Frage zu Kenwood Einmessautomatik
#1
Hallo liebes Forum.
Ich habe ein Kenwood KX7030. Dieses hat eine Einmessautomatik die auch irgendetwas tut wenn man den Auto Bias Knopf drückt. Nun fehlen mir nach der Einmessung 3db im Pegel. Was tut diese Einmessautomatik denn überhaupt?
MfG Matthias
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#2
Das KX 7030 verfügt nur über ein Auto-Bias Fine Tuning, d.h. der Level wird nicht berücksichtigt. Der Level muss im Gerät auf einen Standard eingestellt werden.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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#3
Hallo,

das Kenwood KX-7030 hat nur einen Einmesscomputer für den BIAS. Der Level wird von dem Computer nicht eingestellt. Im SM wird komischerweise nicht beschrieben wie man das Deck mit einem 400Hz Pegel einstellt. Meiner Meinung nach geschieht das mit VR21/VR22. Bevor du aber hier was veränderst, sollte gewährleistet sein, dass der Playbacklevel lt. SM eingestellt ist.

Viele Grüße 

Michael
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#4
Der Wiedergabezweig und der Azimuth, der im SM auch falsch beschrieben wird, wurde mit den Forumsbekannten Messkassetten eingestellt. Ich werde weiter Berichten.
MfG Matthias
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#5
Das Ding ist nun wieder zu geschraubt.
Was habe ich gemacht? HF und Pegel sind ein Wechselspiel. Ich habe also erst so eingestellt, das es ungefähr gepasst hat. Dann habe ich nach Gefühl gekuckt welches Trimmerpaar ungefähr gleichlich steht. Und es lies sich hier eine Tendenz erkennen das es nicht passt. Ich habe es dann so eingestellt das erstmal das Bias paar eher gleichlich steht und dann den Level angepasst. Somit sollte der Frequenzgang brauchbar sein. Du kannst im Grunde nur EINE Bandsorte richtig einmessen. Und du müsstest dabei auch noch berücksichtigen, das die Funktionsfähigkeit der Automatik mit beeinflusst wird. Ich habe es dann so ausvermittelt das es für Chrom und Normal einigermaßen geht.
MfG Matthias
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#6
Deiner Beschreibung entnehme ich, dass du zwar die Messcassetten von HPR besitzt, aber kein Multimeter oder Oszilloskop, oder?
Die Position der Trimmer ist nicht unbedingt aussagekräftig. 

Viele Grüße 

Michael
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#7
Zitat:Nun fehlen mir nach der Einmessung 3db im Pegel.
...mit was für einem Band?
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#8
Sony UX S

(30.09.2024, 16:02)Technics123 schrieb: Deiner Beschreibung entnehme ich, dass du zwar die Messcassetten von HPR besitzt, aber kein Multimeter oder Oszilloskop, oder?
Doch, habe ich.
Zitat:Die Position der Trimmer ist nicht unbedingt aussagekräftig. 

Viele Grüße 

Michael

Wenn der Trimmer für einen Kanal an einem Anschlag steht und der für den Anderen am entgegengesetzten Anschlag, dann würde ich sagen da passt was nicht. Die Trimmer sollen ja an sich nur die Toleranzen der Kopfsysteme ausgleichen. Also schon ähnlich stehen.
MfG Matthias
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#9
Hallo Matthias,

ich hab den Thread erst jetzt entdeckt, kann aber eine ähnliche Erfahrung teilen.
Ich habe unlängst ein KX-4520 bekommen und mechanisch wieder instand gesetzt, welches ebenfalls (leider nur) über die Auto Bias Funktion verfügt (bei der ansonsten recht guten Ausstattung wie Dual Capstan wäre doch etwas mehr als nur eine Bias-Einmessmöglichkeit schön gewesen, Technics-Decks der Mitt-90er, also keine 5 Jahre später, hatten selbst im Mittelklassebereich schon ATC und damit einen besseren Einmesscomputer).

Auch hier habe ich Hinterband bei den "Standardbändern" wie TDK SA, Sony UX-S und Sony HF (Bj. späte 80er bis 90er) einen starken Pegelabfall zwischen Vor-/Hinterband. Somit sind Aufnahmen mit Dolby unmöglich. Bei Echtchromband (BASF Chrome Super II bis in die 1990er rein) ist der Abfall noch mal umso größer.

Demnächst muss ich da also auch noch mal ran und den Aufnahmepegel erhöhen.

Allerdings frage ich mich nach der Ursache - ich kann mir kaum vorstellen, dass Kenwood die Geräte damals auf eine derart exotische Bandsorte eingemessen hat, dass die bekannten Japaner a la TDK SA usw. darin unbespielbar sind (sofern Dolby gewünscht).
Ich habe mich auch schon dazu etwas belesen und konnte in englischen Foren ein Thema finden, wo selbiges Problem geschildert wurde und irgendwo wurde behauptet, dass die Kenwoods der frühen 1990er von JVC gebaut (???) und diese Decks auf Fuji-Cassetten eingemessen wurden (Beitrag auf tapeheads).

In jener Liste wird sowohl bei JVC als auch bei Kenwood Fuji genannt, kann also schon stimmen, dass die Geräte aus dem selben Hause stammen, aber sicher ist es natürlich nicht Dodgy

Jetzt die Frage, weichen die Fujis so sehr von den anderen Bändern ab oder ist da durch Bauteilalterung in den Kenwoods etwas im argen?
Viele Grüße
Alex

We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
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#10
Zitat:Jetzt die Frage, weichen die Fujis so sehr von den anderen Bändern ab oder ist da durch Bauteilalterung in den Kenwoods etwas im argen?

Das kann nur an einem Defekt/Alterung liegen. Kenwwod hat TDK Bänder verwendet, auch die als Kenwood verkauften Cassetten waren von TDK.

Aber auch JVC hat keine Fuji Bänder benutzt sondern ebenfalls meist TDK, für Type I auch Maxell. Die Liste hat einige Einträge die definitiv falsch sind.

Und selbst wenn... Fuji Bänder aus dieser Zeit liegen in der Empfindlichkeit ziemlich genau auf dem gleichen Level.
Auch hat JVC nicht die Kenwood Decks gebaut, da hat sich wohl jemand was zusammengereimt. Kenwood und JVC sind seit etwa 15 Jahren eine Firma.
Genau wie Marantz und Onkyo, die hatten vorher nichts miteinander zu tun.


Zitat:Auch hier habe ich Hinterband bei den "Standardbändern" wie TDK SA, Sony UX-S und Sony HF (Bj. späte 80er bis 90er) einen starken Pegelabfall zwischen Vor-/Hinterband. Somit sind Aufnahmen mit Dolby unmöglich. ..

Sind es bei dir auch 3db? Es gab/gibt ja überhaupt kein Band das so empfindlich war. Spitzenreiter in dieser Disziplin dürften die Denon HD8 (+ die anderen Metal Typ II Bänder von z.B. That's) und die 1985er Maxell XLII-S sein, die kommen so auf etwa 2db mehr als TDK SA oder U564W (der IEC Standard ab 1986)
Bei Typ I gab es wohl gar kein Band, das derart nach oben abgewichen ist. An der Werkseinmessung kann es also definitiv nicht liegen. Aber komisch ist das schon... und das bei zwei verschiedenen Kenwood Decks.
Eventuell liegts auch am Band Kopf Kontakt... Kenwood hat oft Sankyo Laufwerke mit Wickelbremse verbaut, die Riemen haben sich in der Regel längst aufgelöst... das wurde ich prüfen.
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#11
(06.10.2024, 19:09)al3x135 schrieb: Hallo Matthias,

ich hab den Thread erst jetzt entdeckt, kann aber eine ähnliche Erfahrung teilen.
Da bin ich ja froh das ich nicht der einzige bin der Probleme mit Kenwood Geräten hat. Smile

Zitat:Auch hier habe ich Hinterband bei den "Standardbändern" wie TDK SA, Sony UX-S und Sony HF (Bj. späte 80er bis 90er) einen starken Pegelabfall zwischen Vor-/Hinterband. Somit sind Aufnahmen mit Dolby unmöglich. Bei Echtchromband (BASF Chrome Super II bis in die 1990er rein) ist der Abfall noch mal umso größer.

Ich bin mittlerweile der Meinung das es ein Fehler beim Einstellen ist.
Das SM gibt mehrere MTT Testbänder an. Das sind Spezialtypen von Teac die mit den in Europa üblichen Typen wohl nicht kompatibel sind. Das einzige was es auch hier gibt ist das Dolby Testband. Da gibt es aber Unterschiede zwischen Vollspur und Stereo. Nun steht im SM, mit dem Dolby Testband auf -1,2dBS einstellen. Was ist nun dBS?
Im Kleingedruckten steht, das 1dBS = 0,775V ist. Das wäre heute das gleiche wie dBu. Nun musst du also auf -1,2dBu einstellen, mit 400Hz Dolby Testband. Wie viel ist das nun? Nach dem Sengpiel Rechner etwa 0,67Veff. Die Frage ist nun, wo die Pegelanzeige dann stehen muss? Bei der Dolby Marke? Bei 0dB?

Zitat:Allerdings frage ich mich nach der Ursache - ich kann mir kaum vorstellen, dass Kenwood die Geräte damals auf eine derart exotische Bandsorte eingemessen hat, dass die bekannten Japaner a la TDK SA usw. darin unbespielbar sind (sofern Dolby gewünscht).

In der Analogtechnik gilt, ein gut eingestelltes Gerät ist besser als ein neues.
Zitat:Jetzt die Frage, weichen die Fujis so sehr von den anderen Bändern ab oder ist da durch Bauteilalterung in den Kenwoods etwas im argen?

Ich denke die Fujis werden nicht so stark abweichen. Es ist einfach nur schlecht eingestellt.

(06.10.2024, 21:27)2245 schrieb: Eventuell liegts auch am Band Kopf Kontakt... Kenwood hat oft Sankyo Laufwerke mit Wickelbremse verbaut, die Riemen haben sich in der Regel längst aufgelöst... das wurde ich prüfen.
Ich habe einen neuen Riemensatz einer Firma aus dem Ruhrgebiet eingebaut und der passt meiner Meinung nach.
Es gibt aber Leute die sagen der Riemensatz passt nicht. Ich weis es auch nicht. Habe den Riemensatz vor ein paar Wochen bestellt.
MfG Matthias
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#12
Am besten misst du den Wiedergabepegel direkt am Dolby Chip. Beim Kenwood ist ein Sony CXA-1330 Chip auf der Platine. Mit dem 400HZ Dolby Tape den Wiedergabepegel an den Pins 13 und 18 auf 388mV einstellen. Wenn der Wiedergabepegel verstellt wird muß auch der Aufnahmepegel angeglichen werden.

Ich hatte in den letzten Jahren ein Kenwood KX-7030 und zwei KX-4520. Selbst ohne Einmessung nahmen alle Decks einwandfrei auf TDK SA auf. Pegelunterschiede Vorder/Hinterband gab es kaum. Diese Sankyo Laufwerke sind zickig beim Gleichlauf. Unter 0,08% kommt man mit den üblichen Ebay Riemen kaum.
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#13
Zitat:Das SM gibt mehrere MTT Testbänder an. Das sind Spezialtypen von Teac die mit den in Europa üblichen Typen wohl nicht kompatibel sind. Das einzige was es auch hier gibt ist das Dolby Testband. Da gibt es aber Unterschiede zwischen Vollspur und Stereo. 
Nein, das sind die üblichen drei Standards, 160, 218 und 250nWb/m DIN und Vollspur sollten Pegelbänder immer sein.

0.775mV  -1.2db sind 0.67mV, das ist korrekt. 775mV  -1.2db sind 670mV, das ist korrekt.

Aber die Reigenfolge ist normalerweise immer so:

1. PB Pegel
2. Bias
3. Rec level

Das ergibt dann auch bei falsch eingestelltem PB Level gleiche Pegel Vor und Hinterband.
Warum laut SM der Rec level gar nicht eingestellt wird, erschließt sich mir nicht. Die Potis sind ja vorhanden VR21/22.
Beim 7050 gehören die zur Einstellroutine dazu... ich würde das Testweise einfach mal abgleichen- falls der regelbereich überhaupt reicht.

Ähnliche Berichte gibt es zu den decks aber auch hier... Entweder geht da was standardmässig kaputt, oder die Kisten sind ab Werk vermurkst.
https://www.tapeheads.net/threads/kenwood-kx4520-calibration.85820/
https://www.tapeheads.net/threads/help-w...sue.90900/
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#14
Servus und danke für die zahlreichen Antworten!

Dann gehen wir das ganze mal Punkt für Punkt durch...


Zitat:Sind es bei dir auch 3db?


Ziemlich. Ich hatte gerade nur eine TDK CDing 2 (1996) griffbereit, aber ich denke, die dürfte ähnlich der SuperCDing und SA sein?
Ich habe auf die Schnelle vom Handy einen 440Hz Ton eingespeist. Source +1 dB ergeben Hinterband zwischen -2 und -1.
Somit bei mir also eher 2,5 dB als 3 dB, das mag aber auch daran liegen, dass ich keine leere Sony UX-S griffbereit an der Zweitanlage hatte.

Wenn ich mich richtig entsinne hat Matthias eine Sony UX-S zum testen verwendet.



Zitat:Eventuell liegts auch am Band Kopf Kontakt... Kenwood hat oft Sankyo Laufwerke mit Wickelbremse verbaut, die Riemen haben sich in der Regel längst aufgelöst... das wurde ich prüfen.


Bei dem Dual-Capstan Laufwerk waren beide verbauten Riemen hinüber, sprich der Flachriemen um Motorpulley und die beiden Schwungmassen und der kleine Bremsriemen am linken Wickeldorn.
Beide wurden von mir gegen Ersatzriemen von Thakker ersetzt und soweit ich das beurteilen kann ist der Bandlauf absolut perfekt.
Cassetten, die ich auf meinem Technics RS-BX 606 bespielt habe, werden einwandfrei wiedergegeben und auch der Wiedergabepegel ist okay.


Zitat:Ich denke die Fujis werden nicht so stark abweichen. Es ist einfach nur schlecht eingestellt.


Alles klar, dann weiß ich bescheid.



Mangels Messcassetten und Oszi kann ich Punkte wie Gleichlaufschwankungen oder Dolby Bezugspegel nicht beurteilen, aber dass mit dem Aufnahmepegel etwas im Argen ist, dürfte klar sein. (Ja, es wird langsam Zeit, dass ich mir das alles zulege, die Geräte werden nicht weniger Angel )
Das Kenwood war vorher soweit ich weiß noch nie auf (gab auch keine Anzeichen dafür) und die letzten 20 Jahre außer Betrieb in einem Altbaukeller verstaut.
Ich habe dann, wie schon gesagt, nur das Laufwerk mit dem Riemensatz wieder instand gesetzt und die Andruckrollen gesäubert, mehr war nicht notwendig.

Zitat:Ähnliche Berichte gibt es zu den decks aber auch hier... Entweder geht da was standardmässig kaputt, oder die Kisten sind ab Werk vermurkst.

https://www.tapeheads.net/threads/kenwood-kx4520-calibration.85820/
https://www.tapeheads.net/threads/help-w...sue.90900/

Genau! Die meinte ich, danke für's Raussuchen Smile
Viele Grüße
Alex

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#15
(07.10.2024, 16:35)2245 schrieb: 0.775mV  -1.2db sind 0.67mV, das ist korrekt.

Nee nee
Entweder muss das "Milli" vor dem Volt weg oder aber die "0"und das Komma und bei letzterem noch eine "0" hinten ergänzen.

Nicht, dass es noch Verwirrung gibt Wink
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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#16
Ach du grüne Neune...  Danke für den Zwischenruf!

775mV und 670mV  natürlich.

Den Unterschied zwischen 0.775mV und 0.67mV auf Magnetband zu messen wäre auch gar nicht mal so einfach geworden :-)
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#17
Naja, ich werde wohl vorerst nicht um's Improvisieren herumkommen und den Aufnahmepegel mit Hilfe der Potis nach Gehör und der Pegelanzeige des Decks selbst justieren.

Ich frage mich aber dennoch nach der Ursache....
Vielleicht weiß jemand, der früher als die Geräte neu waren und diese repariert hat, ob das einfach ein paar Geräte waren, die ab Werk falsch eingestellt waren Huh
Andererseits - wie wahrscheinlich ist es, dass sich durch Bauteilalterung der Pegel auf beiden Kanälen und bei verschiedenen Geräten nahezu identisch um 3 dB verfälscht, aber sonstige Gegebenheiten wie der Aufnahmefrequenzgang weiterhin in Ordnung bleiben?

Ich muss schauen, ob ich vom ehemaligen Besitzer meines KX-4520 noch ein paar Cassetten auftreiben kann (ich hatte mal ein oder zwei, beides maxell XL II-S Bj. 1989). Wenn die mit Dolby bespielt waren, könnte ich gegenprüfen, ob sich diese Cassetten "normal" abspielen lassen oder Dolby furchtbar pumpt.
Viele Grüße
Alex

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#18
(07.10.2024, 21:13)al3x135 schrieb: Naja, ich werde wohl vorerst nicht um's Improvisieren herumkommen und den Aufnahmepegel mit Hilfe der Potis nach Gehör und der Pegelanzeige des Decks selbst justieren.

Das wird nix. Du musst Azimuth und Wiedergabepegel zuerst einstellen. Hast du denn kein Messgerät? 400Hz ist doch noch fast technischer Wechselstrom. Das hier schon besprochene Messcassetten Set von Hanspeter Roth ist für das was man bekommt wirklich günstig.

Zitat:Vielleicht weiß jemand, der früher als die Geräte neu waren und diese repariert hat, ob das einfach ein paar Geräte waren, die ab Werk falsch eingestellt waren Huh

Ich weis das Dolby früher nie funktioniert hat. Und das bedeutet ja auch, das die Einstellung nicht passt.
Richtiges justieren kostet Geld. Is so.

Zitat:Andererseits - wie wahrscheinlich ist es, dass sich durch Bauteilalterung der Pegel auf beiden Kanälen und bei verschiedenen Geräten nahezu identisch um 3 dB verfälscht, aber sonstige Gegebenheiten wie der Aufnahmefrequenzgang weiterhin in Ordnung bleiben?

Eine Einmessung kann schon 10 - 20 Jahre stabil bleiben, aber woher weist du das genau? Tatsache ist, es passt etwas nicht. Und was es genau ist, das musst du heraus finden. Und dazu musst du erst den Wiedergabeteil prüfen.
Und wenn du nicht mit Sicherheit sagen kannst das der Wiedergabeteil in Ordnung ist, stocherst du nur im Tierkot.
Das nächste Problem ist, woher weist du das die Cassette in Ordnung ist? Ich habe hier das grosse Problem, das ich gar nicht weis welche Cassetten wirklich noch gut sind. Eine UX-S war auch hinüber. Aber das habe ich zuerst nicht gemerkt.
Du brauchst das Set von Hanspeter und das Richtige Messgerät. Dann prüfst du den Wiedergabeteil und dann siehst du was los ist.

(07.10.2024, 18:58)al3x135 schrieb: Beide wurden von mir gegen Ersatzriemen von Thakker ersetzt und soweit ich das beurteilen kann ist der Bandlauf absolut perfekt.

Ich habe auch den Thakker Riemensatz drauf und würde auch sagen das er passt. Im Hifi Forum schreiben aber Leute das er nicht passt. Der Fred ist aber schon älter.
MfG Matthias
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#19
Zitat:Du musst Azimuth und Wiedergabepegel zuerst einstellen.

Nein... nicht unbedingt! Unter den gegebenen Voraussetzungen...

Zitat:Cassetten, die ich auf meinem Technics RS-BX 606 bespielt habe, werden einwandfrei wiedergegeben und auch der Wiedergabepegel ist okay.

...kann man auch mit der Annahme starten Azimuth und PB level werden ausreichend stimmen den Rec Level einstellen.
Und dann mal schauen ob zumindest Dolby dann erheblich besser funktioniert.
Vor allem wird man sehen ob die Trimmer überhaupt ausreichen um die 3db wieder drauf zu Kurbeln.

Ich würde mir mal da SM schnappen und als erstes mal die Stromversorgung des Rec Amps durchchecken und auch mal ein Auge auf die Elkos werfen.
Dass Kenwood die Geräte so ausgeliefert hat glaube ich irgendwie nicht.
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#20
Beim Kenwood KX7030 gibt es ein paar Elkos von Elna. Die müssen auf jeden Fall getauscht werden. Einige davon befinden sich unter dem Blechdeckel. Die Elnas haben eine andere Farbe wie die restlichen Elkos und man findet die sofort. Im Nachbarsforum gibt es dazu einen Thread:

https://old-fidelity-forum.de/thread-334...pid1170794
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#21
(07.10.2024, 23:16)2245 schrieb:
Zitat:Du musst Azimuth und Wiedergabepegel zuerst einstellen.

Nein... nicht unbedingt! Unter den gegebenen Voraussetzungen...


Ich würde mir mal da SM schnappen und als erstes mal die Stromversorgung des Rec Amps durchchecken und auch mal ein Auge auf die Elkos werfen.
Dass Kenwood die Geräte so ausgeliefert hat glaube ich irgendwie nicht.

Genau so sehe ich das auch!
Aber klar, damit alles perfekt passt, müsste man den Rest natürlich auch mit Referenzbändern anpassen...

Zu letzterem: Ja, das wäre wohl die sinnvollste Herangehensweise. In einem YouTube-Video zu einem KX-7030 habe ich gesehen, dass da anscheinend auch einige Elkos gerne mal flöten gehen.
Mich bestätigt das ganze ja noch mal.
Viele Grüße
Alex

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#22
Die unter dem Blechdeckel waren bei mir ebenfalls ausgelaufen.
Viele Grüße 
Manfred

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#23
Hallo, ich habe nun ein weiteres KX 7030 im Konvolut gekauft.
Die festgestellten Daten sind folgende:
Mit der 315Hz, 250nWb/m Testkassette von Hanspeter Roth, zeigt das Grundig MV40 etwa 650mV Ausgangsspannung an. Die Aussteurungsanzeige steht dann bei +3 dB.
Bandsorte Chrom, Dolby aus.
MfG Matthias
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#24
Hallo zusammen,

ich hatte gestern Abend Zeit, das Kennwood KX-4520 noch mal aus dem Turm zu holen und zu öffnen, um das Aufnahmepegelproblem zu beheben.
Ich habe in der Zwischenzeit sogar mit genau diesem Deck und Dolby C bespielte Cassetten bekommen und konnte die darin auch ohne Probleme dekodieren. Somit ging ich davon aus, dass der Abspielzweig korrekt eingestellt ist und hab mich direkt an die Aufnahmepegel gemacht (2 Potis, je links und rechts eines).

Der ca. 3dB große Pegelunterschied bei TDK SA Band (1992) und TDK CDing (1996) konnte durch Drehen der Potis beseitigt werden und Dolby-Aufnahmen funktionieren so auch wieder, wie vorgesehen.


Jedoch bin ich bei diesem Deck ein wenig zwiegespalten. Ich verstehe den Hype um die Modelle wie das Kenwood KX-1100 und so weiter vollkommen, aber das KX-4520 verstehe ich nicht so ganz.
Einerseits hat man hier einen Dual-Capstan-Antrieb, der super funktioniert (auch mit den originalen Andruckrollen und C-120 Cassetten keine Probleme!), und drei Tonköpfe mit Hinterbandkontrolle und Einmessautomatik, dann aber nur die Möglichkeit, den Bias einmessen zu lassen.
Das zeitgleich in der Audio-Zeitschrift gelistete Aiwa AD-F 880 (Link zu Hifi-Wiki) müsste, wenn ich mich nicht täusche, die selbe UVP gehabt haben und dazu waren Bias und Aufnahmeempfindlichkeit auf das verwendete Band einstellbar. (Edit: Ja, hat es. Und das sogar manuell, was ich als noch besser empfinde, als automatisch.)
Zudem hängt die Cassettenklappe rechts oben etwas mehr aus dem Gehäuse heraus, als links.
Das hängt schlichtweg daran, dass es nur links eine richtige Verriegelung dafür gibt. Rechts finden sich nur die Zahnräder für den Soft-Eject.

Letzteres darf doch normalerweise bei einem HiFi-Gerät der "Oberklasse" (vgl. in Audio 3/1991) nicht vorkommen.
Viele Grüße
Alex

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#25
Sind die neuen Kenwood denn gehyped? Richtig teuer sind nur das KX1100 und das KX9010. Die Anderen sind doch recht günstig. Seit das KX7030 in einem Reparaturvideo verrissen wurde ist es eines der günstigsten Dreikopfgeräte.
Ich habe für mein erstes 60 EUR und für mein zweites 35EUR bezahlt. Jeweils defekt. Neue Riemen rein und einstellen und läuft. Für das 1100er oder das 9010 werden über 300 EUR aufgerufen und wohl auch bezahlt. Das KX4520 ist teurer und seltener. Was die Dinger früher gekostet haben ist doch heute fast egal. Aiwa ist seltener als Kenwood. Ausser den ganz einfachen Dingern. Und "Oberklasse", nunja, wir wissen alle das es was besseres gibt. Aber Preis / Leistung entscheidet.
MfG Matthias
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#26
Ich dachte, neben dem 1100 gab es noch das 880 oder so ähnlich, das aus der selben Reihe stammt und etwas abgespeckter, aber trotzdem recht beliebt ist...

Ob "Oberklasse" jetzt passt, da kann man sich sicher streiten. Eins ist aber klar: Das KX-4520 ist definitv weiter oben angesiedelt, als bspw. mein Technics RS-BX 606 mit Single-Capstan-Antrieb und "nur" manueller Biaseinstellung.
Mein Technics hingegen schafft es aber, das Cassettenfach eben zum Rest der Front zu schließen. Vielleicht bin ich da auch zu empfindlich, aber mich störts eben irgendwie Big Grin
An der Funktion ändert es ja nichts.


Wo wurde das Kenwood KX-7030 denn so heruntergeredet? Vielleicht muss ich auch mal nach so 'ner Möhre Ausschau halten...
Viele Grüße
Alex

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#27
al3x135 schrieb:Zudem hängt die Cassettenklappe rechts oben etwas mehr aus dem Gehäuse heraus, als links.
Das hängt schlichtweg daran, dass es nur links eine richtige Verriegelung dafür gibt. Rechts finden sich nur die Zahnräder für den Soft-Eject.
Ich kenne das Gerät zwar nicht, das gleiche Phänomen (Kassettenfachklappe wird nur an einer Seite verriegelt und die andere Seite steht nach -zig Jahren etwas vor) gibt es aber auch bei den ersten Telefunken Radiorecordern. Abhilfe: Die Kassettenfachklappe ausbauen, mit einem Haartrockner erwärmen und wieder in die richtige Richtung "verdrehen". Ggf. mehrfach machen, bis es wieder passt.

Gruß
Wenni
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#28
(25.11.2024, 21:05)al3x135 schrieb: Wo wurde das Kenwood KX-7030 denn so heruntergeredet? Vielleicht muss ich auch mal nach so 'ner Möhre Ausschau halten...

Hier:
https://www.youtube.com/watch?v=9dbKzN8Hrro

Auf dem Kanal gibt es auch ein Reparaturvideo wo alles mögliche abgelötet wird um die Riemen zu wechseln.
Musst du nicht. Du kannst alles abschrauben.
MfG Matthias
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#29
(25.11.2024, 21:05)al3x135 schrieb: Ich dachte, neben dem 1100 gab es noch das 880 oder so ähnlich, das aus der selben Reihe stammt und etwas abgespeckter, aber trotzdem recht beliebt ist...

Das KX 880 ist ein Zweikopfgerät mit Direktantrieb das es in mehreren Versionen gab. Die späteren waren einmessbar.
Dann gab es noch ein KX 870 Dreikopf ohne Einmessmöglichkeit. Was die taugen weis ich nicht. Ich bin bei Kenwood Einsteiger.
MfG Matthias
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#30
Du meinst sicherlich das Kenwood KX-780. Das hatte von außen nur eine Einstellmöglichkeit für den BIAS. Es hatte zwar drei Tonköpfe, war aber dem KX-880 unterlegen.

Viele Grüße 

Michael
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#31
Hast Recht. Es hieß KX 780. Warum war das KX 880 besser?
Meinst du das die Einmessbarkeit mehr bringt als die 3 Köpfe?
MfG Matthias
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#32
(26.11.2024, 00:46)Wenni schrieb:
al3x135 schrieb:Zudem hängt die Cassettenklappe rechts oben etwas mehr aus dem Gehäuse heraus, als links.
Das hängt schlichtweg daran, dass es nur links eine richtige Verriegelung dafür gibt. Rechts finden sich nur die Zahnräder für den Soft-Eject.
Ich kenne das Gerät zwar nicht, das gleiche Phänomen (Kassettenfachklappe wird nur an einer Seite verriegelt und die andere Seite steht nach -zig Jahren etwas vor) gibt es aber auch bei den ersten Telefunken Radiorecordern. Abhilfe: Die Kassettenfachklappe ausbauen, mit einem Haartrockner erwärmen und wieder in die richtige Richtung "verdrehen". Ggf. mehrfach machen, bis es wieder passt.

Gruß
Wenni

Servus Wenni,
das ist mir zu Riskant. Zumal die Klappe aus zwei Teilen besteht. Wenn sich da was ungünstig verzieht, passt am Ende garnichts mehr. Trotzdem danke für den Tipp!
Viele Grüße
Alex

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#33
Das KX-880G/D/HX hat das bessere Laufwerk. Auch war die Verarbeitung weitaus besser. Ich glaube in der Zeitschrift STEREO wurden die Decks damals getestet und verglichen.

Viele Grüße 

Michael
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