Hallo in die Runde
#1
Hallo,

ich bin zwar schon etwas länger hier aktiv, aber eine kurze Vorstellung meinerseits ist noch nicht erfolgt. Wird jetzt nachgeholt.

Mein Name ist Christian, Jahrgang 1960 und Rentner. Wohnhaft in einem kleinem Dorf ziemlich genau mittig zwischen Hannover und Bremen. Beruflich war ich im Bereich EDV tätig ( DV-Organisitation, Administration Server/Client, Netzwerk, Programmierung ), also nie den Bezug zu Technik und Co verloren.

Die ersten Kontakte mit Elektronik fanden bereits in der Jugend statt und wurden dann durch die Schule vertieft. Bandgeräte gehören seit meiner Jugend zur notwendigen "Grundausstattung". Das erste Bandgerät war ein Grundig Röhrenkoffer, danach ein SABA TG 674. Mit Beginn des Berufslebens und durch die hinzugekommene Familie waren dann "bandlose" Zeiten angesagt.

Mit Eintritt in das Rentner-Zeitalter musste dann wieder eine Bandmaschine her. Es wurde dann eine Tandberg TD20A in Viertelspur 9,5 und 19 cm/s. Tandberg deshalb, weil diese "Schlichtheit" mich einfach angesprochen hat. Dazu kam dann noch ein Receiver Tandberg TR2025 und eigentlich sollte der Rentner jetzt glücklich sein .....

Geräte, von denen man in der Jugend nur träumte .... bzw. die sich auf dem Olymp befanden ....

Es überkam einen dann der "Virus" - ruckzuck standen mehrere Tandberg Receiver da, teils defekt, teils funktionierend - und eh man sich versah, war eine kleine Elektro-Werkstatt nebst gebrauchten Messgeräten in der Wohnung ..... Der Rentner muss ja beschäftigt werden, vornehmlich wenn an Haus und Hof Betriebspause ist .....

Ist ja alles nur Hobby ......

Ganz schnell wurde aus dem Virus ein Tandberg-Virus. Nicht nur bei Bandmaschinen, sondern auch bei den Receivern.

Mittlerweile stehen hier an Receivern 1 x TR2025, 1 x TR2055, 1 x TR2075 MK I, 1 x TR1040P, an Bandmaschinen 1 x TD20A Viertelspur 9,5 / 19, 1 x TD20A Halbspur 19 / 38, 1 x TD20A SE Halbspur 19 / 38, 1 x Series 9000 Viertelspur, 1 x 10X Viertelspur, 1 x 10 XD Viertelspur. Alle Geräte durchgesehen und revisioniert.

Derzeit in Arbeit eine Tandberg 9100 ....

Aktuelle Anlage ist eine 1970er Jahre Kenwood Anlage bestehend aus KA7002, KT7000, KW5066 - ebenfalls alle revisioniert. Besonderes Highlight ist hier die KW5066. Viertelspur 4,75 / 9,5 / 19, Ein-Motorer mit 4 Köpfen, regelbarem BIAS. Der 4te Kopf ist ein Vollspurlöschkopf, der bei Rewind optional das komplette Band löscht ! Echt schickes Feature ....

An Plattenspielern sind in Betrieb CEC BD7000, Thorens TD165 Spezial sowie Kenwood KP2022. Genutze Systeme sind ADC QLM32.

Also im Prinzip so alles 1970er / 1980er Jahre. Das passt. Lediglich der CD-Player Marantz CD 67SE ist jünger ....

Aktuelles Projekt ist die Tandberg 9100 und danach dann der "Röhro-Mat". Röhrenendstufe 2 x EL84 PP pro Kanal mit zugehöriger stilechter Röhrenvorstufe (ECC83, ECC81) selbstredend Phono dann auch in Röhre und Bandmaschine in Voll-Röhre. Das ist dann ein Grundig TM320, Stereo Halbspur 4,75 / 9,5 / 19 max. 18er Spule. Das TM320 hat keine NF-Endstufen wie das TS320. Das Gerät befindet sich fast im Werkszustand, da musste nur das Netzkabel neu. Der Rest, selbst die Riemen, noch alles Original.

Damit vertreibe ich mir so die Freizeit und freu mich über jedes Gerät, was dann wieder tut. Mitunter gehen da doch - sehr zum Leidwesen der Regierung - ein paar mehr Stunden drauf.

Ich sehe das alles als Hobby an, wenn es auch zeitintensiv ist, aber wie heißt es so schön: Man lernt nie aus ! Und Spaß macht es auch, sich mit den Geräten zu beschäftigen. Besonders wenn sie dann wieder tun ...

In dem Sinne

beste Grüße

Christian

PS.: Und ich kann keine Tandberg leiden sehen ! Die Maschinen müssen einfach laufen !
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#2
Gute Wahl Christian  Cool

Tandberg fand ich irgendwie immer schräg, weil eigenartiges Design wenn man in die Ära der 9100 zurück geht.

Seitdem ich mich damit näher beschäftigt habe, mag ich die Marke zusammen mit Akai am liebsten. 
Hier stehen eine 9141, TD20A und ein 3014.
Ein 2075 hätte ich mir gerne mal noch dazu gestellt, aber ergab sich nicht und an Receivern bin ich versorgt, hätte keinen Platz mehr, will auch keinen davon hergeben, weil ich da tlw auch lange nach gesucht habe.
Gruß, Kuni
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http://kuni.bplaced.net/
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#3
Hallo Christian,

na dann mal verspätet willkommen im Forum. 

Im Lebenslauf haben wir einige Parallelen, inkl. Deines zweiten Tonbandgerätes (SABA TG 675 war mein Einstieg 1977).

Bei mir haben sich mittlerweile auch alle damals unerreichbaren Geräte unterschiedlicher Hersteller angesammelt, davon derzeit so ca. 24 davon spielbereit revidiert und eine nicht näher genannte Zahl (hüstel) in Reserve. Für Beschäftigung ist also gesorgt Rolleyes .

Deinen Rettungsbericht zur Tandberg 9100 lese ich mich Interesse. Da hast Du Dir ja was vorgenommen. Hoffe, es klappt.

Ansonsten eine gute Zeit hier im Forum und immer eine Handbreit Band auf der Spule Big Grin .

Jürgen
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#4
Willkommen im Forum, Christian!

Mit Tandberg hast du dir eine besondere Marke herausgesucht. Schön, dass du zu den Leuten gehörst, die den alten Geräten eine zweite Chance geben!

p.s. die von dir gezeigte 9100 würde mich zur Verzweiflung treiben. Respekt!
Liebe Grüße
Thomas
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#5
Bei so viel Thema Tandberg auch mal ein Foto, 10X läuft gerade an 2075 MKII, freue mich immer wieder über den Receiver, da haben die damals ein tolles Teil gebaut, auch die Phono Eingänge klingen wirklich gut, ich mag Tandberg

Lars


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Revox B77 MKII 2 Spur / A77 MK III (2&4 Spur) / A77 MK IV 2 Spur, Tandberg 10X / TD20 / TCD 340, Akai GX215, Philips 4419/4515, Uher Report 4000 IC & Monitor, Uher CR 240, Grundig TK 147
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#6
Hallo,

ich danke sehr herzlich für die freundliche "Aufnahme" und freue mich riesig über "Gleichgesinnte ".

Ist man mit seinem Hobby nicht ganz so alleine !

Nochmal kurz zu den Tandbergs:

Sollten da irgendwann mal Fragen zur Revision eines Gerätes etc. auftauchen, bitte fragen. In die Tandbergs habe ich mich mehr oder minder eingearbeitet ... Die Receiver sind fast vergleichbar mit "Metall-Baukästen" und die Bandgeräte sind überschaubar, sonst hätte ich mich nicht an 9100 gewagt. Wobei die wird ....

Anbei mal ein kleines Bildchen, wie das hier so aussieht. Ein Großteil der Geräte ist momentan ausgelagert weil hier passt nur eine Anlage rein. Insofern ist so alle halbe Jahre mal "Austausch" angesagt.

Der Raum ist zugleich die "Elektro-Werkstatt", insofern ist ab und zu mal Platz ein kleines Problem ...

beste Grüße

Christian

   
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#7
Sieht gut aus !!! Das Kenwood Maschinchen nenne ich übrigens auch mein eigen .......


Manni
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............  Rolleyes
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#8
(07.11.2024, 19:05)LaBor schrieb: freue mich immer wieder über den Receiver, da haben die damals ein tolles Teil gebaut, auch die Phono Eingänge klingen wirklich gut, ich mag Tandberg

Ich find' auch die Optik sehr ansprechend. Die Gebrauchtpreise sind aber wahrscheinlich nicht ganz ohne, oder? Sad
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#9
Der Tandberg TR2075 ist nicht umsonst das "Flagschiff". Zwei regelbare Tape-Eingänge, zwei Phono-Eingänge, davon einer regelbar, 3 Lautsprecherpaare anschließbar ....  Tape 3 zuschaltbar, der FM-Tuner: DUAL-Gate MosFet in den HF-Stufen, Kapazitätsdioden-Abstimmung. ZF mit jede Menge keramische Filter.

Das war schon was, was die Norweger da gebaut haben. Und das mit fast handelsüblichen Bauteilen, die es auch heute noch gibt ( von ein paar Ausnahmen mal abgesehen).

Der TR2075 hat noch eine zweite Version erhalten. Erkenntlich am MK II. Diese hat dann 5 Watt mehr Ausgangsleistung pro Kanal und ein paar kleine technische Änderungen.

Interessanter Weise ist der TR2055 als reiner FM-Receiver (TR2075 AM/FM) fast baugleich zum TR2075. Unterschiede sind Klangregelung (TR2075 mit Mittenregelung), Endstufe. Aber der Vorstufenteil ist identisch zum TR2075 (ist die identische Platine). Ebenso Spannungsversorgung Vorstufen/Tuner.

Es sind fast Metallbaukästen !

Sehr deutlich zu sehen an den Modellen TR2025, 2030, 2040, 2045, 2060. Einzige Unterschiede sind die NF-Endstufen und Skalenbeleuchtung (mal gelb, mal Blau). Selbst die Flagschiffe TR2080, TR2075 fügen sich in dieses Konzept ein.

Grobe Regel:

TR xxx0  ==> gelbe Skala
TR xxx5  ==> blaue Skala

ansonsten fast identisch !

Zu den Gebrauchtpreisen sage ich nichts. Nur soviel: Es muss immer berücksichtigt werden, dass die Geräte 40 Jahre und älter sind. Und damals (in den 70ern auch nicht preiswert waren). Nur es macht aus meiner Sicht keinen Sinn heute dafür den Neupreis in Euro zu bezahlen. Zumal vmtl. immer eine Revision dazugerechnet werden muss ...

Beispiel meine TD20 Sammlung:

Die Geräte wurden alle unter einem festgelegten Limit-Preis gekauft und es war klar, das eine Revision erfolgen muss. Diese Kosten noch dabei gerechnet, liege ich momentan noch unter dem, was Einige dafür heute aufrufen.

Ausnahme:

Die TD20A SE stammt aus Erstbesitz, Erstbesitzer hatte sie zu Revision bei Jochen Schmidt. Insofern war die a bisserl teurer, aber immer noch unter den momentanen aufgerufenen Preisen.

Persönlich würde ich mir heute für einen TR2075 ein Limit setzen und dann schauen .... Auch wenn es dann länger dauert ...

beste Grüße

Christian
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