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Hallo,
ich bin Norbert aus der Steiermark, bin Tonbandfan seit fast 45 Jahren, bekam von meinem Vater zur Firmung eine Philips Maestro 40 EL3547A mit Germanium Transistoren, aber schon in Stereo Ausführung.
Später kaufte ich mir bei einem Secondhandshop in Graz eine Revox A700 und eine B77.
Eine B67 und eine weitere B77 MKII sind noch dazu gekommen.
Des Weiteren ein paar Cassettendecks, siehe Fotos:
Möchte noch dazu sagen, "ernsthafte" Aufnahmen mache ich heute nicht mehr auf Cassetten oder Tonband, benutze die Geräte nur zum Spass,
der Wartungsaufwand ist einfach zu groß, und die Probleme mit den schmierenden und quietschenden Bändern kommt noch hinzu.
Dazu kommt noch die Inkompatibilität von früheren Aufnahmen:
- 2 Spur vs. Viertelspur
- NAB vs. CCIR
- Rauschunterdrückungssysteme HighCom vs. HighCom II
- ...
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Herzlich willkommen hier!
Tolle Sammlung, die aber genutzt werden sollte, damit sie weiter Spaß macht.
Und schmierende Bänder sind doch nur ein Problem, wenn man solches Material kauft...tu es doch einfach nicht.
Und bei Cassetten gibt es da ja eigentlich gar keine Probleme.
Sei doch ehrlich: es ist Dir nur zu aufwendig!  (so ist es zumindest oft bei mir  )
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05.08.2024, 12:51
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.08.2024, 13:16 von Norbsi.)
(05.08.2024, 11:32)alrac schrieb: Und schmierende Bänder sind doch nur ein Problem, wenn man solches Material kauft...tu es doch einfach nicht.
Oder gekauft hat
Und warum Bänder von Cassetten (ja eigentlich für den Consumer Bereich gedacht) besser sind als Tonbänder verstehe ich sowieso nicht...
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Willkommen im Forum, sehr schöne Maschinen hast du da!
Solang man keine schmierende Bandsorte benutzt, macht Tonband auch heute noch keinerlei Probleme. Das meiste Bandmaterial was ich nutze (Orwo 120) ist aus den 70ern und noch wie neu. Kommt halt immer auf die Sorte an. Was generell Probleme in die Richtung macht, sind zum Beispiel Ampex, Shamrock, Scotch und manche BASF LH-Sorten. Wenn man sich von sowas fern hält und sie nicht gerade auf einem Dachboden lagen, sind auch Jahrzehnte alte Bänder noch wunderbar. Einen guten Überblick gibts in der Bändertauglichkeitsliste
Kassetten sind deshalb nicht vom kleben betroffen, weil man da schlichtweg andere Bindemittel genutzt hat als bei Spulentonbändern. Mir sind da keine klebenden Sorten bekannt.
Schöne Grüße
Alexander
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(05.08.2024, 17:49)eudatux23 schrieb: Solang man keine schmierende Bandsorte benutzt, macht Tonband auch heute noch keinerlei Probleme. Das meiste Bandmaterial was ich nutze (Orwo 120) ist aus den 70ern und noch wie neu. Kommt halt immer auf die Sorte an. Was generell Probleme in die Richtung macht, sind zum Beispiel Ampex, Shamrock, Scotch und manche BASF LH-Sorten. Wenn man sich von sowas fern hält und sie nicht gerade auf einem Dachboden lagen, sind auch Jahrzehnte alte Bänder noch wunderbar. Einen guten Überblick gibts in der Bändertauglichkeitsliste
Es ist doch schon bezeichnend, dass die DDR Bänder besser sind als die vom bösen imperealistischen Klassenfeind den USA.
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(05.08.2024, 19:16)Micha94 schrieb: Es ist doch schon bezeichnend, dass die DDR Bänder besser sind als die vom bösen imperealistischen Klassenfeind den USA.
ORWO Typ 121, 122, 123 neigen leider auch des öfteren zum Kleben.
Auch in der DDR hat der "Fortschritt" seine Spuren hinterlassen...
Gruß Jan
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So ist es, Lownoise hat meines Wissens nach gar kein Hersteller anfangs richtig hinbekommen. Daher sollte man bei alten Bandsorten am besten auf Lownoise verzichten, dann halten sie ewig. Neben Orwo 120 ist zum Beispiel auch Agfa PE 41 aus dem Westen genauso langlebig. Ich bevorzuge trotzdem Orwo, aber das ist Geschmackssache, gut und zuverlässig sind die Sorten beide.
Schöne Grüße
Alexander
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(05.08.2024, 17:49)eudatux23 schrieb: Kassetten sind deshalb nicht vom kleben betroffen, weil man da schlichtweg andere Bindemittel genutzt hat als bei Spulentonbändern. Mir sind da keine klebenden Sorten bekannt.
Doch, sowas hatte ich -gekauft beim Second-Hand-Laden als Neuware in 1977/78. Chromdioxyd. Handelsname "Lubra". Die Bänder waren nicht schlecht. Quietschten aber bei der Rescue-Aktion Anfang der 2000er merklich. Waren nur unter Mühen zu digitalisieren.
Martin
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Huch ok, gut zu wissen, danke!
Schöne Grüße
Alexander
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Danke für die Aufnahme ins Forum!
Die Bändertauglichkeitsliste kannte ich schon, hab aber leider die falschen Tonbänder im Archiv:
3M 996 mit schönen goldenen Metallspulen
viele Ampex 457
Philips LP
Revox mit schwarzer Rückseitenmattierung
alles für die Mülltonne...
Ein DDR Band habe ich auch, das PRT/851, das funktioniert, hat aber viele Dropouts?
Was mir noch suspekt ist, sind die Elko Probleme.
Bei meiner B77 MK I, die sicher älter ist als die MKII hab ich noch keinen einzigen Elko getauscht, und die Maschine funktioniert noch immer. Bei der MK II hab ich schon sehr viele tauschen müssen.
Was verursacht ein schnelleres Elko Sterben?
Ich nehme an:
Temperatur im Betrieb UND bei der Lagerung (vielleicht neben dem Fenster oder Heizkörper)
Zeitweise Inbetriebnahme zwecks Formierung der Elkos
Luftfeuchtigkeit
vielleicht auch Luftdruck, Höhenlage, wir sind hier auf 770 Meter ü M?
Liebe Grüße
Norbert
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(06.08.2024, 08:35)Norbsi schrieb: ...
Was mir noch suspekt ist, sind die Elko Probleme.
Bei meiner B77 MK I, die sicher älter ist als die MKII hab ich noch keinen einzigen Elko getauscht, und die Maschine funktioniert noch immer. Bei der MK II hab ich schon sehr viele tauschen müssen.
Was verursacht ein schnelleres Elko Sterben?
Ich nehme an:
Temperatur im Betrieb UND bei der Lagerung (vielleicht neben dem Fenster oder Heizkörper)
Zeitweise Inbetriebnahme zwecks Formierung der Elkos
Luftfeuchtigkeit
vielleicht auch Luftdruck, Höhenlage, wir sind hier auf 770 Meter ü M?
...
Ich vermute, daß Geräte die länger herumstanden eher von Elko Problemen betroffen sind, als jene die regelmäßig benutzt wurden.
Auch halte ich die später verbauten blauen Philips Elkos für generell schlechter als die goldenen Frakos der früheren Generationen.
Viele Grüße
Jörg
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10.08.2024, 16:12
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2024, 18:56 von Norbsi.)
Eine Frage noch
kann man den neu erwerblichen RTM LPR 35 oder 90 trauen?
Welches ist besser?
Laut Bändertauglichkeitsliste ja ok, aber noch nicht Langzeit erprobt?
Liebe Grüße
Norbert
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Also, ich hatte bei Thomann 2 26,5 Pankakes mit LPR35 gekauft. Ca. 3 Jahre her, sie laufen und klingen, wie sie sollen.
LG
Mike
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(10.08.2024, 16:12)Norbsi schrieb: Eine Frage noch
kann man den neu erwerblichen RTM LPR 35 oder 95 trauen?
Welches ist besser?
Ist das ein Tippfehler oder gibt es eine neue Bandsorte?
Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
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10.08.2024, 18:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.08.2024, 18:55 von Norbsi.)
Hab ich mich vertippt? Vielleicht 90?
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Hi
Habe viele LPR35 über die letzten 15 Jahre neu gekauft, alle problemlos genau wie die alten LPR35 aus dem 90zigern. Auch die alten BASF / Emtec Per Studiobänder laufen problemlos.
Also ein paar Offenwickel kaufen, auf die hübschen Alu Spulen wickeln und die tollem Maschinen geniessen.
Willkommen hier
Lars
Revox B77 MKII 2 Spur / A77 MK III (2&4 Spur) / A77 MK IV 2 Spur, Tandberg 10X / TD20 / TCD 340, Akai GX215, Philips 4419/4515, Uher Report 4000 IC & Monitor, Uher CR 240, Grundig TK 147
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Danke für die Informationen und für die Aufnahme ins Forum!
Eines noch zu meinen beiden B77, die neuere war nur Low Speed aus einer Höheren Schule, ist wahrscheinlich die letzten Jahre nur herumgestanden.
Das hab ich umgebaut auf normal Speed 9.5 und 19 cm, Motor aus der Bucht, Widerstände und Kondensatoren nach Anleitung getauscht.
Natürlich Knallfrösche und die offensichtlichen schlechten Elko's gleich mit getauscht.
Liebe Grüße aus der Obersteiermark!
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Gutes Material!
Bestätigung auch von mir.
Hoffen wir das die Produktion noch lange weitergeht.
V.G.
Jo
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Danke für die Rückmeldungen!
Mein LPR35 ist heute schon angekommen, damit ich sie auch auf den B77 verwenden kann, hab ich sie gleich sicherheitshalber auf Leerspulen umgespult.
Hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass die B67 so schnell spult, scheinbar hab ich sonst nur mehr Klebebänder...
Da ich nicht so auf Vorechos stehe, wäre es für mich nicht besser ein SM900 oder SM911 zu nehmen?
Zu den Klebebändern: Geht es auch, dass man sie in die Sonne legt, z.B. jetzt bei den momentanen Temperaturen?
Ich möchte in manche Bänder nochmal hineinhören, bevor ich sie endgültig entsorgen muss...
Besonders die analogen Schnitte, die ich seinerzeit gemacht habe, würden mich interessieren, auf der CD sieht man ja nicht wo sie sind, also wird man sie hoffentlich kaum hören...
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Hallo Norbsi,
bin seit etlichen Tagen mit der Restaurierung der Krönung unter den Klebebänder -SHAMROCK- beschäftigt.
Zuerst wickle ich das Band von den Kunststoffspulen auf Bobbys mit angeflanschten Tellern.
Dann ab in den Umluftbackofen um 65°C für eine gute Stunde, länger habe ich zu Beginn der Maßnahmen gewartet, was sich aber als nicht nötig herausstellte.
Die Ergebnisse sind top. Ausnahmen gab es bisher bei ca. 10% der bisher so behandelten Bänder bei denen sich die magnetische Schicht ablöste, was dann zum Totalverlust beitrug.
Ob das Sonnenbad geeignet ist weis ich nicht, raun sind die Meisten Bänder ja schon von naturaus ? und ob der UV-Anteil des Sonnenlichts ggf den Zustand noch verschlimmert, ist halt die Frage.
V.G.
Jo
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Hab jetzt viel recherchiert, aber von der Revision der A700 hab ich noch großen Respekt.
Ein VU eckt schon ein bisschen, die Fader knaxen, ELKO hab ich erst einen defekten getauscht.
Das B215 gehört auch unbedingt revisioniert, da sind sicher etliche ELKO"s am Ende.
Viel Arbeit...
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30.08.2024, 12:50
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.08.2024, 12:52 von Norbsi.)
Kleines Update:
Ihr habt mich jetzt total mit dem Tonbandvirus infiziert...
Ich hab meine A700 jetzt mal oberflächlich durchgesehen, ELKO´s ESR gemessen, alle gut, aber die RIFA´s hab ich vorsorglich getauscht.
Keine Ahnung, ob die bei der A700 auch Probleme machen?
Die Banzugwaagendämpfer hab ich umsonst geöffnet, alles noch da und viskos, komisch, ich hatte die Maschine (15.000er-Seriennummer) nie im Service und sie ist sicher schon ca. 35 Jahre in meinem Besitz:
Zu meinem Erstaunen hat die Maschine seinerzeit jemand auf IEC umgebaut, das wusste ich nicht und ist mir nie aufgefallen:
Ich hab jetzt die 19er-Geschwindigkeit wieder zurückgebaut, da ich ja noch 2 B77 habe und kompatibel sein will, die B67 kann ich ja umjumpern.
Hier sieht man ein Zwischenfoto von Rec Amp, die linke Seite ist schon auf NAB umgebaut:
Liebe Grüße aus der Obersteiermark
Norbert
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Hallo nochmal,
heute wollte ich bei der B67 die Knallfrösche tauschen, das war schon erledigt, sagte doch, dass das eine gut gewartete Maschine vom ORF ist:
Im Forum wurde geschrieben, dass der Capstanmotor in den Wiedergabekopf einstreut, sonst ist die Maschine eine der besten vom Klang, bei dieser Abschirmung doch kaum oder:
Die Audioelektronik scheint ja identisch zur A80 sein!
Eine Frage noch an die Experten:
Soll man die Maschine bei ca. 232V Netzspannung auf 220 oder 240 V schalten?
Bei der A700 wird immer auf 220 V geraten, oder?
Liebe Grüße
Norbert
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09.11.2024, 18:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.11.2024, 18:46 von rindenmulch.)
Hallo Norbert!
Zwar nicht mehr ganz so aktuell aber trotzdem liebe Grüße aus Oberösterreich!
Grüße Werner
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Hallo Werner,
meine B67 kommt aus Oberösterreich, ich nehme an aus dem Landesstudio!
Liebe Grüße
Norbert
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Hallo zusammen,
erst einmal ein herzliches Wilkommen, Norbert!
Zu den quietschenden und/oder klebenden Cassettenbändern - mir sind aktuell Probleme bekannt mit dem Band, das EMI / XDR zwischen den frühen bis in die späten 1980er verwendet hatte. Da klebt das Band an den Tonköpfen und anderen Bandführungen fest. Das fällt Anfangs durch Leiern auf und endet im Stopp des Bandtransports.
Selbiges bei Agfa Stereochrom Cassetten der späten 1970er.
Ansonsten laufen bei mir alle Cassetten noch einwandfrei.
Viele Grüße
Alex
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