Erfahrungen mit Kopftausch bei Cassettengeräten
#1
Hallo liebes Forum,
welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kopftausch bei Cassettengeräten?
Ich habe hier Geräte die ich neu bekopfen möchte, ich traue mich aber nicht so recht.
Nun gibt es Wiedergabeseitig zwei Möglichkeiten. Der Kopf wird in Spannungsanpassung betrieben und die Entzerrung erfogt im Wiedergabezweig, oder der Kopf ist mit zusätzlichen Schwingkreiskondensatoren versehen um den Frequenzgang aufzuhübschen.
In diesem Fall wirkt sich die Kopfinduktivität direkt auf den Frequenzgang aus. Wenn ich also  aus dem Schaltplan ersehen kann, das keine Schwingkreiskondensatoren vorhanden sind, sollte doch ein Kopftausch funktionieren, oder?
MfG Matthias
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#2
Nö, so einfach ist es leider nicht. Es gibt schon unterschiedliche Qualitäten bei den Tonköpfen und natürlich haben die auch unterschiedliche elektrische Werte. Wie sich das im Einzelfall auswirkt ist schwer vorauszusagen. Aber probieren kannst du es ja mal. Nur musst du auch die Aufnahme berücksichtigen, die Tonköpfe haben ja meisten die Doppelfunktion und wenn nicht, ist der Aufnahmekopf mit dem Wiedergabekopf in den meisten Fällen fest verbunden.
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#3
(12.10.2024, 14:34)delta9 schrieb: welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kopftausch bei Cassettengeräten?

Ich habe erst Kopftuch gelesen. Nächstes Mal bitte deutlicher schreiben! Big Grin 

Gruß, Anselm
Früher war mehr UHER. Cool Meine UHER-Erinnerungen
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#4
Ich habe ein Ur Nakamichi, wahrscheinlich von 1973, das im Grunde läuft aber vom Frequenzgang her nur bis 6kHz -6dB geht. Die Elektronik kann mehr, aber der Kopf wohl nicht. Würde ein Kopftausch was bringen? Das Problem ist, das ein sehr kleiner Kopf verbaut ist. Ich müsste erst mal sehen wo ich etwas passendes her kriege.
MfG Matthias
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#5
Sorry, aber der Kopf kann auch mehr als 6 kHz.
Entweder ist er defekt, oder da stimmt etwas anderes nicht im Deck.

Welches Nakamichi Deck ist es? 500?
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
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#6
Elac CD400. Angeblich soll da Nakamichi drin sein.
MfG Matthias
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#7
Nein, da ist kein Nakamichi drin.
Das erste Deck (welches dann Elac gelabelt in Deutschland vertrieben wurde) von Nakamichi war das 500.

Die CD Serie ist älter und eine deutsche Entwicklung.

Dann kann ich aber auch zu den Köpfen etc. nix sagen.

Edit:
Wobei auch der Elac Kopf mehr als 6kHz können muss, schließlich geben sie im Prospekt schon 15 kHz an. Wink
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
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#8
https://www.amazon.de/Compact-Cassetten-...3748183232

Gruß Ulrich
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#9
Nakamichi hat als Zulieferer für sehr viele Hersteller produziert, aber diese ganzen Recorder haben NICHTS mit einem Nakamichi Tapedeck zu tun. Wink
Die Schaltungen als auch Bauteile und Ausführung waren japanischer Standard, Großserie.
Das haben ja sehr viele Firmen gemacht.
Und Elac hatte eine Entwicklungsabteilung in Kiel, die haben ihre eigenen Entwicklungen dann in Japan in Auftrag gegeben.

Die Nakamichi-eigene Entwicklung von Tapedecks unter ihrem eigenen Markennamen (die in Deutschland anfangs über Elac vertrieben wurden, da sie eine Kooperation eingingen), begann mit dem 500, dann kam das 700, das 550, das 1000er......
The 7 P's: Prior proper planning prevents piss-poor performance.  Cool
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#10
Also, die Transistoren sind japanisch und der Tacho-Gleichstrommotor ist auch typisch für die frühen Nakamichis. Ich hatte mal dieses tragbare Teil auf gehabt, da war so etwas auch drin. Sei es so oder so, ich brauche einen kurzen Tonkopf mit 8 mm von der Schraubenmitte zur Front. Länger darf er nicht sein. Und 15 kHz sollte er können.
MfG Matthias
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#11
In Walkman und Auto-(Cassetten-)Radios wurden "kurze" Köpfe verbaut. Aber ob man damit aufnehmen und 15 kHz wiedergeben kann, das steht auf einem anderen Blatt (Sony?!, Diktiergeräte).
Laut Schaltplan ist kein Resonanzkondensator für den Kopf vorhanden, der Schwingkreis (ca. 14,6 kHz, wenn ich richtig gerechnet habe) in der Verstärkungskette (R118, L101 und C111 bzw. R218, L201 und C211) dürfte wohl eine ähnliche Auswirkung haben (und weniger zum Rauschen beitragen). Beim CD500 sieht es ähnlich aus, nur ist hier zusätzlich eine 19 kHz Sperre integriert.
https://elektrotanya.com/elac_cd_400_sch...nload.html
https://elektrotanya.com/elac_cd_500_sch...nload.html
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#12
Wobei das ein Reihenschwingkreis ist. Der ist in Resonanz niederohmig. Wer weis wozu es gut ist. Wiedergabe bis 15 kHz ist kein Problem für die Abspielgeräte. Die Aufnahme könnte problematisch werden.
Ich habe jetzt so eine Adapterkassette bestellt und hoffe das da ein kurzer Kopf drin ist. Wir werden sehen.
MfG Matthias
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#13
Also ich kann sagen, dass diese Random Tauscherei manchmal Wunder wirkt.

Mein Sharp GF 9000 hatte nur noch bedämpfte Höhen. Ich hatte einen Hart Permalloy Kopf rum liegen, der unbenutzt war, hab den da eingebaut, ich musste zwar Aufnahmeseitig den Bias neu einstellen und hab auch ein Bisschen zu viele Höhen, obwohl am Anschlag steht, aber die Aufnahmen werden jetzt wie bei nem HiFi Tapedeck und die Wiedergabe ist besser als je zuvor. Bei einem kleineren Philips Ghettoblaster konnte ich mit so einer Aktion den Bassbereich erweitern. Auch da klingen die Aufnahmen jetzt topp und die Wiedergabe ist besser.

Mein Ur Walkman DD stammte aus der ersten Revision, die hat einen schlechteren Kopf, als spätere Geräte, die späteren DDs haben den selben Kopf wie im DD II, man erkennt das am Siegel. Ich habe dann einfach einen DD II Kopf aus einer Leiche ausgebaut und ihn in den Ur DD eingebaut, der klingt jetzt (bis auf dass er kein Dolby hat) im Hochtonbereich viel viel besser, als vorher.

Ich denke man sollte einfach mal ein bisschen experimentieren, sich nicht zu sehr auf Spezifikationen verlassen und dann halt gucken ob’s was bringt. Zur Not kann man ja immer noch den original Kopf wieder einbauen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man z.B. so 60er/70er Jahre Recorder mit einem moderneren Kopf aufwerten kann. Der obere Frequenzbereich wird maßgeblich durch den Kopfspalt bestimmt.
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