SG 561 bei KA
#1
Hallo,

ich habe mir gestern diese Kiste hier als Bastelobjet geschnappt.
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/t...9-172-1257

Witzig ist, daß der Anbieter das Teil vor 3½ Jahren schonmal bei KA drin hatte und ich damals schon zur Besichtigung bei ihm vor Ort war (ca. 15 KM von meinem Wohnort entfernt)
Damals wollte er zuviel und wir sind uns nicht handelseinig geworden. Ich habe ihm seinerzeit 50 oder 60 Euro geboten, weiß nicht mehr genau, das war ihm bzw. seiner Frau zuwenig.
Jetzt hab ich's für 25 bekommen. Tja, das kommt davon wenn man anfänglich überzogene Vorstellungen hat.
An mich erinnert hat er sich gestern wohl nicht, wie ich glaube.
Zitieren
#2
Na ja, wie er's geknipst hat, sagt schon alles. Für dich war's aber gut ;-))

Grüße
Erhard
Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin
Zitieren
#3
Ja, die Fotos wirken wirklich etwas... lieblos. Sad

Ist die Kiste technisch OK? Dann war das ein tolles Schnäppchen.
Zitieren
#4
Gute Maschine, ärgerlicher Schwachpunkt sind die Schaltknebel. Die beiden Stufendrehschalter - Geschwindigkeiten und Stop, Pause ,Start - sind naturgemäß verdammt schwergängig, so sind schon beide Knebel bei meiner UHER gebrochen.
V.G.
Jo
Zitieren
#5
Ich weiß, dass das alte Doppelinstrument eine treue Fangemeinde hat, aber mir gefallen diese großen "Japan"-Instrumente bei der SG 561/562 (ohne dass ich jemals eine hatte). Zumal sie (m.W.) endlich auch bei Wiedergabe anzeigen.
Zitieren
#6
Ich fange gerade an die Maschine zu inspizieren und zu überholen.
https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid379885

Das hier ist schomal nicht schlecht...
   
Zitieren
#7
Unfassbar, wie bekommt man denn so etwas hin?
Zitieren
#8
Meine Fresse... wacko
Hoffentlich sind die Köpfe durch den Schmodder noch nicht angefressen...
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#9
Hoffentlich sind die Köpfe durch den Schmodder noch nicht angefressen...

Doch, ein bißchen, einige Krater aber nur außerhalb der "heißen" Bereiche.
Ich lasse jetzt einige Male ein Band mit 19cm/s durchlaufen mir erhöhtem Bandzug, das schleift sich bei den Bogen Köpfen schnell ab.
Die Köpfe sehen aber sonst noch sehr gut aus. Quasi kein Verschleiß.
Ansonsten das Übliche wie auch bei den RDLs. Riemen hinüber, Bremsschuhe glatt und Zwischenrad rumpelt. Alles kein Thema.


(08.10.2024, 18:47)Tonschreiber schrieb: Unfassbar, wie bekommt man denn so etwas hin?

...indem man die Köpfe niemals gesäubert hat, weil zu doof die Bedienungsanleitung zu studieren.
Zitieren
#10
das kommt öfter vor als man denkt.
so bin ich vor jahren auf dem wertstoffhof zu einer A77 mit "defekten" köpfen gekommen.
sahen ähnlich aus, wie die hier.
Zitieren
#11
Der Wiedergabekopf hat von den Ablagerungen doch einige reingefressene üble Krater in der Nähe des Luftspaltes vom linken Kanal. (obere Spur)
Ich werde den Kopf jetzt anschleifen und Läppen. Das geht bei diesen Köpfen eigentlich ziemlich gut.
Zitieren
#12
Den Tonköpfen gehts mittlerweile wieder ganz gut.
Ich lasse gerade noch mehrfach (ca. 10 mal) ein altes Band mit erhöhtem Bandzug durchlaufen um die Köpfe schön zu glätten nach der Schleif- und Läpp-Prozedur.

So kann man den Bandzug bei dieser Maschine für diesen Zweck manipulieren. Geht super.
   

Wer kann mir eigentlich den Unterschied zwischen einer SG 561 und einer SG 562 erklären?
Mitsumi Tonköpfe? Sonst nochwas?

edit:
Diesen alten Thread hier habe ich gefunden
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=5623
Zitieren
#13
Rustikale Lösung Big Grin 

Unterschied 561/562: Außer den Mitsumi-Köpfen nebst Anpassung im Wiedergabe- und Aufnahmeverstärker ist mir nichts bekannt.
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#14
Sachen gibts, die gibts gar nicht.

Ich wundere mich über die unterschiedlichen Frequenzgänge der Aufnahmeverstärker linker und rechter Kanal.
Auf dem linken Kanal ca. 3 db mehr Pegel bei 10 Khz. (war auch schon am Aussteuerungsinstrument erkennbar)
Was war los?

Im Schaltplan sind C55 und C56 mit 8,2 nF eingezeichnet. So soll es sein.
Verbaut war C55 = 10 nF und C56 = 8,2 nF.
Das hat mich jetzt 2 Stunden Suche gekostet.
Man kommt ja auch so toll ran an die Bauteile bei der Maschine.

Gruß, Jan


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#15
War da schonmal einer dran, oder war das ab Werk ?
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#16
(12.10.2024, 19:10)optacord414 schrieb: War da schonmal einer dran, oder war das ab Werk ?

Ich glaube ab Werk, ganz sicher kann man sich aber nicht sein. Die Lötstellen sahen noch original aus.
Zitieren
#17
Der Kollege hat da nix zu suchen, da gehört ein 8,2nF rein, was mittlerweile passiert ist.
Der Unterschied war klar messbar.
Die Maschine läuft jetzt vom feinsten und nimmt hervorragend auf.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#18
2nF haben da echt so nen Unterschied gemacht? 
Man lernt nie aus....
Gruß, Kuni
..............................

http://kuni.bplaced.net/
..............................
Zitieren
#19
Naja, 3-4 dB Höhenanhebung auf einem Kanal bei 10 Khz könnte man schonmal raushören.
Meßbar war es auf jeden Fall.
Da sind ja auch nicht umsonst Styroflexkondensatoren mit hoher Genauigkeit drin.
Wir reden hier ja nicht von Koppel- oder Pufferelkos.
Das Teil regelt schließlich den Aufnahmefrequenzgang. Das sollte shcon halbwegs passen.
Zitieren
#20
Jetzt tut sich ein ganz anderes Problem auf, für das ich selber keine Lösung weiß.
Die Maschine läuft ganze 2,0 Prozent zu schnell. Egal ob auf 19 oder 9,5 cm/s
Die Abweichung ist nicht tolerierbar. Das hört man natürlich auf einer anderen Maschine, die Musik ist dann zu langsam.
Der Motorkondensator ist in Ordnung. Den habe ich auf Verdacht auch schon gewechselt, tut sich nix.
Ansonsten gibts da ja auch nichts einzustellen. Woran zum Teufel kann das denn bloß liegen?
Zu langsam würde ich ja noch verstehen, dann würde ich denken, daß der Antrieb schwergängig ist, aber zu schnell?


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#21
Durchaus möglich, meine Royals und Variocords laufen auch zu schnell.
Ich meine mich zu erinnern daß nach DIN für Heimtonbansgeräte bis 1,5% zulässig wären.

Wie hast Du gemessen ?

EDIT: stimmt der Aufwickelbandzug ? Die rechte Rutschkupplung "bremst" das System etwas.
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#22
Bandzug und Bremsen sind in Ordnung. 
Gemessen wurde mit Frequenzzähler und meinem 3150 Hz Messband, das ich immer nehme.
Meine beiden RDLs haben das Problem nicht
(und auch alle weiteren meiner Maschinen nicht , bei denen man die Geschwindigkeirt nicht einstellen kann, weil die Motoren mit Netzfrequenz laufen, z.B. TD 20 A)
Zitieren
#23
Gerade bei einer SG521 gemessen:
im kalten Zustand (ca.16 Grad Raumtemp.): -1% Abweichung
Nach 1/2 Stunde Betriebszeit: +1% Abweichung.

Gemessen mit Pievox 3150 Hz Meßband + Woelke ME 104 C
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#24
1% ist zwar auch schon viel, aber 2% sind definitiv zuviel
Zitieren
#25
Evtl. Kantriemen durch Rundriemen ersetzt?

Gruß
Wenni
Zitieren
#26
Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.
Der Capstan wird nicht per Riemen angetrieben, sondern per Zwischenrad. Und bei dem ist der Durchmesser herzlich egal.
Der Riemen ist ausschließlich für den Antrieb der Spulenteller zuständig.
Und selbstverständlich wurde dieser durch einen originalen Dreiecksriemen ersetzt.
Zitieren
#27
(13.10.2024, 19:37)janbunke schrieb: 1% ist zwar auch schon viel, aber 2% sind definitiv zuviel

Kein Fehler, liegt an der Inflation!  Smile 

Gruß
Wolfgang 

(der immer noch einen Tonkopfträger Z 346 für seine SG 561 sucht)
Zitieren
#28
Zitat:Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.

Da hast Du in der Tat vollkommen Recht, ich hb' keine Ahnung von Uher TG's. Bei Reibrädern gibt es das Problem so ja nicht. Ich schrub das, weil ich so ein Problem mal bei einem Telefunken M2000 hatte, da lag es an einem falschen Riemen zwischen Motor und Schwungscheibe.

Sorry...

Gruß
Wenni
Zitieren
#29
(13.10.2024, 22:24)Wenni schrieb:
Zitat:Sorry, aber scheinbar hast du nicht wirklich Ahnung von der Materie.

Da hast Du in der Tat vollkommen Recht, ich hb' keine Ahnung von Uher TG's. Bei Reibrädern gibt es das Problem so ja nicht. Ich schrub das, weil ich so ein Problem mal bei einem Telefunken M2000 hatte, da lag es an einem falschen Riemen zwischen Motor und Schwungscheibe.

Sorry...

Gruß
Wenni

Macht doch nichts, man lernt nie aus...

Hier mal ein Bild mit dem Funktionsprinzip.

A=Motorwelle
B=Zwischenrad
C=Capstanschwungrad

Frage an alle:
Hat jemand eine Bezugsquelle für gute Zwischenräder?.
Meins rumpelt trotz Bearbeitung noch ziemlich. Vor allem bei 19 cm/s


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#30
Hallo, 

sehr gute Reibräder für Uher RdL und die SG-Modelle gibt es in der Bucht bei Tonband 24. neu, kein NOS, habe zwei gekauft, laufen superleise. 

Gruß

Wolfgang
Zitieren
#31
Ich muß meinen obigen Post korrigieren:
Die SG521 läuft im kalten Zustand 2% langsamer als Sollgeschwindigkeit.
Nach Erwärmung sind´s dann -0,2%.
"Mit Brille wär´ das nicht passiert..." Big Grin 

Zu der SG5561 fällt mir noch ein: Läuft das Reibrad frei/mittig auf der jeweiligen Geschwindigkeitsstufe des Motor oder schleift es evtl. am jeweils größeren Durchmesser der
nächsthöheren Geschwindigkeit ?

EDIT: Kann ja bei 19 cm/s nicht sein...
Freundliche Grüße
Jens
Zitieren
#32
(14.10.2024, 08:44)Tonkopf65 schrieb: Hallo, 

sehr gute Reibräder für Uher RdL und die SG-Modelle gibt es in der Bucht bei Tonband 24. neu, kein NOS, habe zwei gekauft, laufen superleise. 

Gruß

Wolfgang

Danke für den Tip.
Allerdings bin ich ein alter Geizhals mit einem dicken Konto und 48€ ist schon sportlich... Big Grin 

Nä Quatsch, ich order mal eins, was solls. Ich hab ja auch nur 25€ für das ganze Gerät bezahlt.
Zitieren
#33
Ihr könnt mich jetzt steinigen, aber ich habe das Problem mit der zu schnellen Geschwindigkeit jetzt dadurch gelöst, daß ich die Capstanwelle leicht runtergeschliffen habe.
Ich weiß, jetzt ist die Rauhigkeit hin, aber es läuft jetzt wie es soll und außerdem habe ich noch zwei Capstanschwungräder als Ersatz rumfliegen.
Für mich zählt das Ergebnis und das ist jetzt prima.
Ich wüßte außerdem nicht, wie man das sonst hätte lösen können.

Der Zählwerksriemen ist auch drauf und die Beleuchtung habe ich ebenfalls erneuert.
Die Maschine ist jetzt auf BASF PER 368 eingemessen und nimmt super auf.
Einzig das Capstan-Reibrad muß jetzt noch neu. Das rumpeln nervt enorm.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
Zitieren
#34
(14.10.2024, 08:44)Tonkopf65 schrieb: Hallo, 

sehr gute Reibräder für Uher RdL und die SG-Modelle gibt es in der Bucht bei Tonband 24. neu, kein NOS, habe zwei gekauft, laufen superleise. 

Gruß

Wolfgang

Das Reibrad kam soeben per Post, ist bereits eingebaut und ist superleise!
Zitieren
#35
Moin aus Hamburg!

Auch meine Rdl läuft zu schnell, den genauen Wert habe ich jetzt nicht zur Hand.

Jan, wie hast Du den Capstan „runtergeschliffen“?
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen Smile
Zitieren
#36
Das mit dem Schleifen war keine gute Idee. Die Welle muß angerauht bleiben, sonst gibt es zuviel Schlupf.
Die Problematik hatte wohl mit dem verbeulten Reibrad zu tun. 
Wenn das unrund läuft hat, also eine Beule hat, dann wird die Capstanschwungmasse zwischendurch zu stark beschleunigt.
Hat was mit dem Hebelgesetz zu tun. Die Achse, also der Drehpunkt ist dann nicht mehr mittig und die beiden Hebellängen sind dann unterschiedlich.
(ich weiß jetzt nicht, wie ich das besser ausdrücken soll)
Ich habe ja jetzt ein neues Reibrad drin und habe die geschliffene Capstanwelle gegen eine originale getauscht.
Jetzt passt die Geschwindigkeit ganz gut.
Zitieren
#37
Jan, müsste sich das verbeulte Reibrad nicht als Wow&Flutter auswirken? 2% ist doch schon viel, und das ist ja der Wert der Durchschnittsmessung, die gesamte Geschwindigkeitsvariation wäre dann sicher höher.

Gruß
Dieter
Zitieren
#38
Tja, war so eine Vermutung. 
Fakt ist, daß mit dem neuen Reibrad und der abgeschliffenen Welle das Gerät zu langsam lief.
Mit einer originalen Welle läuft sie jetzt noch ganz leicht zu schnell, aber keine 2% mehr, etwa so 0,5%, das ist OK.
Merkwürdig aber egal...
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste