Brummschleife finden
#1
Hallo liebes Forum.
Nach dem Kopftausch in meinem Ur-Nakamichi brummt es leicht.
Wenn ich das Chassis anfasse oder mit Steckdosenerde verbinde geht das Brummen deutlich zurück.
Das Gerät ist aber Schutzisoliert. Was kann ich jetzt noch tun? 
Wie sucht man die Ursache dieser Brummschliefe?
MfG Matthias
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#2
Hallo Matthias,

das hört sich nicht nach einer Brummschleife, sondern nach einer schlechten oder fehlenden Masseverbindung zum Chassis an. Wenn du mit einem Multimeter umgehen kannst, überprüfe den Widerstand zwischen dem Metallchassis und dem Minuspol der Betriebsspannung oder der Schutzerde, das sollte auf dem gleichen Potential liegen.

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#3
Heute habe ich erstmal den neuen Kopf ausgebaut. Es brummt noch stärker. Wieder eingebaut, brummt wieder weniger.
Es brummt auch anders wenn das Chassis auf der Seite steht. Vielleicht ist das Ding so hochohmig konstruiert das es Einstreuungen aufnimmt. Mal sehen was sich noch findet.
MfG Matthias
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#4
Ich habe den Fehler gefunden. Ich hatte den Kopf verkehrt angeschlossen.
Der alte Kopf war nach dem Prinzip ein System oben, ein System unten angeschlossen. Der neue Kopf hat ein System links, ein System rechts. Es fiel mir auf, als ich den Kopf prüfen wollte. Ich dachte erst, der Kopf wäre durchgehauen, weil er ja bei falschem Anschluss hochohmig ist. Nun brummt nix mehr und es rauscht auch weniger.
MfG Matthias
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#5
Hallo Matthias,
handelt es sich bei dem Ur-Nakamichi um den Elac CD400? Wenn ja, was für ein Kopf hat mechanisch gepasst?
Grüße, Franz
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#6
Ja, es ist das Elac CD 400. Ich habe das so gelöst, das ich einen verschraubten Kopf aus dem geschlachteten Siemens Club genommen und in den vorhandenen Kopfträger eingepasst habe. Der Kopf aus dem Siemens, bzw. Funai, ist ein Kopf mit winzigen Schräubchen an der Seite. Der Kopfträger der im Elac Ur-Nakamichi drin ist, hat kleine Löcher für geschraubte Köpfe, die aber auf 2mm aufgebohrt werden müssen. Dann kann man den Funai Kopf einbauen. Man muss nur messen welche Löcher man aufbohren muss. Modernere Köpfe haben diese Verschraubung nicht mehr, aber der Funai hatte sie noch. Der Kopfwechsel war ein voller Erfolg. Klanglich ist das Gerät jetzt von der Wiedergabe her sehr gut und rauscht und brummt weniger als vorher. Und die Höhen sind kristallklar.

Der original Kopf im Elac ist nur im Kopfträger eingeklemmt und verklebt. Man kann ihn "rauskloppen" wenn er ausgebaut ist. Dann, wie gesagt, kann man geschraubte Köpfe einbauen. Der original Kopf ist die Schwachstelle des Gerätes. Wiedergabe dumpf und Aufnahme wie ein Diktiergerät. Laufwerk und Elektronik können mehr als der Original Kopf zulässt. Die Frage ist, woher man die geschraubten Köpfe bekommt. Die Funai Laufwerke wurden auch von Braun und Saba verwendet. Aber ich weis nicht ob die Köpfe immer die gleichen sind.
MfG Matthias
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#7
"Die Frage ist, woher man die geschraubten Köpfe bekommt."
Ich habe hier zugeschlagen: https://www.ebay.de/itm/326265160313?_sk...R-ixlPnGZA
Sind mittlerweile alle, aber der Verkäufer hat noch "kurze" Köpfe von irgendwelchen Nordmende-Geräten. Solche gibt es immer wieder.
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#8
Das sieht gut aus. Der Nordmende ist wohl eher zu klein.
MfG Matthias
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