Mess Cassetten Angebot
#1
Ein wohl interessantes Angebot für die Experten und Reparateure von MC / Decks hier.
Für Neuware scheint mir der Preis für 6 Cassetten angemessen.

6 x Mess Cassette


Die Angebotsbeschreibung scheint auf einen VK hinzuweisen, der was von der Sache zu verstehen scheint.


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" Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Sie zu einem Atheisten,
aber Gott erwartet Sie am Boden des Glases. "

(Werner Heisenberg)


Meine Recorder wurden gefertigt in: Regensdorf, Löffingen, Hösbach, Frankfurt und Oslo

Gruß
Ralf
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#2
Ja, das sind die Messcassetten von unserem lieben Hanspeter.

Ich konnte sein Labor schon einmal besichtigen.
Er ist absolut kompetent und treibt einen großen Aufwand, um die Cassetten herzustellen.

Dafür ist der Preis ein Witz!

Beste Grüße,
Wilhelm
Wir lösen ständig nur Probleme die wir ohne uns nicht hätten
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#3
Ich hab da mal zugeschlagen...
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#4
Ich habe dieses Set auch kürzlich gekauft, aber noch nicht viel damit gemacht.
Man kann es übrigens auch per Vorkasse beim Hersteller kaufen, was ich sehr lobenswert finde.
MfG Matthias
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#5
Den Hinweis auf Hanspeters Kassetten habe ich auch schon bekommen. Der Preis ist tatsächlich ein Witz: Für 50,- bekommt man nicht mal eine "offizielle" Kassette.
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#6
Ich habe hobbymäßig schon ein paar Dinge mechanisch und elektrisch repariert, aber an diese Einstellgeschichten habe ich mich bisher nicht herangewagt. Ich würde aber gerne langsam in die Materie eintauchen.
Bitte entschuldigt daher meine unbedarfte Frage:
Kann man als Laie bzw. als jemand ohne Messequipment/Oszilloskop, diese Kassetten oder einen Teil davon gebrauchen?
Und falls ja, wie?

Gruß Sebi
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#7
Hi Sebi

Du brauchst zum Abgleich außer den Kassetten immer auch noch Meßtechnik. Typisch: NF Millivoltmeter, Oszi, NF Generator, Frequenzzähler. Einiges davon kann man heute auch auf dem PC machen.
Gruß, Kuni
..............................

http://kuni.bplaced.net/
..............................
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#8
Hallo Sebi,

jeder hat mal klein angefangen, von da her, schön das Dich die Technik interessiert!

Ohne Multimeter und Oszi kannst Du nur ein kleines Potenzial der Kassetten nutzen. Den Azimut kann man notfalls nach Gehör einstellen, die Geschwindigkeit durch "akustische Interferenz" mit einem Software-Tongenerator am PC.

Wenn Du das Hobby in Zukunft vertiefen möchtest, würde ich die Kassetten erwerben und "hüten wie meinen Augapfel". Wer weiß, wie lange Hanspeter dieses Angebot noch anbieten wird. Es gibt kaum Alternativen, schon gar nicht zu diesem Preis.

Man kann Hanspeter eigentlich nicht genug danken, dass er diese Kassetten praktisch zum Selbstkostenpreis anbietet.

DANKE Hanspeter!
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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#9
Und nochwas:

Wenn ihr an den Cassetten lange Freude haben wollt, dann bitte vor jedem Meßvorgang Tonköpfe und Bandführungen gründlich entmagnetisieren!
Dass alles sauber sein muß, versteht sich ja von selbst.

Gruß, Jan
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#10
(23.09.2024, 08:35)Scerms schrieb: Kann man als Laie bzw. als jemand ohne Messequipment/Oszilloskop, diese Kassetten oder einen Teil davon gebrauchen?

Die Azimuth und die Pegel Kassetten kannst du gebrauchen um deine verschiedenen Geräte aufeinander abzustimmen.
Azimuth kannst du zumindest ungefähr nach Gehör einstellen. Mit den Pegel Kassetten kannst du dann sehen ob beide Kanäle gleich sind. Das ist schon mal eine gute Basis wenn du Kassetten unter verschiedenen Geräten austauschen willst.
MfG Matthias
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#11
Den Azimuth nach Gehör einstellen, ja, aber doch nicht mit der 10KHz Meßcassette. Wie soll das denn gehen?
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#12
Auf Pegelmaximum. Es gibt auch Serviceanleitungen wo drin steht das der Azimuth im Mono Modus auf Pegelmaximum eingestellt werden soll. Dann natürlich mit Messgerät.
MfG Matthias
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#13
Natürlich auf Pegelmaximum, was denn sonst, aber doch nicht per Ohr! 
Da geht Rauschen besser als ein 10KHz Ton, vor allem wenn man über 60 ist, so wie ich...
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#14
(23.09.2024, 09:08)Manfred_K. schrieb:  würde ich die Kassetten erwerben und "hüten wie meinen Augapfel". Wer weiß, wie lange Hanspeter dieses Angebot noch anbieten wird....

Genau das habe ich vor. Ich werde zwar zumindest vorerst nicht alles nutzen können, aber auf jeden Fall die Kassetten sichern. Wenn es dann mal irgendwann soweit ist, kann ich darauf zurückgreifen.

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß Sebi
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#15
Tolle Sache.
Habe vorhin bestellt.

Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

http://www.sender-zitrone.de/
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#16
(19.09.2024, 11:36)Reel2Reel4ever schrieb: Dafür ist der Preis ein Witz!

Wo er recht hat ...

Ich habe auch eine hübsche Sammlung, wo z.T. sogar die zu erwartenden Abweichungen der Spaltlage angegeben sind. Ich habe sie mit den Aufzeichnungen meiner "Precision Mechanism" Cassetten von BASF verglichen, und die Übereinstimmung beim Azimut ist wirklich erstaunlich, sowohl absolut wie bei den Schwankungen.

Alles in allem uneingeschränkt zu empfehlen, zumal ich genau um die Schwierigkeiten der Bezugsbandherstellung weiß, aber Cassetten, das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, allein schon wegen der Gehäuse Angel
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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#17
Hier ist vielleicht nicht der richtige Ort für meine Frage, aber kommt jemand aus dem Raum Aachen-Köln und hätte Lust, mir mal eine kleine Einführung in die Thematik zu geben? Ich hätte sogar einen Kandidaten zum tüfteln, mein altes Sansui SC 3110...

Gruß Sebi
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#18
(23.09.2024, 16:45)Peter Ruhrberg schrieb: Ich habe sie mit den Aufzeichnungen meiner "Precision Mechanism" Cassetten von BASF verglichen, und die Übereinstimmung beim Azimut ist wirklich erstaunlich, sowohl absolut wie bei den Schwankungen.


Hallo Peter,

das Messband für den Azimut mit 10 kHz wird von Hanspeter außerhalb eines Kassettengehäuses in Vollspur mit einer speziellen Maschine bespielt, wenn ich das richtig verstanden habe.

Würde es Sinn machen, dieses Messband in ein besseres Gehäuse zu verpflanzen? 

Wenn ja, welches könnte man denn empfehlen? Z.B eine BASF Chromdioxid Super II aus den Mitte 80igern? Oder Maxell XL II S oder ähnliches?
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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#19
(23.09.2024, 18:50)Manfred_K. schrieb: das Messband für den Azimut mit 10 kHz wird von Hanspeter außerhalb eines Kassettengehäuses in Vollspur mit einer speziellen Maschine bespielt, wenn ich das richtig verstanden habe.

Das war schon zu Zeiten von BASF die übliche Vorgehensweise. Ich habe hier 1.000 m Azimutaufzeichnung der BASF als unbenutzten Rohwickel.

(23.09.2024, 18:50)Manfred_K. schrieb: Würde es Sinn machen, dieses Messband in ein besseres Gehäuse zu verpflanzen? 
Wenn ja, welches könnte man denn empfehlen? Z.B eine BASF Chromdioxid Super II aus den Mitte 80igern? Oder Maxell XL II S oder ähnliches?

Ich würde sagen, Probieren geht über Studieren ...
Grüße
Peter


_____________________

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#20
Die besten Gehäuse, welche man bei normal käuflichen Leercassetten finden konnte, waren vor allem:

- BASF Chrome Maxima mit großem Fenster, also ab 1988/89
- Maxell mit Rechteck-Fenster aus der Zeit um 1983-86, alle außer UL/UR

Es gab noch mehr, die mindestens genauso gut waren, aber eben nicht in dieser konstanten Qualität, da kann man also auch Nieten ziehen.

Noch besser wäre das BASF TP II/IV Gehäuse, aber das ist leider verschweißt, also nicht zum einfachen Umtopfen von Bändern geeignet.

Viele Grüße,
Martin
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#21
Ja, klar, könnte ich es probieren...

Wenn ich dann mit beiden Gehäusen zur gleichen Azimut-Einstellung komme, ist alles gut.

Was aber, wenn sich die Einstellung mit einem "besseren" Gehäuse etwas verändert. Ich habe ja keine absolute Referenz. Welchem Gehäuse wäre dann zu trauen?

Ich habe mir, ca. 1985, auf der nagelneuen Revox-Anlage eines Freundes, eine ganze Kassette rosa Rauschen aufgenommen, quasi als meine persönliche Referenz-Azimut Kassette. In den nachfolgenden Jahren habe ich damit meine Recorder justiert.

Wenn ich heute, diese selbst aufgenommene Kassette mit dem Azimut-Tape von Hanspeter vergleiche, liegen wir sehr dicht beieinander. Besser jedenfalls, als so manche Werkseinstellungen die einem bei neuen Tapedecks zum Teil untergejubelt wurden...
Viele Grüße 
Manfred

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#22
Hanspeter testet die Cassetten meines Wissens auch, bevor er sie versendet. Welche Toleranzen er ansetzt, kannst Du ihn ja fragen - aber die in zu stark abweichenden Gehäusen verkauft er gar nicht.

Viele Grüße,
Martin
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#23
ja, deshalb auch die Beschriftung "gute Seite"

Danke Martin, für die Info. Von diesen Kassettengehäusen finden sich bestimmt einige in meinem Sammelsurium.
Viele Grüße 
Manfred

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#24
Vor längerer Zeit hatte ich mir folgende Ferro Gehäuse gesichert, aber leider komme ich aus z.Z. aus familiären Gründen nicht wirklich dazu sie endlich zu testen. Ich werde berichten, sobald der Kopf wieder frei ist.

   

Viele Grüße 

Michael 
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#25
(23.09.2024, 19:14)Kirunavaara schrieb: Die besten Gehäuse, welche man bei normal käuflichen Leercassetten finden konnte, waren vor allem......

Was ist in diesem Zusammenhang von den Sony UX-Pro Gehäusen mit dem Ceramic Guide Block zu halten?
Die sind noch verschraubt. Nur so ziemlich die letze(n) Generation(en) waren verklebt.
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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#26
Bei UX-Pro müßte ich nach einem alten Test suchen, schlecht waren die bestimmt nicht. Allerdings muß man da aufpassen, wirkich eine mit Keramikblock zu finden. Die späteren Serien waren zwar auch noch lange verschraubt, hatten den Bandführungsblock aber wie die UX-S aus Kunststoff. Die sind leider nicht mehr gleichbleibend gut. Dazu kommt bei Sony-Gehäusen noch, daß man sie am besten auch mit den speziellen Sony-Wickelkernen betreibt, weil sie mit der Struktur in den Gleitfolien eine Einheit bilden. Die Kerne muß man also auch ummontieren.

@ Michael: Ja, von diesen Gehäusen hatte ich mir auch ein paar gegönnt :-) Die sind scheinbar genauso maßhaltig wie die Cr Maxima im gleichen Design. Ich finde es sehr schade, daß es keine Ferro Maxima damit zu kaufen gab.

Viele Grüße,
Martin
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#27
Meine beiden original NOS Sony Azimut Bänder stecken in Pro Gehäusen. 
   

...aber gute Gehäuse gabs ne Menge, aber auch von diesen guten gibt es immer Ausreisser.
Ein guter Anhaltspunkt beim "Gehäusetesten" ist eine möglichst geringe Abweichung der Phaselage zwischen A und B Seite.
Ein gutes günstiges Gehäuse ist auch "originale" Sony HF von 1985-1994, oder das BASF Transversalgehäuse von 1991.
   
   

(23.09.2024, 19:14)Kirunavaara schrieb: - BASF Chrome Maxima mit großem Fenster, also ab 1988/89
- Maxell mit Rechteck-Fenster aus der Zeit um 1983-86, alle außer UL/UR
Ein Band aus einer Teac Cassette von Hanspeter habe ich in ein Maxima 1990 Gehäuse umgetopft, hat aber auch drei Versuche geraucht.
Erst das dritte Gehäuse war dann ziemlich gut, sehr nah an den anderen für gut befundenen Cassetten und geringe A B Abweichung.
Es gibt durchaus Gehäuse die besser als andere sind, das Maximagehäuse gehört sicher dazu, aber Chargen/Fertigungstoleranzen sind numal ein Bestandteil des Systems Compactcasstte.
Die Teac Gehäuse die Hanspeter am Anfang noch hatte, waren technisch gesehen die von dir genannten Maxell Gehäuse, zudem wohl noch vorselektiert, oder auf besondere Maßhaltigkeit produziert. Die haben bei Hanspeters Tests oft gar nicht gut abgeschnitten.

Zitat:Zitat Hanspeter: Die Teac Gehäuse waren bei Philips das no plus ultra mit etwa 4 DM Einkaufspreis. Das mir nun Zweifel kamen, zeigen die Bilder.
   
Das gleiche Band im UX-Pro Gehäuse:
   

Ich hatte Hanspeter so etwa 8 verschieden Gehäuse geschickt, die hat er dann mit seinem Band befüllt und vermessen.
Maxell XLII-S 1988, Denon HD8 1988, UX-Pro 1990, BASF CR-S 1991, BASF CR-S 1986,TDK SA-X 1988.
Ich muss noch mal die Ergebnisse anschauen, laut Hanspeter waren die UX-Pro 1990 und BASF CR-S 1991 die besten... das sieht dann aber auf anderen Testgeräten ganz schnell wieder anders aus... und perfekt geht halt nicht, mit 20-30 Grad Phasenabweichung muss man fast immer rechnen. Zwischen A und B Seite ist dann auch schnell beim doppelten...

(23.09.2024, 19:41)Manfred_K. schrieb: ja, deshalb auch die Beschriftung "gute Seite"
Auf einem anderen als dem Testgerät kann auch schnell die andere Seite die "richtigere" sein...
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#28
Hallo liebe Leute,

das Thema ist sehr interessant, und mutmaßlich auch ein wenig ambivalent, wie Oli offenbar nicht von ungefähr anmerkt.
Danke für Eure aufschlussreichen Erläuterungen.

Zum Thema "umtopfen":
Wie geht man dabei am besten vor?
Quellgehäuse und Zielgehäuse öffnen und den kpl. Wickel samt Wickelkernen umtopfen? Oder das Band mit den Ziel-Wickelkernen (heikel?) wie "bestücken"?
Bei welchen Zielgehäusen muss man da mit dem Quell-Wickelkern aufpassen, so wie von Martin in #26 beschrieben? Nur bei Sony?

Und, Stichwort Gehäusecodierung IEC I / IEC II: bei Hanspeters Bändern ist mir nicht immer klar, für welches Testband eine 120 oder 70 µs-Codierung die richtige wäre. Immer so, wie er codierte Gehäuse verwandt hat?

Schöne Grüße
Frank
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#29
Danke, Oli, für Deine ausführlichen Erklärungen.

Dann hat das Kassettengehäuse doch einen sehr merklichen Einfluss auf den Azimut. Wahrscheinlich mal mehr oder weniger, je nach Laufwerkstyp.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Revox B 215 relativ unbeeindruckt vom verwendeten Gehäuse aufspielt.
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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#30
Ich habe seit diesem Jahr neben Azimut-Kassette von Hans Peter Roth auch noch die ANT A100 mit 10kHz. Bei fast allen mit der HPR eingestellten Decks ist die Phase im Vergleich zur ANT um fast 90 Grad verschoben.

Die ANT hat ein komplett transparentes getöntes BASF-Gehäuse. Aber die ANT kostet auch mehr als das ganze Set von HPR.


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#31
(24.09.2024, 00:23)2245 schrieb: mit 20-30 Grad Phasenabweichung muss man fast immer rechnen.

Hab mal eben mit den Spurabmessungen der CC - Gesamtspurbreite 1,5 mm, Trennspurbreite 0,3 mm - ein bisschen gerechnet: 1' (= 1/60 Sekunde) Azimutfehlwinkel ergibt bei 10 kHz eine elektrische Phasendifferenz von 20°.

Nebenbei: 1 Winkelminute entspricht 30 cm Höhenänderung pro 1 km Entfernung.

Da können wir wohl die Kirche im Dorf lassen.
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
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#32
Hallo zusammen,

heute habe ich meinen Satz Kassetten bekommen. (gestern bestellt!)
Bin sehr gespannt, was meine Geräte dazu sagen.
Im Augenblick sind noch andere Maschinen dran, aber haben ist besser als brauchen.

Das ganze ist eine tolle Sache.
Danke für den Tipp und danke an Hans Peter für die günstige Herstellung und schnelle Lieferung.

Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

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#33
(24.09.2024, 17:39)kesselsweier schrieb: Zum Thema "umtopfen": Wie geht man dabei am besten vor?
Und, Stichwort Gehäusecodierung IEC I / IEC II: bei Hanspeters Bändern ist mir nicht immer klar, für welches Testband eine 120 oder 70 µs-Codierung die richtige wäre. Immer so, wie er codierte Gehäuse verwandt hat?

Ich bevorzuge es die Wickel auch zu tauschen, es gibt auch ausserhalb von Sony etliche Kombinationen, die möglicherweise nicht optimal sind.
Quellcassette auf, Zielcassette auf und dann das komplett zurückgespulte Band mit Wickeln in die ZielCC.
Leeren Wickel tauschen, Cassette zu und mittlere Schraube rein, Umspulen aufmachen anderen Wickel tauschen.
Zuschrauben, zweimal umspulen... fertig.

Die alten HPR (Hanspeter Roth) Casstten hatten teilweise noch originales BASF von 1000m Spulen.
Da ist es meist Ferro Band mit entsprechend 120µs EQ.
Die selbst gefertigten Bänder sind soweit ich informiert sind alle für Wiedergabe mit 70µs EQ bespielt, da er für die A80 gar keine 120µs Möglichkeit hat.
Die Kennungen stimmen also bei den HPR Bändern oft nicht und auch die Beschriftung ist wohl teilweise falsch.



(24.09.2024, 18:23)Manfred_K. schrieb: Dann hat das Kassettengehäuse doch einen sehr merklichen Einfluss auf den Azimut. Wahrscheinlich mal mehr oder weniger, je nach Laufwerkstyp.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Revox B 215 relativ unbeeindruckt vom verwendeten Gehäuse aufspielt.

Af jeden Fall und ja, manche Geräte haben von Haus aus einen stabileren Bandlauf, soweit ich weiß benutzt Revox eine unsymetrische Bandführung am linken Capstan. Ähnlich geformt wie die Philips AZTECH Führung am Kopf. Eine Seite ist eine Rampe, die andere der Anschlag.
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#34
(24.09.2024, 19:24)Michi schrieb: Ich habe seit diesem Jahr neben Azimut-Kassette von Hans Peter Roth auch noch die ANT A100 mit 10kHz. Bei fast allen mit der HPR eingestellten Decks ist die Phase im Vergleich zur ANT um fast 90 Grad verschoben.

Ich habe 6 oder 7 HPR Azimuthcasstten, die sind alle etwas verschieden. Wie du oben siehst (Bild der TEAC) können 90° schnell vorkommen.
Meine ANT ist von 2015, da gabs noch BASF TPII Gehäuse, aber auch bei der gibt es eine 60° Abweichung zwische A und B Seite.
Auch dieses Gehäuse spielt das Band auch nicht kerzegerade in beide Richtungen...  zumindest nicht in in allen Geräten.
Es gibt auch Azimutcasstten mit 15kHz... da fängt der Spass erst an...
Da könnte man bei fast allen Laufwerken jeden Tag neu einstellen, da schon das Messcasstte rausnehmen wegpacken und am nächsten Tag auspacken und neu laden zu Unterschieden führt.

Azimutabweichungen sind ein inherentes Problem des Compactcasstten-Sytems eine perfekte Einstellung ist immer nur eine Annäherung und Momentaufnahme!
Mit der nächsten Cassette oder nur der anderen Seite ist alles schon wieder anders... mal mehr mal weniger...

   
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#35
(24.09.2024, 19:33)Peter Ruhrberg schrieb: Da können wir wohl die Kirche im Dorf lassen.
Korrekt, 20° Grad Abweichung in der Phase wären in der Lissajous Figur eine leicht geöffnete Ellipse aber immer noch in der richtigen Ausrichtung.
90° sind dann der Vollkreis, der z.B. laut Sony Manuals noch als akzeptabel anzusehen ist.
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#36
(25.09.2024, 01:05)2245 schrieb: 90° sind dann der Vollkreis, der z.B. laut Sony Manuals noch als akzeptabel anzusehen ist.

Das hängt von der wiedergegebenen Frequenz ab. 90° Phasenversatz bei 10 kHz bedeuten 3 dB Pegelverlust bei Monowiedergabe, was bei 20 kHz totaler Auslöschung entspricht.

Hinzu kommen die periodischen und zufälligen Azimutschwankungen, die einen typisches Geräuscheffekt verursachen, wenn man z.B. zweikanalig kohärent aufgenommenes weißes Rauschen monofon wiedergibt.
Grüße
Peter


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#37
Mono und jenseits der 10kHz sind tatsächlich auf der Compactcassette sehr problematisch, die zwei 0,6mm Stereo Spuren sind glücklicherweise erheblich toleranter.
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#38
(25.09.2024, 01:42)2245 schrieb: Mono und jenseits der 10kHz sind tatsächlich auf der Compactcassette sehr problematisch, die zwei 0,6mm Stereo Spuren sind glücklicherweise erheblich toleranter.

Stimmt. Pro Spur ergibt sich ein Spaltschiefstellungseffekt von 13,2° elektrisch bei 1' mechanisch. Das entspricht einer Spaltneigungsdämpfung von knapp 0,02 (!) dB.
Grüße
Peter


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#39
(25.09.2024, 01:18)Peter Ruhrberg schrieb:
(25.09.2024, 01:05)2245 schrieb: 90° sind dann der Vollkreis, der z.B. laut Sony Manuals noch als akzeptabel anzusehen ist.

Das hängt von der wiedergegebenen Frequenz ab. 90° Phasenversatz bei 10 kHz bedeuten 3 dB Pegelverlust bei Monowiedergabe, was bei 20 kHz totaler Auslöschung entspricht.

Wirkt sich wohl aber nur aus, wenn elektrisch Mono aufgeschaltet wird. Ansonsten würde ich eher annehmen, dass es nicht unbedingt tragisch ist. Wie will man gewährleisten, dass die Töne je Kanal phasengleich zu den Ohren gelangen?
Insbesondere beim Rauschen und ohne Kopfhörer!

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#40
Ja, das ist echt brutal. Besonders schlimm ist es in Walkmans. Jede Cassette, die ich abspiele, absolut JEDE, egal ob im selben Cassettendeck aufgenommen oder nicht haben trotz neuer Andruckrolle und runderneuertem Laufwerk hat einen anderen Azimut. Das fällt so nicht weiter auf, aber wenn man das nach misst, wird man irgendwann verrückt.

Ich habe eine Cassette gefunden, wenn ich da den Kopf so justiere, dass die Abweichungen auf beiden Seiten gleich sind, klingen alle Cassetten, die ich sonst so abspiele gut. Ich hinterfrag das dann auch nicht mehr. Wenn die stimmt, ist Alles ok. Ich hab das aufgegeben, darüber nachzudenken. Vor Allem auch Ältere Cassetten aus den 70ern und frühen 80ern haben teilweise katastrophale Abweichungen.

Ich hatte mal eine BASF LH Super aus der 75er Reihe. Egal in welchem Tapedeck ich versucht habe sie zu bespielen (Single oder Doppelcapstan) im Deck selbst klang sie immer gut, aber wenn ich sie in einem anderen Gerät abgespielt hab, war eine Seite total daneben. Die B Seite ging immer, die A Seite klang wie ein Totalausfall, als hätte der Kopf totale Schräglage. Die Cassette sah aus wie neu, keine sichtbaren Verformungen, Andruckfilz ok. Sowas hatte ich immer mal wieder. 2 MAGNA Chromdioxid aus den 70ern, genau das selbe Problem. Klar, keine besonders hochwertigen Cassetten, aber eigentlich noch ganz gut nutzbar. Ich habe sie dann weg gelegt und nicht mehr benutzt. Auch Versuche den Andruckfilz umzubiegen oder durch einen anderen zu eresetzen brachten nix.

Schon krass, wie wenig das im Alltag ins Gewicht fällt und wie gut das dann trotzdem klingt. Da braucht man sich eigentlich gar nicht wundern, dass Dolby immer so kritisch ist. Auch wenn ich mal die Cassetten, die ich im GX75 aufgenommen habe damit abspiele und mit Stereo Tool beobachte, vor Allem auch nach einer gewissen Zeit. Es ist haargenau so, wie 2245 sagt, wenn ich es nach einer Weile mit der selben Cassette wieder versuche, werden mir ganz andere Werte angezeigt.

LG Tobi
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#41
Wenn du ein GX 75 der ersten Serie hast (MKI), dann wird vermutlich die Bandführung an der linken Capstanrolle verschlissen sein.
Das war ein großes Problem bei den MKI Versionen. Dann wird das auch nichts mit einem stabilen Azimuth.
Ich hatte selber mal so ein GX 75, habs verkauft.
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#42
Dieses Laufwerk, was im GX75 / GX95 drin ist, hat auch Probleme mit ausgeschlagenen Capstanlagern.
Höre mal ob es am Bandende wimmert. Die Dinger werden jetzt wegen des Hypes sehr hoch gehandelt, sind aber meiner Meinung nach völlig überbewertet.
MfG Matthias
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#43
Das sehe ich nicht so. Für mich gehören sie neben Revox und Naka zu den besten Decks, die gebaut wurden. Mein GX-95 MKII läuft und klingt jedenfalls phantastisch, auch wenn mir das Design der MKI- Serie mit dem flachen Rauchglas- Kassettenschacht- Deckel offen gestanden viel besser gefällt.
Klar ist in der heutigen Zeit an diesen Boliden was dran zu machen, aber bei welchem Deck ist das nicht so ? Die GX jedenfalls haben ganz gern mit verharzter Laufwerksmechanik zu kämpfen...
Nur das AIWA XK-S 7000 / 9000 ist meiner Meinung nach noch besser, wird aber zu gaaanz anderen Preisen gehandelt...

Grüße, Rainer
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#44
Mein GX 75 ist revidiert und hat neue Andruckrollen, das kommt auf seine Specs. Da ist schon Alles ok mit. Ich beobachte dieses Verhalten bei sämtlichen Cassettengeräten. Es ist einfach dem System Compact Cassette geschuldet. Die Abweichungen sind minimal und fallen deshalb auch nicht ins Gewicht, aber sie sind vorhanden und messbar.

LG Tobi
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#45
By the way...

Was mich immer ein wenig verwundert, ist die Aufzählung von Spitzendecks..-
Da kommt dann immer ReVox, Naka. und danach irgend ein Japaner.

Ich selbst besitze z.B. ein ASC 3200 und vor allem 2 Braun C1 und ein Braun C3- speziell
das ASC und das C3 kommen in eigentlich keiner Aufzählung vor, obwohl die garantiert
wirklich jedem Japaner das Wasser reichen können. - Allein die genialen Pabst Laufwerke
wären hier zu nennen.

- sorry, für´s teil OT, aber das musste ´mal `raus


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Gruß
Ralf
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#46
(25.09.2024, 07:00)Gyrator schrieb: Wirkt sich wohl aber nur aus, wenn elektrisch Mono aufgeschaltet wird. Ansonsten würde ich eher annehmen, dass es nicht unbedingt tragisch ist.

Wie ich in #38 rechnerisch dargestellt habe.

(25.09.2024, 07:00)Gyrator schrieb: Wie will man gewährleisten, dass die Töne je Kanal phasengleich zu den Ohren gelangen?
Insbesondere beim Rauschen und ohne Kopfhörer!

Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Was ist damit gemeint?
Grüße
Peter


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#47
Hallo Ralf!

ASC AS3200???

Du bist vermutlich von den Tasten abgerutscht?

Von ASC gibt es bekanntlich die Modelle
AS2000
AS2001
AS3000
AS3001

Oder habe ich da etwas übersehen?

Gruß
Wolfgang

PS.:
Ich bin ganz Deiner Meinung, daß "ALLE" ASC CR sich nicht hinter jpanischen oder Schweizer CR verstecken brauchen...
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#48
Wolfgang - Du hast da selbstredend recht, hatte mich mit einem Pre Amp vertan,
das Deck ist das 3001, ist neben all meinen ASC und Braun Geräten z.Z. "eingelagert"
So besitze ich z.B. auch einig recht obskure MC Laufwerke "Bund ASN 200D" mit
3 Geschwindigkeiten.... Ich habe vor Jahren alles "wild" zusammengekauft, Hauptsache
Braun oder eben ASC
Z.Z. ist hier Studer/ReVox im Einsatz

mein ASC 3001 ist leider teildefekt, soll irgendwann ´mal repariert werden.

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Gruß
Ralf
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#49
(25.09.2024, 13:07)R@lly schrieb: "Bund ASN 200D" mit 3 Geschwindigkeiten....

Welche drei sind denn das? Ja, das Pabst Laufwerk ist genial. Das ist ja auch beim Telefunken RC 300 verbaut.
MfG Matthias
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#50
(25.09.2024, 12:16)Peter Ruhrberg schrieb:
(25.09.2024, 07:00)Gyrator schrieb: Wirkt sich wohl aber nur aus, wenn elektrisch Mono aufgeschaltet wird. Ansonsten würde ich eher annehmen, dass es nicht unbedingt tragisch ist.

Wie ich in #38 rechnerisch dargestellt habe.

(25.09.2024, 07:00)Gyrator schrieb: Wie will man gewährleisten, dass die Töne je Kanal phasengleich zu den Ohren gelangen?
Insbesondere beim Rauschen und ohne Kopfhörer!

Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Was ist damit gemeint?

Ich denke da an Lausprecherboxen mit Frequenzweiche welche nicht zwingend eine konstante Phase über alles haben, als auch räumliche Aspekte auf den Weg vom LS zum Ohr.
Oder ist das derart gering in seiner Ausprägung, so daß die verschobene Phase am Tonband deutlich dominiert?
Mache LS Hersteller machen doch mit der Phase ein großes Thema, so dass die einzelnen LS wenige Zentimeter versetzt zur Schallwandebene montiert werden.

Oder bringe ich Dinge zusammen welche nicht zusammengehören?

Thomas
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