsausgänge am Multischalter durch falsche Schalterstellung sind für die Empfangsstörung m. E. auszuschließen.
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#25
(17.11.2024, 18:15)lg74 schrieb: Aber es geht nur eine Leitung nach oben zum Switch?
Ja

(17.11.2024, 18:15)lg74 schrieb: Dann wären beide (hintereinander geschaltete) Receiver ohnehin nicht gleichzeitig nutzbar gewesen.
Nein, gleichzeitig nicht, aber entweder oder.
Um ganz ehrlich zu sein, weiß ich heute nicht mehr 100% wie wir uns das damals vorgestellt hatten.

(17.11.2024, 18:15)lg74 schrieb: Man könnte aber selbst die vorhandene Installation umrüsten für 2 Tuner an einer Leitung (für das Wohnzimmer).
Das ist nicht nötig. Wie gesagt, gibt es den ganzen Use-Case gar nicht mehr.
An der Sat-Anlage hängen insgesamt 3 Etagen und zwei Parteien. Im EG wohnt unser Sohn, der streamt und schaut fern über Internet, wird also nie per Sat schauen. Im OG haben wir nur zwei Sat Receiver, in zwei Zimmern und die hängen auf unterschiedlichen Strängen zum Switch.
Ich gehe davon aus, daß bis in ein paar Jahren auch bei uns TV aus dem Internet kommen wird - Trend der Zeit und das Programm ist heute schon derart bescheiden, daß wir nicht mehr wirklich viel schauen.


(17.11.2024, 18:15)lg74 schrieb: "Einzeldose" schreit nach "nicht abgeschlossen". Da die sprachliche Exakheit hier entscheidend ist, wäre dortiges Nachschauen schon mal interessant. Was ist da wirklich verbaut?
Den Terminus "Einzeldose" hab ich da sicher in meiner Ahnungslosigkeit im Thema verwendet - ohne zu wissen, daß das sprachlich nicht korrekt sein könnte. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, daß es eben keine Durchgangsdose ist.
Ich schau morgen nochmal nach, was da hinten drauf steht.
Gruß, Kuni
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#26
(17.11.2024, 22:05)Dipol schrieb: zwei Overlay-Netze für BK- und eine statische Einkabellösung oder
ein Zweileiter-System installiert war, mit dem beide Ebenen vom Low- oder oder vom Highband übertragen werden konnten.
Sagt mir als Laie nun beides nichts ... daher sei soviel gesagt, daß an der ganzen Installation bzgl Kabel und Dosen seit Montage nichts mehr geändert oder ausgetauscht wurde - bis eben auf den erneuerten Switch.

(17.11.2024, 22:05)Dipol schrieb: welche Signale am defekten F-Anschluss der linken Antennensteckdose anstehen.
Gut, nachdem dort aber ja keine F-Buchse mehr vorhanden ist und ich keinerlei Sat-Meßtechnik besitze, ist die Frage wohl nicht zu beantworten.

(17.11.2024, 22:05)Dipol schrieb: Der Empfangsausfall bei Anschluss des Ausgangskabels kann davon verursacht sein, dass das Problem nicht in der Hardware sondern davor sitzt. Bei diesen Asien-Billigdosen kann man auch die Federklemmen für die Mittelleiter unbeabsichtigt schrotten, indem man das Kabel etwas zu schräg einführt.
Bitte zu bedenken, daß das Problem seit kürzen des Kabels heute nicht wieder aufgetreten ist. Daher würde ich einen Defekt im Sat Receiver ausscließen.
Bevor der ins Wohnzimmer gewandert ist, hat der zudem im anderen Zimmer einwandfrei funktioniert und tat das auch gestern wieder, nachdem ich ihn dort angeschlossen hatte.
Gruß, Kuni
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#27
(17.11.2024, 22:21)Kuni schrieb: Sagt mir als Laie nun beides nichts ... daher sei soviel gesagt, daß an der ganzen Installation bzgl Kabel und Dosen seit Montage nichts mehr geändert oder ausgetauscht wurde - bis eben auf den erneuerten Switch.

Welche Gedankengänge den Erstinstallateur bei einer Multischalteranlage dazu bewegt haben zwei Dreiloch-Durchgangsdosen weiterhin unbekannter Type nebeneinander anzuordnen überfordert ohne Kenntnis der Anlagenstruktur die beste Glaskugel.

In Sat.-ZF-Anlagen hat man häufiger kritisch hohe als niedrige Pegel. So lange wie der Empfang auch mit der höheren Auskoppeldämpfung von Durchgangsdosen funzt, gibt es vermutlich erst dann einen Handlungsbedarf, wenn wegen dem fehlenden Potentialausgleich etwas kaputt geht.

Auch mit einem professionellem Antennenmessgerät kann man an einer defekten F-Buchse nichts messen. Das muss man entweder direkt am Kabel andocken oder die kaputte Antennensteckdose gegen eine für Sat.-ZF bzw. Modemanschluss gleichartige Type wechseln. Wink
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#28
So, ich habe an zwei Stellen die letzten Dosen im Strang mal ausgebaut. 

Da finde ich Preisner  SE33 "Sat Stichdose".
An einer Stelle eine Schwaiger DSE650, die wurde dann wohl doch mal ersetzt.
Gruß, Kuni
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#29
(18.11.2024, 10:59)Kuni schrieb: Da finde ich Preisner  SE33 "Sat Stichdose".
An einer Stelle eine Schwaiger DSE650, die wurde dann wohl doch mal ersetzt.
Preisner wurde von Televes aufgekauft. 

Deren Dosen wie auch die von SCHWAIGER sind qualitativ eine Kategorie besser als die "klassischen" Asiendosen im Design wie die beiden Durchgangsdosen. Wie viele Kistenschieber-Shops unterscheidet man leider auch bei SCHWAIGER nicht mehr zwischen End- und Stich-/Einzeldosen.

Dass Stich-/Einzeldosen an Sternleitungen von Multischaltern als Einzeldose richtig sind, wurde von @lg74 bereits erläutert. Auch dass Stammleitungen terminiert werden müssen. Sternleitungen, an die zwei Dosen angedockt sind, mutieren dadurch zur Stammleitung und müssen terminiert werden, was zwei Durchgangsdosen mit kapazitiv getrennten Abschlusswiderstand oder eine echte intern terminierte Enddose erfordert. Das wurde alles schon von @lg74 erläutert.

Drastischer ausgedrückt: Eine "pegelfreundliche" Stich-/Einzeldose nach mehreren oder auch nur einer Durchgangsdose ist eine vielfach praktizierte fachliche Todsünde (= Murks), die für Schneisen im Spektrum vorgelagerter Durchgangsdosen ursächlich sein kann.

Die Typenangabe SE 33 lässt auf die beiden Durchgangsdosen natürlich keine Rückschlüsse zu. Da auch am CATV-Eingang des Multischalters ein Kabel angeschlossen ist, sollten auf den Belling-Lee-Buchsen (umgangssprachlich IEC-Buchsen genannt) auch der defekte Antennensteckdose irgendwelche BK-, DVB-T2 oder UKW-Programme anliegen.

WICHTIG: Wenn bei Durchgangsdosen die Ein- und Ausgangskabel vertauscht wurden wird der Antennenpegel viel stärker als nur durch die nominale Auskoppeldämpfung von zumeist 10 bis 14 dB abgesenkt.
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#30
(18.11.2024, 12:46)Dipol schrieb: sollten auf den Belling-Lee-Buchsen (umgangssprachlich IEC-Buchsen genannt) auch der defekte Antennensteckdose irgendwelche BK-, DVB-T2 oder UKW-Programme anliegen.

Dem ist so. Da greife ich analoges Radio für einen Receiver im Wohnzimmer ab.

(18.11.2024, 12:46)Dipol schrieb: Wenn bei Durchgangsdosen die Ein- und Ausgangskabel vertauscht wurden

Auch das kann ich ausschließen. Ich hatte gestern bei der Ursachenforschung die beiden Kabel der abgebildeten rechten Dose einfach mal lose mit dem Kabel zum Sat Receiver verbunden. Beim rechten Kabel nix, beim linken Kabel Bild da. Entspricht also den Markierungen an der Massebrücke.

Gut .... auch heute bislang keine Senderausfälle mehr, scheint gefixt zu sein.

Daß man an der gesamten Installation was verbessern könnte hab ich nun dank Euch gelernt. Da das aber mMn eher aussterbende Technik ist, will ich da ohne Not keinen größeren Aufwand mit treiben.

Zwei Fragen bleiben für mich:

1) Die eigentliche Ursache blieb ja nach wie vor im Dunkeln - also bevor ich das weiterleitende Kabel gekürzt hatte.
Einen "einfachen" Kurzschluß vom Geflecht zum Innenleiter schließe ich eigentlich aus, weil ich ja gesehen hatte, daß der Receiver "Kurzschluß am Antennenkabel" erkennt und anzeigt. Durch das Kürzen steckt nun ein Stück "frisches Kupfer" aus dem Innenleiter in der Klemme der Dose. Korrosion oder Dreck konnte ich aber auch auf dem ungekürzten Stück nicht erkennen. Läßt sich mein Problem nun irgendwie erklären ?

2) Ohne nun das "große Besteck" auspacken zu wollen - und mit im Hinterkopf, daß jetzt alles läuft - macht es Sinn die eine oder andere (einfache) Verbesserung vorzunehmen ?
Gruß, Kuni
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#31
Hallo Kuni,
wenn es kein galvanischer kurzer war, weil sonst vom Router erkannt, dann denke ich dass es zumindest ein kapazitiver bzw. induktiver war, der zu diesem Problem führte.
Mein Grund für die Annahme ist, deine Bemerkung, dass das Problem bei festziehen der Abschirmschelle reproduzierbar war.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#32
Bitte kläre mich auf: Was ist ein kapazitiver/induktiver Kurzschluss?
Gruß, Kuni
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#33
So, diesmal was @Dipol schneller als ich. Wink

Also offenbar Stichdosen / Einzeldosen am Ende der Reihenschaltung. Nicht gut und im zweifelsfall für solche Effekte möglicherweise verantwortlich. Da HF jedoch gern "komische Wege" geht, würde ich mich nicht dafür verbürgen, dass nach Tausch der Dosen gegen eine Sat-Enddose (muss ich erstmal überlegen, ob es da was gibt, ich vergesse das immer wieder) oder eine Sat-Durchgangsdose mit geringer Auskoppeldämpfung und Abschlusswiderstand im Kabelausgang alles stabil läuft. Es ist erstmal dann nur technisch sauberer.

Fuba hat die EAD 607 als echte Enddose - aber die ist intelligent / programmierbar für wohnungsübergreifende Unicable-Systeme und damit viel zu teuer und für diesen Zweck dadurch ungeeignet.

Die Axing SSD 5-07 ist eine echte Enddose https://axing.com/produkt/ssd00507/ - dummerweise kommen da UKW und DAB/DVB-T2 auf getrennten Buchsen raus, also ist der Anschluss eines UKW/DAB-Kombigerätes mit gemeinsamer Antennenbuchse für beide Empfangswege vereitelt.

Das gleiche gilt für die JULTEC JAD307TRS http://jultec.de/JAD.html .

Kathrein hat eine "BK/Sat-Enddose" im Programm, gleich im ersten Beschreibungspunkt stehen die Worte "Einzelanschlussdose" und "Stichleitungs-". Ja was denn nun? Soll ich aus der Aussage, dass da Entkopplungsdioden drin sind erahnen, dass das tatsächlich eine Endose ist? https://www.kathrein-ds.com/produkte/tv-...tbk/esc-22 - wäre es eine echte Enddose, hätte sie UKW, DAB+ und DVB-t2 auf einer gemeinsamen Buchse, so dass der Anschluss kombinierter UKW/DAB-geräte mit gemeinsamer Antennenbuchse problemlos ist.

@Dipol: würde eigentlich ein F-Aufdrehwiderstand (zur Sicherheit mit Trennkondensator drin) bei einer Stichdose am Stammleitungsende helfen? Ich vermute, dass damit die Reflexionen im Sat-ZF-Bereich beendet wären, nicht aber im terrestrischen Bereich, da die Frequenzbereiche aufgesplittet werden.
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#34
(18.11.2024, 19:10)lg74 schrieb: @Dipol: würde eigentlich ein F-Aufdrehwiderstand (zur Sicherheit mit Trennkondensator drin) bei einer Stichdose am Stammleitungsende helfen? Ich vermute, dass damit die Reflexionen im Sat-ZF-Bereich beendet wären, nicht aber im terrestrischen Bereich, da die Frequenzbereiche aufgesplittet werden.
Genau so ist es!

Fachkunde verfällt zusehends. In den Seminaren der zerschlagenen KATHREIN-Company hat man jahrelang gepredigt "Es gibt keine Enddose" obwohl man inzwischen mit der ESU 51 wieder eine im Programm hatte. Nunmehr kennt anscheinend auch bei der Resttruppe von KATHREIN DS offenbar keiner mehr den Unterschied, es ist zum heulen. 

Als ehemaliger KATHREIN-Händler bin ich darüber so angefressen, dass ich weder AK 3, der die Betriebsführung übernommen hat, noch seinem Support eine E-Mail schreiben mag. 

Bei KATHREIN DS werden sie hoffentlich nicht noch auf das unterirdische Niveau des ehemaligen Anbieters Smart sinken, der 2010 auf der ANGA-Messe einen Flyer zur Einkabelmatrix DAP 51 verteilt hat, wo an einer Stammleitung mit 8 Dosen eine Stich-/Einzeldosen SEA3DC als "Enddose" und eine weitere SEA3DC als "Durchgangsdose" dargestellt war. Nachdem der Inhaber auf der Messe und in Foren durch den Kakau gezogen wurde, folgte ein Flyer mit nur noch einer SEA3DC als "Enddose"  Angry

Hätte die dazu erstellte Pegelberechnung gestimmt, wäre das die Erfindung des hf-technischen Perpetuum Mobiles gewesen.
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#35
(18.11.2024, 19:10)lg74 schrieb: würde eigentlich ein F-Aufdrehwiderstand (zur Sicherheit mit Trennkondensator drin)

Das wäre dann sowas ?

https://www.ebay.de/itm/196360230282?mkc...media=COPY

Blöde Frage noch in diesem Zusammenhang:
Müssen nicht eh alle solche Anschlußwiderstände DC entkoppelt sein?
Sonst würde ja die LNB Steuerspannung immer durch die 75Ohm belastet werden.
Gruß, Kuni
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#36
(18.11.2024, 22:08)nKuni schrieb: Blöde Frage noch in diesem Zusammenhang:
Müssen nicht eh alle solche Anschlußwiderstände DC entkoppelt sein?
Sonst würde ja die LNB Steuerspannung immer durch die 75Ohm belastet werden.
Korrekt erkannt.

DC-entkoppelte Abschlusswiderstände sind an zu Stammleitungen umgebauten Multischalter-Sternleitungen ebenso wie an den Enden von Stammleitungen von teilnehmergesteuerten Einkabelanlagen obligatorisch.

In der Hoffnung damit nicht gegen Forenbestimmungen zu verstoßen verlinke ich auf einen Beitrag von 2019, in dem ich einige Folien eingestellt hatte.

In dem ist auch neben dem BK-Spektrum kein irritierendes Symbolbild eines Satelliten, wie noch in der Altfolie aus dem HIfi-Forum das lg74 eingestellt hatte.
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#37
PS: Das mit dem Anschlußwiderstand war der Autokorrektur auf dem Handy geschuldet  Sad
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#38
(18.11.2024, 22:40)Dipol schrieb:
(18.11.2024, 22:08)nKuni schrieb: Blöde Frage noch in diesem Zusammenhang:
Müssen nicht eh alle solche Anschlußwiderstände DC entkoppelt sein?
Sonst würde ja die LNB Steuerspannung immer durch die 75Ohm belastet werden.
Korrekt erkannt.

Wenn ich mich nun schon mit Sat Technik weiterbilde .... Big Grin
Bei diesen Abschlußwiderständen im Netz gibt es welche, da steht "DC entkoppelt" mit dabei, bei anderen nicht.
Dann unterscheiden die sich doch in nix, ist dann einfach so, daß der eine die DC Entkopplung halt dazu schreibt und der andere nicht.
Korrekt ?
Gruß, Kuni
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#39
(19.11.2024, 08:42)Kuni schrieb: Korrekt ?
NEIN!

Bei Abschlusswiderständen ohne Trennkondensator kann man die 75 Ohm Impedanz mit einem Ohmmeter recht einfach messen, bei kapazitiv getrennten aber nicht.
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#40
Ok, dann sind solche Abschlußwiderstände wegen der konstanten Last auf der DC Steuerspannung ja auch als "Murks" zu bezeichnen ...
Gibt es einen sinnstiftenden Anwendungsfall dafür ?

Edit: Gerade gefunden, diese Abschlußwiderstände ohne DC Entkopplung sind wohl für den abschluß zB am Switch gedacht.
Gruß, Kuni
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#41
Na logo, überall dort wo keine Spannung anliegt.

Bei einem Kaskadenschalter, dessen Stammausgänge nicht wie bei deinem Televes über einen Schiebeschalter terminiert werden können, müssen die mit kapazitiv getrennten Abschlusswiderständen terminiert werden.

Für den ungenutzten Sternleitungsausgang deines Multischalters hätte auch ein AR ohne kapazitvie Trennung genügt. Ebenso für einen ungenutzten CATV-Eingang ohne Fernspeisung. Messbare Abschlusswiderstände haben auch in reinen BK- oder Terrestrik-Anlagen Vorteile.
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#42
Die kompakten Abschlussstecker ohne DC-Block sind in der Kabel-TV-Welt in Nutzung, weil man da keine Gleichspannung auf den Leitungen hat (Ausnahme: ferngespeiste Linienverstärker, aber das ist ein anderes Thema).

Im Sat-bereich würde ich immer die teureren, längeren, DC-geblockten Stecker nehmen, man weiß nie. Ein Kaskadenausgang eines Multischalters könnte u.U. auch die Soeisespannung eines lokalen Netzteils zum nächsten Kaskadenbaustein weiterleiten, die sollte man nicht im Stecker verheizen...

Ohne DC-Block (und hier irgendwie minderwertig aussehend):

https://i.ebayimg.com/images/g/XCcAAOSw4...-l960.webp

Mit DC-Block:

https://i.ebayimg.com/images/g/~FsAAOSwN...-l960.webp
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#43
Ich hab jetzt mal solche Abschlußwiderstände bestellt, kommen bis Wochenende.
Da müßte man ja dann in der Feldstärkeanzeige im Sat Receiver einen Unterschied sehen zwischen "mit und ohne" Widerstand.
Ich berichte...
Gruß, Kuni
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#44
Nicht unbedingt. Bzw. nicht zwingend auf jedem Kanal / jedem Programmpaket. Die Qualitätsanzeige könnte etwas hochgehen bzw. evtl. bei "knappen" Kanälen deutlich hochgehen. Oder auch nur zeitweise (dynamisch) hochgehen. Wenn sich nichts bessert, sei bitte auch nicht enttäuscht. Das ist ja alles experimentelles Frickeln, was wir hier machen. Die korrekte Lösung ist ja eine an der Stammleitung sauber terminierte letzte Dose.
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#45
Hallo zusammen, ich danke allen Beteiligten für diesen hochinteressanten Thread!
thumbup
Mit SAT-Technik beschäftige ich nur selten. Also nur, wenn man mal umzieht oder bei einem Bekannten was kaputtgeht.
So geballtes fachkundiges Wissen bekommt man selten zu Gesicht.  Grade die Fehlersuche, bzw. wie man es richtig macht, wenn schon irgendwo ein Kind im Brunnen liegt, das ist wirklich wertvoll. Wie man Neugeräte anschliesst und irgendwas zusammensteckt etc. ist im Vergleich dazu Kinderkram.

Hier ist es eine Wohltat. Die Produkttipps sind auch Gold wert, resp. auch das woran man ein Produkt (Stichwort Stichdose o. Durchgangsdose) erkennt.
Die Produktinfos bei den Onlinshops sind leider oft falsch o. / u. unvollständig.

Kurzer Einwurf meinserseits: Die häufig zweifelhafte Qualtität von F-Steckern wurde angesprochen. Was ist von Cablecon Self-Install zu halten? Werden bei Reichelt verkauft und sind für sich genommen nicht mal teuer. Erst recht nicht, wenn betrachtet, dass die mitunter jahrzehntelang montiert bleiben.

Ich hab die mit Begeisterung eingesetzt, da sie wirklich einfach zu montieren sind. Auf den passenden Kabeldurchmesser muss man halt achten.
Beispiel-Bild hier:
   

Vielen Dank zum Voraus und gerne weiter so (auch wenn ich hoffe, dass das Problem des Fragestellers bald zur allseitigen Zufriedenheit gelöst wird).
Viele Grüsse, Sebastian
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#46
Kein Problem, Sebastian. Wir sind mit meinem Ding ja im Wesentlichen durch. Ich hab hier auch sehr viel gelernt, was mich nie wirklich interessiert hat, was aber eigentlich gar nicht uninteressant ist, zumal wenn man wie ich Nachrichtentechnik studiert hat. Allerdings zu einer Zeit, als Satelliten TV noch kein Thema war. Sonst hätte ich vielleicht mehr Basics aus dem Studium mitgebracht.
Gruß, Kuni
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#47
Cabelcon ist ein Hersteller, der auf seiner Webseite sogar eine Datenbank gängiger Koaxkabel hat, die direkt zu den empfohlenen Steckern führt:

https://coaxconnectors.dk/searchcable.asp

Die geben sich also richtig Mühe und bieten wenn möglich die passenden Stecker auf 1/10 mm an. Ich will keinen Quatsch erzählen, aber soweit ich mich erinnere sind die Kompressionsstecker manch anderer Anbieter auch Cabelcon. Und es gibt für viele Fälle Selfinstall-Stecker, die wirklich passen und unter bestimmten Bedingungen auch Wasserdichtigkeit garantiert bekommen.

Mal hier die Beschreibung lesen:

https://antennenland.net/Cabelcon-F-6-TD-SI-51

Worauf man also bei der Entwicklung von sowas alles achten muss...

Wenn viel Zeit an trüben Herbsttagen vorhanden ist, empfehle ich das HWK-Seminar von Klaus "JULTEC" Müller, das deckt alles ab, wirklich alles. Von dem Mann, aus dessen Firma die wohl technologisch besten Multischalter kommen:

https://cgateu02hn.ui-data.de/cgate-hn/r...7_Vu8THRrU

https://c.1und1.de/@520168449708660580/s...MmgfpX3o2w
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#48
(21.11.2024, 13:46)lg74 schrieb: Cabelcon ist ein Hersteller, der auf seiner Webseite sogar eine Datenbank gängiger Koaxkabel hat, die direkt zu den empfohlenen Steckern führt:

https://coaxconnectors.dk/searchcable.asp

Die geben sich also richtig Mühe und bieten wenn möglich die passenden Stecker auf 1/10 mm an. Ich will keinen Quatsch erzählen, aber soweit ich mich erinnere sind die Kompressionsstecker manch anderer Anbieter auch Cabelcon. Und es gibt für viele Fälle Selfinstall-Stecker, die wirklich passen und unter bestimmten Bedingungen auch Wasserdichtigkeit garantiert bekommen.

Mal hier die Beschreibung lesen:

https://antennenland.net/Cabelcon-F-6-TD-SI-51

Worauf man also bei der Entwicklung von sowas alles achten muss...

Wenn viel Zeit an trüben Herbsttagen vorhanden ist, empfehle ich das HWK-Seminar von Klaus "JULTEC" Müller, das deckt alles ab, wirklich alles. Von dem Mann, aus dessen Firma die wohl technologisch besten Multischalter kommen:

https://cgateu02hn.ui-data.de/cgate-hn/r...7_Vu8THRrU

Vielen Dank, lg74, für die Zusatzinfos!
Leider lädt der Link zum JULTEC-PDF nichts Sichtbares, ist das nur bei mir so? Ich hab auch lange gewartet, aber der Browser zeigt nichts an (auch keine Fehlermeldung).
Beim Link zu dem Steckerangebot bei Antennenland wird auch geschrieben, dass ein "Kathrein EMK 20 plus" ein baugleicher Stecker wäre (also offenbar von Cablecon hergestellt wird). Solche Quervergleichsmöglichkeiten lernt man zu schätzen, wenn sich zu einem Anbieter partout keine Infos auftrieben lassen, aber über ein baugleiches/identisches Gerät dann doch Unterlagen zu finden sind.
Danke noch mal und schönen Abend
Viele Grüsse, Sebastian
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#49
Uii, das scheint ein dynamischer Link (gewesen) zu sein, der nach gewisser Zeit abläuft. Danke für den Hinweis. Versuchen wir es mal mit dem hier:

https://c.1und1.de/@520168449708660580/s...MmgfpX3o2w

Ich korrigiere das auch oben gleich noch.

Zum blauen 5.1er Selfinstall für die geringfügig "dickeren" Kabel gibt es auch noch den etwas schlankeren Bruder in gelb für die geringfügig dünneren Kabel:

https://antennenland.net/Cabelcon-F-6-TD-SI-51
https://antennenland.net/Cabelcon-F-6-TD-SI-49

Antennenland schreibt jeweils einige wichtige Kabel mit dazu.

Es geht hier um 0,1 mm Innenleiterdurchmesser und ca. 0,2 mm Dielektrikumsdurchmesser. Zum Vergleich: die 5-fach-geschirmten, natürlich 3D, UHD, 4K, Farb- und wasweißichnoch tauglichen Billigkabel aus den dubiosen Internetangeboten mit Stahl-Kupfer-Innnenleiter (hübsch hoher Gleichstromwiderstand, verfehlen auf größeren Längen dann die Umschaltschwelle vertikal->horizontal) und geschönten, an Maximalpeaks orientierten Schirmungswerten (letztlich trotz 5-fach-Schirmung dann schlechter als ein sehr gutes zweifachgeschirmtes Kabel, außerdem Stecker an dieser Schirmung sowieso nicht ordentlich kontaktierbar) werden ja gern mit "vergoldeten" Aufdrehsteckern geliefert. Da weiß vermutlich nichtmal der Lieferant, welche Durchmesser Stecker und Kabel haben. Welches Intermodulationsverhalten, welche Transferimpedanz und welche Rückflussdämpfung der Stecker hat, weiß niemand, weils nie gemessen wurde.


Bei uns im Wohnblock haben Vollchaoten, die im Sommer einen angeblich rein software- und "kellerbasierten" hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage eingebaut haben, statt ihres selbst eingezogenen PVC-Rohres das mit den Koaxkabeln für 4 Wohnungen (Vodafone, TV + Internet) durchgesägt - mitsamt der 4 Kabel. Und dann vermutlich nach einem ersten Schreckmoment jemanden schnell in den Baumarkt geschickt. Seht selbst:

   

Leider kann selbst Teflonband nicht verhindern, dass man sieht, dass sie nichtmal die Aufdrehstecker gerade montieren konnten.

Lief natürlich nicht. Eine Nachbarin hat dann den Vodafone-Service geholt. Der hat auf ihre Leitung 2 Kompressionsstecker montiert - soweit ich anhand des Kabeltypes blicke, den falschen Steckercode. Geht aber offenbar auch. Die anderen 3 Strippen sind noch in diesem traumhaften Zustand.
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#50
(21.11.2024, 20:25)ser schrieb: Vielen Dank, lg74, für die Zusatzinfos!
Leider lädt der Link zum JULTEC-PDF nichts Sichtbares, ist das nur bei mir so? Ich hab auch lange gewartet, aber der Browser zeigt nichts an (auch keine Fehlermeldung).
Ich hatte heute in einer Sitzung, an der auch der Autor teilgenommen hatte, den Link geöffnet und die Präsentation gesehen aber leider nicht gespeichert.

Jetzt poppt auch bei mir nichts mehr auf. Der Vortrag ist aber über die Jultec Homepage downloadbar.
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