TS1000: Gleich die Optokoppler tauschen (oder vorher was messen)?
#1
Hallo Schaltungstechnik-Spezialisten und besonders TS1000-Versteher,

meine neue Herausforderung läuft nach Reparatur des üblichen Netzteilfehlers und Tausch wesentlicher Elkos in den Spannungsversorgungen der Module grundsätzlich wieder. 
Will heißen: Vor- und Rückspulen sehr schnell, wenn auch noch nicht regelbar, Wiedergabe aber nicht möglich.
Einfluss auf das Wiedergabeverhalten haben eindeutig die Position der Fühlhebel, wie ich versucht habe in diesem kleinen Video zu dokumentieren:

Die Steuergehäuse habe ich noch nicht bearbeitet. Ich habe mich durch das Forum gelesen und die Optokoppler sind ja wohl nicht immer an allem schuld. Meine Frage daher ist:
Lohnt es sich noch weitere Messungen vorzunehmen (wenn ja, wo?) oder besser gleich die Optokoppler mit neuen LED und BPW40 versehen?
Besten Dank im Voraus für Euren Input.
Viele Grüße, Bernd
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#2
Hallo Bernd,

hast Du die mechanischen Einstellungen zum Arbeitspunkt der Bandzugregelung nach SM vorgenommen (S. 6 "Arbeitspunkteinstellung: Arbeitspunkt links" bzw. "...Arbeitspunkt rechts") ?
Welchen Abstand hat die Stabfeder des Steuergehäuses von der Dämfungskappe ?
Welche Spannung ist bei der Kontrolle in Stellung "Pause" herausgekommen ?
Ändert sich das Verhalten bei der Wiedergabe, wenn die Andruckrolle in Richtung Tonwelle gedrückt wird ?

Grüße
Jürgen
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#3
Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deinen Input, ich habe an der Maschine noch keine mechanischen Einstellungen oder Messungen (abgesehen von den Versorgungsspannungen) vorgenommen, das versuche ich die kommenden Tage nachzuholen und melde mich dann retour.
Viele Grüße, Bernd
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#4
(07.11.2024, 13:05)passenger schrieb: Hallo Bernd,

1) hast Du die mechanischen Einstellungen zum Arbeitspunkt der Bandzugregelung nach SM vorgenommen (S. 6 "Arbeitspunkteinstellung: Arbeitspunkt links" bzw. "...Arbeitspunkt rechts") ?
2) Welchen Abstand hat die Stabfeder des Steuergehäuses von der Dämfungskappe ?
3) Welche Spannung ist bei der Kontrolle in Stellung "Pause" herausgekommen ?
Ändert sich das Verhalten bei der Wiedergabe, wenn die Andruckrolle in Richtung Tonwelle gedrückt wird ?

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

nun hatte ich endlich Zeit die TS1000 wieder auf den Tisch zu stellen. 
Zu 1) Ich habe bzgl. der Einstellung auf Seite 6 entweder Tomaten auf den Augen oder verstehe die Vorgaben nicht. Das rechte Steuergehäuse ist ja vergleichsweise gut erreichbar, dort habe ich die Einstellung verändert und nun leiert das Gerät nicht mehr bei Wiedergabe.

Zu 2) Da ich mir nicht sicher bin bzw. bereits auf dem Bild im Manual keine 2-2,5mm sehen kann habe ich ein Bild aufgenommen, zum Vergleich und vielleicht hilft es bei der Interpretation der korrekten Einstellung. Bilder bei Wiedergabe:
   
   
   
   
zu 3) In Stellung Pause am linken Motor 2,71V (ac) und rechts 66,5V (ac) -> das stimmt dann sicher nicht Huh
Das Verhalten ändert sich wenn ich den Hebel mit der Andruckrolle kräftig an die Tonwelle drücke, dann läuft das Band mMn auch stabiler.

Ich habe noch ein längeres Video aufgenommen (die Musik bitte ich zu entschuldigen ...) um das Verhalten zu demonstrieren. Linkes und rechtes DMM jeweils am Wickelmotor links bzw. rechts. Was auffällt ist das die Vorspulgeschwindigkeit regelbar ist, beim Rückspulen dann wieder nicht. Wenn ich den linken Fühlhebel leicht anhebe scheint es auch stabiler zu laufen (dieses Steuergehäuse habe ich noch nicht verändert).



Ich hoffe es hilft und ich messe gerne weiter, die Maschine bleibt nun b.a.w. auf dem Arbeitstisch Wink
Viele Grüße, Bernd
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#5
Hallo Bernd,

Zu 1 bzw. 2)

Nur um sicher zu gehen, im SM ist das nicht so richtig zu erkennen, hier die Bauteile Stabfeder und Dämpfungskappe:

   

Habe das mal in Dein Foto eingetragen. Man sieht, dass die Stabfeder bei Dir press an der Dämpfungskappe anliegt, das ist so nicht korrekt. Das gilt für beide Seiten. Schau mal, ob Du da nicht den korrekten Abstand hinbekommst. Falls Du den Abstand nicht schätzen kannst, machst Du Dir eine passende 2mm dicke Lehre aus einem Stückchen Holz oder Plastik, und hältst die dazwischen.


Zu 3)

Hast Du die Stellhebel jeweils bis zum Anschlag gedrückt, wie im SM beschrieben ? Wenn ja, wäre das für den Motor links ok, rechts nicht.

Das variable Umspulen ist ein anderes Thema, das schauen wir uns später an. Erstmal muss der Arbeitspunkt für beide Seiten stimmen.

Grüße
Jürgen
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#6
Noch einmal eine Ergänzung zur Messung in Stellung Pause (SM Seite 6):

Bitte mal die Spannung an den Wickelmotoren messen, wenn die Stellhebel ganz außen sind. Das müssten jeweils so 64-65 V AC sein.

Die Spannung muss also beim Bewegen der Stellhebel von 0-5V (innen) auf ca. 65V(außen) variieren. 

Tut sie das nicht, dann zunächst mal die Spannungen auf Platine R überprüfen, insbesondere die 62V über den Brückengleichrichtern.
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#7
Hallo Jürgen,
hallo Forum,

ich habe Dank Deines sehr guten Fotos bzw. der Markierung nun wohl endlich die Einstellanweisung verstanden Angel 
Anbei Situation nach Neu-Einstellung des rechten Steuergehäuses, links war es so wie es soll. Zumindest nach Augenmaß ca. 2-2,5mm, eine Lehre habe ich noch nicht zur Hand gehabt.

          
Im Ergebnis bzw. mit dieser Einstellung läuft die Maschine nur noch extrem langsam bei Wiedergabe. Huh
Vor- und Rückspulen wie gehabt, nun auch wieder in beide Richtungen mit regelbarer Geschwindigkeit.

Die Kontrolle der Spannungen hat nun ergeben in Stellung Pause:
Links am Anschlag in Richtung Spulenteller 2,73 V, ganz nach unten gedrückt 66,8V
Rechts am Anschlag in Richtung Spulenteller 2,75V, ganz nach unten gedrückt 66,5V, nach 1-2 Sekunden schaltet die Wiedergabe ab (vermutlich die Bandriss-Funktion).
Der Vollständigkeit halber in Stellung "STOP" bleiben die Spannungen links und rechts stabil bei ca. 2,75V.

Viele Grüße, Bernd
Viele Grüße, Bernd
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#8
Wenn du nicht weiterkommst empfehle ich dir den Grundig TS 1000 Guru Heinz D Schulz der auch die Grundig TS 1000 der Webseite betreibt. Ich habe ihn auf Facebook "Die Tonbandfreunde" kennengelernt. Seine Email hdschultz@ts1000.de
Lieber gebückt im Tonbandkeller, als kerzengerade in der Arbeit.
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#9
(14.11.2024, 18:51)spule schrieb: Wenn du nicht weiterkommst ...

Hallo Spule,

Danke für den Hinweis, diese Seite(n) sind mir bekannt und ich habe daraus bereits den einen oder anderen Hinweis gezogen.  thumbup
Aber da ich kein Cross-Posting betreiben möchte und hier im TBF meiner bescheidenen Meinung nach mehrere ausgewiesene TS1000 Experten und Schaltungsversteher am Werk sind bin ich zuversichtlich mit dem versammelten Schwarmwissen zu einer funktionierenden Maschine zu kommen  Wink
Viele Grüße, Bernd
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#10
Hallo Bernd,

das sieht doch schon mal sehr gut aus ! Die Optokoppler sind allem Anschein nach ok, Spannungen an dern Motoren und Arbeitspunkt stimmen. Die Abschaltung bei heruntergezogenem Hebel rechts ist korrekt, das ist der Bandrisskontakt. Der funktioniert also auch.

Schau jetzt bitte mal, ob der Lichtspalt zwischen Starthebel und Koppelstange wie auf Seite 7 beschrieben stimmt. Ebenso die Einstellung für den Pause magneten kontrollieren.

Grüße
Jürgen
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#11
(15.11.2024, 13:10)passenger schrieb: Schau jetzt bitte mal, ob der Lichtspalt zwischen Starthebel und Koppelstange wie auf Seite 7 beschrieben stimmt. Ebenso die Einstellung für den Pause magneten kontrollieren.
Hallo Jürgen,

vielen Dank das Du mich wieder auf den richtigen Weg (weg von den Steuergehäusen) geführt hast Wink 
Die Einstellung des Startmagneten wäre auch meine nächste Idee bzw. Frage gewesen, denn wenn ich die Koppelstange (oder den Andruckrollenarm) kräftig nach oben drücke (siehe Dein Beitrag #2 vom 7.11.) läuft die Wiedergabe. Die Andruckrolle selber ist nach meiner "Fingernagelprobe" auch noch nicht verhärteter als die Rolle in meiner "Standard-TS1000" welche einwandfrei läuft.

Frage (vielleicht zu früh, denn die Einstellung des Lichtspaltes kontrolliere ich noch):
Wie sieht der hier beschriebene Exzenterschlüssel aus und wo setzt man ihn an?

   
Viele Grüße, Bernd
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#12
Wenn der Capstanmotor die richtige Drehzahl und Kraft hat und die Andruckrolle das Band mit dem richtigen Druck an die Welle drückt, muss die Maschine das Band richtig abspielen. Die Wickel sollen keinen Einfluss auf den Bandtransport (Capstan) haben.
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#13
Zitat: Wie sieht der hier beschriebene Exzenterschlüssel aus und wo setzt man ihn an?


Gute Frage, das dürfte ein Spezialwerkzeug sein, möglicherweise kann da jemand anders Licht ins Dunkel bringen. Ich bin immer so vorgegangen, dass ich die Schrauben am Magneten leicht gelöst habe, den Magneten ein Stück verschoben und wieder angezogen. Dann den Lichtspalt kontrolliert und ggf. das ganze wiederholt. Denke, das dürfte der gleiche Effekt sein. Mit dem Exzenterschlüssel geht es möglicherweise erwas feinfühliger / eleganter.

Der Startmagnet ist jedenfalls mit verantwortlich für den richtigen Druck der Andruckrolle.

Noch mal eine Frage: Die Andruckrollenmechanik ist ansonsten frei von verharzten Fettresten (und neu gefettet)? Hier auch den Dämpfungszylinder mit einbeziehen.

Grüße und weiterhin viel Erfolg, das wird schon Smile 
Jürgen
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#14
Hallöchen,
ich hatte kürzlich einen netten Kontakt zum Heinz, dem Betreiber der TS1000 Website.
Er meint, daß er noch keine defekten LED/Fototransistoren in den Steuergehäusen hatte.
Eher sollte man auf der Netzteilplatine R nach Fehlern suchen. Hier sind einige Elko potentielle Kandidaten.

Vielleicht hilft das ja.

LG
Mike
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#15
ist die richtige Andruckrolle verbaut, hat die Andruckrolle noch den richtigen Durchmesser?
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#16
(15.11.2024, 19:32)dynamike schrieb: Hallöchen,
ich hatte kürzlich einen netten Kontakt zum Heinz, dem Betreiber der TS1000 Website.
Er meint, daß er noch keine defekten LED/Fototransistoren in den Steuergehäusen hatte.
Eher sollte man auf der Netzteilplatine R nach Fehlern suchen. Hier sind einige Elko potentielle Kandidaten.

Vielleicht hilft das ja.

LG
Mike

Moin Mike,

die Netzteilplatine habe ich schon überprüft und diese hatte auch den "klassischen" Defekt mit kurzgeschlossenem C18 und in Folge gestorbenem IC1. Nachdem ich diese (und alle anderen Elkos auf R) ersetzt habe liegen die Versorgungsspannungen B, C, D und A mbMn im üblichen Rahmen.

   
Die Optokoppler waren bei meiner anderen TS1000 die Ursache für den instabilen Lauf, daher mein Verdacht hier. Angel

(16.11.2024, 06:18)sensor schrieb: ist die richtige Andruckrolle verbaut, hat die Andruckrolle noch den richtigen Durchmesser?

Moin Ulf,

welchen Nenn-Durchmesser und welche Toleranzen sollte die Rolle haben?
Ich kontrolliere das gerne Smile 

Ich gehe davon aus das noch die "Werks-Rolle" verbaut ist, auch wenn sich jemand vor mir schon einmal an der darunter liegenden Schraube versucht hat:
   

(15.11.2024, 17:59)passenger schrieb: Noch mal eine Frage: Die Andruckrollenmechanik ist ansonsten frei von verharzten Fettresten (und neu gefettet)? Hier auch den Dämpfungszylinder mit einbeziehen.

Grüße und weiterhin viel Erfolg, das wird schon Smile 
Jürgen
Moin Jürgen,

ich habe konkret weder altes Fett entfernt noch neues aufgetragen, eigentlich sieht die Maschine innen aus wie frisch aus dem Werk:

   

(15.11.2024, 17:59)passenger schrieb:
Zitat: Wie sieht der hier beschriebene Exzenterschlüssel aus und wo setzt man ihn an?


Gute Frage, das dürfte ein Spezialwerkzeug sein, möglicherweise kann da jemand anders Licht ins Dunkel bringen.

Moin, diese Frage erneuere ich dann mal an die Welt bzw. die anderen Spezialisten, Ulrich vielleicht? Oder Manfred? Angel
Viele Grüße, Bernd
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#17
Hallo Bernd,

wenn die Spannungen stimmen (und die auf R sehen gut aus) dann sieht es am ehesten nach einem mechanischen Problem im Bereich der Andruckrollenmechanik aus. 

Wenigstens den Dämpfungszylinder würde ich einmal ausbauen und auf verharzte Fettreste kontrollieren. Sind nur 2 Schrauben. Ich hatte neulich wieder einmal den Fall, das der Zylinder die Mechanik behindert hat und die Andruckrolle ncht richtig an die Tonwelle kam.

Ein weiterer Kandidat ist natürlich die Bandandruckrolle selbst. Die muss einwandfrei leichtgängig sein. Ggf auch mal ausbauen und das Lager inspizieren. Ein winziges Tröpfchen PDP65 o.ä. kann da keinesfalls schaden. Und die Rolle sollte auf der Lauffläche natürlich "pikobello" sauber sein. Isoprop und Lappen sind hier Mittel der Wahl.

Hat die Kontrolle des Lichtspaltes schon etwas ergeben ?

Nächster Punkt wäre dann die korrekte Lage der Bandandruckrolle in Bezug auf die Tonwelle. Steht die Andruckrolle exakt parallel zur Tonwelle ? Die Original-Andruckrolle der TS1000 hat eine leicht tonnenförmige Lauffläche. Parallelstand ist erreicht, wenn die Mitte der Lauffläche die Tonwelle zuerst berührt. Zum Test den Anker des Startmagneten von Hand bewegen.

Läuft schließlich das Band ohne Knicke oder Blasen zu schlagen durch die Bandführungen (auch in Reverserichtung) ? Gerade, wenn an der Tonwelle schon vom Vorgänger geschraubt wurde Dodgy . Im SM ist das auf Seite 8 (im Waagerechtbetrieb) gut beschrieben.


Grüße
Jürgen
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#18
(16.11.2024, 18:43)passenger schrieb: ...
Hat die Kontrolle des Lichtspaltes schon etwas ergeben ?
...
Moin Jürgen,

anbei ein kleines Video vom Verhalten des Luftspaltes bei Stop-Start-Pause(mehrfach)-Stop.
Edit: Zerlegt/gereinigt habe ich aus Zeitgründen noch nichts.
Bei Start ist der Luftspalt "annähernd zu Null" - ich meine < 1mm. Allerdings fällt auf:
Der Magnet zieht an, gibt aber nach < 1 Sekunde wieder eine Winzigkeit (0,5 - 1mm) nach, vielleicht ist das auf dem Video zu erkennen:


Hier noch Fotos:
Stop
   
Start
   
Pause
   
Viele Grüße, Bernd
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#19
einfach mal die Andruckrolle unterstützend mit dem Finger andrücken und schauen ob das Band dann richtig transportiert wird  

wie ist der Zustand des Antriebsriemen für den Capstan? nicht das der schlapp ist

mit dem Isopropanol an der Andruckrolle sollte man nicht so großzügig sein, denn Isopropanol/Alkohol greift den Weichmacher im Gummi an 

 an der Andruckrolle sollte man vorsichtshalber erst mal nichts verstellen, ein Tropfen Feinmechanik Öl kann nicht schaden
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#20
(16.11.2024, 18:43)passenger schrieb: Nächster Punkt wäre dann die korrekte Lage der Bandandruckrolle in Bezug auf die Tonwelle. Steht die Andruckrolle exakt parallel zur Tonwelle ? Die Original-Andruckrolle der TS1000 hat eine leicht tonnenförmige Lauffläche. Parallelstand ist erreicht, wenn die Mitte der Lauffläche die Tonwelle zuerst berührt. Zum Test den Anker des Startmagneten von Hand bewegen.

Und hier noch ein Blick auf die Andruckrolle, meiner bescheidenen Meinung nach hat sie nach wie vor ihre "Tonnenform".
   
   

Und noch bewegte Bilder dazu:
Viele Grüße, Bernd
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#21
(17.11.2024, 09:39)sensor schrieb: einfach mal die Andruckrolle unterstützend mit dem Finger andrücken und schauen ob das Band dann richtig transportiert wird 

Moin Ulf,
vielen Dank für die ergänzenden Hinweise. Wenn ich manuell "mithelfe" wird das Band so wie es soll transportiert. Das Problem dürfte also an den Magneten bzw. deren Einstellung liegen.

@ alle Mitlesenden und Mithelfenden: ich tauche jetzt mal für 3 Tage ab, danach kann es weitergehen Smile
PS-Edit: Zerlegt/gereinigt habe ich aus Zeitgründen noch nichts.
Viele Grüße, Bernd
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#22
zwischen Zugmagnet und und Andruckrollen-Arm ist noch eine Feder die für gleichbleibenden Andruck sorgen soll
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#23
Hallo Bernd,

bin gerade unterwegs und ohne Gerät. Ich habe aufgrund Deines Videos schon eine Idee, würde das aber gern vorher zuhause überprüfen um sicher zu gehen. Mehr dann in 3 Tagen.

Grüße
Jürgen
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#24
vielleicht gibt die Cueing-Pause Taste den Andruckrollenarm nicht richtig frei


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#25
So, bin wieder dahoam.

Deine Bilder und Videos sind bei der Fehlersuche recht hilfreich. Mir ist folgendes aufgefallen:

1. Tonandruckrolle

Insgesamt sieht die Oberfläche nicht mehr gut aus (rissig, blank). Das kann natürlich auch am Licht bei der Aufnahme liegen (Blitz ?).  Ggf. nochmals gründlich reinigen. Ich verwende wie gesagt Isopropanol. Natürlich immer in Maßen, da hat Ulf recht. Immer nur auf den Lappen auftragen, nie direkt auf die Andruckrolle und behutsam abreiben. Solange noch brauner Dreck im Lappen zu sehen ist, ist die Rolle nicht sauber. Die Oberfläche sollte hinterher wieder griffig und gleichmäßig schwarz sein.

Die Einlaufmuster auf der Oberfläche sehen asymmetrisch aus, als ob die Rolle leicht schräg steht. Bitte nochmals prüfen. Ohne Kopfträger und Band und bei ausgeschaltetem Gerät den Anker des Startmagneten (nicht die Andruckmechanik sellbst) soweit andrücken, bis die Andruckrolle die Tonwelle gerade berührt. Mit einer dahinter angeordneten Lampe kann man dann ganz gut den Lichtspalt beurteilen. Meine Kamera gibt das nicht ganz her, da ist immer etwas im Weg, sollte aber ungefähr so aussehen:


   


Läuft das Band mittig zur Andruckrolle (in beiden Betriebslagen) ?


   



2. Startverhalten

In #18 schreibst Du:

Zitat:Der Magnet zieht an, gibt aber nach < 1 Sekunde wieder eine Winzigkeit (0,5 - 1mm) nach, vielleicht ist das auf dem Video zu erkennen:
Im ersten Video sieht man das, im zweiten in #20 dagegen nicht. Ist das Zufall oder kann es daran liegen, dass das erste Video im Senkrechtbetrieb und das zweite im Waagerechtbetrieb aufgenommen wurde ? Wenn ja wäre meine Vermutung, dass die Mechanik nicht ganz freigängig ist.

Zum Nachgeben des Startmagneten: Die Magnete werden, nachdem sie angezogen haben, von der Anzugspannung auf die Haltespannung umgeschaltet. Dies darf aber nicht zum Nachlassen des Andrucks führen, wie im ersten Video sichtbar. Bitte prüfe die Spannung an Pin 22 auf Platine K im Zustand START (Soll=12V).


   


Der Lichtspalt am Starthebel bei Start und Pause sieht für mich vor dem Umschalten auf Haltespannung ok aus.

Jetzt bitte mal den Abstand zwischen Andruckrolle und Tonwelle im Zustand "Pause" messen. Das sollten nach SM ca. 0,1-0,5 mm sein. GGf. wieder mit geeigneter Lehre überprüfen. Der Abstand im folgenden Bild sind ca. 0,15mm:


   


Solange dieser Abstand noch größer ist als 0,1mm kann der Andruck der Tonandruckrolle durch Verdrehen der Justierscheibe erhöht werden. (Nach dem Verdrehen jeweils in Pause kontrollieren).

   



So, mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein. Cool 

Grüße und viel Erfolg
Jürgen
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#26
Moin Allerseits,
ich bin aus dem Kurzurlaub zurück und habe mich gleich ans Gerät gemacht um der Reihe nach Eure Anmerkungen durchzuarbeiten. Vielen herzlichen Dank für die Mühe die Ihr Euch macht, ich bin sicher wir kriegen das gemeinsam auf die Reihe.

(17.11.2024, 10:12)sensor schrieb: zwischen Zugmagnet und und Andruckrollen-Arm ist noch eine Feder die für gleichbleibenden Andruck sorgen soll

Hallo Ulf, welche Feder ist das genau laut Explosionszeichnung oder Bild?

(17.11.2024, 16:14)sensor schrieb: vielleicht gibt die Cueing-Pause Taste den Andruckrollenarm nicht richtig frei

Das habe ich überprüft und erkenne keinen Einfluss des Cuing-Hebels, welche an sich auch meiner Ansicht nach leichtgängig läuft. Siehe Video.




Fortsetzung folgt.
Viele Grüße, Bernd
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#27
Hallo Jürgen,

vielen Dank auch nochmals für Deine ausführlichen Anleitungen.

(20.11.2024, 12:09)passenger schrieb: Mir ist folgendes aufgefallen:

1. Tonandruckrolle
Insgesamt sieht die Oberfläche nicht mehr gut aus (rissig, blank). Das kann natürlich auch am Licht bei der Aufnahme liegen (Blitz ?).  Ggf. nochmals gründlich reinigen. [...]

Die Einlaufmuster auf der Oberfläche sehen asymmetrisch aus, als ob die Rolle leicht schräg steht. Bitte nochmals prüfen. Ohne Kopfträger und Band und bei ausgeschaltetem Gerät den Anker des Startmagneten (nicht die Andruckmechanik sellbst) soweit andrücken, bis die Andruckrolle die Tonwelle gerade berührt. Mit einer dahinter angeordneten Lampe kann man dann ganz gut den Lichtspalt beurteilen. Meine Kamera gibt das nicht ganz her, da ist immer etwas im Weg, sollte aber ungefähr so aussehen:

Läuft das Band mittig zur Andruckrolle (in beiden Betriebslagen) ?

Ich habe die Rolle ausgiebig mit Isoprop. geputzt bis der Lappen sauber blieb, versuche dazu noch aussagefähige Bilder bzw. Videos beizusteuern.

(20.11.2024, 12:09)passenger schrieb: 2. Startverhalten

In #18 schreibst Du:

Zitat:Der Magnet zieht an, gibt aber nach < 1 Sekunde wieder eine Winzigkeit (0,5 - 1mm) nach, vielleicht ist das auf dem Video zu erkennen:
Im ersten Video sieht man das, im zweiten in #20 dagegen nicht. Ist das Zufall oder kann es daran liegen, dass das erste Video im Senkrechtbetrieb und das zweite im Waagerechtbetrieb aufgenommen wurde ? Wenn ja wäre meine Vermutung, dass die Mechanik nicht ganz freigängig ist.
Das waren tatsächlich zwei Betriebszustände, in #18 senkrecht/stehend und #20 waagerecht/liegend. Das Leiern ist aber in beiden Lagen gleichbleibend.

(20.11.2024, 12:09)passenger schrieb: Zum Nachgeben des Startmagneten: Die Magnete werden, nachdem sie angezogen haben, von der Anzugspannung auf die Haltespannung umgeschaltet. Dies darf aber nicht zum Nachlassen des Andrucks führen, wie im ersten Video sichtbar. Bitte prüfe die Spannung an Pin 22 auf Platine K im Zustand START (Soll=12V).

Ich habe hierzu mal versucht die Spannung zu oszillografieren. Leider komme ich mit der Triggerei nicht zurecht, aber im „eingeschwungenen“ Zustand liegt die Spannung mit reichlicher Welligkeit bei ca. 12V


   

(20.11.2024, 12:09)passenger schrieb: Jetzt bitte mal den Abstand zwischen Andruckrolle und Tonwelle im Zustand "Pause" messen. Das sollten nach SM ca. 0,1-0,5 mm sein. GGf. wieder mit geeigneter Lehre überprüfen. Der Abstand im folgenden Bild sind ca. 0,15mm:

Ich habe im Außenlager eine Lehre zum Einstellen der Ventile bei meiner Africa Twin, die hole ich und messe nach. Hier zum Versuch ein Blatt Papier von einem Abreißblock, das Blatt Papier läuft auch bei Pause durch. Generell scheinen die Abstände nicht so zu sein wie bei Deinen Bildern. Ich versuche das Ganze noch einmal in den kommenden Stunden/Tagen mit einer besseren Kamera einzufangen.


Viele Grüße, Bernd
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#28
Eine Zusatzfrage:
Gerade ist mir aufgefallen dass die Bolzen am Ein- und Auslauf (?) desKopfträgers bei der TS1000 mit Dolby und Auto-Reverse unterschiedlich zu meinen anderen (Standard) TS1000 sind.
ich habe gerade drei (3) andere TS1000 rumstehen, einen Teileträger, einen Spontankauf letzten Monat (war günstig) und die Maschine welche gerade bei mir im Büro läuft. Diese 3 haben "blanke" Stifte am Ein- und Auslauf des Kopfträgers:

   
Die Dolby-Maschine hat hier den Bolzen am Ein- und Auslauf mit Kupferdraht umwickelt Huh , kann mir das jemand erklären?

   
Viele Grüße, Bernd
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#29
(17.11.2024, 10:12)sensor schrieb: zwischen Zugmagnet und und Andruckrollen-Arm ist noch eine Feder die für gleichbleibenden Andruck sorgen soll

Hallo Jürgen,

hier ein Versuch mit der besagten (?) Feder, es hat hör- und sehbar einen Einfluss, vielleicht ist diese erlahmt? 
Ich könnte mal in die Federkiste gucken was ich an Alternativen habe.

Viele Grüße, Bernd
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#30
Den Kupferwickel am rechten Bolzen habe ich bei den gut einem Dutzend Maschinen (darunter auch 2 Autoreverse), die ich in der Wekstatt hatte, noch nie gesehen. Die Reverseversion ist lediglich eine Erweiterung / Umbau der Standardmaschine, bestehend aus Kopfträger und Zusatzplatine. Der Bolzen wurde dabei nicht geändert.

Off-Topic: Die Africa Twin habe ich auch Smile
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#31
Zur Feder: Wenn Du eine Vergleichsmachine hast, versuch doch mal die Feder aus der Maschine dort einzubauen.

Nach wie vor glaube ich hier eher an eine verharzte Mechanik. Wenn Du langsam und systematisch vorgehst, ist das eigentlich kein Hexenwerk. Schon gar nicht für einen Moppedschrauber ;-)

Grüße
Jürgen
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#32
wie es aussieht lässt der hintere Zugmagnet (roter Pfeil) nach ca 1sec wieder etwas nach. Denn die erste Sekunde läuft das Band ja.



     
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#33
so siehts bei meiner aus 

meine Andruckrolle hat einen Durchmesser von 20mm

Gruß Ulf

TF-Berlin
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#34
(20.11.2024, 18:48)sensor schrieb: wie es aussieht lässt der hintere Zugmagnet (roter Pfeil) nach ca 1sec wieder etwas nach. Denn die erste Sekunde läuft das Band ja.

Hi Ulf,

ja den Effekt hatte ich bereits bemerkt. siehe Beitrag # 18 und das darin verlinkt Video.
Der Magnet zieht an, gibt aber nach < 1 Sekunde wieder eine Winzigkeit (0,5 - 1mm) nach, vielleicht ist das auf dem Video zu erkennen

Aber was könnte die Ursache sein?
Ich habe mal versuchsweise die Platine K mit der aus einer anderen Maschine getauscht, keine Veränderung des Verhaltens Huh
Viele Grüße, Bernd
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#35
(20.11.2024, 18:04)passenger schrieb: Zur Feder: Wenn Du eine Vergleichsmachine hast, versuch doch mal die Feder aus der Maschine dort einzubauen.

Nach wie vor glaube ich hier eher an eine verharzte Mechanik. Wenn Du langsam und systematisch vorgehst, ist das eigentlich kein Hexenwerk. Schon gar nicht für einen Moppedschrauber ;-)

Hi Jürgen,
 auf den Federtausch mit der anderen Maschine hätte ich auch selber kommen können Angel  besten Dank, probiere ich morgen mal aus Smile 

Mopedschrauber ist relativ, ich habe die Africa Twin RD07 nicht zuletzt deshalb noch, weil man daran sooooo selten etwas reparieren muss, trotz ihrer mittlerweile 245 Mm auf dem Tacho Big Grin
Viele Grüße, Bernd
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#36
Vielleicht sollte man prüfen ob an dem Magnet die Spannung abfällt.
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#37
(20.11.2024, 22:34)sensor schrieb: Vielleicht sollte man prüfen ob an dem Magnet die Spannung abfällt.

Die Überprüfung hat doch schon stattgefunden, siehe Oszilloskop-Foto in #27. Die Spannung von 12V (ungeregelt) ist korrekt. Oder meinst Du etwas anderes ?
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#38
Wenn die Spannung am Zugmagneten geprüft wurde und die stimmt, warum lässt der Magnet los?
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#39
Zitat:Wenn die Spannung am Zugmagneten geprüft wurde und die stimmt, warum lässt der Magnet los?

Das ist die Frage aller Fragen Wink 

Folgende Erklärung wäre mbMn denkbar:

Ggf. ist der Anker bei Anlegen der Anzugspannung nicht komplett am Kern anliegend. Dann würde er bei der geringeren Haltespannung leicht nachgeben. Lässt sich per Sichtkontrolle am Magneten überprüfen.  In der Konsequenz müsste der Magnet nachjustiert werden. Ich konnte dieses Verhalten an meiner Maschine nachstellen, indem ich ein Kunststoffplättchen zwischen Anker und Kern geschoben habe.
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#40
(20.11.2024, 18:04)passenger schrieb: Zur Feder: Wenn Du eine Vergleichsmachine hast, versuch doch mal die Feder aus der Maschine dort einzubauen.
Hallo Jürgen,
ich habe in der Mittagspause versuchsweise die "Start-Feder" aus meiner Schlachtmaschine in die Dolby-TS eingebaut, das Verhalten ändert sich nicht.

(20.11.2024, 19:04)sensor schrieb: so siehts bei meiner aus 
Hallo Ulf,
ich habe dann auch bei meiner guten "Büro-TS" die Frontabdeckung entfernt und nachgesehen, sie zeigt das gleiche Verhalten wie Deine TS, d.h. der Magnet zieht an und bleibt in Position, während er ja bei der Dolby-TS nach ca. 1s leicht nachlässt.

(21.11.2024, 09:35)passenger schrieb:
Zitat:Wenn die Spannung am Zugmagneten geprüft wurde und die stimmt, warum lässt der Magnet los?
Das ist die Frage aller Fragen Wink 

Folgende Erklärung wäre mbMn denkbar:

Ggf. ist der Anker bei Anlegen der Anzugspannung nicht komplett am Kern anliegend. Dann würde er bei der geringeren Haltespannung leicht nachgeben. Lässt sich per Sichtkontrolle am Magneten überprüfen.  In der Konsequenz müsste der Magnet nachjustiert werden. Ich konnte dieses Verhalten an meiner Maschine nachstellen, indem ich ein Kunststoffplättchen zwischen Anker und Kern geschoben habe.

Wenn die Spannung aus "K" kommend zum Magneten OK ist bleibt wohl nur noch der Magnet selber. Huh

@Jürgen, wo hast Du dieses Plättchen eingelegt? Vorne oder hinten?

   

und mit welchen Schrauben justiere ich den Magnet, die beiden hier gelb markierten?

   
Viele Grüße, Bernd
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#41
edit:
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#42
[quote pid="384094" dateline="1732197518"]

@Jürgen, wo hast Du dieses Plättchen eingelegt? Vorne oder hinten?



und mit welchen Schrauben justiere ich den Magnet, die beiden hier gelb markierten?


[/quote]

Wie gesagt: Das Einlegen des Plättchens war nur ein Test, um rauszufinden, ob das Verhalten Deines Gerätes provoziert werden kann. Ich habe es von vorne zwischen Anker und Kern geschoben. Oberhalb der bei Dir gelb markierten linken Schraube kann man in den relevanten Bereich des Magneten hineinsehen. Das wäre auch die Stelle, um eine Kontrolle durchzuführen.

Die gelb markierten Schrauben sind korrekt, sie gelten für den Startmagneten. Beim Verschieben des Magneten diese nur leicht lösen und vorher unbedingt die Ur-Position der Schrauben mit einem Stift markieren, damit bei Bedarf wieder zurückgeschoben werden kann. Den Magneten immer nur minimal verschieben, die Schrauben wieder anziehen und testen. Wie schon oben gesagt: Das Zucken des Magneten ist nicht normal.

Anmerkung: Wenn Du die beiden Schrauben gedanklich mit einer Linie verbindest stößt du mittig auf eine Bohrung. Die ist bei allen 3 Magneten (Start, Pause und Bremslüft) vorhanden. Ich vermute, hier wird der ominöse Exzenterschlüssel angesetzt.

Bin jetzt bis Montag unterwegs und ohne Gerät, lese aber mit und gebe bei Bedarf meinen Senf dazu Wink .
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#43
(21.11.2024, 17:09)passenger schrieb: ...
Die gelb markierten Schrauben sind korrekt, sie gelten für den Startmagneten. Beim Verschieben des Magneten diese nur leicht lösen und vorher unbedingt die Ur-Position der Schrauben mit einem Stift markieren, damit bei Bedarf wieder zurückgeschoben werden kann. Den Magneten immer nur minimal verschieben, die Schrauben wieder anziehen und testen. Wie schon oben gesagt: Das Zucken des Magneten ist nicht normal.
...
Hallo Jürgen,
hallo Ulf,
manche Dinge sind so offensichtlich dass sie einem einfach nicht auffallen wollen  Angel , da hatte wohl jemand (ich schwöre ich war es nicht) vor mir herumgedreht, warum auch immer:

   

Wenn eine Spule drauf liegt sieht man das auch nicht. Ich habe die Schrauben gelöst und den Magneten wieder an seine - laut Farbmarkierung - ursprüngliche Position geschoben und siehe da, die Kiste läuft wieder normal (zumindest jetzt beim ersten Test Smile Smile Smile Smile )

(21.11.2024, 17:09)passenger schrieb: Bin jetzt bis Montag unterwegs und ohne Gerät, lese aber mit und gebe bei Bedarf meinen Senf dazu Wink .
Sehr gerne. Ich bedanke mich für Eure Ausdauer und wünsche ein schönes Wochenende Wink
Viele Grüße, Bernd
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#44
perfekt!

da ich die Maschine nu gerade auseinander habe, habe ich mich mit der dunklen Beleuchtung der VUs beschäftigt 

so gefällt es mir und es ist besser ablesbar, die Helligkeit kann man einstellen 


   
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#45
(22.11.2024, 06:41)sensor schrieb: perfekt!

da ich die Maschine nu gerade auseinander habe, habe ich mich mit der dunklen Beleuchtung der VUs beschäftigt 

so gefällt es mir und es ist besser ablesbar, die Helligkeit kann man einstellen 

Moin Ulf,

das sieht auch chic aus  Smile
Ich vermute warmweiße LED? So habe ich mein N4450 umgebaut.
Frage: hast Du ein Poti zur Änderung der Helligkeit vorgesehen oder nur (wie ich) mit Festwiderständen herumprobiert?
Viele Grüße, Bernd
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#46
Gute Arbeit bei der Philips, sieht gut aus!! 

Was ich da bastle soll leicht rückbaubar sein. Ich benutze einfach LED Streifen und bis jetzt Steckernetzteil edit: 12v und ein Trimm-Poti dazwischen.  

Bei der Grundig habe ich ein Schnipsel COB LED Streifen benutzt der passt genau unter den Mittelsteg zwischen die VUs.
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#47
(21.11.2024, 18:48)berndw schrieb: Sehr gerne. Ich bedanke mich für Eure Ausdauer und wünsche ein schönes Wochenende Wink

Wow, freut mich sehr, dass wir das offenbar gefunden haben! Die Unterstützung der Fehlerbeschreibung mit Deinen Videos hat da sehr gut geholfen.

Schönes WE allerseits!

Jürgen
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