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Hallo Tonband Freunde,
damit ich meine B67 auch zur Aufnahme nutzen kann, muss ich sie an ein Mischpult oder, vorausgesetzt der Zuspieler hat einen geregelten Ausgang, an eine Meterbridge anschließen.
Ich wollte ein altes VU von einem Dual Cassettendeck verwenden, da bräuchte ich aber ein Gehäuse und müsste noch dazu ein rechteckiges Loch ausschneiden...
Viel Aufwand dachte ich und sah im Online Musikhandel ein "tracks DBMeter" baugleich dem "American Audio Active DBM" um 50 € incl. Versand.
Schönes Gehäuse, XLR und Cinch Anschlüsse, das kaufe ich!!!
Doch man las im Internet, das ist eher nur eine Lichtorgel und kein brauchbares Austeuerungs-Werkzeug.
Doch ich fand eine Seite, wo das jemand schon modifiziert hat:
http://kevin.kevino.org/tubes/aa.shtml
Also Kabel zwischen hinterer und vorderer Print abgezwickt, eine Lochrasterplatine genommen und nachgebaut:
Allerdings hab ich die Schaltung mit einem 22 kOhm Widerstand etwas entschärft, und die Potis durch Fixwiderstände ersetzt, so genau muss ich das nicht messen:
Läuft jetzt zur Probe am Schreibtisch:
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Wirklich ein hübsches Gerätchen!
Lichtorgel UND gescheite Pegelkontrolle - das ist doch was!
Aber hat solch ein aufwendiges "DBmeter" wirklich keine eigene Pegelanpassung oder ist die zu schwächlich? Und sind bei rechts -12dB zwei Leds kaputt? Oder ist das nur ein fotographisches Artefakt?
MfG,
Binse
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(08.08.2024, 07:34)Selbstbauer schrieb: ........... Und sind bei rechts -12dB zwei Leds kaputt? Oder ist das nur ein fotographisches Artefakt?
MfG,
Binse
Das wird die an/abschaltbare PeakHoldFunktion sein
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(08.08.2024, 08:35)applause schrieb: (08.08.2024, 07:34)Selbstbauer schrieb: ........... Und sind bei rechts -12dB zwei Leds kaputt? Oder ist das nur ein fotographisches Artefakt?
MfG,
Binse
Das wird die an/abschaltbare PeakHoldFunktion sein 
Richig!
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Hallo Norbsi,
es ist schön, daß man relativ preiswert zu einem Aussteuerungsanzeiger kommen kann.
Klasse Nachrüstung des erforderlichen Logarithmierers.
Sicherlich benötigt man keine absolute Linearität denn ich bin etwas skeptisch, ob man mit einem einfachen unstabilisierten OPV-Logarithmierer über 4 Dekaden diese Abbildung hinbekommt.
Du wirst es als VU Meter betreiben, das reicht mit etwas Erfahrung voll und ganz zur Aussteuerung.
Kann man auch die Ansprech und Rücklaufzeiten der LED-Kette im Gerät einstellen?
Da der 0dB Punkt den rechten Anschlag der Kette darstellt, worauf steuerst du das Band aus?
Gruß Jan
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Für eine Aussteuerung reicht es allemal,
für die Aussteuerungsgrenze an der B67 nehme ich die roten LED´s bei -12db.
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Hallo,
ich will mich ja nicht unbeliebt machen, aber eine B67 hätte als Studiogerät eigentlich ein gutes Peak Meter verdient
Sooooo teuer sind gebrauchte RTW und Freunde auf ebay ja auch nicht
Beste Grüße
Arno
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08.08.2024, 16:51
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2024, 16:58 von Norbsi.)
Hallo Arno,
da hast du vermutlich recht, dann hab ich aber wieder nur ein Peak Meter!
Denn eigentlich wollte ich mir eine Meterbridge mit dem VU Meter vom Dual (2. Bild oben) oder analoge Meter in ein Gehäuse mit Pegelregler, Vor- und Hinterbandschalter bauen. Da aber das ganze Gerät schon weniger kostet als die Teile, hab ich mich dafür entschieden, und es ist kein großer Verlust einen Pegelregler und den Log Verstärker hier einzubauen, wenn auch die Garantie erlischt. Das mit dem Schalter überlege ich mir noch, dann müsste ich noch zusätzliche Buchsen einbauen oder die Cinch verwenden...
(08.08.2024, 08:58)Ferrograph schrieb: Kann man auch die Ansprech und Rücklaufzeiten der LED-Kette im Gerät einstellen?
Nein nichts gefunden, aber von DOT auf BAR kann man umschalten, wie gesagt, für den Preis voll ok, man könnte ja eine andere Elektronik einbauen und nur das Gehäuse verwenden.
Das ist mir aber zu aufwändig, ich brauche die B67 so selten, möchte sie nur damit ein bisschen aus dem Dornröschenschlaf holen, damit sie nicht einrostet.
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Hallo Norbsi,
ich räume ein, dass auch ich einer netten Bastelei (im positiven Sinne) oder vornehmer formuliert "kreativen Eigenanfertigung" gelegentlich nicht abgeneigt bin.
Wie sagt es eine bekannte Baumarktkette in ihrer Werbung: "Respekt, wer's selber macht "
Beste Grüße
Arno
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Momentan läuft das schon, alles verkabelt. Auf die Vorderband - Hinterband Umschaltung verzichte ich momentan, das macht mein B240.
Eine seinerzeit gebaute Kabelfernbedienung ist mir beim XLR Kabel suchen auch noch untergekommen:
Nach 2 vollständig durchgespielten Bändern wird sie ganz schön warm, die Maschine, fast gleich wie die Röhrenendstufe...
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Ich gebe zu, daß ich wie Arno hin- und hergerissen bin zwischen "schönes Spielzeug" und "kein Billigkram an ernsthaftem Gerät". Aber wurscht, was mich wundert, ist Folgendes:
Der oben verlinkte Kevin spricht von 4 Stück LM3915. Das ist die Version mit 3dB-Schritten, bei 10 LEDs also 30db (oder genauer 27). Das würde gut zur Skala passen und auch das gewünschte Ergebnis liefern. Davor einen Logarithmierer zu setzen, würde eher komische Effekte produzieren, weil man dann ja fast 120dB Anzeigeumfang hätte (daß offensichtlich immer zwei LEDs gleichzeitig leuchten, stecken wir mal in die Schublade "Spielzeug").
Wesentlich besser passen würde die Sache, wenn da LM3914 drin wären, die einen linearen Zusammenhang haben. Das würde zwanglos den viel zu kleinen Anzeigeumfang im Originalzustand und die Wirksamkeit des einfachen Logarithmierers erklären (wobei das schon Glück ist, wenn der stimmt und stabil bleibt).
Norbert hat das Ding ja schon wieder zugeschraubt und eingebaut, aber vielleicht ist er auch neugierig oder hat mehr Bilder des Inneren auf Lager...
Michael
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12.08.2024, 06:20
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.08.2024, 06:22 von Norbsi.)
Habe hier keinen LM3914 oder 3915 entdecken können:
Das gibt mir jetzt ein Rätsel auf...
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Da wird einfach alles im Prozessor realisiert. Welche Kennlinie da programmiert wurde, bekommt man von außen nur durch ausmessen raus.
LG Frank
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Mich würde mal interessieren, wie genau die Anzeige über den Frequenzverlauf ist. Also wenn man einen 1 kHz Sinus auf die Anzeige gibt mit einem bestimmten Pegel im oberen Drittel der Skala und dann einfach mal bei gleichem Pegel Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz auf die Anzeige gibt. Im Optimalfall sollte sich die Anzeige nicht verändern. Diese günstige Anzeigen zeigen aber oft bei z. B. 10 kHz schon was völlig anderes an. Oder wird das durch die Modifikation auch verbessert?
Gruß
Robert
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Norbert, danke für das Bild.
Offensichtlich wurden die LM391wasauchimmer im Lauf der Zeit durch einen Mikrokontrollör ersetzt, weil das billiger war. Und den Fehler des Ursprungskonzepts haben sie 1:1 in Software abgebildet.
Der Controller ist ein 12C5A32 von STC, den könnte man natürlich durch einen selbst programmierten ersetzen (die ULN2002 sind nur Treiber).
Ich glaub, da verkneife ich mir die Bastelei. Pegelmesser habe ich, und wenn ich die rumliegenden mal repariere, sogar mehr als genug.
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(12.08.2024, 10:09)q-tip schrieb: Mich würde mal interessieren, wie genau die Anzeige über den Frequenzverlauf ist. Also wenn man einen 1 kHz Sinus auf die Anzeige gibt mit einem bestimmten Pegel im oberen Drittel der Skala und dann einfach mal bei gleichem Pegel Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz auf die Anzeige gibt. Im Optimalfall sollte sich die Anzeige nicht verändern. Diese günstige Anzeigen zeigen aber oft bei z. B. 10 kHz schon was völlig anderes an. Oder wird das durch die Modifikation auch verbessert?
Gruß
Robert
Die Anzeige ist bis 40kHz linear
(12.08.2024, 11:05)Übertrager schrieb: Norbert, danke für das Bild.
Offensichtlich wurden die LM391wasauchimmer im Lauf der Zeit durch einen Mikrokontrollör ersetzt, weil das billiger war. Und den Fehler des Ursprungskonzepts haben sie 1:1 in Software abgebildet.
Der Controller ist ein 12C5A32 von STC, den könnte man natürlich durch einen selbst programmierten ersetzen (die ULN2002 sind nur Treiber).
Ich glaub, da verkneife ich mir die Bastelei. Pegelmesser habe ich, und wenn ich die rumliegenden mal repariere, sogar mehr als genug.
Das hier alles in einen Mikrocontroller programmiert wurde, hab ich auch schon vermutet!
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