auch ich liebäugelte schon lange mit so einer Dinosaurier Maschine.
Diese Woche war es nun für mich soweit - und ich bin meinem Traum ein großes Stück näher gerückt.
Bisher habe ich nur an meinen A77 und B77 gedoktort. Die M15A kenne ich sonst nur aus Videos.
Ich will euch natürlich Teil haben lassen an meiner Freude und euch in die Wiederbelebung mit einbeziehen.
Der Verkäufer hatte Sie als defekt deklariert. Sie stand bei im wohl etliche Jahre rum und er hatte
es aus gesundheitlichen Gründen nicht geschafft eine Revidierung durchzuführen.
Der Verkäufer meinte auch dass diese vom WDR stammt.
Es war wohl keine Play-Funktion mehr gegeben - Sie spulte also nur.
Glücklicherweise rief er mich ein paar Tage vor dem Besichtigungstermin an und meinte dass Sie auf einmal
doch das Band durchschiebt und eine Play - Funktion gegeben ist. Sie spielen hören konnte er Nie, da ja keine Play
Funktion gegeben war und er auch keine Großtuchel Stecker hatte um Sie mal an zu klemmen. (muss ich mir auch noch besorgen)
Das SM habe ich mir hier aus dem Downloadbereich.
Ein Blick auf die Platinen zeigte dass alle Tantals noch vorhanden sind, und auch sonst sehe ich nicht dass
überhaupt schon etwas an diesen ausgetauscht wurde.
Allerdings habe ich schon einige defekte Bauteile ins Auge geworfen.
Auf der 1 Platine des Aufnahmeverstärkers (Nr. 25.5069.050-00 1e)hat es ein Widerstand nicht überlebt.
An dieser Platine scheint auch einer der roten 22uf40V Elkos auszulaufen.
Auf beiden Widergabe Verstärker Platinen (Nr. 25.5069.030-00 1g) wurde es den Wiederständen an der Kupferwicklung wohl mächtig heiß. (Sehen gut gebrutzelt aus)
in unmittelbarer Nähe ebenfalls einen schmierigen Widerstand entdeckt.
Ansonsten konnte ich erst einmal nichts weiteres auffälliges erkennen.
Würdet ihr roten und orange farbigen Elkos raus schmeißen ?
Wie schauts mit den Tantas aus - sollen die auch lieber mal raus ?
Was gibt es erst einmal sonst noch für anfällige Bauteile auf den Platinen ?
Scheint eine frühe Seriennummer zu sein, dem Kopfträger und den Karten nach zu urteilen. Kannst du sie mal durchgeben, dann kann ich schauen, an wen die Maschine ursprünglich ausgeliefert wurde.
Einen so unverbrauchten Löschkopf sieht man übrigens selten.
Außer Kondis und Tantals gibt es eigentlich nichts zu wechseln. Leider weiß ich nicht, welche Bauteilnummer der kleine angeschmorte Widerstand hat. Der dickere Widerstand R76, dem wohl auch etwas heiß unterm Hintern geworden ist, lässt darauf schließen, dass IS3 möglicherweise einen Defekt hat (so eine Karte hatte ich auch schon mal).
Funktioniert denn die Wiedergabe?
Vorher bitte prüfen, ob die SL-Karte wirklich 35V liefert.
Grüße
Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
Ob die Wiedergabe funktioniert kann ich nicht sagen da ich keine TuchelStecker besitze.
Nr3451 steht hinten am Netzteil.
Also einmal Frischzellenkur komplett machen Kondis + Tantals ! Tantals können auch durch normale Kondis ersetzt werden nehme ich an ? ...
Kroko Klemmen sind vorhanden Peter,
jedoch fühle ich mich nicht wohl mit diesem ausgelaufenen Elko einen Wiedergabetest zu machen.
IS3 den du in Verdacht hast finde ich gerade nicht auf der Logikkarte und kann somit kein Auge darauf werfen.
beim Vorführen schien es auf jeden Fall als wolle Sie los spielen der Playbetrieb funktionierte.
(28.06.2024, 21:37)slexy schrieb: jedoch fühle ich mich nicht wohl mit diesem ausgelaufenen Elko einen Wiedergabetest zu machen.
IS3 den du in Verdacht hast finde ich gerade nicht auf der Logikkarte und kann somit kein Auge darauf werfen.
beim Vorführen schien es auf jeden Fall als wolle Sie los spielen der Playbetrieb funktionierte.
IS3 ist auf der WV1, die du fotografierst hast, die 4W-Endstufe.
Ist der ausgelaufene Elko nicht auf einer AV-Karte?
Falls ja, einfach die AV-Karten ziehen.
Grüße
Peter
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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
Es befindet sich noch ein auslaufender auf der WV1 Karte,
ein kleiner mit 10uf 63v den ich nicht bildlich fest gehalten habe.
Also es gibt auf einer AV1 Karte einen auagelaufenen und auch auf der WV1 einen auslaufenden.
C42 auf den WV Karten pipolar mit 220uf25v habe ich schon entdeckt. Danke Peter
Ich werde mir morgen mal einen kleinen Warenkorb mit paasenden Elkos und Wiederständen
Zusammen stellen....
28.06.2024, 23:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 00:04 von Übertrager.)
Der durchgeheizte Lastwiderstand auf der BC-WV1 hat übrigens 39 Ohm und (geschätzt) 2W.
Beim Nachschauen ist mir aufgefallen, daß bei mir bei einem Kanal der grüne Tantaltropfen 10u/35 fehlt, der wohl nachträglich (nicht im Bad) eingelötet wurde. Die IS wurde mal getauscht, und jetzt sind da nur noch zwei Löcher
Ingesamt passen aber Karten der ersten Serie (1e) doch nicht zur hohen Seriennummer? Aber das scheint bei Rundfunkmaschinen eher die Regel zu sein.
Michael
PS: Der "ausgelaufene" rotbraune Elko würde mich interessieren. <ot> Die einzigen undichten dieser Sorte, die ich bis jetzt gesehen habe, waren die, die wir im Elektronikpraktikum aus dem Fenster gehängt und an den Netzstelltrafo angeschlossen haben </ot>
29.06.2024, 01:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 01:04 von Micha94.)
Servus Alex,
erstmal Glückwunsch zu dieser doch inzwischen recht hoch gehandelten Maschine. Somit sind nun schon 3 Stück der M15A in der Würzburger Ecke zuhause.
Eine davon steht bei mir, einen Beitrag zur Überholung dieser gibt es hier: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=29602
Vor der Inbetriebnahme würde ich empfehlen alle eindeutig schadhaften Bauteile auszuwechseln. Die roten bzw. orangenen Roedersteiner und die axialen Elkos auf jeden Fall raus.
Tantals welche nicht direkt an der Betriebsspannung liegen, werte ich inzwischen als optionalen Tausch. Schaden kann es nicht. Bei Ersatz durch normale Elkos auf die Baugröße achten.
Verwende bitte hochwertige Elkos wie z. B. Panasonic oder Nichicon. Diese gibt es bei Reichelt oder Conrad. Dort findest du auch die passenden Biploaren für die Wiedergabeverstärker.
Günstigere NoName Chinaware funktioniert zwar prinzipiell auch, doch ich hatte schon einige Exemplare die in Geräten nach 3 - 5 Jahren Betrieb wieder kaputt waren. Ärgerlich.
Denke auch an die Karten im Magazin auf der Rückseite der Maschine, diese dienen der Laufwerkssteuerung (Logik + Leistung) sowie dem Capstantrieb.
Auch auf der Zählerwerksplatine befindet sich ein axialer 470µF Elkos und ein Tantalkondensator (kritisch, da direkt an der Betriebsspannung).
Auf der BC-Ws Karte können auch noch RIFA-Knallfrösche verbaut sein, die müssen raus. Ersatz gibts hier: Klick mich
Ansonsten mal den Riemen vom Antrieb runter nehmen. Riemen und Laufflächen mit Isopropylalkohol oder Spirtus reinigen. Schwungrad anstoßen und gucken ob es leichtgängig läuft.
Falls Nein, auf jeden Fall den Plastikring von der Tonwelle abnehmen und mit wenigen Tropfen Sinterlageröl (z. B. Isofelx PDP 65) ölen. Kein "normales" Öl verwenden.
Soviel zur ersten Inbetriebnahme.
Alles weitere dann bei neuen Erkenntnissen.
(28.06.2024, 23:09)Übertrager schrieb: Ingesamt passen aber Karten der ersten Serie (1e) doch nicht zur hohen Seriennummer? Aber das scheint bei Rundfunkmaschinen eher die Regel zu sein.
Ja, das war mir auch gleich aufgefallen. Beim Verkauf wurden die Maschinen oft mit irgendwelchen mehr oder weniger revidierten Audiokarten bestückt, wenn sich herausstellte, dass die eingebauten nicht funktionierten.
(28.06.2024, 23:09)Übertrager schrieb: Sorte, die ich bis jetzt gesehen habe, waren die, die wir im Elektronikpraktikum aus dem Fenster gehängt und an den Netzstelltrafo angeschlossen haben
"Es hat Puff gemacht." - "Entzückend..." (Weihnachten bei Hoppenstedts)
Grüße
Peter
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29.06.2024, 16:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 17:04 von slexy.)
(28.06.2024, 23:09)Übertrager schrieb: Der durchgeheizte Lastwiderstand auf der BC-WV1 hat übrigens 39 Ohm und (geschätzt) 2W.
Du meinst den großen Widerstand wie auf Bild 9 zu sehen ?
(29.06.2024, 01:03)Micha94 schrieb: Servus Alex,
erstmal Glückwunsch zu dieser doch inzwischen recht hoch gehandelten Maschine. Somit sind nun schon 3 Stück der M15A in der Würzburger Ecke zuhause.
Eine davon steht bei mir, einen Beitrag zur Überholung dieser gibt es hier: https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=29602
Vor der Inbetriebnahme würde ich empfehlen alle eindeutig schadhaften Bauteile auszuwechseln. Die roten bzw. orangenen Roedersteiner und die axialen Elkos auf jeden Fall raus.
Tantals welche nicht direkt an der Betriebsspannung liegen, werte ich inzwischen als optionalen Tausch. Schaden kann es nicht. Bei Ersatz durch normale Elkos auf die Baugröße achten.
Verwende bitte hochwertige Elkos wie z. B. Panasonic oder Nichicon. Diese gibt es bei Reichelt oder Conrad. Dort findest du auch die passenden Biploaren für die Wiedergabeverstärker.
Günstigere NoName Chinaware funktioniert zwar prinzipiell auch, doch ich hatte schon einige Exemplare die in Geräten nach 3 - 5 Jahren Betrieb wieder kaputt waren. Ärgerlich.
Denke auch an die Karten im Magazin auf der Rückseite der Maschine, diese dienen der Laufwerkssteuerung (Logik + Leistung) sowie dem Capstantrieb.
Auch auf der Zählerwerksplatine befindet sich ein axialer 470µF Elkos und ein Tantalkondensator (kritisch, da direkt an der Betriebsspannung).
Auf der BC-Ws Karte können auch noch RIFA-Knallfrösche verbaut sein, die müssen raus. Ersatz gibts hier: Klick mich
Ansonsten mal den Riemen vom Antrieb runter nehmen. Riemen und Laufflächen mit Isopropylalkohol oder Spirtus reinigen. Schwungrad anstoßen und gucken ob es leichtgängig läuft.
Falls Nein, auf jeden Fall den Plastikring von der Tonwelle abnehmen und mit wenigen Tropfen Sinterlageröl (z. B. Isofelx PDP 65) ölen. Kein "normales" Öl verwenden.
Soviel zur ersten Inbetriebnahme.
Alles weitere dann bei neuen Erkenntnissen.
Gruß Micha
Cool dass du aus der Nähe bist. Und Danke für die hilfreichen Tipps sowie deinen M15A Überholungsbeitrag Link.
Günstiger NoName Schrott wird natürlich links liegen gelassen.
Ich wollte eh Nichicon verbauen die ich übrigens bei https://www.darisusgmbh.de/shop/index.php bestelle.
Die haben auch die Muse Fine Gold von Nichicon im Sortiment.
Auf der BC-WS Karte sehen die Enstörkondis Top aus. Ich glaube diese wurden schon ausgetauscht.
Isoflex PDP 65 ist forhanden - davon hat mein Thorens Dreher auch schon reichlich geshen.
29.06.2024, 16:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 16:37 von slexy.)
Ich war heute auch schon fleißig und habe mir alle Elkos aufgeschrieben die benötigt werden.
Auch die hinteren Karten sind nun draußen.
Bei den Widerständen wie OBEN auf Bild 4,9,11,12 zu sehen bin ich mir nicht sicher welche Werte diese haben.
Evtl. kann da nochmal jemand nachhelfen ?
Und hier noch paar Bilder von heute....
29.06.2024, 21:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 21:13 von Peter Ruhrberg.)
(28.06.2024, 23:09)Übertrager schrieb: Der durchgeheizte Lastwiderstand auf der BC-WV1 hat übrigens 39 Ohm und (geschätzt) 2W.
(29.06.2024, 16:07)slexy schrieb: Du meinst den großen Widerstand wie auf Bild 9 zu sehen ?
Genau der. Kannst du Schaltpläne lesen?
(29.06.2024, 16:07)slexy schrieb: Auf der BC-WS Karte sehen die Enstörkondis Top aus. Ich glaube diese wurden schon ausgetauscht.
Nein, es gab Versionen der WS-Karte mit genau diesen Snubbergliedern. Hab selber welche davon.
(29.06.2024, 16:34)slexy schrieb: Bei den Widerständen wie OBEN auf Bild 4,9,11,12 zu sehen bin ich mir nicht sicher welche Werte diese haben.
Evtl. kann da nochmal jemand nachhelfen ?
Hast du kein SM mit Kartenlayouts (= Bauteilebestückung) drin? Falls nein, kann ich gerne aushelfen.
Grüße
Peter
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29.06.2024, 21:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2024, 07:18 von slexy.)
(29.06.2024, 21:11)Peter Ruhrberg schrieb: Hast du kein SM mit Kartenlayouts (= Bauteilebestückung) drin? Falls nein, kann ich gerne aushelfen.
Doch ist alles drin im SM - habe in der Eile des Gefechts beim Überfliegen der 400Seiten des SM schon viereckige Augen bekommen ...
Bild 4 der halb weg gesprengte =R65 -1K ohm
Bild 11 und 12 die klein gebruzelten = R83 - 47 ohm
Bild 9 der schon genannte gebruzelte Lastwiderstand =R76 - 39ohm
29.06.2024, 22:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2024, 22:17 von Micha94.)
Zur Vereinfachung hier mal die PDFs die ich mir aus dem großen Service Manual abgezogen habe...
Die gelben Entstörkondensatoren von ITT brauchst du nicht tauschen. Die sind in Ordnung.
Die Karte mit dem breiten Anschluss kannst du erstmal rauslassen, ist nur für die Fernbedieneinheiten.
(29.06.2024, 22:16)Micha94 schrieb: Zur Vereinfachung hier mal die PDFs die ich mir aus dem großen Service Manual abgezogen habe..
Oh yes - das macht es für mich sehr viel einfacher. Zur Info ich arbeite oft mit einem Tablet und sitze nicht immer am Pc.
Das Touch scrollen durch 400Seiten ist nicht gerade leicht und nervt bei der Suche.
Danke Micha - ist genau das was ich gebraucht habe.
(29.06.2024, 22:31)slexy schrieb: Das Touch scrollen durch 400Seiten ist nicht gerade leicht und nervt bei der Suche.
Deswegen habe ich für meine Zwecke ein Inhaltsverzeichnis addiert (Bookmarks), das beschleunigt die Suche enorm.
Zudem kann ich in meiner ca. 460-seitigen PDF Volltextrecherche betreiben.
Grüße
Peter
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(29.06.2024, 22:31)slexy schrieb: Das Touch scrollen durch 400Seiten ist nicht gerade leicht und nervt bei der Suche.
Deswegen habe ich für meine Zwecke ein Inhaltsverzeichnis addiert (Bookmarks), das beschleunigt die Suche enorm.
Zudem kann ich in meiner ca. 460-seitigen PDF Volltextrecherche betreiben.
(30.06.2024, 07:24)slexy schrieb: Luxus PDF Version für den Tonmeister
Ich weiß nicht, ich kenne jedenfalls kein Sachbuch ohne Inhaltsverzeichnis. Ich kann es meine Version gerne zur Verfügung stellen, und die ein oder andere Zugabe gleich mit, zum Beispiel Schulungsunterlagen (diese wiederum etwas unsortiert) der früheren "Schule für Rundfunktechnik" zur M15 A.
Grüße
Peter
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(30.06.2024, 07:24)slexy schrieb: Luxus PDF Version für den Tonmeister
Ich weiß nicht, ich kenne jedenfalls kein Sachbuch ohne Inhaltsverzeichnis. Ich kann es meine Version gerne zur Verfügung stellen, und die ein oder andere Zugabe gleich mit, zum Beispiel Schulungsunterlagen (diese wiederum etwas unsortiert) der früheren "Schule für Rundfunktechnik" zur M15 A.
Liebend gerne Peter - dein attraktives Angebot kann und will ich nicht ausschlagen. So eine lehrreiche Lektüre ist goldwert. Zeit habe ich genug und motiviert bin ich ebenfalls.
Auf meinen Festplatten ist noch jede Menge anderes Material, u.a. Maßzeichnungen, Bauvorschriften, Herstellungsverfahren, Tonköpfe und Tonkopftypen, auch historische. Alles nur soweit vollständig, wie es bei der Auflösung des Konstanzer Werkes vorgefunden wurde.
Ist leider viel zu umfangreich, um es hochzuladen, kann aber bei Bedarf gerne nachsehen, ob und was da ist.
Grüße
Peter
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Folgende Kondensatoren nicht vergessen:
- Audiobackplane
- Zählwerk. (Der Tantal geht liebend gern kaputt...)
- Am Netzteil ist auch noch mindestens ein kleiner Elko dran
- Auf dem Backplane von der Maschinensteuerung (Rückseite) sind meines Erachtens auch Elkos drauf
- Elkos auf den Steuerungskarten
- RC Glieder auf der BG WS (wurde ja schon erwähnt)
(29.06.2024, 01:03)Micha94 schrieb: Ansonsten mal den Riemen vom Antrieb runter nehmen. Riemen und Laufflächen mit Isopropylalkohol oder Spirtus reinigen.
Vielleicht noch ergänzend dazu der Tip, den mir mal ein alteingesessener WDR-Ingenieur gegeben hat: den Riemen vor dem Wiederaufsetzen in einer Dose o.ä. mit etwas Talkumpuder schütteln, dann kommt er mit einigem Puder bedeckt wieder in die Maschine.
Ach ja, und von Zeit zu Zeit (gerade nach längeren Pausen) gucken, daß die Schleppschalter nicht "hängen". Das war auch noch so ein Tip aus WDR-Kreisen.
Die Maschine musste erstmal aus gesundheitlichen Gründen auf mich unter einer Staubschutzdecke warten. Mir geht es gesundheitlich wieder besser und nun kann es auch hier wieder weiter gehen ....
Heute habe ich mich motiviert genug gefühlt die M15A seit der Elkokur zum ersten mal ans Netz an zu schließen. Ein erster genereller Funktionstest verlief leider nicht 100%
Also alle mechanischen Funktionen sind vorhanden. Das passt.
Die vom Peter angesprochen +35V Betriebsspannung an der SL Karte habe ich heute neu justiert und den Trimmer gleich verlackt.
Kabel habe ich noch immer keine - Habe versucht durch Krokoklemmen vom Tuchel Pin1 +Phase und Pin 3 Schirm auf Cinch einen Hörtest durch zu führen. Ich höre nur auf dem linken Kanal etwas ganz leise bei fast voll aufgedrehtem Verstärker mit ganz viel brummen. Auf dem rechten Lautsprecher brummt es ebenfalls aber ohne Ton.
(Liegt es evtl. an meiner Verbindung oder scheint hier was auf den WV Karten nicht in Ordnung ? )
17.03.2025, 21:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.03.2025, 21:23 von slexy.)
Stimmt - Da war wohl etwas von mir falsch verkabelt. Also -Phase muss mit Schirmung auf dem Cinch Schirm liegen. Nun brummt auch nichts mehr ! Es kommt ganz Leise Ton aber nur wahr zu nehmen wenn der Verstärker voll aufgedreht ist.
rechter LS = Leise -linker LS sehr sehr leise nur zu hören wenn ich mein Ohr an den LS halte. Und wie gesagt nur wenn ich den Verstärker voll auf maximum drehe.
Getestet mit mit dem einzigen originalen 2 Track Band was ich zur Verfügung habe - sonst habe ich nur 4Track Aufnahmen
18.03.2025, 17:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.03.2025, 20:44 von slexy.)
Frage mich warum der Ton so extrem leise war - so arg können doch die Einstellpotis an den Karten gar nicht verstellt sein . Könnte dies an einem fehlerhaften IS3 - also der 4Watt Endstufe liegen ?
Am Kanal II kann ich die 34,9 also 35V Betriebsspannung messen
Am linken Kanal sind Sie nicht vorhanden
Als erstes solltest Du mal rausfinden, warum ein Kanal keine Betriebsspannung hat. Evtl. auch mal die Karten gegeneinander tauschen (vorher markieren) oder nur die spinnende ziehen.
Dann mal probieren, ob ein Ton kommt, wenn man den Edit-Hebel betätigt. Die Laufwerkssteuerung (BC-LGxx) kann A- und W-Karten stummschalten!
22.03.2025, 17:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.2025, 17:23 von slexy.)
Ein betätigen des Edithebels ändert daran nichts.
- WV Karte 1bleibt komplett stumm egal welcher Slot
-'WV Karte 2 kann mann ganz leise etwas hören.
Heute habe ich mal alle Widerstände geprüft - da konnte ich nichts auffälliges entdecken.
Ich hebe nochmal hervor dass R76 und R83 ja extremer Hitze ausgesetzt waren und diese ja schon ziemlich durchgebruzelt aussahen wie auf den anfangs Bildern zu sehen ist.
Diese wurden von mir gleich mit getauscht.
Herr Ruhrberg hatte desshalb ja schon gleich den IS3 im Verdacht.
Dass aber IS3 gleich auf beiden Platinen einen defekt haben könnte ist doch auch seltsam.
Die Dioden Gr8 und GR7 zeigen auch ein komisches Verhalten.
Diese befinden sich ja auch gleich in der Nähe zu IS3
GR8 PLATINE 1 Diodentest A zu K 0,572V -- K zu A OL
GR8 PLATINE 2 Diodentest A zu K 0,620V -- K zu A 1,974V
GR8 PLATINE 1 Ohmtest A zu K 350K ohm -- K zu A 21,6 Mohm
GR8 PLATINE 2 Ohmtest A ZU K 23,7K ohm -- K zu A 24KOHM
22.03.2025, 18:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.2025, 19:10 von Übertrager.)
Die Bauteile, die Du markiert hast, reduzieren die 35V, die die Karte vom Regler über Stift 12 bekommt auf eine für die IS3 veträgliche Höhe (steht leider nicht im Schaltplan, ich schätze 24...26V). Die Differenz wird verheizt, leichte Spuren können daher zu sehen sein. Außerdem haben sie eine Siebwirkung.
Wenn die IS3 allerding mit Kurzschluß aussteigt, stehen die vollen 35V über dem Regler, das kann dann die beiden Widerstände und die Transistoren killen.
Was kann man jetzt messen (durch Anlöten von Drähten, evtl. auch mit kleinen Klemmen wie denen an Deinem Multitester)?
-die 35V an Stift 12 oder Kathode (Strich auf dem Gehäuse) von GR7 oder an der Verbindung von R82, R83 und R76 und gegen Stifte 3,4,5,10,11,12 der IS3 (= 0 Volt)
-die Betriebsspannung der IS 3 an Pin 14 (oder Kathode GR8) gegen einen der 6 Pins oben, sollte irgendwas in den 20ern sein
Wenn nicht, mal die beiden Transistoren prüfen. Wenn die beide draußen sind, müssen die Dioden so aussehen wie "Platine 1" bei Dir oben. Sonst tauschen, sind alles Allerweltstypen.
Wenn die beiden auf beiden Karten ok (und nur dann, vorher hats keinen Zweck):
Audiosignal suchen an Stift 3 gegen Stift 7 von St2, dabei einen Kondensator ~1...10uF zwischenschalten. Obacht, Stift 1 führt Betriebsspannung! Am besten einen alten Kopfhörer mit hoher Impedanz (>600 Ohm) verwenden.
(22.03.2025, 18:37)Übertrager schrieb: Die Bauteile, die Du markiert hast, reduzieren die 35V, die die Karte vom Regler über Stift 12 bekommt auf eine für die IS3 verträgliche Höhe (steht leider nicht im Schaltplan, ich schätze 24...26V). Die Differenz wird verheizt, leichte Spuren können daher zu sehen sein. Außerdem haben sie eine Siebwirkung.
Nicht ganz. Es ist eine Schaltung, die unter anderem für ein weiches Ansteigen der Betriebsspannung sorgt, indem Ts5 über R82/C41 durchgeschaltet wird, der seinerseits Ts4 durchschaltet.
Ts4 und 5 begrenzen im Fall eines Ausgangskurzschlusses den Versorgungsstrom von IS3.
Der Spannungsabfall über R39 ist in Normalbetrieb minimal. LM378 (IS3) ist für eine Betriebsspannung von 35 V ausgelegt.
Grüße
Peter
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(22.03.2025, 19:12)Peter Ruhrberg schrieb: Der Spannungsabfall über R39 ist in Normalbetrieb minimal. LM378 (IS3) ist für eine Betriebsspannung von 35 V ausgelegt.
Interessant. Ich hatte nämlich nur vom empfohlenen Nachfolger (LM2878) ein ausführliches Datenblatt da, und der kann nur 32V (und das Pinout paßt nicht, aber das ist ein anderes Problem).
Mir ist jetzt auch noch aufgefallen, daß dieser Schaltungsteil über die Versionen öfter geändert wurde. Slexy sollte also sicherstellen, daß er das richtige Schaltbild für seine Karten verwendet.
Das sieht doch (mit der Korrektur von Peter) völlig ok aus.
(Du hattest oben geschrieben: "Am Kanal II kann ich die 34,9 also 35V Betriebsspannung messen
Am linken Kanal sind Sie nicht vorhanden". Deswegen wollte ich erstmal die Sache mit der Betriebsspannung klären).
Die Transistoren scheinen ja ok zu sein, da würde ich erstmal nicht mehr machen.
Eigentlich kannst Du jetzt den Test mit der Tonspannung an Pin 3 der Stiftleiste gegen Masse (Pin 7 oder Masse bei IS3) machen. Das ist einer der Stifte, auf denen die Brücke steckt. Kondensator zur Abtrennung der Gleichspannung nicht vergessen.
Wenn da was zu hören ist (evtl. nur leise), muß der Fehler in der Stummschaltung oder der Ausgangsstufe liegen.
23.03.2025, 11:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.03.2025, 11:40 von Peter Ruhrberg.)
Vielleicht lohnt es sich, vor R56 (Teil der HF-Sperre) und nach Ts2 (über Block-Kapazität) zu testen. Bitte hochohmig, mit einem normalen KH dürftest du die Ergebnisse verfälschen. Am besten wäre ein Oszilloskop, falls du einen hast.
Mit der erwähnten Stummschaltung ist Ts3 bzw. dessen Schaltungsumgebung gemeint.
Grüße
Peter
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23.03.2025, 11:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.03.2025, 11:59 von slexy.)
Auf beiden Karten ist ein leises Audiosignal mit Kratzgeräuschen via Kopfhörer zu hören !
Die Beinchen Von TS3 schauen auch ganz schön oxidiert aus.
Ich check nochmal die umliegenden Widerstände auf ihre Sollwerte