20.10.2024, 08:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.10.2024, 08:39 von RalfR.
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Schönen Guten Morgen,
Ich habe hier ein Telefunken RC 200, welches in einem sehr guten Zustand ist. Allerdings wundert mich etwas:
Wenn ich mit High-Com aufnehme, dabei penibel darauf achte, dass nichts über 0dB läuft, dann zeigt bei der Wiedergabe die Aussteuerung nur bis -3dB an. Ohne High-Com ist die Anzeige etwas lauter. Die Qualität ist in beiden Fällen aber sehr gut und bei beiden Kanälen gleich. Die High-Com Version ist nicht modifizert, also kein grüner Aufkleber und keine Zusatzplatinen.
Als Cassette verwende ich eine BASF Chromdioxyd Super II, NOS. Auf einem anderen Deck zeigt sich dieses Verhalten nicht. Die Cassette ist soweit ok.
Was könnte der Hintergrund dieses Verhaltens sein? Einstellung des Wiedergabepegels? Eine Diskussion pro/contra High-Com will ich allerdings nicht aktivieren .
Tja, das liegt daran, daß sich die Pegelabweichungen durch den High-Com Kompander/Expander quasi verdoppeln.
Da hilft nur ein penibles neu justieren/einmessen des Geräts.
Kommt drauf an, was das für eine Charge ist. Bis 1996 ist in BASF Cassetten weitgehend Chromdioxid Band drin. Das altert und erreicht nicht mehr seine ursprünglichen Werte. Das RC 200 hat von außen keine Möglichkeit das Gerät auf das verwendete Band einzumessen. Hinzu kommt, dass es sein kann, dass das noch auf Bänder nach DIN Referenz eingemessen ist. Du kannst nicht einfach irgendeine Cassette nehmen und dann hoffen, dass es geht.
Das Gerät ist entweder mal auf Bänder eines bestimmten Herstellers eingemessen worden, bei denen der Pegel dann stimmt, oder es ist auf DIN bzw IEC Referenzbänder eingemessen. Angenommen das Gerät ist auf Echtchrom eingemessen, kann man die Parameter heute nicht mehr korrekt benutzen, weil es kein Band gibt, dass noch die ursprünglichen Parameter erreicht, ist es beispielsweise auf TDK oder Maxell Substitut Bänder eingemessen worden müsste man die aus dem Jahrgang verwenden.
Grundsätzlich ist es so, dass man sich pro Bandtyp eine Bandsorte aussuchen muss, auf die dann fest eingemessen wird. Dann funktioniert das auch mit dem selben Pegel vor und Hinterband. Bei allen anderen Cassetten weichen die Pegel und Vormagnetisierungen dann ab. Die Hersteller haben ja ihre Bänder auch stetig weiter entwickelt, eine TDK SA von 1980 ist nicht kompatible zu einer SA von beispielsweise 1988 oder so.
Natürlich kannst du das Deck, wenn du noch viele Chromdixoid Cassetten von BASF hast auch so einmessen, dass Pegel vor und Hinterband stimmen. Dann wird man das aber für Typ I und IV nicht ausgleichen können, weil Chromdioxid an Empfindlichkeit verloren hat und dadurch deutlich mehr Aufsprechpegel braucht um Hinterband wieder gleich laut zu sein. Bei höheren Pegeln kann aber der Bandsättigungseffekt schon deutlich früher einsetzt. Das wirkt dann wie eine Art Limiter, viele Chrombänder erreichen nämlich die 0 dB gar nicht mehr ohne Verzerrungen, das Band fängt dann praktisch an zu komprimieren und wenn der Pegel bespielsweise bei -3 dB Vor und Hinterband noch exakt gleich ist, gibt es darüber schon Differenzen. Das kann man aber auf einem 3 Kopf Deck deutlicher beobachten, weil man da direkt hin und her schalten kann. Rauschunterdrückung funktioniert nur richtig, wenn das Band das ausspuckt, was man rein gibt. Kann schon sein, dass das TFK noch auf das bei deutschen Herstellern übliche Chromdioxid eingemessen ist. Unter Umständen ist da die Differenz zwischen vor und Hinterband nicht so groß, wie bei japanischen Geräten, die normalerweise auf die deutlich empfindlicheren Ferro Cobalt/Chromsibstitut Cassetten eingemessen sind.
20.10.2024, 12:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.10.2024, 12:30 von RalfR.)
Vielen Dank erst einmal für die Antworten.
Die Cassette läuft ja auf einem anderen Deck normal, d.h. was ich reingebe, kommt auch wieder heraus, lautstärke- und anzeigemäßig. Eben nur beim RC 200 nicht, wenn High-Com angewählt ist. Wobei die Qualität, wie bemerkt, sehr gut ist.
Da komme ich wohl nicht drum herum, das Gerät neu einmessen zu lassen. Jetzt muss man nur noch einen vernünftigen Betrieb finden, der das macht.
Ich weiß zwar schon, dass High-Com empfindlich bei der Aussteuerung ist, aber ist es tatsächlich so, dass dann auch bloß nichts über 0dB ausgesteuert werden darf?
Ich würde da gar nichts machen. Das ist nicht schlimm, dass die Wiedergabe etwas niedriger ausgesteuert ist, als das Aussteuerungs-LED-Band bei Aufnahme anzeigt. Tatsächlich sollt man nicht über 0bB aussteuern, da das dann zu Verzerrungen führen kann, weil das HighCom-Modul übersteuert wird und es so zum Pumpen kommt. Du darfst nicht vergessen, dass dieses Gerät von Angang der 80er ist.
Tja, ich weiß auch nicht so recht. Solange ich keinen vernünftigen Betrieb finde, der auch die entsprechenden Testcassetten hat (falls man die benötigt), bringt es sowieso nichts. Und hier in der Umgebung gibt da leider GAR nichts. Wir hatten mal deren drei....
Einen Defekt schließe ich eigentlich aus, denn beide Kanäle sind ja im Gleichlauf.
21.10.2024, 14:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 14:54 von janbunke.)
Nochmal:
wenn bei der verwendeten Cassette die Einmessung so aussieht, daß ohne High-Com der Pegel bei Wiedergabe sagen wir -1dB zu niedrig ist,
dann können das bei Aktivierung von High-Com schonmal -3dB werden.
Wenn dich das stört, dann würde ich den Aufnahmepegel über R383/R1383 soweit hochdrehen, bis das wieder passt.
Dazu braucht man keine Meßcassette.
Vom Wiedergabepegel R381/R1381 würde ich erstmal die Finger lasen.
21.10.2024, 15:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 15:02 von RalfR.)
Aha, danke für die Aufklärung, das war mir nicht bekannt. Würde der Aufnahmepegel ehöht, wie Du schreibst, passt es ohne High-Com ja nicht mehr (vermute ich). Und stören tut es mich nicht, es tut ja alles, was es soll. Es hätte ja ein Fehler sein können.
Wie stellst Du den Aufnahmepegel ein (Wo, sehe ich ja ) ?
Ich werde jetzt erst einmal (analog zum RC-300) zwei 5k Trimmer an den Kopfhörerausgang löten und die Lautstärke für nicht-Halbtaube einstellen. Die Lautstärke bläst Dir ja das Trommelfell weg. Schade, dass erst beim RC-300 ein Lautstärkesteller eingebaut wurde.
21.10.2024, 15:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 15:46 von janbunke.)
Normalerweise spielen niederohmige Kopfhörer lautet als hochohmige. (bei Anschluß an eine niederohmige Endstufe)
Das hängt natürlich auch wesentlich vom Ausgangswiderstand des Kopfhörerverstärkers ab.
Hier hängt ein 270 Ohm Widerstand davor.
21.10.2024, 15:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 16:15 von janbunke.)
(21.10.2024, 15:45)bitbrain2101 schrieb: das sehe ich allerdings auch anders,
bei niedriger Impedanz geht die Ausgangsspannung zurück, es geht um Kopfhörer, nicht um Lautsprecher
Eben. Man kann das nicht verallgemeinern.
Ich besitze z.B. einen High-End Kopfhörerverstäreker mit extrem niedriger Ausgangsimpedanz, wie eine Lautsprecherendstufe.
Da sind niederohmige Kopfhörer natürlich lauter.
Das Vorschalten eines Widerstandes ist aus klanglicher Sicht immer ein Kompromiss und wird nur gemacht um ein möglichst breites Spektrum von Kopfhörerimpedanzen zuzulassen und die Ausgangsstufe bei niederohmigen Kopfhörern nicht zu überlasten.
Da bei dem Cassettendeck ein 270 Ohm Widerstand vorgeschaltet ist, würde auch ein 270 Ohm Kopfhörer die maximale Leistung abbekommen.
Kopfhörerausgänge an Cassettendecks oder Bandmaschinen nutze ich sowieso nicht, erst recht keine nicht regelbaren.
21.10.2024, 16:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 16:03 von janbunke.)
(21.10.2024, 15:52)RalfR schrieb:
(21.10.2024, 15:34)janbunke schrieb: erhöhe den Aufnahmepegel so, daß es mit High Com passt, dann passt es ohne High-Com erst recht!
Hmm, da habe ich ein Verständnisproblem. Wie stellst Du den ein? Irgendwo musst Du das doch messen.
Wo ist denn nun das Problem?
Einfach den Aufnahmepegel, so wie ich es bereits hier geschrieben habe, an den Trimmern R383/R1383 leicht erhöhen, so daß der Pegel auch bei der Wiedergabe passt.
1KHz Sinussignal einspeisen und eine Aufnahme machen, dann zurückspulen und bei Wiedergabe kontrollieren. (bei einem 3-Kopf Deck geht das natürlich bequemer)
Der Pegel an der Line-Out Buchse muß bei Aufnahme und Wiedergabe identisch sein.
Das bedarf bei einem 2-Kopf Deck natürlich mehrerer Versuche bis es genau passt.
Deswegen kommt wir sowas auch nicht ins Haus.
21.10.2024, 16:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2024, 16:30 von janbunke.)
Theoretisch ja, aber die Aussteuerungsanzeige des Gerätes eignet sich weniger um geringe Unterschiede anzuzeigen, da es sich um eine LED Kette handelt. Ein "Zappelmann" wäre mir da lieber. Aber fürs grobe ist das erstmal ok.
Ich würd einfach auch erst mal alles so lassen und mal andere Cassetten probieren, die der Einmessung mehr entsprechen. Nimm mal was Japanisches . TDK SA oder Maxell XL II. Oder hast du so viele CS II dass du unbedingt die verwenden musst?
Ja, TDK SA und Maxel XL II-S habe ich auch noch. Allerdings habe ich noch unbenutzte und versiegelte BASF CS II, die Qualität bei den jetzigen Aufnahmen ist auch sehr gut, immerhin sind die ja auch schon recht alt.
Kann ich natürlich einmal probieren.
Ob der beschriebene Effekt früher bei meinem Grundig CF 5100 (auch mit High-Com) auch auftauchte, kann ich mit Bestimmtheit nicht mehr sagen, dazu ist das schon zu lange her.
Der Anhang zeigt die Bänder, die Telefunken selbst für CrO2 angegeben hat.
Damals eher nicht, weil die Chromdioxid Bänder noch nicht gealtert waren.
Die BASF und die AGFA sind Echtchrom und haben deshalb beide diesen Effekt. Bei der Scotch weiß ich’s nicht genau.
Die Maxell und die TDK sind von diesen Alterungserscheinungen nicht betroffen. Bei neueren Chargen sollte sogar eher mehr Pegel raus kommen. Die älteren sind nicht ganz so empfindlich.
22.10.2024, 11:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2024, 11:56 von Kirunavaara.)
Ich würde auch das High-Com-Deck mal mit SA und XL II testen. Wenn da keine seltsamen Pegelunterschiede auftreten, ist das Gerät in Ordnung und korrekt eingemessen.
Bei älteren Chromdioxidbändern muß man immer mit Pegelverlusten rechnen, die sich durch Rauschunterdrückungssysteme noch verstärken können. Das gilt für NOS-Ware sogar teilweise noch mehr als für immer kühl, trocken und fest gewickelt gelagerte gebrauchte Exemplare! Nein, das ist kein Voodoo, sondern hat handfeste chemische Gründe: Chromdioxid zerfällt zwar sehr langsam, aber nach Jahrzehnten doch merklich, in stabile, aber nicht magnetische Chromverbindungen. Der Prozeß wird durch Wärme und Feuchtigkeit beschleunigt. Je weniger von beidem an die Bandoberfläche kommt, desto geringer ist der Pegelverlust. NOS-Cassetten, die irgendwo in einem feuchten Keller liegen, ziehen Feuchtigkeit in die Verpackung, die dort kaum wieder entweichen kann.
Scotch: Die alten Modelle namens Chrome oder Chromium Dioxide hanben eine Echtchrom-Beschichtung. Die will man schon aufgrund der lausigen Gehäuse nicht mehr benutzen. Dabei wäre das Band selbst gar nicht mal so verkehrt, die CrO2-Beschichtungen von 3M scheinen zu den stabileren zu gehören.
Master II, XS II und XS II-SX sind FeCo. Dabei hat die Master II als früher Vertreter der Gattung noch einen nicht IEC-kompatiblen Frequenzgang; die späteren XS-Modelle, hergestellt von Denon und SKM, sind diesbezüglich eher neutral.
XS II-S und XS II-SP waren dann wieder Echtchrom-Bänder (von PDM?) in ICM-Gehäusen. Allerdings nur auf dem EU-Markt. Es gab zeitgleich auch XS II-S im fast identischen Design für den US-Markt, das waren FeCo-Bänder von SKM.
22.10.2024, 12:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2024, 12:17 von janbunke.)
Ich kann Martins Ausführungen nur bestätigen.
Meine Cassettensammlung fristete lange Zeit in meinem wohl recht feuchten Keller ihr Dasein.
Das haben mir alle BASF Cr Cassetten übel genommen und mit einem satten Pegelverlust gedankt.
Da ich ebenfalls mit High-Com gearbeitet habe, ist das noch um so gravierender.
Wenn ich heute auf so einer Cassette eine Aufnahme mache, dann fehlt ebenfalls Pegel. (ca. 3-4 dB ohne High-Com)
Danke, das bestätigt ja so ziemlich alles. Na, mal sehen, wie sich meine TDK und Maxell halten. Wobei ich persönlich immer zu Maxell tendiert habe, ich meinte immer, sie würde etwas weniger rauschen (vor-High-Com-Zeit).
Mein RC-200 hat ja noch die unmodifizierte High-Com Version. Ich bekomme jetzt eines, bei dem die Modifikation mit den Zusatzplatinen schon enthalten ist. Dadurch soll ja das Einschwingverhalten des Kompanders verbessert sein. Mal abwarten.
Außerdem kann ich den oben beschriebenen Effekt ja einmal gegenprüfen.
Ich habe auch ein RC 200 im Erstbesitz. Highcom mit "Huckepack"-Platine.
Man kann mit den Pegelanzeigen nicht so genau bewerten, ob die Ausgangsspannung jetzt deutlich zu niedrig, oder nur ein bisschen zu niedrig ist.
Anzeige am Level-Meter -3 dB tatsächlicher Wert von - 1dB bis -3 dB
Chrom UXS 90 Sony Aufnahme mit 0dB mit und ohne Highcom Anzeige 0 dB, tatsächlicher Wert +1 dB
Chrom BASF chromdioxid Super II Aufnahme mit 0 dB Anzeige am Level Meter - 6 dB, tatsächlicher Wert - 4 dB
Eisenoxyd TDK D 90 0 dB bei Aufnahme, Wiedergabe -2 dB
Auf was willst du nun einmessen? Die BASF - Kassetten waren schlechter als die TDK SA. Die Aufnahmen von 84 klingen heute dumpf und der Pegel liegt viel niedriger als bei der Aufnahme 84. TDK SA immer noch guter Pegel, aber die Höhen sind nicht mehr so frisch.
Ach was, das mit dem Messen lasse ich außen vor. Die Qualität stimmt, TDK und Maxell werde ich probieren und Deine Angaben zu BASF decken sich ja mehr oder weniger mit meinen Beobachtungen. Wobei die neuen Aufnahmen mit den alten BASF NOS Cassetten höhenmäßig sehr gut sind.
So, inzwischen habe ich einen RC-100 bekommen, bei dem der Bandlauf hinüber ist. Der hat aber schon die modifizierte High-Com Platine der letzten Version drin.
Dazu habe ich bei Ernst Schröder, dem High-Com Entwickler, angefragt. Ist schon sehr interessant, wenn man mit dem Entwickler selbst dazu korrespondieren kann.
Die Platine ist wohl austauschbar, ohne dass auf der Hauptplatine des RC-200 etwas angepasst werden muss und könnte ein noch besseres Ergebnis liefern, wenn sie denn funktioniert.
29.10.2024, 23:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.10.2024, 23:48 von Wenni.)
Hhhm, dass es auch das RC100 mit modifiziertem High-Com gab, lese ich zum ersten Mal. Hat das Gerät denn hinten einen grünen Punkt?
Beim modfizierten RC200 sind auch einige Bauteiländerungen auf der Hauptplatine (überwiegend geänderte Widerstände). Ob diese Änderungen mit den geänderten High-Com - Bausteinen zusammenhängen oder aus anderen Gründen zum selben Zeitpunkt eingeführt wurden, weiss ich nicht.
30.10.2024, 04:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2024, 04:42 von RalfR.
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(29.10.2024, 23:41)Wenni schrieb: Hhhm, dass es auch das RC100 mit modifiziertem High-Com gab, lese ich zum ersten Mal. Hat das Gerät denn hinten einen grünen Punkt?
Beim modfizierten RC200 sind auch einige Bauteiländerungen auf der Hauptplatine (überwiegend geänderte Widerstände). Ob diese Änderungen mit den geänderten High-Com - Bausteinen zusammenhängen oder aus anderen Gründen zum selben Zeitpunkt eingeführt wurden, weiss ich nicht.
Gruß
Wenni
Klar, einen grünen Punkt hat es hinten auch. Mir war das auch neu, weil (lt. Netz) diese Modifikation ja angeblich erst in die die laufende Serie des RC-200 eingeflossen sein soll.
Außerdem erkennt man die modifizierte High-Com Platine sofort schon an den Mehrfachleitungen, das sieht alles etwas wüst aus, der U401BR ist da von der Hauptplatine des High-Com auf eine 90° angebrachte Tochterplatine gewandert. Na, hätte man sicher auch besser lösen können.
Hmm, auch auf der Hauptplatine? Laut Ernst Schröder zumindest nicht für das modifizierte High-Com, hast Du da Näheres? Ich kenne nur die "normale" Serviceanleitung Drucknummer 319 392 425, da ist die High-Com Änderung schon mit aufgeführt (siehe Anhang). In der Serviceanleitung für das RC-100, die ich habe, steht nichts von möglichen Revisionen, auf der Hauptplatine kann man auch nicht erkennen, dass da gelötet wurde.
So, die modifizierte High-Com Platine aus dem RC-100 ist jetzt erfolgreich in den RC-200 verpflanzt, bei der Gelegenheit auch gleich dem Aufnahmepoti das Kratzen abgewöhnt .
Fakt ist: die zwei Versionen sind nicht ganz kompatibel. Ich hatte mit der unmodifizierten Version im RC-200 zwei Lieder aufgenommen, die mit der modifizierten Version nicht mehr so gut klangen. Neuaufnahmen mit der modifizierten Version sind tatsächlich besser, hier "pumpt" gar nichts mehr. Hat also alles geklappt.
Die Platine sieht mit ihren Mehrfachleitungen schon recht seltsam aus. Das Layout ist ohnehin neu gemacht worden, weil das U401BR/G jetzt auf den Tochterplatinen sitzt, rechts und links wäre aber durchaus noch Platz für ein breiteres Layout gewesen. Allerdings nicht in der Höhe.
Was die Lautstärke angeht: Ich habe neue Aufnahmen mit einer Maxell XL II NOS gemacht, im Gegensatz zur BASF CS II NOS ist hier fast kein Pegelverlust bei der Wiedergabe. Es liegt also definitiv an der Cassette, wie ja weiter oben auch schon berichtet wurde.
30.10.2024, 11:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2024, 12:11 von janbunke.)
(30.10.2024, 10:58)RalfR schrieb: Fakt ist: die zwei Versionen sind nicht ganz kompatibel. Ich hatte mit der unmodifizierten Version im RC-200 zwei Lieder aufgenommen, die mit der modifizierten Version nicht mehr so gut klangen. Neuaufnahmen mit der modifizierten Version sind tatsächlich besser, hier "pumpt" gar nichts mehr. Hat also alles geklappt.
So ist es.
Ich habe ja insgesamt 5 CN 750 High-Com Bausteine.
Meinen ersten habe ich mir um 1981 herum zugelegt, der war noch ohne "Huckepack" Platine.
Ich hatte damit bereis ca. 60 Cassetten aufgenommen und dann umgerüstet, nachdem ich den Funkschau Artikel mit der Zusatzplatine in die Finger bekommen habe. (siehe Anhang)
Dabei habe ich ebenfalls festgestellt, daß die alten Aufnahmen danach "komisch" klangen.
Ich habe dann in 2 High-Coms einen Umschalter integriert mit dem ich zwischen Alt und Neu bei Wiedergabe umschalten kann.
Dafür habe ich 2 Relais (eins pro Kanal) mit jeweils 4 Umschalt-Kontakten implantiert und diese mit einer selbstgebauten Sensorgesteuerten FlipFlop Schaltung angesteuert.
Einmal mit dem Finger drauftippen und der Modus schaltet um.
Rote LED an: alte Version, Rote LED aus: neue Version.
Das habe ich bei 2 von 5 Geräten so gemacht, damit ich meine alten Aufnahmen noch vernünftig abspielen konnte.
Natürlich mußte ich dann noch auf den Cassette vermerken, mit welcher Version diese aufgenommen wurden.
Tja, die im Artikel beschriebene Abwärtskompatibilität war natürlich nicht gegeben, das hatte mir Ernst Schröder auch schon prophezeit, aber ich hatte ja nur zwei Testlieder aufgenommen, insofern machte das nichts.
Schlecht nur für die, die schon einen ganzen Batzen mit der alten Version aufgenommen hatten (so wie Du) und möglicherweise das Gerät gewechselt haben.
Der nächste Schritt ist dann der Einbau der Kopfhörerlautstärkestellung wie beim RC-300. Ziemlich simpel, mehr Mechanik als Elektronik. Das Ding bläst mir wirklich die Trommelfelle raus . Neben der Kophörerbuchse ist ja noch Platz, wird nur etwas wüst, das Poti mechanisch zu befestigen. In die Frontplatte schrauben ist nicht drin, ich habe einen superkleinen Knopf für das 4mm Poti gefunden, der das Gewinde nicht abdecken würde.
Im Moment (und wahrscheinlich noch länger) ist leider die HiFi-Ecke im Wohnzimmer aus Krankheitsgründen nicht zugänglich. Platten höre ich derzeit mit einem kleinen Dual-Dreher und einem alten Philips Radio, mehr passte in das Raumteilerregal auch nicht rein. Aber man soll nicht meinen, wie gut das klingen kann.
Deswegen muss der Kopfhörer derzeit direkt in den RC gesteckt werden, geht nicht anders, im Regal ist dafür leider kein Platz. Natürlich geht das auch mit Trimmern, aber ich find's schicker so.
Außerdem kann man es so besser mal abändern. Wenn's fertig ist, gibt's auch Bilder .
30.10.2024, 12:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2024, 13:07 von RalfR.)
Danke, da habe ich wieder mal nicht richtig hingeschaut, die Tabelle ist auch bei mir drin. Die Änderungen betreffen den Wiedergabeverstärker und die Entzerrung.
Hmm, läuft aber alles gut, ob ich das machen soll? Dafür musst Du das halbe Ding auseinanderbauen....
Interessanterweise ist beim RC-100, wo ja die modifizierte Platine drinsteckte, gar nichts geändert worden, nur die Platine eingesteckt und grünen Aufkleber drangepappt. Trotz ähnlicher Schaltung.
Na, die Änderungen auf der Hauptplatine, die in der SA angegeben waren, wenn man eine modifizierte High-Com Platine einbaut. Das hatte ich nicht gesehen.
(30.10.2024, 16:12)Wenni schrieb: Genau so war es gemeint.
Ich ahnte es .
Ob ich das machen werde...? Keine Ahnung, bislang bin ich an sich zufrieden. Hattest Du seinerzeit "vorher <-> nachher" Tests gemacht und Unterschiede festgestellt?
Nein, zumindest erinnere ich mich an keinen Vergleich mehr. Ist aber auch schon lange her. Ich habe im Zuge der Umrüstung der High-Com - Platinen auch die Änderungen auf der Hauptplatine gemacht.
Eben mal mein RC100 mal umgedreht: Kein Grüner Punkt hinten drauf.
Habe das Deck sowieso selten in Gebrauch, eher nur zum Abspielen, da es einfach toll ist, wenn man die Kassetten in ihrer ganzen Schönheit getrachten kann und nicht hinter verschlossenen Türen verschwinden....
Leider sehr anfällig für Staub, deshalb meistens im Schrank, wo es besser geschützt ist.
Das Spulen ist auch träge, aber auch ein bekanntes Problem.
Wobei das Laufwerk vom RC-100 ja komplett mechanisch ist, da hatte ich aber keine Lust zu wurschteln, es ging mir nur um die High-Com Platine und das war schon ein Unterschied. Aber nur deswegen, weil ich sie sozusagen direkt vergleichen konnte. Auch die "alte" Version ist schon sehr gut.
Mal sehen, ob ich das RC-100 als Schlachtgerät abgebe, ist ja optisch sehr gut.
Ich hoffe nur, dass dieses ALPS-Laufwerk im RC-200 noch eine Weile hält.