Neuer Tonbandler aus Hessen
#1
Gude!

Mein Name ist Tristan und ich komme aus Hessen, genauer aus dem Raum Darmstadt-Dieburg. Ich bin schon seit Jahren begeisterter "stiller Mitleser" (besonders von Gerätevorstellungen) und hatte ursprünglich nicht vor, mich zu registrieren. Doch da ich neulich durch Zufall Jonathan ("eintapedeck") kennengelernt habe (er wohnt ja hier quasi um die Ecke), der mir den Mund wässerig gemacht hat, habe ich nun doch beschlossen, hier einen Account zu erstellen.

Mit 17 Jahren gehöre ich vermutlich eher zu den jüngeren Mitgliedern. Umso mehr wird es hier einige überraschen, dass ich kaum etwas mit "neueren" Tonbandgeräten und Kassettenrecordern ab den späten 60ern anfangen kann. Meine Präferenz liegt da bei Röhrenkoffern, speziell von AEG/Telefunken und Grundig. Das liegt auch vermutlich daran, dass ich seit Jahren neben Tonbandgeräten hauptsächlich Röhrenradios und Plattenspieler (am liebsten zwischen 1952 und 1960) sammle und repariere. Da findet man halt ein altes Magnetophon 85 neben einem Röhrenradio viel schöner, als eine "neumodische" A77.
Wink

Zu meiner Sammlung gehören aktuell:
AEG/Telefunken Magnetophon KL65 KX
AEG/Telefunken Magnetophon 85 KL (Die Version mit der fetten Endstufe, 2x EL95 (gabs auch mit 1x ECL82))
Grundig TK 5
Grundig TK 8 
Philips N 4511 (Gut, DAS ist aus den 70ern, benutze ich aber nur zum Digitalisieren)

Alle laufen, wo nötig mit neuen Kondensatoren und teilweise neu geriemt, einwandfrei. Speziell TK 8 und Magnetophon 85 überraschen mich jedes Mal, was klanglich bei DEM Baujahr möglich ist. Besonders wenn ich eines davon an meine Musiktruhe (Nordmende Arabella 56) anschließe, rummst es im ganzen Haus. Kann ich natürlich nur machen, wenn die Familie ausgeflogen ist, sonst hängt der Haussegen schief.
Big Grin

Und seit Vorgestern besitze ich auch noch ein Grundig TK 16. Bei dem gibt es allerdings Probleme mit den allseits bekannten Schlingfederkupplungen, da werde ich aber bei Gelegenheit einen getrennten Thread im passenden Bereich aufmachen.


Ich muss aber erst mal die ganzen Funktionen hier im Forum erkunden, Privatnachrichten, Bilder hochladen etc.

Noch eine kurze Frage zum Schluss: Wie wird das hier mit der Anrede gemacht? Ich habe in eigentlich allen Beiträgen immer die informelle ("Du") gesehen. Wenn das hier immer so gehandhabt wird, würde ich das auch so machen.


Gruß
Tristan
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#2
Hallo Tristan,

herzlich Willkommen bei den offenen oder kassettenbewehrten Bandfreunden, egal, ob mit anode oder Emitter.
Danke für Deine nette Vorstellung. Du (ja, so sagen wir auch hier) hast ja eine interessante, nicht so häufige Sammelsparte.

Ich bin erstaunt, dass Joni ein solches Missioniertalent in Eurer Region besitzt. Smile

Viel Spaß hier und schöne Grüße
Frank
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#3
Hallo, Tristan,

auch von mir ein herzliches Willkommen und viel Spaß im Kreis der Oldies Smile 

LG
Mike
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#4
Hallo!

Danke euch für die netten Worte! Freue mich schon auf einen regen Austausch hier im Forum.

Gruß
Tristan
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#5
Guude Aus Darmstadt,
ich kenn Joni auch von RADAR und Kraftwerk in Bonn. 
Er ist auch schon auf meinem Vinyl Flohmarkt gewesen.

Ich abe nur ne "neumodische" Technics RS-1506 (Erstbesitzer)


Gruß
Harry
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#6
Hallo Tristan,

willkommen im Forum! Schön, dass hier nach und nach mehr junge Leute dazu kommen. Röhrengeräte, insbesondere Radios, sammle und repariere ixh auch. Die TK8 ist klasse und legt auf 19 cm/s echt erstklassige Aufnahmen hin.

Zu deiner Frage: Hier gilt das Du!


Schöne Grüße
Alexander
Halbspur: RFZ T2221, Teac A3300SX-2T
Viertelspur: Tesla B115
Kassette: RFT SK3930
Bandsorten Alltag: PER-368, Orwo 120, Orwo 130
Bandsorten T2221: Orwo 106, Orwo 104, PER-528
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#7
Moin Harry!

Mensch, noch ein Hesse! Und dann sogar noch einer aus Darmstadt, wird ja immer besser! Ich habe gerade auf deiner Website geschaut, wenn nichts dringendes dazwischenkommt schaue ich bei deinem nächsten Vinylmarkt am 7.9. vorbei!


Hallo Alexander!

Auch dir Danke für die netten Worte!
Schön, dass es hier auch noch andere gibt, die die wirklich alten Geräte, insbesondere Röhrenradios, sammeln.

Das Grundig TK 8 ist meiner Meinung nach eines der besten jemals gebauten Heimtonbandgeräte. Gut, beim Umspulen kann man sich leicht seine Bänder schrotten und Triplebänder sind da auch nicht zu gebrauchen, aber ansonsten ist es ein hervorragendes Tonbandgerät!

Gruß :-)
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#8
Moin sage auch ich aus dem "Hohen Norden".

Bei Grundig TK5 und TK8 habe ich sofort die Ohren aufgestellt, denn diese Maschinen stehen auch bei mir - allerdings noch nicht einsatzfähig.
Das muss mit der TK8 bis spätestens zur nächsten Hermann-Hoffmann-Ausstellung passieren, denn die soll dort vorgeführt werden.
Na - mindestens drei Jahre habe ich noch Zeit.
Mit der Röhrentechnik hatte ich es bisher noch nicht so.
Ein TK 19L und ein TK 125 konnte ich aber schon wiederbeleben, ebenso ein Saba LINDAU.

Herzlichen Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

http://www.sender-zitrone.de/
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#9
(22.07.2024, 08:12)TonbandHesse schrieb: Das Grundig TK 8 ist meiner Meinung nach eines der besten jemals gebauten Heimtonbandgeräte. Gut, beim Umspulen kann man sich leicht seine Bänder schrotten und Triplebänder sind da auch nicht zu gebrauchen, aber ansonsten ist es ein hervorragendes Tonbandgerät!
Ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht durch diese brutalen Bremsen. Alles dünner als Langspielband würde ich auf der TK8 sein lassen, da gibts andere Maschinen für die das besser können. Mit z.B. PER368 macht die TK8 richtig Spaß und macht Aufnahmen in Hifi-Qualität mit Höhen bis 15 kHz.

Aber pass auf wegen der Asbestplatten darin!
Hier gibts Bilder dazu: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=24230


Schöne Grüße
Alexander
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#10
Gude!

@Alfred
Dann wünsche ich schon mal viel Erfolg bei der Auferstehung der beiden Röhren-Boliden! Speziell mit dem TK 8 wirst du viel Freude haben, die EL84 mit den drei Lautsprechern (in der damals auch bei Röhrenradios üblichen "3D-Anordnung") macht schon ordentlich krawumms.

Beim TK 125 muss ich mein TK 145 de luxe denken, welches ich allerdings nicht mehr besitze. Optisch naja, halt Endsechziger. Aber klanglich sind diese Kisten nicht zu unterschätzen!

@Alexander
Ich muss zugeben, dass ich beim TK 8 sogar Doppelspielband, vorzugsweise BASF DP26, verwende.

   

Irgendwann hatte ich den Bogen raus, wie man das Band mit der spartanischen Bremseinrichtung (ist ja eigentlich nur ein Ledernippel pro Bandteller) nicht mehr zerstört. Da dreht man mit der einen Hand den Umspulhebel Millimeter für Millimeter in die jeweilige Bremsstellung zurück, während man mit der anderen Hand vorsichtig die abwickelnde Spule abbremst. Hört sich etwas unkonventionell an, funktioniert nach etwas Übung aber recht gut.  Big Grin

Danke für den Hinweis mit dem Asbest! Da ich das Tonbandgerät im Sommer 2020 (mit zarten 13 Jahren) restauriert hatte, und es den verlinkten Thread mit dem Hinweis damals noch nicht gab, hatte ich damals nichts unternommen. Falls ich wieder so ein Gerät überholen sollte, werde ich natürlich entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Gruß
Tristan
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#11
(22.07.2024, 07:27)harry schrieb: Guude Aus Darmstadt,
ich kenn Joni auch von RADAR und Kraftwerk in Bonn. 
Er ist auch schon auf meinem Vinyl Flohmarkt gewesen.

Ich abe nur ne "neumodische" Technics RS-1506 (Erstbesitzer)


Gruß
Harry
Punkt 1: Griasdi Tristan, willkommen hier, wo (fast) jedem geholfen werden kann! Cool 
Punkt 2: Harry....Röhre hin....Röhre her...die Technics RS sind für mich mit die besten RTR-Geräte neben Revox und Akai Cool 
Punkt 3: Ja, is klar...alles Erfahrungs- und Geschmackswerte Wink 
Punkt 4: ....siehe Punkt 1!

Beste Grüße aus dem Süden (Bayerns....Schande über mich Undecided )
Hörbie
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#12
(22.07.2024, 12:05)TonbandHesse schrieb: @Alfred
Dann wünsche ich schon mal viel Erfolg bei der Auferstehung der beiden Röhren-Boliden! Speziell mit dem TK 8 wirst du viel Freude haben, die EL84 mit den drei Lautsprechern (in der damals auch bei Röhrenradios üblichen "3D-Anordnung") macht schon ordentlich krawumms.

Hallo Tristan,

danke für die guten Wünsche.
Die werde ich sicher gut brauchen.
Beim TK 8 soll ja der Riemenwechsel nicht soooo einfach sein.
Auch ein Reporter 700 soll später noch auf den Tisch. (Hatte Hermann Hoffmann ebenfalls in Gebrauch)

Falls ich nicht weiterkomme, weiß ich ja, wo ich fragen kann............................ Big Grin

Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

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#13
Hi Alfred!

Der Riemenwechsel an TK 8 & Kollegen ist einfacher als es aussieht. Man muss zwar einiges an Mechanik abmontieren, aber es ist ziemlich selbsterklärend. Im Dampfradioforum gibt es übrigens einen Thread über die Reparatur eines TK 5, da ist der Riementausch Schritt für Schritt erklärt.

Falls Fragen auftauchen, immer her damit!  Smile


Gruß
Tristan
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#14
Hallo Tristan,

danke schön.

Gruß
Alfred

Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.

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#15
(22.07.2024, 12:05)TonbandHesse schrieb: @Alexander
Ich muss zugeben, dass ich beim TK 8 sogar Doppelspielband, vorzugsweise BASF DP26, verwende.

Irgendwann hatte ich den Bogen raus, wie man das Band mit der spartanischen Bremseinrichtung (ist ja eigentlich nur ein Ledernippel pro Bandteller) nicht mehr zerstört. Da dreht man mit der einen Hand den Umspulhebel Millimeter für Millimeter in die jeweilige Bremsstellung zurück, während man mit der anderen Hand vorsichtig die abwickelnde Spule abbremst. Hört sich etwas unkonventionell an, funktioniert nach etwas Übung aber recht gut.  Big Grin
Interessante Lösung! Ich habe das damals so gelöst, dass ich beim Rückspulen einfach das Gerät ausgeschaltet habe, sodass das Spulen langsam langsamer wurde statt hart gebremst. Aber wie gesagt, für Doppelspielband gibts bessere Maschinen. Als die TK8 rauskam gabs ja schlichtweg noch keine so dünnen Bänder. Aber cool, dass es mit deiner Methode geht!


(22.07.2024, 12:05)TonbandHesse schrieb: Danke für den Hinweis mit dem Asbest! Da ich das Tonbandgerät im Sommer 2020 (mit zarten 13 Jahren) restauriert hatte, und es den verlinkten Thread mit dem Hinweis damals noch nicht gab, hatte ich damals nichts unternommen. Falls ich wieder so ein Gerät überholen sollte, werde ich natürlich entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Erstmal meinen vollen Respekt, dass du dich in dem Alter an die TK8 gewagt hast! Ich finde aber eigentlich, dass sie wartungstechnisch echt in Ordnung geht. Wäre für mich das ideale Gerät, was ich Anfängern in deinem damalige Alter empfehlen würde, wenn denn nicht das scheiß Asbest wäre. Aber ich denke, solang man vorsichtig am Gerät arbeitet, wird da nicht wirklich was passieren. Ich habe diese Elkos einfach in Ruhe gelassen samt der Asbestplatte.


(22.07.2024, 13:39)Alfred F schrieb: danke für die guten Wünsche.
Die werde ich sicher gut brauchen.
Beim TK 8 soll ja der Riemenwechsel nicht soooo einfach sein.
Keine Sorge! Wenn man einmal gesehen hat wie er geht, ist der Riemenwechsel bei der TK8 echt schnell gemacht. Man muss eigentlich nur den Kopfträger oben abnehmen und kommt dann schon gut dran.

Wichtig: Da sitzen in dem Zwischenraum auch noch zwei fette Tropydur-Papierkondensatoren mit meine ich 0,5 µF, die auch auf jeden Fall erneuert werden müssen. Sieht man dann, wenn man das runter genommen hat.

Ich habe damals ein Video als kleine Hommage an diese Maschine gemacht. Wer Interesse dran hat, findet es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=_y9mspuOQdU


Schöne Grüße
Alexander
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#16
(22.07.2024, 15:35)eudatux23 schrieb: Erstmal meinen vollen Respekt, dass du dich in dem Alter an die TK8 gewagt hast! Ich finde aber eigentlich, dass sie wartungstechnisch echt in Ordnung geht. Wäre für mich das ideale Gerät, was ich Anfängern in deinem damalige Alter empfehlen würde, wenn denn nicht das scheiß Asbest wäre. Aber ich denke, solang man vorsichtig am Gerät arbeitet, wird da nicht wirklich was passieren. Ich habe diese Elkos einfach in Ruhe gelassen samt der Asbestplatte.


Wichtig: Da sitzen in dem Zwischenraum auch noch zwei fette Tropydur-Papierkondensatoren mit meine ich 0,5 µF, die auch auf jeden Fall erneuert werden müssen. Sieht man dann, wenn man das runter genommen hat.

Ich habe damals ein Video als kleine Hommage an diese Maschine gemacht. Wer Interesse dran hat, findet es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=_y9mspuOQdU

Danke! Man muss halt mit dem zu der Zeit üblichen Drahtverhau zurechtkommen und ein paar Lötkünste aufweisen, dann kriegt man das schon hin. Die Asbestplatte ist halt eine Schwachstelle. Die darauf verbauten Siemens-Elkos sind aber zum Glück häufig noch in Ordnung, also muss man da nicht beigehen. Da gibt es ganz andere Kandidaten, wie z.B. von Hydra. Diese Drecksdinger verspritzen beim Ableben gerne ihr Elektrolyt, daher tausche ich solche immer vorsorglich.


Ja, diese beiden Genossen habe ich damals auch tauschen müssen. War schon ne Arbeit, die da rauszuholen. Am Schluss habe ich deren Leitungen mit dem Messgerät "durchgeklingelt" und die neuen von unten an die passenden Lötpunkte gelötet.

Schönes Video! Schade nur, dass bei deinem TK 8 die Lautsprecherbespannung schon wegbröselt.


Gruß
Tristan
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#17
Servus Tristan,

willkommen im Forum. Jonathan kenne ich auch persönlich, ich habe für ihn schon Maschinen quer durch die Republik transportiert.
Ich finde es toll, dass das Interesse und Wissen an der alten analogen Technik nicht verloren geht.
Ich hab' ja auch schon sehr früh angefangen Geräte zu reparieren; damals gab es überwiegend Röhrengeräte. Ich war dabei ziemlich unbedarft. Ich hab's überlebt.
Später wurde etwas in der Art mein Beruf. Auf Grund der Gefahren war ich dann auch vorsichtiger, und habe mich dementsprechend ausgestattet, dass meine Überlebenschancen besser sind. Strom ist tödlich. Mit dem richtigen Schutz ist das Reparieren aber kein Problem. Deine Ausrüstung kenne ich aber nicht; der beste Schutz ist aber immer ein Trenntrafo.

@Alexander:
...wenn denn nicht das scheiß Asbest wäre. Aber ich denke, solang man vorsichtig am Gerät arbeitet, wird da nicht wirklich was passieren...

das stimmt so nicht ganz. Eine einzige Faser kann Asbestose auslösen. "vorsichtig" wäre in dem Fall entweder im Freien mit schwerem Atemschutz, oder das Gerät zunächst ins Wasser tauchen, um die Fasern (vorübergehend) zu binden. Das mit dem Wasser machen die Entsorgungsfirmen, um danach (oder gleich) luftdicht verpacken.
Von dem Eindringen der Asbestfaser in eine Körperzelle bis zur Feststellung und Erkrankung an Asbestose vergehen durchschnittlich 30 Jahre.
Auf Grund meines Alters sehe ich die Belastung dementsprechend etwas entspannter.
Man merkt es nicht zeitnah, und wenn man es merkt, wird man Invalide oder stirbt; deshalb heißt es: "scheiß Asbest".

Ich will nicht Angst vor den Geräten verbreiten, ich möchte für die Gefahren sensibilisieren.

Meine persönliche Meinung:
Solange die TK8 diese Asbestplatte hat, würde ich die nicht in der Wohnung aufbewahren; die Fasern kann die immer abgeben; vorwiegend wenn sie eingeschaltet ist und warm wird. 
Mein Vorgehen wäre: Um das komplette Untertauchen des Gerätes in Wasser zu vermeiden, die Asbestplatte im Freien mit einer Sprühflasche mit Wasser gründlich benetzen, dass sie keine Fasern mehr abgeben kann; dann die Asbestplatte in einem ZIP-Beutel entsorgen, und durch eine andere Isolierplatte ersetzen. Das schützt zwar nicht grundsätzlich vor den Fasern, aber würde das Risiko reduzieren.

Gruß,
Karl

PS: Das mit dem ZIP-Beutel weiß ich zwar nicht genau, aber laut meinem Schwager ist das so für Asbest im Hausmüll erlaubt.
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
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#18
Hallo Karl!

Tja, analoge Technik hat halt noch eine Seele, nicht wie den modernen Kram, den man häufig nicht mal mehr reparieren kann (bzw. soll).

Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung zum Thema Asbest. Dieses Zeug ist wirklich der allerletzte sch... . Ich werde mir deswegen nochmal Gedanken machen, ob und wie ich die Asbestplatte in meinem TK 8 (und TK 5) ausbauen könnte. Ich hab allerdings eher die Sorge, dass sie durch das Herausfummeln mehr fasert, als wenn sie an Ort und Stelle verbleibt. Das Teil ist ja zum Glück nicht gerade im Luftstrom des Motors, sondern etwas "geschützt" zwischen Chassis und Elkos geklemmt.

Aber ich bin in der Richtung natürlich kein Fachmann.

Da ich viel (eigentlich nur) mit Röhrengeräten arbeite, ist mir bewusst, dass dort Spannungen bis zu 350 Volt (beim Einschalten) herrschen können, bin da auch immer auf der Hut. Bisher bekam ich von Röhrengeräten nur einmal eine gewischt, muss so ca. 2018 rum gewesen sein, damals mit 11 die ersten Tonbandversuche gemacht. Da hatte ich mein damaliges Grundig TK 145 de luxe ohne Abdeckhaube betrieben, weil ich etwas an der Rutschkupplung des rechten Bandtellers überprüfen wollte. Blöderweise waren da die Kontakte von Sieb-/Lade-/Stützelko... den Rest kann man sich denken.

Einen Trenntrafo besitze ich (noch) nicht, steht aber auf meiner "Will-haben"-Liste.

Gruß
Tristan
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