Grundig TS 1000 - Abspielgeschwindigkeit erhöhen
#1
Wink 
Hallo zusammen. Wink
Ich bin neu hier und möchte mich deshalb kurz vorstellen und hoffe auch auf eure Hilfe. Idea

Ich bin 80 Jahre alt, wohne in Nürnberg und bin stolzer Besitzer eines Grundig TS 1000.
Habe das Gerät im Juli 1977 für damals 2101,-- DM gekauft.
Das Gerät läuft seit dieser Zeit eigentlich einwandfrei nachdem einige Teile erfolgreich von mir ausgetauscht wurden (div. Riemen, Andruckrolle, Motorbaustein, Füße usw.)

Aber ...
ich habe das Gefühl, dass beim Abspielen die Maschine (Speed bei 4,75 und Stereo) das Band ein ganz klein wenig zu langsam abspielt.
Besteht die Möglichkeit, dies evtl. manuell zu korrigieren?
Im Internet auf der Seite "Christian stellt seine TS 1000 vor" Bild 7 Motorbaustein ist oben rechts ein Drehpoti zu sehen.
Kann man hier evtl. die Geschwindigkeit der "Tonwelle" einstellen?
Ich hoffe auf euch Spezialisten und vielleicht könnt ihr mir einen guten Tipp dazu geben.
Vielen lieben Dank und Grüße aus Nürnberg
Uto
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#2
Servus Uto,

du brauchst ein Geschwindigkeitsmessband und einen Frequenzmesser. Damit kann an genannten Poti die Geschwindigkeit eingestellt werden.
Auf dem Band ist ein Ton mit z. B. 3.000 Hz aufgezeichnet, der Frequenzmesser wird am Ausgang angeschlossen und so eingestellt, dass die 3.000 Hz angezeigt werden.

Gruß Micha
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#3
Hallo Uto,

toll, mal etwas von einem Originalbesitzer der TS1000 zu hören Smile .

Mit gefällt die Maschine auch, und wie es der Zufall will, habe ich gerade eine davon offen. Ergänzend zu dem Beitrag von Micha möchte ich noch hinzufügen, das bei der TS 1000 die drei Geschwindigkeiten 4,75 9,5 und 19cm/s jeweils durch ein eigenes Trimmpoti justiert werden.

Die relevante Platine nennt sich "Tonwellenmotor-Baustein" und ist von der Rückseite des Gerätes aus zugänglich.

So etwa müsste das aussehen (Anmerkung: die kleine Aufsteckplatine links ist nur für die Autoreverse Funktion, könnte bei Dir also fehlen):

   

Ich habe die Trimmpotis für die Geschwindigkeiten markiert.

Grüße und viel Erfolg
Jürgen
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#4
Dumme Frage : könnte man dann nicht bei laufender Maschine ( wenn es denn so einfach zugänglich ist) nach Gehör einstellen ???
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............  Rolleyes
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#5
Klar, für eine grobe Justage wäre das natürlich machbar. Hängt natürlich von der Aufnahme ab und vom eigenen Gehör Cool .
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#6
Ja gut .... war so als Hilfestellung für den TE gedacht.
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............  Rolleyes
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#7
Jepp, schon verstanden Wink
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#8
Mit Zollstock und Stoppuhr ginge es auch...
VG Jürgen
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#9
Band aus dem Tonkopfschlitz herausheben.
Mit Hilfe des Zollstock auf der Bandrückseite - möglichst genau - im Abstand 47,5 cm zwei Striche mit Filzstift anbringen.
Band wieder einlegen, ca. 2 m zurück spulen und die Stoppuhr (Handy) 'scharf stellen'.
Band abspielen und wenn der erste Strich aus dem Tonkopfträger/Umlenkstift/o.ä. sichtbar wird, die Stoppuhr starten.
Beim zweiten Strich Zeit stoppen.
Sollten genau 10 Sekunden sein - bei 4.75 cm/s.
Messung mehrfach wiederholen und Mittelwert bilden.
VG Jürgen
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#10
Vielleicht noch einen Signalton aufnehmen, wenn der zu Ende ist, den ersten Strich machen, dann messen und ab dieser Stelle den nächsten Signalton aufnehmen.

Die Ohren sind schneller als die Augen... (bei mir jedenfalls)
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#11
So ähnlich habe früher bei Cassettendecks auch gemessen (mit Signalton),
allerdings habe ich von der Cassette eine Bandlänge von 180 Sekunden (3 min) gewählt.
180 x 4,7625 cm = 857,25 cm
Dazu mußte ich das Band in einem großen Raum auslegen und mit dem Zollstock abmessen.
Bei nur 10 Sekunden wird das zu ungenau. So genau bekommt man das nicht gemessen mit einer Stoppuhr o.a.
Die alte Cassette habe ich noch irgendwo.
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#12
Ok, 47,625 cm...
Wenn man diese (Zeit-)Messungen - auch mit nur 10 Sekunden Band - sagen wir neunmal wiederholt, wird der Fehler sicherlich unter 1% liegen.
Bei längerem Band wird lediglich einmalig ein Bandlängen-Mess-/Schneidefehler kleiner bzw. prozentual kleiner.
VG Jürgen
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#13
...mmh, 1% von 10 sekunden sind 100 Millisekunden.
Welches händisch ausgeführte Zeitmeßverfahren ist denn so genau? Willst du das mit der Smartphone Stopuhr machen?
(Eine mechanische Stopuhr hat ja kein Mensch mehr)
Die menschliche Reaktionszeit fließt ja auch irgendwie in die Messung ein. Das wäre mir auf jeden Fall zu ungenau.
Warum nicht lieber mit z.B. 60 Sekunden Bandlänge arbeiten? Es müssen ja keine 3 Minuten sein.
Dann braucht man das auch nicht 9-mal machen, sondern einmal reicht.
Davon ab, würde ich dieses Verfahren heute nicht mehr anwenden, da es ja schöne Meßbänder gibt.
Gut, einen Frequenzzähler sollte man dann natürlich besitzen. Das bieten aber heutzutage auch schon recht preiswerte Multimeter.

Gruß, Jan
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