Marantz PMD 661 MKII, die Rumsmurmel
#1
In der Reihe Rumsmurmeln möchte ich heute das erste Gerät vorstellen.
Es handelt sich um einen Marantz PMD661 MKII.

   

Ich habe das Gerät als Bastlergerät für unter 50 EUR gekauft. Der Verkäufer sagte dass der Rechte Mikrofonanschluss deutlich mehr rauscht und das Gerät deshalb als Bastlergerät verkauft wird. Diese Fehlerbeschreibung erwies sich als richtig. Nun muss man wissen, das Marantz Digitalrecorder bei Mono immer nur den Linken Kanal verwenden. In Mono kann man also noch Mikrofonaufnahmen machen. Um nun böse Überraschungen zu vermeiden, habe ich einfach die Rechte Mikrofonbuchse ausgebaut und das Loch mit einem Stück Plastik aus einer CD Hülle zugeklebt. Absolut fachgerecht und mit dem Richtigen Werkzeug. Man könnte sagen Ebay Topzustand!

   

Nun ist es so, das die Marantz Digitalrecorder, von denen ich schon mehrere hatte, mit einem "Preset" System arbeiten. Will heißen, man kann relativ schnell zwischen 3 "Presets" umschalten. Das einstellen dieser Presets ist aber deutlich komplizierter.
Ich habe also 3 Presets erstellt:
1. Mikrofon, Mono mit Aufnahmeautomatik.
2. Mikrofon, Mono mit manueller Aussteurung.
3. Stereo mit manueller Aussteurung vom Hochpegeleingang.
Mehr kann man an Presets nicht speichern und mehr braucht man ja jetzt auch nicht mehr.

Neben dem Mikrofoneingang, der auch P48 Phantomspeisung beherrscht, gibt es noch einen Hochpegeleingang in Stereo, (der geht noch) und einen Digitaleingang. Der Digitaleingang ist mit heißer Nadel gestrickt und ich rate von der Verwendung ab. Der Rekorder hat Kontrollautsprecher und Kopfhöreranschluss. Er frisst SDHC Karten bis 8 GB und zeichnet normale Wav Dateien auf. Die Energie kommt aus 4 Mignonzellen.

Der Rekorder hat keinen Limiter und kann entweder manuelle oder automatische Aussteuerung. 
Das war damals ein großer Kritikpunkt, weshalb die Geräte heute generell eher günstig sind. Es gab auch noch zwei Nachfolgemodelle. PMD 661MKIII und PMD 561

Die Automatik hat eine kurze Zeitkonstante und eignet sich daher nur für Sprachaufnahmen. Außerdem sind die Audiodaten nicht der Bringer. Bei 24kHz und  85dB Rauschabstand ist auf dem Hochpegeleingang ist Schluss. Der Mikrofoneingang rauscht noch stärker.

Was kann man nun mit so einer Rumsmurmel noch machen?
Mono Sprachaufnahmen, Tonbandstimmenforschung und Kassetten digitalisieren. Und genau das mache ich auch damit.
MfG Matthias
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