Witzig ist, daß der Anbieter das Teil vor 3½ Jahren schonmal bei KA drin hatte und ich damals schon zur Besichtigung bei ihm vor Ort war (ca. 15 KM von meinem Wohnort entfernt)
Damals wollte er zuviel und wir sind uns nicht handelseinig geworden. Ich habe ihm seinerzeit 50 oder 60 Euro geboten, weiß nicht mehr genau, das war ihm bzw. seiner Frau zuwenig.
Jetzt hab ich's für 25 bekommen. Tja, das kommt davon wenn man anfänglich überzogene Vorstellungen hat.
An mich erinnert hat er sich gestern wohl nicht, wie ich glaube.
Gute Maschine, ärgerlicher Schwachpunkt sind die Schaltknebel. Die beiden Stufendrehschalter - Geschwindigkeiten und Stop, Pause ,Start - sind naturgemäß verdammt schwergängig, so sind schon beide Knebel bei meiner UHER gebrochen.
V.G.
Jo
Ich weiß, dass das alte Doppelinstrument eine treue Fangemeinde hat, aber mir gefallen diese großen "Japan"-Instrumente bei der SG 561/562 (ohne dass ich jemals eine hatte). Zumal sie (m.W.) endlich auch bei Wiedergabe anzeigen.
08.10.2024, 18:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.10.2024, 19:47 von janbunke.)
Hoffentlich sind die Köpfe durch den Schmodder noch nicht angefressen...
Doch, ein bißchen, einige Krater aber nur außerhalb der "heißen" Bereiche.
Ich lasse jetzt einige Male ein Band mit 19cm/s durchlaufen mir erhöhtem Bandzug, das schleift sich bei den Bogen Köpfen schnell ab.
Die Köpfe sehen aber sonst noch sehr gut aus. Quasi kein Verschleiß.
Ansonsten das Übliche wie auch bei den RDLs. Riemen hinüber, Bremsschuhe glatt und Zwischenrad rumpelt. Alles kein Thema.
(08.10.2024, 18:47)Tonschreiber schrieb: Unfassbar, wie bekommt man denn so etwas hin?
...indem man die Köpfe niemals gesäubert hat, weil zu doof die Bedienungsanleitung zu studieren.
das kommt öfter vor als man denkt.
so bin ich vor jahren auf dem wertstoffhof zu einer A77 mit "defekten" köpfen gekommen.
sahen ähnlich aus, wie die hier.
Der Wiedergabekopf hat von den Ablagerungen doch einige reingefressene üble Krater in der Nähe des Luftspaltes vom linken Kanal. (obere Spur)
Ich werde den Kopf jetzt anschleifen und Läppen. Das geht bei diesen Köpfen eigentlich ziemlich gut.
10.10.2024, 13:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.10.2024, 13:42 von janbunke.)
Den Tonköpfen gehts mittlerweile wieder ganz gut.
Ich lasse gerade noch mehrfach (ca. 10 mal) ein altes Band mit erhöhtem Bandzug durchlaufen um die Köpfe schön zu glätten nach der Schleif- und Läpp-Prozedur.
So kann man den Bandzug bei dieser Maschine für diesen Zweck manipulieren. Geht super.
Wer kann mir eigentlich den Unterschied zwischen einer SG 561 und einer SG 562 erklären?
Mitsumi Tonköpfe? Sonst nochwas?
Ich wundere mich über die unterschiedlichen Frequenzgänge der Aufnahmeverstärker linker und rechter Kanal.
Auf dem linken Kanal ca. 3 db mehr Pegel bei 10 Khz. (war auch schon am Aussteuerungsinstrument erkennbar)
Was war los?
Im Schaltplan sind C55 und C56 mit 8,2 nF eingezeichnet. So soll es sein.
Verbaut war C55 = 10 nF und C56 = 8,2 nF.
Das hat mich jetzt 2 Stunden Suche gekostet.
Man kommt ja auch so toll ran an die Bauteile bei der Maschine.
13.10.2024, 10:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2024, 10:08 von janbunke.)
Der Kollege hat da nix zu suchen, da gehört ein 8,2nF rein, was mittlerweile passiert ist.
Der Unterschied war klar messbar.
Die Maschine läuft jetzt vom feinsten und nimmt hervorragend auf.
13.10.2024, 13:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2024, 13:06 von janbunke.)
Naja, 3-4 dB Höhenanhebung auf einem Kanal bei 10 Khz könnte man schonmal raushören.
Meßbar war es auf jeden Fall.
Da sind ja auch nicht umsonst Styroflexkondensatoren mit hoher Genauigkeit drin.
Wir reden hier ja nicht von Koppel- oder Pufferelkos.
Das Teil regelt schließlich den Aufnahmefrequenzgang. Das sollte shcon halbwegs passen.
13.10.2024, 16:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2024, 19:39 von janbunke.)
Jetzt tut sich ein ganz anderes Problem auf, für das ich selber keine Lösung weiß.
Die Maschine läuft ganze 2,0 Prozent zu schnell. Egal ob auf 19 oder 9,5 cm/s
Die Abweichung ist nicht tolerierbar. Das hört man natürlich auf einer anderen Maschine, die Musik ist dann zu langsam.
Der Motorkondensator ist in Ordnung. Den habe ich auf Verdacht auch schon gewechselt, tut sich nix.
Ansonsten gibts da ja auch nichts einzustellen. Woran zum Teufel kann das denn bloß liegen?
Zu langsam würde ich ja noch verstehen, dann würde ich denken, daß der Antrieb schwergängig ist, aber zu schnell?
13.10.2024, 16:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2024, 17:15 von optacord414.)
Durchaus möglich, meine Royals und Variocords laufen auch zu schnell.
Ich meine mich zu erinnern daß nach DIN für Heimtonbansgeräte bis 1,5% zulässig wären.
Wie hast Du gemessen ?
EDIT: stimmt der Aufwickelbandzug ? Die rechte Rutschkupplung "bremst" das System etwas.
Bandzug und Bremsen sind in Ordnung.
Gemessen wurde mit Frequenzzähler und meinem 3150 Hz Messband, das ich immer nehme.
Meine beiden RDLs haben das Problem nicht
(und auch alle weiteren meiner Maschinen nicht , bei denen man die Geschwindigkeirt nicht einstellen kann, weil die Motoren mit Netzfrequenz laufen, z.B. TD 20 A)
Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.
Der Capstan wird nicht per Riemen angetrieben, sondern per Zwischenrad. Und bei dem ist der Durchmesser herzlich egal.
Der Riemen ist ausschließlich für den Antrieb der Spulenteller zuständig.
Und selbstverständlich wurde dieser durch einen originalen Dreiecksriemen ersetzt.
13.10.2024, 22:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.10.2024, 22:26 von Wenni.)
Zitat:Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.
Da hast Du in der Tat vollkommen Recht, ich hb' keine Ahnung von Uher TG's. Bei Reibrädern gibt es das Problem so ja nicht. Ich schrub das, weil ich so ein Problem mal bei einem Telefunken M2000 hatte, da lag es an einem falschen Riemen zwischen Motor und Schwungscheibe.
14.10.2024, 07:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.10.2024, 08:09 von janbunke.)
(13.10.2024, 22:24)Wenni schrieb:
Zitat:Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.
Da hast Du in der Tat vollkommen Recht, ich hb' keine Ahnung von Uher TG's. Bei Reibrädern gibt es das Problem so ja nicht. Ich schrub das, weil ich so ein Problem mal bei einem Telefunken M2000 hatte, da lag es an einem falschen Riemen zwischen Motor und Schwungscheibe.
Sorry...
Gruß
Wenni
Macht doch nichts, man lernt nie aus...
Hier mal ein Bild mit dem Funktionsprinzip.
A=Motorwelle
B=Zwischenrad
C=Capstanschwungrad
Frage an alle:
Hat jemand eine Bezugsquelle für gute Zwischenräder?.
Meins rumpelt trotz Bearbeitung noch ziemlich. Vor allem bei 19 cm/s
14.10.2024, 10:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.10.2024, 10:54 von optacord414.)
Ich muß meinen obigen Post korrigieren:
Die SG521 läuft im kalten Zustand 2% langsamer als Sollgeschwindigkeit.
Nach Erwärmung sind´s dann -0,2%.
"Mit Brille wär´ das nicht passiert..."
Zu der SG5561 fällt mir noch ein: Läuft das Reibrad frei/mittig auf der jeweiligen Geschwindigkeitsstufe des Motor oder schleift es evtl. am jeweils größeren Durchmesser der nächsthöheren Geschwindigkeit ?
14.10.2024, 14:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.10.2024, 17:26 von janbunke.)
Ihr könnt mich jetzt steinigen, aber ich habe das Problem mit der zu schnellen Geschwindigkeit jetzt dadurch gelöst, daß ich die Capstanwelle leicht runtergeschliffen habe.
Ich weiß, jetzt ist die Rauhigkeit hin, aber es läuft jetzt wie es soll und außerdem habe ich noch zwei Capstanschwungräder als Ersatz rumfliegen.
Für mich zählt das Ergebnis und das ist jetzt prima.
Ich wüßte außerdem nicht, wie man das sonst hätte lösen können.
Der Zählwerksriemen ist auch drauf und die Beleuchtung habe ich ebenfalls erneuert.
Die Maschine ist jetzt auf BASF PER 368 eingemessen und nimmt super auf.
Einzig das Capstan-Reibrad muß jetzt noch neu. Das rumpeln nervt enorm.
22.10.2024, 20:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2024, 20:59 von janbunke.)
Das mit dem Schleifen war keine gute Idee. Die Welle muß angerauht bleiben, sonst gibt es zuviel Schlupf.
Die Problematik hatte wohl mit dem verbeulten Reibrad zu tun.
Wenn das unrund läuft hat, also eine Beule hat, dann wird die Capstanschwungmasse zwischendurch zu stark beschleunigt.
Hat was mit dem Hebelgesetz zu tun. Die Achse, also der Drehpunkt ist dann nicht mehr mittig und die beiden Hebellängen sind dann unterschiedlich.
(ich weiß jetzt nicht, wie ich das besser ausdrücken soll)
Ich habe ja jetzt ein neues Reibrad drin und habe die geschliffene Capstanwelle gegen eine originale getauscht.
Jetzt passt die Geschwindigkeit ganz gut.
Jan, müsste sich das verbeulte Reibrad nicht als Wow&Flutter auswirken? 2% ist doch schon viel, und das ist ja der Wert der Durchschnittsmessung, die gesamte Geschwindigkeitsvariation wäre dann sicher höher.
Tja, war so eine Vermutung.
Fakt ist, daß mit dem neuen Reibrad und der abgeschliffenen Welle das Gerät zu langsam lief.
Mit einer originalen Welle läuft sie jetzt noch ganz leicht zu schnell, aber keine 2% mehr, etwa so 0,5%, das ist OK.
Merkwürdig aber egal...