15.11.2024, 16:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.11.2024, 19:19 von t20.)
Ich würde gerne eine Umfrage zum Thema "Preise für neue Tonköpfe" durchführen. Es gäbe die Möglichkeit, neue Tonköpfe produzieren zu lassen. Das wird schon für Revox, Studer und einige der neuen Bandmaschinehersteller wie Ballfinger getan. Die Preise sind aber leider nicht ganz billig. Deswegen wäre ich interessiert zu wissen, wieviel Geld ihr für neue Tonköpfe ausgeben würdet.
Um die Frage zu präzisieren: Es geht z.B. um Wiedergabe-Köpfe für TEAC-Maschinen. Diese Köpfe werden in fast allen Geräten der X- und einige der A-Serien eingesetzt. Die gleiche Preisangaben würde ich für Köpfe für "bessere" Geräte von Technics, Akai, u.ä. ansetzen. Keine Studiomaschinen wie Studer oder Telefunken, die ja viel seltener sind und wo sich eine große Menge Köpfe anfertigen zu lassen, um die Preise zu drücken, wahrscheinlich gar nicht rentiert.
15.11.2024, 18:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.11.2024, 21:15 von UHER-Report-Fan.)
Hallo,
Ich finde man kann das nicht so pauschalisieren.
Für ein Butter-und-Brot-Köfferchen sind oft 15€ für einen alten Kopf oder ein Schlachtgerät schon über dem Restwert, selbst bei einem Uher Report würde ich nicht mehr ausgeben wollen, weil ich einfach komplett überversorgt bin.
Da muss es schon ein ungewöhnliches Modell sein, dass ich da mehr als 50€ hinblättern würde und auf der anderen Seite würde ich für eine A700, GX847, RT909, RS1500, Otari MX dann doch mehr als 200€ ausgeben, wenn das Gerät sonst schön erhalten ist und mit den neuen Köpfen auch wirklich dann mehr kann als vorher und nicht ständig Macken hat, sprich revidiert ist.
VG
Andreas
Festina lente!
Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...
15.11.2024, 19:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.11.2024, 19:26 von t20.)
Um die Frage zu präzisieren: Es geht z.B. um Wiedergabe-Köpfe für TEAC-Maschinen. Diese Köpfe werden in fast allen Geräten der X- und einige der A-Serien eingesetzt. Die gleiche Preisangaben würde ich für Köpfe für "bessere" Geräte von Technics, Akai, u.ä. ansetzen. Keine Studiomaschinen wie Studer oder Telefunken, die ja viel seltener sind und wo sich eine große Menge Köpfe anfertigen zu lassen, um die Preise zu drücken, wahrscheinlich gar nicht rentiert.
Das kommt auf das Gerät an und auch auf die Haltbarkeit des Kopfes.
Für eine Studiomaschine, die man z. B. nicht unter 3000 bis 4000 Euro bekommt wären 300 Euro für einen Tonkopf etwas ganz anderes als für eine Braun TG1000, die man für 100 Euro bekommt.
Und z. B. bei Studer/Revox gab es im Laufe der Jahrzehnte mehrere Generationen an Tonköpfen, die sich in den selben Geräten verwenden lassen aber eben eine immer längere Lebensdauer hatten. Wenn ein Kopf deutlich länger hält rechtfertig das auch einen höheren Preis.
Genau. Deswegen ist mein Ziel ein bißchen zu eruieren, ob die Produktion von Tonköpfen für "höherwertige" Maschinen lohnt oder nicht. Mit höherwertig meine ich die besseren, verbreiterten Maschinen eines bestimmten Herstellers, die gerne von uns Fans gehalten werden. Mit etwas Glück kann man mit einem nachgemachten Kopf viele Gerätetypen bedienen, wie im Falle des Teac Wiedergabekopfes. Auf diese Liste https://openreel.net/headlist.html ist das gut zu sehen: einfach nach 5378300700 darin suchen. Da kann man alle Geräte sehen, wo dieser Wiedergabekopf eingesetzt werden kann. Das ist auch für Aufnahme- und Löschkopf ähnlich.
Wenn Pioneer und Teac teilweise gleiche Capstan Motoren benutzt haben, würde mich nicht wundern, wenn auch bestimmte Köpfe zueinander passen würden. Eventuell ist die Form leicht anders, aber die Basisplatte für die Montage könnte man ja anders gestalten. Dies ist nur eine Vermutung von mir, da ich noch nie ein Pioneer-Kopf in den Händen hatte.
Einige Uher und Technics teilen sich auch bestimmte Mitsumi-Köpfe, sobald ich das gelesen habe. Die könnte man dann mit einem Kopfnachbau bedienen.
Ein bei AMB nachgebauter Wiedergabekopf für Revox kostet mittlerweile rund 500EUR.
Die Köpfe werden schon viele Jahre dort nachgefertigt, es sind also die techn. Voraussetzungen gegeben. Die techn. Spezifikationen standen auch zur Verfügung, sodaß man rel. "einfach" das nachbauen konnte. Trotzdem gab es mit den ersten Serien Kompitabilitätsprobleme zu Originalrevoxköpfen. In der Zwischenzeit dürften bis jetzt gut und gerne mehrere tausend Köpfe gefertigt sein.
Wenn Du jetzt bei 0 mit einem neuen komplett anderen Kopf ankommst, wirst Du einen riesen Berg an Entwicklungskosten erzeugen.
Der mMn. einzig gangbare Weg wäre, anzufragen inwieweit man einen Revoxkopf elektrisch an die Werte des TEAC Kopfes anpassen kann, also Windungszahl, Induktion etc...
Das könnte noch halbwegs bezahlbar werden.
Die findest du auch nicht so in einem Webshop sondern die musst du bei Revox in Villingen anfragen.
Revox Online, wo du die italienischen Nachbauten gefunden hast, hat mit Revox in Villingen geschäftlich nichts zu tun.
Ich glaube es ist einfacher die Elektronik der Maschine an irgendwas verfügbares anzupassen, als eine Kleinserie nachfertigen zu lassen.
Also, ich finde, dass Andreas mit seinem #5 die Situation recht gut beschrieben hat.
Der Besitzer einer hochwertigen Semi- oder auch Studiomaschine wird eher tiefer in die Geldbörse greifen, um sein Gerät am Laufen zu halten.
Besitzer eines Brot- und Buttergeräts wie Uher, Philips, TLF usw. sehen immer die aufgerufenen Preise für NOS-Ware in Relation zu dem Preis, den sie seinerzeit für das gebrauchte Gerät ausgegeben haben. Und einen solchen Kopf sich auf Vorrat in die Schublade legen? Nee, dann kaufe ich eher ein weiteres Gerät mit abgenudelten Köpfen. Soll jeder für sich selbst entscheiden.
Die Chancen, eine entsprechende Kleinserie in den Verkauf und auch "an den Mann" zu bringen, sehe ich als außerordentlich gering an. Zumindest sollte ein Anbieter mit bekanntem Namen und entsprechendem Kundenkreis dahinter stehen.
Gruß
Rainer
NIVEAU ist keine Hautcreme, STIL nicht das Ende vom Besen und HUMOR etwas gutartiges...
Ich habe diese Bemerkung nicht überlesen. Stellt sich automatisch die Frage, wie viele dieser Geräte einen Bedarf haben könnten. Ich habe keinen Schimmer.
Im Netz werden ja noch Mitsumi-Köpfe für einige Pioneer-Geräte in NOS angeboten und auch verkauft. Kann man nachlesen. Die Preise empfinde ich als sportlich, werden aber angenommen. Markwirtschaft halt :-D.
Und wenn ein neu produzierter Wiedergabekopf für TEAC und weitere Geräte in der Herstellung 500 € kosten soll? Da werden über ein Jahr nicht allzu viele Käufer zugreifen. Wer soll das vor-finanzieren?
Für mich stellt sich die Frage: will Nelson uns auf die Möglichkeit hinweisen, dass in Belgien diese Firma existiert, die Wiedergabeköpfe für TEAC und andere produzieren könnte? Oder will er selbst dort eine Produktion anschieben und diese Köpfe selbst vertreiben?
Gruß
Rainer
NIVEAU ist keine Hautcreme, STIL nicht das Ende vom Besen und HUMOR etwas gutartiges...
Ich spiele mit dem Gedanken, die Köpfe bei AMB produzieren zu lassen und sie dann zu vertreiben. Ich habe mit AMB kurz geredet und ja, sie könnten die Köpfe nach beliebigen Spezifikation produzieren. Der Preis ist von der Menge abhängig und natürlich nicht so billig wie alles früher war. Bei einer entsprechenden größere Menge könnte man sich bei 200 bis 300 Euro Endkundenpreis bewegen, genaue Zahlen habe ich noch nicht liegen. Das alles erfordert aber einiges an Kapital. Deswegen überlege ich, ob ich das so organisieren kann, dass es trotzdem machtbar ist.
Mir wäre es lieber, jemand würde für die Teac Maschinen neue Capstanmotoren produzieren lassen.
Dann würde ich mir auch eine zulegen.
Der Motor macht mir mehr Kopfzerbrechen als die Köpfe.
Falls du irgendwann mal 2-Spur Köpfe im Angebot hast, würde ich eventuell was nehmen, die gehen auch in die Tandberg.
16.11.2024, 18:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.11.2024, 18:02 von t20.)
Die Capstanmotoren ist auch so ein Thema. Ich habe einiges dazu gelesen. Alles deutet darauf hin, dass der Hersteller NIDEC in Japan war. Verschiedene Leute haben versucht, mit denen zu sprechen, wurden aber bisher ignoriert. Wahrscheinlich muss man eine sehr große Menge Motoren kaufen, damit sie Interesse zeigen. Es kann auch ein Sprachproblem sein, denn viele Japaner haben einfach Angst English zu sprechen, auch bei großen Firmen. Es gab ein paar Bastler im Netz, die irgendwann deswegen aufgehört haben. Vielleicht würde sich lohnen, ein Patreon(o.ä.)-Unterstützungskonto einzurichten, wovon sie Motoren von anderen Herstellern sowie benötigten Teilen finanzieren können und vielleicht doch so eine passende Lösung finden.
(16.11.2024, 17:23)Steffen87 schrieb: Mir wäre es lieber, jemand würde für die Teac Maschinen neue Capstanmotoren produzieren lassen.
Dann würde ich mir auch eine zulegen.
Der Motor macht mir mehr Kopfzerbrechen als die Köpfe.
Falls du irgendwann mal 2-Spur Köpfe im Angebot hast, würde ich eventuell was nehmen, die gehen auch in die Tandberg.
Welche Teac-Köpfe passen in welchen Tandberg-Maschinen? Hast du eine Liste mit genauen Bezeichnungen?
Die Köpfe sehen tatsächlich wie die Teac-Köpfe aus. Es könnte ja sein, dass auch Teac die Köpfe von Mitsumi gekauft hat. Hier kann man sehen (PH24 / PH25) wie die Köpfe für Technics-Maschinen adaptiert wurden. D.h., am Ende sind wahrscheinlich die Teac-Köpfe und die Mitsumi-Köpfe miteinander kompatibel. Vieleicht hat jemand hier beide Köpfe und kann diese nebeneinander von allen Seiten fotografieren und sogar die Parameter (Widerstand, Induktivität) messen.
eventuell hätte ich auch Interesse an einem neuen Wiedergabekopf. Nur um Mißverständnisse auszuschließen frage ich erst mal ganz blauäugig:
Handelt es sich um Viertelspur-Köpfe (2 channels / 4 tracks) oder um Halbspur-Köpfe?
Ich suche einen Viertelspurer, möglichst neu für ein UHER 4400 Report Monitor. Da sind original Mitsumi-Köpfe drin. Insofern wäre Dein Angebot schon interessant. Ich müßte nur die genauen mechanischen Abmessungen und natürlich auch die elektrischen Werte, vor allem die Induktivität vorher wissen.
Vielleicht finden sich dann sogar noch einige weiter Interessenten für die von Dir angestebte Bestellung bei AMB.
Schönen Gruß
Chris
1. Können wir hören, was wir messen?
2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
es geht um 4 Tracks 2 Channels Wiedergabeköpfe, siehe Foto.
Die Herstellungskosten sind sehr hoch, so dass ich planne ein Kickstarter-Projekt dafür zusammen zu stellen, wenn ich die richtigen Zahlen von AMB bekommen habe und alles sauber kalkuliert ist. AMB biete eine Art "handwerkliche" Produktion für kleine Serien (so 40~50 Köpfe), die dann mehrere Hundert Euro pro Kopf bedeuten. Für eine richtige Serienproduktion, um niedrigere Preise zu erzielen, müssen mehrere Hundert Köpfe produziert werden, was dann am Ende einen Herstellungspreis von vielleicht 150~200 Tausend Euro bedeutet. Ich warte auf das genaue Angebot, um alles zu kalkulieren. Vor 2025 wird da aber nichts werden, auch wegen Steuerfragen bei solchen Kickstarter-Projekten.
Uher-Tonköpfe könnte es noch bei den Uher-Service Center geben. Bestimmt mittlerweile sehr teuer, da die Leute sie als Ersatz für Technics-Maschinen nehmen und damit handeln. Aber dort zu fragen kostet ja nichts. :-)
Auch SDS-Sprang hat keine Tonköpfe für RM mehr in der Teile-Liste.
Die letzten neuen RM-TK waren auch Halbspur-Köpfe. Viertelspur-Köpfe
gibt es schon seit >10 Jahren nicht mehr...
Gruß
Wolfgang
PS.: ...und ja, es wurden schon etliche RM geschlachtet, nur um TK für
Technics & Co. zu gewinnen. Bei ebay tauchen immer wieder leere(!) Kopf-
träger auf.
Deshalb sind meine Uher SG 562 (Vierspur) und das Uher Report Monitor 4200 mit kaum gebrauchten Mitsumi-Köpfen unverkäuflich. Allein der Gedanke, dass die jemand ausschlachtet...
Habe die Preisliste von SDS aus 2016 auf dem Rechner gefunden. Darin steht der Kopfträger Z 362 Halbspur für die SG562 mit den Mitsumi-Köpfen mit 95 € brutto!
Vertickert werden diese Köpfe als Ersatz (NOS) für verschiedene Technics-Modelle zu 350 € pro Stück. Löschköpfe sind preisgünstiger. Da ist es nicht verwunderlich, wenn auch leere Träger im Angebot sind.
Gruß
Rainer
NIVEAU ist keine Hautcreme, STIL nicht das Ende vom Besen und HUMOR etwas gutartiges...
Hat den jemand total abgenudelte und auch defekte Mitsumi-Köpfe übrig, die er mit zukommen lassen kann? Ich würde diese Köpfe, falls das Projekt zustande kommt, von AMB untersuchen lassen. Eventuell kann man tatsächlich mit dem neuen "Teac"-Kopf auch Ersatz für die Mitsumi-Köpfe anbieten.
Mit Mitsumi-Köpfen kann ich momentan nicht dienen. Dafür habe ich neulich die Kopie einer originalen Zeichnung von Uher mit den Maßen der (Matsushita) Mitsumi-Köpfen gefunden.
Die sehen derart den gezeigten TEAC ähnlich, dass es ein Wunder wäre, wenn nicht Mitsumi hinter TEAC stecken würde. Alleine auf die inneren Werte kommt es an.
Habe ich nicht. Hatte aber 4-Spurköpfe schon in der Hand gehabt und besitze Report Monitor 4400 und SG 562.
Sie unterscheiden sich in den Abmessungen überhaupt nicht von den Zweispurern. Klar, die Kernpakete sind anders angeordnet, das sollte aber keine Raketentechnik sein.
Gruß
Rainer
NIVEAU ist keine Hautcreme, STIL nicht das Ende vom Besen und HUMOR etwas gutartiges...
Wolfgang hat es mir schon vorweggenommen: Beim UHER-Service (SDS Sprang) gibt es schon lange keine Tonköpfe mehr.
Danke an Nelson für das Foto von dem TEAC-TK 5378300700, und danke an Rainer für die Zeichnung eines Mitsumi-TK.
Ich habe mal an meinem UHER 4400 RM die Abdeckung abgeschraubt, damit die Tonköpfe sichtbar werden.
Ich kann nur bestätigen, daß sich der o.g. TEAC-TK mit den RM-TK's äußerlich kaum unterscheidet.
Nelson, könntest Du bitte mal an dem gezeigten TK den DC-Widerstand eines Kanals und die Induktivität messen?
Ich werde das am Wiedergabe-TK meiner RM ebenfalls tun und dann schaun wir mal.
Vielleicht erschließt sich dann noch weiteres Interessenten-Potential.
Schönen Gruß
Chris
1. Können wir hören, was wir messen?
2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
Das Foto ist nicht von mir. Ich suche noch neue Köpfe, die ich später AMB für Messungen zuschicken kann. Ich habe aber eine gebrauchte Kopfbrücke ersteigert, die in den nächsten Tagen bei mir eintreffen sollte. Ich werde dann alle drei Köpfe messen und durchgeben.
Apropos, ich weiß nicht, ob ich das "hier" richtig (be)schreibe, aber könnte passen! Wenn nicht, dann bitte löschen.
Ich habe - wegen Änderung meiner Prioritäten - auch noch ein Sammelsurium von Köpfen, die ich für keinen konkreten Einsatz mehr benötige. Falls jemand ...?
Es sind alles gebrauchte Köpfe, die aus Uher Report-Geräten stammen. Es sind Halb- und Viertelspurköpfe der Firma WOELKE, BOGEN und TELEFUNKEN + entsprechende Löschköpfe. Auch ein Monokopf ist vorhanden.
(18.11.2024, 19:25)KaBe100 schrieb: DC-Widerstand an einem von mir ausgebauten Exemplar Typ 1242 Viertelspur Wiedergabe: 230 Ohm.
Bezieht sich das auf einen TK aus eiem UHER-RM oder auf den besagten TEAC?
Also an meinem UHER 4400 RM habe ich die beiden Kanäle des Widergabe-TK elektrisch gemessen:
Links: DC-Wid. = 212 Ohm / Ind. = 395 mH
Rechts: DC-Wid. = 213 Ohm / Ind. = 360 mH
Ehrlich gesagt, bei den Induktivitätswerten bin ich etwas verunsichert, sie erscheinen mir sehr hoch.
Da könnte der alte Spruch gelten: Wer mißt, mißt Mist...
Oder hat noch jemand solch einen Wiedergabe-TK in Reserve und kann den mal messen?
Ideal wäre, wenn es noch irgenwo Datenblätter von Mitsumi-TK's gäbe.
Schönen Gruß
Chris
1. Können wir hören, was wir messen?
2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
20.11.2024, 05:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2024, 05:29 von t20.)
Hier sind auch ein paar Messungen von verschiedenen Tonköpfen, darunter denen der Teac X-300. Interessant finde ich auch, dass weiter unten Bilder von Teac-Köpfen aus einer X-2000R in einem Pioneer RT-707 zu sehen sind: https://www.tapeheads.net/threads/tape-h...ons.96977/
Diesen Link hatte ich oben vergessen: https://openreel.net/parts_2.html . Da sind bei PH24 und PH25 Teac-Köpfe mit Anpassungen für Technics-Maschinen zu sehen.
Nortronics hatte eigene Köpfe als Ersatz für verschiedene Geräte angeboten. Laut deren alten Katalog werden die 4-Spur Wiedergabeköpfe vom Pioneer RT-909 und Technics 1506 durch den gleichen Kopf 8608 ersetzt. Ich muss mir diese Informationen weiter in Detail anschauen: https://www.jrfmagnetics.com/index.html?...onics.html . Laut Beschreibung hat der Kopf 8608 eine Induktanz von 400 mH und einen Widerstand DC von 350 Ohm.
erst mal besten Dank an Dich, Nelson, und an Dich, Rainer, für die hilfreichren und weiterführenden Informationen.
Was den Wiedergabekopf für das UHER- RM betrifft, so kann ich wohl beruhigt feststellen, daß meine Messungen wohl doch in etwa zutreffen.
Dieser TK hat eine DC-Widerstand so etwa um die 210 bis 230 Ohm und eine Induktivität so zwischen 350 und 400 mH.
Die Induktivität ist dabei das wichtigste Kriterium. Diese scheint bei dem TEAC-TK 5378300700 in dem gewünschten Bereich zu liegen.
Der DC-Widerstand ist allerdings mehr als doppelt so hoch. - Hm, wie relevant könnte das sein? Die Impedanz wird um einiges höher liegen,
und da weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, was das letztlich bewirkt und ob sich das kompensieren läßt.
Jetzt schaun wir mal, was denn so ein neu produzierter TK in etwa kosten würde.
20.11.2024, 22:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2024, 22:24 von t20.)
Hallo Chris,
Photovox habe ich nicht angeschrieben, weil ich ein paar sehr negative Berichte über deren Köpfe im Netz gefunden habe. Vielleicht waren das einzelne Meldungen, aber ich dachte, bevor ich Streß bekomme, kontaktiere ich AM Belgium, wo auch neue Köpfe hergestellt werden. Die Preise sind immer noch offen. Wenn ich bis Ende der Woche nichts von denen höre, werde ich sanft nachhacken. Ich habe auch mittlerweile ein paar neue Fragen, die in den letzten Tagen bei mir aufgekommen sind.
Ich weiß auch leider nicht, welche Wirkungen die Abweichungen an Widerstand und Induktivität haben und welche Menge davon (+/- mH, Ohm) relevant ist. Die Induktivität scheint um die 400 mH durchschnittlich zu liegen. Ich habe leider noch keine neue Köpfe gefunden, wo ich die Werte im Neuzustand messen kann. Hoffentlich klappt das mit dem Ebay-Verkäufer aus England in Dezember. Da soll er neue Köpfe aus Japan geliefert bekommen.
Die elektrischen Werte wie Widerstand und Induktivität ändern sich doch eigentlich nicht, wenn der Kopf in die Jahre kommt.
Solange die Spulen nicht durchbrennen durch Überlast oder der Zuleitungsdraht nicht beschädigt wird, sollte alles bleiben wie im Neuzustand, oder ist das ein Trugschluss ?
Ich habe über die Jahre viele Köpfe gemessen und verglichen und die gemessenen Werte auch oft dokumentiert.
Sind einige Mitsumi (TEAC, TECHNICS etc) dabei, Ferritköpfe von AKAI, SONY und auch fast alle Europäer.
21.11.2024, 07:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.11.2024, 18:10 von Ferrograph.)
(20.11.2024, 22:41)moxx schrieb: Die elektrischen Werte wie Widerstand und Induktivität ändern sich doch eigentlich nicht, wenn der Kopf in die Jahre kommt.
Die Induktivität des Kopfes ist abhängig vom magnetischen Widerstand des Luftspaltes.
Je mehr Material vom Kopf abgearbeitet wird um so geringer wird die Induktivität des magnetischen Kreises.
Wenn die pro Schenkel aufgebrachten Systeme einzeln , d.h ohne den Spalteinfluß gemessen werden wird man keine Änderung feststellen.
Inwieweit der Kopfabtrag bei moderater Nutzung den magnetischen Widerstand über die Querschnittstreduktion tatsächlich messbar beeinflusst, ist mir nicht bekannt.
(20.11.2024, 22:23)t20 schrieb: welche Wirkungen die Abweichungen an Widerstand und Induktivität haben und welche Menge davon (+/- mH, Ohm) relevant ist.
Je höher der Gleichstromwiderstand, desto höher das thermische Rauschen des Kopfes.
(21.11.2024, 07:28)Ferrograph schrieb: Die Induktivität des Kopfes ist abhängig vom magnetischen Widerstand des Luftspaltes.
Je mehr Material vom Kopf abgearbeitet wird um so geringer wird die Induktivität des magnetischen Kreises.
Das kann ich bestätigen. Im Videobereich gab es Head Tester, die den Verschleiß der Videoköpfe über die Indukrivität festgestellt haben.
Weiß jemand, ob die Befestigungsplatte der Uher-Köpfe gleich wie die Befestigungsplatte der Pioneer-Köpfe ist oder müssen da Anpassungen vorgenommen werden? Die von Teac geht vom Rand zu Rand. Die von Uher bis ~ 70/80%.
(23.11.2024, 17:13)t20 schrieb: Weiß jemand, ob die Befestigungsplatte der Uher-Köpfe gleich wie die Befestigungsplatte der Pioneer-Köpfe ist oder müssen da Anpassungen vorgenommen werden? Die von Teac geht vom Rand zu Rand. Die von Uher bis ~ 70/80%.
Hallo Nelson,
der Rainer hat doch unter #30 die UHER-Zeichnung von einem Mitsumi-Tonkopf veröffentlicht.
Auch wenn es sich um einen Halbspurkopf handelt, sich die mechanischen Abmessungen des Viertelspurkopfes gleich.
Die Befestigungsplatte sieht m.M.n. genau so aus wie auf den Fotos von Dir: zwei Gewindebohrungen M2 im Abstand von 8mm.
Schönen Gruß
Chris
1. Können wir hören, was wir messen?
2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
23.11.2024, 18:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.11.2024, 18:37 von t20.)
Hallo Chris,
was ich meine ist: Können die Uher-Köpfe ohne Änderungen direkt in Pioneer-Geräten eingebaut werden oder muss man da etwas anpassen? Zum Montieren eines Teac-Köpfes in den Technics-Kopfträger wurde eine Befestigungsplatte auf der Oberseite des Kopfes angebracht (siehe Foto). Ist so etwas auch für Pioneer nötig? Ich muss Fotos von Originalköpfen von Pioneer und Technics im Netz suchen.
Der Hintergrund: Ich würde mit AMB über die Möglichkeit sprechen, den "nackten" Tonkopf ohne Platte zu produzieren und dazu die Befestigungsplatte in verschiedenen Formaten mit passenden Montageschrauben anzufertigen. So könnte man je nach Gerät, den Kopf passend fertig stellen (Kopf + passende Befestigungsplatte zusammen schrauben). Damit könnte man nicht nur die Teac-Maschinen sondern auch alle kompatiblen Geräten gleich bedienen. Je mehr Köpfe produziert werden, desto niedriger der Preis, wobei es natürlich eine untere Preisgrenze geben wird. Viele Kaufinteressenten würden auch den Erfolg eines Kickstarter-Projektes begünstigen.
o.k., jetzt habe ich Dein Anliegen richtig verstanden. Dein Bestreben, möglichst viele Gerätemarken bzw. Gerätetypen mit dem einen Kopf abzudecken ist absolut nachvollziehbar.
Das von Dir veröffentlichte ebay-Anngebot der Mitsumi-Köpfe 1242 bezieht sich ja auf Pioneer-Geräte RT 901 PB und RT 909. Da habe ich bereits bei dem Anbieter angefragt, ob diese Köpfe auch für ein UHER 4400 Report Monitor verwendbar sind. Er hat mir kurz darauf geantwortet, daß er selbst schon solch einen TK in eine UHER-RM eingebaut hat und das hat bestens funktioniert.
Daraus folgere ich, daß auch Pioneergeräte mit diesen UHER-Köpfen (inkl. dieser originalen Montageplatte) ohne Weiteres bestückt werden können.
Schönen Gruß
Chris
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Menno van der Veen