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01.10.2024, 20:37
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.10.2024, 04:50 von DOSORDIE.)
Hallo,
Ich habe gerade fest gestellt, dass wenn ich die A Seite bespiele und dann die B Seite, wie man das halt so macht fehlen auf der A Seite rechts mindestens 2 dB an Pegel und auch links wird leiser.
Ist der Löschkopf kaputt oder der komplette Bandpfad verzogen? Ich dachte ich könnte evtl. den Löschkopf getrennt verstellen (hätte einfach Hinterband Kopfhörer laut gedreht und so lang den Löschkopf nach „außen“ bis die alte Aufnahme durchschimmert, dann wieder ein Stück zurück, aber das geht so nicht.
Es ist mir bei den letzten paar Cassetten aufgefallen, da klang die A Seite immer schlechter als B. Ich habe leider keine Messcassetten und kann den Bandpfad nicht komplett neu justieren.
Aber irgendwie macht das ja auch nur begrenzt Sinn. Wenn der Löschkopf mechanisch verstellt wäre dann müsste er ja schon weit auf die anderen Spuren streuen, wenn rechts und links so stark beeinflusst würden, oder? Ist vielleicht der Löschstrom zu hoch?
LG Tobi
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Vermutlich hat an dem Gerät bzw. an der Mechanik mal jemand ohne Sinn und Verstand herumgedreht.
Da wirst du wohl nicht drumherum kommen, die ganze Kopf- und Bandführungsjustage mal genauer zu überprüfen und ggf. zu korrigieren.
Das sollte dann jemand übernehmen, der auch das entsprechende Equipment und Know-How hat.
Ist das ein MKI ?
Gruß, Jan
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Das liegt wohl nicht am Löschkopf. Der Löschkopf würde nur eine Spur anlöschen. Es wird eher eine Justage und eine Überprüfung des Bandlaufes notwendig werden.
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Ja ist ein MK I. Es wurde vor zwei Jahren aufwändig revidiert. Es sind 60 Kondensatoren getauscht worden, der Bandlauf wurde mit Messbändern neu justiert. Mein Laufwerk kam nicht mehr auf Specs, weshalb ein Laufwerk aus einem Schlachtgerät auf meinen Wunsch eingesetzt wurde. Ich war bei der ersten Probe unzufrieden mit dem Gleichlauf, mit dem Ersatzlaufwerk war es dann besser. Ich hab in der Zeit eine Menge Cassetten aufgenommen und hab keine Probleme gehabt. Es fällt mir erst seit Kurzem auf, dass da was nicht stimmt.
Es hat aber auch noch andere Baustellen, die mir jetzt auffallen. Seit einiger Zeit zeigt der Calibration Modus immer mal wieder abweichende Werte an, wenn man die Taste drückt. Ich benutze immer nur Dolby B, weshalb ich die Dolby C Taste lange nicht gedrückt habe. Spaßeshalber hab ich das gestern mal gemacht, dann leuchteten B und C gleichzeitig. Erst nach mehrmaligem Drücken leuchtete nur ein Buchstabe, aber das war dann sehr unsicher, ich glaub die mechanischen Tasten haben eine Reinigung nötig. Das Relais ist auch im Eimer, manchmal gibt es Ausfälle zwischen Tape und Source.
LG Tobi
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02.10.2024, 09:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.10.2024, 09:24 von janbunke.)
(02.10.2024, 09:07)DOSORDIE schrieb: Ja ist ein MK I. Es wurde vor zwei Jahren aufwändig revidiert. Es sind 60 Kondensatoren getauscht worden, der Bandlauf wurde mit Messbändern neu justiert. Mein Laufwerk kam nicht mehr auf Specs, weshalb ein Laufwerk aus einem Schlachtgerät auf meinen Wunsch eingesetzt wurde. Ich war bei der ersten Probe unzufrieden mit dem Gleichlauf, mit dem Ersatzlaufwerk war es dann besser.
Oha, wenn ich das so lese...
Was heißt denn "Es wurde vor zwei Jahren aufwändig revidiert"
Bei einem GX 75 mußte ich noch nie irgendwelche Kondensatoren tauschen. Völliger Quark, meiner Meinung nach.
Das ganze Laufwerk getauscht? Soso...
Welcher "Vollprofi" hat das denn gemacht? Du warst es ja vermutlich nicht selber.
Beachten sollte man vielleicht auch noch, daß beim MKI die Bandführungen gerne verschleißen.
Es gab damals von AKAI dafür eine Umrüstaktion.
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Also das mit den Kondensatoren hatte einen Grund. Ich hatte Störungen in der Pegelanzeige. Die sprang regelmäßig auf Vollausschlag im Wiedergabezweig und man hörte dann auch Störgeräusche im Signalweg. Auf die Aufnahme hatte das keinen Einfluss, aber es erschwerte das Einpegeln, weil es schwierig war die Störspitzen vom tatsächlichen Eingangssignal zu unterscheiden. Die kamen immer völlig zufällig und der Aufsprechpegel war auf der einen Seite auch abgefallen, ohne dass Jemand am Poti gedreht hatte. Nach dem Tausch waren die 2 dB Differenz wieder weg.
Als ich das Gerät zurück bekommen habe, war ich mit dem Gleichlauf unzufrieden. Die Lager waren wahrscheinlich ausgeschlagen, weil ich oft Aufnahmen über Nacht gemacht habe und das Deck dann nach Ende der Cassette einfach bis morgens durch lief. Der Klavieranschlag war trotz neuer Riemen und Gummiteile nicht zufriedenstellend, weshalb ich es Demjenigen noch mal schickte, der mir dann das Schlachtlaufwerk einbaute, danach war ich dann auch (bis heute) mit dem Gleichlauf zufrieden.
Es funktionierte auch immer Alles anstandslos. Bis zuletzt habe ich aber immer drauf geachtet es nur noch anzuschalten, wenn ich es auch benutzt habe.
Ich kann zum Bandlauf nix sagen, weiß aber, dass der Azimut passt. Nun ist die Frage ob da schon beim Abgleich was nicht Passte und mit den abgenutzten Teilen dann Alles gestimmt hat, sich aber neue Toleranzen gebildet haben, oder wie man das überhaupt beheben kann? So eine Umrüstung ist ja mangels Teile wahrscheinlich heute gar nicht mehr möglich.